Eine Ausstellung zu Wer ist Kunst planen - Kunst
Eine Ausstellung zu Wer ist Kunst planen - Kunst
Zielgruppe: Klasse 9–10 | Fach: Kunst | Projekt: Eine kleine Ausstellung planen
Leitfrage: Wer entscheidet, wer als Künstler oder Künstlerin sichtbar wird – und was als Kunst gilt?
Du wirst zum Kurator oder zur Kuratorin. Du wählst Werke aus, ordnest sie an und schreibst kurze Erklärungen. Dabei achtest Du auf unterschiedliche Sichtweisen, Bildrechte und Barrierefreiheit.
Dein Ziel: Entwickle eine Ausstellung mit einem Titel, einer Leitfrage, mindestens vier Werken und verständlichen Werktexten. Du brauchst dafür weder Einkäufe noch ein externes Konto.
Was macht eine Ausstellung aus?
Eine Ausstellung zeigt nicht einfach Bilder nebeneinander. Die Auswahl und Reihenfolge erzählen etwas. Ein Museum kann beispielsweise fragen: Wer wurde in der Kunstgeschichte berühmt – und wer wurde übersehen?
Begriffshilfe: Ein Kurator oder eine Kuratorin entwickelt die Ausstellungsidee, wählt Werke aus und plant ihre Präsentation. Ein Werklabel ist die kurze Erklärung neben einem Kunstwerk.
Leitfrage: Wie verändert sich die Bedeutung eines Bildes, wenn es neben einem anderen Bild hängt?

Bildbetrachtung: Welche Person wird gezeigt? Was erfährst Du über sie – und was nicht? Ist die dargestellte Person automatisch die Urheberin des Bildes?
Mediennachweis: Künstler: Leonardo da Vinci; Werk: Mona Lisa. Aufnahme/Digitalisierung: C2RMF, Musée du Louvre. Lizenzkennzeichnung auf Wikimedia Commons: gemeinfrei (Public Domain). Quelle: Wikimedia Commons – Mona Lisa.
Wer wird als Künstler oder Künstlerin wahrgenommen?

Bildbetrachtung: Judith Leyster zeigt sich selbst beim Malen. Wie macht sie deutlich, dass sie nicht nur dargestellt wird, sondern selbst Kunst schafft?
Belegte Werkangabe: Judith Leyster malte ihr Selbstporträt um 1630.
Interpretation: Du kannst ihre Haltung als selbstbewusst deuten. Das ist eine begründbare Sichtweise, aber kein nachgewiesener Gedanke der Künstlerin.
Mediennachweis: Künstlerin: Judith Leyster. Digitalisierung: Google Art Project; Original: National Gallery of Art, Washington. Wikimedia-Commons-Kennzeichnung: gemeinfrei (Public Domain). Quelle: Wikimedia Commons – Judith Leyster.

Bildbetrachtung: Harriet Powers gestaltete einen Quilt mit erzählenden Bildfeldern. Warum sollte ein textiles Werk genauso ernst genommen werden wie ein Gemälde?
Begriffshilfe: Ein Quilt ist eine zusammengesetzte, meist gesteppte Textilarbeit. Kunst kann also auch aus Stoff entstehen.
Mediennachweis: Künstlerin: Harriet Powers; Werk: Pictorial Quilt, 1895–1898. Digitalisierung: Google Art Project; Sammlung: Museum of Fine Arts, Boston. Commons kennzeichnet die historische Vorlage als gemeinfrei in den USA (PD-US-expired); die rechtliche Kennzeichnung ist länderbezogen zu beachten. Quelle: Wikimedia Commons – Harriet Powers.
Diskussion: Wer bestimmt, ob ein Gegenstand Kunst oder „nur“ Handwerk ist?
Muss Kunst gegenständlich sein?

Bildbetrachtung: Was fällt Dir zuerst auf: die Welle, die Boote oder den Berg? Wie führt die Bildgestaltung Deinen Blick?
Belegte Werkangabe: Katsushika Hokusai schuf Die große Welle vor Kanagawa um 1830–1833 als japanischen Farbholzschnitt.
Begriffshilfe: Ein Farbholzschnitt ist ein Druckverfahren. Von einer Druckvorlage können mehrere Abzüge entstehen.
Mediennachweis: Künstler: Katsushika Hokusai; Vorlage: Library of Congress. Commons-Kennzeichnung: gemeinfrei (Public Domain). Quelle: Wikimedia Commons – Große Welle.

