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Stop-Motion

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Stop-Motion

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Einleitung

Ein Radiergummi wandert über den Tisch, Papierfiguren treffen sich und ein Stuhl dreht sich scheinbar von selbst: Mit Stop-Motion gestaltest du solche Bewegungen aus einzelnen Fotos. Du veränderst dein Motiv zwischen den Aufnahmen und setzt die Bilder anschließend zu einem Film zusammen.

Dieser Kurs richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger der Klassen 5–8 in Kunst, Medienbildung und fächerübergreifenden Projekten. Du lernst, eine kurze Geschichte zu planen, Kamera und Licht einzurichten, die Filmdauer zu berechnen und Bild und Ton aufeinander abzustimmen. Am Ende kannst du einen kurzen Film begründet beurteilen und ein eigenes kleines Projekt umsetzen.

Du brauchst: ein Smartphone, Tablet oder eine Kamera mit geeigneter Aufnahmesoftware, eine sichere Halterung, einen ruhigen Arbeitsplatz und einfache Materialien. Für den Anfang reichen Papier oder wenige Alltagsgegenstände. Arbeite allein oder im kleinen Team; verteile dabei die Aufgaben Aufnahme, Bewegung und Kontrolle.


Wie aus Einzelbildern Bewegung wird

Ein Einzelbild heißt auch Frame. Für Stop-Motion nimmst du eine ruhende Szene auf, veränderst sie ein wenig und fotografierst erneut. Bei der schnellen Wiedergabe kann daraus der Eindruck einer zusammenhängenden Bewegung entstehen. Während des einzelnen Fotos soll das Motiv stillhalten. Die Gestaltung geschieht zwischen den Aufnahmen. Dieses Prinzip erläutert auch die Einführung des Österreichischen Jugendrotkreuzes.

Kurze Stop-Motion-Animation mit Alltagsgegenständen

Animation zum Entdecken: „Bag Stopmotion“ von K2318305. Beobachte, welche Gegenstände ihre Position verändern und welche Teile des Bildes ruhig bleiben. Original und Rechte: CC BY-SA 4.0.


Drei Verfahren auseinanderhalten

Stop-Motion: Du bestimmst die Veränderungen zwischen den Fotos, etwa die Schritte einer Spielfigur. Zeitraffer: Du fotografierst einen selbstständig ablaufenden Vorgang in Abständen und zeigst ihn beschleunigt, etwa wachsende Pflanzen. Durchgehende Videoaufnahme: Die Kamera zeichnet einen laufenden Vorgang auf; du bewegst das Motiv während der Aufnahme. Auch ein Daumenkino arbeitet mit unterschiedlichen Einzelbildern auf Papier, etwa Zeichnungen oder Fotos.

Merke: Es gibt keine feste Bildzahl, ab der jede Bewegung automatisch flüssig wirkt. Entscheidend sind auch die Abstände zwischen den gezeigten Positionen und die Dauer jeder Pose.

Video auf Deutsch: „Tutorial: Stop-Motion Erklärfilm“, MATU, Annarita und Dirk Matuschka. Nutze es als Überblick über den Weg von der Idee zum Film. Beobachtungsauftrag: Notiere drei Arbeitsschritte, die vor dem fertigen Film liegen. Originalvideo.


Material und Geschichte planen

Die Wahl des Materials beeinflusst deine Bewegungsmöglichkeiten. Beginne mit wenigen Figuren und einem überschaubaren Ort. Eine Kulisse gestaltet die Umgebung; eine Requisite ist ein Gegenstand, den du in der Handlung verwendest. Die folgenden Formen beschreibt das Filmmuseum ACMI.

Verfahren Material und Besonderheit
Legetrick Flache Papierformen werden auf einer Unterlage verschoben; eine Kamera von oben erleichtert den Überblick.
Knetanimation Formbare Figuren verändern ihre Haltung oder Gestalt. Achte darauf, dass sie zwischen den Aufnahmen stehen bleiben.
Objektanimation Vorhandene Gegenstände spielen mit, etwa Bausteine, Radiergummis oder Flaschendeckel.
Pixilation Menschen nehmen für jedes Foto eine neue Pose ein. Plane dafür einen sicheren Bewegungsraum und kläre die Teilnahme vorher.


