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Längen und Maße im Metallbau prüfen - Schmied

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Längen und Maße im Metallbau prüfen - Schmied



Längen und Maße im Metallbau prüfen - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden und im Metallbau entscheidet die Maßhaltigkeit darüber, ob ein Werkstück montiert werden kann, seine Funktion erfüllt und sicher verwendet werden darf. Ein Zapfen muss in eine Bohrung passen, ein Rahmen rechtwinklig sein, ein Beschlag seine Einbaumaße einhalten und ein geschmiedeter Ring darf weder zu klein noch unzulässig oval sein. Deshalb gehört das fachgerechte Prüfen, Messen und Lehren zu den grundlegenden Kompetenzen in der Ausbildung.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in Schmiede- und Metallbaubetrieben, besonders im Bereich Metallgestaltung. Du lernst, Zeichnungsangaben zu verstehen, geeignete Prüfmittel auszuwählen, typische Messfehler zu vermeiden und Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren. Im Mittelpunkt stehen Längen, Breiten, Dicken, Durchmesser, Tiefen, Spalte und Rechtwinkligkeit an kalten Werkstücken.

Wichtig: Präzisionsmessgeräte wie Messschieber und Bügelmessschrauben sind nicht für glühende oder stark erwärmte Werkstücke bestimmt. Heiße Werkstücke werden nur nach einer festgelegten betrieblichen Methode geprüft, etwa mit dafür vorgesehenen Schablonen oder Schmiedezirkeln. Die Endprüfung erfolgt in der Regel am abgekühlten und vorbereiteten Werkstück. Verbindlich sind immer die technische Zeichnung, der Arbeitsauftrag, der Prüfplan und die im Betrieb geltenden Arbeitsschutzregeln.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du die Fachbegriffe Nennmaß, Istmaß, Grenzmaß, Abmaß und Toleranz erklären. Du kannst das passende Prüfmittel für eine Prüfaufgabe auswählen, einen Messschieber und eine Bügelmessschraube sachgerecht einsetzen, Messwerte beurteilen und die besonderen Einflüsse des Schmiedens auf die Maßprüfung berücksichtigen.


Fachliche Grundlagen


Prüfen, Messen und Lehren

Prüfen bedeutet, festzustellen, inwieweit ein Werkstück eine festgelegte Forderung erfüllt. Das Prüfen ist der Oberbegriff.

Messen liefert einen Zahlenwert mit Einheit. Ein Ergebnis kann zum Beispiel 24,96 mm lauten. Dazu wird eine Messgröße mit einem Messgerät erfasst.

Lehren liefert normalerweise keinen vollständigen Zahlenwert. Mit einer Lehre wird festgestellt, ob ein Maß oder eine Form innerhalb vorgegebener Grenzen liegt. Das Ergebnis lautet beispielsweise Gut, Nacharbeit oder Ausschuss. Typische Lehren sind Grenzlehrdorne, Grenzrachenlehren, Fühlerlehren und Formschablonen.

Fachsprachlicher Hinweis: Das Werkzeug wird korrekt als Messschieber bezeichnet. Die Bezeichnung „Schieblehre“ ist umgangssprachlich verbreitet, fachlich aber ungenau, weil das Gerät misst und einen Zahlenwert anzeigt.


Maße und Toleranzen verstehen

Das Nennmaß ist das in der Zeichnung angegebene Bezugsmaß. Das Istmaß ist der durch Messen ermittelte Wert am Werkstück. Das Höchstmaß und das Mindestmaß begrenzen den zulässigen Bereich. Die Toleranz ist die Differenz aus Höchstmaß und Mindestmaß. Sie ist daher immer eine positive Breite des zulässigen Maßbereichs.

Beispiel: Für ein Maß von 20,0 mm mit einer zulässigen Abweichung von plus/minus 0,2 mm gilt:

Größe Wert Bedeutung
Nennmaß 20,0 mm Ausgangsmaß der Zeichnung
Höchstmaß 20,2 mm größtes zulässiges Maß
Mindestmaß 19,8 mm kleinstes zulässiges Maß
Toleranz 0,4 mm Differenz aus Höchstmaß und Mindestmaß
Beispiel-Istmaß 20,15 mm liegt innerhalb der Toleranz

Ein Messwert darf nicht allein mit dem Nennmaß verglichen werden. Entscheidend ist, ob er zwischen Mindestmaß und Höchstmaß liegt. Bei Grenzfällen musst Du die Messung wiederholen, das Prüfmittel und die Messbedingungen kontrollieren und nach betrieblicher Regel eine zweite Prüfung veranlassen.