Bildbetrachtung: Suche drei Formen oder Farben. Welche Stimmung entsteht? Verschiedene Menschen können dieselben Formen unterschiedlich deuten.
Belegte Werkangabe: Hilma af Klint schuf The Ten Largest, No. 10, Old Age im Jahr 1907.
Interpretation: „Die Formen wirken lebendig“ beschreibt einen Eindruck und keine überprüfbare Absicht der Künstlerin.
Mediennachweis: Künstlerin: Hilma af Klint. Fotografie/Digitalisierung: Commons-Nutzer Gotogo; Lizenz der Commons-Datei: Creative Commons CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikimedia Commons – Hilma af Klint. Bei Wiederverwendung sind Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungshinweis erforderlich.
Zusatzfrage: Marcel Duchamp präsentierte 1917 mit Fountain ein handelsübliches Urinal als Kunstwerk. Ist die Idee wichtiger als die handwerkliche Herstellung?
Rechtehinweis: Historische Fotografie von Alfred Stieglitz auf Wikimedia Commons. Das Foto wird dort insbesondere nach US-Recht als gemeinfrei beschrieben. Das bedeutet nicht automatisch eine Freigabe aller abgebildeten Rechte in Deutschland. Deshalb wird es hier nur verlinkt und nicht eingebettet.
Wie verändert die Präsentation ein Werk?

Bildbetrachtung: Schau Dir den Blick der dargestellten Person an. Welche Aussage wäre eine Beobachtung? Welche wäre Deine Deutung?
Mediennachweis: Künstler: Johannes Vermeer; Werk: Das Mädchen mit dem Perlenohrring, um 1665. Digitalisierung: Geheugen van Nederland. Commons-Kennzeichnung: gemeinfrei (Public Domain). Quelle: Wikimedia Commons – Vermeer.
Künstlerische Fiktion: Für Deine Ausstellung darfst Du eine erfundene Gedankenstimme schreiben, etwa: „Ich frage mich, wer mich anschaut.“ Kennzeichne diesen Text aber deutlich als frei erfunden. Die Gedanken der dargestellten Person sind nicht belegt.

Beobachtung: Die Animation zeigt aufeinanderfolgende Bewegungsphasen eines Pferdes. Welche Wirkung entsteht durch den schnellen Bildwechsel?
Textalternative zur Animation: Mehrere Einzelbilder eines laufenden Pferdes werden nacheinander gezeigt und vermitteln dadurch Bewegung.
Mediennachweis: Animation: cmglee unter Verwendung historischer Bewegungsbilder von Eadweard Muybridge; Commons-Veröffentlichung 2025. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikimedia Commons – Muybridge zoetrope.
Wie klingt eine Ausstellung?
Hörbeispiel: Modest Mussorgsky komponierte Bilder einer Ausstellung. Die Musik lädt dazu ein, sich einen Gang von Bild zu Bild vorzustellen.
Hörauftrag: Höre einen kurzen Ausschnitt. Würdest Du diese Musik am Eingang einer ruhigen Porträtausstellung oder in einem Raum voller Bewegung einsetzen? Begründe Deine Entscheidung.
Textalternative: Das Hörbeispiel beginnt mit einer schreitenden, feierlichen musikalischen Bewegung und wechselt zu einem unruhigeren Charakter. Die Aufgabe lässt sich auch ohne Ton anhand dieser Beschreibung bearbeiten.
Mediennachweis: Komposition: Modest Mussorgsky; digitale Klavierbearbeitung/Umsetzung: Bernd Krueger. Lizenz der Audiodatei: CC BY-SA 2.0 Deutschland. Quelle: Wikimedia Commons – Pictures at an Exhibition Part 1.
Wie planen Museen Ausstellungen?
Museumsvideo 1: Das Metropolitan Museum of Art stellt mit Before Yesterday We Could Fly eine Ausstellung vor, die unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart eröffnet.
Sehauftrag: Achte darauf, wie Raum, Objekte und Erzählungen zusammenwirken. Welche Stimmen und Geschichten werden sichtbar gemacht?
Mediennachweis: Herausgeber und Rechteinhaber: The Metropolitan Museum of Art, New York; Video: Before Yesterday We Could Fly: An Afrofuturist Period Room Virtual Opening (2021). Urheberrechtlich geschützt; Einbettung ausschließlich über den offiziellen YouTube-Player, keine freie Lizenz behauptet. Quelle: The Met – Projektkontext und offizielles Video.
