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In Ausbildung und Beruf orientieren - Friseur - LF 1

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In Ausbildung und Beruf orientieren - Friseur - LF 1

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Einleitung

Du beginnst deine Ausbildung im Friseurhandwerk. Dabei lernst du nicht nur Haarschnitte kennen, sondern erkundest den Salon als Dienstleistungsbetrieb, deine Rolle im Team, die Ausbildungsvorschriften und einen gesundheitsbewussten Arbeitsalltag. Dieser vollständige aiMOOC orientiert sich am KMK-Lernfeld 1 „In Ausbildung und Beruf orientieren“ für das erste Ausbildungsjahr mit einem Zeitrichtwert von 60 Unterrichtsstunden. Er ist ein Lernangebot, keine amtliche Anerkennung und kein Ersatz für Unterweisung, betrieblichen Ausbildungsplan oder Landeslehrplan.

Dein Kompetenzziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag informieren – planen – entscheiden – ausführen beziehungsweise sicher simulieren – kontrollieren – bewerten und dokumentieren. Du beschreibst Beruf und Salon, erklärst Rechte und Pflichten, schützt Gesundheit und Daten, berechnest Materialverbräuche und begründest Verbesserungen. Für den Praxisfall verwendest du ausschließlich erfundene Daten, Papierkarten und sichere Modellstationen; gefährliche praktische Tätigkeiten erfolgen nur unter befugter fachlicher Aufsicht.

Verbindlicher Bezug: KMK-Rahmenlehrplan Friseur/Friseurin, Seite 9, Fassung vom 10.06.2022 und BIBB-Berufsprofil mit Rechtsgrundlagen. Geltende Einzelvorschriften, Herstellerhinweise und betriebliche Anweisungen musst du im konkreten Betrieb zusätzlich prüfen.


Berufsbild, Berufsgeschichte und eigene Entwicklung


Vom historischen Handwerk zur vielseitigen Dienstleistung

Der historische Barbier pflegte und gestaltete Haare und Bärte; heutige Friseurinnen und Friseure beraten, schneiden, färben und formen Haare, pflegen Kopfhaut und bieten je nach Betrieb weitere kosmetische Leistungen an. Der Beruf hat sich durch modische Trends, Hygieneanforderungen, fachliche Spezialisierung, digitale Terminbuchung und Kundenkommunikation verändert. Nicht jede Aufgabe wird gleich zu Ausbildungsbeginn selbstständig ausgeführt.

Historische Saloneinrichtung als Ausgangspunkt für den Vergleich mit heutigen Salonbereichen
Historische Saloneinrichtung als Ausgangspunkt für den Vergleich mit heutigen Salonbereichen

Bild: Historische Friseureinrichtung, Sam Gamdschie, Wikimedia Commons, CC BY 3.0; unverändert. Vergleiche Einrichtung, Ergonomie und mögliche damalige Arbeitsabläufe mit heutigen Anforderungen.

Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate und erfolgt im dualen System. Berufliche Handlungskompetenz verbindet Fachkompetenz (zum Beispiel Hygiene und Materialkenntnis), Sozialkompetenz (zum Beispiel respektvolle Kommunikation) und Selbstkompetenz (zum Beispiel Belastbarkeit, Lernbereitschaft und Zuverlässigkeit). Das BIBB nennt unter anderem Kundenberatung, Haarpflege, Gestaltung, Organisation, Marketing sowie Gesundheits- und Umweltschutz als Tätigkeitsfelder.

Fachbegriffe: Eine Dienstleistung ist eine Tätigkeit für andere Menschen, deren Qualität auch von Kommunikation und Kundenwahrnehmung abhängt. Ein Berufsbild fasst die charakteristischen Aufgaben und Kompetenzen zusammen. Eine Zielgruppe bezeichnet die Kundschaft, auf deren Bedürfnisse sich ein Salon besonders einstellt.


Anforderungen, Selbsteinschätzung und Karriere

Neben Kreativität brauchst du Aufmerksamkeit, Diskretion, Fingerspitzengefühl, angemessene Arbeitskleidung, gepflegte und sichere Arbeitsweise, Teamfähigkeit und einen respektvollen Umgang mit verschiedenen Menschen. Ein professionelles Erscheinungsbild bedeutet nicht, Kundschaft oder Kolleginnen und Kollegen nach stereotypen Schönheitsidealen zu beurteilen. In einer Selbstanalyse kannst du Stärken wie aktives Zuhören mit Entwicklungszielen wie ergonomischem Arbeiten verbinden.

Eine Fachkraft führt die Haarwäsche im Salon aus
Eine Fachkraft führt die Haarwäsche im Salon aus

Bild: Friseurmeisterin bei der Haarwäsche, Frank C. Müller, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; unverändert. Beobachte Kundenkontakt, Körperhaltung und Arbeitsumgebung.

Video: Berufseinblick – Ein Film der Bundesagentur für Arbeit erläutert typische Tätigkeiten, Kundenkontakt, Ordnung und Organisation im Salon. Vergleiche die Darstellung kritisch mit dem tatsächlichen Ausbildungsplan.

Video: Berufswahl und realistische Erwartungen – Die Friseur-Innung Neumarkt thematisiert persönliche Eignung und die Anforderungen der Ausbildung.

