Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Fachinformatiker
Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose für Auszubildende im Beruf Fachinformatiker/-in – ein vollständiger Lernkurs zur rechtssicheren Einordnung der Prüfungsstruktur, zur evidenzbasierten Selbsteinschätzung und zur Planung wirksamer Lernphasen. Alle Personen, Betriebe, Messwerte und Beispiele dieses Kurses sind erfunden. Er ersetzt weder die persönliche Prüfungsinformation deiner zuständigen IHK noch eine fachlich beaufsichtigte Ausbildung. Du bearbeitest ausschließlich Papierfälle, Simulationen und synthetische Datensätze.
Einleitung
Bevor du Prüfungsaufgaben übst, beantwortest du drei Fragen: Welche Ausbildungsordnung gilt für meinen Ausbildungsbeginn? Welche der vier Fachrichtungen habe ich gewählt? Und für welchen Prüfungsteil plane ich gerade? Danach ermittelst du deinen Kompetenzstand anhand beobachtbarer Leistungen und leitest daraus einen begründeten, überprüfbaren Lernplan ab. Der Kurs verbindet das Berufsportal Fachinformatiker, Prüfungsvorbereitung, Projektmanagement und Selbstreguliertes Lernen.
Die maßgebliche Fachinformatikerausbildungsverordnung (FIAusbV) vom 28. Februar 2020 gilt seit 1. August 2020. Der BIBB-Berufseintrag zeigt die Fachrichtung Anwendungsentwicklung und die weiteren Fachrichtungen. Bei älteren bestehenden Verträgen oder besonderen Übergangsfällen sind § 42 FIAusbV, Vertrag und IHK-Auskunft zu prüfen. Stand der hier verlinkten Quellenprüfung: Oktober 2026. Prüfungstermine, Hilfsmittel und Einreichfristen können sich unterscheiden; prüfe sie stets bei deiner zuständigen IHK.
Rechtsgrundlage und Aufbau der Fachinformatikerprüfung
Ausbildungsbeginn und Fachrichtung zuerst prüfen
Nach der FIAusbV 2020 dauert die Ausbildung regulär drei Jahre. Ihre vier Fachrichtungen sind Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse und Digitale Vernetzung. Für Ausbildungsverhältnisse, die bereits beim Inkrafttreten bestanden, regelt § 42 Übergänge; schließe aus der bloßen Berufsbezeichnung nicht auf das Prüfungsmodell.
Prüfungsweg in vier Schritten: Kontrolliere deinen Ausbildungsbeginn anhand deiner Ausbildungsunterlagen; ermittle die geltende Fassung der Ordnung und mögliche Übergangsregeln; gleiche deine Fachrichtung mit dem offiziellen Berufsprofil ab; prüfe Prüfungsbescheid, Projektvorgaben, Termine und zulässige Hilfsmittel bei der zuständigen IHK. Kennzeichne jede ungeklärte Angabe mit „noch offiziell zu bestätigen“, statt sie zu erraten.
| Fachrichtung nach FIAusbV 2020 | Beispielhafte fachrichtungsspezifische Schwerpunkte für Teil 2 | Geeigneter synthetischer Diagnosefall |
|---|---|---|
| Anwendungsentwicklung | Softwareprojekt, Softwareprodukt, Algorithmen | Anforderungen aufnehmen, Pseudocode begründen, Tests entwerfen |
| Systemintegration | Systemintegrationsprojekt, Administration, Netzwerke | Netzplan interpretieren, Systemauswahl mit Sicherheitsanforderungen |
| Daten- und Prozessanalyse | Datenanalyseprojekt, Prozessanalyse, Datenqualität | Datenbereinigung und Kennzahlen mit erfundenen Tabellen |
| Digitale Vernetzung | Vernetzungsprojekt, Störungssuche, Betrieb vernetzter Systeme | Simulierte Protokoll- und Sensordaten auswerten |
Die fachrichtungsübergreifenden Qualifikationen sind unter anderem Kundenberatung, Planung, Auswahl von IT-Lösungen, Qualitätssicherung, Datenschutz und Informationssicherheit. Eine fachrichtungsspezifische Probe darf diesen gemeinsamen Kern nicht verdrängen. Quelle: FIAusbV §§ 4, 7–41.
Zwischenprüfung oder gestreckte Abschlussprüfung?
Die herkömmliche Zwischenprüfung ist begrifflich und rechtlich von Teil 1 einer gestreckten Abschlussprüfung zu unterscheiden. Die Zwischenprüfung des früheren Modells diente der Feststellung des Ausbildungsstands; nach dem heutigen Modell der FIAusbV 2020 wird dagegen Teil 1 als bewerteter Bestandteil der Abschlussprüfung gewertet. Für Ausbildungsbeginn unter der Ordnung von 2020 besteht die Abschlussprüfung aus zwei zeitlich getrennten Teilen (§ 7). Teil 1 findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, Teil 2 am Ausbildungsende. Den konkreten Termin bestimmt die zuständige Stelle.
Teil 1 umfasst den Prüfungsbereich „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“. Er bezieht sich auf die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate aufgeführten berufsübergreifenden Positionen 1 bis 7 und den zugehörigen Berufsschulstoff. Zu den geforderten Handlungen zählen Bedarfsermittlung, begründete Hardware- und Softwarewahl, sichere Konfiguration und Tests, Nutzereinweisung sowie Kontrolle und Protokollierung (§§ 8–9).
Teil 2 verbindet eine fachrichtungsspezifische betriebliche Projektarbeit einschließlich Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch mit weiteren schriftlichen Prüfungsbereichen einschließlich Wirtschafts- und Sozialkunde. Projektfreigabe, Anforderungen an die Unterlagen und Terminfolge klärst du mit deiner zuständigen IHK. Dieses Lernmaterial verwendet keine Originalprüfungsaufgaben und ist keine amtliche Prüfungssimulation.
