Projekt Digitale Schmiede – Bestandskurse der Schmiede-Welt passend auswählen
Projekt Digitale Schmiede – Bestandskurse der Schmiede-Welt passend auswählen
Einleitung
Dein Auftrag: Du entwickelst ein digitales Schmiedeprojekt und wählst dafür gezielt bereits vorhandene Kurse der Schmiede-Welt aus. Du verbindest Werkstoffkunde, Wärmebehandlung, Umformen und Qualitätssicherung in einem fortlaufenden Projektdossier.
Zielgruppe: Auszubildende im Bereich Metallgestaltung und verwandte Metallberufe.
Lernformat: Acht kurze Lerneinheiten von jeweils ungefähr 10 bis 15 Minuten, ergänzt durch eigenständige Dossierarbeit. Du lernst anhand von Bildern, Videos, Skizzen, vereinfachten Simulationen und Prüfdaten.

Ausbildungsfall: Ein Ausbildungsbetrieb soll ein S-förmiges, nicht tragendes Ziermuster beurteilen. Die didaktisch vorgegebenen Außenmaße betragen 120 ± 3 mm Höhe und 55 ± 2 mm Breite. Du entwirfst, analysierst und prüfst das Muster digital. Eine Herstellung ist für diesen Kurs nicht erforderlich.
Dein Projektdossier enthält:
- D0 Kursentscheidung: Passende Bestandskurse und Auswahlbegründung.
- D1 Sicherheit: Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Freigabegrenzen.
- D2 Werkstoff: Werkstoffsteckbrief mit überprüfter Quelle.
- D3 Wärme: Qualitative Wärmeskizze und kritische Einflussgrößen.
- D4 Formgebung: Bemaßte Ausgangs- und Zielskizze.
- D5 Simulation: Modellannahmen, Varianten und Grenzen.
- D6 Prüfung: Soll-Ist-Tabelle mit begründetem Urteil.
- D7 Abgabe: Entscheidung, Verbesserungen, Quellen und Medienrechte.
Verbindliche Sicherheitsgrenze: Du führst in diesem Kurs keine unbeaufsichtigten Versuche durch. Heiße Werkstoffe, Feuer, Schmiedeesse, Gasschmiedeofen, Rauch, Abgase und Brandgefahren gehören ausschließlich in eine fachlich angeleitete, freigegebene Ausbildungsumgebung. Auch Demonstrationen am realen Feuer oder mit glühendem Metall erfolgen nur durch oder unter unmittelbarer Anleitung einer qualifizierten Fachperson.
Der Lernpfad: vorhandene Kurse passend auswählen
Lerneinheit 1: Kursentscheidung statt Kurs-Sammeln
Starte mit dem vorhandenen Schmiedeweg. Er bietet Lernpakete für betriebliche und berufliche Kompetenzen. Wichtig: Eine Lernpaket-Übersicht ist nicht automatisch ein vollständig ausgearbeiteter Einzelkurs. Die folgende Auswahl unterscheidet deshalb zwischen Lernpaketen und konkret vorhandenen Kursseiten.
| Dein Lernbedarf | Vorhandener Lernort | Ergebnis im Dossier |
|---|---|---|
| Arbeit sicher planen | Lernpaket A.3: Sicherheit und Gesundheitsschutz | D1: Schutzplan |
| Projekt und Qualität strukturieren | Lernpaket A.6: Arbeitsplanung | D0: Lernreihenfolge |
| Werkstoff begründet wählen | Bestandskurs: Schmiedbare Stähle auswählen | D2: Werkstoffsteckbrief |
| Wärme richtig einordnen | Bestandskurs: Wärmeführung und Glühfarben | D3: Wärmeskizze |
| Formänderungen verstehen | Lernpaket B.3: Manuelles Schmieden und Bestandskurs: Stauchen | D4 und D5: Formskizze und Modell |
| Maße und Ergebnis prüfen | Bestandskurs: Längen und Maße prüfen und Bestandskurs: Ergebnisse dokumentieren | D6: Prüfprotokoll |
Basisauftrag: Markiere drei für Deinen Fall unverzichtbare Bestandskurse.
Anwendungsauftrag: Begründe für jeden Kurs, welches konkrete Dossierprodukt daraus entsteht.
