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QMT-Prüfsystem in Ehingen – Prüfungsprojekt einer modularen Funktionsprüfung

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QMT-Prüfsystem in Ehingen – Prüfungsprojekt einer modularen Funktionsprüfung

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Einleitung

Du entwickelst und verteidigst im dritten Ausbildungsjahr ein vollständiges Prüfungsprojekt für eine modulare Funktionsprüfung an einem ausdrücklich fiktiven, spannungsfreien Lehrmodell. Im Fall treten drei voneinander zu trennende Probleme auf: zwei vertauschte Anschlüsse, eine ausbleibende Geräteantwort und eine unzulässige Adapterversion. Du erstellst Prüfplan, sichere Sperr- und Abbruchregeln, Diagnosebelege, Wiederholprüfung und Abschlussbericht. Zielgruppe sind Auszubildende in Elektroniker für Geräte und Systeme, Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Fachinformatiker im jeweils dritten Ausbildungsjahr. Die berufliche Einordnung ist eine redaktionelle Empfehlung und mit Ausbildungsbetrieb und Berufsschule abzustimmen.

Sicherheits- und Geltungsgrenze: Dieses OER-Lehrprojekt verwendet ausschließlich synthetische Betriebs- und Messdaten. Alle Steckerbezeichnungen, Prüfsignale, Zeitwerte, Versionskennungen, Grenzwerte und Fehlertexte dieses Kurses sind erfundene ungefährliche Lehrbeispiele, keine QMT-Herstellerangaben. Nichts ist eine reale Anleitung für Liebherr-Krane, Prüfwagen, Hydraulik oder aktive elektrische Anlagen. Reale Arbeiten erfordern betriebliche Unterweisung, gültige Betriebsanweisungen und qualifizierte Anleitung. Der Kurs ist kein offizieller Liebherr-Lehrgang und ersetzt weder Freigaben noch Gefährdungsbeurteilungen.


QMT-Kontext, Zielbild und nachweisbare Grenzen


Das belegte System vom didaktischen Modell unterscheiden

Liebherr beschreibt im Kundenmagazin UpLoad 01/2026 das in Ehingen intern entwickelte Quality Management Tool (QMT). Demnach unterstützt die Software automatisierte Verdrahtungs- und Funktionsprüfungen elektrischer sowie teilweise hydraulischer Komponenten nach Montageschritten. Die Architektur arbeitet mit flexibel einsetzbaren Prüfwagen; Prüfergebnisse werden dokumentiert. Der Beitrag berichtet als konkretes Beispiel eine Kontrolle von 320 Pins innerhalb von zehn Minuten bei LICCON3-Fahrerhäusern. Das ist eine quellenbezogene Beschreibung dieses Beispiels, weder ein pauschaler Geschwindigkeitswert noch eine Vorgabe für unseren Lehrfall. Primärquelle: Liebherr: Qualität auf Knopfdruck, UpLoad 01/2026.

Die Primärquelle veröffentlicht keine vollständige QMT-Bedienoberfläche, keine internen Stromlaufpläne, Bus-Telegramme, Pinlisten, sicherheitstechnischen Freigabeprozesse oder herstellerverbindlichen Grenzwerte. Deshalb modellieren wir ein eigenes Lernsystem QMT-LM. Es demonstriert prüfmethodisches Denken, behauptet aber nicht, ein tatsächliches QMT-Programm, eine echte Fehlermeldung oder die Bedienfolge eines Prüfstands wiederzugeben.


Lernziele und Arbeitsergebnisse

Nach diesem Kurs kannst du (a) eine modulare Prüfkette begründen, (b) Prüfplan und Adapterkompatibilität vor jeder Ausführung kontrollieren, (c) Leitungszuordnung und Busantwort getrennt interpretieren, (d) aussagefähige versionierte Nachweise anfertigen, (e) gesperrte, fehlgeschlagene und bestandene Prüfungen unterscheiden und (f) eine vollständige Wiederholprüfung dokumentieren. Das Endprodukt besteht aus einer nachvollziehbaren Prüfmappe mit Anlagen, Entscheidung und Bewertungsraster.

Begriffe: Ein Prüfplan benennt Merkmale, Voraussetzungen, Sollzustände, Methoden und Entscheidungen. Ein Prüfmittel ist ein Hilfsmittel, mit dem die Erfüllung einer Anforderung beurteilt wird. Rückverfolgbarkeit verbindet Ergebnis, Prüfobjekt, Auftrag, Prüfmethode, Software-/Adapterstand, Zeit und Freigabestatus. Interlock/Sperre verhindert einen unerlaubten Start. Timeout bedeutet, dass eine erwartete Antwort innerhalb der festgelegten Lehrmodellfrist nicht eintrifft; das beweist allein noch keinen Leitungsdefekt.


