Papiergestaltung
Einleitung
Aus einem flachen Blatt entstehen Bilder, Muster und räumliche Formen. Du lernst, Papier bewusst auszuwählen, zu reißen, zu schneiden, zu falten und zu verbinden. Dabei zählt nicht nur ein schönes Ergebnis: Du erprobst Möglichkeiten und begründest deine Entscheidungen.
Zielgruppe: Einsteigerinnen und Einsteiger der Klassen 5–8; auch für altersübergreifende Kreativgruppen geeignet. Vorkenntnisse: keine besonderen. Zeitvorschlag: fünf Unterrichtsstunden plus Zeit für ein eigenes Projekt.
Dein Ziel: Du gestaltest eine Papierarbeit, kombinierst mindestens zwei Verfahren und erklärst, wie Material, Form und Anordnung zusammenwirken. Sammle Versuche und Ergebnisse in einer kleinen Werkmappe.
Papier erkunden und passend auswählen
Papier besteht überwiegend aus pflanzlichen Fasern. Je nach Fasern, Oberfläche und Verarbeitung fühlt es sich unterschiedlich an und lässt sich anders bearbeiten. Prüfe deshalb einen Rest, bevor du dein ganzes Blatt verwendest.
Die Grammatur gibt die Masse pro Quadratmeter an. Die Angabe 80 g/m² bedeutet: Ein Quadratmeter dieses Papiers hat eine Masse von 80 Gramm. Sie beschreibt nicht unmittelbar die Dicke. Zwei Papiere mit gleicher Grammatur können unterschiedlich dick oder biegsam sein.
| Material | Geeigneter Versuch | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Dünnes Faltpapier | Mehrere genaue Faltungen | Lassen sich die Lagen gut bewegen? |
| Farbiges Papier und saubere Papierreste | Schneiden, Reißen und Collagieren | Passen Farbe, Oberfläche und Klebstoff? |
| Fester Karton | Untergrund, Standfläche und Pop-up-Karte | Lässt er sich sauber falten und bleibt er stabil? |
| Transparentpapier | Überlagern und Lichtwirkung untersuchen | Wie verändert eine zweite Lage den Durchblick? |
Materialprobe: Vergleiche drei Papiersorten durch Fühlen, vorsichtiges Biegen und einen kleinen Reißversuch. Beschreibe deine Beobachtungen, bevor du eine Sorte für dein Vorhaben auswählst.
Hörimpuls: Papier klingt unterschiedlich. Die folgende Aufnahme enthält laut Dateibeschreibung verschiedene Buch- und Papiergeräusche. Vermute, welche Handlungen du hörst. Begründe mit Wörtern wie raschelnd, knisternd oder reißend. Aus einem Geräusch allein kannst du die genaue Papiersorte nicht sicher bestimmen.
Audio: stephan, Book paper pages assorted.ogg, Wikimedia Commons, vom Urheber gemeinfrei freigegeben. Als Alternative zum Hören kannst du Papierbewegungen beobachten und ihre Wirkung beschreiben.
Arbeitsplatz: Lege Papier, Bleistift, Lineal, Schere, Klebestift und eine Unterlage bereit. Schneide kontrolliert mit Abstand zu den Fingern und reiche die geschlossene Schere am Griff weiter. Für die Grundaufgaben brauchst du kein Messer.
Zum Nachlesen: Hahnemühle zu Oberfläche, Grammatur und Fasern und Überblick zum Werkstoff Papier.
Schneiden, Reißen und Collagieren
Beim Schneiden kannst du Kanten gezielt führen. Beim Reißen entstehen meist unregelmäßige, faserige Ränder. Beide Verfahren sind Gestaltungsmittel: Eine scharf geschnittene Form wirkt anders als eine weich gerissene.
Eine Collage setzt einzelne Teile auf einem Untergrund zu einem neuen Bild zusammen. Lege zuerst mehrere Anordnungen. Prüfe große und kleine Formen, Abstände und Überlagerungen. Klebe erst, wenn du dich entschieden hast. Diese bewusste Anordnung heißt Komposition.

Bildimpuls: Collage aus wiederverwendetem Papier von Sneha G Gupta. Suche große und kleine Flächen. Welche Stelle zieht deinen Blick an? Quelle und Lizenz: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; vollständiger Nachweis unten.
Formen und Zwischenräume
Die ausgeschnittene Form heißt hier Positivform; die entsprechende Aussparung im Restpapier heißt Negativform. Beide können Teil deines Bildes werden. Ein deutlicher Hell-Dunkel-Kontrast macht ihre Umrisse gut erkennbar.