Technische Zeichnung als Grundlage

Maße werden nicht verbindlich aus der gezeichneten Länge herausgemessen. Verbindlich sind die eingetragenen Maßzahlen, Toleranzen, Bezüge und Hinweise im Schriftfeld. Prüfe vor dem Messen:

  1. Zeichnungsmaß: Welche Länge, Breite, Dicke, Tiefe oder welcher Durchmesser ist gefordert?
  2. Toleranz: Sind Einzelabweichungen, Grenzmaße oder Allgemeintoleranzen angegeben?
  3. Bezug: Von welcher Kante, Fläche, Achse oder Mitte aus ist zu messen?
  4. Prüfzeitpunkt: Soll nach dem Schmieden, nach dem Richten, nach der Wärmebehandlung oder am Fertigteil geprüft werden?
  5. Oberflächenzustand: Wird auf Rohhaut, bearbeiteter Fläche oder einer festgelegten Messfläche geprüft?

Normenhinweis: Die Fachbegriffe und Messgeräte orientieren sich unter anderem am Begriffssystem der Messtechnik, an DIN EN ISO 13385-1 für Messschieber, an DIN EN ISO 3611 für Bügelmessschrauben und an ISO 1 zur Referenztemperatur. Für die praktische Arbeit ist die jeweils aktuelle, im Betrieb eingeführte Normausgabe maßgebend.


Prüfmittel im Metallbau


Auswahl nach Prüfaufgabe und Toleranz

Ein Prüfmittel muss zur Messgröße, zum Messbereich, zur Werkstückform und zur geforderten Genauigkeit passen. Eine kleine Anzeigeeinheit allein garantiert noch keine ausreichende Messgenauigkeit. Auflösung, Messabweichung, Zustand des Geräts, Messmethode und Messunsicherheit müssen gemeinsam betrachtet werden.

Prüfaufgabe Geeignetes Prüfmittel Typischer Einsatz Wichtige Grenze
Grobe Längen an Stäben, Rahmen oder Gittern Bandmaß oder Stahlmaßstab Ablängen und Zwischenkontrolle Für enge Toleranzen meist nicht ausreichend
Außen-, Innen-, Tiefen- und Stufenmaße Messschieber vielseitige Werkstattmessung Nicht verkanten und Messflächen vollständig anlegen
Genaue Dicken und Außendurchmesser Bügelmessschraube präzise Außenmessung in begrenztem Messbereich Messkraft über Ratsche oder Reibkupplung aufbringen
Rechtwinkligkeit Anschlagwinkel oder Haarwinkel Vergleich über Anlage und Lichtspalt Saubere Bezugskante erforderlich
Kleine Spalte Fühlerlehre Lehren von Spaltweiten Blätter nicht mit Gewalt einschieben
Wiederkehrende Konturen Formschablone schneller Soll-Ist-Vergleich an Schmiedeteilen Schablone muss eindeutig zugeordnet und unbeschädigt sein


Stahlmaßstab und Bandmaß

Der Stahlmaßstab eignet sich für geradlinige Längen und Anrisse. Lege den Nullpunkt sauber an die Bezugskante an und lies senkrecht zur Skala ab. Ist der Anfang beschädigt oder abgenutzt, kannst Du an einer anderen Teilstrichmarke beginnen und die Differenz berechnen. Ein Bandmaß ist für größere Bauteile geeignet, kann aber durch Durchhang, schräges Anlegen, beschädigte Haken oder unterschiedliche Zugkraft merklich abweichen.

Für Rahmen und Geländer genügt es nicht, nur Seitenlängen zu prüfen. Vergleiche bei rechteckigen Bauteilen zusätzlich die Diagonalen. Gleiche Diagonalen sind ein wichtiger Hinweis auf Rechtwinkligkeit, ersetzen bei hohen Anforderungen jedoch nicht die Prüfung mit geeigneten Winkeln und Bezügen.


Messschieber

Mit einem Messschieber kannst Du je nach Bauart Außenmaße, Innenmaße, Tiefenmaße und Stufenmaße prüfen. Analoge Messschieber besitzen eine Hauptskala und einen Nonius. Digitale Messschieber zeigen den Wert direkt an, müssen aber ebenfalls auf Nullstellung, Einheit, Batteriezustand und einwandfreie Funktion kontrolliert werden.