Eigene Prozessskizze

Eigene schematische Darstellung – nur Lehrmodell QMT-LM, keine reale QMT-Architektur
Prüfauftrag + Versionen + Adapter-ID
                 |
       [Kompatibilitätsprüfung]
                 |
         +-------+-------+
         |               |
      unpassend        passend
         |               |
    [START GESPERRT] [Vorprüfung]
                         |
                 [Verdrahtungstest]
                         |
                 [Kommunikationstest]
                         |
                 [Ergebnisbewertung]
                         |
                  [Prüfnachweis]

Das ist ein selbst erstelltes Entscheidungsdiagramm. Eine Gefahr, ein ungeklärter Zustand oder eine nicht erfüllte Prüfvoraussetzung hat Vorrang vor Produktivität. Zur allgemeinen Darstellung von Entscheidungsabläufen siehe auch die offen lizenzierte Grafik:

Mediennachweis: Erik Streb, „Flowchart de.svg“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; Quelldatei und Lizenz. Allgemeines Programmablaufdiagramm, keine QMT-Abbildung.


Prüfplan, Module und sichere Startentscheidung


Modulare Planung mit nachvollziehbaren Voraussetzungen

Der didaktische Prüfauftrag PA-LM-26-014 umfasst die Baugruppe BG-LM-07, den simulierten Adapter AD-LM-C und zwei Prüffunktionen. Benötigt wird im Lehrszenario Adapterversion C.3, erkannt wird zunächst C.2. Der Unterrichts-Prüfplan heißt PP-LM-3.2. Alle Kennungen sind ausdrücklich synthetisch.

Schritt Voraussetzung Sollzustand im Lehrmodell Fehlerreaktion Nachweis
P0 Identität und Version Prüfobjekt, Simulator, Plan und Adapter identifiziert C.3 vorhanden und mit PP-LM-3.2 kompatibel Bei C.2 Start gesperrt, kein aktiver Test Zeit, Gerätekennung, Versionsvergleich und Sperrgrund
P1 Spannungsfreier Mappingtest Freigabe für ausschließlich spannungsfreies, isoliertes Unterrichtsmodell X-A → Y-A und X-B → Y-B Abweichende Zuordnung als Verdrahtungsfehler protokollieren Soll-Ist-Matrix und Testmethode
P2 Kommunikationssimulation Passender Adapter; lokale, ungefährliche Datensimulation Auf Lehrnachricht ANFRAGE folgt ANTWORT Keine Antwort als eigenständigen Befund notieren Anfrage, Timeout, Zeitstempel und Emulatorstand
P3 Abschluss-/Wiederholtest Abweichungen im Modell korrigiert; Freigabe durch Lehrkraft Alle abhängigen Schritte wiederholt, ohne Sperre oder Fehler Prüfung offen, keine Freigabe Bericht, Versionsstände und Entscheidung

Sichere Abbruchregeln: Stopp bereits vor dem Prüfstart bei falscher Adapterversion, ungeprüfter Konfiguration, Beschädigung des Lehrmodells, fehlender Aufsicht oder ungeklärten Sicherheitsbedingungen. Während einer Simulation sofort stoppen bei unplausiblen Prüfdaten, unerwarteten Zustandswechseln oder beschädigter Verbindung; kennzeichne den Lauf als unvollständig. Nie eine Sperre durch Umstecken, Software-Manipulation oder stilles Ändern von Sollwerten umgehen. Ein Adapter ohne passende Identität erhält keine Freigabe, selbst wenn einzelne Prüfschritte zufällig bestehen würden.


Prüfplan als Zustandsautomat

In unserem Modell gelten die Zustände Entwurf → Vorprüfung → gesperrt oder testbereit → in Prüfung → fehlerhaft oder bestanden → dokumentiert. Ein gesperrter Start erzeugt einen Nachweis, aber keinen bestandenen Funktionslauf. Nach einer Änderung braucht die Prüfmappe einen neuen Lauf mit neuer ID; das alte Ergebnis bleibt lesbar und darf nicht überschrieben werden. Versionsmanagement gehört damit zum technischen Prüfprozess und nicht nur zur Ablage.

Mediennachweis: Maggyero, „FSM state diagram.png“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Quelle und Lizenz. Das Bild erklärt Zustandsautomaten allgemein; alle konkreten Lehrzustände stehen in unserer eigenen Beschreibung.


Kleine Rechenkontrolle statt falscher Freigabe

Ein rein synthetisches Ausbildungsbeispiel liefert nach einem freigegebenen Lehrmodelllauf 6 bestandene von 8 ausgeführten Teilschritten. Rechnerisch gilt: Erfolgsquote = 6 ÷ 8 × 100 % = 75 %. Das ist eine deskriptive Quote, kein Freigabekriterium. Sobald ein kritischer Prüfschritt fehlschlägt, bleibt das gesamte Prüfobjekt ungeachtet der Prozentzahl im Zustand nicht freigegeben. Ein gesperrter Start wird nicht mit Nullpunkten als durchgeführter Funktionstest gezählt. Typischer Fehler: „75 Prozent bestanden, also fast freigabefähig“ – das verwechselt Statistik mit einer verbindlichen technischen Entscheidung.


