Geschäftsdaten für Entscheidungen nutzen - Bestattungsfachkraft - LF 12
Einleitung
Wie entscheidet ein Bestattungsunternehmen, ob sich eine neue technische Ausstattung, eine digitale Auftragsverwaltung oder ein anderes Finanzierungsmodell rechnet? In diesem aiMOOC lernst du, Geschäftsdaten so aufzubereiten, dass wirtschaftlich tragfähige, nachvollziehbare und verantwortungsvolle Entscheidungen entstehen. Zielgruppe sind Auszubildende zur Bestattungsfachkraft im dritten Ausbildungsjahr. Grundlage ist das KMK-Lernfeld 12 mit einem Zeitrichtwert von 80 Unterrichtsstunden. Es umfasst insbesondere Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Deckungsbeiträge, Investitionen, Finanzierungen, Sicherheiten, Kennzahlen, Budgetierung und die mediengestützte Vorstellung von Entscheidungsgrundlagen.
Dein Lernziel: Du kannst einen branchentypischen Arbeitsauftrag erfassen, Daten prüfen, Kosten und Kennzahlen berechnen, Alternativen abwägen, einen Vorschlag begründet präsentieren und die Entscheidung dokumentieren. Geübt wird ausschließlich mit erfundenen Betrieben und Zahlen. Echte Daten von Hinterbliebenen, Verstorbenen, Beschäftigten oder Auszubildenden gehören nicht in einen öffentlichen Lernkurs. Ein betrieblicher Einsatz erfolgt nur im Rahmen deines Ausbildungsplans und mit fachlicher Freigabe; Landeslehrplan, Ausbildungsordnung sowie die zuständige Ausbildungsstelle, etwa IHK oder Stelle des öffentlichen Dienstes, bleiben maßgeblich. Der Kurs behauptet weder amtliche Anerkennung noch Prüfungszulassung.
Berufliche Ausgangslage: Ein kleines Bestattungsunternehmen möchte seine Ausstattung erneuern und Papierabläufe reduzieren. Die Geschäftsführung benötigt eine sachliche Entscheidungsvorlage. Dabei darf Sparsamkeit niemals die Würde Verstorbener, den Schutz Trauernder, Arbeits- und Gesundheitsschutz oder Verlässlichkeit der Dienstleistungen beeinträchtigen.
Geschäftsdaten erfassen, prüfen und schützen
Geschäftsprozesse und geeignete Kennzahlen
Betriebliche Entscheidungen beruhen auf Informationen aus Auftragsverwaltung, Einkauf, Rechnungswesen, Personalplanung und Qualitätssicherung. Du unterscheidest Umsatz (Erlöse aus eigenen Leistungen ohne Umsatzsteuer), Aufwand und Ertrag (Begriffe der Finanzbuchführung), Kosten und Leistungen (betriebsbezogene Werte der internen Rechnung) sowie Einzahlungen und Auszahlungen (Bewegungen der Zahlungsmittel). Eine Rechnung und eine Zahlung können zeitlich auseinanderfallen: Ein Auftrag steigert den Umsatz, ohne dass der Betrag sofort auf dem Bankkonto eingeht. Das macht den Unterschied zwischen Gewinn und Liquidität aus.
Zu einem wirtschaftlichen Bericht gehören Zeitraum, Anzahl der Aufträge, getrennt erfasste eigene Leistungen und durchlaufende Fremdleistungen, Kostenarten, offene Forderungen, verfügbare Mittel, planmäßige Verpflichtungen sowie dokumentierte Datenquellen. Prüfe stets, ob Daten vollständig, vergleichbar, zeitlich richtig zugeordnet und frei von Doppelzählungen sind. Bei bestattungsbezogenen Fremdleistungen kann die buchhalterische Einordnung von Vertragsgestaltung und Rechnungsstellung abhängen; eine pauschale Behandlung aller Friedhofs- oder Krematoriumsgebühren als eigenen Umsatz wäre sachlich riskant.
Beispiel: Im fiktiven Jahresbericht stehen 240 abrechenbare eigene Leistungspakete und 516.000 € Nettoerlöse. Der durchschnittliche Nettoerlös beträgt 516.000 € / 240 = 2.150 € je Auftrag. Das ist ein Mittelwert und keine verbindliche Preisliste: unterschiedlich aufwendige Bestattungen erfordern individuelle, transparente Kalkulation.

Schaubild zu Zahlungsströmen zwischen Leistungs- und Finanzbereich. Carlnicolas, CC BY-SA 4.0, Quelle und Lizenznachweis im OER-Abschnitt.
Datenqualität, Digitalisierung und verantwortliche Auswertung
Ein digitales Dashboard mit Tabellenkalkulation kann Formeln, Versionsstände und Plan-Ist-Vergleiche sichtbar machen. Nutze Datenvalidierung, getrennte Eingabefelder und nachvollziehbare Berechnungsformeln; schütze Schreibrechte und prüfe jede Änderung gegen Originalbelege. Künstliche Intelligenz kann bei der Struktur einer Präsentation helfen, darf aber nicht ohne geeignete Freigabe mit personenbezogenen Kundendaten, vertraulichen Angeboten oder Betriebsinterna gefüttert werden. Für Lernzwecke verwende synthetische Daten. Pseudonyme ersetzen eine Anonymisierung nicht automatisch.
Im Bestattungswesen sind neben geschäftlichen Angaben insbesondere Daten lebender Angehöriger und Beschäftigter sensibel. Beachte die Grundsätze der Datenschutz-Grundverordnung, insbesondere Zweckbindung, Datenminimierung, Berechtigungskonzept und Sicherheit. Angaben zu Verstorbenen verdienen ebenfalls vertrauliche Behandlung; die rechtliche Einordnung ist jedoch nicht einfach mit dem DSGVO-Schutz lebender Personen gleichzusetzen. Für handelsrechtlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen sind die jeweils geltenden Fristen und ordnungsgemäße Archivierungsverfahren zu prüfen, nicht pauschal alle Datensätze unbegrenzt zu speichern.
Typischer Fehler: Eine farbige Excel-Grafik gilt als Beweis, obwohl Zeitraum, Datenherkunft oder Formeln fehlen. Korrigiere dies durch ein Datenblatt mit Felddefinitionen, Quellenverweisen, Stichtag und Plausibilitätskontrollen.