Vorgehen bei der Außenmessung:

  1. Messflächen reinigen: Entferne Schmutz, Ölreste, lose Zunderteilchen und Grate, ohne das Werkstückmaß unzulässig zu verändern.
  2. Nullstellung prüfen: Schließe die Außenmessflächen vorsichtig und kontrolliere die Anzeige.
  3. Werkstück anlegen: Lege die Messflächen rechtwinklig zur Messrichtung und möglichst großflächig an.
  4. Messkraft begrenzen: Schiebe nur mit gleichmäßiger, leichter Kraft zu. Verforme dünne Werkstücke nicht.
  5. Wert ablesen: Lies analog senkrecht zur Skala oder digital nach stabiler Anzeige ab.
  6. Kontrollieren: Wiederhole die Messung und prüfe runde Teile in mehreren Richtungen.

Bei Innenmessungen müssen die Innenmessschenkel korrekt an den gegenüberliegenden Flächen anliegen. Bei Bohrungen oder geschmiedeten Augen ist eine Messung in nur einer Richtung nicht ausreichend, wenn Ovalität möglich ist. Für sehr enge Innentoleranzen sind Innenmessgeräte oder Vergleichsmessverfahren geeigneter als ein einfacher Messschieber.


Analogen Messschieber ablesen

Beim Noniusmessschieber liest Du zuerst die ganzen Millimeter auf der Hauptskala links vom Nonius-Nullstrich ab. Danach suchst Du den Noniusstrich, der mit einem Strich der Hauptskala genau fluchtet. Dessen Wert wird zum Hauptskalenwert addiert. Welcher Noniuswert gilt, steht am Messschieber. Häufige Teilungswerte sind 0,1 mm, 0,05 mm oder 0,02 mm.

Beispiel: Der Nonius-Nullstrich steht hinter 27 mm. Der fluchtende Noniusstrich entspricht 0,35 mm. Das Messergebnis beträgt 27,35 mm. Schreibe niemals mehr Nachkommastellen auf, als das Messgerät und das Verfahren sinnvoll liefern.


Bügelmessschraube

Die Bügelmessschraube wird für genaue Außenmaße verwendet, etwa für Stabdicken, Blechdicken oder Zapfendurchmesser. Sie besitzt einen festen Amboss, eine bewegliche Messspindel, eine Skalenhülse, eine Messtrommel und meist eine Ratsche oder Reibkupplung zur Begrenzung der Messkraft.

Halte die Bügelmessschraube möglichst an den dafür vorgesehenen wärmeisolierenden Flächen. Reinige Amboss und Messspindel, kontrolliere die Nullstellung und bringe das Werkstück gerade zwischen die Messflächen. Drehe für die letzte Annäherung über die Ratsche oder Reibkupplung. Dadurch wird die Messkraft gleichmäßiger. Ziehe nicht mit der Messtrommel nach Gefühl fest.

Analoge Bügelmessschrauben zeigen auf der Hülse ganze und halbe Millimeter und auf der Trommel die feinere Unterteilung an. Die häufige Anzeigeeinheit beträgt 0,01 mm. Digitale Geräte können kleinere Ziffernschritte anzeigen; dies ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer ebenso kleinen Messunsicherheit.


Winkel, Geradheit und Spalte

Ein Anschlagwinkel dient zum Anreißen und Prüfen von 90-Grad-Winkeln. Ein Haarwinkel besitzt besonders schmale Prüfkanten und macht Abweichungen über einen Lichtspalt sichtbar. Beide Prüfflächen müssen sauber sein. Drücke den Winkel nicht gewaltsam an, weil Grate oder Zunder ein falsches Ergebnis erzeugen können.

Eine Fühlerlehre besteht aus Blättern definierter Dicke. Sie wird verwendet, um kleine Spalte zu prüfen. Das passende Blatt soll mit leichtem Widerstand durch den Spalt gleiten. Mehrere Blätter dürfen nur dann kombiniert werden, wenn das Verfahren dies zulässt und die Summe der Dicken korrekt gebildet wird.


Fachgerechter Prüfablauf


Vorbereitung

Ein zuverlässiger Prüfablauf beginnt vor der eigentlichen Messung. Kläre zuerst Sollmaß, Toleranz, Bezug und Prüfzeitpunkt. Kontrolliere danach, ob das Prüfmittel zum Messbereich passt, sauber, unbeschädigt und innerhalb seiner betrieblichen Prüf- oder Kalibrierfrist ist. Ein Inventaraufkleber allein beweist keine Eignung; maßgebend ist der freigegebene Prüfmittelstatus.