Nach der Gesellenprüfung bieten sich je nach Voraussetzungen Spezialisierungen, Fortbildungen, die Meisterqualifikation und Tätigkeiten etwa in Salonleitung, Ausbildung, Bühne oder Produktberatung an. Ausbildung vermittelt die berufliche Grundlage, Fortbildung erweitert beziehungsweise qualifiziert für neue Aufgaben, Weiterbildung dient übergreifend dem weiteren Lernen. Prüfe konkrete Angebote und Voraussetzungen bei der zuständigen Handwerkskammer.


Die duale Ausbildung, Verträge und Mitbestimmung verstehen


Lernorte und verbindliche Unterlagen

Der Ausbildungsbetrieb vermittelt Fertigkeiten im Arbeitsalltag nach der Ausbildungsordnung und dem betrieblichen Ausbildungsplan; die Berufsschule verknüpft Fachwissen und Handlungssituationen anhand des KMK-Rahmenlehrplans beziehungsweise des Landeslehrplans. Gegebenenfalls ergänzt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung einzelne Ausbildungsinhalte. Die Handwerkskammer ist im Friseurhandwerk in der Regel die zuständige Stelle für die Ausbildung. Bestimme deine tatsächlich zuständige Kammer vor Ort, nicht anhand eines Beispielsalons.

Der Ausbildungsvertrag regelt insbesondere Beruf, Ausbildungsbeginn und -dauer, Vergütung, Ausbildungszeit, Urlaub und Kündigungsbedingungen; die rechtlichen Mindestanforderungen ergeben sich aus dem Berufsbildungsrecht. Ein gewöhnlicher Arbeitsvertrag betrifft ein Arbeitsverhältnis, das nicht identisch mit der geregelten Berufsausbildung ist. Ein Tarifvertrag wird zwischen tariffähigen Parteien ausgehandelt, etwa einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeberverband; ob er unmittelbar gilt, hängt von Tarifbindung oder anderen rechtlichen Grundlagen ab. Eine Gewerkschaft vertritt Beschäftigteninteressen, ein Arbeitgeberverband die Arbeitgeberseite; die Innung erfüllt berufsständische Aufgaben und ist nicht mit einer Gewerkschaft gleichzusetzen.

Vertragsprüfung am fiktiven Beispiel: „Salon Morgenlicht“ bietet eine Ausbildung über drei Jahre an. Auf einer Mustervorlage fehlen Angaben zu Ausbildungsvergütung und regelmäßiger Ausbildungszeit. Bevor du unterschreibst, lässt du beide Angaben mit dem Betrieb klären und prüfst die aktuelle Rechtslage beziehungsweise Beratung der Kammer. Das Beispiel nennt bewusst keinen allgemein geltenden Tariflohn, da Höhe, Tarifgebiet und Geltung unterschiedlich sein können.


Rechte und Pflichten im Alltag

Nach § 13 BBiG sollen Auszubildende Lernaufgaben sorgfältig bearbeiten, an vorgeschriebenen Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen, berechtigte Weisungen beachten, Arbeitsmittel pfleglich behandeln, Betriebsgeheimnisse schützen und Ausbildungsnachweise führen. Nach § 14 BBiG muss der Betrieb planmäßig ausbilden, erforderliche Ausbildungsmittel kostenlos bereitstellen, zum Berufsschulbesuch anhalten und Ausbildungsnachweise ermöglichen und kontrollieren; Ausbildungsfremdes darf nicht zum Ausbildungszweck gemacht werden. Für Ausbildung und Berufsschule gelten die jeweils einschlägigen Freistellungsregeln.

Für Minderjährige gilt grundsätzlich eine Beschäftigungsgrenze von acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche nach § 8 JArbSchG, mit gesetzlich geregelten Ausnahmen und weiteren Vorschriften über Pausen, Berufsschule, gefährliche Arbeiten und Ruhezeiten. Deshalb ist ein vermeintlich zulässiger Dienstplan stets anhand der konkreten Situation zu prüfen.

Mitwirkung: Wo die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, können Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung mitwirken. Eine JAV wird nicht automatisch in jedem kleinen Salon gebildet; beachte § 60 BetrVG. Bei Fragen kannst du Ausbildende, Lehrkräfte, zuständige Kammer, Gewerkschaft und gegebenenfalls Interessenvertretung ansprechen. Aushangpflichtige beziehungsweise zugänglich zu machende Schutzvorschriften sind auf Aktualität, Betriebsgröße und rechtliche Zugangsform zu prüfen.

Typischer Fehler: „Im kleinen Salon gibt es keinen Betriebsrat, also habe ich keine Rechte.“ Das ist falsch: Gesetzliche Ausbildungs- und Schutzansprüche gelten unabhängig von einer bestehenden betrieblichen Interessenvertretung.


Den Salon erkunden und kundenorientiert arbeiten


Aufbau, Räume und Arbeitsmittel

Untersuche den fiktiven oder realen, zuvor freigegebenen Salon systematisch: Lage und Erreichbarkeit, Empfang, Wartebereich, Bedienplätze, Waschplätze, Materiallager, Wäsche- und Entsorgungsbereich, Personalräume sowie digitale Systeme. Erfasse, wozu Räume dienen und welche Sicherheits- und Hygieneanforderungen bestehen; dokumentiere keine geschützten Betriebsinformationen. Der Aufbau hängt von Unternehmensgröße und Konzept ab: In kleinen Salons übernimmt eine Person oft mehrere Funktionen, in größeren sind Aufgaben verteilt.