Kosten- und Leistungsrechnung sowie Kalkulation
Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger
Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) unterstützt interne Entscheidungen. Kostenartenrechnung fragt, welche Kosten entstanden sind, beispielsweise Personal, Raum, Energie, Fahrzeuge, Material, externe Dienstleistungen oder kalkulatorische Abschreibungen. Kostenstellenrechnung fragt, wo diese Kosten verursacht wurden, beispielsweise Beratung und Organisation, Transport und Technik oder Verwaltung. Kostenträgerrechnung fragt, welche Leistung die Kosten verursacht hat, beispielsweise ein konkret abgegrenztes Bestattungspaket.
Einzelkosten lassen sich unmittelbar zuordnen; Gemeinkosten müssen mit sachlich begründeten Schlüsseln verteilt werden. Fixe Kosten bleiben innerhalb eines betrachteten Beschäftigungsbereichs kurzfristig weitgehend konstant; variable Kosten ändern sich mit der Auftragsmenge. Die Kategorien Einzel/Gemein und fix/variabel sind nicht identisch: Ein fixer Aufwand kann einer Kostenstelle direkt zugeordnet sein. Abschreibung verteilt den Werteverzehr eines abnutzbaren Wirtschaftsguts rechnerisch über eine angenommene Nutzungsdauer; sie ist nicht mit der sofortigen Auszahlung beim Kauf gleichzusetzen.
Einfacher Betriebsabrechnungsbogen
Ein Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ordnet Gemeinkosten auf Kostenstellen zu. Der folgende einfache BAB gehört zum fiktiven Jahresmodell und ist bereits anhand beispielhafter Raum-, Zeit- und Nutzungsanteile verteilt. Die Schlüssel selbst müssen betrieblich dokumentiert und regelmäßig überprüft werden.
| Gemeinkostenart | Beratung und Organisation | Transport und Technik | Verwaltung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Indirekte Personalkosten | 56.000 € | 12.000 € | 16.000 € | 84.000 € |
| Räume und IT | 8.000 € | 6.000 € | 10.000 € | 24.000 € |
| Fuhrpark-Gemeinkosten | 0 € | 28.000 € | 0 € | 28.000 € |
| Sonstige Gemeinkosten | 8.000 € | 2.000 € | 22.000 € | 32.000 € |
| Summe | 72.000 € | 48.000 € | 48.000 € | 168.000 € |
Kontrolle: Zeilenweise 84.000 + 24.000 + 28.000 + 32.000 = 168.000 €; spaltenweise 72.000 + 48.000 + 48.000 = ebenfalls 168.000 €. Beide Summen müssen übereinstimmen. Bei 240 gleichartig kalkulierten Aufträgen sind das rechnerisch 700 € Gemeinkosten pro Auftrag. Bei 1.250 € direkt zurechenbaren variablen Kosten betragen die modellhaften Vollkosten 1.250 + 700 = 1.950 €. Bei einem Nettoerlös von 2.150 € verbleiben dann 200 € kalkulatorischer Überschuss je durchschnittlichem Auftrag beziehungsweise 48.000 € für das Jahr. Die Pauschale von 700 € dient der Vollkostenkalkulation bei dieser Menge und ist nicht automatisch eine zusätzliche Auszahlung bei jedem weiteren Auftrag.
Typische Fehler: Gemeinkosten zweimal ansetzen, Umlageschlüssel mit falscher Bezugsbasis berechnen oder die Kosten einer Veranstaltung ohne Prüfung mehreren Aufträgen vollständig zurechnen. Kontrolliere Belege, Zuordnung und Summen vor jeder Empfehlung.
Deutschsprachiges Übungsvideo zum Betriebsabrechnungsbogen von AnkerWissen. Fremdmedium, nicht als frei lizenziertes OER ausgewiesen; Quellenangabe unten.
Deckungsbeiträge für Marktentscheidungen
Vollkosten und entscheidungsrelevante Teilkosten
Der Stückdeckungsbeitrag beträgt Nettoerlös je Auftrag minus variable Kosten je Auftrag. Er zeigt, welchen Betrag eine zusätzliche Leistung zur Deckung der fixen Kosten und danach zum Ergebnis beiträgt. Im Modell: 2.150 € − 1.250 € = 900 € je Auftrag. Bei 240 Aufträgen ergibt sich ein Gesamtdeckungsbeitrag von 240 × 900 € = 216.000 €. Nach Abzug der fixen Jahreskosten von 168.000 € verbleibt ein Betriebsergebnis von 48.000 € vor Zinsen und Steuern.
Ein positiver Deckungsbeitrag ist für einen Zusatzauftrag bei freien Kapazitäten wichtig, aber noch keine pauschale Empfehlung, jeden Preis zu akzeptieren. Prüfe zusätzlich zusätzliche Personal- und Sicherheitskosten, Kapazitätsengpässe, Servicequalität, rechtliche Preisvorgaben und die Wirkung auf Stammkundschaft. Eine dauerhafte Preispolitik muss alle relevanten Kosten decken und die wirtschaftliche Stabilität sichern. Leistungen für trauernde Menschen dürfen nicht manipulativ verkauft werden.
Gewinnschwelle und Entscheidung bei veränderter Menge
Die Gewinnschwelle liegt im einfachen Ein-Produkt-Modell dort, wo gesamte Deckungsbeiträge die fixen Kosten decken. Rechnung: 168.000 € / 900 € = 186,67. Da keine Bruchteile eines Auftrags abgerechnet werden, müssen mindestens 187 Aufträge erreicht werden, um das modellhafte Betriebsergebnis nicht negativ werden zu lassen. Bei 186 Aufträgen ergäben 186 × 900 − 168.000 = −600 €; bei 187 Aufträgen ergeben sich +300 €.

Deutsch beschriftete Darstellung der Gewinnschwelle; Empro2, CC BY-SA 3.0. Das Bild veranschaulicht das Prinzip und verwendet nicht die Zahlen unseres Falles.
Deutschsprachiges Video von Studyflix zur Berechnung von Stück- und Gesamtdeckungsbeiträgen; Drittinhalt, nicht als OER ausgewiesen.
Für eine transparente Marktentscheidung vergleiche mindestens: Vollkosten zur nachhaltigen Preisgestaltung, Deckungsbeitrag für kurzfristige Zusatzaufträge, Verfügbarkeit qualifizierter Beschäftigter und Auswirkungen auf Arbeitsbelastung sowie Qualität. Eine rein zahlengetriebene Annahme zusätzlicher Bestattungen kann unvertretbar sein, wenn Ruhezeiten, Hygiene- oder Betreuungsstandards verletzt würden.
