Kreatives Gestalten
Einleitung
Aus wenigen Linien, Papierstücken oder Geräuschen kann etwas Eigenes entstehen. Beim kreativen Gestalten entwickelst du Ideen, erprobst Materialien und entscheidest bewusst, wie dein Werk wirken soll. Du brauchst dafür keine besonderen Zeichenkenntnisse.
Für wen? Für Lernende von etwa 10 bis 14 Jahren, besonders für die Klassen 5 bis 8 und offene Kunstwerkstätten. Auch ältere Einsteiger können mitarbeiten. Lernziele: Du unterscheidest Gestaltungsmittel, erprobst Collage und Frottage, entwickelst räumliche Formen und erklärst einfache Animationen. Zum Abschluss begründest und überarbeitest du eine eigene Gestaltung.
Deine Grundausstattung: Papier und saubere Kartonreste, Bleistift, Bunt- oder Wachsstifte, Schere, Klebestift und eine Arbeitsunterlage. Für einzelne Erweiterungen kannst du ein Aufnahmegerät verwenden. Bearbeite die Kapitel in deinem Tempo; sammle Skizzen und Versuche in einer Mappe.

Bildeinstieg: Wassily Kandinsky, Komposition VIII, 1923. Suche drei unterschiedliche Formen und verfolge eine Linie mit den Augen. Was fällt dir zuerst auf? Begründe deine Beobachtung am Bild. Urheber und Rechte aller Medien stehen im Abschnitt „OER und Wikipedia“.
Ideen finden und erproben
Eine Skizze ist eine schnelle Zeichnung, mit der du einen Gedanken sichtbar machst. Sie muss noch nicht ausgearbeitet sein. Für diesen Kurs hilft dir ein wiederholbarer Arbeitsweg: beobachten – Ideen sammeln – ausprobieren – auswählen – überarbeiten. Du darfst dabei jederzeit zu einem früheren Schritt zurückgehen.
Beginne mit einer überschaubaren Frage, zum Beispiel: „Wie kann ich einen lebendigen Fantasiegarten aus Papier gestalten?“ Sammle zunächst Formen und Materialien. Zeichne drei kleine Entwürfe: einen mit großen Blättern, einen mit vielen kleinen Formen und einen mit auffälligen Zwischenräumen. Vergleiche sie, bevor du dich festlegst.
Ein Zufall kann eine Idee liefern: Ein gerissener Papierrand erinnert dich vielleicht an ein Gebirge. Du entscheidest anschließend, ob und wie du ihn verwendest. Originalität kann darin liegen, Bekanntes neu zu verbinden oder eine eigene Lösung weiterzuentwickeln.

Materialblick: Auf dem Foto liegen unterschiedliche Werkzeuge. Für die Aufgaben hier reichen Schere und Klebestift. Verwende einen Cutter nur mit fachkundiger Anleitung. Halte deinen Arbeitsplatz übersichtlich, nutze saubere Materialien und bewahre brauchbare Reste auf.
Denkimpuls: Welche drei Dinge aus deiner Materialsammlung könnten gemeinsam eine unbekannte Pflanze darstellen? Deine erste Idee darf sich beim Arbeiten verändern.
