Zum Inhalt springen

Weltliteratur verstehen - Sonette - William Shakespeare

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Weltliteratur verstehen - Sonette - William Shakespeare

QR-Code



Weltliteratur verstehen - Sonette - William Shakespeare

Zielgruppe: Klasse 9–10 und 11–13

Fach: Deutsch, Englisch, Literatur

Themen: Weltliteratur, Sonett, William Shakespeare, Renaissance, Humanismus, Barock

Dein Lernziel: Du verstehst Shakespeares Sonette, untersuchst ihre Sprache und vergleichst den englischen Text mit einer historischen deutschen Übersetzung.


Einleitung

William Shakespeare (1564–1616) schrieb Theaterstücke und Gedichte. Seine Sammlung Sonette erschien 1609 in London. Sie enthält 154 Gedichte.

Die Gedichte handeln von Liebe, Schönheit, Eifersucht, Freundschaft, Zeit und Tod. Eine wichtige Frage lautet: Kann ein Gedicht einen Menschen vor dem Vergessen bewahren?

Chandos-Porträt, traditionell als Darstellung Shakespeares angesehen. Die Zuschreibung des Gemäldes ist nicht sicher.

Titelseite der Erstausgabe von 1609.


Kurzbeschreibung des Buches

Die Sonette sind kein Roman. Sie erzählen keine einzige durchgehende Geschichte. Stattdessen spricht ein lyrisches Ich über seine Gefühle und Gedanken.

Viele Gedichte richten sich an einen jungen Mann. Andere wenden sich an eine Frau. Die tatsächlichen Identitäten sind nicht sicher bekannt.

Die Sonette zeigen, wie unterschiedlich Liebe sein kann: glücklich, unsicher, enttäuscht oder voller Hoffnung.

Wichtig: Das lyrische Ich ist die Stimme im Gedicht. Es ist nicht automatisch Shakespeare selbst.


Die vorhandene Buchausgabe und der vollständige Text

Zur vorhandenen MOOCwiki-Buchseite: Sonette – Shakespeare, William

Hier findest Du den vollständigen historischen deutschen Buchtext über die bestehende Buchseite. Er wird nicht als zweite Buchausgabe angelegt.

Quellenhinweis: Die genaue Übersetzungsfassung der verlinkten Buchseite konnte für diesen Kurs nicht unabhängig ausgelesen werden. Deshalb wird ihr Wortlaut nicht erfunden oder durch eine andere Übersetzung ersetzt. Für den folgenden Vergleich wird eine ausdrücklich bezeichnete historische Nachdichtung von Stefan George (1909) verwendet.

Den vollständigen englischen Text findest Du außerdem bei der Folger Shakespeare Library.


Renaissance, Humanismus und Theater


Renaissance und Humanismus

Die Renaissance entwickelte sich seit dem 14. Jahrhundert besonders in Italien. Künstler und Gelehrte beschäftigten sich erneut intensiv mit der Antike.

Der Humanismus betonte Bildung, Sprachen, die Fähigkeiten des Menschen und die kritische Beschäftigung mit Texten.

Der italienische Dichter Francesco Petrarca machte die Sonettdichtung im 14. Jahrhundert besonders einflussreich. Später verbreitete sich die Gedichtform in Europa.

Handschrift von Petrarcas Canzoniere aus dem 14. Jahrhundert.


Shakespeare und das englische Theater

In England entwickelte sich während der Regierungszeit von Elisabeth I. eine bedeutende Theaterkultur. Shakespeare schrieb für öffentliche Bühnen.

Das Armada-Porträt Elisabeths I. aus dem späten 16. Jahrhundert.

Das berühmte Globe Theatre wurde 1599 gebaut. Das heutige Shakespeare's Globe ist ein moderner Nachbau, der 1997 eröffnet wurde.

Unterscheide: Shakespeares Sonette sind Gedichte zum Lesen oder Vortragen. Sie sind keine Szenen aus seinen Theaterstücken.

Innenraum des rekonstruierten Globe Theatre.