| Bestandteil des Modells ab 2020 | Gewicht im Gesamtergebnis | Hinweise zur Planung |
|---|---|---|
| Teil 1: Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes | 20 % | Berufliche Handlungssituation zu allen vier Fachrichtungen, nicht unbenotete Zwischenprüfung |
| Teil 2: Fachrichtungsspezifische Projektarbeit mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch | 50 % | Fachrichtung, eigene Leistung, Genehmigungs- und Dokumentationsregeln prüfen |
| Teil 2: Erster weiterer schriftlicher Fachbereich | 10 % | Bezeichnung und Inhalt hängen von der Fachrichtung ab |
| Teil 2: Zweiter weiterer schriftlicher Fachbereich | 10 % | Bezeichnung und Inhalt hängen von der Fachrichtung ab |
| Teil 2: Wirtschafts- und Sozialkunde | 10 % | Arbeitswelt, Wirtschaftsordnung und berufliches Handeln |
Die Gewichte sind für die genannten Bereiche in den §§ 16, 24, 32 und 40 FIAusbV festgelegt; die genaue Zuordnung der fachrichtungsspezifischen Bereiche ergibt sich aus diesen Vorschriften. Die Bestehensregeln sind mehrdimensional; ein rechnerischer Gesamtdurchschnitt allein reicht nicht. Prüfe deshalb auch Teil-2-Mindestanforderungen und die einzelnen Prüfungsbereiche in der für dich geltenden Ordnung. Für aktuelle Themenabgrenzungen beachte die Mitteilung zu den überarbeiteten IT-Prüfungskatalogen: Beispielsweise werden SQL und RAID in der zweiten Auflage Teil 2 zugeordnet. Ein älteres Übungsheft darf nicht unbesehen deine Teil-1-Themenliste bestimmen.
Informationshierarchie für eine verlässliche Prüfungsvorbereitung
| Priorität | Informationsquelle | Richtige Verwendung |
|---|---|---|
| Rechtlicher Rahmen | FIAusbV, BIBB, Ausbildungsrahmenplan | Beruf, Fachrichtung, Kompetenzen, Prüfungsbereiche und Übergangsregelung bestimmen |
| Verbindliche Organisation | Zuständige IHK, schriftliche Einladung, Projektmerkblatt | Individuelle Termine, Anmeldung, Formulare, Abgabe und Hilfsmittel bestätigen |
| Prüfungsnahe Konkretisierung | Aktueller offizieller Prüfungskatalog und Berufsschulrahmenlehrplan | Lernziele den passenden Prüfungsbereichen zuordnen |
| Ergänzende Lernhilfe | Ausbildung – Fachinformatiker, Schulmaterial, freie Medien | Erklären, üben und reflektieren; niemals Rechtsquellen ersetzen |
Typischer Fehler: Eine Suchmaschinenzusammenfassung, ein Video oder ein nicht datierter Prüfungstipp wird als rechtlich verbindlich behandelt. Korrektur: Notiere zu jeder Regel Quelle, Fassung und eigene Fachrichtung.
Ergänzendes Video zur Prüfungsvorbereitung (Maxie – Prüfungsvorbereitung, 25. Februar 2026). Werbung beziehungsweise Angebote des Kanals sind von den amtlichen Vorgaben zu trennen; verifiziere alle rechtlichen Aussagen anhand von FIAusbV und IHK.
Kompetenzdiagnose: Lernstand nachvollziehbar erfassen
Was eine Kompetenzdiagnose leisten muss
Kompetenz heißt hier, berufsbezogene Anforderungen nicht nur zu kennen, sondern in einer realitätsnahen Situation begründet zu planen, zu bearbeiten, zu prüfen und zu dokumentieren. Eine Diagnose ist eine begründete Momentaufnahme: Zielkompetenz, eigenständige Bearbeitung, Kriterienraster, Beobachtung und nächste Lernmaßnahme gehören zusammen. Nur „fühlt sich sicher an“ oder „ich habe das Video gesehen“ ist kein hinreichender Nachweis.
Trenne vier Ebenen: (1) Wissen – einen Begriff oder eine Regel erklären; (2) Anwenden – mit vorgegebenen Daten sachgerecht rechnen, auswählen oder analysieren; (3) Begründen – Lösungen im Hinblick auf Kosten, Sicherheit und Kundenbedarf vergleichen; (4) Transfer – Vorgehen auf einen neuen, aber ungefährlichen Modellfall übertragen. Schriftliche Mini-Fälle, Quellenauswertung, Netzplanzeichnung und gegenseitiges Erklären liefern unterschiedliche Belege.
| Stufe der internen Diagnose | Beobachtbarer Nachweis | Was noch fehlt |
|---|---|---|
| 0 – kein Nachweis | Aufgabe auch mit Verständnisstützen noch nicht lösbar | Grundkonzept und Beispiel aufbauen |
| 1 – unsicher | Einzelbegriffe bekannt, wesentliche Schritte oder Begründungen fehlen | geführte Beispiele und Teilaufgaben |
| 2 – mit Lücken | Basisschritte gelingen, aber ein bedeutsamer Fehler bleibt | gezielte Fehlerkorrektur |
| 3 – weitgehend sicher | Aufgabe selbstständig mit nachvollziehbaren kleinen Unschärfen gelöst | Varianten und Zeitstruktur trainieren |
| 4 – sicherer Transfer | Neue Fallvariante selbstständig, überprüfbar und begründet gelöst | Erhalt durch verteilte Wiederholung |
Wichtig: Diese 0–4-Skala ist eine Lernhilfe, keine amtliche IHK-Notenskala. Für deine Diagnose legst du vorab fest, welche Teilhandlungen wie bewertet werden. Frage zusätzlich nach Sicherheit und Erklärbarkeit; bloße Geschwindigkeit ist kein hinreichender Kompetenzbeleg.
Eigene Diagnosematrix für Teil 1 und Teil 2
| Kompetenzfeld | Prüfbare Handlung im synthetischen Fall | Typischer Diagnosefehler |
|---|---|---|
| Kundenbedarf und Kommunikation | Anforderungen in Muss- und Kann-Kriterien trennen | technische Lösung beginnen, bevor der Bedarf geklärt ist |
| Beschaffung und Wirtschaftlichkeit | Varianten mit transparenten Annahmen vergleichen | Netto, Brutto, Stückzahl oder Zeiträume vermischen |
| Datenschutz und IT-Sicherheit | Zugriffsrechte, Updates, Datensparsamkeit und Tests begründen | nur Funktionsfähigkeit betrachten |
| Qualitätssicherung | Testfälle mit erwarteten Ergebnissen und Fehlerwegen dokumentieren | „läuft bei mir“ statt reproduzierbarem Nachweis |
| Einweisung und Auftragsabschluss | Übergabeprotokoll, verständliche Hinweise und Kontrollkriterien erstellen | Dokumentation und Kundensicht vergessen |
| Fachrichtung Teil 2 | Passenden Projekt- und Theoriebaustein in einem neuen Fall erklären | Stoff aus anderer Fachrichtung als eigenes Muss behandeln |
Für einen systemintegrativen Übungsfall darfst du das OSI-Modell verwenden, um Fehlersymptome begrifflich den Netzwerkschichten zuzuordnen. Dabei geht es nicht um die Freigabe einer realen Netzwerkinfrastruktur.