Beim Faltscherenschnitt schneidest du durch gefaltete Papierlagen. Beim Öffnen erscheinen Formen spiegelbildlich zur Faltkante. Zeichne zum Einstieg ein halbes Blattmotiv an die Faltkante. Schneide den Außenumriss durch beide Lagen, lasse aber einen verbindenden Abschnitt an der Faltkante stehen.

Philipp Otto Runge: Lilie und Levkoje, 1804–1806. Weißer Faltscherenschnitt auf schwarzem Papier; gemeinfreies Werk laut Commons-Dateinachweis. Beobachte Konturen, Symmetrie und freie Zwischenräume.
Videoangebot: Im CITY ATELIER digital des Lehmbruck Museums zeigt Friederike Winkler Papierformen und kontrastreiche Collagen. Beobachte besonders, wie das Umlegen einer Form die Bildwirkung verändert.
Museumsseite: Papercuts – Scherenschnitte à la Hans Arp.
Falten und Faltmuster verstehen
Bei einer Talfalte bildet die Faltlinie von der betrachteten Seite aus eine Vertiefung. Bei einer Bergfalte steht sie als Kante hervor. Wenn du das Blatt umdrehst, wechseln diese Ansichten. Lege beim Falten die vorgesehenen Kanten oder Ecken zuerst genau aufeinander und drücke die Faltlinie anschließend fest.
Origami bezeichnet die Kunst des Papierfaltens. Beim hier gezeigten traditionellen Kranich entsteht die Figur aus einem ungeschnittenen Quadrat. Für deinen Einstieg genügt eine Ziehharmonikafaltung: Markiere gleich breite Streifen und falte abwechselnd nach vorn und nach hinten. So wechseln sich Berg- und Talfalten ab.
Origami-Kranich: Andreas Bauer, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5. Welche Teile der Figur kannst du auf Falten zurückführen?
Vertiefung: eine Faltfolge lesen
Der Kranich ist eine anspruchsvollere Zusatzaufgabe. Seine Anleitung enthält weitere Faltbewegungen; sichere Berg- und Talfalten sind dafür nur die Grundlage. Vergleiche nach jedem Schritt dein Papier mit der nächsten Zeichnung. Arbeite langsam und öffne einen unklaren Schritt wieder.
Faltanleitung: Origamidesigner, Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Öffne die Grafik zum Vergrößern.

Die kleine Animation von Salatonbv zeigt die Faltfolge als Überblick. Nutze zum Nachfalten die größere statische Grafik. Animation: CC BY-SA 4.0; zugrunde liegende Grafik: Origamidesigner, CC BY 3.0.
Grundlagen: British Origami Society: Berg- und Talfalten, englisch. Zur Einordnung der Schwierigkeit: OrigamiUSA, englisch.
Vom flachen Blatt zum Raum
Durch Biegen, Falten und Verbinden erhält Papier eine räumliche Form. Ein Relief ragt aus einer Grundfläche hervor und bleibt mit ihr verbunden. Eine frei stehende Papierplastik kannst du von mehreren Seiten betrachten. Ihre Standfläche und Gewichtsverteilung beeinflussen, ob sie kippt.
Beim Quilling rollst und formst du schmale Papierstreifen. Für einen ersten Versuch rollst du einen Streifen um einen glatten Stift, ziehst ihn vorsichtig ab und lässt die Rolle etwas aufgehen. Fixiere das Ende mit wenig Kleber. Durch leichtes Zusammendrücken entsteht etwa eine Tropfenform.

Quilling-Beispiel: KDM silva, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Unverändert einschließlich des vorhandenen Urheberhinweises eingebunden.
Eine Pop-up-Karte verändert ihre räumliche Form beim Öffnen. Beginne mit einem Probemodell aus Restpapier. Prüfe jede Verbindung, indem du die Karte langsam öffnest und schließt. Ein zu großes oder falsch befestigtes Motiv kann das Schließen behindern.
Videoangebot des Lehmbruck Museums mit Katharina Nitz: Pop-Up-Lehmbruck. Beobachtungsfrage: Welche Papierstellen bleiben befestigt und welche bewegen sich?
Animation: eine Fläche entfaltet sich

Miura-Faltung: MetaNest, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Beobachte, wie mehrere Falten beim Öffnen zusammenwirken. Die Animation ist ein Anschauungsbeispiel und keine vollständige Faltanleitung. Beschreibe, wie sich die sichtbare Fläche zwischen zusammengelegtem und geöffnetem Zustand verändert.