Ein Storyboard macht die Idee sichtbar

Ein Storyboard ist ein gezeichneter Ablaufplan. Ein Feld steht meist für eine Einstellung oder einen wichtigen Handlungsmoment, nicht für jedes einzelne Foto. Ergänze zu den Skizzen Handlung, Bildausschnitt, geplante Dauer und Ton. Eine Einstellung ist ein zusammenhängender Filmabschnitt ohne Schnitt.

Beispielidee: Ein Papierkreis möchte zu einem Papierdreieck. Eine Lücke versperrt den Weg. Ein Papierstreifen wird zur Brücke. Beide Figuren treffen sich. Vier einfache Handlungsmomente reichen für eine verständliche Geschichte mit Anfang, Hindernis und Lösung.

Leere Storyboard-Vorlage mit Feldern für eine geplante Bildfolge

Bildvorlage: „Storyboard template example“ von Whisternefet. Nutze die vorhandenen Felder als Anregung für deinen Ablaufplan. Original und Rechte: CC BY-SA 3.0.

Stop-Motion-Animation über zwei Frösche

Erzählen mit Figuren: Judith Masats beschreibt ihre Animation als kleine Liebesgeschichte zwischen zwei Fröschen. Welche Veränderung ihrer Positionen kannst du als Begegnung deuten? Begründe deine Beobachtung am Bild. Original und Rechte: CC BY-SA 4.0.

Vertiefung auf Englisch: „Animating Stop-Motion Characters at Aardman Animations“, Adam Savage's Tested. Im Originalinterview erläutert Animationsdirektor Will Becher die Entwicklung und Darstellung von Figuren. Achte auf Haltung und Persönlichkeit; du musst nicht jedes englische Wort verstehen. Formuliere anschließend eine eigene Idee, wie dieselbe Figur einmal schüchtern und einmal entschlossen wirken könnte. Originalvideo.


Kamera und Licht stabil halten

Eine unbeabsichtigte Veränderung der Kamera verschiebt das ganze Bild. Befestige dein Gerät deshalb an einem Stativ oder einer standsicheren Halterung. Fixiere den Hintergrund und halte den Arbeitsbereich frei. Für Papierfiguren bietet sich die Draufsicht an; dreidimensionale Figuren kannst du auch von vorn aufnehmen. Die Legetrick-Anleitung des Deutschen Technikmuseums erklärt den festen Aufbau und die Vorbereitung der Kamera.

Beispiel eines Arbeitsplatzes für Stop-Motion-Aufnahmen

Studiofoto: Tchikhinachvili zeigt einen Arbeitsplatz für Stop-Motion. Suche im Bild nach Hinweisen auf Aufnahmegerät, Motiv und Arbeitsfläche. Welche Anordnung wäre für dein eigenes Material sinnvoll? Original und Rechte: CC BY-SA 4.0.

Fokus bestimmt die Schärfe. Belichtung beeinflusst die Helligkeit; der Weißabgleich die Farbwiedergabe. Wenn deine Kamera oder App diese Möglichkeiten bietet, stelle sie passend ein und halte sie während einer Einstellung konstant. Wechselnde Automatikwerte können sichtbare Sprünge verursachen. Vermeide wandernde Schatten und stark wechselndes Tageslicht; prüfe deine Beleuchtung mit mehreren Testfotos.


Eine verlässliche Aufnahmeroutine

Bewege das Motiv ein kleines Stück, nimm die Hände aus dem Bild und kontrolliere den Ausschnitt. Warte, bis alles ruhig steht, und löse aus. Wiederhole diese Reihenfolge. Schaue dir zwischendurch die Vorschau an: So bemerkst du verrutschte Figuren, sichtbare Hände oder einen geänderten Hintergrund frühzeitig.

Das Geisterbild oder Onion Skinning legt vorherige Aufnahmen halbtransparent über das aktuelle Kamerabild. Damit kannst du die neue Position vergleichen. Es erzeugt keine fehlenden Zwischenbilder für dich. Herstelleranleitung zum Geisterbild.

Video auf Deutsch: „App-Tutorial: Stop Motion Studio [deutsch]“, erlebe IT. Das Tutorial führt in die ersten Arbeitsschritte ein. Es stammt aus dem Jahr 2018; Aussehen und Anordnung einzelner Schaltflächen können inzwischen abweichen. Suche in deiner verfügbaren App die Funktionen Aufnahme, Vorschau und Bildrate. Originalvideo.