Verdrahtungsdiagnose am spannungsfreien Lehrmodell


Anschlussmapping und Leitungsidentität

Eine Leitung ist richtig verbunden, wenn der tatsächlich identifizierte Anschluss zur geforderten logischen Verbindung passt. Ein Durchgang allein beweist das nicht: Bei zwei vertauschten Leitungen können beide einen guten Durchgang zeigen, aber zum falschen Ziel führen. Im Unterrichtsmodell ist der unbestromte Sollplan:

Eigene Lehrskizze – getrennte, spannungsfreie Signalleitungen
Soll: X-A -------- Y-A      X-B -------- Y-B
Ist:  X-A -------- Y-B      X-B -------- Y-A
Ergebnis: Durchgang vorhanden, aber Zuordnung vertauscht
Ausgang Soll-Ziel Ist-Ziel in Lauf L-02 Bewertung
X-A Y-A Y-B Fehler: vertauscht
X-B Y-B Y-A Fehler: vertauscht
X-C Y-C Y-C richtig

Vorgehen am ausschließlich spannungsfreien Lehrmodell: Verbindungen und Zuordnung anhand der Modellzeichnung vergleichen; Komponenten eindeutig kennzeichnen; die vorbereitete Zuordnungsmatrix aus einer risikoarmen Unterrichtssimulation lesen; Nachweis inklusive Messmethode speichern. Ein realer Durchgangstest ist kein universell gefahrloser Test: erst die sichere Spannungsfreiheit nach betrieblichen Regeln feststellen lassen und nur mit geeigneten Geräten unter fachlicher Aufsicht arbeiten. Spannungs- oder Strommessungen an realen Anlagen gehören nicht zu diesem Kursversuch.

Mediennachweis: MinhVN123, „Continuity Test.jpg“, Wikimedia Commons, CC0 1.0; Quelle und Lizenz. Symbolfoto eines Durchgangstests, kein QMT-Prüfschritt.

Mediennachweis: Kszapsza, „Multimeter test leads.JPG“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Quelle und Lizenz. Abgebildete Messleitungen illustrieren Prüfmittelauswahl und Identifizierung.


Lehrrechnung und Interpretation

Angenommen, eine frei erfundene Spannungsfrei-Simulation weist für die korrekt zugeordnete Modellleitung einen modellierten Widerstand von 0,4 Ω aus; der als Unterrichtsannahme definierte obere Vergleichswert beträgt 1,0 Ω. Die Differenz zum Lehrgrenzwert ist 1,0 Ω − 0,4 Ω = 0,6 Ω. Der Zahlenwert sagt allein nichts über die tatsächliche Liebherr-Leitung oder irgendeine Sicherheitsfreigabe aus. Auch ein numerisch unauffälliger Widerstand macht eine falsch verbundene Leitung nicht richtig. Ein weiterer typischer Fehler ist, Ergebnisse ohne Unsicherheiten, Messmittel-ID, Umgebung und Version als universell gültig zu behandeln.


Geprüftes Grundlagenvideo

Videoquelle: „Lerne, wie man ein Multimeter benutzt!“, Kanal Ingenieursmentalität, veröffentlicht 23.05.2023. Externes urheberrechtlich geschütztes Lehrvideo, über YouTube eingebettet; nicht als OER umdeklariert. Im Kurs ausschließlich zur theoretischen Einordnung, nicht als Freigabe für reale Messarbeiten.


Kommunikationsdiagnose und Funktionsantwort


Nachrichtenmodell, Bus und Antwortnachweis

In modularen elektronischen Systemen lassen sich Daten über Busse übertragen; CAN ist ein bekanntes, allgemeines Beispiel eines seriellen Bussystems. Die Primärquelle belegt einen Anschluss des QMT am Bus-System des Krans, veröffentlicht aber keine verbindlichen QMT-Nachrichtenkennungen oder Antwortzeiten. Deshalb benutzen wir keine angeblich originalen Busframes oder Gerätekennzahlen.

Der fiktive lokale Emulator KOM-LM-02 erwartet auf die frei erfundene Unterrichtsnachricht ANFRAGE ein ANTWORT. Nur für dieses simulierte Szenario gilt: Vier Anfragen, Zeitfenster je 2 s als didaktischer Wert, drei Antworten und ein Timeout. Die Antwortrate beträgt 3 ÷ 4 × 100 % = 75 %. Ein einzelner Ausfall kann u. a. aus falsch adressiertem Empfänger, deaktivierter Modell-Antwortregel, falscher Modellversion oder synthetisch eingespielter Unterbrechung stammen. Timeout ≠ Beweis für Leitungsbruch.

Lehrzeit Anfrage Erwartung Beobachtung Befund
10:15:01 ANFRAGE-A ANTWORT-A innerhalb 2 s ANTWORT-A bestanden
10:15:04 ANFRAGE-B ANTWORT-B innerhalb 2 s keine Antwort Kommunikationsfehler
10:15:07 ANFRAGE-C ANTWORT-C innerhalb 2 s ANTWORT-C bestanden
10:15:10 ANFRAGE-D ANTWORT-D innerhalb 2 s ANTWORT-D bestanden

Evidenzkette: Anfrage wurde erzeugt → konfigurierter Empfänger überprüft → Empfangsfenster überwacht → keine Antwort protokolliert → im Lehrfall deaktivierte Antwortregel B als Ursache anhand des Emulators nachgewiesen. Die Verdrahtungsdiagnose wird unabhängig davon abgeschlossen; eine fehlende Kommunikationsantwort darf nicht pauschal als Verdrahtungsfehler verbucht werden.

Mediennachweis: Stefan-Xp, „CAN-Bus Elektrische Zweidrahtleitung.svg“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 / GFDL; Quelle und Lizenz. Zeigt ein allgemeines CAN-Topologiekonzept, keine QMT-Leitungsführung.