Materialexperiment: Vergleiche ein frisches flaches Blatt mit einem gleich großen, ziehharmonikaartig gefalteten Blatt derselben Papiersorte als kleine Brücke. Lege die Faltkanten in Spannrichtung von Auflage zu Auflage. Halte Auflagenabstand, mittige Lastposition und eine kleine Fläche zur Lastverteilung gleich. Lege gleiche kleine Prüfgewichte schrittweise auf. Notiere, wann sich die Brücke deutlich durchbiegt. Ihr vergleicht gleiche Papiermenge bei veränderter Form; das gefaltete Blatt ist schmaler. Die Falten können das Papier in dieser Belastungsrichtung steifer machen, aber nicht jede Faltung verbessert jede Konstruktion.
Eine eigene Papierarbeit entwickeln
Beginne mit einer Gestaltungsfrage: Soll deine Arbeit leicht, ruhig, lebendig oder überraschend wirken? Skizziere zwei Möglichkeiten. Entscheide dann über Material, Farbkontrast, Größe und Technik. Gestalte zunächst ein kleines Modell und verbessere eine konkrete Schwachstelle.
Projektidee: Papiergarten. Verbinde beispielsweise einen Faltscherenschnitt mit einer Collage oder gerollte Papierstreifen mit einem Relief. Wiederhole eine Form und verändere ihre Größe oder Richtung. Lass bewusst freie Flächen stehen. Eine erkennbare Absicht ist wichtiger als möglichst viele Einzelteile.
Nachhaltig gestalten: Nutze saubere Papierreste und unbedruckte Rückseiten. Bewahre brauchbare Abschnitte sortiert auf. Wenn neues Papier nötig ist, kann Recyclingpapier mit dem Blauen Engel eine passende Wahl sein: Seine Papierfasern stammen zu 100 Prozent aus Altpapier. Trenne saubere Papierabfälle von ungeeigneten Verbundmaterialien; beachte die örtlichen Sammelhinweise. Quelle: Umweltbundesamt.
Rückmeldung: Bitte eine andere Person, zuerst eine Wirkung zu beschreiben und dann eine Frage zu stellen. Überarbeite danach eine Stelle. Halte fest: Was wollte ich zeigen? Was habe ich verändert? Woran erkenne ich eine Verbesserung?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste dein Wissen
Was beschreibt die Grammatur eines Papiers? (Die Masse eines Quadratmeters Papier) (!Die Dicke jedes Blattes in Millimetern) (!Die Anzahl der Faltungen eines Blattes) (!Die Größe der Papierfasern)
Welches Vorgehen hilft dir bei der Auswahl von Papier für viele Faltungen? (Du prüfst an einem Rest, ob sich die Papierlagen gut falten lassen) (!Du wählst immer den dicksten Karton) (!Du entscheidest ausschließlich nach der Farbe) (!Du klebst alle Lagen vor dem Falten zusammen)
Was ist beim Ausschneiden einer Form die zugehörige Negativform? (Die entstandene Aussparung im Restpapier) (!Die dunklere Seite des ausgeschnittenen Stücks) (!Jede misslungene Papierarbeit) (!Die Rückseite des Klebestifts)
Was muss bei einem zusammenhängenden Faltscherenschnitt erhalten bleiben? (Eine ausreichend breite Verbindung an der Faltkante) (!Die gesamte äußere Blattkante) (!Jede eingezeichnete Bleistiftlinie) (!Die ursprüngliche rechteckige Blattform)
Warum legst du die Teile einer Collage vor dem Kleben mehrfach um? (Du kannst verschiedene Bildwirkungen vergleichen) (!Du veränderst damit die Grammatur des Papiers) (!Du machst dadurch jeden Klebstoff überflüssig) (!Du verhinderst dadurch alle sichtbaren Zwischenräume)
Was passiert mit der Ansicht einer Talfalte, wenn du das Blatt umdrehst? (Sie erscheint von der anderen Seite als Bergfalte) (!Sie verschwindet vollständig) (!Sie wird zu einer Schnittkante) (!Sie teilt das Blatt in zwei Einzelstücke)
Woran erkennst du ein Relief? (Seine Formen ragen aus einer verbundenen Grundfläche hervor) (!Es besteht ausschließlich aus glattem Karton) (!Es muss frei in der Luft schweben) (!Es darf keine Schatten werfen)
Welche Tätigkeit gehört besonders zum Quilling? (Schmale Papierstreifen rollen und formen) (!Papier zu feinem Pulver mahlen) (!Nur mit einem Pinsel auf Papier malen) (!Papier ausschließlich in Dreiecke schneiden)
Wie vergleichst du eine flache und eine gefaltete Papierbrücke möglichst fair? (Du hältst Papiermenge, Auflagenabstand und Lastposition gleich) (!Du verdoppelst nur bei einer Brücke die Papiermenge) (!Du änderst bei jedem Gewicht den Auflagenabstand) (!Du verwendest für jede Brücke beliebige Materialien)
Was bedeutet der Blaue Engel bei entsprechend gekennzeichnetem Recyclingpapier? (Die Papierfasern stammen vollständig aus Altpapier) (!Jedes fertige Bastelobjekt ist automatisch umweltneutral) (!Das Papier kann beliebig oft ohne Verluste recycelt werden) (!Das Papier enthält grundsätzlich keine Zusatzstoffe)
Memory: Begriffe und Bedeutungen
Finde die passenden Paare.