Bewegung, Bildrate und Filmdauer

Die Bildrate gibt an, wie viele Bilder bei der Wiedergabe pro Sekunde gezeigt werden. Die Abkürzung fps bedeutet „frames per second“. Sie sagt nicht, wie schnell du beim Fotografieren arbeiten musst. Für einen Einstieg schlägt das ACMI 8–12 Bilder pro Sekunde vor. Wir rechnen in diesem Kurs meist mit 12 fps.


Die Dauer berechnen

Wenn jedes Foto genau einmal und gleich lange angezeigt wird, gilt: Filmdauer in Sekunden = Anzahl der Fotos ÷ Bildrate. Umgekehrt berechnest du die benötigten Fotos mit Dauer × Bildrate. Die folgenden Werte sind Rechenbeispiele ohne zusätzliche Titelbilder, Pausen oder Abspann.

Fotos und Wiedergabe Rechnung Filmdauer
120 Fotos, jedes einmal, 12 fps 120 ÷ 12 10 Sekunden
Dieselben 120 Fotos, jedes einmal, 24 fps 120 ÷ 24 5 Sekunden
120 Fotos, jedes zweimal, 24 fps 240 ÷ 24 10 Sekunden

Wiederholung ist keine neue Bewegungsphase: Zeigst du jedes Foto zweimal, bleibt seine Pose länger sichtbar. Es entsteht keine zusätzliche Zwischenposition. Ein bloßer Export mit 24 fps muss einen Film deshalb auch nicht beschleunigen: Das Programm kann Bilder wiederholen und die ursprüngliche Dauer erhalten. Prüfe, ob du die tatsächliche Abspielgeschwindigkeit oder nur die Ausgabe änderst. Bildrate und doppelte Bildanzeige im Herstellerhandbuch.

Ein Stuhl dreht sich in einer Stop-Motion-Bildfolge

Animation zum Vergleichen: „Example - Stop motion of a Spinning Chair“ von Erock23432. Die Commons-Dateiseite nennt 30 Frames und 3,0 Sekunden für einen Durchlauf. Das entspricht durchschnittlich 10 Frames pro Sekunde. Beobachte die Drehung und den Übergang zum nächsten Durchlauf. Original und Rechte: CC BY-SA 3.0.


Abstände und Pausen bewusst gestalten

Bei gleichbleibender Bildrate bedeuten größere Positionsänderungen pro Bild eine schnellere Bewegung. Kleinere Änderungen bedeuten eine langsamere Bewegung. Für dieselbe Strecke brauchst du dann mehr Bewegungsphasen. Ein allmählicher Wechsel von kleinen zu größeren Abständen kann eine Beschleunigung zeigen; kleinere Abstände am Ende ein Abbremsen.

Eine Haltephase lässt eine Pose länger stehen, zum Beispiel damit das Publikum eine Überraschung erkennt. Wiederhole dafür ein Bild oder verlängere seine Anzeigedauer. Teste den Rhythmus: Ist die Handlung verständlich? Gibt es unbeabsichtigte Sprünge? Passt die Pause zur Geschichte? Die Animationstechniken im Herstellerangebot vertiefen Abstände, Timing sowie langsames Starten und Stoppen.


Ton, Schnitt und verantwortliches Teilen

Einzelne Fotos enthalten keinen Ton. Du ergänzt Geräusche, Sprache oder Musik als eigene Tonspur. Ein Geräusch kann eine sichtbare Handlung unterstützen oder ihre Wirkung verändern. Für den Einstieg genügt ein gezielt gesetzter Toneffekt. Du musst nicht jeden Moment mit Klang füllen.

Hörbeispiel: Applaus und Jubel, „Clapping hurray (cropped)“, starlite; gekürzte Fassung von Ocaasi, etwa 9,8 Sekunden. Wie verändert dieses Geräusch eine Szene, in der eine Figur ihr Ziel erreicht? Original und Public-domain-Freigabe.

