Zeitformen anhand historischer WM-Erfolge lernen - aiMOOC


Zeitformen anhand historischer WM-Erfolge lernen - aiMOOC
Einleitung
Zeitformen anhand historischer WM-Erfolge lernen verbindet Deutschunterricht, Grammatik, Zeitformen, Fußballgeschichte und historisches Erzählen. Du lernst, wie Du Ereignisse aus der Fußball-Weltmeisterschaft sprachlich genau einordnest: Was geschah damals? Was ist seitdem passiert? Was war vorher schon geschehen? Was wird in Zukunft erinnert werden?
Dieser aiMOOC nutzt große deutsche WM-Erfolge als Lernanlässe: den ersten Titel der Männernationalmannschaft 1954 beim sogenannten Wunder von Bern, den Heimsieg 1974, den Titel 1990 kurz vor der deutschen Wiedervereinigung, den vierten Männer-WM-Titel 2014 in Brasilien sowie die Titel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft 2003 und 2007. An diesen historischen Beispielen übst Du die deutschen Zeitformen Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II.

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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du historische Fußballereignisse in passenden Zeitformen beschreiben. Du erkennst, warum ein Bericht über ein WM-Finale häufig im Präteritum steht, warum Gespräche über Erfolge oft das Perfekt nutzen, wie das Plusquamperfekt Vorvergangenheit ausdrückt und wie mit Futur I oder Futur II über Erwartungen, Folgen und Erinnerungen gesprochen wird.
- Zeitformen erkennen: Du unterscheidest Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II an Verbformen.
- Zeitformen anwenden: Du formulierst Sätze zu historischen WM-Erfolgen in der passenden Zeitform.
- Historisches Erzählen: Du ordnest Ereignisse zeitlich und sprachlich sinnvoll.
- Sprachvergleich: Du vergleichst die Wirkung verschiedener Zeitformen in Bericht, Erzählung, Kommentar und Interview.
- Transfer: Du überträgst das Gelernte auf andere historische, sportliche oder persönliche Ereignisse.
Grundwissen: Deutsche Zeitformen
Was ist eine Zeitform?
Eine Zeitform zeigt an, in welchem zeitlichen Verhältnis eine Handlung steht. In der deutschen Grammatik spricht man auch vom Tempus. Zeitformen drücken nicht nur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus. Sie zeigen auch, ob ein Ereignis abgeschlossen ist, ob es erzählt, berichtet, bewertet oder vorausgesagt wird.
Beim Thema Fußball-Weltmeisterschaft ist diese Unterscheidung besonders hilfreich. Ein Historiker könnte schreiben: Deutschland gewann 1954 das Finale gegen Ungarn. Ein Fan könnte sagen: Deutschland hat 1954 das Finale gewonnen. Eine Reportage könnte formulieren: Deutschland ist Weltmeister. Alle drei Sätze beziehen sich auf denselben Erfolg, wirken aber unterschiedlich.
Präsens: Gegenwart und historisches Präsens
Das Präsens beschreibt, was jetzt geschieht, allgemein gilt oder besonders lebendig erzählt wird. In der Alltagssprache sagst Du: Die Mannschaft spielt konzentriert. Im historischen Erzählen kann das Präsens auch Vergangenes besonders unmittelbar wirken lassen. Das nennt man Historisches Präsens.
Beispiel: 1954 steht Deutschland im Finale gegen Ungarn. Helmut Rahn schießt das entscheidende Tor. Grammatisch steht dieser Satz im Präsens, obwohl das Ereignis in der Vergangenheit liegt. Die Wirkung ist lebendig, fast wie ein Live-Kommentar. Deshalb eignet sich das historische Präsens gut für spannende Erzählungen, Szenenbeschreibungen, Podcasts oder kurze Videos.
Präteritum: Die typische Erzählzeit für Geschichte
Das Präteritum ist die klassische Zeitform für schriftliche Erzählungen, Berichte und historische Darstellungen. Es wirkt sachlich, geordnet und distanziert.