Shakespeare's Globe: Rundgang und Informationen über das Theater.


Vom Manuskript zum gedruckten Buch

Der Buchdruck half dabei, Texte in vielen Exemplaren zu verbreiten. Auch die Sonette wurden 1609 gedruckt.

Datei:Demonstration of printing press.webm

Wikimedia-Commons-Video: Demonstration einer historischen Handdruckpresse. Es zeigt nicht die konkrete Herstellung der Shakespeare-Ausgabe.

Animation einer Druckmaschine des 19. Jahrhunderts. Sie dient nur als technischer Vergleich und stellt keine Druckpresse von 1609 dar.


Regionale Entwicklungen und Übergang zum Barock

Die Epochen begannen nicht überall gleichzeitig.

  1. Italien: Petrarca prägte bereits im 14. Jahrhundert die europäische Liebeslyrik. Renaissance und Humanismus entwickelten sich hier früh.
  2. England: Im 16. und frühen 17. Jahrhundert blühten Sonettdichtung und öffentliches Theater.
  3. Deutschsprachiger Raum: Im 17. Jahrhundert wurde das Barock besonders wichtig. Krieg, Tod und Vergänglichkeit prägten viele literarische Werke.

Andreas Gryphius (1616–1664) schrieb Sonette über die Vergänglichkeit des Lebens. Dieses Thema heißt häufig Vanitas.

Bei Shakespeare kann Dichtung die Schönheit bewahren. In vielen barocken Gedichten steht dagegen die Vergänglichkeit alles Irdischen im Vordergrund. Das sind Schwerpunkte, keine festen Grenzen zwischen den Epochen.

Historische Darstellung von Andreas Gryphius.


Wie funktioniert ein Sonett?

Ein Sonett hat normalerweise 14 Verszeilen.

Das englische Shakespeare-Sonett besteht meist aus drei Vierzeilern und einem abschließenden Zweizeiler.

Reimschema: ABAB CDCD EFEF GG

Ein typisches Versmaß ist der fünfhebige Jambus. Dabei wechseln sich unbetonte und betonte Silben ab.

Italienische Sonette besitzen häufig zwei Vierzeiler und zwei Dreizeiler. Die Reimschemata können verschieden sein.

TED-Ed: Warum Shakespeare den jambischen Rhythmus verwendete. Englisches Lernvideo mit Animation.


Textarbeit: Sonett 18


Der englische Lesetext

William Shakespeare – Sonnet 18

Der folgende Text folgt der editorisch bearbeiteten englischen Lesefassung der Folger Shakespeare Library. Sie ist nicht mit der Schreibweise des Druckes von 1609 gleichzusetzen.

Shall I compare thee to a summer’s day?
Thou art more lovely and more temperate.
Rough winds do shake the darling buds of May,
And summer’s lease hath all too short a date.
Sometime too hot the eye of heaven shines,
And often is his gold complexion dimmed;
And every fair from fair sometime declines,
By chance or nature’s changing course untrimmed.
But thy eternal summer shall not fade
Nor lose possession of that fair thou ow’st,
Nor shall Death brag thou wand’rest in his shade,
When in eternal lines to time thou grow’st.
So long as men can breathe or eyes can see,
So long lives this, and this gives life to thee.

Quelle: Folger Shakespeare Library, Sonnet 18, Zeilen 1–14.

Faksimile von Sonett 18 aus dem Druck von 1609. Vergleiche die alte Schreibweise mit dem Lesetext.


Vollständige historische deutsche Nachdichtung von Sonett 18

William Shakespeare – Sonett XVIII

Historische Nachdichtung von Stefan George (1909)

Soll ich vergleichen einem Sommertage
Dich der du lieblicher und milder bist?
Des Maien teure Knospen drehn im Schlage
Des Sturms und allzukurz ist Sommers Frist.

Des Himmels Aug scheint manchmal bis zum Brennen,
Trägt goldne Farbe die sich oft verliert,
Jed Schön will sich vom Schönen manchmal trennen
Durch Zufall oder Wechsels Lauf entziert.

