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Weltliteratur verstehen - Troilus und Cressida - William Shakespeare

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Weltliteratur verstehen - Troilus und Cressida - William Shakespeare

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Weltliteratur verstehen - Troilus und Cressida - William Shakespeare


Einleitung

Troilus und Cressida ist ein Drama von William Shakespeare. Es entstand wahrscheinlich um 1601/1602 und spielt während des Trojanischen Kriegs. Im Mittelpunkt stehen zwei miteinander verbundene Handlungen: die Liebe zwischen Troilus und Cressida sowie der Streit und Machtkampf unter den griechischen und trojanischen Kriegern.

Das Stück ist schwer eindeutig einer Gattung zuzuordnen. Es enthält Elemente von Tragödie, Komödie, Satire und Geschichtsdrama. Deshalb wird es oft zu Shakespeares sogenannten Problemstücken gezählt.

Dieser aiMOOC richtet sich vor allem an Lernende der Klassen 9–10 sowie 11–13. Die Erklärungen sind kurz und einfach gehalten. Für die Oberstufe bieten die Aufgaben zusätzliche Möglichkeiten zur vertieften Textanalyse.

Datei:Troilus and Cressida Lithograph.jpg


Buchausgabe und Volltext

Für diesen Kurs wird keine zweite Buchseite angelegt. Verwende die bereits vorhandene MOOCwiki-Ausgabe:

Buch - Troilus und Cressida - Shakespeare, William

Die historische deutsche Übersetzung stammt von Wolf Graf Baudissin. Sie erschien 1832 im Rahmen der von August Wilhelm Schlegel begonnenen und von Ludwig Tieck ergänzten Shakespeare-Ausgabe.

Der vollständige historische Text ist über die bestehende Buchseite verfügbar:


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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Troilus und Cressida

Shakespeare, William

Troilus und Cressida von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Historische Illustration zu Troilus und Cressida
Historische Illustration zu „Troilus und Cressida“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Charles Warren · Public domain Bildquelle ↗

Zum Bücher-Lernpaket →

Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 7

Prologus

1
Prologus
Vorlage S. 6
2
Die Szen' ist Troja. Von den Inseln Gräcias
Vorlage S. 6
3
Sandten zornmüt'ge Fürsten, heißen Bluts,
Vorlage S. 6
4
Zum Hafen von Athen die Ruderschiffe,
Vorlage S. 6
5
Beladen mit den Dienern und der Rüstung
Vorlage S. 6
6
Des grausen Krieges. Neunundsechzig Führer,
Vorlage S. 6
7
Prangend im Fürstenhut, sind abgesegelt
Vorlage S. 6
8
Von Attika gen Phrygia; ihr Gelübde,
Vorlage S. 6
9
Troja zu schleifen, wo im Schirm der Mauern
Vorlage S. 6
Historische Illustration zu Troilus und Cressida
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Troilus und Cressida“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
10
Frau Helena, geraubt dem Menelaus,
Vorlage S. 6
11
Beim üpp'gen Paris schläft: – das ist der Krieg.
Vorlage S. 6
12
Sie ziehn nach Tenedos,
Vorlage S. 6
13
Und dort entlasten die tiefkiel'gen Schiffe
Vorlage S. 6
14
Sich ihrer tapfern Fracht; auf Iliums Ebnen
Vorlage S. 6
15
Schart sich der frischen, noch vollzähl'gen Griechen
Vorlage S. 6
16
Feldlager: – Priamus' sechstor'ge Stadt
Vorlage S. 6
17
(Dardania, Thymbria, Ilias, Chetas, Troas
Vorlage S. 6
Historische Illustration zu Troilus und Cressida
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Troilus und Cressida“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
18
Und Antenoridas), mit mächt'gen Krampen
Vorlage S. 6
19
Und wohlausfüllend schwer gewicht'gen Riegeln,
Vorlage S. 6
20
Weckt Trojas Söhnen Kampflust. –
Vorlage S. 6
21
Erwartung nun, die muntern Geister schürend
Vorlage S. 6
22
Auf dieser Seit' und jener, Troer, Griechen,
Vorlage S. 6
23
Setzt alles auf das Spiel: und hieher komm' ich
Vorlage S. 6
24
Als Prologus, im Harnisch; nicht vertrauend
Vorlage S. 6
25
Dem Werk des Dichters, noch der Spieler Kunst,
Vorlage S. 6
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
26
Nur angetan, dem Kriegsgedichte ziemend,
Vorlage S. 6
27
Meld' ich euch, edle Hörer, wie das Spiel,
Vorlage S. 6
28
Des Kampfs Beginn und Erstlinge verschweigend,
Vorlage S. 6
29
Anfängt im Mittelpunkt; von dort enteilt,
Vorlage S. 6
30
Und nur, wo sich die Szene bietet, weilt.
Vorlage S. 6
31
So haltet Lob und Tadel nicht zurück;
Vorlage S. 6
32
Bald gut, bald schlimm, es ist nur Kriegesglück.
Vorlage S. 6