Museumsvideo 2: In einer virtuellen Führung zur Ausstellung Jacques Louis David: Radical Draftsman kannst Du beobachten, wie ein Museum Zeichnungen erklärt.
Sehauftrag: Wie helfen die Reihenfolge der Werke und die Erklärungen beim Verständnis? Du kannst den Auftrag auch anhand einzelner Standbilder bearbeiten.
'Mediennachweis: Herausgeber und Rechteinhaber: The Metropolitan Museum of Art; Video: Jacques Louis David: Radical Draftsman – Virtual Tour (2022). Urheberrechtlich geschützt; nur offizielle YouTube-Einbettung beziehungsweise Verlinkung. Quelle: offizielles Museumsvideo und The Met – Veröffentlichungsnachweis.
Wichtig: Die Museumsvideos sind keine frei lizenzierten Commons-Dateien. Du darfst sie nicht einfach herunterladen, schneiden und als eigene Videos veröffentlichen. Für diesen Kurs werden nur die offiziellen Einbettungen verwendet.
Deine Ausstellung planen
Schritt 1 – Leitfrage: Formuliere eine Frage, die nicht nur mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Beispiel: „Warum werden manche Kunstschaffende berühmt und andere kaum beachtet?“
Schritt 2 – Werkauswahl: Suche mindestens vier passende Werke aus. Nutze die hier gezeigten Commons-Dateien oder geeignete frei nutzbare Werke. Frage Dich bei jedem Werk, was es zur Leitfrage beiträgt.
Schritt 3 – Reihenfolge: Plane einen Einstieg, einen überraschenden Vergleich und einen Abschluss mit einer offenen Frage.
Schritt 4 – Werktexte: Schreibe pro Werk drei kurze Sätze: Wer hat es geschaffen? Was ist zu sehen? Welche Frage wirft es auf?
Schritt 5 – Bildrechte: Notiere Urheber, Werktitel, Bildquelle, Lizenz und erforderliche Namensnennung. Gemeinfrei bedeutet nicht dasselbe wie „kostenlos im Internet gefunden“. Auch das Recht am Foto und am abgebildeten Werk können unterschiedlich sein.
Schritt 6 – Barrierefreiheit: Nutze lesbare Schrift, deutliche Kontraste und verständliche Sätze. Ergänze Bildbeschreibungen. Biete Informationen aus Ton oder Animation auch als Text an.
Begriffshilfe: Ein Alternativtext beschreibt wesentliche sichtbare Informationen für Menschen, die ein Bild nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen können.
Beispiel für einen Alternativtext: „Judith Leyster sitzt mit Pinseln vor einer Leinwand und blickt zu den Betrachtenden.“
Orientierung: Der Deutsche Museumsbund beschreibt wichtige Grundsätze für die Planung von Ausstellungen.
Beleg, Interpretation oder Fiktion?
Belegte Aussage: „Das Selbstporträt von Judith Leyster entstand um 1630.“ Diese Angabe lässt sich anhand einer zuverlässigen Quelle überprüfen.
Interpretation: „Das offene Lächeln wirkt selbstbewusst.“ Diese Aussage ist eine Deutung, die Du mit Beobachtungen am Bild begründen kannst.
Künstlerische Fiktion: „Die Figur sagt: Ich male, damit mich niemand vergisst.“ Das ist eine erfundene Stimme und muss als solche gekennzeichnet werden.
Merksatz: Trenne in Deiner Ausstellung nachprüfbare Informationen von Deutungen und erfundenen Erzählungen. Mehrere gut begründete Deutungen dürfen nebeneinanderstehen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat eine Kuratorin oder ein Kurator? (Werke auswählen und eine Ausstellung gestalten) (!Alle Kunstwerke selbst malen) (!Jedes Bild automatisch verkaufen) (!Die Meinung aller Besucher festlegen)
Feedback: Eine kuratorische Tätigkeit verbindet Werkauswahl, Leitfrage und Präsentation. Die Deutung der Besucher bleibt offen.
Wer malte das gezeigte Selbstporträt um 1630? (Judith Leyster) (!Leonardo da Vinci) (!Katsushika Hokusai) (!Marcel Duchamp)
Feedback: Judith Leyster stellte sich als selbst malende Künstlerin dar. So wird ihre Rolle als Urheberin sichtbar.