Beispiele für Arbeitsmittel im Friseurhandwerk
Beispiele für Arbeitsmittel im Friseurhandwerk

Bild: Scheren, Kämme und Clips, Oxfordian Kissuth, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; unverändert. Ordne den Werkzeugen Einsatzbereich, sichere Aufbewahrung und Pflege zu.

Arbeitsmittel sind unter anderem Kamm, Bürste, Schere, Waschbecken und elektrische Geräte. Präparate sind kosmetische Zubereitungen wie Shampoo, Pflege- oder Farbprodukte. Für jedes Produkt prüfst du Eignung, Etikett, Herstellerangaben, Lagerung und gegebenenfalls Betriebsanweisung. Schneidewerkzeuge, elektrische Wärmegeräte und chemische Produkte benutzt du nur nach Einweisung und unter der erforderlichen Aufsicht.

Haarwaschbecken als Beispiel eines Salonfunktionsbereichs
Haarwaschbecken als Beispiel eines Salonfunktionsbereichs

Bild: Haarwaschplatz, Riki1979, Wikimedia Commons, vom Urheber gemeinfrei freigegeben; unverändert. Unterscheide Wasserverbrauch, ergonomische Gestaltung, Sauberkeit und Wartungsbedarf.


Produktangebot, Dienstleistungen und Teamrollen

Typische Dienstleistungen sind Beratung, Haarwäsche und Pflege, Schnitt, Styling, Form- und Farbveränderung sowie je nach Salon und Ausbildungsstand Kosmetik- und Verkaufsberatung. Du unterscheidest Kernleistung, Zusatzservice und Produktverkauf, ohne Kundinnen oder Kunden zu etwas zu drängen. Ein Beispiel: „Haarschnitt“ ist eine Dienstleistung; die dazu empfohlene Pflege ist ein Produkt. Gute Beratung fragt zuerst nach Bedarf, Vorstellungen, Gewohnheiten und möglichen Einschränkungen.

Dienstleistungskette: Termin- oder Auftragsinformation → freundlicher Empfang → Bedarf klären → fachliche Freigabe und Planung → passende Durchführung → Ergebnis prüfen → verständlich verabschieden und dokumentieren. Das erste Lernfeld beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Orientierung, Organisation und sicherem Verhalten; fortgeschrittene Behandlungen werden in späteren Lernfeldern systematisch aufgebaut.

Die Rollen im Team können Ausbilderin oder Ausbilder, Salonleitung, Gesellin oder Geselle, Auszubildende und Empfang umfassen. Bitte bei unklaren Aufgaben um eine Einweisung. Beschreibe Fehler sachlich statt Schuld zuzuweisen; ein standardisierter Übergabezettel mit fiktiven Fallnummern erleichtert Teamarbeit. Erscheinungsbild, Arbeitskleidung und nonverbale Kommunikation müssen Hygiene und Arbeitsschutz unterstützen. Vergleiche betriebliche Bekleidungsregeln kritisch mit Bewegungsfreiheit, rutschhemmendem Schuhwerk und Schutzanforderungen.


Hygiene, Gesundheit, Gefährdungen und Prävention


Krankheitserreger und Infektionswege

Bakterien sind einzellige Lebewesen; einige können Krankheiten verursachen. Viren benötigen Wirtszellen zur Vermehrung. Pilze können unter anderem Hautinfektionen hervorrufen. Eine Kontaktinfektion kann durch direkten Kontakt erfolgen; eine indirekte Kontaktinfektion über verunreinigte Gegenstände. Tröpfchen können bei engem Kontakt Infektionen übertragen; eine Selbstübertragung ist beispielsweise das Verschleppen von Erregern durch Berühren. Nicht jeder sichtbare Hautbefund ist ansteckend; keine Ferndiagnosen oder Eigenbehandlung durchführen.

Reinigung entfernt Verschmutzung. Desinfektion reduziert vermehrungsfähige Krankheitserreger nach festgelegtem Verfahren; sie ersetzt eine erforderliche Reinigung nicht pauschal. Welche Geräte nach welchem Vorgang gereinigt und/oder desinfiziert werden, ergibt sich aus Gefährdungsbeurteilung, den geltenden Rechtsvorgaben, der betrieblichen Hygieneplanung und geeigneten Herstelleranweisungen. Beachte den BGW-Reinigungs- und Desinfektionsplan, Stand 2025 und eventuell strengere Hygienevorschriften des Bundeslandes. Keine Konzentrationen oder Einwirkzeiten raten.

Das Infektionsschutzgesetz ist ein Teil der einschlägigen Grundlagen. Je nach Tätigkeit kommen zusätzlich Landesrecht, Hygienevorgaben, Arbeitsschutz und ärztliche Beurteilung hinzu. Bei auffälligen Hautveränderungen: Tätigkeit nicht eigenmächtig fortsetzen, die zuständige Fachkraft einbeziehen und das betriebliche Vorgehen beachten. Übe gefährdende Vorgänge stattdessen an einer trockenen Modellstation ohne reale Krankheitserreger oder Chemikalien.