Beispiel: Deutschland gewann 1954 in Bern mit 3:2 gegen Ungarn. Der Satz ordnet das Ereignis klar in die Vergangenheit ein. Für historische Texte über WM-Erfolge ist das Präteritum oft die passendste Zeitform, weil es eine abgeschlossene Handlung beschreibt.
Typische Formen sind: gewann, spielte, traf, führte, verteidigte, erzielte, jubelte.
Perfekt: Vergangenes mit Bezug zur Gegenwart
Das Perfekt wird in der gesprochenen Sprache sehr häufig verwendet. Es beschreibt Vergangenes, das für die Gegenwart noch bedeutsam ist oder im Gespräch berichtet wird.
Beispiel: Deutschland hat vier Männer-WM-Titel gewonnen. Hier steht der Erfolg in der Vergangenheit, aber seine Bedeutung reicht bis heute. Darum passt das Perfekt gut zu Gesprächen, Interviews, Präsentationen und Zusammenfassungen.
Das Perfekt wird mit einer Form von haben oder sein und dem Partizip II gebildet: hat gewonnen, ist gefahren, hat gespielt, ist Weltmeister geworden.
Plusquamperfekt: Was vorher schon geschehen war
Das Plusquamperfekt beschreibt eine Handlung, die vor einem anderen vergangenen Ereignis stattgefunden hatte. Es ist die Zeitform der Vorvergangenheit.
Beispiel: Bevor Deutschland 2014 das Finale gewann, hatte die Mannschaft im Halbfinale Brasilien besiegt. Zuerst geschah der Sieg im Halbfinale, danach folgte das Finale. Das Plusquamperfekt macht diese Reihenfolge deutlich.
Gebildet wird es mit hatte oder war und dem Partizip II: hatte gewonnen, war gereist, hatte trainiert, war Weltmeister geworden.
Futur I: Erwartungen, Vorhersagen und Pläne
Das Futur I beschreibt Zukünftiges, Vermutungen oder Pläne. Es wird mit einer Form von werden und dem Infinitiv gebildet.
Beispiel: Die Fans werden sich noch lange an das Tor von 2014 erinnern. Dieser Satz blickt nach vorn. Das Ereignis liegt zwar in der Vergangenheit, aber seine Wirkung reicht in die Zukunft.
Das Futur I kann auch Vermutungen ausdrücken: Viele Fans werden das Finale von 1954 kennen. Hier meint der Satz nicht unbedingt eine Zukunft, sondern eine Annahme.
Futur II: Abgeschlossenes in der Zukunft oder Vermutung über Vergangenes
Das Futur II beschreibt, dass etwas in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Es kann auch eine Vermutung über etwas Vergangenes ausdrücken.
Beispiel für Zukunft: Im Jahr 2054 wird das Wunder von Bern seit hundert Jahren erinnert worden sein. Der Satz zeigt eine abgeschlossene Erinnerung aus Sicht eines zukünftigen Zeitpunktes.
Beispiel für Vermutung: Viele Menschen werden das Finale 2014 im Fernsehen gesehen haben. Hier wird über ein vergangenes Ereignis vermutet.
Gebildet wird das Futur II mit werden, Partizip II und haben oder sein: wird gewonnen haben, wird gereist sein, wird erinnert worden sein.
Historische WM-Erfolge als Grammatik-Anker
1954: Das Wunder von Bern
Am 4. Juli 1954 gewann die westdeutsche Nationalmannschaft das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern gegen Ungarn mit 3:2. Der Erfolg wurde als Wunder von Bern bekannt. Für den Deutschunterricht ist dieser Erfolg besonders geeignet, weil man ihn auf verschiedene Weise erzählen kann.
- Präteritum: Deutschland gewann 1954 das Finale gegen Ungarn.
- Perfekt: Deutschland hat 1954 einen überraschenden Sieg errungen.
- Plusquamperfekt: Ungarn hatte in der Vorrunde bereits deutlich gegen Deutschland gewonnen.