Transferauftrag: Streiche einen für diesen Auftrag weniger relevanten Lerninhalt aus Deiner persönlichen Reihenfolge und begründe, warum Deine Auswahl trotzdem fachlich vollständig bleibt.
Feedback: Eine gute Auswahl orientiert sich an Sicherheitsbedarf und Arbeitsauftrag, nicht an möglichst vielen Kursnamen. Sicherheitsplanung, Werkstoffbegründung und Prüfung dürfen nicht fehlen.
Berufseinblick zur Fachrichtung Metallgestaltung; externes Video, keine Freigabe zur eigenen Weiterveröffentlichung.
Lerneinheit 2: Sicherheit geht vor Simulation und Werkstatt

Gefährdungen: Heiße Werkstücke und Werkzeuge können auch ohne sichtbares Glühen Verbrennungen verursachen. Funken und Zunder gefährden Augen und Haut. Feuerstätten erzeugen Brandrisiken; Rauch, Stäube und Abgase können gesundheitsgefährdend sein. Bei unvollständiger Verbrennung kann das giftige, unsichtbare und geruchlose Kohlenmonoxid entstehen. Hinzu kommen Lärm und Quetschgefahren.
Schutzkonzept: Eine verantwortliche Fachperson legt anhand der Gefährdungsbeurteilung geeignete persönliche Schutzausrüstung, wirksame Lüftung beziehungsweise Absaugung, sichere Arbeitsabstände, Brandschutz und das Vorgehen bei Störungen fest. Eine Schutzbrille allein ist kein vollständiges Schutzkonzept.
D1: Erstelle eine Risikomatrix mit den Spalten Gefährdung – mögliche Folge – Schutzmaßnahme – verantwortliche Person. Dokumentiere ausdrücklich: Keine eigenständige Inbetriebnahme, keine unbeaufsichtigten Heiz- oder Schmiedeversuche.
Gestufte Hilfe: Frage zuerst „Wo tritt Energie auf?“. Ordne anschließend Hitze, mechanische Energie und Abgase zu. Prüfe zuletzt, ob Deine Maßnahmen diese Gefährdungen tatsächlich begrenzen.
Feedback: Die Aussage „Ich passe einfach auf“ genügt nicht. Ein tragfähiger Schutzplan benennt überprüfbare technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen.
Lerneinheit 3: Werkstoffdaten statt Vermutungen

Ein geeigneter Stahl wird anhand seiner dokumentierten Eigenschaften und des vorgesehenen Verfahrens ausgewählt. Der Kohlenstoffgehalt beeinflusst unter anderem Gefüge, Härte und das Verhalten bei der Wärmebehandlung. Ein Eisen-Kohlenstoff-Diagramm erklärt Zusammenhänge, ersetzt aber kein konkretes Werkstoffdatenblatt.
D2: Lege einen Werkstoffsteckbrief an: Werkstoffbezeichnung, Nachweisquelle, relevante Eigenschaften, Eignung für den Zweck und offene Fragen. Vergleiche mindestens zwei dokumentierte Werkstoffoptionen. Erfinde weder Temperaturbereiche noch Festigkeitswerte.
Gestufte Hilfe: Vergleiche zunächst die Angaben „Stahlsorte“ und „Einsatzzweck“. Ergänze anschließend Eigenschaften aus überprüfbaren Fachquellen. Begründe zuletzt, welche Angaben für Deine Entscheidung fehlen.
Feedback: „Stahl lässt sich schmieden“ ist zu allgemein. Eine gute Begründung nennt den konkreten Werkstoff und seine Quelle sowie Bedingungen und Grenzen seiner Verwendung.
Lerneinheit 4: Wärme sehen, aber nicht raten

Unterscheide: Glühfarben entstehen durch sichtbare Wärmestrahlung eines heißen Werkstücks. Anlassfarben sind dagegen mit dünnen Oxidschichten auf der Oberfläche verbunden. Die Farben dürfen nicht verwechselt werden.
Die sichtbare Glühfarbe hängt unter anderem von Beleuchtung, Oberfläche und Wahrnehmung ab und ist kein präzises Temperaturmessgerät. Verbindliche Prozessangaben stammen aus geeigneten Fachunterlagen und freigegebenen Betriebsanweisungen.