Schema der sieben OSI-Schichten (Ardika6879, CC BY-SA 4.0). Als Diagnosehilfe für Netzwerkthemen, nicht als vollständige Prüfungsstoffliste.
Diagnoseverfahren und Fehleranalyse
Beginne mit einer Eingangsdiagnose: pro Kompetenz mindestens eine kleine, neue Aufgabe mit erwarteter Lösung und begründetem Punkteschlüssel. Während des Lernens dient eine formative Diagnose zur Fortschrittskontrolle; am Ende zeigt eine Abschlussdiagnose in einer abgewandelten Fallaufgabe den Transfer. Halte bei jedem Fehler fest: Wissenslücke, Rechen-/Lesefehler, falsche Rechtsgrundlage, unsichere Sicherheitsannahme oder unvollständige Darstellung.
Fehlerquote lässt sich im Lernkontext beispielsweise berechnen als Fehlerpunkte geteilt durch maximal mögliche Punkte mal 100. Bei 7 verlorenen von 20 möglichen Punkten sind dies 7 / 20 · 100 = 35 %. Eine Fehlerquote ist nur vergleichbar, wenn Umfang und Anspruch der Aufgaben hinreichend ähnlich sind. Eine Kompetenzdiagnose benötigt deshalb mehr als eine einzige Zufallsfrage.
Ein Pareto-Diagramm veranschaulicht Fehlerhäufigkeiten. Es zeigt Schwerpunkte, beweist aber nicht, dass die häufigste Fehlerart automatisch die größte Auswirkung auf die Prüfung hat. Hierzu ergänzt du fachliche Bedeutung und persönliche Lernlücke.

Beispiel eines Pareto-Diagramms mit hypothetischen Daten (Dense2013, CC BY-SA 4.0); übertrage das Prinzip auf deine anonymisierte Fehlerliste.
Vom Diagnoseergebnis zum individuellen Prüfungsplan
Lernlücken, Bedeutung und Prioritäten bestimmen
Leite die Lernlücke aus deiner Diagnose-Skala ab: L = 4 − diagnostizierte Stufe. Weise jedem Themenfeld zusätzlich eine didaktische Bedeutung R von 1 bis 3 zu: 1 für ergänzend, 2 für wichtig, 3 für zentral für dein konkretes Lernziel. Nutze für eine interne Priorisierung P = L · R. Das ist ausdrücklich kein Prüfungsgewicht nach FIAusbV. Die Prüfungsgewichte sind rechtliche Vorgaben; R dagegen ist deine offen begründete Lernpriorität.
Beispiel: Beschaffung erreicht Stufe 1, damit L = 3. Bei R = 3 ergibt sich P = 9. Kundenberatung erreicht Stufe 3, also L = 1; bei R = 2 ergibt sich P = 2. Starte bei höherem P mit zusätzlicher Übungszeit, prüfe aber, ob Sicherheitsgrundlagen oder Termine trotzdem Vorrang erhalten müssen. Plane schwächere und stärkere Felder beide ein.
Zeitbudget: Bei acht Wochen und sechs echten Lernstunden pro Woche stehen 8 · 6 = 48 Stunden zur Verfügung. Für die proportionale Modellzuteilung kann die Lernzeit eines Bereichs zunächst mit 48 · P / Summe aller P geschätzt werden. Runde auf ganze Stunden, kontrolliere anschließend die Gesamtsumme und ergänze Puffer beziehungsweise Wiederholungen innerhalb dieses Budgets. Verteile keine Stunden nach einer nicht belegten „Wahrscheinlichkeit, dass dieses Thema drankommt“.

SMART-Ziele als Visualisierung (Dungdm93, CC BY-SA 4.0; Beschriftung auf Englisch). Formuliere ein fachlich spezifisches, beobachtbares, realisierbares und terminiertes Ziel.
Lernziele, Methoden und Kontrollpunkte
Ein schwaches Ziel lautet: „Ich lerne mehr Netzwerke.“ Ein prüfbares SMART-Lernziel lautet: „Bis Ende Woche 4 zeichne ich in einem rein simulierten Fall eine plausible Netzskizze, begründe drei Sicherheitsmaßnahmen und erreiche mindestens 80 % in einem vorher festgelegten Bewertungsraster.“ Die 80 % sind ein selbst gesetztes Lernziel, keine IHK-Bestehensgrenze.
Stelle jedem Lernblock eine aktive Aufgabe voran. Abrufübungen bedeuten, ohne vorliegende Musterlösung selbst zu erklären oder zu lösen. Verteiltes Wiederholen bedeutet, ein Thema in mehreren zeitlich getrennten Blöcken aufzugreifen. Fehlerprotokoll bedeutet, die Ursache eines Fehlers und die überarbeitete Lösung aufzuschreiben. Auch Peer-Feedback ist hilfreich, wenn du ausschließlich anonymisierte eigene Übungsergebnisse teilst.
Ein einfaches Lernportfolio kann pro Eintrag Datum, Kompetenz, Fallnummer, Selbsteinschätzung, beobachtete Leistung, Quellen und nächste Maßnahme festhalten. Du musst dafür keine personenbezogenen Daten an externe Plattformen geben. Prüfungsunterlagen aus dem Betrieb bleiben vertraulich. Nutze eigene, offen lizenzierte oder ausdrücklich erlaubte Aufgaben.
| Phase | Planung | Ausführung | Messung | Nachsteuerung |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitungszyklus | Lernlücke und Ziel definieren | zwei Modellfälle lösen | anhand Raster vergleichen | Blockdauer oder Methode ändern |
| Beispiel Fachinformatik | Bedürfnisanalyse und IT-Sicherheit wählen | schriftliche Anforderungsskizze erstellen | Muss-Kriterien und Testbarkeit prüfen | fehlendes Kriterium gezielt trainieren |
Dieses Verfahren ähnelt dem PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check – Act). Die Kontrolle ist kein Selbstzweck: Sie ändert bei Bedarf den Lernplan.