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

7. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und wohlausfüllend schwer gewicht'gen Riegeln,« B: »Beim üpp'gen Paris schläft: – das ist der Krieg.« C: »Dem Werk des Dichters, noch der Spieler Kunst,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Sandten zornmüt'ge Fürsten, heißen Bluts,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Sandten zornmüt'ge Fürsten, heißen Bluts,« und »Dem Werk des Dichters, noch der Spieler Kunst,«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Und dort entlasten die tiefkiel'gen Schiffe«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Sandten zornmüt'ge Fürsten, heißen Bluts,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Und wohlausfüllend schwer gewicht'gen Riegeln,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Bald gut, bald schlimm, es ist nur Kriegesglück.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Troilus und Cressida

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 1, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 6- Berlin

Das Werk Troilus und Cressida von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Troilus and Cressida. Project Gutenberg eBook 1528. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.

    Eine weitere frei zugängliche historische Textfassung bietet das TextGrid Repository. Dort wird ebenfalls Baudissins Übersetzung dokumentiert.


    Kurzbeschreibung

    Troilus ist ein Sohn des trojanischen Königs Priamus. Er liebt Cressida. Ihr Onkel Pandarus hilft beiden, zusammenzukommen. Doch die politische Lage trennt das Paar. Cressida wird im Austausch gegen einen trojanischen Gefangenen in das griechische Lager geschickt. Dort nähert sie sich Diomedes an. Troilus beobachtet dies und fühlt sich verraten.

    Parallel dazu zeigt Shakespeare den Krieg um Troja. Die berühmten Helden wirken dabei keineswegs nur heldenhaft. Achilles zieht sich vom Kampf zurück. Ajax wird als Gegenfigur zu ihm aufgebaut. Ulysses versucht, die Ordnung im griechischen Heer wiederherzustellen. Hector kämpft weiter und wird schließlich getötet.

    Das Drama zeigt damit eine Welt, in der große Wörter wie Liebe, Treue, Ehre und Heldentum immer wieder an der Wirklichkeit scheitern.


    Autor und Werk

    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

    William Shakespeare wurde 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und starb 1616. Er schrieb Komödien, Tragödien, Historien und Sonette. Zu seinen bekannten Werken gehören Hamlet, Macbeth, Romeo und Julia und Ein Sommernachtstraum.

    Troilus und Cressida gehört zu seinen ungewöhnlichsten Dramen. Der Stoff war bereits vor Shakespeare bekannt. Er verbindet die mittelalterliche Troilus-Tradition mit Figuren aus dem antiken Trojanischen Krieg.

    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

    Die erste Folio-Ausgabe von Shakespeares Dramen erschien 1623. In dieser Ausgabe steht Troilus and Cressida zwischen den Historien und Tragödien. Schon die Stellung im Band zeigt, wie schwer das Stück eindeutig einzuordnen ist.


    Hörmedium zu Shakespeare

    Die Audiodatei ist eine gesprochene Wikipedia-Fassung über Shakespeare. Sie eignet sich als Zusatzmedium zur Beschäftigung mit Autor und Zeit.


    Historischer Kontext: Renaissance und Humanismus

    Die Renaissance war eine Zeit des kulturellen Wandels. Gelehrte und Künstler beschäftigten sich intensiv mit Texten und Ideen der Antike. Dieser Rückgriff auf antike Vorbilder war eng mit dem Humanismus verbunden.

    Humanisten fragten stärker nach dem Menschen, seiner Sprache, Bildung, Verantwortung und Fähigkeit zum eigenen Urteil. Dabei blieb die Renaissance keineswegs religionsfrei. Vielmehr entstanden neue Formen des Denkens neben älteren religiösen Weltbildern.