D3: Erstelle eine farbig gekennzeichnete qualitative Wärmeskizze des Ziermusters mit den Bereichen „wärmer“, „kühler“ und „nicht beurteilt“. Notiere, weshalb ohne Messung keine exakte Temperatur angegeben werden kann.
Feedback: Ein korrekt beschriftetes qualitatives Wärmebild ist besser als eine scheinbar genaue, aber unbelegte Temperaturzahl.
Lerneinheit 5: Formänderung beobachten und zeichnen

Beim Strecken wird ein Werkstück typischerweise länger; beim Stauchen kürzer und in mindestens einer anderen Abmessung größer. Biegen verändert die Richtung des Werkstückverlaufs. In der Metallgestaltung können diese Verfahren kombiniert werden.
Video zur Beobachtung grundlegender Schmiedebewegungen. Es ist keine Anleitung zum unbeaufsichtigten Nachmachen.
Datei:Smithy- steel forging (2).webm
Kurzer, auf Wikimedia Commons frei lizenzierter Film einer professionellen Schmiedeszene.
D4: Zeichne das Ausgangsprofil und die geplante S-Kontur. Kennzeichne die Außenmaße 120 ± 3 mm und 55 ± 2 mm, die vorgesehenen Formänderungen und ungeklärte Details.
Gestufte Hilfe: Zeichne zuerst nur die Mittellinie. Ergänze anschließend die äußere Kontur. Begründe zuletzt, welche Stellen beim Formen besonders beachtet werden müssen.
Feedback: Eine gute Skizze zeigt nicht nur die Form, sondern macht Abmessungen, Annahmen und Prüfpunkte nachvollziehbar.
Lerneinheit 6: Digital simulieren – mit sichtbaren Grenzen
Eine einfache Modellannahme bei plastischer Umformung ist die näherungsweise Volumenkonstanz. Für einen idealisierten Körper gilt:
Ausgangsvolumen ≈ Endvolumen
Beispiel eines reinen Rechenmodells: Ein Quader von 10 × 10 × 40 mm besitzt ein Volumen von 4.000 mm³. Auch ein hypothetischer Quader von 5 × 10 × 80 mm besitzt 4.000 mm³. Das ist keine reale Schmiedeanweisung. Zunderverlust, ungleichmäßige Verformung, Reibung und Materialverhalten bleiben in diesem Modell unberücksichtigt.
D5: Erstelle zwei digitale Varianten Deiner Formgebung: eine einfache Maß- oder Volumenskizze und eine alternative Kontur. Verwende ein Zeichen-, CAD- oder Tabellenwerkzeug, das Dir zur Verfügung steht. Sichere Bilder oder Screenshots Deiner eigenen Modelle.
Basis: Berechne die beiden Beispielvolumina.
Anwendung: Beschreibe, welche Veränderung Dein Modell sichtbar macht.
Transfer: Erkläre, warum Dein Modell keine sichere Aussage über benötigte Kraft, exakte Temperatur oder tatsächliche Formgenauigkeit liefert.
Feedback: Eine überzeugende Simulation benennt Annahmen und Modellgrenzen. Ein anschauliches Bild ohne diese Angaben ist noch kein belastbarer Nachweis.
Lerneinheit 7: Prüfdaten auswerten

Eine Messschiebermessung kann Außenmaße prüfen, wenn Messverfahren, Messmittel und Werkstück geeignet sind. Am realen Werkstück wird nur nach vollständiger Abkühlung und fachlicher Freigabe gemessen.
Für das digitale Projekt erhältst Du folgende ausdrücklich simulierte Prüfdaten:
| Merkmal | Soll | Simulierter Istwert | Beurteilung |
|---|---|---|---|
| Höhe | 120 ± 3 mm | 119 mm | Innerhalb der Toleranz |
| Breite | 55 ± 2 mm | 58 mm | Außerhalb der Toleranz |
D6: Berechne die zulässigen Maßintervalle. Erkläre, warum die Höhe angenommen werden kann, die Breite aber nicht. Unterscheide dabei simulierte Daten eindeutig von echten Messdaten.