PDCA-Kreis nach Karn G. Bulsuk, CC BY-SA 3.0; Urhebernennung: Diagram by Karn G. Bulsuk (http://www.bulsuk.com). Englische Beschriftung.
Lernkalender, Aufgabentypen und Ressourcen
Plane in Blöcken von beispielsweise 45 Minuten konzentrierter Arbeit mit selbst gewählten Pausen. Reserviere jede Woche Zeit für Wiederholung, eine neue Transferaufgabe und eine kurze Auswertung. In einem Gantt-Diagramm liegen Themenblöcke als Balken auf einer Zeitachse; Meilensteine sind überprüfbare Zwischenziele. Ein Balkenplan ersetzt nicht die Prüfung, ob eine Kompetenz tatsächlich beherrscht wird.

Exemplarisches Gantt-Schema (Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0/GFDL). Die Darstellung ist ein Planungshilfsmittel; konkrete individuelle IHK-Termine trägst du selbst ein.
Fachvideo zu Gantt-Diagrammen in Excel (BILDNER TV, 15. März 2023; Standard-YouTube-Einbettung, keine nachgewiesene freie Bearbeitungslizenz). Nutze die Methode für Lernblöcke statt für nicht freigegebene Betriebsprojekte.
Typische Planungsfehler und Gegenmaßnahmen: Nur Lesen statt Anwenden → wöchentliche neue Fälle; zu viel Zeit in bereits sichere Themen → Diagnoseprioritäten beachten; keine Puffer → realistische Belastung mitdenken; alle Themen für Teil 1 halten → aktuellen Katalog und einschlägige Fachrichtung trennen; Prüfungserfolg nur an Punktesummen festmachen → auch Bestehensregeln prüfen.
Vollständiger berufstypischer Modellfall: Arbeitsplatzwahl und Kompetenzdiagnose
Ausgangslage und Prüfauftrag
Rein synthetischer Übungsfall: Die Auszubildende „Nora“ beginnt am 1. September 2025 die Ausbildung in Fachrichtung Systemintegration. Sie bereitet sich auf Teil 1 nach der FIAusbV 2020 vor und hat nach ihrem individuell angenommenen Termin noch acht Wochen mit jeweils sechs Stunden Lernzeit. Eine fiktive gemeinnützige Einrichtung möchte acht Büroarbeitsplätze für Textarbeit, Videobesprechungen und browserbasierte Anwendungen beschaffen. Es gibt keinerlei reale Geräte, Kunden, Zugänge oder betriebliche Daten. Alle Kosten sind als fiktive Brutto-Annahmen definiert.
Anforderungsliste: acht arbeitsfähige Komplettsysteme, unterstütztes Betriebssystem, regelmäßige Sicherheitsupdates, verschlüsselte Datenspeicherung, rollenbasierte Konten, dokumentierte Funktionstests, verständliche Kurzeinweisung. Zwei Varianten erfüllen im Modell diese Muss-Kriterien. Die durchschnittliche elektrische Leistung bei Nutzung wird allein zur vereinfachten Kostenrechnung angenommen. Eine reale Auswahl müsste zusätzliche, hier nicht bezifferte Aufwände sowie Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Supportqualität einbeziehen.
| Merkmal | Variante A | Variante B |
|---|---|---|
| Fiktiver Bruttopreis pro Komplettarbeitsplatz | 620,00 € | 650,00 € |
| Angenommene durchschnittliche Leistungsaufnahme | 80 W | 50 W |
| Betriebstage pro Jahr | 220 | 220 |
| Nutzung pro Tag | 8 Stunden | 8 Stunden |
| Betrachtungsdauer | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Modell-Strompreis | 0,30 € je kWh | 0,30 € je kWh |
| Sicherheits- und Bedienanforderungen | im Fall erfüllt | im Fall erfüllt |
Aufgabe A – Beschaffung: Ermittle die Energiekosten für die zwei Jahre, den vereinfachten Gesamtaufwand pro Arbeitsplatz und den Aufwand für acht Arbeitsplätze. Begründe, warum ein geringer Preisunterschied die reale Beschaffungsentscheidung nicht allein tragen dürfte.
Nachvollziehbare Musterrechnung: Nutzungsdauer = 8 Stunden/Tag · 220 Tage/Jahr · 2 Jahre = 3520 Stunden. Leistung in Kilowatt: A = 0,080 kW; B = 0,050 kW. Energie A = 0,080 · 3520 = 281,6 kWh; Kosten A = 281,6 · 0,30 € = 84,48 €. Energie B = 0,050 · 3520 = 176 kWh; Kosten B = 176 · 0,30 € = 52,80 €. Vereinfachter Aufwand A = 620,00 + 84,48 = 704,48 € pro Platz; B = 650,00 + 52,80 = 702,80 € pro Platz. Für acht Plätze: A = 8 · 704,48 = 5635,84 €; B = 8 · 702,80 = 5622,40 €. B ist im engen Modell 13,44 € günstiger für acht Plätze. Es ist kein vollständiger Total-Cost-of-Ownership-Vergleich, weil Lizenzen, Beschaffung, Wartung, Ausfall, Entsorgung und reale Lastprofile nicht berechnet wurden. Die ökologische Auswirkung ist gesondert zu prüfen.
Aufgabe B – Qualitätssicherung: Formuliere auf Papier drei Testfälle: ein Benutzerkonto darf nur notwendige Rechte erhalten; ein gespeichertes Testdokument muss nach einem simulierten Neustart lesbar sein; die Einweisung erklärt sicherheitsrelevante Meldewege. Für jeden Test nenne Eingabe, erwartetes Ergebnis, Beobachtung und Dokumentation. Keine reale Konfiguration und keine produktive Änderung gehört zu diesem Modellfall.