Mit Linien, Formen und Farben gestalten
Linien, Formen, Farben und Oberflächen sind Bausteine einer Gestaltung. Eine Linie kann gerade, gebogen, dünn oder kräftig sein. Eine flächige Form besitzt eine Umgrenzung: geometrisch wie ein Kreis oder unregelmäßig wie ein Blatt. Die Komposition bezeichnet die Anordnung der Bildelemente. Auch die freien Zwischenräume gehören dazu. Fachquelle: Getty, Gestaltungsmittel und Bildaufbau, Englisch
| Gestaltungsmittel | Damit kannst du experimentieren |
|---|---|
| Größe und Platzierung | Eine große Form nahe dem Rand wirkt anders als mehrere kleine Formen in der Mitte. |
| Hell-Dunkel-Kontrast | Eine sehr helle Form hebt sich auf einem dunklen Grund deutlich ab. |
| Wiederholung und Abstand | Gleiche Formen können ein Muster bilden; veränderte Abstände unterbrechen es. |
| Überlagerung | Eine Form verdeckt einen Teil einer anderen und kann dadurch räumliche Tiefe andeuten. |

Farben vergleichen: Dieser traditionelle Farbkreis nach Johannes Itten ordnet Rot, Gelb und Blau als Grundfarben seines Modells. Gegenüberliegende Farben heißen darin Komplementärfarben, beispielsweise Blau und Orange. Das Modell hilft beim Planen von Farbzusammenstellungen. Es beschreibt nicht alle möglichen Mischungen von Malfarben und ist kein Modell der Lichtmischung am Bildschirm. Quelle zur Abbildung
Rot, Orange und Gelb werden häufig als warme, Blau und Blaugrün als kühle Farben beschrieben. Ihre Wirkung hängt aber auch von Helligkeit, Umgebung und persönlicher Erfahrung ab. „Rot bedeutet immer Wut“ wäre deshalb keine zuverlässige Gestaltungsregel. Erprobe eine kleine Farbpalette und erläutere die Wirkung an deinem konkreten Bild. Fachquelle: National Gallery of Art, Farbe, Englisch
Mini-Versuch: Lege dieselbe helle Papierform auf einen hellen und einen dunklen Hintergrund. Ändere nur den Hintergrund. So kannst du den Einfluss des Hell-Dunkel-Kontrasts gezielt vergleichen.
Collage und Frottage entdecken
Bei einer Collage ordnest du einzelne Teile auf einer Unterlage an und klebst sie fest. Im Kurs verwendest du hauptsächlich farbige Papierstücke und eigene Zeichnungen. Durch Reißen entstehen andere Kanten als durch Schneiden. Probiere zuerst mehrere Anordnungen aus: Was liegt vorn, was hinten, und wo bleibt Platz? Klebe erst, wenn deine Bildidee erkennbar wird. Hintergrund: Collage

Werkstattblick: Die noch unfertige Papiercollage von Pekka Hannula zeigt einen Arbeitszustand. Stell dir vor, du verschiebst ein auffälliges Teil. Wie könnte sich der Bildaufbau ändern?
Video auf Deutsch: „Die Collage. Eine kleine Einführung“ der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt. Achte darauf, wie aus einzelnen Bestandteilen ein neuer Zusammenhang entsteht.
Bei einer Frottage legst du Papier auf eine strukturierte Oberfläche und reibst mit einem Stift darüber. Die erhabenen Stellen zeichnen sich ab. Halte einen weichen Bleistift oder Wachsstift eher flach und beginne mit wenig Druck. Eigene Proben aus Wellpappe, Stoff oder strukturiertem Papier eignen sich zum Erproben. Verwende keine empfindlichen Gegenstände als Unterlage. Fachquelle: Moderna Museet, Collage und Frottage, Englisch

Struktur entdecken: Die Abreibung macht Einzelheiten einer Münze sichtbar. Eine Frottage kann anschließend Teil einer Collage werden: Schneide eine interessante Struktur aus und setze sie beispielsweise als Baumkrone ein.
Video auf Deutsch: „Kunst mit Struktur: Arbeiten wie der Künstler Max Ernst“ mit Georg Gartz, Museumsdienst Köln / Museum Ludwig. Beobachte die Lage von Papier, Unterlage und Stift. Begleitseite des Museums
Aus Papier wird Raum
Eine flache Zeichnung besitzt Länge und Breite. Ein räumlicher Körper hat zusätzlich Tiefe. Ein gezeichneter Würfel stellt einen Körper dar; ein gefalteter Kartonwürfel nimmt tatsächlich Raum ein. Durch Falten, Rollen, Stecken oder Verbinden kannst du aus Papier räumliche Formen herstellen. Fachquelle: National Gallery of Art, räumliche Form, Englisch

Papierbeispiel: Beim Origami entstehen durch Faltungen Figuren. Betrachte an den Kranichen Kanten, Flächen und Hohlräume. Für deinen Einstieg genügt eine selbst entwickelte einfache Form; du musst keinen Kranich nachfalten.