| Collage | Bild aus zusammengefügten Einzelteilen |
| Grammatur | Masse eines Materials je Quadratmeter |
| Positivform | Ausgeschnittenes Formstück |
| Relief | Gestaltung, die aus einer Grundfläche hervortritt |
| Quilling | Gestalten mit gerollten Papierstreifen |
| Komposition | Bewusste Anordnung der Bildelemente |
Drag-and-drop: Verfahren zuordnen
| Ordne das passende Verfahren zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Reißen | Eine unregelmäßige Papierkante von Hand erzeugen |
| Schneiden | Einen geplanten Umriss mit der Schere ausführen |
| Falten | Ein Blatt an einer Linie umlegen |
| Rollen | Einen Streifen zu einer Spirale aufwickeln |
| Kleben | Teile mit Klebstoff dauerhaft verbinden |
Kreuzworträtsel
| FASERN | Aus welchen feinen Bestandteilen besteht Papier überwiegend? |
| FALTE | Welche Knickstruktur kann als Berg oder Tal erscheinen? |
| COLLAGE | Wie heißt ein Bild aus zusammengefügten Einzelteilen? |
| SCHERE | Mit welchem Werkzeug schneidest du Papier kontrolliert? |
| RELIEF | Welche räumliche Gestaltung bleibt mit einer Grundfläche verbunden? |
| KONTRAST | Wie heißt ein deutlich wahrnehmbarer Gegensatz, etwa zwischen hell und dunkel? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Die Aufgaben bauen von der Erkundung bis zum eigenen Entwurf auf. Halte Beobachtungen knapp in deiner Werkmappe fest.
Leicht
- Papierproben: Sammle drei saubere Papierreste, teste Biegen und Falten und beschrifte jede Probe mit zwei beobachteten Eigenschaften sowie einem passenden Verwendungszweck.
- Positiv und Negativ: Schneide eine einfache Form aus einem Papierstück. Gestalte daraus und aus dem Restpapier zwei kleine Bilder auf kontrastierenden Untergründen und erkläre ihren Zusammenhang.
- Berg und Tal: Falte einen Papierstreifen zur Ziehharmonika. Zeige von derselben Betrachtungsseite je eine Berg- und eine Talfalte und beschreibe, was beim Umdrehen anders aussieht.
- Drei Anordnungen: Lege fünf Papierreste in drei unterschiedlichen Kompositionen. Skizziere die Anordnungen, wähle eine aus und begründe deine Wahl, bevor du klebst.
Standard
- Faltscherenschnitt: Entwirf ein symmetrisches Blatt- oder Tiermotiv. Erhalte eine ausreichend breite Verbindung an der Faltkante und markiere nach dem Öffnen die Spiegelachse.
- Papierrelief: Gestalte ein kleines Relief aus mindestens drei selbst geformten Papierstreifen. Kombiniere Rollen und andere Biegungen und beschreibe die Wirkung der Schatten.
- Pop-up-Probe: Entwickle nach dem Museumsangebot eine einfache Pop-up-Karte mit einem eigenen Motiv. Teste das vollständige Öffnen und Schließen und verbessere eine störende Stelle.
- Materialentscheidung: Plane eine Papierarbeit mit sauberen Resten. Vergleiche zwei verfügbare Materialien nach Eignung, benötigter Menge und späterer Trennbarkeit und begründe deine Auswahl.