Auswertung des eigenen Diagnoseprofils
Nora bearbeitet vier vorher festgelegte Teil-1-Diagnosebereiche. Eine fiktive Lernbegleitung bewertet die vollständigen schriftlichen Bearbeitungen anhand der 0–4-Skala. Die selbst begründete Bedeutungszahl R bezieht sich nur auf Noras Lernziele; sie ist keine amtliche Prüfungsgewichtung.
| Kompetenzbereich | Diagnose D | Lernlücke L = 4 − D | Lernbedeutung R | Priorität P = L · R |
|---|---|---|---|---|
| Kundenbedarf begründen | 3 | 1 | 2 | 2 |
| Auswahl und Wirtschaftlichkeit | 1 | 3 | 3 | 9 |
| Sicherheit und Funktionstests | 2 | 2 | 3 | 6 |
| Einweisung und Dokumentation | 1 | 3 | 2 | 6 |
| Summe | – | – | – | 23 |
Auswertung: Nora ist bei der Variantenrechnung und beim Auftragsabschluss am unsichersten. Daher übt sie zuerst nachvollziehbare Vergleichsrechnungen und Dokumentationsraster. Die Sicherheitsaufgaben bleiben trotz geringerer Lernlücke verbindlich. Ein einmaliger Wert D = 1 beweist keine dauerhafte Schwäche: Die Diagnose wird mit weiteren gleichwertigen Modellfällen überprüft.
Lernstunden zuweisen und Acht-Wochen-Plan erstellen
Die proportionalen Rohstunden betragen 48 · 2/23 = 4,17; 48 · 9/23 = 18,78; 48 · 6/23 = 12,52; 48 · 6/23 = 12,52. Nach begründeter Rundung reserviert Nora 4 Stunden Kundenbedarf, 19 Stunden Auswahl/Wirtschaftlichkeit, 13 Stunden Sicherheit/Tests und 12 Stunden Einweisung/Dokumentation. Kontrolle: 4 + 19 + 13 + 12 = 48 Stunden. Dies ist eine didaktische Verteilung mit bereits enthaltenen Übungs- und Kontrollanteilen, nicht eine Abbildung der IHK-Prüfungsgewichtung.
| Woche | Kundenbedarf | Auswahl/Wirtschaftlichkeit | Sicherheit/Tests | Einweisung/Dokumentation | Summe und Meilenstein |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 h | 3 h | 2 h | 0 h | 6 h: Eingangsdiagnose und Muss-Liste |
| 2 | 0 h | 4 h | 0 h | 2 h | 6 h: zwei Preisvarianten vergleichen |
| 3 | 0 h | 4 h | 2 h | 0 h | 6 h: Einheitentest der Kostenrechnung |
| 4 | 0 h | 3 h | 3 h | 0 h | 6 h: erste neue Transferaufgabe |
| 5 | 0 h | 3 h | 0 h | 3 h | 6 h: Musterprotokoll und Fehlerliste |
| 6 | 0 h | 2 h | 2 h | 2 h | 6 h: gemischte Modellaufgaben |
| 7 | 0 h | 0 h | 3 h | 3 h | 6 h: Sicherheitsbegründung und Rückmeldung |
| 8 | 3 h | 0 h | 1 h | 2 h | 6 h: Abschlussdiagnose und Planrevision |
| Gesamt | 4 h | 19 h | 13 h | 12 h | 48 h |
Jeder Wochenblock enthält kurze aktive Abrufe früherer Inhalte. Messbarer Zwischenstand: Eine Woche nach der erstmaligen Rechnung soll Nora zwei neue Stromkostenfälle ohne Musterlösung erklären, alle Einheiten korrekt angeben und die Grenzen der Rechnung benennen. In Woche 8 bearbeitet sie einen neuen Fall mit anderen Stückzahlen und Leistungsdaten; die Eingangslösung wird nicht einfach auswendig wiederholt.
Fachliches Bewertungsraster für den Modellfall
| Kriterium | Erkennbarer Qualitätsnachweis | Maximalpunkte |
|---|---|---|
| Rechtsrahmen und Prüfungszuordnung | richtige Ordnung, Fachrichtung, Teil 1 statt Zwischenprüfung, Quellenkontrolle | 15 |
| Strukturierte Bedarfs- und Kompetenzanalyse | Muss-Kriterien, vier beobachtbare Kompetenzen, nachvollziehbare D-Werte | 20 |
| Wirtschaftlichkeitsrechnung | Umrechnung W zu kW, Nutzungsdauer, Kosten je Gerät und acht Geräte, Einschränkungen | 20 |
| Lernpriorisierung und Wochenplan | L und P korrekt, 48 Stunden plausibel verteilt, konkrete Lernprodukte | 20 |
| Sicherheit, Datenschutz und Qualität | keine reale Freigabe, Berechtigung, sichere Testfälle, Datensparsamkeit | 10 |
| Diagnostische Nachkontrolle | neue Fallvariante, Kriterienvergleich und begründete Anpassung | 10 |
| Darstellung und Nachvollziehbarkeit | lesbare Tabellen, Einheiten, Quellen, offengelegte Annahmen | 5 |
| Gesamt | Eigenes didaktisches Raster; keine IHK-Notenberechnung | 100 |
Auswertungshinweis: Volle Punkte gibt es nur für nachprüfbare Belege; eine richtige Endsumme ohne Rechenweg verliert im Rechenkriterium Punkte. Grobe Sicherheitsfehler werden eigens kommentiert und sind nicht durch schöne Gestaltung zu kompensieren. Für eine Lernstandsbesprechung werden Punkte zusammen mit qualitativer Rückmeldung und einer neuen Aufgabe verwendet, niemals als offizielle Prüfungsnote.
Probedurchläufe und Weiterentwicklung des Lernplans
Prüfungsnah üben, ohne Originalaufgaben zu kopieren
Nutze ausformulierte, selbst erstellte Fälle zur Kundenanforderung, Kostenbewertung, Funktionsprüfung und Übergabe. Mische Informationstexte, Tabellen, Skizzen und kurze Begründungen. Simuliere vorab einen angemessenen Zeitrahmen, ohne diesen als amtliche Prüfungsdauer zu bezeichnen. Offizielle Zeiten und zulässige Hilfsmittel stehen ausschließlich in den einschlägigen Prüfungsregeln und aktuellen Mitteilungen deiner IHK.
Eine gute Antwort nennt Annahme → Vorgehen → Ergebnis → Überprüfung → Konsequenz. Ein Netzausfall in einem erfundenen Protokoll ist kein Auftrag, ein echtes Netz anzufassen. Die Lösung bleibt an einer Planskizze oder einem isolierten Simulationsdatensatz. Auch Datenschutz, Gesundheitsschutz und elektrische Sicherheit gelten: Eingriffe an produktiven Anlagen, Stromversorgung, Maschinen oder gefährlichen Materialien erfolgen ausschließlich in qualifiziert angeleiteten, befugten Settings.