Mediennachweis: Plupp, „Canbus levels.svg“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; Quelle und Lizenz. Allgemeine Prinzipgrafik zu CAN-Pegeln; keine erwarteten oder gemessenen QMT-Pegel.


Diagnoseentscheidung und typische Fehlschlüsse

Eine strukturierte Abfolge fragt zuerst nach Prüfvoraussetzung und Kompatibilität, danach getrennt nach Leitungszuordnung, Logik der Lehrnachricht, Empfangs-/Antwortstatus und lokaler Simulatorkonfiguration. Dokumentiere für jede Hypothese einen Beleg sowie eine Widerlegung. Unzulässig ist ein bloßes „Gerät defekt“, wenn nur ein Timeout vorliegt. Eine falsche Adapterversion ist ebenfalls keine nachträglich plausible Ursache für alle anderen beobachteten Fehler, denn im Modell wird der Start bei der falschen Version gesperrt. Andere Befunde stammen erst aus einem danach korrekt freigegebenen Simulationslauf.

Videoquelle: „CAN-Bus erklärt für Azubis (einfach & verständlich)“, Kanal Pov Autobahn Germany, veröffentlicht 13.02.2026. Externes YouTube-Lernvideo als ergänzende Einführung, kein Nachweis spezifischer Liebherr-/QMT-Busdaten und keine offen lizenzierte Weiterverwendung.


Fehlerbehandlung, Wiederholprüfung und Qualitätsnachweis


Reihenfolge: erst sperren, dann trennen, dann nachweisen

Erste Sperre: Zuerst registriert der Prüfassistent die Adapterversion C.2, während der didaktische Prüfplan C.3 fordert. Der Prüfstart bleibt gesperrt; protokolliert wird L-01: gesperrt, kein Funktionstest. Erst nach dokumentierter, von einer Lehrkraft kontrollierter Auswahl des richtigen simulierten Adapters beginnt ein neuer Lauf. Dieser zweite Lauf erkennt die vertauschten Anschlüsse und das ausbleibende B-Antwortereignis jeweils als getrennte Befunde. Jede Modellkorrektur wird versioniert; ein „Bestanden“ darf erst aus einer belegten Wiederholprüfung stammen.

Zustandskette des Lehrfalls:

L-01  Adapter C.2 → GESPERRT → keine Funktionsaussage
L-02  Adapter C.3 → Verdrahtung FEHLER / Antwort B FEHLER
K-01  Modelldaten korrigiert, eigene Änderungsbelege
L-03  Adapter C.3 → alle 3 Leitungen richtig / 4 Antworten richtig → BESTANDEN im Lehrmodell


Versionierte Nachweiskette

Pflichtfeld Beispiel einer ausschließlich synthetischen Angabe Warum nötig?
Auftrags- und Objekt-ID PA-LM-26-014 / BG-LM-07 eindeutige Fallzuordnung
Prüfplan und Revision PP-LM-3.2 / Rev 3.2 Sollgrundlage rekonstruierbar
Prüfsystem und Simulator QMT-LM-Schulmodell / KOM-LM-02 V1.3 keine Verwechslung mit Produktionsdaten
Prüfmittel und Adapter PM-LM-004 / AD-LM-C Version C.3 Rückverfolgbarkeit von Hilfsmitteln
Lauf-ID und synthetischer Zeitstempel L-03 / 20.10.2026 10:30 erneute Läufe erkennbar
Mess-/Antwortdaten und Prüfergebnis Matrix M-03, Log LOG-03; bestanden im Lehrmodell Aussage belegbar
Änderung und erneute Prüfung K-01 → L-03 Zusammenhang zwischen Korrektur und erneuter Prüfung
Unterschrift/Verantwortung Rollenkennung LEHRKRAFT-LM (fiktiv) didaktische Kontrolle; keine reale Betriebsfreigabe

Häufige Fehler: Ein gesperrter Start als „nicht bestanden im Funktionstest“ ausgeben; nur die letzte Logdatei speichern und L-01/L-02 löschen; eine fehlende Antwort als Kurzschluss behaupten; die Adapterversion still ändern; nach einer Korrektur nur die vorher rote Einzelzeile prüfen; einen allgemeinen Prozentwert als Freigabe verwenden. Professionell ist der unveränderte Vorher-Nachher-Vergleich, ergänzt um Prüfung der von Änderungen abhängigen Schritte.


Berufstypisches vollständiges Prüfungsprojekt: Aufgabenlage

Auftrag: Prüfe als Team eine rein fiktive Montagebaugruppe BG-LM-07 mithilfe von Papierplan, Offline-Zuordnungsmatrix und einer isolierten Kommunikationssimulation. Es dürfen keine realen Maschinen, Motoren, hydraulischen Aktoren, spannungsführenden Bauteile oder werksinternen Daten genutzt werden. Erstelle ein Abnahmedossier im Lehrmodell.