Schwer
- Papierbrücken untersuchen: Vergleiche eine flache und eine gefaltete Papierbrücke mit gleicher Papiermenge, gleichem Auflagenabstand und gleichen Lastpositionen. Dokumentiere Aufbau, Beobachtungen und eine Grenze deiner Schlussfolgerung.
- Anleitung kritisch erproben: Arbeite mit der großen Kranichgrafik und kennzeichne zwei schwierige Übergänge. Erkläre einer anderen Person einen davon genauer; dokumentiere auch einen noch ungelösten Schritt ehrlich.
- Eigener Papiergarten: Entwickle ein eigenständiges Werk mit mindestens zwei Papierverfahren. Vergleiche zwei Entwürfe, verwirkliche einen und begründe Materialwahl, Kontrast und räumliche Wirkung.
- Werkgespräch: Stelle drei Arbeitsschritte deiner Papiergestaltung in einer kleinen Ausstellung vor. Sammle beschreibende Rückmeldungen, überarbeite eine Stelle und erläutere, warum die Änderung dein Gestaltungsziel unterstützt.


Lernkontrolle
Begründe deine Antworten mit Beobachtungen, Fachbegriffen oder einem kleinen Versuch.
- Material und Funktion: Eine sehr dünne Karte klappt zusammen, ein dicker Karton lässt sich schlecht mehrfach falten. Erkläre beide Schwierigkeiten und schlage für jede eine überprüfbare Verbesserung vor.
- Fehler erklären: Nach dem Öffnen eines Faltscherenschnitts liegen zwei getrennte Hälften vor. Erkläre eine wahrscheinliche Ursache und zeichne eine veränderte Schnittführung.
- Wirkung verändern: Eine Collage wirkt unübersichtlich. Entwickle zwei unterschiedliche Änderungen an Größen, Abständen oder Kontrasten und begründe ihre erwartete Wirkung.
- Versuch bewerten: Eine Gruppe vergleicht eine gefaltete Kartonbrücke mit einem dünnen flachen Papierblatt. Erkläre, warum sie daraus die Wirkung der Faltung allein nicht ableiten kann, und plane einen faireren Vergleich.
- Gestaltung übertragen: Entwirf eine kleine Ausstellungskarte, die sich flach transportieren lässt und überwiegend aus Papierresten besteht. Begründe Konstruktion, Materialverbindungen und Umgang mit übrig gebliebenen Resten.
Lernnachweis
Deine Werkmappe zeigt sowohl Ergebnisse als auch Entscheidungen. Sammle eine beschriftete Materialprobe, eine Positiv-Negativ-Arbeit, eine Faltprobe, zwei Entwurfsskizzen und eine ausgearbeitete Papiergestaltung. Ergänze zu deiner fertigen Arbeit eine kurze Erklärung und eine dokumentierte Überarbeitung.
| Bereich | Daran wird dein Lernen sichtbar |
|---|---|
| Wissen | Du erklärst Grammatur, Komposition, Berg- und Talfalte sowie Relief an passenden Beispielen. |
| Können | Du schneidest, faltest und verbindest zweckmäßig und gehst kontrolliert mit Werkzeugen um. |
| Gestaltung | Material, Formen, Zwischenräume und Kontraste unterstützen eine erkennbare Absicht. |
| Untersuchung | Du vergleichst Beobachtungen unter benannten Bedingungen und formulierst vorsichtige Schlussfolgerungen. |
| Reflexion und Transfer | Du begründest eine Verbesserung und überträgst ein Verfahren auf eine neue Gestaltungsaufgabe. |
Selbsteinschätzung: Markiere zu jedem Bereich: Das kann ich selbstständig; das gelingt mir mit Hilfe; daran arbeite ich weiter. Nenne jeweils einen Beleg aus deiner Werkmappe.
OER und Wikipedia
Hier findest du Quellen und die Rechteangaben zu den verwendeten Medien. Die Erklärtexte und Aufgaben dieses Kurses wurden eigenständig formuliert. Es wurden keine eigenen Bilder, Audioaufnahmen oder Animationen erzeugt.