Doch soll dein ewiger Sommer nie ermatten:
Dein Schönes sei vor dem Verlust gefeit.
Nie prahle Tod, du gingst in seinem Schatten . . .
In ewigen Reimen ragst du in die Zeit.

Solang als Menschen atmen, Augen sehn
Wird dies und du der darin lebt bestehn.

Textquelle: Stefan George: Shakespeare-Sonette, XVIII. Historischer Text; keine stillschweigende sprachliche Modernisierung. Diese Fassung ist ausdrücklich von der nicht verifizierten Übersetzungsfassung der bestehenden MOOCwiki-Buchseite zu unterscheiden.


Hören: Sonett 18

Englische Lesung von Wrad, Wikimedia Commons.

Weitere englische Lesung von Stolengood, mit musikalischer Begleitung.

Socratica: Vortrag von Sonett 18. Achte auf die Pausen und die Betonung.


Inhalt und Argumentation

Vers 1–4: Das lyrische Ich vergleicht einen geliebten Menschen mit einem Sommertag. Der Mensch erscheint schöner und ausgeglichener.

Vers 5–8: Der Sommer ist nicht perfekt. Hitze, Wolken und die Zeit verändern seine Schönheit.

Vers 9–12: Der Gedankengang wendet sich. Die angesprochene Person soll ihre Schönheit nicht verlieren.

Vers 13–14: Das Gedicht selbst soll sie in der Erinnerung der Menschen bewahren.

Deutung: Das Gedicht behauptet, dass Kunst länger bestehen kann als menschliche Schönheit. Das ist eine Interpretation der Aussage, keine historische Information über eine wirkliche Person.


Sprache und Aufbau untersuchen

Vergleich: „Shall I compare thee to a summer’s day?“ (Vers 1). Der Sommer ist das Bild für Schönheit.

Personifikation: „Nor shall Death brag“ (Vers 11). Der Tod wird dargestellt, als könnte er sprechen und prahlen.

Wendung: „But thy eternal summer shall not fade“ (Vers 9). Das Wort „But“ leitet den Widerspruch zur Vergänglichkeit ein.

Schlussgedanke: „So long lives this, and this gives life to thee.“ (Vers 14). Das Gedicht behauptet seine eigene bleibende Kraft.

Vergleich mit George: „In ewigen Reimen ragst du in die Zeit.“ (Vers 12). George betont ausdrücklich die Reime. Vergleiche das mit dem englischen Bild der „eternal lines“ in Vers 12.

Arbeitsregel: Schreibe zuerst auf, was wirklich im Text steht. Formuliere erst danach Deine eigene Deutung.


Zweites Beispiel: Sonett 130

Originaldruck von Sonett 130 aus dem Jahr 1609.

In der damaligen Liebeslyrik wurden Menschen oft mit Sonne, Blumen oder Göttinnen verglichen.

Sonett 130 spielt mit diesen übertriebenen Schönheitsbildern.

Vers 1: „My mistress’ eyes are nothing like the sun;“

Vers 13–14:

And yet, by heaven, I think my love as rare
As any she belied with false compare.

Quelle: Folger Shakespeare Library, Sonnet 130.

Einfach erklärt: Der Sprecher braucht keine übertriebenen Vergleiche, um seine Liebe auszudrücken.

Deutung: Das Gedicht hinterfragt feste Schönheitsideale. Sein Schluss zeigt, dass Liebe auch ohne idealisierte Beschreibung bestehen kann.


Original, Übersetzung und Interpretation unterscheiden

Originaldruck: Die Fassung von 1609 ist eine historische Quelle. Schreibweise und Zeichensetzung unterscheiden sich zum Teil von modernen Ausgaben.

Englischer Lesetext: Eine wissenschaftlich bearbeitete Ausgabe macht den historischen Text leichter lesbar.

Deutsche Übersetzung: Eine Übersetzerin oder ein Übersetzer trifft Entscheidungen über Wörter, Reime und Rhythmus.

