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Fangspiele mit Ball gestalten - Fußballtraining

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Fangspiele mit Ball gestalten - Fußballtraining

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Einleitung

Kinder beim Fußballtraining auf einem kleinen Spielfeld in Schweden, August 2026
Kinder beim Fußballtraining auf einem kleinen Spielfeld in Schweden, August 2026

Fangspiele mit Ball machen den Trainingsstart lebendig: Du weichst aus, schaust dich um, kontrollierst den Ball, wechselst die Richtung und triffst Entscheidungen. In diesem aiMOOC entwickelst du sichere und faire Aufwärmspiele für Spielerinnen und Spieler ab sechs Jahren sowie für Coaches. Das Ziel ist nicht, möglichst viele Kinder zu fangen, sondern alle häufig in Bewegung und am Ball zu halten. Niemand scheidet aus.

Du lernst, wie du mit kleinen Gruppen, kurzen Laufwegen, einfachen Signalen und passenden Varianten einen Einstieg ins Fußballtraining gestaltest. Der Kurs verbindet Grundlagen, sechs vollständig beschriebene Praxisformen, Beobachtung, einen durchgerechneten Modellfall und Aufgaben mit Lösungen. Die Übungen finden unter fachlicher Aufsicht statt; Alter, Können, Tagesform und verfügbare Fläche bestimmen Tempo und Umfang. Bildquelle: Wikimedia Commons, W.carter, Aufnahme vom 24.08.2026, CC BY 4.0. Alternativtext: Mehrere junge Kinder spielen und üben mit Fußbällen auf einem markierten Fußballplatz. Das Bild illustriert kleine Gruppen und ist keine verbindliche Übungsanleitung.


Lernziele, Altersstufen und Sicherheit


Was macht einen guten Trainingsstart aus?

Gutes Aufwärmen im Fußball beginnt mit Freude, Orientierung und vielen kontrollierten Aktionen. Fangspiele üben Wahrnehmung, das Beschleunigen und Abbremsen in angemessenem Tempo sowie das Dribbeln unter einfachem Gegnerdruck. Die Trainingsphilosophie des DFB betont Freude, Intensität und Wiederholung. Intensität ist dabei keine Aufforderung zu maximaler Belastung: Fangspiele können anstrengend sein und erfordern ausreichende Pausen. In kleinen Spielformen sind Wartezeiten geringer und die Ballaktionen häufiger.

Kompetenzziele: Du kannst eine ungefährliche Spielfläche vorbereiten, eine Fangregel verständlich erklären, ein Spiel ohne Ausscheiden verändern, zwei Ballführungstechniken beobachten und eine alters- und leistungsangemessene Variante begründet auswählen. Für Coaches gehört dazu, nicht nur erfolgreiche Einzelne zu loben, sondern die Beteiligung aller zu prüfen.

Die seit der Saison 2024/25 verbindlichen DFB-Wettbewerbsformen für den Kinderfußball setzen bei den Jüngeren unter anderem auf Zwei-gegen-Zwei und Drei-gegen-Drei. Das sind Regeln für Wettbewerbe, keine starre Vorgabe für jedes Fangspiel. Als Prinzip für diesen Kurs gilt: kleine Teams, mehrere Felder, viele Ballkontakte. Quellen: DFB Kinderfußball und DFB Trainingsphilosophie, abgerufen am 03.11.2026.

Videohinweis: „Vom Trainerzimmer auf den Trainingsplatz“, DFB-Kanal, veröffentlicht am 13.05.2023; Hannes Wolf und Peter Hermann erläutern kleine Spielformen. Quelle: YouTube-Original. Urheber der Videoproduktion/Rechteinhaber laut Kanal: DFB. Keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen; ausschließlich über den vorgesehenen YouTube-Player einbinden, sofern Einbettung und schulische Datenschutzwahl dies erlauben, nicht herunterladen. Textalternative: Im Video werden unter anderem kleine Spielfelder und Spiele von Eins-gegen-Eins bis Vier-gegen-Vier demonstriert. Die Erklärungen im Kurs sind ohne Video nutzbar.


Alter, Erfahrung und Anpassung

Zielgruppe Geeigneter Einstieg Anpassung für unterschiedliche Erfahrung
6–9 Jahre Fantasiegeschichte, einfache Fangregel, eigener Ball, kurze Spielphasen und freiwillige Ruhe Anfänger erhalten größere Ausweichräume und breite Hütchentore; geübte Kinder probieren Richtungswechsel ohne Körperkontakt.
10–13 Jahre Mehrere Ballführungstechniken, wechselnde Fängerrollen und Reaktionssignale Anfänger dribbeln mit weniger Gegnerdruck; Geübte wechseln Fuß und Blickrichtung oder treffen eine einfache Passentscheidung.
14–17 Jahre Spielnahe Drucksituationen, Antizipation, Pass- und Freilaufentscheidungen Die Gruppe erhöht Komplexität über Regeln und Wahlmöglichkeiten, nicht über riskante Zusammenstöße oder Maximalbelastung.
Erwachsene Gemeinsames Aktivieren und spielnahes Wahrnehmen Tempo, Raum, Pausen und Varianten an Fitness, Beweglichkeit, Erfahrung und Einschränkungen anpassen.

Die Altersgrenzen sind Orientierung, keine Leistungsdiagnose. Mache Regeln sichtbar und in einfacher Sprache verständlich. Ermögliche nonverbale Signale, größere sichere Räume sowie eine gleichwertige Aufgabe für Menschen mit geringer Beweglichkeit. Niemand muss körperlichen Kontakt akzeptieren.