Gegebene Ausgangsdaten (synthetisch): Plan PP-LM-3.2 fordert Adapter C.3; vorgefunden ist C.2. Soll-Mapping X-A → Y-A, X-B → Y-B und X-C → Y-C; ein gespeicherter Offline-Datensatz zeigt X-A → Y-B und X-B → Y-A. Beim nach Freigabe gestarteten Simulationslauf bleibt auf ANFRAGE-B die ANTWORT-B aus. Die Emulatorprüfung weist im Szenario eine deaktivierte Antwortregel B nach. Es gibt keinerlei realen Kran- oder QMT-Zugriff.

Auftrag an dich: Gib für L-01 die sichere Entscheidung an; schreibe P0–P3 mit Soll, Ist, Prüfmittel und Abbruchkriterien; stelle für L-02 drei getrennte Befundklassen und deren Belege dar; korrigiere am Modell die Ursache nach Freigabe durch die Lehrkraft; dokumentiere L-03 als vollständige Wiederholprüfung; liefere eine Entscheidung mit Restgrenzen. Schreibe einen Abschlussbericht samt Anhängen.


Musterlösung mit eindeutiger Fehlertrennung

A. Startentscheidung: „Adapter C.2 ist nicht C.3; P0 nicht erfüllt. L-01 wird als GESPERRT protokolliert; keine Durchgangs-, Bus- oder Funktionsprüfung gestartet.“ Eine Überbrückung der Sperre ist keine Option.

B. Prüfplan: P0 vergleicht Objekt-, Adapter- und Revisionskennungen (kein Start bei Konflikt). P1 ordnet drei spannungsfreie Modellleitungen über Offline-Daten den Zielen zu. P2 wertet vier lokale Anfrage/Antwort-Ereignisse und das ausdrücklich nur im Modell vereinbarte 2-s-Fenster aus. P3 prüft Ergebnisintegrität und die gesamten abhängigen Schritte nach dokumentierter Korrektur.

C. Drei getrennte Befunde: (1) Prüfmittelzuordnung: Adapter C.2 statt C.3 → Start gesperrt. (2) Verdrahtung: X-A führt zum falschen Y-B; X-B zum falschen Y-A; X-C korrekt → vertauschte Anschlusszuordnung. (3) Kommunikation: B-Anfrage im Log vorhanden, B-Antwort fehlt im Modellfenster; die Emulator-Einstellung „Antwort B aus“ liefert erst nach Überprüfung eine konkrete Ursache. Ein Timeout allein hätte diese Ursache noch nicht bewiesen.

D. Simulierte Korrektur: Adapterauswahl C.3 unter Unterrichtskontrolle dokumentieren; Modellmapping X-A/Y-A sowie X-B/Y-B wieder richtigstellen; Antwortregel B auf „aktiv“ konfigurieren. Keine echte Hardware ist betroffen. Änderungsdatensatz K-01 nennt alten/neuen Zustand, Grund, freigebende Lehrkraftrolle und Simulatorversion.

E. Wiederholung L-03: P0 erneut mit C.3 bestanden. P1: 3/3 logische Anschlüsse richtig. P2: 4/4 erwartete Modellantworten dokumentiert. P3: alle notwendigen Prüfschritte nochmals bewertet, keine offenen kritischen Abweichungen, Vorläufe L-01 und L-02 unverändert archiviert. Ergebnis „im Lehrmodell bestanden“ statt „Liebherr-Prüfung bestanden“.

F. Abschlussentscheidung: Lehrmodell-Abnahme unter den definierten Unterrichtskriterien nachvollziehbar; keine Maschinen- oder Betriebsfreigabe, keine Aussage über echte elektrische, hydraulische oder funktionale Sicherheit. Annahmen, Versionsstände, Ansprechpartnerrolle und offene Grenzen werden genannt.


Bewertungsraster des Modellprojekts

Kriterium Maximalpunkte Vollständige Leistung
Sicherheitsrahmen, Sperre und Abbruch 20 C.2 vor Start erkannt; keine Umgehung; klare Stoppregeln
Vollständiger modularer Prüfplan 15 P0–P3 mit Soll/Ist, Voraussetzungen und Nachweis
Verdrahtungsdiagnose 15 beide Vertauschungen anhand der Matrix belegt
Kommunikationsdiagnose 15 B-Timeout getrennt dokumentiert; plausible Ursachen geprüft
Versions- und Datenrückverfolgbarkeit 15 L-01, L-02, K-01, L-03 mit Versionen und Zeit dokumentiert
Wiederholprüfung und Entscheidung 15 abhängige Schritte vollständig wiederholt, begründete Lehrfreigabe
Verständlicher Abschlussbericht 5 Anhänge, Restgrenzen, fachsprachliche Begründung
Summe 100 Eine übergangene Startsperre führt unabhängig von der Punktsumme zur Nichtanerkennung des Sicherheitskriteriums.