Welche Technik verwendete Hokusai für Die große Welle? (Farbholzschnitt) (!Ölmalerei) (!Digitalfotografie) (!Videoinstallation)
Feedback: Der Farbholzschnitt ist ein Druckverfahren. Ein Kunstwerk muss kein einmaliges Ölgemälde sein.
Welche Aussage ist eine überprüfbare Werkangabe? (Hilma af Klint schuf das gezeigte Werk 1907) (!Alle Menschen finden das Werk fröhlich) (!Die Künstlerin dachte dabei nur an Blumen) (!Das Bild ist das schönste der Welt)
Feedback: Entstehungsjahr und Urheberin lassen sich prüfen. Gefühle, Werturteile und vermutete Gedanken sind keine gesicherten Fakten.
Was kennzeichnet eine gute Bildinterpretation? (Sie begründet eine Deutung durch Beobachtungen) (!Sie behauptet jede Vermutung als Tatsache) (!Sie erlaubt nur eine einzige Meinung) (!Sie verzichtet auf die Betrachtung des Bildes)
Feedback: Unterschiedliche Interpretationen sind möglich. Entscheidend ist, dass Du erklärst, worauf sich Deine Sicht stützt.
Was ist ein Readymade in der Kunst? (Ein als Kunst präsentiertes vorhandenes Alltagsobjekt) (!Ein Gemälde ausschließlich aus Wasserfarben) (!Ein besonders altes Museum) (!Eine Kopie eines Musikstücks)
Feedback: Bei einem Readymade wird ein vorhandener Gegenstand durch Auswahl und Präsentation zum Kunstgegenstand. Duchamps Fountain regt zur Frage nach dem Kunstbegriff an.
Was gehört zu einem zuverlässigen Bildnachweis? (Urheber Quelle und Lizenz) (!Nur die Lieblingsfarbe des Künstlers) (!Nur die Bildgröße) (!Nur der Name der Schulklasse)
Feedback: Ein Bildnachweis macht Herkunft und Nutzungsbedingungen nachvollziehbar. Auch bei historischen Werken muss die konkrete Datei geprüft werden.
Wie gestaltest Du eine Ausstellung zugänglicher? (Mit Alternativtexten und gut lesbaren Beschriftungen) (!Mit möglichst kleiner Schrift) (!Nur mit Informationen über Lautsprecher) (!Mit ausschließlich farbigen Hinweisen)
Feedback: Unterschiedliche Zugänge helfen mehr Menschen beim Verstehen. Wichtige Inhalte dürfen nicht allein von Sehen, Hören oder Farben abhängen.
Wie verwendest Du eine erfundene Gedankenstimme zu einem Porträt korrekt? (Du kennzeichnest sie als künstlerische Fiktion) (!Du erklärst sie zu einer historischen Quelle) (!Du gibst sie als echtes Interview aus) (!Du nennst sie eine belegte Bildunterschrift)
Feedback: Kreative Texte sind erlaubt. Eine klare Kennzeichnung verhindert, dass Fiktion mit gesicherten Aussagen verwechselt wird.
Wie gehst Du bei verschiedenen Deutungen eines Kunstwerks vor? (Du vergleichst die Deutungen und ihre Begründungen) (!Du verbietest abweichende Meinungen) (!Du entscheidest nur nach der Lautstärke) (!Du lässt alle Bildbeobachtungen weg)
Feedback: Eine Ausstellung kann unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen. Begründen und Vergleichen sind wichtiger als eine einzige angeblich richtige Deutung.
Memory
Finde sechs zusammengehörige Begriffe und Erklärungen.