Feedback: Zulässige Breite: 53 bis 57 mm. Der simulierte Wert 58 mm überschreitet die obere Grenze um 1 mm. Eine begründete Qualitätsentscheidung lautet deshalb: Muster in dieser simulierten Variante nicht maßgerecht. Die weitere Maßnahme muss fachlich geplant und neu geprüft werden.
Lerneinheit 8: Entscheidung und eigene Abgabe
D7: Führe D0 bis D6 in einem digitalen Dossier zusammen. Deine Abgabe beantwortet vier Fragen: Warum diese Bestandskurse? Warum dieser Werkstoff? Wie stützt das Modell Deine Formidee? Was zeigen die Prüfdaten tatsächlich?
Formuliere eine begründete Empfehlung: Modell überarbeiten, neu simulieren und erneut prüfen. Kennzeichne die Grenzen Deiner Aussage. Ein digitales Modell ist kein Nachweis für die Sicherheit oder Maßhaltigkeit eines real gefertigten Schmiedeteils.
Gestufte Hilfen und begründetes Feedback
| Anforderungsbereich | Aufgabe | Hilfe | Woran Du Deine Lösung prüfst |
|---|---|---|---|
| Basis | Ordne Sicherheits-, Werkstoff- und Prüfkurs ihren Aufgaben zu. | Suche die Begriffe Gefährdung, Materialbezeichnung und Soll-Ist-Vergleich. | Richtig ist die Zuordnung, wenn jede Auswahl ein konkretes Dossierergebnis ermöglicht. |
| Anwendung | Entwirf die S-Kontur und werte die simulierte Breite von 58 mm aus. | Berechne zuerst 55 − 2 und 55 + 2. | Der Befund muss „außerhalb der Toleranz“ lauten, weil 58 mm größer als 57 mm ist. |
| Transfer | Beurteile, ob eine überzeugende Simulation die reale Werkstattfreigabe ersetzen könnte. | Trenne Modellannahme, Prüfnachweis und Gefährdungsbeurteilung. | Nein: Simulationen können Entscheidungen vorbereiten, aber weder Messungen noch fachliche Sicherheitsfreigaben ersetzen. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht vor jeder praktischen Demonstration mit heißem Stahl? (Fachliche Anleitung und Sicherheitsfreigabe) (!Eigenständiges Ausprobieren am Ofen) (!Eine möglichst hohe Erwärmung) (!Die Fertigstellung des Dossiers)
Welcher vorhandene Kurs hilft besonders bei der Werkstoffentscheidung? (Schmiedbare Stähle auswählen) (!Längen und Maße prüfen) (!Ergebnisse dokumentieren) (!Arbeitsabläufe kontrollieren)
Welche Aussage beschreibt Glühfarben fachlich richtig? (Sie geben ohne geeignete Messung keine exakte Temperatur an) (!Sie sind immer identisch mit Anlassfarben) (!Sie beweisen die sichere Bearbeitbarkeit) (!Sie ersetzen jedes Werkstoffdatenblatt)
Wodurch können Anlassfarben entstehen? (Durch dünne Oxidschichten auf der Oberfläche) (!Durch die Außenabmessung des Werkstücks) (!Durch eine Messschiebermessung) (!Durch das Zeichnen der Kontur)
Welche Aussage passt zu einem vereinfachten Umformmodell ohne Materialverlust? (Das Volumen bleibt näherungsweise gleich) (!Die Masse verdoppelt sich) (!Die Dichte wird immer null) (!Die Temperatur ist exakt bekannt)
Welche Angabe gehört zwingend zu einem belastbaren Werkstoffsteckbrief? (Eine überprüfbare Quelle für die Eigenschaften) (!Eine frei geschätzte Schmiedetemperatur) (!Eine erfundene Festigkeit) (!Ein unbeschriftetes Foto)
Welcher Breitenbereich ist für 55 plus oder minus 2 Millimeter zulässig? (53 bis 57 Millimeter) (!55 bis 58 Millimeter) (!50 bis 52 Millimeter) (!58 bis 60 Millimeter)
Wie ist die simulierte Breite von 58 Millimetern zu beurteilen? (Sie liegt außerhalb der vorgegebenen Toleranz) (!Sie ist genau der Sollwert) (!Sie ist automatisch ein echter Messwert) (!Sie liegt innerhalb der Toleranz)