Hautschutz, Ergonomie und Unfälle

Viele Friseurtätigkeiten beanspruchen die Haut durch Feuchtarbeit, häufiges Waschen, Handschuhe und Kosmetika. Ein Kontaktekzem kann mit Reizung oder allergischen Reaktionen zusammenhängen; Allergie ist eine spezifische Überempfindlichkeitsreaktion. Der betriebliche Hautschutz- und Händehygieneplan legt geeignete Handschuhe, Schutz-, Reinigungs- und Pflegeprodukte fest. BGW-Hautschutz- und Händehygieneplan und Sichere Seiten Friseurhandwerk helfen bei der Unterweisung. Verwende nicht irgendwelche Handschuhe, sondern für die jeweilige Tätigkeit geeignete, passende und gemäß Hersteller und Gefährdungsbeurteilung ausgewählte Produkte.

Ergonomisches Arbeiten verringert unnötige Belastung: Arbeitshöhe einstellen, Gewicht verlagern, Bewegungen variieren, rutschhemmende Schuhe nutzen und Pausen einhalten. Langes unbewegtes Stehen kann Beine und Rücken belasten und unter anderem Beschwerden durch Krampfadern begünstigen; falsche Haltung kann zu Muskel-Skelett-Beschwerden führen. Unfallquellen sind nasse Böden, Kabel, scharfe Werkzeuge und heiße Geräte. Gefahren melden und bei Verletzungen oder Hautproblemen fachlich vorgesehene Hilfe holen.

Die Gefahrstoffverordnung in geltender Fassung und die branchenspezifische TRGS 530 Friseurhandwerk sind bei Tätigkeiten mit relevanten Stoffen zu beachten. Verwende die BGW-Betriebsanweisung und aktuelle Angaben des Herstellers. Die BGW erläutert 2026 auch die neue DIN EN ISO 374-6 für Friseur-Schutzhandschuhe. Solche Normhinweise ersetzen weder Gefährdungsbeurteilung noch produktspezifische Auswahl. Nie eigenmächtig Chemikalien mischen oder reale Kundenbehandlungen ohne befugte Aufsicht durchführen.

Fehlerbeispiel: „Desinfektionsmittel länger oder stärker anwenden ist immer besser.“ Falsch: Unsachgemäße Anwendung kann Haut, Material oder Wirksamkeit gefährden. Für die Praxis zählen freigegebene Produkte, exakte Herstelleranweisungen und die Betriebsanweisung.


Digitalisierung, Datenschutz und nachhaltiges Wirtschaften


Daten sicher und sinnvoll nutzen

Digital arbeiten heißt, Quellen zu recherchieren, Termine zu organisieren und Informationen fachgerecht zu dokumentieren. Personenbezogene Daten können Namen, Fotos, Kontaktdaten und Behandlungsinformationen sein. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt unter anderem eine tragfähige Rechtsgrundlage, einen klaren Zweck, Datenminimierung und angemessene Sicherheit. Nutze nur freigegebene Anwendungen; keine Kundendaten oder Fotos in private Chats, ungesicherte Cloudspeicher, Übersetzungsdienste oder KI-Werkzeuge übertragen. Freigaben für Fotos und Werbung sind gesondert zu prüfen.

Quellenvergleich: Suche denselben Sachverhalt bei BIBB beziehungsweise KMK, bei BGW und auf einer anonymen Werbeseite. Bewerte Aktualität, Urheberschaft, Kompetenz, Gesetzesbezug und mögliche Verkaufsabsicht. Der sichere Lernweg verwendet fiktive Kundencodes statt echter Personen. Ein öffentliches Bild einer Salonpraxis ist keine Erlaubnis, private Kundenaufnahmen anzufertigen.


Ressourcenschonung und Verbrauchsberechnung

Verbrauchsgüter sind Materialien, die bei Dienstleistungen aufgebraucht oder regelmäßig erneuert werden, etwa Waschprodukte, Papier oder Einmalmaterialien. Nachhaltigkeit berücksichtigt Ressourcen, Abfall, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit; mögliche Maßnahmen sind bedarfsgerechte Dosierung, Mehrwegmaterial dort, wo hygienisch zulässig, effiziente Energie- und Wassernutzung sowie getrennte Entsorgung gemäß lokalen Vorgaben. Produktreste oder Chemikalien gehören nicht automatisch in den Ausguss. Regelungen für Verpackungen, Recycling und Sonderabfälle sind vor Ort zu ermitteln.

Beispielrechnung: Für drei fiktive Modellbehandlungen werden in einem didaktischen Vergleich je vier Liter Wasser angenommen. Verbrauch: 3 × 4 l = 12 l. Ein Vergleichsablauf mit je sechs Litern hätte 3 × 6 l = 18 l benötigt. Differenz: 18 l − 12 l = 6 l; relative Einsparung: 6 ÷ 18 × 100 = 33,3 %. Die Zahlen sind reine Modellannahmen, keine verbindliche Vorgabe für Wasser- oder Hygienemengen. Eine Einsparung ist nur vertretbar, wenn Gesundheit, Qualität und Herstelleranforderungen gewahrt bleiben. Häufiger Fehler: Die sechs eingesparten Liter auf 12 l statt auf die Ausgangsmenge von 18 l zu beziehen.