Sicherheitscheck vor jedem Anpfiff

  • Fläche: Ebene, rutschfeste, hindernisfreie Oberfläche prüfen. Feldgrenzen deutlich markieren, benachbarte Felder trennen, ausreichenden Abstand zu Wänden, Straßen und anderen Gruppen halten.
  • Material: Passende, nicht überharte Bälle; weiche Hütchen; standsichere und vorschriftsmäßig gesicherte Tore. Lose Tore nicht bespielen. Trinkmöglichkeit und Pausenbereich einrichten.
  • Regeln: Kein Schubsen, Grätschen, Festhalten, Ballwerfen auf Personen, riskantes Springen oder Körperblocken. Fangen höchstens durch vorher vereinbarte leichte Berührung am Oberarm; alternativ kontaktfrei durch Überqueren einer markierten Linie.
  • Belastung: Ruhig beginnen, tempoangepasst steigern und ausreichend Pausen anbieten; Fängerrollen wechseln. Bei Schwindel, Schmerzen, Atemnot oder anderen Beschwerden sofort abbrechen und zuständige Erwachsene beziehungsweise qualifizierte Hilfe hinzuziehen. Keine eigenständige Verletzungsbehandlung.
  • Kinder: Keine verpflichtenden Kopfbälle und keine Übungen mit gefährlichen Sprung-, Kopf- oder Kontaktfolgen. Bei Hitze, Nässe, Kälte und besonderen Bedarfen den Rahmen anpassen.
  • Aufsicht: Eine fachlich anleitende Person beobachtet Felder und Kinder fortlaufend. Für zwei räumlich getrennte Felder wird ausreichende tatsächliche Aufsicht organisiert.

Praxisregel: Wenn trotz Regeländerung dauernd Kinder warten, Gegner zusammenstoßen oder einzelne den Ball kaum berühren, stoppe das Spiel und verändere sofort Feld, Gruppengröße oder Aufgabe.


Fangspielprinzip, Ballführung und Wahrnehmung


Fangen ohne Ausscheiden: Regelkreislauf

Das Grundmuster lautet: Dribbeln → wahrnehmen → ausweichen → gegebenenfalls gefangen werden → kleine Wieder-Einstiegsaufgabe → sofort weiterspielen. Bei einer sicheren Fangberührung zeigt der Läufer die vereinbarte Aktion, etwa kontrolliert durch ein freies Hütchentor dribbeln, und ist unmittelbar zurück im Spiel. Es gibt weder Strafsprints noch Ausschlussrunden. Die Fänger wechseln nach einem Signal oder auf freiwilligen Wunsch. Je nach Spiel kann auch ein Fänger einen eigenen Ball führen, wenn genügend Fläche vorhanden ist.

Ein erfahrener Fußballspieler begleitet Kinder beim Training, Uganda, August 2021
Ein erfahrener Fußballspieler begleitet Kinder beim Training, Uganda, August 2021

Bildnachweis: Wikimedia Commons, Samson Ssemakadde, 20.08.2021, CC0 1.0. Alternativtext: Ein erwachsener ehemaliger Spieler erklärt jungen Teilnehmenden eine Fußballübung. Das Foto veranschaulicht angeleitetes Lernen, nicht die folgende konkrete Fangregel.


Drei Techniksignale beobachten

Viele kurze Kontakte: Der Ball bleibt in spielbarer Nähe, statt weit vorauszurollen. Blick heben: Vor einer Richtungsänderung prüfst du freie Wege, Hütchen und Mitspielende. Tempowechsel und Finte: Du täuschst eine Richtung an und wechselst kontrolliert in den freien Raum. Ein Fußwechsel kann helfen, muss aber nicht in jeder Runde gelingen. Coaches beobachten die Situation, nicht eine starre Idealbewegung. Fehler sind Lernanlässe: zu große Ballvorlage → Feld vergrößern oder Tempo senken; starrer Blick nach unten → farbige optische Signale; gedrängte Laufwege → zusätzliche Spielfelder.

Videohinweis: Thomas Müller, „Online-Fußballtraining – Teil 2“, veröffentlicht 28.04.2021, verifizierter Kanal Thomas Müller. Originalvideo; Urheber/Rechteinhaber laut Veröffentlichung: Kanal Thomas Müller. Einbettung über YouTube, keine freie Weiterverwertung oder Downloadberechtigung behauptet. Textalternative: Müller erläutert Übungen zu Dribblings und Finten mit Partnerinnen oder Partnern. Die Aufnahme stammt aus 2021 und wird nicht als heutige Mannschafts- oder Trainerkonstellation ausgegeben.


Eigenes Feldschema: ein Ball pro Person

Linke Feldzone Feldmitte Rechte Feldzone
Hütchentor A Dribbelnde ○ ○ Hütchentor B
Freier Ausweichweg → Fänger ● ← Freier Ausweichweg
Hütchentor C Dribbelnde ○ ○ Hütchentor D

Legende und Textalternative: ○ dribbelnde Personen mit eigenem Ball, ● ein Fänger, Pfeile markieren beispielhafte Ausweichmöglichkeiten; die vier Hütchentore liegen am Rand und sind jederzeit zugänglich. Dies ist ein eigenständig erstelltes, schematisches Tabellenbild, kein maßstäblicher Hallen- oder Sicherheitsplan. Nicht die Pfeile vorgeben, sondern freie Lösungen ermöglichen.


Vier Fangspiele für die ersten Trainingsminuten

Die folgenden Spiele sind eigenständig formulierte, anpassbare Varianten des Prinzips Dribbeln und Fangen. Zahlen und Flächen sind Vorschläge und werden an Gruppe, Platz und Aufsicht angepasst. Jede Spielform hat eine Rückkehr ohne Ausscheiden. Trainierende können Spielregeln nach einer sicheren Proberunde mitgestalten.


Spiel A: Hütchentor-Rettung

Ziel: Ball nah führen, ausweichen und nach einer Fangaktion selbstständig wieder ins Spiel finden.

Material: Pro Person ein Fußball, vier bis acht Hütchen als zwei bis vier breite Tore, farbige Kennzeichen für Fänger.

Aufbau: Für etwa sechs bis acht Personen ein übersichtliches, freies Feld um 12 bis 15 Meter Seitenlänge anlegen. Die Hütchentore am Rand platzieren, ohne die Laufwege der Nachbarfelder zu kreuzen. Eine Person beginnt als Fänger, bei genügend Raum später zwei.

Durchführung: Alle dribbeln; die Fänger ebenfalls mit Ball, sofern sie sicher kontrollieren können. Fangen erfolgt durch vereinbarte leichte Berührung am Oberarm oder kontaktfrei durch deutliches Rufen nach einem kontrollierten Linienübertritt. Wer gefangen wurde, dribbelt durch ein beliebiges freies Hütchentor und setzt sofort fort. Nach kurzen Runden wechseln die Fänger, zwischendurch pausieren alle nach Bedarf.

Typische Fehler: Großer Ballabstand, Rennen ohne Blick nach oben, zu enger Raum und dauerhaftes Jagen derselben Person.