Ein Relief verbindet Fläche und Raum: Teile ragen aus einer Grundfläche hervor. Eine frei stehende Papierform muss außerdem stabil stehen. Probiere verschiedene Standflächen und Verbindungen aus. Wenn eine Form kippt, verändere zunächst nur eine Eigenschaft und teste erneut.
Video auf Deutsch: Im „CITY ATELIER digital: Kartonkunst“ zeigt Sabine Bazan vom Lehmbruck Museum, wie Pappkartons zu Reliefs werden. Beobachte, welche Teile flach bleiben und welche hervortreten. Originalseite des Museums
Materialidee: Verwende saubere Kartonreste. Verbinde Teile zuerst probeweise mit wenig Klebeband; so kannst du ihre Anordnung leichter verändern.
Klang, Rhythmus und Bewegung sichtbar machen
Rhythmus kannst du hören und gestalten. Wiederkehrende Punkte, Linien oder Formen können eine regelmäßige Folge sichtbar machen. Ein Geräusch lässt sich jedoch nicht nur auf eine einzige richtige Weise zeichnen: Du wählst, welche Eigenschaften du zeigen möchtest.
Hörbeispiel A: Regen, 10 Sekunden. Eine Aufnahme von ジダネ. Achte auf das Rauschen und einzelne Geräuschspitzen.
Hörbeispiel B: Metronom, 20 Sekunden. Eine Aufnahme von Olga Ernst. Achte auf die regelmäßigen Abstände der Schläge.
Vergleiche die beiden Beispiele mit Punkten oder Strichen auf Papier. Wenn du die Audios nicht hören kannst, arbeite mit den Beschreibungen: Regenrauschen mit vielen unregelmäßigen Einzelgeräuschen und eine gleichmäßige Folge von Klicks. Begründe deine eigene Übersetzung in Formen.
Wie aus Einzelbildern Bewegung entsteht
Bei einer Animation werden einzelne Bilder nacheinander gezeigt. Kleine Veränderungen können dabei den Eindruck einer Bewegung erzeugen. Die folgenden vorhandenen Commons-Medien zeigen dieselben sechs Bildzustände eines springenden Balls.

Einzelbilder: Der Ball befindet sich in unterschiedlichen Positionen und verändert beim Aufprall seine Form.

Animation A: Sechs Bilder bilden eine Schleife von 0,6 Sekunden.

Animation B: Dieselben sechs Bilder bilden eine Schleife von 3 Sekunden. Die längere Anzeigedauer macht die einzelnen Zustände leichter erkennbar. Die Dateien stammen von Branko; Angaben zu Bildanzahl und Dauer stehen auf den verlinkten Commons-Dateiseiten im Mediennachweis.
Bei Stop-Motion fotografierst du ein Objekt, veränderst seine Position etwas und fotografierst erneut. Halte Kamera, Hintergrund und Licht möglichst gleich. Ein Storyboard mit wenigen Skizzen hilft dir, Anfang, Veränderung und Ende zu planen. Ohne Gerät kannst du das Prinzip als Daumenkino erproben.
Video auf Englisch: „How to Make a Stop-Motion Animation“ von Tate Kids, in Zusammenarbeit mit Aardman. Die sichtbaren Arbeitsschritte helfen beim Verstehen. Achte auf die kleinen Veränderungen zwischen den Aufnahmen.
Ein eigenes Werk entwickeln und besprechen
Formuliere vor deinem Projekt eine Gestaltungsabsicht, etwa: „Mein Fantasiegarten soll durch große und kleine Formen lebendig wirken.“ Wähle anschließend passende Materialien und zwei Gestaltungsmittel. Halte eine erste Idee, einen Versuch und eine Veränderung in deiner Mappe fest.