Aus Fehlern konkrete neue Lernschritte machen
Vergleiche deine erste und letzte Lösung nicht nur nach Punkten. Prüfe zusätzlich, welche Denkhandlungen selbstständig gelingen: Ist der Auftrag korrekt gelesen? Sind Einheiten und Annahmen sichtbar? Wird eine sichere Entscheidung begründet? Kannst du eine abgewandelte Situation lösen? Protokolliere einen Fehler maximal knapp mit Ausgangsannahme, beobachteter Abweichung, Korrektur und neuer Übung.
Beispiel: „Leistung in Watt ohne Umrechnung eingesetzt → 1000-faches Kostenergebnis.“ Korrektur: erst W / 1000 = kW; dann kW · h = kWh; dann kWh · €/kWh = €. Gegenprobe: Größenordnung mit Überschlagsrechnung beurteilen. Beim zweiten Versuch nutze neue Werte und überprüfe, ob der Denkfehler wirklich behoben ist.
Fachrichtungen sinnvoll differenzieren
Für Teil 2 ergänzt jede Person zu den gemeinsamen Kompetenzfeldern ihre eigene Fachrichtung: Anwendungsentwicklung testet zum Beispiel Anforderungen, Tests und Algorithmen an fiktiven Programmen; Systemintegration prüft Entwurf und Begründung von IT-Systemen und Netzwerken anhand von Zeichnungen; Daten- und Prozessanalyse prüft Qualität und Interpretation künstlicher Datensätze; Digitale Vernetzung wertet erfundene Störungs- und Betriebsdaten aus. Berufsbezogene Methoden wie SQL, Softwaretest, Netzwerktechnik, IT-Projektmanagement oder Prozessmodellierung werden nur für den tatsächlich geltenden Prüfungsteil und nach dem aktuellen Katalog vertieft.
Video mit ergänzenden Lern- und Fachgesprächstipps (Maxie – Prüfungsvorbereitung, 13. März 2026; kommerzieller Kanal, normale YouTube-Einbettung, keine freie Bearbeitungslizenz zugesichert). Rechtsfragen ausschließlich an amtlichen Quellen überprüfen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Welche Aussage zur Prüfung nach der FIAusbV 2020 ist richtig? (Teil 1 ist ein benoteter Bestandteil der gestreckten Abschlussprüfung) (!Teil 1 ist eine unbenotete Zwischenprüfung) (!Teil 1 ersetzt die komplette Fachrichtungsprüfung) (!Teil 1 betrifft ausschließlich Systemintegration)
Rückmeldung: Teil 1 zählt zum Gesamtergebnis. Die alte Zwischenprüfung und die aktuelle gestreckte Abschlussprüfung dürfen nicht gleichgesetzt werden.
Was musst du vor der Auswahl eines Prüfungskatalogs klären? (Ausbildungsbeginn und zugehörige Fachrichtung) (!Nur die Farbe des Prüfungseinbands) (!Ausschließlich die Dauer deiner täglichen Lernpause) (!Allein die zuletzt gesehene Videoempfehlung)
Rückmeldung: Ordnung und Fachrichtung legen den rechtlichen Rahmen fest. Ohne diese Angaben kann selbst ein gut gemeinter Lernplan den falschen Stoff abdecken.
Wie heißt der gemeinsame Prüfungsbereich von Teil 1 nach der aktuellen Ordnung? (Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes) (!Planen eines Softwareproduktes) (!Durchführen einer Prozessanalyse) (!Analyse und Entwicklung von Netzwerken)
Rückmeldung: Die drei anderen Bereiche sind fachrichtungsbezogene Teile von Teil 2, nicht die allgemeine Teil-1-Bezeichnung.
Was ist ein belastbarer Kompetenznachweis? (Eigenständige Fallbearbeitung mit vorab festgelegtem Bewertungsraster) (!Ein positives Gefühl nach dem Anschauen eines Videos) (!Ein angekreuztes Themenfeld ohne Begründung) (!Eine wiederholte Musterlösung ohne neue Daten)
Rückmeldung: Beobachtbare Leistung und Kriterien erlauben nachvollziehbares Feedback; reine Selbsteinschätzung ist nur ein zusätzlicher Hinweis.
Wie groß ist die Lernlücke bei einem Diagnosewert von eins auf der Skala von null bis vier? (Drei) (!Eins) (!Vier) (!Null)
Rückmeldung: Nach der im Kurs festgelegten Lernhilfe gilt L gleich vier minus Diagnosewert; diese Skala ist nicht amtlich.
Welchen Prioritätswert erhält ein Thema mit Lernlücke drei und Lernbedeutung zwei? (Sechs) (!Neun) (!Fünf) (!Drei)
Rückmeldung: Die interne Priorität ergibt sich als drei mal zwei. Sie ist keine rechtlich festgelegte Prüfungsgewichtung.
Wie viele Lernstunden stehen bei acht Wochen zu je sechs Stunden zur Verfügung? (Achtundvierzig Stunden) (!Sechsunddreißig Stunden) (!Vierzehn Stunden) (!Sechsundfünfzig Stunden)
Rückmeldung: Multipliziere Wochenzahl und Wochenstunden; plane die Summe bei jeder Aufteilung erneut nach.
Welche Aussage trifft auf die berechneten Varianten im synthetischen Modellfall zu? (Variante B ist im vereinfachten Zweijahresmodell insgesamt dreizehn Euro und vierundvierzig Cent günstiger) (!Variante A ist wegen des geringeren Kaufpreises zwangsläufig die günstigere Lösung) (!Variante B spart im Modell mehrere Tausend Euro) (!Beide Varianten verursachen im Modell exakt denselben Aufwand)
Rückmeldung: B erreicht für acht Plätze 5622,40 Euro und A 5635,84 Euro. Der Modellunterschied ist klein und nicht mit echten Gesamtkosten gleichzusetzen.
Welche Methode unterstützt eine wirksame Nachdiagnose? (Einen neuen Fall mit verändertem Zahlenmaterial selbstständig lösen) (!Die Musterlösung auswendig erneut abschreiben) (!Die Ausgangsaufgabe unverändert nur schneller lesen) (!Die Fehlerliste ohne erneuten Versuch löschen)
Rückmeldung: Transfer zeigt sich erst an einer unbekannten Variante. Ein reines Erinnern an die alte Musterlösung belegt die Kompetenz nur eingeschränkt.