- Historisches Präsens: Rahn schießt, der Ball fliegt ins Tor, Deutschland führt.
- Futur I: Viele Menschen werden sich an dieses Spiel als Symbol des Neubeginns erinnern.
Diese Beispiele zeigen: Die Zeitform verändert die Wirkung. Das Präteritum berichtet, das Perfekt verbindet Vergangenheit und Gegenwart, das Plusquamperfekt klärt Vorzeitigkeit und das historische Präsens erzeugt Spannung.
1974: Weltmeister im eigenen Land
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 gewann die Bundesrepublik Deutschland im Finale in München gegen die Niederlande mit 2:1. Der Sieg eignet sich gut, um Präteritum und Plusquamperfekt zu üben.

Beispiel: Die Niederlande gingen früh in Führung, doch Deutschland drehte das Spiel. Dieser Satz steht im Präteritum und erzählt die Abfolge der Ereignisse. Noch genauer wird es mit Plusquamperfekt: Nachdem die Niederlande früh in Führung gegangen waren, glich Deutschland aus. So erkennst Du, welches Ereignis zuerst stattfand.
1990: Der dritte Stern und ein historisches Jahr
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 gewann Deutschland das Finale gegen Argentinien mit 1:0. Der Erfolg fiel in eine politisch besondere Zeit: Wenige Monate später wurde die Deutsche Einheit vollzogen. Im Deutschunterricht kann man hier sprachliche und historische Zusammenhänge untersuchen.
Beispiel im Präteritum: Deutschland gewann 1990 den dritten WM-Titel. Beispiel im Perfekt: Dieser Titel hat bis heute einen besonderen Platz in der Erinnerung vieler Fans. Beispiel mit Plusquamperfekt: Bevor Deutschland im Finale siegte, hatte die Mannschaft mehrere schwierige Spiele überstanden.
2014: Der vierte Titel in Brasilien
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gewann Deutschland das Finale gegen Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung. Mario Götze erzielte das entscheidende Tor. Dieser Erfolg eignet sich besonders gut, um zwischen Live-Kommentar, Bericht und Rückblick zu unterscheiden.

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- Live-Kommentar im Präsens: Götze nimmt den Ball an und schießt.
- Bericht im Präteritum: Götze nahm den Ball an und schoss das Siegtor.
- Gespräch im Perfekt: Götze hat das entscheidende Tor geschossen.
- Rückblick im Plusquamperfekt: Vor dem Tor hatte Schürrle die Vorlage gegeben.
- Erinnerung im Futur I: Viele Fans werden dieses Tor nie vergessen.
2003 und 2007: WM-Titel der deutschen Frauen
Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft gewann die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2003 und verteidigte den Titel bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2007. Diese Erfolge eignen sich besonders gut, um Perfekt, Präteritum und Plusquamperfekt in Zusammenhangssätzen zu üben.
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Beispiel im Perfekt: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat 2003 und 2007 die Weltmeisterschaft gewonnen. Beispiel im Präteritum: 2007 verteidigte Deutschland den Titel im Finale gegen Brasilien. Beispiel im Plusquamperfekt: Nachdem Deutschland 2003 erstmals Weltmeister geworden war, verteidigte die Mannschaft 2007 den Titel.