Hörbeispiel: Kameramechanik, „Pocket camera start and shut down“, stephan, etwa 5,6 Sekunden. Laut Dateibeschreibung hörst du unter anderem das Aus- und Einfahren eines Objektivs. Welche Bewegung einer erfundenen Roboterfigur könnte dazu passen? Die Herkunft eines Geräusches und seine Verwendung im Film müssen nicht übereinstimmen. Original und Public-domain-Freigabe.


Bild und Ton zusammenführen

Beim Filmschnitt ordnest du die Einstellungen, entfernst Fehlaufnahmen und prüfst Anfang, Ende und Übergänge. Setze ein Geräusch an die passende Stelle der Handlung. Synchron heißt hier: Der Toneinsatz und das zugehörige sichtbare Ereignis passen zeitlich zusammen. Ein Aufprallgeräusch sollte beispielsweise beim Auftreffen beginnen. Ergänze einen lesbaren Titel und einen Abspann. Bewahre neben dem exportierten Film auch die bearbeitbare Projektdatei auf.

Zugänglich gestalten: Halte Texte lange genug im Bild, nutze deutliche Kontraste und ergänze bei Sprache passende Untertitel. Die Geschichte sollte möglichst auch ohne Ton verständlich bleiben.


Medien mit nachvollziehbaren Rechten nutzen

Öffne vor der Übernahme eines fremden Mediums seine Original-Dateiseite. Notiere Titel, Urheber, Quelle und Lizenz sowie eigene Änderungen. Bei CC BY-SA gehören Namensnennung und Lizenzlink dazu; bei veröffentlichten Bearbeitungen ist außerdem die Weitergabe unter den vorgesehenen gleichen oder kompatiblen Bedingungen zu beachten. Die Lizenzbeschreibung von Creative Commons erläutert diese Bedingungen.

Die Commons-Medien dieses Kurses sind unten einzeln nachgewiesen. Die beiden Audioaufnahmen besitzen eine Public-domain-Freigabe; das ist nicht die Bezeichnung „CC0“. Für die eingebetteten YouTube-Videos ist keine freie Nachnutzungslizenz belegt. Nutze sie über den Originalplayer; ihre Einbettung ist keine Freigabe, Ausschnitte in einen eigenen Film zu übernehmen. Veröffentliche keine fremden Gesichter, Stimmen oder persönlichen Angaben ohne geklärte Erlaubnis. Für den Kursfilm reichen erfundene Figuren und sachliche Quellenangaben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Was ist das Grundprinzip von Stop-Motion? (Die Szene wird zwischen einzelnen Fotos gezielt verändert) (!Die Kamera muss während jedes Fotos schnell bewegt werden) (!Ein fertiges Video wird nur rückwärts abgespielt) (!Alle Bewegungen entstehen ohne Veränderungen am Motiv)




Was bedeutet eine Wiedergabe mit 12 fps? (Pro Sekunde werden zwölf Bilder gezeigt) (!Jedes Foto muss in zwölf Sekunden aufgenommen werden) (!Der Film enthält insgesamt zwölf Bilder) (!Zwölf Kameras nehmen gleichzeitig auf)




96 Fotos werden bei 12 fps jeweils genau einmal angezeigt. Wie lange dauert die Bildfolge? (Acht Sekunden) (!Zwölf Sekunden) (!Sechsundneunzig Sekunden) (!Acht Minuten)




Warum ist eine feste Kamerahalterung hilfreich? (Sie verhindert unbeabsichtigte Änderungen des Bildausschnitts) (!Sie erzeugt automatisch fehlende Bewegungsphasen) (!Sie ersetzt die Planung der Geschichte) (!Sie fügt jedem Foto eine Tonaufnahme hinzu)




Welche Beschreibung passt zum Legetrick? (Flache Papierformen werden zwischen den Fotos auf einer Unterlage verschoben) (!Eine Pflanze wird beim selbstständigen Wachsen im Zeitraffer aufgenommen) (!Ein Geräusch wird ohne Bilder abgespielt) (!Ein durchgehendes Video wird mit Untertiteln versehen)




Wobei hilft das Geisterbild in einer Stop-Motion-App? (Es erleichtert den Vergleich der vorherigen Pose mit dem aktuellen Kamerabild) (!Es berechnet die Geschichte aus dem Material) (!Es beseitigt jede falsche Belichtung automatisch) (!Es ersetzt alle weiteren Fotos durch Zwischenbilder)