Investition, Kapitalbedarf und Finanzierung beurteilen
Investitionsanlässe und Kapitalbedarf
Ein Investitionsanlass kann eine notwendige sichere Ersatzbeschaffung, eine barrierearme Beratungstechnik, energiesparende Fahrzeugtechnik oder eine rechtskonforme digitale Aktenführung sein. Plane Anschaffung, Installation, Einweisung, laufende Wartung, Software, Sicherheitsmaßnahmen und Reserve. Trenne einmalige Anschaffungsauszahlungen, periodische Kosten und gebundene Liquiditätsreserve. Letztere ist kein Aufwand. Eine technische Entscheidung muss auch die Zuverlässigkeit, Zugänglichkeit, Energie- und Materialbilanz sowie Ersatzteile und Entsorgung berücksichtigen.
Bei Investitionen kannst du einfache Amortisationszeiten als erste Orientierung vergleichen: Anschaffungsauszahlung / erwarteter jährlicher zusätzlicher Nettozahlungsvorteil. Das ignoriert zunächst die zeitliche Lage und Unsicherheit der Zahlungen. Für langfristige Varianten ist der Kapitalwert geeigneter, der zukünftige Zahlungsüberschüsse mit einem sachgerecht gewählten Kalkulationszins auf den Entscheidungszeitpunkt bezieht. Ein Diskontierungsfaktor ist kein aktuelles Kreditangebot.

Abzinsungsfaktoren als Vertiefung zur dynamischen Investitionsrechnung; fellmann.eric, CC BY-SA 3.0. Die Tabellenzinssätze sind Rechenbeispiele, keine aktuellen Bankkonditionen.
Eigen-, Fremd- und alternative Finanzierung
Eigenfinanzierung nutzt vorhandenes Eigenkapital beziehungsweise einbehaltene Überschüsse, schwächt aber gegebenenfalls die sofortige Zahlungsreserve. Fremdfinanzierung kann etwa über Investitionsdarlehen erfolgen; Zinsen, Gebühren, Tilgungsplan und Sicherheiten begrenzen die freie Liquidität. Bei einem Ratendarlehen ist die Tilgung pro Periode gleich, die Zinszahlung sinkt bei fallender Restschuld. Beim Annuitätendarlehen bleibt die periodische Gesamtzahlung unter vereinbarten Bedingungen weitgehend gleich, die Anteile von Zins und Tilgung ändern sich. Ein Kontokorrentkredit eignet sich eher zum Ausgleich kurzfristiger Zahlungsspitzen als zur Finanzierung einer langjährig genutzten Anlage. Vergleiche Angebote nach effektiven Kosten, Laufzeit, Sondertilgungsrechten, Flexibilität und Gesamtrisiko; aktuelle Marktkonditionen müssen zum Entscheidungstag eingeholt werden.
Leasing verschafft ein vertraglich geregeltes Nutzungsrecht gegen Raten; Eigentum, Wartung, Rückgabe, Restwert und Kündigungsregeln hängen vom Vertrag ab. Factoring ist die vertragliche Veräußerung von Forderungen an einen Factor, häufig gegen Abschlag beziehungsweise Gebühr; Haftungs-, Ausfall- und Datenschutzregelungen unterscheiden sich. Beides ist kein kostenloses Geld. In der Bestattungsbranche dürfen Forderungsbearbeitung und Kundengespräche die besondere Situation von Hinterbliebenen nicht missachten.
Kreditsicherung und Risikoprüfung
Die Grundschuld ist ein dingliches Recht an einem Grundstück und wird im Grundbuch eingetragen. Bei einer Bürgschaft haftet eine weitere Person nach den gesetzlichen und vertraglichen Bedingungen für eine fremde Verpflichtung. Bei der Sicherungsübereignung wird zur Sicherung grundsätzlich Eigentum an beweglichen Gegenständen übertragen, während die Nutzung häufig beim Sicherungsgeber bleibt. Diese Instrumente besitzen unterschiedliche rechtliche Risiken; sie sind nicht austauschbar. Minderjährige Auszubildende übernehmen keine eigenständigen Sicherheiten oder bindenden Kreditverträge als Lernübung. Prüfung und Vertragsabschluss erfolgen ausschließlich durch befugte Verantwortliche, gegebenenfalls mit Rechtsberatung.
Praxiswarnung: Eine günstige monatliche Rate beweist noch keine Vorteilhaftigkeit. Kontrolliere vollständigen Kapitalbedarf, Zins- und Rückzahlung, Liquidität, Haftungsrisiko, Restwert und einen negativen Szenariofall.
Kennzahlen, Budgetierung und sichere Unternehmensführung
Bilanzkennzahlen und Rentabilität
Eine Bilanz vergleicht Vermögenswerte auf der Aktivseite mit Eigen- und Fremdkapital auf der Passivseite. Einfache Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital × 100; im ergänzenden fiktiven Zahlenbestand 135.000 € / 300.000 € × 100 = 45 %. Eine Quote muss im Branchen-, Zeit- und Risikokontext interpretiert werden und ist für sich kein Gütesiegel.
Die Liquidität 1. Grades ist als Momentaufnahme liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten × 100. Bei 70.000 € Bank und Kasse sowie 40.000 € kurzfristigen Schulden ergibt sich 175 %. Das bedeutet nicht, dass beliebig Geld entnommen werden kann: Fälligkeiten, Steuern, Löhne und unregelmäßige Auftragseingänge sind in einem Liquiditätsplan gesondert zu berücksichtigen. Eine hohe Quote kann umgekehrt auch brachliegende Mittel anzeigen. Als einfacher Rentabilitätsindikator ergibt sich im Ausgangsfall eine operative Umsatzrendite von 48.000 € / 516.000 € × 100 = 9,30 %; sie ist weder die Eigenkapital- noch die Gesamtkapitalrentabilität. Bezeichnungen, Zähler, Nenner und Bezugsperiode müssen im Bericht exakt angegeben sein.

Schematische Bilanzdarstellung mit englischen Begriffen; Moochieboy74, CC0 1.0. Die Grafik ist als Strukturhilfe zu lesen, nicht als Bilanz des Praxisbetriebs.