Wann darf ein reales Schmiedewerkstück für die Messung berührt werden? (Nach vollständiger Abkühlung und fachlicher Freigabe) (!Sobald es nicht mehr rot glüht) (!Unmittelbar nach dem Ausschalten des Ofens) (!Wenn die Simulation beendet ist)
Was zeichnet eine überzeugende digitale Projektabgabe aus? (Begründete Entscheidungen mit Quellen und Modellgrenzen) (!Möglichst viele unbelegte Temperaturangaben) (!Nur schöne Bilder ohne Prüfdaten) (!Ein Experiment ohne Aufsicht)
Memory
| Projektdossier | Fortlaufender Nachweis der Entscheidungen |
| Glühfarbe | Sichtbare Wärmestrahlung des Metalls |
| Anlassfarbe | Farbwirkung einer dünnen Oxidschicht |
| Stauchen | Verkürzen mit Querschnittszunahme |
| Messschieber | Werkzeug zur Längenmessung |
| Toleranz | Zulässige Maßabweichung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Arbeitsschutz | Gefährdungsbeurteilung und Schutzplan |
| Werkstoffwahl | Materialsteckbrief und Datenquelle |
| Wärmeführung | Qualitative Wärmeskizze |
| Formgebung | Bemaßte Konturzeichnung |
| Qualitätsprüfung | Soll-Ist-Vergleich |
Kreuzworträtsel
| Amboss | Auf welcher massiven Unterlage wird beim traditionellen Schmieden häufig gearbeitet? |
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht, die sich beim Erhitzen von Stahl bilden kann? |
| Stauchen | Wie nennt man das Umformen durch Verkürzen und gleichzeitige Verdickung? |
| Toleranz | Wie heißt die erlaubte Abweichung von einem Sollmaß? |
| Messschieber | Welches Messgerät eignet sich zur Prüfung vieler Außenmaße? |
| Kohlenmonoxid | Welches geruchlose giftige Gas kann bei unvollständiger Verbrennung entstehen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kursnavigation: Erstelle einen Screenshot oder eine selbst gestaltete Übersicht von drei verifizierten Bestandskursen, die Du benötigst.
- Gefahrenkarte: Zeichne eine digitale Karte der Gefährdungen durch Hitze, Feuer, Abgase und bewegte Werkzeuge.
- Werkstoffbegriffe: Gestalte fünf digitale Begriffskarten mit überprüfter Quellenangabe.
- Konturskizze: Zeichne das nicht tragende S-Muster und trage die Sollmaße ein.
Standard
- Schutzplan: Entwickle eine begründete Gefährdungsmatrix und prüfe sie anhand einer fachlichen Arbeitsschutzquelle.
- Farbenvergleich: Erstelle eine beschriftete Gegenüberstellung von Glühfarben und Anlassfarben mit Grenzen der Aussagekraft.
- Digitale Formvariante: Zeichne zwei alternative S-Konturen und begründe ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
- Prüfbericht: Werte die vorgegebenen simulierten Messwerte aus und begründe eine Annahme- oder Ablehnungsentscheidung.
Schwer
- Materialgutachten: Vergleiche zwei konkret nachgewiesene Werkstoffe anhand geeigneter Hersteller- oder Fachquellen und dokumentiere Datenlücken.
- Modellkritik: Entwickle eine vereinfachte Volumensimulation und erkläre, welche realen Umformeffekte sie ausblendet.
- Verbesserungsprojekt: Überarbeite die nicht maßgerechte digitale Musterform und entwirf einen neuen, nachvollziehbaren Prüfplan.
- Projektpräsentation: Produziere ein kommentiertes Bildschirmvideo oder eine digitale Ausstellung Deiner Skizzen, Simulationen, Quellen und Prüfdaten; prüfe sämtliche Medienrechte.


Lernkontrolle
- Begründete Kursauswahl: Erkläre, wie Du den Lernpfad verändern würdest, wenn die Form bereits feststeht, aber die Werkstoffangaben fehlen.
- Sicherheitsentscheidung: Beurteile ein Szenario, in dem eine Auszubildende ohne Aufsicht ein Werkstück erhitzen möchte. Leite fachlich und organisatorisch angemessene Handlungen ab.