    Raffaels Schule von Athen zeigt, wie stark die Antike in der Renaissance als kulturelles Vorbild wirkte. Shakespeare übernimmt ebenfalls antike Stoffe, verändert sie aber für seine eigene Zeit.


    Renaissance, Humanismus und Shakespeare

    Shakespeares Stück spielt in der Antike, entstand aber im frühneuzeitlichen England. Deshalb musst Du zwei Ebenen unterscheiden:

    1. Antike Handlungsebene: Trojaner und Griechen führen Krieg um Troja.
    2. Frühneuzeitliche Perspektive: Shakespeare zeigt Macht, Gesellschaft, Geschlechterrollen und politische Ordnung für ein Publikum um 1600.
    3. Moderne Interpretation: Heutige Leserinnen und Leser können andere Fragen stellen als Shakespeares Zeitgenossen.

    Wichtig ist: Die Figuren sind keine historischen Berichte über den echten Trojanischen Krieg. Sie sind dramatische Figuren in einem literarischen Werk.


    Regionale Entwicklungen und Übergänge zum Barock

    Die Renaissance entwickelte sich regional unterschiedlich. In Italien begann die intensive Wiederaufnahme antiker Kunst und Literatur bereits deutlich früher als in England. In England fällt Shakespeares Schaffen in die späte Regierungszeit Elisabeths I. und in die frühe Zeit Jakobs I.

    Im deutschen Sprachraum verlief der Übergang zur Literatur des Barock anders. Der Dreißigjährige Krieg prägte später zahlreiche deutschsprachige Barocktexte. Typische Themen wie Vergänglichkeit, Krieg, Unsicherheit und Tod erhalten dort eine andere historische Dringlichkeit.

    Du solltest deshalb nicht einfach sagen: Ganz Europa hatte gleichzeitig dieselbe Renaissance. Treffender ist: Renaissance, Humanismus und der Übergang zum Barock verliefen regional unterschiedlich.


    Freies Video zur Renaissance

    Datei:The Pathbreakers IV - Renaissance.webm

    Dieses Wikimedia-Commons-Video bietet einen zusätzlichen Zugang zur Renaissance.


    Frühneuzeitliches Theater

    Shakespeares Dramen wurden für die Bühne geschrieben. Theater bedeutete damals unmittelbaren Kontakt zwischen Spielenden und Publikum. Bühnenbilder waren vergleichsweise sparsam. Sprache, Kostüme, Körper und Requisiten erzeugten deshalb einen großen Teil der vorgestellten Welt.

    Das heutige Shakespeare's Globe in London ist eine Rekonstruktion eines frühneuzeitlichen Theaterbaus. Die offene Mitte und die umlaufenden Galerien zeigen, wie nah viele Zuschauende an der Bühne standen.


    Theater als öffentlicher Raum

    Ein Stück wie Troilus und Cressida gewinnt auf der Bühne eine besondere Wirkung. Manche Szenen sind ernst, andere grob-komisch. Figuren kommentieren einander, verspotten Helden und sprechen über Liebe in einer Sprache, die zwischen hoher Poesie und sexueller Anspielung wechselt.

    Der Wechsel der Tonlagen ist kein Fehler. Er gehört zum Aufbau des Dramas.


    Inhalt


    Erster Handlungsstrang: Troilus und Cressida

    Troilus liebt Cressida. Pandarus vermittelt zwischen beiden. Ihre Beziehung beginnt mit großen Treueversprechen. Kurz darauf wird Cressida jedoch gezwungen, Troja zu verlassen. Sie gelangt in das Lager der Griechen.

    Troilus kann die Trennung nicht verhindern. Später beobachtet er Cressida mit Diomedes. Für ihn scheint damit ihr Treueversprechen gebrochen.

    Die Handlung stellt eine wichtige Frage: Was ist ein Versprechen wert, wenn politische Macht, Krieg und Abhängigkeit das Leben bestimmen?


    Zweiter Handlungsstrang: der Krieg

    Im griechischen Lager herrschen Spannungen. Achilles verweigert zeitweise den Kampf. Ulysses und andere Heerführer versuchen, ihn über Konkurrenz und verletzten Stolz wieder zu aktivieren. Ajax wird dabei bewusst aufgewertet.

    Auf trojanischer Seite diskutieren die Figuren ebenfalls über Sinn und Fortsetzung des Kriegs. Hector erkennt Argumente gegen den Krieg, kämpft aber dennoch weiter.