Fachquellen und weiterführende Angebote
| Quelle | Inhalt und Einordnung |
|---|---|
| Hahnemühle: Watercolour Paper Guide | Herstellerinformationen zu Grammatur, Oberflächen und Faserarten; keine Kaufvorgabe für den Kurs. |
| British Origami Society: Valley & Mountain folds | Fachliche Erläuterung der Grundfalten; englisch. |
| OrigamiUSA: Guidelines for Origami Difficulty | Orientierung zu Faltvorkenntnissen und zur anspruchsvolleren Kranichaufgabe; englisch. |
| MoMA: Materials and Process | Hintergrund zum beweglichen Anordnen ausgeschnittener Papierformen bei Matisse; englische Museumsressource. |
| Lehmbruck Museum: Papercuts | Offizieller Nachweis des Videoangebots von Friederike Winkler. |
| Lehmbruck Museum: Pop-Up-Lehmbruck | Offizieller Nachweis des Videoangebots von Katharina Nitz. |
| Umweltbundesamt: Recyclingpapier ist gut für die Umwelt | Wiederverwenden, Recyclingpapier und getrennte Sammlung. |
| Wikipedia: Papier und Wikipedia: Origami | Deutschsprachige Vertiefung; die jeweiligen Lizenz- und Bearbeitungshinweise stehen auf den Artikelseiten. |
Der folgende deutschsprachige Wikipedia-Artikel erklärt den Werkstoff, den du in diesem Kurs gestaltest:
Artikel alternativ direkt öffnen.
Mediennachweise und Rechte
Die Commons-Dateien werden unverändert eingebunden; lediglich ihre Anzeigegröße wird angepasst. Die verlinkten Dateiseiten nennen Herkunft und Rechte. CC BY verlangt insbesondere Namensnennung und Lizenzverweis; CC BY-SA verlangt für Bearbeitungen zusätzlich die Weitergabe unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz. Maßgeblich sind die jeweils verlinkten Lizenztexte.
| Datei oder Video | Quelle | Urheber beziehungsweise Anbieter | Rechte und Verwendung |
|---|---|---|---|
| File:Book paper pages assorted.ogg | Commons-Dateiseite | stephan | Gemeinfrei durch Freigabe des Urhebers; unveränderte Audioeinbindung. |
| File:Recycled paper collage.jpg | Commons-Dateiseite | Sneha G Gupta | CC BY-SA 4.0; unverändert. |
| File:Philipp Otto Runge Scherenschnitte.jpg | Commons-Dateiseite | Philipp Otto Runge; Reproduktion nach dem auf Commons genannten Nachweis | Public Domain Mark 1.0; als gemeinfreies Werk und originalgetreue Reproduktion auf Commons gekennzeichnet. |
| File:Origami-crane.jpg | Commons-Dateiseite | Andreas Bauer, Origami-Kunst | CC BY-SA 2.5; unverändert. |
| File:Tsuru wiki.svg | Commons-Dateiseite | Origamidesigner | CC BY 3.0; unverändert. |
| File:Tsuru 2.gif | Commons-Dateiseite | Salatonbv; auf Grundlage von Tsuru wiki.svg von Origamidesigner | Animation: CC BY-SA 4.0; Vorlage: CC BY 3.0. Die vorhandene Animation wird unverändert übernommen. |
| File:Paper quilling.jpg | Commons-Dateiseite | KDM silva | CC BY-SA 4.0; unverändert einschließlich des Urheberhinweises im Bild. |
| File:Miura-ori.gif | Commons-Dateiseite | MetaNest | CC BY-SA 3.0, eine der angebotenen Lizenzen; unverändert. |
| https://www.youtube.com/watch?v=KdLWH-Pv1WQ | Offizieller Museumsnachweis: Papercuts | Lehmbruck Museum; Friederike Winkler | Keine freie Wiederverwendungslizenz ausgewiesen. Einbindung des Originalplayers gemäß YouTube-Nutzungsbedingungen; keine Kopie oder Bearbeitung. |
| https://www.youtube.com/watch?v=yV4Ojx2b-_g | Offizieller Museumsnachweis: Pop-Up-Lehmbruck | Lehmbruck Museum; Katharina Nitz | Keine freie Wiederverwendungslizenz ausgewiesen. Einbindung des Originalplayers gemäß YouTube-Nutzungsbedingungen; keine Kopie oder Bearbeitung. |
Prüfstand: 25. Oktober 2026. Die Commons-Dateiseiten mit Urheber- und Rechteangaben sowie die offiziellen Museumsseiten mit den exakten YouTube-Verweisen wurden geprüft. Der direkte YouTube-Abruf war im Recherchewerkzeug eingeschränkt; eine erfolgreiche Videowiedergabe wird deshalb nicht zugesichert. Bei Wiedergabeproblemen nutze die verlinkte Museumsseite. Die externen Videos sind keine als frei lizenziert nachgewiesenen OER. Die LearningApps-Suche ist ein ergänzender Suchzugang, keine geprüfte Einzelübung.
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