Das Werkstück muss sicher liegen und darf sich während der Messung nicht bewegen. Entferne lose Verunreinigungen und Grate an der Messstelle. Bei geschmiedeten Oberflächen wird nur an den vorgesehenen Messflächen geprüft. Eine raue, gewölbte oder verzunderte Stelle kann dazu führen, dass Du nicht das funktional relevante Maß erfasst.


Durchführung

Führe die Messung in der festgelegten Richtung aus. Vermeide Schrägstellung, Verkanten und zu hohe Messkraft. Bei runden oder geschmiedeten Querschnitten misst Du an mehreren Stellen und in mindestens zwei zueinander senkrechten Richtungen, wenn Rundheit oder Ovalität kritisch ist. Bei längeren Werkstücken prüfst Du Anfang, Mitte und Ende, sofern der Prüfplan nichts anderes vorgibt.

Bewege Messgeräte niemals an laufenden Maschinen oder an bewegten Werkstücken. Lege Präzisionsmessgeräte nicht auf den Amboss, in Zunder, auf heiße Flächen oder zwischen Schlagwerkzeuge. Nach der Messung werden sie gereinigt, leicht geschützt und im vorgesehenen Behälter gelagert.


Beurteilung und Dokumentation

Vergleiche das Istmaß mit den Grenzmaßen. Ein Wert innerhalb der Grenzen ist nur dann belastbar, wenn Prüfmittel und Methode geeignet waren. Liegt der Messwert nahe an einer Grenze, sind Wiederholungsmessungen und eine Bewertung der Messunsicherheit wichtig. Entscheide nicht durch Abrunden zugunsten des Werkstücks.

Eine nachvollziehbare Prüfdokumentation enthält mindestens Werkstück- oder Auftragsnummer, Merkmal, Sollmaß und Toleranz, Messwert, verwendetes Prüfmittel, Prüfdatum und prüfende Person. Bei Abweichungen werden Messstelle, Richtung und Entscheidung ergänzt. Dokumentiere den ursprünglich gemessenen Wert; ein nachträglich „passend gemachter“ Wert ist unzulässig.


Typische Messfehler

Fehlerquelle Wirkung Vorbeugung
Zunder, Grat oder Schmutz Messflächen liegen nicht am eigentlichen Werkstück an Messstelle fachgerecht vorbereiten
Schräges Anlegen gemessene Strecke ist größer oder nicht reproduzierbar Messgerät rechtwinklig ausrichten
Zu hohe Messkraft dünnes Werkstück oder Messsystem wird verformt gleichmäßig und mit vorgesehener Kraft messen
Parallaxefehler analoge Skala wird aus schrägem Blickwinkel falsch gelesen senkrecht zur Skala ablesen
Temperaturunterschied Werkstück und Prüfmittel ändern ihre Abmessungen abkühlen und an Messumgebung angleichen
Nur eine Messstelle Ovalität, Konizität oder Verzug bleibt unentdeckt mehrere festgelegte Stellen und Richtungen prüfen
Verwechslung von Auflösung und Genauigkeit Messwert erscheint genauer, als er tatsächlich ist Prüfmittelkenndaten und Messunsicherheit beachten


Besonderheiten beim Schmieden

Beim Erwärmen dehnt sich Stahl aus. Während des Abkühlens zieht er sich wieder zusammen. Zusätzlich können Zunderabbrand, Werkstoffverlagerung, Richten und Wärmebehandlung das Endmaß verändern. Deshalb muss der Prüfzeitpunkt eindeutig festgelegt sein. Eine heiße Zwischenprüfung kann für den Schmiedeprozess sinnvoll sein, ersetzt aber nicht automatisch die Endprüfung am abgekühlten Werkstück.

Für wiederkehrende Schmiedeteile sind robuste Schablonen, Schmiedezirkel und Anschläge nützlich. Sie ermöglichen schnelle Prozesskontrollen. Für die dokumentierte Endprüfung werden geeignete Messgeräte an den festgelegten Messflächen verwendet. Bei geschmiedeten Augen und Ringen sind neben dem Innendurchmesser auch Ovalität, Wanddicke und Lage der Öffnung zu berücksichtigen. Bei Spitzen, Übergängen und Radien muss die Zeichnung eindeutig angeben, an welchem Querschnitt das Maß gilt.