    Am Ende wird Hector von den Männern des Achilles getötet. Ein klassisches Heldenschema wird dadurch deutlich beschädigt.


    Figuren

    1. Troilus: junger trojanischer Prinz. Er idealisiert Liebe und Treue.
    2. Cressida: Tochter des Kalchas. Sie bewegt sich in einer Welt, in der andere über ihren Aufenthaltsort und ihre Sicherheit entscheiden.
    3. Pandarus: Cressidas Onkel. Er vermittelt die Beziehung und erzeugt zugleich viele komische und anzügliche Momente.
    4. Hector: bedeutender trojanischer Kämpfer. Er steht für Ehre, ist aber nicht frei von Widersprüchen.
    5. Achilles: berühmter griechischer Krieger. Shakespeare zeigt ihn kritisch und teilweise unheroisch.
    6. Ulysses: politisch geschickter griechischer Stratege. Er analysiert Macht und Ordnung.
    7. Thersites: Spötter und Außenseiter. Er kommentiert den Krieg besonders zynisch.
    8. Diomedes: griechischer Kämpfer. Er wird nach Cressidas Ankunft im griechischen Lager ihr neuer Bezugspunkt.


    Sprache und konkrete Textstellen

    Bei der Arbeit mit historischen Texten musst Du genau unterscheiden:

    1. Originaltext: Shakespeares englischer Text.
    2. Historische Übersetzung: zum Beispiel die deutsche Fassung von Wolf Graf Baudissin.
    3. Interpretation: eine Deutung des Textes durch Leserinnen, Leser oder Forschung.

    Eine Übersetzung ist bereits eine sprachliche Entscheidung. Sie ist nicht mit dem Original identisch.


    Textstelle 1: Liebe und Vernunft

    In Akt III, Szene 2 sagt Cressida in Baudissins Übersetzung:

    „weise sein und lieben / Vermag kein Mensch“

    Im Englischen steht an dieser Stelle:

    „to be wise and love / Exceeds man's might“

    Beide Fassungen verbinden Liebe mit dem Verlust vollständiger Kontrolle. Die deutsche Übersetzung ist keine moderne Nacherzählung, sondern eine historische Übertragung.

    Interpretation: Cressida spricht hier nicht einfach nur romantisch. Sie beschreibt Liebe als Zustand, in dem Vernunft und Gefühl in Spannung geraten.

    Datei:Katharina Schratt Albumblatt 1882.jpg

    Das Albumblatt von Katharina Schratt aus dem Jahr 1882 zeigt, dass gerade diese Shakespeare-Stelle auch außerhalb des Dramas weiterzirkulierte.


    Textstelle 2: Treue als sprachliches Bild

    Troilus und Cressida sprechen bei ihrer Vereinigung über Treue. Beide benutzen starke Vergleiche. Besonders auffällig ist, dass spätere Erinnerung schon in der Liebesszene mitgedacht wird.

    Cressida stellt sich sogar vor, ihr Name könne einmal als Beispiel für Untreue gelten.

    Interpretation: Die Szene enthält dadurch eine Vorahnung. Das Publikum hört ein Treueversprechen, das zugleich sprachlich den späteren Bruch vorbereitet.


    Textstelle 3: Abschied und Zeit

    Bei der Trennung beschreibt Troilus die Zeit als gewaltsam und räuberisch. Der Abschied kommt zu schnell. Die Sprache zeigt, dass die Liebenden kaum Kontrolle über ihre Situation besitzen.

    Interpretation: Nicht nur persönliche Entscheidungen bestimmen ihre Beziehung. Krieg und politische Absprachen greifen direkt in das Privatleben ein.


    Textstelle 4: Ordnung und Macht

    Ulysses spricht im griechischen Lager ausführlich über Rang, Ordnung und Autorität. Seine Rede zeigt die politische Ebene des Dramas.

    Interpretation: Shakespeare stellt nicht einfach eine funktionierende Hierarchie dar. Er zeigt auch, wie Sprache benutzt wird, um Ordnung zu begründen und politische Strategien durchzusetzen.


    Aufbau und Dramaturgie

    Das Drama besteht aus fünf Akten. Die Liebeshandlung und die Kriegshandlung laufen parallel und greifen ineinander.