Hilfreiches Feedback beschreibt zuerst etwas Sichtbares. „Die helle Überschrift hebt sich kaum vom hellen Hintergrund ab“ zeigt ein konkretes Problem. „Das ist schlecht“ hilft wenig. Trenne Beobachtung, persönliche Wirkung und Vorschlag: „Ich sehe …; auf mich wirkt …; du könntest …“. Entscheide selbst, welchen Vorschlag du erprobst, und begründe die Änderung.
Für die Präsentation reichen ein Werktitel, Materialangaben und drei Sätze: Was wolltest du zeigen? Welche Entscheidung war wichtig? Was hast du verbessert? Beurteile deinen Lernweg auch daran, ob du Varianten untersucht und eine nachvollziehbare Lösung entwickelt hast.
Medien bewusst verwenden: Ein frei erreichbares Bild ist nicht automatisch frei nachnutzbar. Lies bei fremden Medien die konkrete Rechteangabe. Für eine Nutzung unter CC BY-SA gehören insbesondere Urheberangabe, Quelle, Lizenzlink und gegebenenfalls ein Änderungshinweis dazu; veröffentlichte Bearbeitungen müssen die Bedingungen zur Weitergabe unter gleicher Lizenz erfüllen. Der Nachweis unten zeigt dir Beispiele. Erläuterung von Creative Commons
Die YouTube-Videos werden über den Originalanbieter eingebunden; eine freie Lizenz ist für sie hier nicht nachgewiesen. Lade sie nicht als eigene Werke erneut hoch. Zeige in deinen Projekten keine persönlichen Daten anderer Lernender. Du kannst deine Ergebnisse in der Lerngruppe vorstellen, ohne sie öffentlich hochzuladen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Du möchtest aus Papier ein Fantasietier gestalten. Wie kannst du verschiedene Ideen vor der Ausführung vergleichen? (Drei kleine Skizzen anfertigen und ihre Unterschiede betrachten) (!Die erste Skizze sofort vollständig ausarbeiten) (!Zuerst alle verfügbaren Materialien aufkleben) (!Nur den Namen des Tieres mehrmals aufschreiben)
Auf einer dunkelblauen Fläche soll eine kleine Form durch einen Hell-Dunkel-Kontrast auffallen. Welche Veränderung passt dazu? (Die kleine Form sehr hell gestalten) (!Die kleine Form im gleichen Dunkelblau gestalten) (!Die kleine Form vollständig hinter der Fläche verstecken) (!Die kleine Form entfernen)
Welche Aussage beschreibt die Komposition eines Bildes? (Sie beschreibt die Anordnung der Bildelemente) (!Sie bezeichnet ausschließlich den Preis des Materials) (!Sie benennt nur das Werkzeug zum Schneiden) (!Sie beschreibt ausschließlich das Alter des Bildes)
Du möchtest die Struktur einer Wellpappe mit Frottage sichtbar machen. Was tust du? (Papier auflegen und mit der Seite eines Stiftes darüberreiben) (!Die Wellpappe vollständig mit Papierstücken bekleben) (!Papier ohne Unterlage zu einer Kugel formen) (!Die Wellpappe nur mit Wasser bestreichen)
Welche Arbeit ist eine Papiercollage? (Verschiedene Papierstücke werden angeordnet und auf einen Bildträger geklebt) (!Ein Papier wird ausschließlich zu einem Kranich gefaltet) (!Eine Holzoberfläche wird unter Papier durchgerieben) (!Ein einzelner Bleistiftstrich wird auf ein leeres Blatt gezogen)
Welche Arbeit besitzt tatsächlich räumliches Volumen? (Ein aus Karton gefalteter Würfel) (!Der gezeichnete Umriss eines Würfels) (!Das Foto eines Würfels auf einem Blatt) (!Das geschriebene Wort Würfel)
Du hörst einen regelmäßigen Metronomschlag. Welche Gestaltung macht die regelmäßige Wiederholung besonders deutlich? (Gleiche Zeichen in gleichmäßigen Abständen) (!Ein einzelnes Zeichen ohne Wiederholung) (!Zufällig verteilte Zeichen mit stark wechselnden Abständen) (!Eine vollständig leere Fläche)
Dieselben sechs Animationsbilder werden jeweils kürzer angezeigt. Was verändert sich dadurch? (Die gesamte Bilderfolge wird schneller abgespielt) (!Die Zahl der vorhandenen Einzelbilder steigt) (!Es entstehen automatisch zusätzliche Zwischenbilder) (!Die Reihenfolge der Bilder kehrt sich automatisch um)
Du möchtest untersuchen, welchen Einfluss die Hintergrundfarbe auf deine Collage hat. Welcher Vergleich ist am aussagekräftigsten? (Gleiche Papierformen gleich anordnen und nur die Hintergrundfarbe ändern) (!Gleichzeitig Formen und Hintergrund und Bildgröße verändern) (!Zwei Arbeiten mit völlig verschiedenen Motiven vergleichen) (!Nur eine Version herstellen und keine Alternative betrachten)
Welche Rückmeldung hilft beim gezielten Überarbeiten? (Die helle Überschrift hebt sich kaum vom hellen Hintergrund ab) (!Das ist einfach schlecht) (!Mach alles irgendwie anders) (!Mir gefällt grundsätzlich keine Collage)
Memory: Begriffe und Bedeutungen
Finde jeweils den passenden Begriff und seine Erklärung.