Merksatz: Erst die Anforderung verstehen, dann das Prüfmittel wählen, danach sauber messen und erst anschließend über Gut, Nacharbeit oder Ausschuss entscheiden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Ergebnis einer Messung? (Ein Zahlenwert mit Einheit) (!Nur die Aussage Gut oder Ausschuss) (!Eine Zeichnung ohne Toleranz) (!Eine Sichtprüfung ohne Hilfsmittel)




Welches Prüfmittel eignet sich besonders für einen genauen Außendurchmesser? (Bügelmessschraube) (!Bandmaß) (!Anschlagwinkel) (!Fühlerlehre)




Wie wird die Toleranz berechnet? (Höchstmaß minus Mindestmaß) (!Nennmaß plus Istmaß) (!Istmaß minus Nullpunkt) (!Mindestmaß plus Höchstmaß)




Was ist bei einem stark erwärmten Schmiedeteil für die Endprüfung richtig? (Es wird nach dem festgelegten Abkühlen geprüft) (!Es wird sofort mit dem Messschieber gemessen) (!Es wird nur nach Augenmaß beurteilt) (!Es wird unabhängig vom Prüfplan geprüft)




Was wird vor einer Messung mit dem Messschieber kontrolliert? (Nullstellung und Zustand) (!Nur die Farbe des Werkzeugs) (!Nur die Länge des Etuis) (!Nur das Herstellungsjahr)




Wozu dient die Tiefenmessstange am Messschieber? (Zum Prüfen von Tiefenmaßen) (!Zum Prüfen der Härte) (!Zum Erzeugen eines Lichtspalts) (!Zum Entfernen von Zunder)




Welcher Fehler entsteht durch schräges Ablesen einer analogen Skala? (Parallaxefehler) (!Härtefehler) (!Schweißfehler) (!Anlassfehler)




Warum wird die Ratsche einer Bügelmessschraube benutzt? (Für eine möglichst gleichmäßige Messkraft) (!Zum Vergrößern des Messbereichs) (!Zum Anreißen der Oberfläche) (!Zum Prüfen der Temperatur)




Warum wird ein runder Schmiedequerschnitt in mehreren Richtungen gemessen? (Um Ovalität zu erkennen) (!Um die Masse zu erhöhen) (!Um die Oberfläche zu härten) (!Um die Zeichnung zu verkleinern)




Was gehört in eine Prüfdokumentation? (Messwert und verwendetes Prüfmittel) (!Nur der Vorname der prüfenden Person) (!Nur die Farbe des Werkstücks) (!Nur die Dauer der Pause)





Memory

Nennmaß Zeichnungsmaß
Istmaß ermittelter Messwert
Toleranz Differenz aus Höchstmaß und Mindestmaß
Messschieber Außen Innen Tiefen und Stufenmaße
Bügelmessschraube genaue Außenmaße
Fühlerlehre Spaltprüfung
Haarwinkel Rechtwinkligkeit über Lichtspalt
Messunsicherheit Zweifel am Messwert





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prüfmittel
Rohteillänge Bandmaß
Flachstahlbreite Messschieber
Zapfendurchmesser Bügelmessschraube
Spalt unter Richtkante Fühlerlehre
Rechtwinkligkeit Haarwinkel




...


Kreuzworträtsel

Messschieber Welches Gerät prüft Außen Innen Tiefen und Stufenmaße?
Nonius Welche Hilfsskala ermöglicht das feinere Ablesen?
Ratsche Welches Bauteil begrenzt bei der Messschraube die Messkraft?
Toleranz Wie heißt die Differenz aus Höchstmaß und Mindestmaß?
Haarwinkel Welches Prüfmittel zeigt kleine Winkelabweichungen durch einen Lichtspalt?
Istmaß Wie heißt der am Werkstück ermittelte Maßwert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Prüfen wird festgestellt, ob ein Werkstück eine

erfüllt. Beim Messen entsteht ein

mit Einheit. Das in der Zeichnung angegebene Bezugsmaß heißt

. Der am Werkstück ermittelte Wert heißt

. Die Differenz aus Höchstmaß und Mindestmaß ist die

. Ein analoger Messschieber wird mithilfe des

fein abgelesen. Die Ratsche der Bügelmessschraube sorgt für eine möglichst gleichmäßige