    Der Aufbau ist auffällig, weil keine der beiden Handlungen zu einer klassischen Lösung führt. Troilus und Cressida werden nicht wieder vereint. Der Krieg endet ebenfalls nicht mit der Eroberung Trojas. Shakespeare beendet das Stück mitten in einem größeren historischen Konflikt.

    Dadurch entsteht ein offenes und unruhiges Ende.


    Heldentum unter Kritik

    Die Figuren tragen berühmte Namen aus antiken Erzählungen. Trotzdem wirken sie nicht wie unantastbare Helden.

    Achilles ist zeitweise untätig. Ajax wird verspottet. Thersites beschimpft fast alle. Hector handelt ehrenhaft, trifft aber widersprüchliche Entscheidungen. Die Welt des Stücks zerlegt große Heldenerzählungen.

    Das ist ein wichtiger Unterschied zu einfachen Heldengeschichten: Shakespeare zeigt, wie Ruhm hergestellt, verteidigt und beschädigt wird.


    Original, Übersetzung und Interpretation vergleichen

    Eine sinnvolle Vergleichsmethode besteht aus drei Schritten:

    1. Beobachten: Welche Wörter, Bilder und Satzformen stehen tatsächlich im Text?
    2. Vergleichen: Wie unterscheidet sich die deutsche Übersetzung vom englischen Original?
    3. Deuten: Welche Wirkung kann die jeweilige Formulierung haben?

    Du solltest keine Deutung als angebliches Originalzitat ausgeben.


    Beispiel

    Original: „to be wise and love“

    Historische Übersetzung: „weise sein und lieben“

    Interpretation: Liebe erscheint als Erfahrung, die vollständige vernünftige Kontrolle übersteigt.

    Die ersten beiden Zeilen sind Textbelege. Der dritte Satz ist eine Deutung.


    Medien zur Vertiefung

    Das Video enthält eine universitäre Vorlesung von Marjorie Garber zu Troilus and Cressida. Es eignet sich besonders für die Klassen 11–13.


    Mediennachweise und Lizenzen

    1. Datei:Troilus and Cressida Lithograph.jpg: unbekannter historischer Urheber; Wikimedia Commons; Public Domain.
    2. : Chandos-Porträt, John Taylor zugeschrieben; Wikimedia Commons; Public Domain/PD-Art.
    3. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: : Titelblatt des First Folio von 1623; Wikimedia Commons; Public Domain.
    4. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: : Raffael, Die Schule von Athen; Wikimedia Commons; Public Domain.
    5. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: : Wikimedia Commons; freie Lizenz gemäß Dateibeschreibungsseite, darunter CC BY-SA/GFDL.
    6. Datei:Katharina Schratt Albumblatt 1882.jpg: Katharina Schratt; Wikimedia Commons; Public Domain Mark/PD-Art.
    7. : Aufnahme von Tadeáš Bednarz; Wikimedia Commons; CC BY-SA 4.0.
    8. Datei:The Pathbreakers IV - Renaissance.webm: Indian Diplomacy; Wikimedia Commons; CC BY 3.0.
    9. YouTube: Renaissance Humanism - The Origin & History, TheoEngage. Das Video wird nur über den YouTube-Player eingebettet; es wird hier nicht als OER neu lizenziert.
    10. YouTube: Lecture 2 - Troilus and Cressida, Shakespeare Network / Vortrag von Marjorie Garber. Das Video wird nur über den YouTube-Player eingebettet; es wird hier nicht als OER neu lizenziert.


    Interaktive Aufgaben


    Quiz: Teste Dein Wissen

    In welchem historischen Krieg spielt die Handlung? (Im Trojanischen Krieg) (!Im Dreißigjährigen Krieg) (!Im Hundertjährigen Krieg) (!Im Peloponnesischen Krieg)




    Wer vermittelt zwischen Troilus und Cressida? (Pandarus) (!Achilles) (!Ulysses) (!Priamus)




    Wer übersetzte die hier verwendete historische deutsche Fassung? (Wolf Graf Baudissin) (!Johann Wolfgang von Goethe) (!Friedrich Schiller) (!Gotthold Ephraim Lessing)




    Welche Aussage beschreibt das Stück am besten? (Es verbindet Liebeshandlung und Kriegshandlung) (!Es ist nur eine Liebeskomödie) (!Es erzählt ausschließlich Hectors Kindheit) (!Es ist ein historischer Bericht ohne erfundene Figurenführung)