Welche Quelle legt den verbindlichen individuellen Prüfungstermin fest? (Die zuständige Stelle mit ihren aktuellen Prüfungsmitteilungen) (!Ein beliebiges Übungsvideo) (!Eine nicht datierte private Lernkarte) (!Der unveränderte Kalender eines anderen Auszubildenden)
Rückmeldung: Rechtlicher Rahmen und konkrete Prüfungsorganisation sind getrennt zu prüfen. Eine IHK-Auskunft ist für den eigenen Termin maßgeblich.
Memory
Ordne den Begriffen die jeweils eindeutige Erklärung zu:
| Gestreckte Abschlussprüfung | Einheitliche Abschlussprüfung mit zwei zeitlich getrennten bewerteten Teilen |
| Diagnosewert | Im Übungsraster beobachtete Kompetenzstufe von null bis vier |
| Lernlücke | Abstand zwischen angestrebter Höchststufe und beobachtetem Lernstand |
| Prüfkriterium | Vorab festgelegtes Merkmal einer nachvollziehbaren Lösung |
| Transferaufgabe | Neuer Anwendungsfall zur Überprüfung einer Fähigkeit |
| Meilenstein | Überprüfbares Zwischenziel in einem Lernzeitplan |
Drag-and-Drop
Ziehe die passenden Vorgehensschritte zu ihrer jeweiligen fachlichen Funktion.
| Ordne den passenden Begriff zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Ausbildungsordnung klären | Rechtliche Grundlage für Prüfungsbereiche und Fachrichtungen bestimmen |
| Eingangsdiagnose | Erste eigenständige Fallleistung mit Kriterien bewerten |
| Lernpriorität festlegen | Beobachtete Lücke und begründete Lernbedeutung verbinden |
| Wochenplan erstellen | Verfügbare Lernstunden und Zwischenziele zuteilen |
| Transferkontrolle | Eine neue Variante lösen und daraufhin den Lernplan anpassen |
Kreuzworträtsel
Löse sechs beruflich passende Fachbegriffe.
| Diagnose | Wie heißt die begründete Feststellung eines Lernstands? |
| Kompetenz | Wie nennt man die Fähigkeit, Wissen in beruflichen Handlungssituationen sachgerecht anzuwenden? |
| Lernplan | Wie heißt die dokumentierte Verteilung von Lernzielen und Übungsphasen? |
| Datenschutz | Welcher Begriff bezeichnet den rechtlichen Schutz personenbezogener Daten? |
| Simulation | Wie nennt man ein nachgestelltes Szenario ohne Eingriff in ein Produktivsystem? |
| Meilenstein | Wie heißt ein überprüfbarer Zwischenpunkt im Projekt- oder Lernverlauf? |
LearningApps
Suche zusätzliche Zuordnungsübungen zum Thema Prüfungsplan, Kompetenzdiagnose und Fachinformatik. Einzelne Suchtreffer sind externe Angebote und nicht automatisch inhaltlich geprüft.
Lückentext
Ergänze die Fachbegriffe, ohne die Vorlage im Abschnitt darüber zu lesen.
Offene Aufgaben
Leicht
- Ausbildungsordnung: Erstelle eine Karte mit Ausbildungsbeginn, Fachrichtung, Rechtsquelle, persönlicher IHK und dem noch zu überprüfenden Prüfungstermin; verwende ausschließlich frei erfundene Beispieldaten.
- Gestreckte Abschlussprüfung: Zeichne ein zweigeteiltes Schema und erkläre in fünf eigenen Sätzen, warum Teil 1 keine unbenotete Zwischenprüfung ist.
- Kompetenzraster: Formuliere für Kundenbedarf, Testen und Dokumentation je ein beobachtbares Kriterium sowie eine eigene Kurzaufgabe.
- Fehleranalyse: Korrigiere eine Musterrechnung, in der 80 Watt irrtümlich als 80 Kilowatt eingesetzt wurden; notiere Einheiten und Gegenprobe.
Standard
- Prüfungsvorbereitung: Entwickle zu einem fiktiven IT-Kundenauftrag vier Teil-1-Diagnosefragen mit Lösungserwartungen und einfachem Punkteraster.
- Wirtschaftlichkeitsanalyse: Verändere im Modellfall den Strompreis auf 0,40 Euro und rechne beide Varianten mit allen Rechenschritten neu.
- Lernstrategien: Erstelle einen vierwöchigen Lernkalender mit aktivem Abruf, Wiederholung, Fallübung und je einem messbaren Meilenstein.
- Datenschutz: Entwirf eine Muster-Übergabecheckliste für einen simulierten Arbeitsplatz mit Zugriffsrechten, Updateprüfung, Testprotokoll und Einweisung.
Schwer
- Systemintegration: Entwirf für einen ausschließlich fiktiven Kunden eine begründete Netzwerkskizze mit Rollen, Sicherheitszielen und schriftlichen Testideen, ohne echte Geräte zu konfigurieren.
- Softwareentwicklung: Erstelle alternativ für Anwendungsentwicklung eine synthetische Anforderungsliste, drei Testfälle und eine argumentierte Algorithmenauswahl; ordne die Arbeit dem richtigen Prüfungsteil zu.
- Datenqualität: Für Daten- und Prozessanalyse oder Digitale Vernetzung entwirf eine eigene künstliche Datentabelle mit plausiblen Fehlwerten, Diagnosekriterien und Begründung der Grenzen.
- Lernportfolio: Vergleiche zwei neue Diagnosefälle mit verschiedenen Schwierigkeitspunkten, diskutiere die Vergleichbarkeit und überarbeite den Acht-Wochen-Plan mit dokumentierter Begründung.


Lernkontrolle
- Rechtsquellen: Begründe am Beispiel eines Ausbildungsbeginns vor beziehungsweise nach dem 1. August 2020, welche Informationen du für die korrekte Prüfungszuordnung erst prüfen musst.
- Prüfungsstruktur: Zeichne ein fachrichtungsspezifisches Prüfschema für Teil 1 und Teil 2; trenne ordnungsrechtliche Gewichte von deinen frei gewählten Lernprioritäten.
- Diagnosevalidität: Erläutere, warum ein einzelner richtiger Multiple-Choice-Treffer weniger Aussagekraft hat als eine dokumentierte eigenständige Fallbearbeitung.