Kostenbeispiel: Bei einem nur angenommenen Wasser- und Abwasserpreis von 0,004 € pro Liter kosten 18 l rechnerisch 0,072 € und 12 l 0,048 €. Die Modell-Differenz beträgt 0,024 €; tatsächliche Kosten hängen von der örtlichen Tarifstruktur und weiteren Faktoren ab.


Praxisfall: Einen sicheren Salon-Orientierungsauftrag vollständig bearbeiten


Ausgangslage und Auftragsanalyse

Fiktiver Ausbildungsauftrag: Der erfundene „Salon Morgenlicht“ bereitet drei Modell-Bedienplätze für eine Lernsimulation vor. Du erstellst einen Raum- und Materialplan, prüfst unter Anleitung die Hygienehinweise, bereitest nur trockene Modellstationen vor und schreibst eine Auswertung mit Verbrauchsrechnung. Es finden keine echten Kundenbehandlungen, chemischen Mischungen, Desinfektionsversuche, Schneidehandlungen oder riskanten Gerätetests statt. Die drei Karten heißen ausschließlich Modell A, Modell B und Modell C.

Gegebene Daten: Es gibt drei Spiegel, drei Kämme, drei Umhänge und acht saubere Handtücher. Pro simuliertem Termin sind als Planannahme zwei Handtücher vorgesehen. Je Station sind ein Spiegel, ein Kamm und ein Umhang vorgesehen. Die Bearbeitungszeit beträgt 50 Minuten. Die angenommene Wasserbilanz steht im vorigen Kapitel. Vor jeder realen Tätigkeit müssen betriebliche Arbeitsanweisungen, Hygienevorgaben, Aufsicht und verfügbare Mittel geprüft werden.


Vollständig erläuterter Arbeitsplan

Phase Zeitbedarf Handlung und Entscheidung Prüfnachweis
Informieren 5 min Auftrag, Raumskizze und betriebliche Sicherheitsunterlagen lesen; offene Fragen notieren Liste mit drei Zielen und Freigabefrage
Planen 7 min Drei Stationen skizzieren, Material pro Station festlegen, Risiken markieren Raumplan und Bedarfstabelle
Entscheiden 3 min Nur sichere Modellmaterialien auswählen; Unklarheiten mit Ausbilderin oder Ausbilder klären begründete Materialentscheidung
Simulieren 24 min Je drei Modellkarten in je acht Minuten durch den fiktiven Prozess führen; nur trockene Handgriffe und Übergaben demonstrieren Drei anonymisierte Ablaufkarten
Kontrollieren 6 min Vollständigkeit, Sauberkeitskonzept, Datenschutz und Ressourcenbilanz prüfen Häkchenliste und Rechnung
Reflektieren 5 min Verbesserung und offenen Unterweisungsbedarf formulieren Kurzreflexion

Zeitprobe: 5 + 7 + 3 + 24 + 6 + 5 = 50 Minuten. Jede Phase ist im Unterricht beobachtbar. Wird eine Gefährdung entdeckt, wird nicht weitergearbeitet, sondern der sichere Ablauf mit der Fachkraft geklärt.

Materialrechnung: Handtücher: 3 Termine × 2 = 6 benötigte Handtücher. Ausgangsbestand 8 − 6 = 2 als Reserve. Kämme: 3 × 1 = 3; Umhänge: 3 × 1 = 3; Spiegel: 3 × 1 = 3. Ein vierter Termin wäre mit den geplanten zwei Handtüchern rechnerisch gerade noch möglich, nicht aber mit gleichzeitig vier vollständig ausgestatteten Modellplätzen. Bestand und Kapazität darfst du nicht verwechseln.

Ressourcenprüfung: Angenommenes Wasser für die Simulation: 12 l statt 18 l; 6 l oder 33,3 % relative Einsparung gegenüber der angenommenen Ausgangsmenge. Für echte Arbeiten gelten keine aus diesem Rechenfall abgeleiteten Dosier- oder Hygieneanweisungen. Prüfe stets, ob nachhaltige Vorschläge mit Gesundheits- und Qualitätsanforderungen vereinbar sind.


Prüffähiges Arbeitsergebnis und Bewertungsraster

Gib ab: eine Raumskizze mit drei Stationen, eine Materialliste mit Soll- und Istbestand, drei pseudonymfreie fiktive Ablaufkarten A–C, eine dokumentierte Sicherheits- und Hygieneprüfung mit Quellenverweis, zwei geprüfte Rechnungen sowie eine Reflexion über Zusammenarbeit, Hautschutz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Lehrkraft kann diese Dokumente unabhängig vom mündlichen Vortrag kontrollieren.