    Warum ist Cressidas Wechsel ins griechische Lager wichtig? (Er trennt sie von Troilus und verändert ihre Handlungsmöglichkeiten) (!Er beendet sofort den Trojanischen Krieg) (!Er macht sie zur Königin von Griechenland) (!Er führt zur Hochzeit mit Troilus)




    Was gehört zum Humanismus der Renaissance? (Die intensive Beschäftigung mit antiken Texten und Bildung) (!Die völlige Ablehnung aller antiken Texte) (!Die Abschaffung des Theaters in Europa) (!Die ausschließliche Beschäftigung mit Technik)




    Was ist bei einer Textanalyse zuerst zu unterscheiden? (Originaltext Übersetzung und Interpretation) (!Titel Druckfarbe und Buchpreis) (!Autor Publikum und Schulnote) (!Bühnenbild Kostüm und Eintrittskarte)




    Welche Figur kritisiert und verspottet viele andere Figuren besonders zynisch? (Thersites) (!Andromache) (!Priamus) (!Kalchas)




    Was ist für das frühneuzeitliche Theater besonders wichtig? (Die unmittelbare Wirkung von Sprache Körper und Publikum) (!Digitale Spezialeffekte) (!Elektrische Bühnenbeleuchtung) (!Filmprojektionen)




    Warum gilt das Ende als offen? (Der Krieg um Troja ist am Ende des Stücks nicht abgeschlossen) (!Troja wird im ersten Akt zerstört) (!Alle Figuren verlassen die Bühne für immer) (!Cressida heiratet Hector)





    Memory

    Troilus trojanischer Prinz und Liebender
    Cressida Tochter des Kalchas
    Pandarus Vermittler der Liebesbeziehung
    Hector trojanischer Krieger
    Achilles griechischer Krieger
    Ulysses Stratege im griechischen Lager
    Humanismus Beschäftigung mit Bildung und antiken Texten
    Baudissin historische deutsche Übersetzung





    Drag and Drop

    Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
    Liebeshandlung Troilus und Cressida
    Kriegshandlung Griechen und Trojaner
    Originalsprache Englisch
    Historische Übersetzung Wolf Graf Baudissin
    Epochenkontext Renaissance und Humanismus





    Kreuzworträtsel

    Troilus Wie heißt der trojanische Prinz, der Cressida liebt?
    Pandarus Wer vermittelt zwischen Troilus und Cressida?
    Hector Welcher trojanische Krieger ist ein Bruder des Troilus?
    Achilles Welcher griechische Kämpfer zieht sich zeitweise aus dem Kampf zurück?
    Baudissin Wie heißt der Übersetzer der historischen deutschen Fassung?
    Humanismus Welche Bildungsbewegung der Renaissance beschäftigt sich stark mit antiken Texten?





    LearningApps


    Lückentext

    Vervollständige den Text.
    Das Drama spielt während des

    . Troilus liebt

    . Ihr Onkel

    vermittelt zwischen beiden. Die historische deutsche Übersetzung stammt von Wolf Graf

    . Das Werk entstand im Umfeld von Renaissance und

    . Shakespeare verbindet eine Liebeshandlung mit einer

    . Bei der Analyse müssen Originaltext, Übersetzung und

    unterschieden werden. Cressida gelangt später in das Lager der

    . Der trojanische Kämpfer

    wird am Ende getötet.




    Gestufte Hilfen

    Hilfe 1 – leicht: Suche zuerst die Figuren und markiere, wer zu Troja und wer zum griechischen Lager gehört.

    Hilfe 2 – mittel: Schreibe zu einer Textstelle drei Spalten: Original – Übersetzung – eigene Deutung.

    Hilfe 3 – anspruchsvoll: Frage zusätzlich, welche Wirkung eine Übersetzungsentscheidung auf das Bild einer Figur oder auf ein Motiv wie Liebe, Treue, Ehre oder Macht hat.


    Offene Aufgaben


    Leicht

    1. Figurenkarte Troilus und Cressida: Erstelle eine einfache Figurenkarte mit Troilus, Cressida, Pandarus, Hector, Achilles und Ulysses.
    2. Szenenbild: Wähle eine Szene und zeichne ein mögliches Bühnenbild für eine Aufführung im Globe-Stil.
    3. Zitat und Deutung: Wähle einen kurzen belegten Satz aus der Buchausgabe und erkläre in drei eigenen Sätzen, was er bedeutet.
    4. Renaissance-Merkmale: Erstelle ein Mini-Plakat mit drei gesicherten Merkmalen von Renaissance und Humanismus.