Beobachtung: Berührt jede Person regelmäßig ihren Ball? Bleiben sichere Abstände und ermöglichen die Rettungstore schnellen Wiedereinstieg?

Leichter: Größeres Feld, breite Tore, Fänger ohne Ball und mehr Zeit zur Orientierung.

Schwerer: Fangende mit Ball, beidfüßige Ballführung oder eine zusätzliche freie Torauswahl; keine Erhöhung der Kollisionsgefahr.

Transfer: Im Eins-gegen-Eins aus der Bedrängnis in den freien Raum dribbeln.


Spiel B: Farbeninseln

Ziel: Auf optische oder akustische Signale reagieren, die Umgebung wahrnehmen und einen sicheren Weg wählen.

Material: Je ein Ball, Hütchen in drei oder vier Farben, optional hochgehaltene Farbkarten.

Aufbau: Etwa sechs Personen pro Feld, drei weit auseinanderliegende Farbinseln aus je zwei Hütchen, eine Fangperson; ausreichend Freiraum zwischen den Inseln.

Durchführung: Alle führen ihren Ball in der Mitte. Die Leitung zeigt eine Farbkarte; die Dribbelnden suchen eine freie entsprechende Insel, ohne einander zu bedrängen. Die Fangperson versucht, unterwegs eine leichte Fangberührung zu setzen. Wer gefangen wird, führt eine kontrollierte Wendung außerhalb der Hauptlaufbahn aus und steigt direkt wieder ein. Signale werden in ruhigem Wechsel gegeben. Keine Insel wird zur einzigen engen Sammelstelle.

Typische Fehler: Blick ausschließlich auf den Ball, Gedränge um dieselbe Insel, zu schnelle Signale und unklare Farben.

Beobachtung: Wird vor dem Richtungswechsel hochgeschaut? Wählen die Beteiligten verschiedene sichere Wege?

Leichter: Nur zwei Farben, große Inseln, Farbkarten mit Symbolen und mehr Zeit.

Schwerer: Nach der ersten Insel eine zweite freie Insel selbst wählen oder einen Fußwechsel erproben.

Transfer: Vor einem Pass oder Dribbling freie Anspielstationen erkennen.


Spiel C: Schattenjagd im Paar

Ziel: Richtungs- und Tempowechsel mit Ball beobachten, steuern und fair im Duell handeln.

Material: Ein Ball pro Person, vier Hütchen pro Paarfeld, zwei deutlich unterscheidbare Leibchenfarben.

Aufbau: Pro Zweiergruppe ein kleines, klar abgegrenztes Feld mit genügend Abstand zu anderen Paaren; keine Hindernisse in der Mitte.

Durchführung: Person A dribbelt frei, Person B versucht mit eigenem Ball in sicherem Abstand zu folgen. Ein Fangpunkt entsteht kontaktfrei, wenn B auf ein vorher markiertes Randziel dribbelt, nachdem A sich dorthin bewegt hat; kein Abschlagen und kein Blockieren. Anschließend wechseln A und B ihre Rollen. Der Fokus liegt auf dem Reagieren auf die Bewegung, nicht auf maximalem Sprinttempo.

Typische Fehler: Wegschauen, zu dichtes Hinterherlaufen, Stolpern beim abrupten Drehen.

Beobachtung: Bleibt genügend Platz? Kann die folgende Person gleichzeitig den eigenen Ball kontrollieren und den Partner wahrnehmen?

Leichter: Größeres Feld und Vorlauf für A; B darf den Ball zunächst in der Hand halten.

Schwerer: B führt den Ball mit einem vorgegebenen Fuß oder A nutzt eine selbstgewählte Finte.

Transfer: Bewegungen von Angreifenden lesen und nach einer Täuschung neu ausrichten.


Spiel D: Ballboten und Wächter

Ziel: Ballführung, Orientierung und eine erste Entscheidung zwischen Dribbling und flachem Pass verbinden.

Material: Ein Ball pro aktiver Person, vier Hütchentore, Leibchen; zusätzliche Bälle im sicheren Depot.

Aufbau: Ein kleines Feld mit Startbereich und zwei breiten Zieltoren. Drei Boten und ein Wächter bilden eine Vierergruppe; für größere Gruppen weitere parallele Felder aufbauen.

Durchführung: Boten starten mit Ball und möchten eines der beiden Tore kontrolliert durchdribbeln. Der Wächter versucht, einen Boten durch vorher definierte, sanfte Berührung am Oberarm zu fangen; alternativ zählt ein kontrolliertes Betreten des bewachten Korridors als Fangsignal. Gefangene wechseln zur anderen freien Startmarkierung und sind sofort wieder aktiv. Nach jeder kurzen Runde Wächterrolle wechseln. In der späteren Variante können zwei Boten einen kontrollierten flachen Pass austauschen.

Typische Fehler: Immer dasselbe Tor ansteuern, Wächter läuft unkontrolliert zwischen Personen hindurch, Ball wird mit Gewalt gespielt.

Beobachtung: Wird vor dem Start das offene Tor erkannt? Sind beide Ziele nutzbar und alle durchgängig beteiligt?

Leichter: Größere Tore und Wächter nur in einem deutlich markierten Bereich.

Schwerer: Durch ein Signal ändert sich das offene Tor oder es wird vor dem Ziel ein sicherer Pass gespielt.

Transfer: Im Kleinfeldspiel auf das freie Tor oder zum freien Mitspielenden handeln.


Vom Fangspiel zu echten Fußballentscheidungen


Raum öffnen statt nur schneller laufen

Beim Fangspiel lernst du, freien Raum zu erkennen, einen Verfolger zu täuschen und den Ball trotz Zeitdruck zu kontrollieren. Im Fußball werden daraus die Fragen: Dribble ich selbst, passe ich oder sichere ich den Ball? Nach einer Richtungsänderung lohnt ein Blick zu Mitspielenden und freien Toren. Im Kleinfeldspiel schaffen mehrere Tore und kleine Teams zusätzliche Entscheidungen. Die von Coaches gesuchte Lernwirkung entsteht durch gute Aufgaben und viele Wiederholungen, nicht durch Aussondern vermeintlich langsamer Teilnehmender.