Du fotografierst dieselbe Strecke mit mehr und kleineren Bewegungsschritten. Jedes Foto wird bei unveränderter Bildrate einmal gezeigt. Was folgt daraus? (Die Bewegung dauert länger) (!Die Bewegung dauert immer genau gleich lange) (!Die Kamera nimmt dadurch automatisch Ton auf) (!Der Hintergrund muss sich stärker bewegen)




120 Fotos werden jeweils zweimal angezeigt. Die Wiedergabe hat 24 fps. Welche Aussage stimmt? (Die Bildfolge dauert zehn Sekunden und enthält keine zusätzlich aufgenommenen Posen) (!Die Bildfolge dauert fünf Sekunden und enthält doppelt so viele neue Posen) (!Die Bildfolge dauert zwanzig Sekunden und besitzt automatisch Ton) (!Die Bildfolge dauert genau eine Minute)




Wann passt ein Aufprallgeräusch am genauesten zur sichtbaren Handlung? (Wenn es beim Auftreffen des Gegenstands beginnt) (!Wenn es unabhängig vom Bild an einer zufälligen Stelle beginnt) (!Wenn es immer erst im Abspann beginnt) (!Wenn es die gesamte Sprache unverständlich macht)




Was gehört bei der Veröffentlichung eines bearbeiteten Bildes unter CC BY-SA 4.0 dazu? (Urheber und Lizenz nennen sowie Änderungen und die vorgeschriebenen Weitergabebedingungen beachten) (!Nur die Suchmaschine als Quelle nennen) (!Die Lizenzangaben entfernen und das Bild als eigene Originalaufnahme ausgeben) (!Das Bild ohne Prüfung als frei von allen denkbaren Rechten bezeichnen)





Memory

Finde die sechs zusammengehörenden Begriffspaare.

Einzelbild Ein einzelnes Foto innerhalb einer Bildfolge
Storyboard Gezeichneter Ablaufplan für einen Film
Kulisse Gestaltete Umgebung einer Szene
Requisite Gegenstand für die dargestellte Handlung
Bildrate Anzahl gezeigter Bilder pro Sekunde
Abspann Schlussangaben zu Mitwirkenden und verwendeten Quellen





Drag-and-drop

Ordne jedem Hilfsmittel seinen passenden Zweck zu.

Hilfsmittel Zweck
Stativ Die Kamera während der Einstellung an derselben Stelle halten
Gleichbleibende Beleuchtung Unbeabsichtigte Lichtwechsel zwischen den Aufnahmen vermeiden
Geisterbild Die vorherige Pose mit der aktuellen Position vergleichen
Einzelbildprüfung Eine versehentlich mitfotografierte Hand in der Bildfolge finden
Tonspur Geräusche zeitlich zur sichtbaren Handlung anordnen





Kreuzworträtsel

Gesucht sind sechs Fachwörter. Jede Lösung ist ein einzelnes Wort.

KAMERA Welches Gerät nimmt deine Fotos auf?
STATIV Welche Halterung hält das Aufnahmegerät fest?
KNETE Welches weiche Material lässt sich zu verformbaren Figuren gestalten?
KULISSE Wie heißt die gestaltete Umgebung einer Szene?
SCHNITT Welcher Arbeitsschritt verbindet und kürzt die Filmabschnitte?
TONSPUR Auf welcher Spur ordnest du die Geräusche zum Film an?





LearningApps

Hier findest du eine zusätzliche Suchauswahl zum Thema. Die Treffer können wechseln und sind keine fest ausgewählte Prüfung dieses Kurses. Wähle mit deiner Lehrkraft eine passende Übung. Wenn das Suchfenster leer bleibt, kannst du die Suche direkt öffnen.