Bewertungskriterium 4 Punkte 2 Punkte 0 Punkte
Auftrag und Planung Ziele, sechs Phasen und Zeiten vollständig sowie begründet teilweise schlüssig fehlt oder unverständlich
Raum und Material drei Stationen korrekt; Handtücher, Kämme und Umhänge vollständig berechnet einzelne Fehler Bestand oder Bedarf nicht nachvollziehbar
Sicherheit und Hygiene Gefahren, zuständige Fachkraft und Unterlagen sicher unterschieden Schutz lückenhaft begründet unsicheres Vorgehen empfohlen
Daten und Ressourcen nur fiktive Daten; Wasser- und Prozentrechnung samt Bezugsgröße korrekt Teilrechnung korrekt Datenrisiko oder zentrale Rechnung falsch
Kontrolle und Reflexion Ergebnis prüfbar, Abweichungen erkannt, konkrete Verbesserung Ansatz vorhanden keine überprüfbare Kontrolle

Auswertung: Fünf Kriterien mit je 0–4 Punkten, maximal 20 Punkte. Für 1 oder 3 Punkte wird die Zwischenleistung anhand der genannten Kriterien begründet. Sicherheitskritische Fehler führen unabhängig vom Punktestand zum Anhalten des praktischen Ablaufs und zu erneuter Unterweisung. Das ist ein didaktisches Raster, kein amtlicher Prüfungsmaßstab.

Fehlerdiagnose: Vergessene Handtücher verursachen einen Planungsfehler; ungeschützte echte Kundendaten einen Datenschutzfehler; eine nicht geprüfte Chemikalienanwendung einen Sicherheitsfehler; die Rechnung 6 ÷ 12 statt 6 ÷ 18 einen Prozentfehler. Begründe zu jedem Fehler eine konkrete Präventionsmaßnahme.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Welche Kombination beschreibt die beiden zentralen Lernorte der dualen Friseurausbildung? (Ausbildungsbetrieb und Berufsschule) (!Nur Berufsschule und Selbststudium) (!Nur Salon und soziale Medien) (!Nur Handwerkskammer und Verkaufsmesse)




Welches Dokument konkretisiert die betriebliche Umsetzung des Ausbildungsrahmenplans? (Der betriebliche Ausbildungsplan) (!Die öffentliche Kundenpreisliste) (!Das private Social-Media-Profil) (!Der allgemeine Reinigungsbeleg)




Welche Aussage zum Ausbildungsnachweis trifft zu? (Auszubildende führen ihn und der Betrieb muss die Führung ermöglichen und kontrollieren) (!Er ist freiwillig und ausschließlich Sache der Berufsschule) (!Er darf nur nach Ausbildungsende erstellt werden) (!Er darf beliebig durch Kundenfotos ersetzt werden)




Was ist für die Einordnung eines Tarifvertrags entscheidend? (Ob und aufgrund welcher rechtlichen Grundlage der Tarifvertrag gilt) (!Dass jeder Salon automatisch denselben Tariflohn zahlt) (!Dass die Berufsschule den Tariflohn festlegt) (!Dass Tarifverträge ausschließlich die Kundenpreise regeln)




Wofür ist ein Hautschutz- und Händehygieneplan im Friseurhandwerk gedacht? (Für passende Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege der Haut bei unterschiedlichen Tätigkeiten) (!Für die Auswahl der aktuellen Frisurentrends) (!Für das Ersetzen jeder betrieblichen Gefährdungsbeurteilung) (!Für eine allgemeine Erlaubnis zum Mischen von Präparaten)




Welche Beschreibung passt zu indirekter Kontaktübertragung? (Erreger werden über einen verunreinigten Gegenstand weitergegeben) (!Eine Frisur wird anhand eines Bildes ausgewählt) (!Zwei Mitarbeitende tauschen Ideen aus) (!Wasser wird im Waschbecken erwärmt)




Wie wird die prozentuale Einsparung gegenüber einer Ausgangsmenge berechnet? (Eingesparte Menge geteilt durch Ausgangsmenge mal einhundert) (!Eingesparte Menge geteilt durch Restmenge mal einhundert) (!Restmenge geteilt durch Zeitbedarf mal einhundert) (!Ausgangsmenge plus Einsparung mal einhundert)




Was ist beim Umgang mit einer unbekannten Friseurchemikalie richtig? (Betriebsanweisung und Herstellerhinweise prüfen und die zuständige Fachkraft fragen) (!Die Menge ohne Einweisung nach Gefühl wählen) (!Zur Sicherheit mehrere Mittel zusammenmischen) (!Das Mittel zunächst an echten Kunden ausprobieren)




Welches Verhalten entspricht der Datenminimierung im Salon? (Nur benötigte Daten im freigegebenen System zweckgebunden verarbeiten) (!Kundenfotos privat speichern für spätere Ideen) (!Jede Gesprächsnotiz ungeprüft an eine KI senden) (!Alle Termine öffentlich mit Klarnamen aushängen)




Welche Reaktion ist bei einem Sicherheitsmangel im Praxisauftrag fachlich richtig? (Die Handlung unterbrechen und unter befugter Aufsicht das weitere Vorgehen klären) (!Trotz Mangel einfach weitermachen) (!Die Abweichung erst nach der Kundenbehandlung melden) (!Die Betriebsanweisung eigenmächtig ändern)