Bewertungshilfe: 90–100 Punkte = sehr gut nachvollziehbar, 75–89 = weitgehend vollständig, 60–74 = mehrere Lücken, unter 60 = grundlegende Überarbeitung erforderlich. Das ist ausschließlich ein didaktischer Bewertungsmaßstab; betriebliche oder schulrechtliche Notenschlüssel bleiben unberührt. Der Sicherheitsvorbehalt gilt zusätzlich.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Welche Entscheidung ist im Lehrmodell bei Adapterversion C.2 statt geforderter C.3 richtig? (Prüfstart sperren und Versionskonflikt protokollieren) (!Starten und erst nachher dokumentieren) (!Nur die Busprüfung auslassen) (!Die Version im Protokoll ohne Prüfung ändern)




Was belegt ein erfolgreicher Durchgangstest bei zwei möglichen Zielanschlüssen nicht? (Die korrekte logische Anschlusszuordnung) (!Das Vorhandensein einer leitenden Verbindung) (!Dass ein Messwert erhoben wurde) (!Dass ein Prüfmittel verwendet wurde)




Welche Aussage zur QMT-Primärquelle ist korrekt? (QMT wird als Liebherr-Eigenentwicklung mit modularen Prüfwagen beschrieben) (!Alle QMT-Busframes sind darin öffentlich spezifiziert) (!Es ist ein frei verfügbarer QMT-Simulator dokumentiert) (!Eine offizielle QMT-Bedienlizenz liegt dem Kurs bei)




Was beweist ein ausbleibendes Antwortereignis zunächst? (Im definierten Lehrfenster wurde keine erwartete Antwort beobachtet) (!Die Leitung ist sicher physisch unterbrochen) (!Das Kabel ist sicher kurzgeschlossen) (!Die Hydraulikpumpe ist sicher defekt)




Wie werden die vertauschten Modellanschlüsse sachgerecht nachgewiesen? (Durch getrennten Soll-Ist-Vergleich der Anschlussziele) (!Durch Schätzen der Kabelfarbe) (!Durch Ignorieren der letzten beiden Messwerte) (!Allein durch eine hohe Bestehensquote)




Was gehört in einen rückverfolgbaren Prüfbericht? (Auftrag, Objekt, Planrevision, Adapterstand, Lauf und Ergebnis) (!Nur das Wort bestanden) (!Nur der Vorname des Prüfers) (!Ausschließlich die letzte Bildschirmansicht)




Wie viel Prozent entsprechen drei Antworten aus vier Lehranfragen? (75 Prozent) (!25 Prozent) (!80 Prozent) (!125 Prozent)




Was folgt nach dokumentierter Korrektur zweier Modellfehler? (Abhängige Prüfschritte erneut ausführen und neue Lauf-ID dokumentieren) (!Alte Fehlerzeilen löschen) (!Nur die grüne Anzeige abschreiben) (!Die Sperrregel dauerhaft abschalten)




Welche Schlussfolgerung bei 6 bestandenen von 8 Teilschritten ist fachlich richtig? (75 Prozent sind eine Quote und keine automatische Freigabe) (!Die Baugruppe ist deshalb sicher) (!Ein kritischer Fehler darf ignoriert werden) (!Der Adapter muss kompatibel sein)




Wofür darf das hier beschriebene QMT-LM-Lehrmodell verwendet werden? (Zum begründeten Üben von Prüfplanung und Dokumentation) (!Als Ersatz einer verbindlichen Betriebsanweisung) (!Zur Bedienfreigabe echter Liebherr-Krane) (!Als Nachweis realer QMT-Grenzwerte)





Memory: Fachbegriff und Funktion

Adapterfreigabe Sperrt bei unpassender Modulversion den Start
Mappingtest Vergleicht tatsächliche und geplante Anschlussziele
Timeout Kennzeichnet die ausgebliebene Antwort im Zeitfenster
Prüfplanrevision Bezeichnet den gültigen Stand der Prüfvorgaben
Laufkennung Unterscheidet jede Durchführung von früheren Läufen
Änderungsbeleg Beschreibt die dokumentierte Modellkorrektur





Drag-and-drop: Befund richtig einordnen

Ordne den Begriff zu. Zugehöriger Lehrbefund
Adapterkonflikt Version C.2 statt der geforderten C.3
Vertauschte Verdrahtung X-A ist mit Y-B und X-B mit Y-A verbunden
Fehlende Geräteantwort ANTWORT-B bleibt nach dokumentierter ANFRAGE-B aus
Neue Wiederholprüfung Lauf L-03 kontrolliert die abhängigen Schritte
Rückverfolgbare Dokumentation Versionsstände, Zeitstempel und unveränderte Vorläufe





Kreuzworträtsel: sechs zentrale Begriffe

Adapter Austauschbare Schnittstelle zwischen Prüfmittel und Modellkomponente
Sperre Verhindert einen unzulässigen Start
Prüfplan Schriftliche Festlegung von Prüfung und Sollzustand
Timeout Ausbleiben einer erwarteten Antwort bis zum Zeitlimit
Revision Kennung eines definierten Dokumentenstands
Diagnose Begründete Einordnung einer technischen Abweichung





LearningApps: ergänzende Übungen suchen

Externe Suche nach themenverwandten Lernübungen; Suchergebnisse sind nicht vorab als geprüfte QMT-Inhalte anerkannt. Prüfe Quelle und Eignung jeder gefundenen Übung.