Budgetkontrolle in privaten und öffentlichen Einrichtungen
Budgetierung bedeutet, finanzielle Ziele und Ressourcen für einen Zeitraum verbindlich zu planen und anschließend Soll- und Istgrößen zu vergleichen. Im privaten Unternehmen kann das beispielsweise eine jährliche Kostenobergrenze für Softwaredienste sein; öffentliche Friedhofsverwaltungen berücksichtigen zusätzlich kommunale Haushaltsvorgaben, Gebührenkalkulation und Zuständigkeiten. Eine Budgetüberschreitung ist zu begründen, nicht zu verstecken.
Beispiel Plan-Ist: Für laufende IT-Kosten waren 6.000 € im Jahr geplant, tatsächlich fallen 6.500 € an. Abweichung Ist minus Plan = +500 €, also 500 € Mehrkosten. Waren gleichzeitig 21.600 € Einsparung bei variablen Kosten geplant, aber nur 19.800 € erreicht, liegt die Einsparung um 1.800 € unter Plan. Erwarteter Netto-Zahlungsvorteil: 21.600 − 6.000 = 15.600 €; realisiert: 19.800 − 6.500 = 13.300 €. Gesamtverschlechterung 2.300 €. Die Leitung muss Ursache, Gegenmaßnahmen und Prognose dokumentieren. Ein Ampelsystem allein erklärt keine Abweichung.
Gesundheit, Umwelt, Beschaffung und Datenschutz
Wirtschaftlichkeit setzt sichere und würdige Leistungen voraus. Bei der Investitionsentscheidung prüfst du beispielsweise ergonomische Arbeitsmittel, Hygienefähigkeit, Belastung des Personals, energiesparenden Betrieb, Reparaturfähigkeit, dauerhafte Ersatzteilversorgung und datensparsame Software. Schutzmaßnahmen dürfen nicht zur Erhöhung eines Deckungsbeitrags gestrichen werden. Maßgeblich sind die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, einschlägige DGUV-Regelwerke, Herstelleranweisungen und aktuelle Fachvorgaben. Konkrete Arbeiten mit Infektions-, Chemikalien-, Verkehrs- oder Hebe-/Tragerisiken erfolgen nur durch befugtes und eingewiesenes Personal unter notwendiger Aufsicht. Sichere Lernalternative: Digitale Modellkalkulation, Herstellerdatenblattvergleich und Simulation statt selbstständiger Versuche an Fahrzeugen, Desinfektionsmitteln oder Verstorbenen.
Bei digitaler Verarbeitung beschränkst du Zugriffe nach Aufgaben, schützt Übertragung und Sicherung der Daten und dokumentierst Lösch- und Aufbewahrungskonzepte nach jeweiligem Zweck. Für Berichte und Präsentationen sind aggregierte oder vollständig künstliche Datensätze vorzuziehen. Unterschiedliche Angebote werden unter Berücksichtigung von Datenschutz, Barrierefreiheit, Umwelteffekten und Gesamtkosten geprüft; nachhaltig ist nur ein Verfahren, das wirtschaftlich, sozial und ökologisch tragfähig bleibt.
Vollständiger Praxisauftrag mit Musterlösung und Bewertung
Auftrag und Arbeitsplan
Situation: Das frei erfundene Bestattungsunternehmen „Musterbetrieb Nord“ bearbeitet derzeit 240 vergleichbare eigene Leistungspakete pro Jahr. Es erwägt eine langlebige technische Ausstattung mit digitaler Ablaufunterstützung, die Routinen vereinfacht, ohne Personal- oder Hygienestandards zu mindern. Die Leitung möchte eine Entscheidungsvorlage über Beschaffung und Finanzierung. Alle Angaben sind Netto-Rechenwerte eines Lernmodells, keine Preisempfehlungen und keine Daten eines realen Unternehmens.
Aufgabenauftrag: Analysiere die Ausgangsdaten und den BAB, ermittle Deckungsbeiträge und Betriebsergebnis, plane den Kapitalbedarf, vergleiche Finanzierung und Liquidität, berechne den jährlichen Vorteil, prüfe ein schwächeres Mengenszenario und formuliere einen begründeten Vorschlag einschließlich Sicherheits-, Datenschutz- und Nachhaltigkeitsbedingungen.
| Schritt | Tätigkeit | Prüfnachweis |
|---|---|---|
| 1. Analysieren | Auftragsmenge, Preise, Kosten und Entscheidungskriterien auf Vollständigkeit prüfen | Datenblatt mit Annahmen und Quelle „fiktiver Fall“ |
| 2. Planen | Rechenmodell, Zeitfenster und Verantwortlichkeiten festlegen | Arbeitsplan und Formelliste |
| 3. Bearbeiten | BAB, Deckungsbeitrag, Investition, Darlehen, Kennzahlen und Szenarien rechnen | Tabellen mit Rechenwegen |
| 4. Prüfen | Summen, Liquidität, Schutzanforderungen und Sensitivität kontrollieren | Prüfprotokoll mit Abweichungen |
| 5. Dokumentieren | Zwei Alternativen vergleichen, Empfehlung abgeben und Grenzen benennen | Entscheidungsvorlage und Kurzpräsentation |
Geprüfter Datensatz und Vollkosten- beziehungsweise Deckungsbeitragsrechnung
Ausgangsdaten: 240 Aufträge/Jahr; Nettoerlös 2.150 € je Auftrag; variable Kosten 1.250 € je Auftrag; feste Gemeinkosten 168.000 € jährlich (aus dem zuvor dargestellten BAB). Keine weiteren Zins- oder Steuerangaben in der Ausgangsperiode. Ergebnis:
| Position | Rechenweg | Ausgangsmodell |
|---|---|---|
| Jahreserlös | 240 × 2.150 € | 516.000 € |
| Variable Kosten | 240 × 1.250 € | 300.000 € |
| Gesamtdeckungsbeitrag | 516.000 € − 300.000 € | 216.000 € |
| Fixe Gemeinkosten | BAB-Summe | 168.000 € |
| Betriebsergebnis | 216.000 € − 168.000 € | 48.000 € |
| Vollkosten je Auftrag | 1.250 € + 168.000 € / 240 | 1.950 € |
| Gewinnschwelle | 168.000 € / 900 € | ab 187 Aufträgen |
Kontrollfrage an dich: Stimmen beide BAB-Summen, Umsatz minus variable Kosten und der Ergebnisvergleich überein? Die eindeutigen Rechenwege oben helfen, eigene Tabellenformeln zu prüfen; die späteren Quizfragen verraten ihre Lösungen nicht vorab.