Zeitformen im Vergleich
| Zeitform | Bildung | Beispiel zum Thema WM-Erfolg | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Präsens | Stammform oder konjugierte Gegenwartsform | Deutschland ist viermal Männer-Weltmeister. | aktuell, allgemein, lebendig |
| Historisches Präsens | Präsens für Vergangenes | Rahn schießt, Deutschland führt. | spannend, unmittelbar |
| Präteritum | einfache Vergangenheitsform | Deutschland gewann 1954 das Finale. | sachlich, erzählend, historisch |
| Perfekt | haben oder sein + Partizip II | Deutschland hat 2014 den Titel gewonnen. | gesprächsnah, gegenwartsbezogen |
| Plusquamperfekt | hatte oder war + Partizip II | Deutschland hatte zuvor Brasilien besiegt. | Vorvergangenheit, zeitliche Ordnung |
| Futur I | werden + Infinitiv | Die Fans werden sich erinnern. | Zukunft, Erwartung, Vermutung |
| Futur II | werden + Partizip II + haben oder sein | 2054 wird Bern hundert Jahre zurückgelegen haben. | abgeschlossene Zukunft, Vermutung |
Typische Fehler und wie Du sie vermeidest
Fehler 1: Perfekt und Präteritum verwechseln
Viele Lernende schreiben: Deutschland hat 1954 das Finale gewann. Das ist falsch, weil das Perfekt ein Partizip II braucht. Richtig ist: Deutschland hat 1954 das Finale gewonnen. Im Präteritum heißt es dagegen: Deutschland gewann 1954 das Finale.
Fehler 2: Plusquamperfekt ohne zweiten Vergangenheitsbezug verwenden
Das Plusquamperfekt braucht meistens ein zweites Ereignis in der Vergangenheit. Der Satz Deutschland hatte 2014 gewonnen wirkt unvollständig, wenn kein Bezug folgt. Besser ist: Nachdem Deutschland 2014 das Halbfinale gewonnen hatte, spielte die Mannschaft im Finale gegen Argentinien.
Fehler 3: Futur I nur für Zukunft halten
Das Futur I kann Zukunft ausdrücken, aber auch Vermutung. Viele Menschen werden das Finale gesehen haben steht sogar im Futur II und meint eine Vermutung über Vergangenes. Deshalb musst Du nicht nur auf die Form achten, sondern auch auf die Bedeutung im Satz.
Fehler 4: Historisches Präsens nicht begründen
Das historische Präsens ist in spannenden Erzählungen sinnvoll, aber in sachlichen Geschichtstexten kann das Präteritum passender sein. Entscheide deshalb nach Textsorte: Kommentar, Reportage, Podcast und Szenisches Erzählen dürfen lebendiger sein; Sachtext, Chronik und Lernkontrolle brauchen oft mehr Distanz.
Schreibwerkstatt: Vom Spielbericht zur Grammatik
Schritt 1: Ereignisse sammeln
Wähle einen WM-Erfolg aus. Notiere zuerst die wichtigsten Fakten: Jahr, Gegner, Ergebnis, Ort, besondere Spielerinnen oder Spieler und Bedeutung des Erfolgs. Nutze dabei zunächst einfache Nominalgruppen wie Finale 2014, Götzes Tor, Sieg nach Verlängerung oder Titelverteidigung 2007.
Schritt 2: Zeitliche Reihenfolge klären
Ordne die Ereignisse: Was geschah zuerst? Was geschah danach? Was war bereits vorher passiert? Diese Ordnung hilft Dir, Plusquamperfekt sinnvoll einzusetzen.
Beispiel: Nachdem Schürrle geflankt hatte, nahm Götze den Ball an und schoss das Tor. Die Flanke war zuerst da, deshalb steht sie im Plusquamperfekt.
Schritt 3: Textsorte auswählen
Entscheide, ob Du einen Bericht, einen Kommentar, ein Interview, eine Reportage oder eine Chronik schreibst. Für eine Chronik passt oft das Präteritum. Für ein Gespräch eignet sich häufig das Perfekt. Für eine spannende Szene kannst Du das historische Präsens nutzen.
Schritt 4: Zeitformen bewusst markieren
Markiere in Deinem Text alle Verbformen. Schreibe daneben die Zeitform. Prüfe, ob die Zeitformen zur Textsorte passen. Achte besonders auf zusammengesetzte Formen mit haben, sein oder werden.