Alexia Putellas bei einer Fußballbegegnung mit Athletic Club, Februar 2016
Alexia Putellas bei einer Fußballbegegnung mit Athletic Club, Februar 2016

Bild- und Analysehinweis: Alexia Putellas ist auf einer Aufnahme aus dem Spiel FC Barcelona gegen Athletic Club am 28.02.2016 zu sehen. Quelle: Commons-Dateiseite; Foto Electro07, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt durch PeeJay. Alternativtext: Die Fußballspielerin Alexia Putellas ist in Spielkleidung auf dem Rasen zu sehen. Beobachtungsfrage: Welche Information über Blick, Körperausrichtung oder Gegnerposition liefert ein einzelnes Standbild tatsächlich? Eine konkrete Bewegung lässt sich daraus nicht vollständig beweisen; es handelt sich nicht um ein aktuelles Kaderfoto.

Lionel Messi führt im Testspiel 2015 den Ball gegen Abwehrspieler der AS Roma
Lionel Messi führt im Testspiel 2015 den Ball gegen Abwehrspieler der AS Roma

Bild- und Analysehinweis: Aufnahme vom 05.08.2015, Foto Justine Magny, Commons, CC BY-SA 2.0; Lizenz auf Flickr durch Commons überprüft. Alternativtext: Lionel Messi dribbelt mit Ball gegen mehrere Gegenspieler der AS Roma. Frage: Wo entstehen sichere freie Wege? Das Bild zeigt eine historische Spielsituation und keine heutige Mannschaftszuordnung. Die Bilder sind Beispiele zur Analyse, keine persönliche Empfehlung der Abgebildeten für diesen Kurs.


Spiel E: Verfolger und Anspielstation

Ziel: Nach einer Fangbedrohung entscheiden, ob ein kontrollierter Pass sinnvoller ist als weiteres Dribbeln.

Material: Je Feld zwei bis drei Bälle im Depot, Markierungen und zwei Leibchen.

Aufbau: Drei Personen in einem überschaubaren Feld: ein Dribbelnder, ein Verfolger und eine freie Anspielstation. Ein zusätzliches kleines Feld ermöglicht parallele Dreiergruppen.

Durchführung: Der Dribbelnde bewegt sich zum Zielkorridor, der Verfolger nähert sich ohne Blocken oder Grätschen. Bevor eine zulässige leichte Fangberührung möglich wird, darf der Dribbelnde flach zur Anspielstation passen, die anschließend kontrolliert ins Ziel dribbelt. Bei erfolgreichem Fangen beginnt unmittelbar eine neue Runde; niemand scheidet aus. Rollen regelmäßig tauschen.

Typische Fehler: Zu spät aufschauen, unkontrollierter Pass, Verfolger nähert sich zu schnell.

Beobachtung: Wird die freie Person erkannt? Bleiben Ballannahme und Fangdistanz sicher?

Leichter: Größeres Spielfeld und feste freie Anspielstation.

Schwerer: Die Station bewegt sich in einen freien seitlichen Korridor; Dribbelnder entscheidet selbst zwischen zwei Zielen.

Transfer: Einfaches Zwei-gegen-Eins als Entscheidung zwischen Dribbling und Pass.


Spiel F: Drei gegen drei mit vier Dribbeltoren

Ziel: Die Erfahrungen aus Fangen, Ausweichen und Raumwahl auf ein kleines Spiel übertragen.

Material: Vier stabile Hütchentore, ein Fußball im Spiel und Ersatzbälle in sicherem Depot, Leibchen zweier Farben.

Aufbau: Je sechs Personen in einem kleinen Feld, an jeder Grundlinie zwei breite Dribbeltore; bei mehr Personen parallele Felder statt langer Wechselbänke.

Durchführung: Drei gegen drei ohne Torwart. Ein Punkt entsteht, wenn der Ball unter Kontrolle durch eines der gegnerischen Hütchentore geführt wird. Nach einem Treffer erfolgt rascher Neustart aus sicherem Bereich. Coaches lassen Lösungen finden und unterbrechen nur bei Unklarheit oder Gefahr. Bei ungerader Gruppengröße neutrale Mitspielende sinnvoll einbinden, statt jemanden auszusortieren.

Typische Fehler: Alle laufen zum Ball, freie Seite wird übersehen, Gegner werden geschoben.

Beobachtung: Gibt es mehrere Ballaktionen pro Person, klare Ausweichwege und häufige freie Entscheidungen?

Leichter: Feld verbreitern und je Seite zusätzliche breite Ziele zulassen.

Schwerer: Ein Tor ist vorübergehend gesperrt, sodass vor dem Angriff neu orientiert werden muss; kein erzwungenes Kopfballspiel.

Transfer: Gegnerdruck, Freilaufen, Passen und eigenes Entscheiden im Kleinfeldspiel.

Videohinweis: DFB, „Vom Wohnzimmer auf den Trainingsplatz“, veröffentlicht am 20.01.2023; Hannes Wolf und Hermann Gerland zeigen ausgewählte kleine Spielformen. YouTube-Quelle. Urheber/Rechte laut offizieller Veröffentlichung: DFB-Kanal; keine freie Video-Lizenz nachgewiesen, nur zulässige Plattform-Einbettung ohne Kopie. Textalternative: Das Video zeigt unter anderem Zwei-gegen-Zwei und Vier-gegen-Vier, Regeln für kleine Spielfelder sowie Reflexion des Trainings. Die Ideen werden in diesem Kurs eigenständig und kontaktarm für Fangspiele übertragen.


Eigenes Taktikschema: zwei freie Tore lesen

Linkes gegnerisches Dribbeltor Mitte des Feldes Rechtes gegnerisches Dribbeltor
Tor A – durch Abwehrperson besetzt Rot R verteidigt den Ballweg Tor B – frei
Blau B mit Ball → Blau M bietet sich seitlich an ↗ Freier Zielkorridor →
Tor C – eigenes Ziel Rot S und Rot T sichern Tor D – eigenes Ziel

Textalternative und Lösung: Blau B sieht vor sich Rot R. Statt blind durch die Mitte zu dribbeln, kann B zum freien Tor B ausweichen oder zu Blau M passen, falls dessen Weg frei ist. Alle Symbole sind abstrakt; dies ist ein selbst erstelltes taktisches Schema, keine Aufnahme einer konkreten Spielszene. Es veranschaulicht eine mögliche, nicht die einzig richtige Entscheidung.