. Geschmiedete Rundteile werden in mehreren Richtungen geprüft, damit eine mögliche

erkannt wird. Heiße Werkstücke müssen vor der Endprüfung nach Vorgabe

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prüfmittel-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Messschieber, Bügelmessschraube, Stahlmaßstab und Haarwinkel mit Einsatzgebiet und typischem Fehler.
  2. Messstellen markieren: Zeichne ein einfaches geschmiedetes Auge und markiere sinnvolle Stellen für Innenmaß, Außenmaß und Wanddicke.
  3. Fehlersuche: Fotografiere oder skizziere fünf falsche Messsituationen und schreibe jeweils die fachgerechte Korrektur dazu.
  4. Toleranzrechnung: Entwickle drei eigene Maßangaben mit symmetrischen oder unsymmetrischen Abweichungen und berechne Höchstmaß, Mindestmaß und Toleranz.


Standard

  1. Messprotokoll: Prüfe ein Werkstück an mindestens fünf festgelegten Merkmalen und erstelle ein vollständiges Messprotokoll.
  2. Vergleichsmessung: Miss dasselbe Außenmaß mit Stahlmaßstab, Messschieber und Bügelmessschraube und erkläre Unterschiede der Ergebnisse.
  3. Schablonenbau: Entwirf eine robuste Formschablone für ein wiederkehrendes Schmiedeteil und begründe die gewählten Bezugspunkte.
  4. Lernvideo Messtechnik: Produziere ein kurzes Video, in dem Du Nullprüfung, Außenmessung und Dokumentation am Messschieber korrekt demonstrierst.


Schwer

  1. Messsystemanalyse: Untersuche mit mehreren Personen die Wiederholbarkeit einer Messung und werte Streuung sowie Bedienereinfluss aus.
  2. Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft zu Prüfmittelüberwachung, Kalibrierung, Grenzfällen und dem Umgang mit nichtkonformen Teilen.
  3. Prozessprüfung Schmieden: Entwickle für ein geschmiedetes Bauteil einen Prüfplan vom warmen Zwischenmaß bis zur kalten Endprüfung.
  4. Exkursion Qualitätssicherung: Besuche eine Metallbauwerkstatt oder ein Messlabor und dokumentiere Messraum, Prüfmittelverwaltung und Freigabeprozess.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfmittel begründen: Wähle für drei unterschiedlich tolerierte Maße geeignete Prüfmittel und begründe die Auswahl mit Messbereich, Werkstückform und geforderter Sicherheit.
  2. Grenzfall bewerten: Ein Messwert liegt sehr nahe am Höchstmaß. Beschreibe einen fachgerechten Entscheidungsweg, ohne den Wert zugunsten des Werkstücks zu runden.
  3. Schmiedeeinfluss analysieren: Erkläre, wie Temperatur, Zunder und Ovalität das Prüfergebnis eines geschmiedeten Rings beeinflussen.
  4. Messfehler übertragen: Entwickle zu Parallaxe, Kippfehler und zu hoher Messkraft jeweils ein betriebliches Beispiel und eine Gegenmaßnahme.
  5. Prüfplan erstellen: Formuliere für einen geschmiedeten Beschlag eine sinnvolle Reihenfolge aus Zeichnungsprüfung, Werkstückvorbereitung, Messung, Bewertung und Dokumentation.
  6. Qualitätsentscheidung: Vergleiche Messen und Lehren für eine Serienfertigung und entscheide, an welcher Stelle welches Verfahren wirtschaftlich und fachlich sinnvoll ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Fachbegriffe Messtechnik sicher verwendest und Nennmaß, Istmaß, Grenzmaß, Abmaß und Toleranz unterscheiden kannst.
  2. Prüfmittelauswahl für Länge, Außenmaß, Innenmaß, Tiefe, Spalt und Rechtwinkligkeit begründen kannst.
  3. Messschieber und Bügelmessschraube vorbereitest, nullprüfst, korrekt ansetzt und sachgerecht abliest.
  4. Messfehler erkennst und durch geeignete Maßnahmen verringerst.
  5. Schmiedeteilprüfung unter Berücksichtigung von Temperatur, Zunder, Verzug und Ovalität planst.
  6. Prüfdokumentation vollständig und nachvollziehbar führst.
  7. Qualitätsbewertung aus Messwert, Toleranz, Messbedingungen und Messunsicherheit ableitest.




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