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Gedicht - Der Sonnenuntergang - Shelley, Percy Bysshe

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Der Sonnenuntergang

Shelley, Percy Bysshe

Ein Jüngling war, in dessen zartem Wesen, · 56 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Historische Darstellung von Percy Bysshe Shelley; Kontextbild zur Autorschaft.
Porträt · Percy Bysshe Shelley · After Amelia Curran · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Adolf Strodtmann

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Der Sonnenuntergang

1
Percy Bysshe Shelley
2
Dichtungen
3
Der Sonnenuntergang.
Vorlage S. 310
4
Ein Jüngling war, in dessen zartem Wesen,
Vorlage S. 310
5
Wie Licht und Wind in einer duft'gen Wolke,
Vorlage S. 310
6
Die vor des blauen Mittags Gluth zergeht,
Vorlage S. 310
7
Der Genius sich mit dem Tode stritt.
Vorlage S. 310
8
Niemand vermag die süße Lust zu ahnen,
Vorlage S. 310
9
Die seinen Odem, gleich dem Zauberbann
Vorlage S. 310
10
Der stillen Sommerluft, verstummen machte,
Vorlage S. 310
11
Als er mit der Geliebten, welche damals
Vorlage S. 310
12
Die Schrankenlosigkeit vereinten Seins
Vorlage S. 310
13
Zuerst gekostet, durch ein Feld gewandelt,
Vorlage S. 310
14
Das, gegen Ost von einem Hain beschattet,
Vorlage S. 310
15
Dem Himmel gegen Westen offen lag.
Vorlage S. 310
16
Dort war die Sonne jetzt hinabgesunken,
Vorlage S. 310
17
Doch Streifen Golds umsäumten noch die Wolken,
Vorlage S. 310
18
Der weiten Grasesebne Spitzen, und
Vorlage S. 310
19
Des alten Löwenzahnes grauen Bart,
Vorlage S. 310
20
Und lagen auf dem dichten, braunen Wald,
Vorlage S. 310
21
Vereinigt mit des Zwielichts Dämmerschatten.
Vorlage S. 310
22
Im Ost hob langsam sich des Vollmonds Scheibe
Vorlage S. 310
23
Zwischen der Bäume Stämmen hell empor,
Vorlage S. 310
24
Und droben schaarten sich die bleichen Sterne. –
Vorlage S. 310
25
»Ist es nicht seltsam, Isabella«, sprach
Vorlage S. 310
26
Der Jüngling, »dass ich nie die Sonne sah?
Vorlage S. 310
27
Wir wollen morgen wieder hieher wandeln,
Vorlage S. 310
28
Dann sollst du sie mit mir einmal beschaun.«
Vorlage S. 310
29
Der Jüngling und das Mädchen lagen Beide
Vorlage S. 310
30
Vereint in Lieb' und Schlummer diese Nacht –
Vorlage S. 310
31
Doch als der Morgen kam, da fand das Mädchen
Vorlage S. 310
32
Den Freund, den heißgeliebten, todt und kalt.
Vorlage S. 310
33
Glaubt nicht, dass Gott in seiner Gnade so
Vorlage S. 310
34
Ihn heimgeführt. Das Mädchen starb nicht, ward
Vorlage S. 310
35
Wahnsinnig nicht, – sie lebte lange Jahre.
Vorlage S. 310
36
Zwar mein' ich, ihre Sanftmuth und Geduld,
Vorlage S. 310
37
Ihr traurig Lächeln, und dass sie nicht starb,
Vorlage S. 310
38
Nein, weiter lebt', um ihren greisen Vater
Vorlage S. 310
39
Zu pflegen, waren eine Art von Wahnsinn,
Vorlage S. 310
40
Wenn Wahnsinn anders sein heißt, als die Welt.
Vorlage S. 310
41
Denn sie zu sehn nur, war, als ob man lese
Vorlage S. 310
42
Ein Lied, das ein geweihter Dichter schuf,
Vorlage S. 310
43
Das harte Herzen löst in linde Wehmut.
Vorlage S. 310
44
Von Tränen war die Wimper weggesengt,
Vorlage S. 310
45
Und Lipp' und Wange wie der Tod so bleich,
Vorlage S. 310
46
Die Hände mager, dass durch die Gelenke
Vorlage S. 310
47
Und Adern schier des Tages röthlich Licht
Vorlage S. 310
48
Durchschien. Das Grab von deinem todten Ich,
Vorlage S. 310
49
Das Ein unsteter Geist bei Nacht und Tag
Vorlage S. 310
50
Bewohnt, ist Alles, du verlornes Kind,
Vorlage S. 310
51
Was noch von dir hienieden übrig blieb!
Vorlage S. 310
52
»Der du geerbt mehr, als die Erde beut:
Vorlage S. 310
53
Ruh' ohne Leidenschaft und ew'ges Schweigen!
Vorlage S. 310
54
Ob Todte finden, o, nicht Schlaf, doch Rast,
Vorlage S. 310
55
Und schmerz- und klaglos sind, wie sie uns scheinen;
Vorlage S. 310
56
Ob sie fortleben, ob ins tiefe Meer
Vorlage S. 310
57
Der Liebe sinken: – o dass meine Grabschrift,
Vorlage S. 310
58
Gleich deiner, ›Frieden‹ lautete!« Dies war
Vorlage S. 310
59
Die einz'ge Klage, die sie je gesprochen.
Vorlage S. 310

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

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4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

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6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Von Tränen war die Wimper weggesengt, Und Lipp' und Wange wie der Tod so bleich, Die Hände mager, dass durch die Gelenke Und Adern schier des Tages röthlich Licht« B: »Die Schrankenlosigkeit vereinten Seins Zuerst gekostet, durch ein Feld gewandelt, Das, gegen Ost von einem Hain beschattet, Dem Himmel gegen Westen offen lag.« C: »Und droben schaarten sich die bleichen Sterne. –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »»Der du geerbt mehr, als die Erde …«

Eine Antwort ist richtig.

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9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ob Todte finden, o, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft und Übersetzung nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Der Sonnenuntergang

Shelley, [Percy Bysse]: Ausgewählte Dichtungen. Übers. v. Adolf Strodtmann, Leipzig: Verlag des Bibliographischen Instituts, [o. J.] Shelley, Percy Bysshe 310- Leipzig

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.