Beispiele für Satzumformungen
| Ausgangssatz | Neue Zeitform | Umformung |
|---|---|---|
| Deutschland gewinnt 2014 das Finale. | Präteritum | Deutschland gewann 2014 das Finale. |
| Deutschland gewann 1954 in Bern. | Perfekt | Deutschland hat 1954 in Bern gewonnen. |
| Die Mannschaft besiegte Brasilien. | Plusquamperfekt | Die Mannschaft hatte Brasilien besiegt. |
| Die Fans erinnern sich an das Tor. | Futur I | Die Fans werden sich an das Tor erinnern. |
| Deutschland verteidigte 2007 den Titel. | Perfekt | Deutschland hat 2007 den Titel verteidigt. |
| Die Spielerinnen feiern den Erfolg. | Präteritum | Die Spielerinnen feierten den Erfolg. |
Merksätze
- Präsens: Was jetzt gilt oder lebendig erzählt wird.
- Präteritum: Was in schriftlichen Erzählungen und historischen Berichten geschah.
- Perfekt: Was vergangen ist, aber im Gespräch oder für die Gegenwart wichtig bleibt.
- Plusquamperfekt: Was vor einem anderen vergangenen Ereignis geschehen war.
- Futur I: Was geschehen wird oder vermutlich gilt.
- Futur II: Was in der Zukunft abgeschlossen sein wird oder vermutlich schon passiert ist.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Zeitform steht im Satz: Deutschland gewann 1954 das Finale? (Präteritum) (!Präsens) (!Perfekt) (!Futur I)
Welche Zeitform steht im Satz: Deutschland hat 2014 den Titel gewonnen? (Perfekt) (!Präteritum) (!Plusquamperfekt) (!Futur II)
Welche Zeitform beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen vergangenen Handlung lag? (Plusquamperfekt) (!Präsens) (!Futur I) (!Imperativ)
Welche Form passt zum Plusquamperfekt? (hatte gewonnen) (!hat gewonnen) (!wird gewinnen) (!gewinnt)
Welche Zeitform kann in spannenden Erzählungen Vergangenes besonders lebendig machen? (Historisches Präsens) (!Futur II) (!Konjunktiv II) (!Imperativ)
Welcher Satz steht im Futur I? (Die Fans werden sich erinnern) (!Die Fans erinnerten sich) (!Die Fans haben sich erinnert) (!Die Fans hatten sich erinnert)
Welche Aussage über das Perfekt ist richtig? (Es wird mit haben oder sein und dem Partizip II gebildet) (!Es wird immer nur mit werden gebildet) (!Es beschreibt ausschließlich die Zukunft) (!Es kommt nur in Gedichten vor)
Welche Zeitform passt besonders gut zu einem sachlichen historischen Bericht? (Präteritum) (!Imperativ) (!Futur II) (!Ausrufesatz)
Welche deutsche Mannschaft gewann 2003 und 2007 die Weltmeisterschaft? (Die Frauen-Nationalmannschaft) (!Die U21-Nationalmannschaft) (!Die Handball-Nationalmannschaft) (!Die Basketball-Nationalmannschaft)
Welche Satzform ist richtig? (Deutschland hat das Finale gewonnen) (!Deutschland hat das Finale gewann) (!Deutschland ist das Finale gewinnen) (!Deutschland wird das Finale gewann)
Memory
| Präsens | Gegenwart oder lebendige Darstellung |
| Präteritum | Erzählzeit der Vergangenheit |
| Perfekt | Vergangenheit mit Gegenwartsbezug |
| Plusquamperfekt | Vorvergangenheit |
| Futur I | Zukunft oder Vermutung |
| Futur II | abgeschlossene Zukunft |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| gewann | Präteritum |
| hat gewonnen | Perfekt |
| hatte gewonnen | Plusquamperfekt |
| wird gewinnen | Futur I |
| wird gewonnen haben | Futur II |
...
Kreuzworträtsel
| Bern | In welcher Stadt fand das WM-Finale 1954 statt? |
| Perfekt | Welche Zeitform wird oft in Gesprächen über Vergangenes verwendet? |
| Partizip | Welche Verbform steht im Perfekt zusammen mit haben oder sein? |
| Futur | Welche Zeitform blickt sprachlich in die Zukunft? |
| Titel | Was gewann Deutschland 2014 bei der Weltmeisterschaft? |
| Frauen | Welche deutsche Nationalmannschaft gewann 2003 und 2007 WM-Titel? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitformen markieren: Unterstreiche in einem kurzen Text über das WM-Finale 2014 alle Verbformen und schreibe die passende Zeitform darüber.