Lückentext: Prüfentscheidung und Fehlertrennung

Ergänze die Fachbegriffe aus dem Lehrfall.
Bei einer unpassenden Adapterversion wird der Prüfstart

.
Der Vergleich von Sollziel und Istziel heißt hier

.
Zwei gekreuzte Anschlussziele ergeben eine

.
Eine fehlende Antwort innerhalb des Lehrzeitfensters heißt

.
Daraus lässt sich ein Leitungsbruch nicht

.
Jede Durchführung erhält eine eigene

.
Die dokumentierte Korrektur bekommt einen

.
Nach der Korrektur folgt eine begründete

.
Das gesamte Paket dient der

.
Eine Freigabe für echte Maschinen erteilt dieses Modell

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prüfplan: Erstelle eine Tabelle P0–P3 mit je einem Sollkriterium und einer Nachweisspalte; arbeite ausschließlich mit Fallangaben.
  2. Prüfmittel: Entwirf eine Identifikationskarte für AD-LM-C mit Sollversion C.3 und Istversion C.2; markiere die Startentscheidung.
  3. Stromlaufplan: Zeichne Soll- und Ist-Mapping für X-A, X-B, X-C und Y-A, Y-B, Y-C auf Papier und benenne den Fehler.
  4. Controller Area Network: Formuliere drei Hypothesen für die fehlende Antwort B, ohne eine davon voreilig als sicher anzunehmen.


Standard

  1. Fehleranalyse: Erstelle eine Befundmatrix mit drei Spalten für Adapterkonflikt, Verdrahtungsfehler und Kommunikationsereignis samt Beleg.
  2. Qualitätssicherung: Berechne die Lehr-Antwortrate bei drei Antworten aus vier Anfragen und begründe, warum die Quote keine Freigabe ergibt.
  3. Versionsverwaltung: Entwirf ein Änderungsprotokoll K-01 mit Vorher-Nachher-Werten, Versionsstand, Änderungsgrund und Zeit.
  4. Prüfdokumentation: Beschreibe, welche Daten für L-01, L-02 und L-03 unabhängig voneinander archiviert werden müssen.


Schwer

  1. Zustandsautomat: Zeichne einen Zustandsgraphen mit gesperrtem und zulässigem Pfad und begründe jede relevante Transition.
  2. Rückverfolgbarkeit: Entwickle ein Audit-Schema, das Auftrag, Objekt, Prüfanweisung, Adapter, Simulator, Zeit und Resultat verbindet.
  3. Fehlerdiagnose: Formuliere eine Untersuchungsstrategie, die Kommunikationsfehler von Mappingfehlern trennt und ihre Hypothesen prüfbar macht.
  4. Abnahmeprüfung: Schreibe einen Abschlussbericht mit endgültiger Lehrmodellentscheidung, Wiederholprüfungsbelegen, Restgrenzen und Verbesserungsplan.


Musterlösungen zu den zwölf offenen Aufgaben

  • L1: P0 prüft Version C.3; P1 vergleicht X-A/Y-A und X-B/Y-B; P2 erwartet vier simulierte Antworten; P3 archiviert und beurteilt den Wiederholungslauf. Jede Zeile enthält Soll, Ist, Entscheidung und Beleg-ID.
  • L2: Objekt BG-LM-07; Adapter AD-LM-C; Soll C.3; Ist C.2; Ergebnis „nicht kompatibel, Start gesperrt“, Lauf L-01; keine Funktionstests.
  • L3: Soll X-A/Y-A, X-B/Y-B, X-C/Y-C; Ist X-A/Y-B, X-B/Y-A, X-C/Y-C; Fehler ist ein Tausch der ersten beiden Ziele.
  • L4: Denkbare Ursachen: fehlende Antwortregel, falsche Adressierung, simulierte Kommunikationsunterbrechung. Erst ein separater Beleg aus dem Emulator identifiziert im Fall die deaktivierte Antwortregel.
  • S5: Adapter: C.2 ≠ C.3, Sperrlog. Verdrahtung: zwei falsche Zuordnungen aus Matrix M-02. Kommunikation: ANFRAGE-B ohne ANTWORT-B aus LOG-02. Keine Kategorien vermischen.
  • S6: 3/4 × 100 % = 75 %. Kritische Fehlantwort bleibt offen; eine Quote ist keine Start- oder Abnahmefreigabe.
  • S7: K-01: vor Änderung C.2, Mapping vertauscht, Antwortregel B deaktiviert; danach C.3, Mapping korrigiert, Antwortregel B aktiv; Zeit und verantwortliche Unterrichtsrolle erfassen.
  • S8: L-01 speichert Adapterfehler und blockierten Start; L-02 speichert Mapping- und Kommunikationsbefunde; L-03 speichert vollständige neue Ergebnisse und den Bezug zu K-01; alte Läufe nicht überschreiben.
  • H9: Beispiel: Entwurf → Vorprüfung → bei falschem Adapter GESPERRT; bei passender Konfiguration TESTBEREIT → Test → FEHLERHAFT oder BESTANDEN → Dokumentation. GESPERRT darf nicht unmittelbar zu BESTANDEN wechseln.
  • H10: Auditkette PA-LM-26-014 → BG-LM-07 → PP-LM-3.2 → AD-LM-C C.3 → KOM-LM-02 V1.3 → L-03 → Messmatrix/Log → Lehrentscheidung.
  • H11: Erst P0 prüfen; anschließend im separaten Lauf Leitungsmatrix und Nachrichtenlog unabhängig auswerten; Antwort B im Emulator einschalten; bei unverändertem Mapping vergleichen; erst danach kausalen Schluss formulieren.
  • H12: Bericht: Zweck, ausdrücklich synthetische Daten, Sicherheitsgrenzen, P0–P3, L-01-Sperre, L-02-Doppelbefund, K-01, L-03 vollständig erfolgreich, Restgrenzen „keine Maschinenfreigabe“, Anlagen mit Versionen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfplanung: Begründe, warum eine gesperrte Vorprüfung nicht als misslungener elektrischer Funktionstest gezählt werden darf; beziehe dich auf L-01.
  2. Messtechnik: Interpretiere den Unterschied zwischen „niedrigem Widerstand“ und „richtiger Kontaktzuordnung“ anhand der vertauschten Modellleitungen.
  3. Datenkommunikation: Erstelle eine Belegtabelle, mit der du die Hypothese „Busleitung defekt“ von „Antwortregel deaktiviert“ unterscheiden kannst.
  4. Softwareversion: Zeige, was beim Austausch eines Adapters in der Versions- und Ereigniskette zu dokumentieren ist.
  5. Prozesssicherheit: Leite aus dem Zustandsautomaten zwei Bedingungen für einen zwingenden Abbruch ab und erläutere, warum keine Überbrückung zulässig ist.
  6. Qualitätsmanagement: Prüfe die Aussage „L-03 bestanden, daher ist der echte Kran freigegeben“ auf Gültigkeit und widerlege sie.
  7. Wiederholprüfung: Erstelle eine Checkliste, weshalb nach K-01 nicht nur der B-Kommunikationsschritt, sondern alle betroffenen Modultests erneut zu bewerten sind.