    Standard

    1. Original und Übersetzung vergleichen: Vergleiche fünf bis acht Zeilen aus dem englischen Original mit Baudissins Übersetzung. Markiere zwei auffällige Unterschiede.
    2. Cressidas Handlungsspielraum: Erkläre, welche Entscheidungen Cressida selbst trifft und welche Entscheidungen andere für sie treffen.
    3. Held oder Antiheld: Untersuche Achilles oder Hector und entscheide, ob Shakespeare ein klassisches Heldenbild bestätigt oder beschädigt.
    4. Theaterszene inszenieren: Probt eine kurze Szene und zeigt zwei unterschiedliche Spielweisen: ernst und satirisch.


    Schwer

    1. Ulysses und Ordnung: Analysiere eine Rede des Ulysses und untersuche, wie Sprache politische Ordnung begründet.
    2. Problemstück: Begründe mit mindestens drei Textbeobachtungen, warum das Drama schwer eindeutig als Tragödie oder Komödie einzuordnen ist.
    3. Renaissance und Barock vergleichen: Vergleiche das Menschen- und Weltbild des Dramas mit einem deutschsprachigen Barocktext. Achte auf unterschiedliche regionale und historische Bedingungen.
    4. Übersetzungskritik: Untersuche eine kurze Passage im Original und in Baudissins Fassung. Erkläre, wo die Übersetzung Wirkung, Rhythmus oder Mehrdeutigkeit verändert.




    Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



    Lernkontrolle

    1. Treue und Krieg: Erkläre, wie der Krieg die Beziehung zwischen Troilus und Cressida verändert. Nutze mindestens zwei konkrete Handlungsschritte.
    2. Heldentum prüfen: Vergleiche Hector und Achilles. Welche unterschiedlichen Vorstellungen von Ehre und Ruhm werden sichtbar?
    3. Sprache als Macht: Zeige an einer Rede oder einem Dialog, wie eine Figur Sprache benutzt, um andere zu beeinflussen.
    4. Original und Übersetzung: Wähle eine kurze Passage und erkläre einen bedeutsamen Unterschied zwischen englischem Original und historischer deutscher Übersetzung.
    5. Epochenbezug: Erkläre, warum die Beschäftigung mit einem antiken Stoff gut in den Kontext von Renaissance und Humanismus passt.
    6. Transfer: Übertrage einen zentralen Konflikt des Stücks auf eine heutige Situation, ohne die Figuren einfach gleichzusetzen. Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




    Lernnachweis

    Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du:

    1. die wichtigsten Handlungslinien erklären kannst,
    2. zentrale Figuren und ihre Beziehungen kennst,
    3. einen kurzen Textbeleg korrekt zitierst,
    4. Originaltext, Übersetzung und Interpretation unterscheidest,
    5. mindestens eine Passage sprachlich untersuchen kannst,
    6. das Drama in Renaissance und Humanismus einordnen kannst,
    7. frühneuzeitliche Theaterbedingungen erklären kannst,
    8. regionale Unterschiede zwischen Renaissance und Übergängen zum Barock beachtest,
    9. eine eigene Deutung mit Textbelegen begründest.




    OERs zum Thema

    Wikipedia:

    Bestehende MOOCwiki-Buchausgabe:

    Buch - Troilus und Cressida - Shakespeare, William

    Weitere frei zugängliche historische Textgrundlage:

    https://www.textgridrep.de/browse/vn4s.0

    Englischer Text:

    https://www.gutenberg.org/ebooks/1124


    Quellenhinweise

    Die historische deutsche Fassung wurde anhand der frei zugänglichen TextGrid-Fassung und einer digitalen Ausgabe von Troilus und Cressida in der Übersetzung von Wolf Graf Baudissin abgeglichen. TextGrid nennt als Erstdruck der Übersetzung den siebten Band von Shakspeare's dramatische Werke, Berlin 1832.

    Das englische Original wurde mit frei zugänglichen Shakespeare-Textfassungen, darunter Project Gutenberg, abgeglichen.

    Zitate wurden kurz gehalten und nicht stillschweigend modernisiert. Wo der Kurs Aussagen über Wirkung oder Bedeutung macht, sind diese als Interpretation formuliert und nicht als Originalzitat ausgegeben.


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