Investitionsrechnung mit Kredit und Liquidität
Annahmen zur Variante B: Anschaffung plus Einrichtung 40.000 €; modellhafte lineare Nutzungsdauer 5 Jahre ohne Restwert; jährliche zusätzliche Software-/Serviceauszahlungen 6.000 €; Einsparung variabler Kosten 90 € pro Auftrag durch effizientere Abläufe ohne Kürzung vorgeschriebener Schutzmaßnahmen; mindestens 10.000 € gesondert für kurzfristige Liquidität vorzuhalten. Der Finanzierungsrahmen beträgt damit 40.000 € Anlage plus 10.000 € vorgehaltene Reserve = 50.000 €. Vorgesehen sind 20.000 € frei verfügbare Eigenmittel und 30.000 € Investitionsdarlehen. Das Darlehen ist ein vereinfachtes Tilgungsdarlehen mit 6 % Nominalzins pro Jahr auf die jeweilige Restschuld und 7.500 € Tilgung am Ende jedes Jahres für vier Jahre; Kosten, Gebühren, Steuern und ggf. abweichende Zinstermine sind nicht eingerechnet.
Schritt 1 – Abschreibung: 40.000 € / 5 = 8.000 € pro Jahr. Sie erhöht den jährlichen kalkulatorischen Fixkostenblock, ist im Jahr nach Kauf aber keine weitere Auszahlung für die Anlage.
Schritt 2 – neue variable Kosten: 1.250 − 90 = 1.160 € je Auftrag. Neuer Stückdeckungsbeitrag: 2.150 − 1.160 = 990 €. Gesamtdeckungsbeitrag: 240 × 990 = 237.600 €.
Schritt 3 – neue fixe Betriebskosten: 168.000 + 8.000 Abschreibung + 6.000 laufender IT-Aufwand = 182.000 €. Betriebsergebnis nach Investition: 237.600 − 182.000 = 55.600 €. Operative Verbesserung gegenüber 48.000 €: 7.600 € pro Jahr. Der erste Jahreszins beträgt 30.000 × 0,06 = 1.800 €; die Verbesserung des vereinfachten Ergebnisses vor Steuern unter Berücksichtigung nur der neuen Finanzierung beträgt damit 5.800 €.
Schritt 4 – Zahlungswirkung: Zusätzliche jährliche Einsparzahlungen 240 × 90 = 21.600 €, minus 6.000 € laufende IT-Auszahlungen = 15.600 € zusätzlicher jährlicher operativer Zahlungsmittelüberschuss vor Darlehensdienst und Steuern. Im ersten Modelljahr: 1.800 € Zins plus 7.500 € Tilgung = 9.300 € Darlehensdienst. Vereinfachter zusätzlicher Liquiditätsbeitrag dieses Jahres nach Darlehensdienst: 15.600 − 9.300 = 6.300 €. Die 8.000 € Abschreibung dürfen dabei nicht noch einmal als Auszahlung abgezogen werden. Die einmaligen Kauf- und Finanzierungsströme sind hiervon getrennt zu betrachten.
Schritt 5 – einfache Amortisation: 40.000 € Anschaffungsauszahlung / 15.600 € jährlicher zusätzlicher operativer Zahlungsüberschuss = rund 2,56 Jahre. Die 10.000 € vorzuhaltende Reserve sind keine verbrauchte Anschaffungsauszahlung und gehören nicht in diesen Nenner/Zähler-Vergleich. Die Rechnung ist nur eine grobe Vorkalkulation ohne Abzinsung, Steuern, Preis-/Nachfragerisiko oder Restwert.
Schritt 6 – Liquidität und Bilanz: Ergänzende fiktive Anfangswerte: 70.000 € liquide Mittel, 40.000 € kurzfristige Verbindlichkeiten, 135.000 € Eigenkapital und 300.000 € Bilanzsumme. Vorherige Liquidität 1. Grades: 70.000 / 40.000 × 100 = 175 %; Eigenkapitalquote: 135.000 / 300.000 × 100 = 45 %. Unmittelbar nach Auszahlung der 40.000 € für die Anlage und dem Eingang des 30.000-€-Darlehens sind bei sonst unveränderten Werten 60.000 € liquide Mittel vorhanden: 70.000 + 30.000 − 40.000 = 60.000 €; davon werden 10.000 € intern als Reserve vorgesehen. Wenn die erste Jahresrate von 7.500 € als kurzfristiger Anteil der Darlehensschuld ausgewiesen wird, steigen die kurzfristigen Verpflichtungen in dieser Modellbetrachtung auf 47.500 €. Liquidität 1. Grades unmittelbar nach Finanzierung: 60.000 / 47.500 × 100 ≈ 126,3 %. Bilanzsumme 330.000 € und unverändertes Eigenkapital 135.000 € ergeben nach Aufnahme des Darlehens eine Eigenkapitalquote von rund 40,9 %. Diese Stichtagsrechnungen ersetzen keinen tagesgenauen Liquiditäts- und Tilgungsplan; Klassifizierung, andere Zahlungsströme und spätere Buchungen können sie verändern.
Schritt 7 – Gewinnschwelle nach Investition: 182.000 € / 990 € = 183,84, also 184 Aufträge für das operative Ergebnis. Mit 1.800 € Modellzins im ersten Jahr ergibt sich für die Ergebnisdeckung vor Steuern 183.800 € / 990 € = 185,66, also 186 Aufträge.
Szenariovergleich, Entscheidungsvorlage und Bewertungsraster
| Variante | 240 Aufträge | 200 Aufträge | 160 Aufträge |
|---|---|---|---|
| A: Betriebsergebnis ohne Investition | 48.000 € | 12.000 € | −24.000 € |
| B: Betriebsergebnis nach Investition vor Darlehenszins | 55.600 € | 16.000 € | −23.600 € |
| Verbesserung B vor Zins | +7.600 € | +4.000 € | +400 € |
| Verbesserung B nach 1.800 € erstem Jahreszins | +5.800 € | +2.200 € | −1.400 € |
Rechenkontrolle: Bei 200 Aufträgen ergibt die neue Variante 200 × 990 − 182.000 = 16.000 €; bei 160 Aufträgen 160 × 990 − 182.000 = −23.600 €. Vergleichszahlen der alten Variante sind 200 × 900 − 168.000 = 12.000 € beziehungsweise 160 × 900 − 168.000 = −24.000 €. Bei schwacher Nachfrage reicht ein positiver Stückdeckungsbeitrag nicht aus, um einen Jahresverlust zu verhindern.