| Skizze | Schneller zeichnerischer Entwurf einer Idee |
| Komposition | Anordnung der Elemente in einem Bild |
| Frottage | Sichtbarmachen einer Oberfläche durch Abreiben auf aufgelegtem Papier |
| Collage | Gestaltung aus aufgeklebten Teilen auf einem Bildträger |
| Kontrast | Deutlicher Unterschied zwischen Gestaltungselementen |
| Rhythmus | Wiederkehrende Folge von Zeichen oder Ereignissen |
Zuordnen: Vom Einfall zum Werk
Ordne jedem Arbeitsschritt die passende Tätigkeit zu. In einem echten Projekt kannst du auch zu einem früheren Schritt zurückkehren.
| Arbeitsschritt | Passende Tätigkeit |
|---|---|
| Ideen sammeln | Beobachtungen und mögliche Motive zusammentragen |
| Varianten skizzieren | Mehrere kleine Entwürfe zeichnen und vergleichen |
| Material erproben | Die Wirkung einer Technik an einer kleinen Probe untersuchen |
| Werk gestalten | Den gewählten Entwurf mit passenden Mitteln ausführen |
| Gezielt überarbeiten | Nach einer Rückmeldung eine begründete Änderung vornehmen |
Kreuzworträtsel
Gesucht sind sechs Fachbegriffe aus dem Kurs. Trage jeweils ein Wort ein.
| Skizze | Wie heißt ein schneller zeichnerischer Entwurf? |
| Linie | Welches zeichnerische Element kann gerade, gebogen oder zackig verlaufen? |
| Collage | Welche Technik verbindet aufgeklebte Teile zu einer Gestaltung? |
| Frottage | Wie heißt das Abreiben einer Struktur durch aufgelegtes Papier? |
| Kontrast | Wie heißt ein deutlicher Unterschied, etwa zwischen Hell und Dunkel? |
| Faltung | Wie heißt das Umlegen und Knicken von Papier entlang einer Linie? |
LearningApps
Die Suche bietet zusätzliche Übungen zum Thema. Wähle einen Treffer, der zu deinem Lernstand passt; die Angebote stammen von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren.
Lückentext: Bewusst gestalten
Offene Aufgaben
Wähle für deine praktische Arbeit passende Aufgaben. Halte Entscheidungen und Zwischenschritte fest. Für Fotos und Filme genügen die Arbeiten und deine Hände; persönliche Angaben oder Gesichter sind nicht erforderlich.
Leicht
- Linie: Teile ein Blatt in sechs Felder und zeichne in jedem eine andere Linienart. Wähle zwei Felder aus und beschreibe ihre unterschiedliche Wirkung mit eigenen Worten.
- Frottage: Erstelle Frottagen von drei eigenen Materialproben, etwa Wellpappe, Stoff und strukturiertem Papier. Beschrifte die Herkunft und vergleiche die sichtbaren Spuren.