Interpretation: Du erklärst, welche Bedeutung die Wörter im Zusammenhang haben könnten.

Merke: Übersetzung und Interpretation sind nicht dasselbe wie der englische Originaltext.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1 – Einstieg

Lies Sonett 18 laut vor. Markiere die Wörter für Sommer, Schönheit und Zeit. Fasse das Gedicht in zwei eigenen Sätzen zusammen.


Hilfe 2 – Untersuchung

Teile Sonett 18 in drei Vierzeiler und einen Zweizeiler ein. Suche nach einer Frage, einem Gegensatz und einem Bild für den Tod.


Hilfe 3 – Vertiefung

Vergleiche „eternal lines“ und „ewigen Reimen“. Untersuche, ob Georges Übersetzung dieselbe Bedeutung und denselben Klang erzeugt. Begründe Deine Antwort mit beiden Versen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie viele Sonette umfasst die 1609 erschienene Sammlung? (154) (!100) (!120) (!200)




Wann erschien die erste Gesamtausgabe von Shakespeares Sonetten? (1609) (!1492) (!1623) (!1750)




Wie viele Verszeilen hat ein Shakespeare-Sonett normalerweise? (14) (!10) (!12) (!20)




Welches Reimschema ist für das Shakespeare-Sonett typisch? (ABAB CDCD EFEF GG) (!AABB AABB CCDD EE) (!ABBA ABBA CDE CDE) (!AAAA BBBB CCCC DD)




Was ist die zentrale Hoffnung in Sonett 18? (Die Dichtung bewahrt die Erinnerung) (!Der Sommer dauert ewig) (!Der Mensch kann die Zeit anhalten) (!Der Tod wird ganz abgeschafft)




Was beschreibt der kurze Sommer in Sonett 18? (Die Vergänglichkeit natürlicher Schönheit) (!Die Entstehung des Theaters) (!Das Leben des Übersetzers) (!Eine Reise nach Italien)




Was kritisiert Sonett 130 besonders? (Übertriebene Schönheitsvergleiche) (!Die englische Sprache) (!Die Erfindung des Buchdrucks) (!Den Aufbau des Globe Theatre)




Was bedeutet lyrisches Ich? (Die sprechende Stimme im Gedicht) (!Immer der wirkliche Autor) (!Der Herausgeber der Erstausgabe) (!Der Übersetzer des Gedichts)




Welche Person prägte die frühe italienische Sonetttradition? (Francesco Petrarca) (!Andreas Gryphius) (!Johann Wolfgang Goethe) (!Bertolt Brecht)




Was ist beim Vergleich historischer Übersetzungen wichtig? (Original und Übersetzung getrennt betrachten) (!Jede Übersetzung für das Original halten) (!Unbekannte Textstellen ergänzen) (!Alle sprachlichen Unterschiede entfernen)





Memory

Quartett Vier Verszeilen
Couplet Abschließender Zweizeiler
Jambus Unbetonte und betonte Silbe
Vanitas Vergänglichkeit des Lebens
Humanismus Bildung und antike Texte
Faksimile Bildgetreue Wiedergabe einer Vorlage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Eröffnungsfrage Beginn des Vergleichs
Naturbilder Zeichen von Veränderung
Wendung Gegensatz zur Vergänglichkeit
Schlusscouplet Hoffnung auf Fortleben im Gedicht
Quellenvergleich Gegenüberstellung verschiedener Textfassungen





Kreuzworträtsel

Sonett Wie heißt eine Gedichtform mit normalerweise vierzehn Verszeilen?
Petrarca Welcher italienische Dichter prägte die frühe europäische Sonetttradition?
Jambus Wie heißt das Versmaß mit unbetonter und betonter Silbe?
Globe Wie heißt das berühmte Theater Shakespeares?
Barock Welche Epoche war für Andreas Gryphius besonders wichtig?
Quartett Wie nennt man einen Vierzeiler?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
William Shakespeare schrieb insgesamt 154