Musterentscheidung: Variante B ist bei plausiblen 240 Aufträgen grundsätzlich wirtschaftlich interessant: geringere laufende Stückkosten, operative Verbesserung von 7.600 €, rechnerische Amortisation von etwa 2,56 Jahren und im Modell nach Finanzierung noch eine planbare Reserve. Eine Freigabe ist trotzdem an Bedingungen zu knüpfen: belastbare schriftliche Angebote, aktueller Zinssatz und vollständiger Tilgungsplan, geprüfte Datensicherheit, nachgewiesene ergonomische und hygienische Eignung, Schulungen, Wartung, mindestens 10.000 € verfügbarer Sicherheitspuffer sowie überprüfte Fallzahlen. Bei Nachfragerisiko nahe 160 Aufträgen ist die Entscheidung zu verschieben oder anzupassen. Für eine echte Entscheidung wären eine mehrjährige Liquiditätsvorschau und ein alternatives Leasingangebot erforderlich. Die Leitung trifft die Entscheidung, nicht die auszubildende Person.
Prüfbares Arbeitsergebnis: Abzugeben sind (a) Datenerfassungsblatt ohne Personenbezug, (b) kontrollierter BAB, (c) Deckungsbeitrags-/Szenariotabelle mit sichtbaren Formeln, (d) Kapitalbedarfs- und Kreditplan, (e) Liquiditätskurzbericht, (f) eine einseitige begründete Entscheidungsnotiz sowie (g) ein dreiminütiger Vortrag mit Quellenangaben. Jede Zahl muss auf ihre Ausgangswerte und Annahmen rückführbar sein.
| Bewertungsdimension | Nachweis | Maximalpunkte |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse und Datensicherheit | Vollständige, synthetische Daten; Zeitbezug; Fehlerquellen; Schutzkonzept | 15 |
| BAB, Kalkulation und Deckungsbeitrag | Richtige Schlüssel, Zwischensummen, Formeln, Ergebniskontrolle | 25 |
| Investition und Finanzierung | Kapitalbedarf, Tilgung, Zins, Sicherheiten und Alternativen begründet | 20 |
| Kennzahlen, Budget und Szenarien | Liquidität, Rentabilität, Plan-Ist und Nachfrageänderung nachvollziehbar | 20 |
| Arbeitsschutz, Würde und Nachhaltigkeit | Konkrete nicht verhandelbare Sicherheits-/Qualitätskriterien | 10 |
| Dokumentation und Präsentation | Verständlicher Bericht, Quellen, eindeutige Empfehlung und Grenzen | 10 |
| Gesamt | Lehrkraft oder Ausbildungsbetreuung bewertet nachvollziehbar | 100 |
Rückmelderegel: Ab 85 Punkten ist der Auftrag sehr sicher und gut begründet bearbeitet; 70–84 zeigt eine tragfähige Lösung mit Verbesserungsmöglichkeiten; 50–69 erfordert gezielte Nacharbeit; unter 50 Punkten sind Berechnungen und Entscheidungsvorlage erneut zu prüfen. Gravierende Datenschutz- oder Sicherheitsfehler müssen unabhängig von der Punktzahl korrigiert werden. Dieses Raster ist eine didaktische Übung, keine offizielle Prüfungsnote.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz: Fachwissen anwenden
Was beschreibt den Stückdeckungsbeitrag eines Leistungsauftrags? (Nettoerlös abzüglich variabler Kosten je Auftrag) (!Nettoerlös abzüglich sämtlicher fixen Jahreskosten) (!Bankguthaben nach Abzug der Darlehenstilgung) (!Anschaffungswert abzüglich der Liquiditätsreserve)
Welche Aussage zum Betriebsabrechnungsbogen ist fachlich richtig? (Er ordnet Gemeinkosten nachvollziehbar den Kostenstellen zu) (!Er ersetzt jede Einzelkostenrechnung durch Einnahmen) (!Er legt die gesetzlich zulässige Höhe aller Bestattungspreise fest) (!Er dokumentiert ausschließlich Zahlungseingänge auf dem Bankkonto)
Welcher Betrag ist im Ausgangsfall der Gesamtdeckungsbeitrag bei 240 Aufträgen? (216000 Euro) (!48000 Euro) (!168000 Euro) (!516000 Euro)
Ab welcher ganzzahligen Auftragsmenge wird im Ausgangsfall die operative Gewinnschwelle erreicht? (187 Aufträge) (!186 Aufträge) (!160 Aufträge) (!240 Aufträge)
Wie hoch ist die jährliche lineare Abschreibung für eine Anschaffung über 40000 Euro bei fünf Modelljahren ohne Restwert? (8000 Euro) (!5000 Euro) (!40000 Euro) (!10000 Euro)
Wie hoch ist im Kreditbeispiel der Zins auf 30000 Euro Restschuld bei sechs Prozent für das erste volle Jahr? (1800 Euro) (!7500 Euro) (!9300 Euro) (!3000 Euro)
Welche Kennzahl ergibt sich aus 70000 Euro liquiden Mitteln und 40000 Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten? (175 Prozent Liquidität ersten Grades) (!45 Prozent Eigenkapitalquote) (!70 Prozent Liquidität ersten Grades) (!40 Prozent Umsatzrendite)
Wofür steht Factoring im beschriebenen Finanzierungszusammenhang? (Forderungen werden vertraglich an einen Factor verkauft) (!Ein Grundstück wird zwingend als Sicherheit belastet) (!Eine Maschine wird ohne Vertrag kostenlos ausgeliehen) (!Die gesamte Abschreibung wird sofort als Erlös gebucht)
Was bedeutet ein Istaufwand von 6500 Euro bei einem geplanten IT-Budget von 6000 Euro? (Eine ungünstige Kostenabweichung von 500 Euro) (!Eine günstige Kostenabweichung von 500 Euro) (!Eine planmäßige Kosteneinsparung von 6500 Euro) (!Ein unverändertes Budgetergebnis)
Wie bereitest du Geschäftsdaten datenschutzgerecht für eine öffentliche Lernpräsentation vor? (Mit frei erfundenen aggregierten Falldaten ohne Personenbezug) (!Mit ungeprüften Kundendaten aus dem laufenden Auftragssystem) (!Mit vollständigen Namen von Angehörigen und Beschäftigten) (!Mit vertraulichen Originalrechnungen in einem offenen Chat)
Memory: Fachbegriffe und Bedeutung
Finde jeweils den passenden Begriff zu seiner Beschreibung. Prüfe nach jedem Versuch, welche Geschäftsentscheidung damit unterstützt wird.