Erwartungshorizont: Die Antworten trennen Hypothese und Nachweis, nennen die jeweiligen Lauf- und Versionsstände, begründen den Sperrpfad und beschränken jede positive Aussage auf das Lehrmodell.




Lernnachweis

Als abzugebendes Portfolio bündelst du: (1) vollständigen Prüfplan P0–P3, (2) eigene Schemapläne und Zuordnungsmatrix, (3) drei getrennte Fehlerdiagnosen, (4) dokumentierte sichere Start- und Abbruchregeln, (5) Archivbelege L-01 und L-02, (6) Änderungsbeleg K-01, (7) Wiederholprüfung L-03 mit neuer Laufkennung, (8) Berechnung und fachliche Interpretation von Quoten, (9) Schlussentscheidung mit Geltungsgrenzen, (10) Selbstreflexion zu typischen Fehlern. Jede Datei und jedes Blatt trägt die synthetische Objekt- und Versionskennung. Lehrkräfte können das Bewertungsraster mit 100 Punkten nutzen, aber keine reale Maschinenfreigabe erteilen.

Transfer: Die Methode „Voraussetzungen → unabhängige Befunde → begründete Korrektur → versionierter Retest → Bericht“ lässt sich in Ausbildungsprojekten zur Hardwareintegration, Anlagenautomatisierung, Mechatronik und IT-Systemprüfung anwenden, stets unter den jeweiligen realen Vorschriften.




OER und Wikipedia

Fachliche Primärquelle (nicht automatisch OER): Liebherr, „Qualität auf Knopfdruck“ (UpLoad 01/2026). Belegt Standort, Eigenentwicklung, modularen Ansatz und Prüfdokumentation; nicht die erfundenen Lehrsignale, Grenzwerte oder Modellversionen.

Offen zugängliche Grundlagen: Prüfmittel und Controller Area Network (Wikipedia, Artikeltexte CC BY-SA mit Lizenz- und Versionshinweisen auf den Artikelseiten). Diese Artikel sind Grundlagenlektüre; sie beschreiben nicht QMT im Detail.

Lizenz- und Medienverzeichnis:

Eigene Inhalte: Modellfall, Tabellen, selbst gesetzte Signal-/Ablaufskizzen und Rechenbeispiele sind neu für dieses Lernmaterial erstellt; sie beanspruchen keine Wiedergabe von Herstellerunterlagen. Bei Weiterverwendung der externen Commons-Abbildungen gelten die jeweiligen Einzel-Lizenzen, bei Videos die Plattform-/Urheberrechte. Quellenrecherche und Quellenstand: Oktober 2026. Externe Seiten und Einbettungen können sich ändern.



Verknüpfte Lernbereiche

Bildungsnetz: Liebherr-Maschinen und Ausbildung

  1. Elektroniker für Geräte und Systeme: Mess- und Prüfverfahren, Baugruppen und Dokumentation
  2. Elektroniker für Betriebstechnik: Prüfplanung, Schaltunterlagen, sichere Freigaben
  3. Mechatroniker: Schnittstellen, Diagnose, Systeme
  4. Fachinformatiker: Versionsverwaltung, Logdaten, Testautomatisierung

Grundlagen und Vertiefung

  1. Prüfmittel
  2. Rückverfolgbarkeit
  3. Controller Area Network
  4. Fehlerdiagnose

Die Vernetzung folgt redaktionellen Lernempfehlungen für das dritte Ausbildungsjahr, nicht einer verbindlichen Rahmenlehrplan-Zuordnung. Benachbarte Kurse zu Prüfwagen, modularen Prüfplänen, Buskommunikation, Verdrahtung und Fehlerdatensätzen können das Lernprojekt vertiefen; vorhandene und künftige Links sind auf der Plattform zu prüfen.


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