- Komposition: Schneide fünf gleichartige Papierformen aus. Lege daraus drei unterschiedliche Kompositionen, bevor du eine festklebst. Beschreibe, wohin dein Blick zuerst wandert.
- Rhythmus: Höre die beiden Hörbeispiele aus dem Kurs. Gestalte zu jedem ein kleines Klangbild mit Linien oder Punkten und erkläre, wie du Regelmäßigkeit und Unregelmäßigkeit sichtbar gemacht hast.
Standard
- Collage: Gestalte eine Papiercollage zu „Ruhiger Ort“ oder „Bewegte Stadt“. Verbinde eine selbst gewählte Farbpalette mit mindestens einer Frottagestruktur und begründe zwei Entscheidungen.
- Papiergestaltung: Entwickle aus einem Blatt eine freistehende Papierform. Erprobe zwei Varianten durch Falten, Rollen oder Laschen und dokumentiere, welche Veränderung die Standfestigkeit verbessert.
- Stop-Motion: Erstelle mit Papierformen eine kurze Stop-Motion-Sequenz und halte Kamera und Hintergrund möglichst unverändert. Vergleiche zwei Abspielgeschwindigkeiten derselben Bildfolge; ohne Aufnahmegerät zeichnest du stattdessen ein Daumenkino und vergleichst langsames und schnelles Durchblättern.
- Farbkontrast: Lege dieselbe kleine Collage auf drei unterschiedlich gefärbte Hintergründe. Halte Formen und Anordnung gleich und vergleiche Kontrast und Wirkung anhand konkreter Beobachtungen.
Schwer
- Gestaltungsprozess: Entwickle ein Werk zum Thema „Verwandlung“ mit nur drei Farben und überwiegend vorhandenen Materialien. Zeige zwei Entwürfe, deine Auswahl und eine begründete Überarbeitung.
- Visuelle Kommunikation: Entwirf ein übersichtliches Schild für einen erfundenen Kreativraum. Bitte eine andere Person um Rückmeldung zur Erkennbarkeit, verbessere mindestens einen Punkt und dokumentiere die Änderung ohne personenbezogene Angaben.
- Ausstellung: Stelle drei eigene Arbeiten zusammen. Ordne sie nach einer erkennbaren Idee und schreibe kurze Werktexte zu Material, Absicht und Wirkung. Begründe die Reihenfolge.
- Mediengestaltung: Entwickle ein kurzes Projekt aus Collage, Geräusch und Animation. Nutze eigenes Material oder nachweisbar passende freie Medien, führe ein Medienverzeichnis und erläutere das Zusammenwirken der Ausdrucksmittel.


Lernkontrolle
Begründe deine Antworten mit Begriffen aus dem Kurs und konkreten Beobachtungen. Bei Gestaltungsentscheidungen können verschiedene Lösungen überzeugen.
- Komposition: In einem Entwurf sind alle Formen gleich groß und ähnlich hell. Ein bestimmtes Element soll zuerst auffallen. Schlage zwei verschiedene Änderungen vor und begründe ihre voraussichtliche Wirkung.
- Mischtechnik: Erkläre, wie du eine Frottage in eine Collage einbauen kannst. Beschreibe die beiden unterschiedlichen Arbeitsschritte und den gestalterischen Nutzen ihrer Verbindung.
- Papiergestaltung: Eine freistehende Papierform kippt. Entwickle zwei mögliche Verbesserungen und beschreibe einen fairen Vergleich, bei dem du möglichst nur eine Veränderung zugleich untersuchst.
- Animation: Sechs Bilder werden einmal je 0,1 Sekunden und einmal je 0,5 Sekunden angezeigt. Berechne beide Gesamtdauern einer einmaligen Wiedergabe und erkläre, warum sich der Bewegungseindruck trotz gleicher Bilderfolge verändert.
- Medienrechte: Du möchtest ein Projekt mit einem Commons-Bild, einer fremden Tonaufnahme und einem eingebetteten YouTube-Video zeigen. Welche Angaben und Rechtebelege prüfst und dokumentierst du jeweils? Begründe, weshalb die bloße Erreichbarkeit der Dateien nicht ausreicht.