| Deckungsbeitrag | Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten |
| Kostenstelle | Organisatorischer Bereich der Kostenentstehung |
| Kapitalbedarf | Für ein Vorhaben erforderlicher Finanzierungsrahmen |
| Grundschuld | Im Grundbuch verankertes Grundpfandrecht |
| Budgetierung | Planung und Kontrolle zeitbezogener Ressourcen |
| Factoring | Vertraglicher Verkauf von Forderungen |
Drag-and-drop: Methode und Zweck zuordnen
Ordne genau die passende Handlung der zugehörigen Methode zu; verwende keine echten Betriebsdaten.
| Ordne die passende Methode zu. | Zweck im Bestattungsunternehmen |
|---|---|
| Kostenartenrechnung | Kosten nach ihrer Art erfassen |
| Kostenstellenrechnung | Gemeinkosten dem verursachenden Bereich zuweisen |
| Kostenträgerrechnung | Aufwand einer konkreten Leistung zurechnen |
| Liquiditätsplanung | Zahlungsmittel und fällige Verpflichtungen zeitlich vergleichen |
| Investitionsrechnung | Langfristige Anschaffungsalternativen wirtschaftlich beurteilen |
Kreuzworträtsel: Betriebswirtschaftliche Begriffe
| Budget | Geplanter finanzieller Rahmen für einen Zeitraum? |
| Leasing | Vertragliche Nutzung einer Anlage gegen wiederkehrende Zahlungen? |
| Bilanz | Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital zum Stichtag? |
| Fixkosten | Innerhalb des betrachteten Beschäftigungsbereichs weitgehend mengenunabhängige Kosten? |
| Kredit | Rückzahlbare Überlassung von Geld gegen vereinbarte Bedingungen? |
| Tilgung | Vertragliche Rückzahlung einer Darlehensschuld? |
LearningApps: Zusätzliche Zuordnungsübungen
Nutze die thematische Suche und wähle eine passende, tatsächlich erreichbare Lernanwendung. Sucheinträge auf der Fremdplattform sind keine vom Kurs geprüften Aufgaben oder Garantien für ihre Qualität. Gleiche fremde Lösungen mit den Fachkapiteln ab.
Lückentext: Entscheidungsprozesse verstehen
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge. Speichere ausschließlich synthetische Daten und lege bei jeder Abgabe Rechenschritte und Prüfhinweise bei. Prüfe deine Antworten anhand der Kriterien in den Fachkapiteln, ohne die Multiple-Choice-Lösungen vorwegzunehmen.
Leicht
- Kostenartenrechnung: Lege eine Tabelle mit zwölf selbst erdachten Aufwendungen eines Bestattungsbetriebs an. Ordne sie begründet Einzel-/Gemeinkosten sowie fix/variabel zu und kennzeichne Grenzfälle.
- Datenschutz: Erstelle ein kurzes Merkblatt, welche Felder eines Bestattungsauftrags in einer öffentlichen Übungspräsentation niemals als Echtdaten erscheinen dürfen. Prüfkriterium: Zweck, Zugriff und Datensparsamkeit.
- Deckungsbeitrag: Rechne drei synthetische Auftragsvarianten mit unterschiedlichen Nettoerlösen und variablen Kosten durch. Prüfkriterium: jedes Ergebnis mit eingesetzter Formel.
- Budgetierung: Zeichne eine einfache Plan-Ist-Grafik für monatliche Software- und Energiekosten. Prüfkriterium: Achsen, Quellen, Abweichungszeichen und schriftliche Deutung.
Standard
- Betriebsabrechnungsbogen: Erstelle aus dem Praxisfall einen BAB in einer Tabellenkalkulation mit Summenprüfung und kommentierten Verteilungsschlüsseln. Prüfkriterium: identische Zeilen- und Spaltensumme.
- Investitionsrechnung: Entwickle ein zweites fiktives Anschaffungsangebot mit anderer Nutzungsdauer und Wartung. Prüfkriterium: vergleichbare Annahmen und eine begründete Empfehlung.
- Liquiditätsplanung: Erstelle einen dreimonatigen Kalender von Ein- und Auszahlungen einschließlich Kreditrate. Prüfkriterium: Anfangsbestand plus Zuflüsse minus Abflüsse gleich Endbestand.
- Unternehmensfinanzierung: Vergleiche Darlehen, Leasing und Factoring für einen geeigneten betrieblichen Anlass. Prüfkriterium: Kosten, Vertragsrisiko, Zugriff auf Vermögen und Folgen für Angehörige.
Schwer
- Szenarioanalyse: Berechne die Investitionsvariante für 160, 200 und 240 Aufträge sowie veränderte Softwarekosten. Prüfkriterium: ein nachvollziehbarer Schwellenwert und Grenzen der Prognose.
- Unternehmensbewertung: Entwickle eine anonymisierte Kennzahlenübersicht für eine fiktive kleine Friedhofsverwaltung und erläutere Unterschiede zur gewinnorientierten Unternehmenssteuerung. Prüfkriterium: Trennung von Finanz- und Qualitätszielen.
- Nachhaltige Beschaffung: Entwirf eine Nutzwertanalyse für eine ergonomische und ressourcenschonende technische Anschaffung. Prüfkriterium: Sicherheit als Mindestanforderung, danach Gewichtung von Betriebskosten und Umweltwirkung.
- Controlling: Gestalte eine dreiminütige Präsentation der ausgearbeiteten Entscheidungsvorlage inklusive Gegenargument und datenschutzfreundlicher Visualisierung. Prüfkriterium: eindeutige Empfehlung mit Bedingungen und Rückfragephase.


Lernkontrolle
- Geschäftsdatenanalyse: Identifiziere in einem künstlichen Datensatz doppelt erfasste Fremdleistungen und leite die mögliche Verfälschung von Umsatz, Deckungsbeitrag und Entscheidungsgrundlage her.
- Kalkulation: Erläutere schriftlich, warum eine Gemeinkostenpauschale von 700 € je Auftrag bei 240 Aufträgen nicht einfach auf einen zusätzlichen Auftrag übertragen werden darf.
- Finanzierungsvergleich: Bewerte eine Leasingvariante gegen das Tilgungsdarlehen und fordere konkret die noch fehlenden Vertrags- und Zahlungsdaten an.
- Liquiditätsanalyse: Interpretiere die Veränderung der Liquidität ersten Grades im Praxisfall und skizziere zwei Maßnahmen für einen angespannten Monat ohne Kürzung von Hygienestandards.