Memory: Begriff und Bedeutung

Ausbildungsordnung Bundesrechtliche Grundlage für betriebliche Ausbildungsinhalte und Prüfungsanforderungen
Rahmenlehrplan KMK-Grundlage für die Lernfelder der Berufsschule
Zielgruppe Personenkreis mit bestimmten Erwartungen an die Salonleistung
Ergonomie Gestaltung von Arbeit zur Verringerung körperlicher Belastungen
Desinfektion Gezielte Reduktion vermehrungsfähiger Krankheitserreger
Datenminimierung Verarbeitung nur der für einen festgelegten Zweck nötigen Angaben





Drag-and-drop: Ordne die Handlungsschritte zu

Passenden Handlungsschritt zuordnen Beschreibung
Informieren Auftrag und geltende Vorgaben lesen
Planen Raumskizze und Materialbedarf ausarbeiten
Entscheiden Sichere Alternative mit Begründung auswählen
Kontrollieren Ergebnis anhand einer Checkliste abgleichen
Reflektieren Fehlerursachen und Verbesserungen benennen





Kreuzworträtsel: Fachbegriffe

Kammer Zuständige Stelle, die im Handwerk beispielsweise Ausbildungsfragen betreut
Salon Typischer Arbeitsort für Friseurdienstleistungen
Hygiene Maßnahmen zum Schutz vor vermeidbarer Übertragung von Krankheitserregern
Ekzem Entzündliche Hautveränderung etwa durch Reizung oder allergische Reaktion
Kamm Werkzeug zum Ordnen und Abteilen von Haaren
Recycling Erneute stoffliche Nutzung geeigneter Abfälle





LearningApps: Weitere Übungsformate finden

Die eingebettete Suche zeigt fremde Übungen, deren fachliche Qualität und Nutzungsbedingungen du vor Verwendung prüfst; sie ersetzt nicht die Aufgaben dieses Kurses.


Lückentext: Berufliche Orientierung

Ergänze den jeweils passenden Fachbegriff.
In der dualen Ausbildung ergänzt die

das Lernen im Betrieb.
Der betriebliche

konkretisiert, wann Ausbildungsinhalte vermittelt werden.
Eine Organisation, die Interessen von Beschäftigten vertritt, heißt

.
Die Anpassung der Arbeitsplatzgestaltung an den Menschen nennt man

.
Das gezielte Verringern von Krankheitserregern heißt

.
Eine entzündliche Veränderung der Haut kann ein

sein.
Beim Umgang mit Kundendaten ist die

zu beachten.
Die erneute stoffliche Nutzung geeigneter Abfälle heißt

.
Die Menge vor einer Einsparung nennt man

.
Nach einer Tätigkeit prüfst du dein Ergebnis mit einer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Berufsprofil: Erstelle eine Mindmap mit mindestens acht Aufgaben einer Friseurfachkraft und kennzeichne zwei Aufgaben, die du noch nicht selbstständig ausführen darfst.
  2. Salonrundgang: Zeichne einen anonymisierten Muster-Salon mit Empfang, Waschplatz, Bedienplatz, Lager und Fluchtweg; erläutere die Funktion jedes Bereichs.
  3. Vertragsbegriffe: Erkläre mit eigenen Worten die Unterschiede zwischen Ausbildungsvertrag, Arbeitsvertrag und Tarifvertrag anhand von drei fiktiven Situationen.
  4. Schutzausrüstung: Gestalte ein Infoblatt mit sicheren Schuhen, Hautschutz, Handhygiene und einem typischen Fehler; nutze eine aktuelle BGW-Quelle.


Standard

  1. Ausbildungsplan: Vergleiche Ausbildungsordnung, betrieblichen Ausbildungsplan und KMK-Lernfeld 1 in einer Tabelle mit Zielen, Zuständigkeiten und Beispielen.
  2. Hygiene-Simulation: Ordne auf Papier fünf Modell-Arbeitsmittel nach Reinigung, Desinfektion und fachlicher Rückfrage ein; begründe jede Entscheidung anhand des betrieblichen Plans.
  3. Digitale Salonorganisation: Entwerfe eine Buchungsmaske mit ausschließlich fiktiven Angaben und prüfe Zweckbindung, Zugriffsrechte und Datensparsamkeit.
  4. Ressourcenbilanz: Rechne die Wasserersparnis aus dem Praxisfall nach und erläutere zwei Voraussetzungen, unter denen eine Einsparung überhaupt sinnvoll ist.


Schwer

  1. Salonkonzept: Vergleiche zwei anonymisierte fiktive Salonkonzepte anhand von Zielgruppe, Dienstleistungen, Räumen, Personalrollen, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
  2. Arbeitszeitfall: Untersuche einen ausgedachten Dienstplan einer minderjährigen Auszubildenden anhand aktueller Rechtsquellen und beschreibe begründet rechtliche Unsicherheiten und Rückfragen.
  3. Risikoanalyse: Erstelle für Waschplatz, Kabel und Chemikalienlager je eine Gefahr-Risiko-Maßnahmen-Karte mit sicherer Modellalternative; keine gefährliche Tätigkeit ausführen.
  4. Kompetenzportfolio: Produziere mit erfundenen Fällen ein kurzes Erklärvideo oder eine digitale Präsentation, die den Praxisauftrag dokumentiert und fünf begründete Verbesserungen ableitet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Rechts- und Rollenfall: Eine Auszubildende soll wiederholt nur private Besorgungen erledigen; beurteile die Ausbildungsbezogenheit und nenne begründete Ansprechstellen.
  2. Hautgefährdung: Vergleiche zwei fiktive Arbeitsabläufe mit hoher und niedriger Feuchtbelastung und entwickle drei sichere, anhand der BGW überprüfbare Verbesserungen.
  3. Datenpanne: In einer fiktiven Gruppen-Nachricht taucht ein Kundenfoto auf; formuliere datensparsame Sofortschritte und begründe, warum eigenmächtiges Weiterleiten falsch wäre.
  4. Materialvergleich: Berechne bei vier Modellterminen zu je zwei Handtüchern den Bedarf und erkläre, wie die Rechnung die Material- und Hygienelogistik beeinflusst.
  5. Interessenvertretung: Erläutere, warum eine JAV nicht automatisch in jedem Salon besteht und welche Informations- und Beratungswege trotzdem offenbleiben.
  6. Transferfall: Plane aus einer neuen fiktiven Raumskizze den sicheren Ablauf für zwei Modellplätze, definiere Prüfkriterien und bewerte die Unterschiede zum durchgerechneten Beispiel.