Lückentext

Vervollständige den Weg von der Idee zum Film.
Bei Stop-Motion besteht die Bildfolge aus einzelnen

. Zwischen den Aufnahmen veränderst du gezielt das

. Deinen geplanten Ablauf hältst du in einem

fest. Eine sichere Kamerahalterung heißt

. Während einer Einstellung soll die Beleuchtung möglichst

sein. Die vorherige Aufnahme kannst du mit einem halbtransparenten

vergleichen. Die Anzahl gezeigter Bilder pro Sekunde heißt

. Werden sechzig Fotos bei zwölf Bildern pro Sekunde jeweils einmal angezeigt, dauert die Folge

Sekunden. Durch die Wiederholung eines Fotos wird seine Pose länger

. Zusätzliche Bewegungsphasen benötigen entsprechend veränderte

. Geräusche ordnest du auf einer eigenen

an. Zeitlich passend zu einer sichtbaren Handlung gesetzter Ton ist

. Angaben zu Mitwirkenden und Quellen stehen im

. Vor der Übernahme fremder Medien prüfst du deren

.



Offene Aufgaben

Wähle passende Aufgaben für deinen Lernstand. Halte bei praktischen Arbeiten auch einen kurzen Satz dazu fest, was funktioniert hat und was du ändern möchtest.


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Untersuche eine Commons-Animation aus dem Kurs. Beschreibe zwei Veränderungen am Motiv und einen Teil des Bildes, der möglichst ruhig bleiben sollte. Erkläre, woran du die gestaltete Bewegung erkennst.
  2. Storyboard: Plane eine Begegnung zweier Papierformen in vier gezeichneten Feldern. Schreibe zu jedem Feld einen Satz zur Handlung und eine Idee für den Ton. Zeichne wichtige Handlungsmomente statt jedes einzelne Foto.
  3. Fotografie: Richte mit einem unbelebten Gegenstand einen Aufnahmeplatz ein. Mache drei Testfotos ohne beabsichtigte Veränderung. Vergleiche Bildausschnitt, Helligkeit und Schärfe und notiere eine Verbesserung.
  4. Geräusche: Höre die beiden Commons-Audios aus dem Kurs. Beschreibe für jedes eine passende Filmszene. Begründe, warum der Applaus und das Kamerageräusch unterschiedliche Wirkungen haben könnten.


Standard

  1. Objektanimation: Produziere eine Bewegung von fünf Sekunden mit 12 fps und genau sechzig Fotos, die jeweils einmal angezeigt werden. Nutze ein Alltagsobjekt, eine feste Kamera und konstantes Licht. Prüfe die tatsächliche Dauer ohne Titel und Abspann.
  2. Geschwindigkeit: Fotografiere dieselbe Strecke einmal in zwölf und einmal in vierundzwanzig gleichmäßig verteilten Positionen. Zähle Anfangs- und Endposition jeweils mit. Zeige jedes Foto genau einmal bei 12 fps. Vergleiche Dauer und wahrgenommenes Tempo und erkläre den Unterschied.
  3. Filmschnitt: Erstelle aus einer kurzen eigenen Bildfolge eine verständliche Szene mit Anfang, Bewegung und Schluss. Füge eine bewusste Haltephase ein. Kennzeichne in deiner Dokumentation, welche Bilder du wiederholt oder länger angezeigt hast.
  4. Tongestaltung: Setze eines der nachgewiesenen Commons-Geräusche zu einer eigenen Szene. Vergleiche einen passenden und einen absichtlich verschobenen Toneinsatz. Beschreibe die Wirkung und ergänze den vollständigen Mediennachweis.


Schwer

  1. Beschleunigung: Gestalte eine Figur, die langsam startet und dann schneller wird, bei gleichbleibender Bildrate. Plane die zunehmend größeren Positionsabstände zunächst auf Papier. Begründe, warum dafür keine Änderung der Wiedergabebildrate nötig ist.
  2. Experiment: Untersuche mit einem unbelebten Motiv genau eine Fehlerquelle, etwa eine leicht verrutschte Kamera oder eine geänderte Beleuchtung. Vergleiche eine kontrollierte Bildfolge mit einer veränderten. Dokumentiere, was du konstant gehalten hast und wie sich der Fehler vermeiden lässt.
  3. Erklärfilm: Entwickle einen etwa zehn Sekunden langen Stop-Motion-Erklärfilm zu einem selbst gewählten schulischen Thema. Plane Handlung, Bildzahl, kurze Beschriftungen und Ton. Prüfe mit einer zweiten Person, ob die Darstellung fachlich richtig und ohne zusätzliche Erklärung verständlich ist.
  4. Medienkritik: Organisiert eine kleine Vorführung eurer Filme im vereinbarten Lernraum. Gebt einander Rückmeldung zu Verständlichkeit, Bewegung, Kamera, Licht, Ton und Quellenangaben. Überarbeite anschließend eine begründet gewählte Stelle und dokumentiere den Vergleich; eine öffentliche Veröffentlichung ist dafür nicht erforderlich.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Begründe deine Antworten mit Fachbegriffen, nachvollziehbaren Rechnungen oder konkreten Beobachtungen.