Lernnachweis
Stelle ein kleines Gestaltungsportfolio zusammen: Ideenskizzen, Technikproben, eine ausgearbeitete Gestaltung, ein Vergleich oder Experiment, eine dokumentierte Überarbeitung und das zugehörige Medienverzeichnis. Eine Mappe aus Papier genügt; eine öffentliche Veröffentlichung ist nicht erforderlich.
| Bereich | Sichtbarer Nachweis | Qualitätsmerkmal |
|---|---|---|
| Fachwissen | Kurze Erklärungen zu verwendeten Begriffen | Du unterscheidest etwa Collage und Frottage sowie eine Fläche und einen Körper. |
| Erprobung | Skizzen und Materialproben | Du vergleichst Varianten und leitest daraus eine Entscheidung ab. |
| Gestaltung | Ausgearbeitetes Werk | Material, Anordnung und Ausdrucksmittel passen zu deiner erklärten Absicht. |
| Entwicklung | Vorher-Nachher-Vergleich mit Kommentar | Du nutzt eine konkrete Beobachtung für eine nachvollziehbare Überarbeitung. |
| Transfer und Verantwortung | Anwendung in einem neuen Zusammenhang und Medienverzeichnis | Du überträgst eine erprobte Idee und dokumentierst Herkunft und Nutzungsbedingungen fremder Medien. |
Selbstcheck: Markiere jeden Bereich mit „noch unsicher“, „teilweise sicher“ oder „sicher“ und verweise auf eine passende Stelle in deinem Portfolio. Formuliere abschließend einen nächsten Lernschritt. Entscheidend sind nachvollziehbare Entscheidungen und deine Entwicklung; persönlicher Geschmack allein ist kein ausreichendes Bewertungskriterium.
OER und Wikipedia
Hier findest du fachliche Vertiefungen und die Nachweise der verwendeten Medien. Die Commons-Dateien sind entsprechend den unten angegebenen Lizenzen oder Freigaben nutzbar. Die verlinkten Museumsangebote und YouTube-Videos sind ergänzende Lernquellen; für sie wird keine freie Lizenz behauptet.
Fachquellen zum Weiterlernen
| Quelle | Was du dort vertiefen kannst |
|---|---|
| Getty: Vocabulary for Describing an Artwork | Linien, Formen, Oberflächen und Bildaufbau; Englisch. |
| National Gallery of Art: The Elements of Art – Color | Farbe als Gestaltungsmittel; Englisch. Der traditionelle Farbkreis wird in diesem Kurs ausdrücklich als Modell verwendet. |
| National Gallery of Art: The Elements of Art – Form | Unterschied zwischen flächiger und räumlicher Gestaltung; Englisch. |
| Moderna Museet: Collage, Frottage, Grattage | Verfahren und Beispiele im Werk von Max Ernst; Englisch. |
| Museen Köln: Kunst mit Struktur | Frottage mit einfachen Materialien; Deutsch. |
| Lehmbruck Museum: Kartonkunst | Räumliche Gestaltung aus Pappkarton; Deutsch. |
| Creative Commons: CC BY-SA 4.0 | Bedingungen dieser konkreten freien Lizenz; Deutsch. |
Wikipedia zum Vertiefen: Der deutschsprachige Artikel erklärt den Begriff Collage und weitere Anwendungsfelder. Artikel direkt öffnen
Bilder, Animationen und Audio: Herkunft und Rechte
Alle nachfolgend genannten Dateien stammen aus Wikimedia Commons. Sie werden inhaltlich unverändert eingebunden; die Anzeigegröße der Bilder wird an den Kurs angepasst. Die verlinkten Dateiseiten enthalten die jeweiligen Rechteangaben und die Originaldateien. „Public Domain“ bezeichnet hier die auf der Dateiseite dokumentierte Gemeinfreiheit oder Freigabe.