Eigene schematische Bewegungsfolge, keine fremde Animation: Phase 1: Blick heben → Phase 2: Abwehrposition und freie Seite wahrnehmen → Phase 3: kontrollierter Richtungswechsel oder flacher Pass → Phase 4: Anschlussaktion zum freien Tor. Eine frei lizenzierte, für diese konkrete Fangregel verifizierte Animation steht in der Recherche nicht zur Verfügung; die selbst erstellte Textsequenz ersetzt sie, ohne als animierte Datei ausgegeben zu werden.


Trainingsplanung, Modellfall und Bewertung


Beispiel: flexibler Trainingsstart

Orientierender Ablauf für einen Trainingsbeginn von etwa 25 Minuten: zunächst Fläche, Tore, Gesundheit und Regeln prüfen und in Ruhe mit Ball ankommen; dann „Hütchentor-Rettung“ mit Wechseln und Pausen; anschließend „Farbeninseln“; danach ein paar kontrollierte Entscheidungen im „Ballboten“-Spiel; zum Schluss Drei-gegen-Drei oder eine altersgerechte kurze Kleinfeldphase und gemeinsames Feedback. Konkrete Dauer und Belastung werden laufend an die Kinder angepasst. Benötigt jemand eine Pause, ist sie jederzeit möglich; das ist kein Wettbewerb um Durchhaltevermögen. Zwei kleine Felder sind oft sinnvoller als ein überfülltes.

Mini-Beobachtungsbogen für Coaches:

Kriterium Beobachtbare Hinweise Veränderung bei Schwierigkeiten
Beteiligung Jede Person ist ohne Ausscheiden aktiv Zusätzliche parallele Spielfläche oder weniger Personen je Feld
Ballkontakte Viele kontrollierte Kontakte statt langer Wartezeiten Ball pro Person, kleinere Gruppen, mehr Ersatzbälle
Orientierung Blick wird vor Richtungswahl gehoben Deutliche Farb- und Richtungssignale, geringerer Gegnerdruck
Sicherheit Keine gefährlichen Kollisionen, Tore gesichert, Pausen möglich Sofort stoppen, Feld vergrößern, Kontaktregel ändern
Fairness Rollen wechseln und Aufgaben sind zugänglich Regeln gemeinsam klären und Schwierigkeit differenzieren


Vollständiger Modellfall: zwölf Kinder, begrenzter Platz

Ausgangslage: Eine betreute Trainingsgruppe mit zwölf Kindern im Alter von acht bis elf Jahren hat 14 Bälle, 20 weiche Hütchen, vier verschiedenfarbige Markierungsscheiben und eine sichere rechteckige Freifläche. Vier Kinder sind Anfänger, vier haben mittlere Erfahrung, vier sind geübt. Eine fachlich anleitende Person und eine weitere tatsächlich verfügbare Aufsichtsperson sind da. Zwei Kinder wünschen zunächst keinen Körperkontakt. Auftrag: Gestalte ein zehn- bis fünfzehnminütiges Fangspielprogramm zum Aufwärmen mit möglichst vielen Ballaktionen ohne Ausscheiden. Das Zeitfenster ist eine Organisationshilfe, keine Pflichtbelastung.

Nachvollziehbare Musterlösung, Schritt 1 – Räume: Teile die tatsächlich geeignete Fläche in zwei mit Sicherheitsabstand getrennte Felder. In jedem Feld dribbeln sechs Kinder mit je einem Ball. Verwende die Hütchen als breite Ausweich- und Rettungstore. Sichere angrenzende Tore und entferne Hindernisse. Weise jeder Aufsichtsperson ein Feld zu; fehlt diese Aufsicht später, werden Aufteilung oder Übungsform angepasst.

Schritt 2 – faire Gruppen: Mische Können so, dass in jedem Feld zwei Anfänger, zwei Fortgeschrittene und zwei Geübte sind. Erkläre Regeln langsam und zeige sie. Beide Felder spielen kontaktfreie Fangvarianten, damit niemand zur körperlichen Berührung gezwungen wird. Niemand muss Können öffentlich offenlegen.

Schritt 3 – erster Durchgang: Pro Feld beginnt ein Fänger, die fünf anderen dribbeln. Als kontaktfreies Fangereignis zählt etwa das sichere Erreichen einer markierten Ausweichlinie durch den Fänger unmittelbar nach einer angesagten Zielwahl; die Leitung kann je nach Situation eine klare gleichwertige Regel festlegen. Gefangene dribbeln kontrolliert durch ein Rettungstor und kehren direkt zurück. Fänger wechseln nach kurzen Abschnitten, Erholung nach Bedarf.

Schritt 4 – zweite Phase: Ein Signal markiert die gewünschte Farbeninsel, die Kinder wählen selbst sichere Wege. Anfänger erhalten große Inseln, Geübte dürfen eine andere freie Insel wählen oder eine Finte ausprobieren. Gleiche Rollen- und Beteiligungsmöglichkeiten bleiben erhalten.

Schritt 5 – Spieltransfer: In jedem Feld ein kurzes Drei-gegen-Drei auf breite Dribbellinien spielen; die Person mit wenig Erfahrung bekommt keine Sonderrolle auf der Bank. Bei zu wenig Ballaktionen die Gruppengröße nochmals verkleinern beziehungsweise ein anderes Spiel wählen.

Schritt 6 – Prüfen und verbessern: Beobachte in zwei kurzen Momentaufnahmen, wer den Ball häufig führt, ob Laufwege frei sind, ob Wechsel funktionieren und ob alle nach der Fangaktion direkt weiterdribbeln. Bei Gedränge Feld vergrößern oder Regeln vereinfachen. Beende die Einheit bei Beschwerden und plane Pausen ohne Punktabzug ein.

Warum diese Lösung passt: Zwölf aktive Personen mit zwölf Bällen vermeiden Warteschlangen; zwei übersichtliche Felder unterstützen Aufsicht und kurze Wege; kontaktfreies Fangen respektiert Bedürfnisse; verschiedene Schwierigkeitsgrade ermöglichen Erfolgserlebnisse. Eine einzige überfüllte Jagd mit drei ausgeschiedenen Kindern wäre schlechter, auch wenn sie leichter zu organisieren wäre.


Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Sicherheit und Aufsicht Gefahren oder fehlende Aufsicht bleiben unbeachtet Teilweise sichere Planung Fläche, Material, Pausen, Kontaktregel, Abbruch und Aufsicht sind plausibel geplant
Beteiligung ohne Ausscheiden Kinder warten oder scheiden aus Nur teilweise aktiv Alle spielen regelmäßig mit unmittelbarem Wiedereinstieg
Alters- und Leistungsanpassung Eine starre Lösung für alle Eine geeignete Variante Leichtere und schwerere Wege samt inklusivem Zugang
Fußballbezug Keine erkennbare Ball- oder Spielentscheidung Dribbeln wird geübt Dribbeln, Wahrnehmen und Spieltransfer greifen erkennbar ineinander
Beobachtung und Reflexion Kein Beobachtungskriterium Ein Kriterium vorhanden Mehrere beobachtbare Kriterien und konkrete Anpassung

Auswertung: Maximal 10 Punkte. 9–10 = besonders gut begründet, 7–8 = tragfähig, 5–6 = teilweise überzeugend, 0–4 = überarbeiten. Diese Lernrubrik bewertet die Planung und nicht die körperliche Leistung eines Kindes. Im vorliegenden Musterfall werden alle fünf Kriterien mit 2 Punkten erfüllt, sofern die geplanten Maßnahmen in der konkreten Situation tatsächlich umsetzbar sind. Eine alternative sichere Lösung kann ebenfalls 10 Punkte erreichen.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice: Wissen anwenden

Warum eignet sich Fangen ohne Ausscheiden als Trainingsstart? (Alle können nach einer kurzen Rückkehraktion direkt weiterspielen) (!Gefangene dürfen erst am Ende der Stunde zurückkommen) (!Nur die schnellsten Personen erhalten Ballkontakte) (!Es muss keine sichere Fläche vorbereitet werden)



Welche Planung unterstützt viele Ballkontakte? (Kleine Gruppen auf mehreren übersichtlichen Feldern) (!Eine lange Warteschlange vor nur einem Ball) (!Ein großes Feld mit dauerhaften Ersatzspielern) (!Alle führen jeden Ball ausschließlich mit den Händen)



Was gehört zum Sicherheitscheck? (Gesicherte Tore und freie Wege überprüfen) (!Lose Tore als Hindernisse verwenden) (!Pausen verbieten) (!Engen Körperkontakt erzwingen)



Was tut eine gefangene Person im Spiel Hütchentor-Rettung? (Sie dribbelt durch ein Rettungstor und spielt sofort weiter) (!Sie scheidet für den Rest der Runde aus) (!Sie muss den Ball hart auf jemanden schießen) (!Sie darf nur ohne Ball wieder einsteigen)



Welche Beobachtung weist auf gute Raumwahrnehmung hin? (Vor dem Richtungswechsel wird der Blick gehoben) (!Alle schauen ständig nur nach unten) (!Spielende laufen ohne Abstand in denselben Weg) (!Die Fänger wechseln nie ihre Rolle)



Was unterstützt Anfänger im Alter von sechs bis neun Jahren? (Einfache Regeln und breite Ausweichwege) (!Komplexe Pflichtfinten unter hohem Gegnerdruck) (!Dauerhafte Strafsprints nach jedem Fang) (!Kopfballduelle mit Sprüngen als Einstiegsaufgabe)



Wie reagiert die Leitung auf gefährliches Gedränge? (Sie stoppt und verändert Raum oder Regel) (!Sie lässt das Gedränge unverändert weiterlaufen) (!Sie erhöht sofort die Zahl der Fänger) (!Sie belohnt den stärksten Körperkontakt)



Was ist im Spiel Verfolger und Anspielstation eine sinnvolle Entscheidung? (Bei Druck die freie Anspielstation wahrnehmen und flach passen) (!Immer mit geschlossenen Augen nach vorn laufen) (!Jeden Ball so weit wie möglich wegschießen) (!Einen Verfolger wegschubsen)



Welche Aussage zu den eingebetteten YouTube-Videos trifft zu? (Einbetten bedeutet nicht automatisch eine freie Downloadlizenz) (!Jedes YouTube-Video ist gemeinfrei) (!Quellen und Urheber müssen nie genannt werden) (!Datenschutzeinstellungen einer Schule sind unwichtig)



Was bewertet das Raster im Modellfall? (Sicherheit, Beteiligung, Differenzierung, Fußballbezug und Beobachtung) (!Ausschließlich die höchste Laufgeschwindigkeit) (!Nur die Zahl der gefangenen Personen) (!Allein das Alter des Coaches)




Memory

Ordne jedem Begriff die passende Erklärung zu.

Rettungstor Markierter Durchgang für den direkten Wiedereinstieg
Blickheben Wahrnehmen von freien Wegen vor dem Handeln
Fängerwechsel Faire Rotation der Verfolgerrolle
Dribbelkontakt Kurze kontrollierte Berührung des Balls mit dem Fuß
Spielpause Freiwillige oder geplante Erholung ohne Nachteil
Anspielstation Freier Mitspielender als mögliche Passadresse




Drag-and-drop: Trainingsentscheidung zuordnen

Ordne fünf Handlungen den passenden Zielen zu.

Passende Handlung Ziel im Fangspiel
Feld vor Spielbeginn prüfen Hindernisse und Kollisionen vermeiden
Ein Rettungstor ansteuern Ohne Ausscheiden sofort weiterspielen
Vor der Finte aufschauen Freien Raum erkennen
Fängerrolle regelmäßig tauschen Alle an verschiedenen Aufgaben beteiligen
Ball flach zur freien Person passen Unter Druck eine andere Spielentscheidung nutzen




Kreuzworträtsel

Finde sechs passende Fachwörter. Die Antwort steht in jeder Tabellenzeile vor der Frage.

Dribbling Wie heißt die kontrollierte Ballführung mit dem Fuß?
Finte Wie nennt man eine Täuschbewegung vor einem Richtungswechsel?
Hütchen Welcher weiche Markierungsgegenstand begrenzt häufig ein Feld?
Abstand Was schützt im Fangspiel vor Zusammenstößen?
Freiraum Was suchen Dribbelnde vor einem Richtungswechsel?
Pause Was braucht die Gruppe zur Erholung nach anstrengenden Spielabschnitten?




LearningApps

Die folgende eingebettete LearningApps-Suche führt zu thematisch passenden Angeboten; einzelne Treffer müssen vor dem Einsatz fachlich, rechtlich und datenschutzbezogen geprüft werden. Eine konkrete, ungeprüfte Fremdaufgabe wird nicht als erstellt ausgegeben.