  1. Bildrate: Eine Gruppe hat 90 Fotos, die jeweils einmal bei 15 fps angezeigt werden. Berechne die Filmdauer. Die Gruppe möchte bei derselben Bildrate neun Sekunden mit neuen Bewegungsphasen gestalten. Wie viele Fotos braucht sie insgesamt und zusätzlich? Erkläre den Unterschied zu einer bloßen Bildwiederholung.
  2. Fehleranalyse: Eine Figur bewegt sich wie geplant, aber der ganze Hintergrund springt nach rechts. Entwickle eine begründete Vermutung und einen passenden Prüfschritt. Erkläre, warum das Löschen eines einzigen Fotos nicht immer genügt, wenn die Kameraposition dauerhaft verändert wurde.
  3. Storyboard: Du sollst zeigen, wie eine Spielfigur etwas entdeckt, zögert und sich nähert. Plane drei wichtige Momente mit Bildausschnitt und Dauer. Begründe, wo eine Nahaufnahme oder Haltephase die Aussage unterstützt.
  4. Urheberrecht: Für einen Film stehen eine Commons-Datei mit CC BY-SA 4.0 und ein YouTube-Ausschnitt ohne belegte freie Nachnutzungslizenz zur Auswahl. Beschreibe, welche Angaben und Prüfungen du vor einer Übernahme brauchst und weshalb die bloße Abrufbarkeit keine freie Nachnutzung garantiert.
  5. Mediengestaltung: Vergleiche eine selbst erstellte Szene mit und ohne Toneffekt. Begründe, welche Fassung deine beabsichtigte Aussage besser vermittelt. Entwickle zusätzlich eine Möglichkeit, die Aussage für Menschen verständlich zu machen, die den Ton nicht hören.




Lernnachweis

Zeige deine Ergebnisse in einem kleinen Portfolio. Es verbindet Wissen, Gestaltung und begründete Entscheidungen. Ein besonders langer Film ist dafür nicht nötig.

Bereich Geeigneter Nachweis
Verstehen Du erklärst Einzelbild, Stop-Motion, Bildrate und Geisterbild in eigenen Worten und unterscheidest Stop-Motion vom Zeitraffer.
Planen Dein Storyboard zeigt einen verständlichen Ablauf mit Angaben zu Handlung, Dauer und gegebenenfalls Ton.
Berechnen Du berechnest Bildzahl oder Filmdauer korrekt und sagst ausdrücklich, ob Bilder wiederholt werden.
Gestalten Eine kurze Bildfolge zeigt bewusst veränderte Posen, einen stabilen Ausschnitt und möglichst gleichbleibendes Licht.
Vertonen und dokumentieren Du begründest einen Toneinsatz und führst verwendete fremde Medien mit Quelle, Urheber und Rechteangabe auf.
Übertragen und verbessern Du erklärst einen beobachteten Fehler, zeigst eine Verbesserung und überträgst das Verfahren auf eine eigene Geschichte oder Sachfrage.

Selbsteinschätzung: Markiere für jeden Bereich „gelingt selbstständig“, „gelingt mit Hilfe“ oder „übe ich weiter“. Ergänze jeweils ein konkretes Beispiel aus deiner Arbeit und ein nächstes Lernziel.




OER und Wikipedia


Fachquellen und weiterführende Anleitungen

Die folgenden Quellen ergänzen die Erklärungen. Die Materialien haben jeweils eigene Nutzungsbedingungen; eine frei lesbare Webseite ist nicht automatisch offen lizenziert.