Lernnachweis

Abzugebendes Portfolio: (1) Steckbrief zum Berufsbild mit überprüfbaren Quellen; (2) Vergleich von Ausbildungsordnung, Berufsschulplan und betrieblichem Ausbildungsplan; (3) Raum- und Materialskizze; (4) zwei Rechnungen mit Rechenwegen und Einheiten; (5) Sicherheits-, Hygiene- und Datenschutzcheck mit Verweisen auf aktuelle Unterlagen; (6) Reflexion mit konkreter Verbesserung. Nutze ausschließlich erfundene Personen, Musterbetriebe und fiktive Termine.

Beobachtbare Kompetenzen: Du kannst Fachbegriffe richtig verwenden, arbeitsrechtliche Fragen einer geeigneten Quelle zuordnen, fachliche Grenzen erkennen, Teamentscheidungen begründen, Ressourcen sachgerecht berechnen und ein Arbeitsergebnis gegen Kriterien prüfen. Der Praxisauftrag ist mit dem obigen Raster bis 20 Punkte bewertbar; zusätzlich kann die Lehrkraft Verständlichkeit, Quellenkritik und sichere Kooperation besprechen. Feedback in der Reihenfolge Selbstkontrolle → Partnerfeedback → Fachkraft/Lehrkraft unterstützt das Überarbeiten, ohne vertrauliche Daten weiterzugeben.

Transfer: Übertrage den Ablauf auf eine andere fiktive Salonorganisation. Benenne, was gleich bleibt (Schutz, Datenschutz, Zielklärung), was sich ändert (Räume, Team, Zielgruppe) und welche Fragen ausschließlich die fachlich verantwortliche Person vor Ort entscheiden darf.


OER und Wikipedia

Fachliche Grundlagen und Rechtsstand (Abruf: Oktober 2026):

Geprüfte Wikimedia-Commons-Bilder (Urheber, Lizenz, Dateinachweis):

Eingebundene Datei Quelle Urheber Rechte und Bedingungen
File:Friseursalon.jpg Dateiseite Sam Gamdschie CC BY 3.0, Namensnennung und Lizenzlink
File:Frisoerin (fcm).jpg Dateiseite Frank C. Müller CC BY-SA 4.0, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen bei Bearbeitungen
File:Hairdressing tools, various.jpg Dateiseite Oxfordian Kissuth CC BY-SA 3.0, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen bei Bearbeitungen
File:Haarwaschbecken.jpg Dateiseite Riki1979 Urheberfreigabe als gemeinfrei; Herkunft angegeben

Die Bilder sind in diesem Kurs unverändert verwendet. Die Quell- und Lizenzseiten sind zu beachten, bevor Bilder in anderen Materialien bearbeitet oder weiterverbreitet werden.

Geprüfte deutschsprachige Berufsvideos:

Lizenzhinweis: OER bezeichnet offen lizenzierte Lernmaterialien. Die eigenen erklärenden Texte und selbst erstellten Modellaufgaben dieses Kurses lassen sich nach Wahl der veröffentlichenden Autorenschaft offen weiterverwenden; für Commons-Bilder gelten jeweils eigene, oben nachgewiesene Lizenzen. Fremde Video- und Behördeninhalte werden verlinkt oder eingebettet, nicht als frei lizenzierte Eigenwerke ausgegeben. Prüfe bei späterer Weiterverwendung die jeweils aktuelle Lizenz.


Verknüpfte Lernbereiche

Weiterführende Lernfelder: LF 2: Kunden empfangen und betreuen, LF 3: Haare und Kopfhaut pflegen und LF 12: Betriebliche Prozesse mitgestalten. Die Verweise sind thematische Anschlussmöglichkeiten und ersetzen keine Prüfung, ob die Zielseiten bereits vorhanden sind.


aiMOOC Projekte

Projektideen: Ein anonymes Salon-Leitsystem modellieren, ein Hautschutz-Quiz mit BGW-Quellen entwerfen, eine Materialfluss-Simulation mit Prozentrechnung bauen oder ein datensparsames digitales Berichtsheft-Muster gestalten. Die Schule beziehungsweise der Betrieb entscheidet über sichere Durchführung, Freigaben und Datenschutz.



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