- Energiekosten: Rechne mit 60 W statt 50 W für Variante B und erkläre, wie sich die Entscheidung unter unveränderten übrigen Modellannahmen verändert.
- Projektmanagement: Prüfe Noras acht Wochen auf die Summe von 48 Stunden und zeige, wie du bei drei ausgefallenen Lernstunden fachlich sinnvoll umplanen würdest.
- Lerntransfer: Entwickle ein zweites, völlig neues Kundenszenario und beschreibe, welche Messmerkmale echte Kompetenzverbesserung belegen würden.
- Informationssicherheit: Identifiziere mindestens drei Grenzen einer papierbasierten Simulation gegenüber einem verantwortet angeleiteten betrieblichen Praxiseinsatz.
Lernnachweis
Dein Lernportfolio belegt den Lernerfolg durch selbstständig erstellte, ausschließlich synthetische oder anonymisierte Materialien:
| Nachweis | Mindestinhalt | Prüfkriterium |
|---|---|---|
| Prüfungssteckbrief | Ausbildungsbeginn, Fachrichtung, geltende Ordnung, amtliche Quellen | rechtliche Zuordnung korrekt und Quellen datiert |
| Eingangsdiagnose | vier fachliche Aufgaben, eigenes Kriterienraster, Begründungen | Lernlücken beobachtbar statt gefühlt |
| Rechenprotokoll | Leistung, Energie, Preis pro Gerät und Gesamtpreis mit Einheiten | nachvollziehbarer Rechenweg und Größenordnungskontrolle |
| Lernplan | Prioritätswerte, Summe 48 Stunden, Zwischenziele, Übungsartefakte | zeitlich stimmig und fachlich begründet |
| Transferkontrolle | neue Aufgabe mit neuer Auswertung und Fehlerkorrektur | methodischer Fortschritt nachvollziehbar |
| Reflexion | Stärken, verbliebene Fragen, nächste konkrete Übung | realistischer Umgang mit Unsicherheiten |
Ein solches Portfolio ist ein Lernnachweis im Kurs, kein amtlicher Ersatz für das Berichtsheft oder eine IHK-Prüfungsleistung. Bei realen Projekten, Laboren, Elektro- oder Maschinenarbeiten sind ausschließlich qualifiziert angeleitete, zulässige Tätigkeiten erlaubt. Keine vertraulichen Daten oder echten Betriebszugänge hochladen.
OER und Wikipedia
Verlässliche Fachquellen und Rechtsstand (abgerufen beziehungsweise geprüft Oktober 2026):
- BIBB – Fachinformatiker/Fachinformatikerin, Fachrichtung Anwendungsentwicklung, mit Verweisen auf die drei weiteren Fachrichtungen; staatliche Berufsinformation.
- FIAusbV vom 28. Februar 2020 – verbindliche Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die entsprechenden Ausbildungsbeginne, insbesondere §§ 4 und 7–43.
- BIBB: Ausbildung gestalten – Fachinformatiker/Fachinformatikerin (2020) – Umsetzungshilfe, Lizenz CC BY-NC-ND 4.0; nicht als frei veränderbarer OER-Text behandeln.
- IHK Region Stuttgart – IT-Berufe: Abschlussprüfung kurz erklärt – Überblick über gestreckte Prüfung.
- IHK-AkA – Prüfungskataloge, zweite Auflage – aktuelle Abgrenzung von Teil 1 und Teil 2 seit Prüfungen im Jahr 2025.
- Bundesagentur für Arbeit – Tipps zur Abschlussprüfung – ergänzende Orientierung, nicht Rechtsersatz.
- Wikipedia: Fachinformatiker und Wikipedia: Lernstrategie – frei zugängliche Vertiefung, im Einzelfall Quellen prüfen.
Verifizierte Grafiken und Nutzungsrechte – Dateinamen entsprechen den Wikimedia-Commons-Dateiseiten; Namensnennung und Lizenzhinweise sind bei Wiederverwendung zu beachten:
| Eingebundene Datei | Verifizierbare Dateiseite | Urheber | Recht und Hinweis |
|---|---|---|---|
| File:OSI Model.jpg | Commons: OSI Model.jpg | Ardika6879 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Pareto Chart example.png | Commons: Pareto Chart example.png | Dense2013 | CC BY-SA 4.0 |
| File:SMART-goals.png | Commons: SMART-goals.png | Dungdm93 | CC BY-SA 4.0 |
| File:PDCA-Cycle.png | Commons: PDCA-Cycle.png | Karn G. Bulsuk | CC BY-SA 3.0; Namensnennung mit http://www.bulsuk.com |
| File:Gantt-chart.png | Commons: Gantt-chart.png | Autor und Herkunft gemäß Commons-Dateiseite | CC BY-SA 3.0 sowie GFDL |
Fachvideos sind nachweisbare YouTube-Angebote, aber nicht als frei lizenzierte OER gekennzeichnet. Einbettung bedeutet keine Erlaubnis zur Bearbeitung oder Weiterverbreitung ihrer Filmdateien:
| Video-ID | Videonachweis | Anbieter | Nutzungsart |
|---|---|---|---|
| vws84ygYOWU | Fachinformatiker Prüfungsvorbereitung und Tipps | Maxie – Prüfungsvorbereitung | YouTube-Einbettung im Rahmen der Plattformbedingungen; keine OER-Lizenz belegt |
| 7fAgo1CR-H0 | Excel: Gantt-Diagramm | BILDNER TV | YouTube-Einbettung im Rahmen der Plattformbedingungen; keine OER-Lizenz belegt |
| vlN2hPEXVMY | IHK Prüfungsvorbereitung | Maxie – Prüfungsvorbereitung | YouTube-Einbettung im Rahmen der Plattformbedingungen; keine OER-Lizenz belegt |
OER-Praxis: Selbst erzeugte Tabellen, Diagramme und Aufgaben dieses Kurses verwenden erfundene Fälle und keine übernommene amtliche Prüfungsaufgabe. Bitte überprüfe vor eigener Weitergabe zusätzlich die konkreten Rechte des Plattformtextes und der enthaltenen Fremdmedien.
Verknüpfte Lernbereiche
Die folgenden Links führen zum Berufsportal und zu fachlich passenden Lernbereichen. Der rechtlich verbindliche Stoffumfang bleibt stets an die geltende Ausbildungsordnung und Fachrichtung gebunden.
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