Quelle Wofür du sie nutzen kannst
ACMI: Make a stop-motion animation Englische Museumsanleitung zu Materialien, Storyboard, Aufnahme und Bildrate.
Deutsches Technikmuseum: Die surfende Möwe Deutsche Anleitung für Legetrick mit stabilem Aufnahmeplatz und Kameravorbereitung.
Österreichisches Jugendrotkreuz: Stop Motion leicht gemacht Deutschsprachige Einführung und Arbeitsplanung; das Material stammt aus einer Aktion von 2024 und wird hier als Anleitung genutzt.
Stop Motion Studio: Geisterbild Deutsche Herstellererklärung zur Überlagerung von Aufnahmen und Kamerabild.
Stop Motion Studio: Bildrate Deutsche Erklärung zur Wiedergabegeschwindigkeit.
Stop Motion Studio: Jedes Bild zweimal verwenden Unterscheidung zwischen aufgenommenen Fotos und ausgegebenen Filmbildern.
Stop Motion Studio: Videoanleitungen Deutsche Themenübersicht; die dort angebotenen Videos behalten ihren englischen Originalton.
Creative Commons: CC BY-SA 4.0 Bedingungen zu Namensnennung, Änderungen und Weitergabe bearbeiteter Materialien.


Mediennachweise für Wikimedia Commons

Alle folgenden Bilder, Animationen und Audioaufnahmen werden als vorhandene Medien eingebunden. Es wurden für diesen Kurs keine neuen Medien erzeugt. Die eingebundenen Fassungen wurden nicht bearbeitet; Bilder werden gegebenenfalls in der Anzeige skaliert. Bei mehrfach lizenzierten Werken wird die in der Tabelle genannte CC-Lizenz gewählt.

Datei Originalquelle Urheber Lizenz oder Freigabe
File:Bag Stopmotion.gif Bag Stopmotion K2318305 CC BY-SA 4.0
File:Storyboard template example.svg Storyboard template example Whisternefet CC BY-SA 3.0
File:Stopmotion rana.gif Stopmotion rana Judith Masats CC BY-SA 4.0
File:Stop motion studio.jpg Stop motion studio Tchikhinachvili CC BY-SA 4.0
File:Example - Stop motion of a Spinning Chair.gif Example - Stop motion of a Spinning Chair Erock23432 CC BY-SA 3.0
File:Clapping hurray (cropped).oga Clapping hurray (cropped) starlite; gekürzte Fassung von Ocaasi Public-domain-Freigabe laut Dateiseite
File:Pocket camera start and shut down.ogg Pocket camera start and shut down stephan Public-domain-Freigabe laut Dateiseite


Videoquellen und Umfang der Medienprüfung

Originalvideo Anbieter und Sprache Nutzung im Kurs
Tutorial: Stop-Motion Erklärfilm MATU; Annarita und Dirk Matuschka; Deutsch Original-YouTube-Player; keine freie Lizenz des gesamten Videos belegt.
Animating Stop-Motion Characters at Aardman Animations Adam Savage's Tested; Englisch Original-YouTube-Player; keine freie Nachnutzungslizenz belegt.
App-Tutorial: Stop Motion Studio – deutsch erlebe IT; Deutsch Original-YouTube-Player; keine freie Nachnutzungslizenz belegt.

Quellenprüfung vom 25. Oktober 2026: Die Commons-Dateiseiten mit Dateinamen, Beschreibungen, Urheber- und Rechteangaben wurden geprüft. Bei YouTube wurden die originalen Videoeinträge anhand von Titel, Kanal und Beschreibung abgeglichen. Eine vollständige Hör- und Wiedergabeprüfung der externen Medien war nicht möglich; auch die LearningApps-Suchseite ließ sich im Recherchezugriff nicht laden. Die Suchauswahl ist deshalb ausdrücklich ein ergänzendes, wechselndes Angebot. Die Originalquellen bleiben jeweils direkt verlinkt.


Wikipedia zum Nachschlagen

Der deutschsprachige Artikel Stop-Motion ergänzt Begriffe, Formen und historische Beispiele. Nutze ihn als Überblick und vergleiche technische Fragen mit den oben genannten Fachquellen. Die Wikipedia-Inhalte stehen unter den auf der Artikelseite genannten Bedingungen.



Verknüpfte Lernbereiche

Stop-Motion verbindet Gestaltung mit planbarem technischem Vorgehen: Du entwickelst eine Geschichte, veränderst Posen, berechnest Zeit, kontrollierst Bild und Ton und belegst verwendete Medien. Die folgenden Lernbereiche führen diese Zusammenhänge weiter.


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