Lückentext

Ergänze jeweils das passende Wort.
Bei guten Fangspielen kann jede Person nach dem Fangen sofort wieder

.
Kleine Gruppen ermöglichen viele Kontakte mit dem

.
Vor einer Richtungsänderung heben wir den

.
Die markierten Durchgänge zur Rückkehr heißen

.
Fängerinnen und Fänger wechseln ihre

.
Ein kontrollierter Zuspielversuch am Boden heißt

.
Um Kollisionen zu verhindern, halten wir genügend

.
Nach belastenden Durchgängen brauchen wir eine

.
Eine Täuschbewegung mit anschließendem Richtungswechsel heißt

.
Zur sicheren Durchführung gehören geschulte

.



Offene Aufgaben

Für die folgenden zwölf Aufgaben sind Musterlösungen als prüfbare Beispiele angegeben. Andere sichere, nachvollziehbare Lösungen können ebenso richtig sein. Die Planung und Ausführung erfolgt unter fachlicher Anleitung.


Leicht

  1. Rettungstor planen: Zeichne ein einfaches Feld für sechs Personen, markiere zwei Rettungstore und erkläre den Wiedereinstieg ohne Ausscheiden. Musterlösung: Zwei breite, voneinander entfernte Hütchentore am Rand; gefangene Person dribbelt durch ein freies Tor und ist sofort wieder dabei.
  2. Ballkontakt beobachten: Beschreibe bei einer sicheren Proberunde zwei Anzeichen kontrollierter Ballführung. Musterlösung: Der Ball bleibt in erreichbarer Nähe und die Person kann rechtzeitig die Richtung wechseln.
  3. Faire Regel formulieren: Erfinde einen Satz gegen gefährliche Körperkontakte und erkläre seinen Zweck. Musterlösung: Niemand schubst oder hält fest; das senkt das Risiko von Stürzen.
  4. Signal gestalten: Entwirf eine gut sichtbare Start- und Stoppkarte für ein Fangspiel. Musterlösung: Grün bedeutet kontrolliert starten, Rot sofort anhalten; zusätzlich werden die Zeichen vorher gezeigt und erklärt.


Standard

  1. Spiel anpassen: Wandle Hütchentor-Rettung für zwei sehr unterschiedliche Erfahrungsstände ab. Musterlösung: Anfänger nutzen größere Tore und mehr Platz; Geübte erproben eine zusätzliche Richtungsänderung ohne höheres Kontaktrisiko.
  2. Freien Raum begründen: Beschreibe zu einem eigenen Feldschema zwei Ausweichwege und begründe den sichereren. Musterlösung: Seitlich zum unbesetzten Tor statt durch die dichte Mitte, weil dort weniger Personen kreuzen.
  3. Coach-Feedback entwickeln: Formuliere zwei beobachtbare, ermutigende Rückmeldungen ohne Leistungsranking. Musterlösung: Du hast vor dem Wechsel hochgeschaut; deine nächste Ballberührung war kontrolliert.
  4. Kleinfeldspiel übertragen: Skizziere den Übergang von Farbeninseln zu Drei-gegen-Drei auf vier Dribbeltore. Musterlösung: Das freie Farbfeld wird zur freien Torseite; Regeln und Teams bleiben klein, Pass und Dribbling werden Wahlmöglichkeiten.


Schwer

  1. Zugänglichkeit prüfen: Gestalte eine kontaktfreie Fangvariante für eine heterogene Gruppe und begründe drei Entscheidungen. Musterlösung: Fangsignal an Linie statt Berührung, deutlich sichtbare Farben und mehrere Feldgrößen ermöglichen Wahl, Orientierung und Abstand.
  2. Beobachtungsstudie planen: Entwickle einen kurzen anonymen Beobachtungsbogen zu Beteiligung und Ballkontakten ohne personenbezogene Daten. Musterlösung: Pro Feld und Zeitabschnitt nur Gesamtzahl der aktiven Personen, Zahl sichtbarer Wartephasen und Regeländerungen erfassen.
  3. Modellfall verändern: Plane den Modellfall für nur eine Aufsichtsperson neu, ohne unüberwachte Teilfelder. Musterlösung: Ein einziges übersichtliches Gesamtfeld mit zwei nebeneinanderliegenden markierten Bewegungszonen und kontaktfreier Signaljagd oder eine andere von einem Standort vollständig einsehbare Spielform; keine räumliche Aufteilung ohne Aufsicht.
  4. Medien kritisch analysieren: Vergleiche eine historische Profifußball-Aufnahme und ein DFB-Video hinsichtlich Aussagekraft, Alter, Quelle und Nutzungsrechten. Musterlösung: Einzelbild erlaubt Beobachtung eines Moments, Video zeigt Abläufe; Aufnahmejahr nennen, Commons-Lizenz beachten, YouTube nur nach zulässigen Einbettungs- und Datenschutzregeln nutzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Praxischeck Sicherheit: Warum sind zwei kleine, getrennte Felder manchmal sinnvoller als ein großes? Lösung: Mehr Ballaktionen und übersichtlichere Wege, sofern genügend Aufsicht und Sicherheitsabstand vorhanden sind.
  2. Technikdiagnose: Ein Kind stößt den Ball ständig weit voraus. Welche zwei Anpassungen sind ohne Druck sinnvoll? Lösung: Tempo senken und größeren, freien Raum anbieten; kurze Kontakte spielerisch zeigen.
  3. Regeltransfer: Eine Person möchte nicht berührt werden. Wie bleibt das Spiel fair? Lösung: Für alle eine eindeutige kontaktfreie Fangregel verwenden und Rollen gleichberechtigt verteilen.
  4. Spielentscheidung: Drei Abwehrende blockieren die Mitte. Welche zwei Entscheidungen können im Kleinfeldspiel passend sein? Lösung: Seitlich in freien Raum dribbeln oder zu einer freien Anspielstation passen.
  5. Differenzierung: Nenne je eine leichtere und schwerere Variante der Farbeninseln und eine Grenze der Steigerung. Lösung: Zwei große Inseln; danach zweite freie Insel selbst wählen; keine gefährlichen Sprint- oder Kontaktzwänge.
  6. Quellenkompetenz: Weshalb dürfen ein Commons-Foto und ein YouTube-Video rechtlich nicht automatisch gleichbehandelt werden? Lösung: Das Commons-Foto trägt eine konkret geprüfte freie Lizenz, während für das YouTube-Video nur die Plattform-Einbettung, aber keine allgemeine freie Weiternutzung nachgewiesen ist.
  7. Lerntransfer: Wie erkennst du an drei Beobachtungen, ob dein Fangspiel wirklich alle beteiligt? Lösung: Keine Ausgeschiedenen, kaum Wartezeiten und bei allen wiederholt kontrollierte Ballkontakte; daraus Regelanpassungen ableiten.