| Exakte Datei | Urheberangabe | Quelle und Rechte | Einsatz |
|---|---|---|---|
| File:Wassily Kandinsky Composition VIII.jpg | Wassily Kandinsky, Komposition VIII, 1923 | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Nachweis; originalgetreue Reproduktion eines gemeinfreien zweidimensionalen Werks | Bildeinstieg; unverändert |
| File:Farbkreis Itten 1961.svg | MalteAhrens; Vektorisierung SidShakal; Farbkreismodell nach Johannes Itten | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Farbzusammenstellungen; unverändert |
| File:Collage supplies and materials.jpg | Señoritaleona | Commons-Dateiseite; CC BY-SA 4.0 | Materialauswahl; unverändert |
| File:Making a paper collage.jpg | Luovuksissa; dargestellte Papiercollage von Pekka Hannula | Commons-Dateiseite; CC BY-SA 4.0 | Arbeitsprozess und Komposition; unverändert |
| File:Frottage 01.jpg | Nicola L.K. | Commons-Dateiseite; gewählte Lizenz CC BY-SA 3.0 | Abreibung einer Münzstruktur; unverändert |
| File:Origami cranes.jpg | Laitche | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Gefaltete Papierformen; unverändert |
| File:Animexample3.png | Branko, englische Wikipedia | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Einzelbildfolge; unverändert |
| File:Animexample.gif | Branko, englische Wikipedia | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Animation mit sechs Bildern in 0,6 Sekunden; unverändert |
| File:Animexample2.gif | Branko, englische Wikipedia | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Animation mit sechs Bildern in 3 Sekunden; unverändert |
| File:Rain.ogg | ジダネ | Commons-Dateiseite und Public-Domain-Freigabe | Regenaufnahme, 10 Sekunden; unverändert |
| File:Sound Classic Metronome 96.ogg | Olga Ernst | Commons-Dateiseite; CC BY-SA 4.0 | Regelmäßige Klicks, 20 Sekunden; unverändert |
YouTube-Videos: Originale und Nachweise
Die Videos werden ausschließlich über den Originalanbieter eingebunden. Für keines dieser Videos ist hier eine Creative-Commons-Lizenz nachgewiesen. Die Einbettung überträgt keine Rechte zum Herunterladen, Bearbeiten oder erneuten Hochladen. YouTube-Hinweise zur Einbettung
| Originalvideo | Anbieter und Beteiligte | Quellenprüfung | Nutzung im Kurs |
|---|---|---|---|
| Die Collage. Eine kleine Einführung | SCHIRN Kunsthalle Frankfurt | Titel, Kanal und Themenbeschreibung im Original-Videodatensatz geprüft | Originalplayer; Deutsch; keine freie Lizenz nachgewiesen |
| Kunst mit Struktur: Arbeiten wie der Künstler Max Ernst | Museumsdienst Köln / Museum Ludwig; Georg Gartz | Offizielle Tutorialseite und offizielle Zuordnung der Video-URL | Originalplayer; Deutsch; keine freie Lizenz nachgewiesen |
| CITY ATELIER digital: Kartonkunst | Lehmbruck Museum; Sabine Bazan | Offizielle Workshopseite mit Original-URL | Originalplayer; Deutsch; keine freie Lizenz nachgewiesen |
| How to Make a Stop-Motion Animation | Tate Kids; Zusammenarbeit mit Aardman | Titel, Kanal und Themenbeschreibung im Original-Videodatensatz geprüft | Originalplayer; Englisch; keine freie Lizenz nachgewiesen |
Stand der Recherche: 25. Oktober 2026. Die Commons-Dateiseiten einschließlich ihrer Rechteangaben sowie die genannten Fachquellen und Videozuordnungen wurden geprüft. Eine Live-Wiedergabe der YouTube-Videos war mit dem Recherchezugang nicht prüfbar. Falls ein Player nicht startet, öffne den verlinkten Originaleintrag oder bearbeite die zugehörige Aufgabe mit den Kursbeschreibungen. Die LearningApps-Einbettung ist eine zusätzliche Suchansicht; einzelne dort angezeigte Übungen wurden nicht als Bestandteil dieses Kurses geprüft.
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