- Entscheidung unter Unsicherheit: Erkläre anhand der 160-Aufträge-Variante, warum eine im Normalfall sinnvolle Investition unter Risiko neu bewertet werden muss.
- Datenschutz und Arbeitsschutz: Prüfe eine fiktive digitale Dashboard-Skizze auf unberechtigte Zugriffe, Überlastung und fehlende Sicherheitskosten und formuliere konkrete Korrekturen.
Lernkontroll-Feedback: Eine gute Lösung benennt Ausgangszahlen und Annahmen, verwendet fachlich richtige Formeln, begründet Konsequenzen und erklärt Grenzen. Bei Fehlern gehst du zur betreffenden Überschrift zurück und korrigierst das Rechenblatt, statt nur einen Ergebniswert auszutauschen.
Lernnachweis
Für einen überprüfbaren Kompetenznachweis reichst du ein Portfolio mit sieben Teilen ein: Datenblatt, BAB mit Formeln, Voll-/Teilkostenrechnung, Investitions- und Finanzierungsvergleich, Liquiditäts-/Kennzahlenbericht, Szenarioanalyse und schriftliche Entscheidungsvorlage samt Kurzpräsentation. Die Lehrkraft oder fachlich berechtigte Ausbilderin prüft anhand des 100-Punkte-Rasters im Praxisfall. Jede Zahl muss auf eine definierte Ausgangsgröße zurückführbar sein; rechnerische Differenzen dürfen nicht ungeklärt bleiben. Du weist außerdem nach, dass du personenbezogene Daten ausschließt, einen sicheren digitalen Umgang beschreibst und die nicht verhandelbaren Gesundheits-, Hygiene- und Würdekriterien berücksichtigst.
Selbstreflexion: Was würde deine Empfehlung ändern? Welche Zahlen sind sicher und welche beruhen auf Schätzungen? Welche Daten bräuchtest du vor einer realen Finanzierung? Dokumentiere eine überarbeitete Version nach Feedback; dies zeigt die Fähigkeit zur beruflichen Überprüfung und Verbesserung.
OER und Wikipedia
Primärquellen und überprüfte Fachinformationen (Abruf und Abgleich der genannten Quellen am 22.10.2026):
- KMK-Rahmenlehrplan Bestattungsfachkraft, Lernfeld 12 auf gedruckter PDF-Seite 19. Maßgebliche fachliche Kompetenzfelder wurden paraphrasiert, nicht als Normvolltext übernommen.
- BIBB: Berufsprofil, Ausbildungsdauer und Rechtsgrundlagen.
- Ausbildungsordnung Bestattungsfachkraft in der online bereitgestellten Rechtsfassung.
- HGB § 238 und HGB § 257 für Buchführung und Aufbewahrung. Gesetzesstand und gegebenenfalls Übergangsbestimmungen bei echter Anwendung prüfen.
- Datenschutz-Grundverordnung, insbesondere Art. 5.
- DGUV: Gefährdungsbeurteilung. Für reale Tätigkeiten stets die konkret zuständigen Unfallverhütungsvorschriften, aktuellen DGUV-Informationen und die betrieblichen Schutzanweisungen prüfen.
- Wikipedia: Kosten- und Leistungsrechnung, Betriebsabrechnungsbogen, Deckungsbeitrag und Liquiditätsgrad zur Wiederholung der Grundlagen. Wikipedia ergänzt, ersetzt jedoch keine aktuellen Rechtstexte oder Fachaufsicht.
Bildmedien – geprüfte Commons-Dateiseiten und Lizenznachweise:
| Datei | Quelle/Dateiseite | Urheberangabe | Lizenz und Nachweis |
|---|---|---|---|
| File:Cashflows des Unternehmens.png | Commons-Dateiseite | Carlnicolas | CC BY-SA 4.0 |
| File:Gewinnschwelle 1.1.svg | Commons-Dateiseite | Empro2; spätere Bearbeitung Ahellwig | CC BY-SA 3.0 |
| File:Abzinsungsfaktor Tabelle www.software2download.de.png | Commons-Dateiseite | fellmann.eric | CC BY-SA 3.0 |
| File:Balance Sheet 1.jpg | Commons-Dateiseite | Moochieboy74 | CC0 1.0 |
Fachvideos – geprüftes Thema und Urheberkanal, aber keine freie Wiederverwendungslizenz bestätigt:
| Video | Nachweis | Kanal/Urheber | Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| https://www.youtube.com/watch?v=t6auSc5Ui6k | BAB mit Übung | AnkerWissen | Rechte beim jeweiligen Inhaber; Plattformnutzung, kein OER-Lizenznachweis |
| https://www.youtube.com/watch?v=VwATjXEvSdc | Deckungsbeitrag mit Beispiel | Studyflix | Rechte beim jeweiligen Inhaber; Plattformnutzung, kein OER-Lizenznachweis |
Die Originalgrafiken sind Beispiele zur Veranschaulichung und wurden nicht als betriebliche Nachweise ausgegeben. Bei einer Weiterbearbeitung der CC-BY-SA-Medien sind Namensnennung, Lizenzverlinkung, Änderungsvermerk und Weitergabe unter passenden Bedingungen zu beachten. Die beiden YouTube-Videos sind eingebettete Drittinhalte; ihre Einbettbarkeit kann von Plattform- und Urhebereinstellungen abhängen. Als zusätzliches freies Lernmaterial eignet sich eine eigene schematische BAB- oder Deckungsbeitragsgrafik auf Basis der frei erfundenen Zahlen mit ausgewiesener eigener Urheberschaft.
Verknüpfte Lernbereiche
Fachübergreifende Bezüge: Mathematik (Prozentrechnung, Tabellen), Wirtschaft (Planung und Finanzierung), Informationstechnik (Tabellenkalkulation, Datensicherheit), Deutsch und Kommunikation (adressatengerechter Bericht), Politik/Recht (Aufbewahrung und Datenschutz), Ethik (Würde und respektvoller Umgang), Umweltbildung (Ressourceneffizienz). Anschlussfähige berufliche Bereiche sind die Lernfelder Geschäftsprozesse dokumentieren, Bestattungsverträge abschließen und abrechnen, Marketing und Personalwirtschaft. Die Links sind thematische Lernpfade, keine Behauptung, dass verlinkte Kurse bereits veröffentlicht oder gleichwertig sind.
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragenInhalt melden · Hinweise zu Fehlern, Quellen, Medienrechten oder Dubletten