- Quellenkonflikt: Zwei Quellen nennen abweichende Angaben zur Eignung eines Werkstoffs. Entwickle einen Weg zur fachlichen Klärung, ohne Werte zu erfinden.
- Modell und Realität: Erläutere an Deinem Beispiel, weshalb ein plausibles Volumenmodell keine vollständige Vorhersage der realen Umformung liefert.
- Maßabweichung: Entscheide anhand der simulierten Prüfwerte über die Annahme des Musters und entwirf eine überprüfbare Verbesserungsstrategie.
- Rechtssichere Veröffentlichung: Unterscheide eigenes Bildmaterial, CC-lizenzierte Commons-Dateien und eingebundene YouTube-Videos im Hinblick auf Quellen- und Lizenzangaben.
Lernnachweis
Als Lernnachweis reichst Du ein zusammenhängendes digitales Projektdossier ein. Bewertet wird nicht die Schönheit einzelner Folien, sondern die fachliche Nachvollziehbarkeit.
- Kurswahl: Mindestens drei tatsächlich vorhandene, korrekt verlinkte Bestandskurse mit Begründung.
- Sicherheit: Vollständige Gefährdungsübersicht mit Hitze, Feuer, Brand, Abgasen, Kohlenmonoxid und der klaren Grenze gegen unbeaufsichtigte Praxis.
- Werkstoff und Wärme: Werkstoffsteckbrief mit Quellen sowie fachlich korrekt erläuterte qualitative Wärmeskizze.
- Formgebung: Bemaßte Skizze des vorgegebenen nicht tragenden Musters.
- Simulation: Mindestens zwei eigene digitale Darstellungen mit erkennbaren Annahmen und Grenzen.
- Prüfung: Soll-Ist-Tabelle, korrekte Toleranzrechnung und begründete Bewertung der simulierten Daten.
- Transfer: Eigene Verbesserungsidee und nachvollziehbare Entscheidung über das weitere Vorgehen.
- Quellen und Rechte: Nachvollziehbare Fachquellen, Bildnachweise, Autorenschaft und Lizenzen; klare Unterscheidung von eigenem und fremdem Material.
Bewertungskriterien: Fachliche Richtigkeit, Sicherheit, begründete Entscheidungen, Qualität des Dossiers, reflektierte Simulation, Quellenprüfung und Eigenständigkeit.
OERs zum Thema
Wikipedia: Schmieden
Verifizierte Fachquellen und Kursübersichten
- Schmiede-Welt und Schmiedeweg: Einstieg und Lernpaketübersicht.
- BGHM: Schmiedeessen: berufsbezogene Gefährdungen und Schutzmaßnahmen.
- DGUV: Sicherer Betrieb von Gasschmiedeöfen: fachliche Sicherheitsinformation.
- BGHM: Absaugung: Maßnahmen bei Gefahrstoffen.
- BERUFENET: Metallbauer/in – Metallgestaltung: berufliche Einordnung.
Mediennachweise und Lizenzen
- Amboss-Symbol: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
- Schutzbrille: DJSparky, CC BY-SA 4.0.
- Eisen-Kohlenstoff-Diagramm: Brosen, CC BY-SA 3.0.
- Glühfarben: Prog, CC BY-SA 4.0.
- Anlassfarben: RainerB und Jahobr, CC BY-SA 3.0.
- Hammer am Amboss: David Whelan, CC0.
- Schmiedevideo: Piotr Leszczyński, CC BY 4.0.
- Messschieber: Jeremyida002, CC BY-SA 4.0.
Medienrechtlicher Hinweis: Die Commons-Dateien sind mit den jeweils angegebenen Bedingungen zu verwenden; bei CC-BY- und CC-BY-SA-Material müssen insbesondere Urheber, Lizenz und gegebenenfalls Änderungen genannt werden. Die YouTube-Videos sind externe Einbettungen und werden nicht als frei nachnutzbare Dateien ausgegeben. Prüfe Lizenz und Erreichbarkeit vor einer Weiterveröffentlichung erneut. Alle Messwerte des Ausbildungsfalls sind als Simulation gekennzeichnet.
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