Lernnachweis

Wissen: Erkläre Fangregeln ohne Ausscheiden, DFB-Grundsätze kleiner Spielformen, Sicherheitscheck und altersgerechte Differenzierung in eigenen Worten.

Können: Leite unter fachlicher Aufsicht mindestens eine angepasste Fangspielvariante verständlich an; demonstriere kontrollierte Ballführung, Orientierung und einen sicheren Wiedereinstieg. Eine eigene körperliche Höchstleistung wird nicht gefordert.

Produkte: Ein eigenständig gezeichnetes Feldschema, eine tabellarische Übungsbeschreibung, ein anonymes Beobachtungsblatt und eine begründete Veränderung der Regel nach einer Proberunde.

Transfer: Erkläre anhand einer Spielsituation, wann Ausweichen, Dribbling oder ein flacher Pass sinnvoll ist. Beurteile eine Medienquelle nach Urheber, Zeitpunkt, Lizenz und datenschutzgerechter Einbettung.

Reflexion: Halte ohne Namen oder Bildaufnahmen von Kindern fest, was allen Beteiligten gelang, wer möglicherweise zu wenig beteiligt war und wie du dein nächstes Training verändern würdest. Nachweis kann als Text, Skizze oder mündlicher Vortrag erfolgen; Bild- und Videoaufnahmen von Lernenden sind nicht erforderlich.


OER und Wikipedia

Frei zugängliche Grundlagen: DFB: Kinderfußball, DFB: Trainingsphilosophie Deutschland, DFB-Trainingsdialog Nr. 5: Spielen auf mehreren Feldern, besonders Fangspiele und Pausen, DFB-Trainingseinheit Dribbel-Fangen sowie Landesbildungsserver Baden-Württemberg. Diese fachlichen Quellen sind frei zugänglich, aber nicht automatisch als frei nachnutzbare OER lizenziert. Eigene Texte, Schemata und Aufgaben dieses Kurses wurden neu formuliert, nicht aus bestehenden Fußballkursen übernommen.

Wikipedia-Grundlagenartikel in deutscher Sprache:

Medien- und Rechteverzeichnis, geprüft am 03.11.2026: Die Bilddateien bleiben an ihren Commons-Dateiseiten mit konkreter Lizenz nachprüfbar. Lizenzpflichtige Zuschreibungen, mögliche Weitergabe unter gleichen Bedingungen und Persönlichkeitsrechte sind bei jeder Nachnutzung zu beachten. Die folgenden Videos wurden anhand öffentlich erreichbarer Titel-, Kanal- und Veröffentlichungsdaten geprüft; ihre Nutzungsrechte sind nicht mit den Commons-Fotolizenzen gleichzusetzen.

Eingebundenes Medium und Quelle Urheber, Aufnahmedatum oder Veröffentlichung Lizenz beziehungsweise Einbettungsgrund Textalternative
Kids' soccer practice at Brastad Arena 2.jpg W.carter, 24.08.2026 CC BY 4.0, Commons-Dateieinbindung Kleine Kinder spielen auf einem markierten Fußballplatz.
Kids holiday football training.jpg Samson Ssemakadde, 20.08.2021 CC0 1.0, Commons-Dateieinbindung Erwachsener Fußballer erklärt jungen Teilnehmenden eine Übung.
Alexia Putellas (FCB - Athletic Club 2016).jpg Electro07, 28.02.2016; Ausschnitt PeeJay CC BY-SA 4.0, Commons-Dateieinbindung Historisches Spielbild der Fußballerin Alexia Putellas.
Messi v AS Roma 2015.jpg Justine Magny, 05.08.2015 CC BY-SA 2.0, Commons-Dateieinbindung Lionel Messi dribbelt gegen die Abwehr der AS Roma.
DFB: Vom Trainerzimmer auf den Trainingsplatz DFB-Kanal, 13.05.2023 Nur zugelassene YouTube-Player-Einbettung, keine freie Video-Lizenz nachgewiesen Fachliche Demonstration von kleinen Spielformen mit Hannes Wolf und Peter Hermann.
Thomas Müller: Online-Fußballtraining Teil 2 Thomas Müller, 28.04.2021 Nur zugelassene YouTube-Player-Einbettung, keine freie Video-Lizenz nachgewiesen Dribbling und Finten werden in Übungssituationen erläutert.
DFB: Vom Wohnzimmer auf den Trainingsplatz DFB-Kanal, 20.01.2023 Nur zugelassene YouTube-Player-Einbettung, keine freie Video-Lizenz nachgewiesen Spielformen mit Hannes Wolf und Hermann Gerland.

Datenschutz, VIDIS und Medienwahl: Auf Geräten von Schulen die vorgegebenen Schutzmechanismen und die jeweilige VIDIS-/Datenschutzauswahl respektieren. Videos dürfen nur geladen werden, wenn die Einrichtung die Einbettung erlaubt; sonst die schriftlichen Erklärungen und Textalternativen verwenden. Es gibt keinen automatischen Anspruch auf Tracking, Zustimmung oder Drittanbieter-Cookies. Die Videos werden nicht heruntergeladen, kopiert oder als freie Unterrichtsvideos neu veröffentlicht. Zu den abgebildeten prominenten Personen wird keine Mitwirkung an oder Empfehlung für diesen Kurs behauptet.

Offenheitsprinzip: Grundlegendes Lernen, eigene Übungen, Aufgaben und der Text des Kurses bleiben kostenfrei zugänglich. Für das neu formulierte Material wird keine ausschließliche Plattformbindung verlangt; fremde Bildlizenzen und Video-Rechte gelten unabhängig davon.


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Neue Fußballwelt: Dieser neue Lernbereich verknüpft das eigenständige Thema über die Begriffe Fußball und Fußballtraining mit Technik, Spielfähigkeit, Prävention, Kooperation, inklusivem Sportunterricht und Medienkompetenz. Alte Fußballkurse werden weder kopiert noch als Unterkapitel übernommen.


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