| Kuratorin | Person, die eine Ausstellung konzipiert und Werke auswählt |
| Readymade | Bereits vorhandener Gegenstand, der als Kunst präsentiert wird |
| Selbstporträt | Künstlerische Darstellung der eigenen Person |
| Alternativtext | Sprachliche Beschreibung wichtiger Bildinformationen |
| Bildquelle | Herkunftsnachweis einer Abbildung |
| Farbholzschnitt | Drucktechnik mit eingefärbten Holzplatten |
Drag and Drop
Ordne die Begriffe den passenden Aufgaben zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe in der Ausstellung |
|---|---|
| Leitfrage | Gibt der gesamten Ausstellung eine Richtung |
| Werklabel | Erklärt ein einzelnes Kunstwerk in wenigen Sätzen |
| Bildnachweis | Nennt Urheber, Herkunft und Nutzungsbedingungen |
| Barrierefreiheit | Erleichtert möglichst vielen Menschen den Zugang |
| Interpretation | Beschreibt eine begründete Deutung |
Kreuzworträtsel
| Leyster | Wie lautet der Nachname der Malerin des gezeigten Selbstporträts? |
| Hokusai | Welcher japanische Künstler schuf Die große Welle? |
| Duchamp | Welcher Künstler ist für das Werk Fountain bekannt? |
| Kurator | Wie heißt eine männliche Person, die eine Ausstellung gestaltet? |
| Lizenz | Welche Angabe legt Bedingungen für die Nutzung einer Datei fest? |
| Kontrast | Was hilft, Text deutlich vom Hintergrund zu unterscheiden? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Mini-Ausstellung: Wähle zwei gezeigte Werke aus, gib Deiner Ausstellung einen Titel und formuliere eine Leitfrage. Schreibe für jedes Werk ein Werklabel mit drei einfachen Sätzen. Ergänze jeweils einen Bildnachweis.
Standard
- Ausstellung für alle: Plane vier Werke in einer sinnvollen Reihenfolge. Verfasse zu jedem einen kurzen Alternativtext. Gestalte die Texte gut lesbar und vergleiche zwei unterschiedliche Deutungen eines Werks.
Schwer
- Kuratorisches Streitgespräch: Entwirf eine Ausstellung mit mindestens fünf Positionen, darunter einem textilen Werk und einem Readymade. Schreibe zwei gegensätzliche, aber begründete Kommentare zur Frage „Was gilt als Kunst?“. Kennzeichne Fakten, Interpretation und erfundene Beiträge. Dokumentiere alle Medienrechte und stelle Deinen Entwurf der Klasse vor.


Lernkontrolle
- Werkauswahl begründen: Erkläre, warum Du zwei sehr unterschiedliche Werke in einem Ausstellungsraum zusammenbringen würdest.
- Kunstbegriff diskutieren: Begründe, ob ein Quilt oder ein Alltagsgegenstand Kunst sein kann. Nenne mindestens zwei Kriterien und einen möglichen Einwand.
- Zugänglichkeit prüfen: Überarbeite ein schwer verständliches Werklabel und beschreibe, welche Personen von Deiner Änderung profitieren.
- Bildrechte anwenden: Vergleiche eine gemeinfreie Bilddatei mit einer CC-BY-SA-Datei. Erkläre, welche Angaben bei einer Veröffentlichung wichtig sind.
- Perspektiven wechseln: Beschreibe, wie eine Ausstellung verändert werden könnte, wenn bisher wenig beachtete Künstlerinnen stärker berücksichtigt werden.
- Informationen unterscheiden: Schreibe zu einem Werk jeweils eine belegte Aussage, eine begründete Interpretation und eine ausdrücklich gekennzeichnete künstlerische Fiktion.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis reichst Du einen Ausstellungsplan ein. Er enthält einen Titel und eine offene Leitfrage, mindestens vier begründet ausgewählte Werke, eine sinnvolle Reihenfolge und kurze Werklabels.
Wichtig sind außerdem eine Quellen- und Lizenzübersicht, mindestens zwei Alternativtexte, der Vergleich unterschiedlicher Deutungen und eine deutliche Trennung von Fakten, Interpretationen und künstlerischer Fiktion.
Reflexion: Erkläre abschließend in fünf bis acht Sätzen, wessen Sicht auf Kunst Deine Ausstellung sichtbar macht und was Du beim Planen verändert hast.
OERs zum Thema
Weiterlesen: Ausstellung, Kurator, Bildende Kunst, Kunstgeschichte und Wikimedia Commons.
Weitere freie und fachliche Quellen: Wikimedia Commons, Deutscher Museumsbund – Standards für Ausstellungen und Creative Commons – Lizenzen.
MOOCwiki-Projektbezug: BK5 - Ein digitales Kunstwerk für MOOCwiki gestalten verbindet Kunstgestaltung mit dem digitalen Veröffentlichen. Für die weitere Arbeit helfen die vorhandenen Lernseiten Kunstbetrachtung und Bildanalyse - Kunst, Barrierefreiheit, Urheber- und Nutzungsrechte und Museen und Gedenkstätten - Deutschland.
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