- Satzkarten erstellen: Gestalte fünf Satzkarten zu Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt und Futur I mit je einem Beispiel aus der Fußballgeschichte.
- WM-Chronik: Erstelle eine kleine Chronik der deutschen Männer-WM-Titel 1954, 1974, 1990 und 2014 im Präteritum.
- Fan-Sätze: Schreibe sechs Sätze, die ein Fan nach einem historischen WM-Sieg im Perfekt sagen könnte.
Standard
- Spielbericht schreiben: Verfasse einen sachlichen Bericht über das WM-Finale 1954 oder 2014 und nutze überwiegend das Präteritum.
- Interview gestalten: Schreibe ein fiktives Interview mit einer Spielerin oder einem Spieler nach einem WM-Erfolg und verwende dabei häufig das Perfekt.
- Vorvergangenheit üben: Formuliere acht Sätze mit Plusquamperfekt, in denen Du erklärst, was vor einem entscheidenden Finale bereits geschehen war.
- Textsorte vergleichen: Schreibe dieselbe Szene einmal als Live-Kommentar im Präsens und einmal als Bericht im Präteritum.
Schwer
- Historisches Präsens analysieren: Untersuche einen Sportkommentar oder eine Reportage und erkläre, warum das historische Präsens Spannung erzeugt.
- Podcast planen: Erstelle ein Skript für eine dreiminütige Podcastfolge über einen WM-Erfolg und markiere bewusst die verwendeten Zeitformen.
- Vergleich Frauen und Männer: Vergleiche einen WM-Erfolg der Männer und einen WM-Erfolg der Frauen sprachlich und historisch in einem zusammenhängenden Text.
- Zukunft der Erinnerung: Schreibe einen Essay darüber, wie Menschen in Zukunft an historische WM-Erfolge erinnern werden, und nutze Futur I sowie Futur II.

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Lernkontrolle
- Zeitform und Wirkung: Erkläre an drei eigenen Beispielen, wie sich die Wirkung eines Satzes verändert, wenn Du vom Präteritum ins Perfekt wechselst.
- Historische Ordnung: Schreibe einen Absatz über den WM-Titel 2014 und verwende mindestens zweimal das Plusquamperfekt, um Vorereignisse korrekt einzuordnen.
- Textsorte begründen: Entscheide, ob ein Lexikonartikel über das Wunder von Bern eher im Präteritum, Perfekt oder historischen Präsens stehen sollte, und begründe Deine Wahl.
- Transfer auf ein anderes Ereignis: Wähle ein historisches Ereignis außerhalb des Fußballs und beschreibe es in drei verschiedenen Zeitformen.
- Sprachbewusster Kommentar: Schreibe einen kurzen Kommentar darüber, warum sportliche Erinnerungen oft im Perfekt erzählt werden, obwohl die Ereignisse lange zurückliegen.
- Zukunftsperspektive: Formuliere einen Text aus dem Jahr 2054, in dem Du erklärst, wie das Wunder von Bern dann erinnert worden sein wird.
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Zusammenfassung
Zeitformen helfen Dir, historische Ereignisse sprachlich genau zu ordnen. Beim Erzählen über WM-Erfolge zeigt das Präteritum, was geschah. Das Perfekt verbindet vergangene Erfolge mit ihrer Bedeutung für heute. Das Plusquamperfekt zeigt, was vorher schon geschehen war. Das Präsens kann Gegenwart ausdrücken oder als Historisches Präsens Spannung erzeugen. Mit Futur I und Futur II blickst Du auf zukünftige Erinnerungen oder vermutete Zusammenhänge. Wer Zeitformen bewusst nutzt, schreibt klarere Berichte, lebendigere Erzählungen und überzeugendere Kommentare.
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