.
Die Sammlung erschien erstmals vollständig im Jahr

.
Ein Shakespeare-Sonett hat normalerweise vierzehn

.
Das typische Versmaß ist der fünfhebige

.
In Sonett 18 wird ein Mensch mit einem

verglichen.
Der letzte Zweizeiler heißt

.
Die frühen italienischen Sonette wurden besonders durch

geprägt.
Das Globe war ein bekanntes

.
Der Humanismus beschäftigte sich intensiv mit der

.
Für die Literatur des Barocks ist die Vorstellung der

besonders wichtig.




Offene Aufgaben

Dein Lernplan: Wähle aus jeder Schwierigkeitsstufe eine Aufgabe. So bearbeitest Du insgesamt drei offene Aufgaben. Innerhalb jeder Stufe stehen vier Wahlmöglichkeiten bereit.


Leicht

  1. Inhaltsangabe: Erkläre Sonett 18 in fünf eigenen Sätzen.
  2. Gedichtvortrag: Lies Sonett 18 betont vor und erkläre zwei wichtige Wörter.
  3. Bildsprache: Suche drei Bilder in Sonett 18 und beschreibe ihre Wirkung.
  4. Quellenvergleich: Vergleiche eine Zeile der englischen und deutschen Fassung.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Untersuche den Aufbau und die Wendung in Sonett 18.
  2. Übersetzungsvergleich: Vergleiche drei Verse mit Georges Nachdichtung und begründe die Unterschiede.
  3. Liebeslyrik: Vergleiche die Darstellung von Schönheit in Sonett 18 und Sonett 130.
  4. Literaturepoche: Erstelle eine Zeitleiste von Petrarca über Shakespeare bis Gryphius.


Schwer

  1. Interpretation: Erörtere anhand von Sonett 18, ob Kunst Menschen unsterblich machen kann.
  2. Literaturvergleich: Vergleiche die Vergänglichkeit in Shakespeare-Sonetten mit einem Sonett von Gryphius.
  3. Quellenkritik: Untersuche die Unterschiede zwischen einem Faksimile von 1609, einer modernen englischen Ausgabe und einer historischen deutschen Übersetzung.
  4. Literaturgeschichte: Erkläre, warum Renaissance, Humanismus und Barock in Europa nicht überall zur gleichen Zeit und auf gleiche Weise auftraten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textverständnis: Erkläre, warum die letzte Aussage von Sonett 18 erst durch die vorherigen Naturbilder verständlich wird.
  2. Argumentationsanalyse: Zeige, wie aus dem Vergleich mit dem Sommer ein Argument für die Kraft der Dichtung entsteht.
  3. Transfer: Untersuche an einem heutigen Liebesgedicht oder Liedtext, ob übertriebene Schönheitsbilder verwendet oder hinterfragt werden. Verwende nur kurze, zulässige Textbelege.
  4. Epochenvergleich: Erkläre, warum das Thema Vergänglichkeit sowohl in Renaissance- als auch in Barocktexten vorkommt, aber unterschiedlich gestaltet sein kann.
  5. Übersetzungskritik: Begründe an zwei belegbaren Formulierungen, warum eine historische Nachdichtung nicht automatisch den genauen Wortlaut des Originals wiedergibt.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den Inhalt von Sonett 18 verständlich erklären kannst.
  2. ein Sonett nach Aufbau, Reim und sprachlichen Bildern untersuchen kannst.
  3. Textbelege korrekt mit Sonett- und Versnummer angibst.
  4. zwischen lyrischem Ich und historischem Autor unterscheidest.
  5. Renaissance, Humanismus und Barock zeitlich und regional einordnest.
  6. Originaldruck, bearbeitete englische Ausgabe, Übersetzung und Interpretation auseinanderhalten kannst.
  7. eine eigene Deutung mit passenden Textstellen begründest.

Möglicher Lernnachweis: Eine ein- bis zweiseitige Analyse von Sonett 18 mit kurzer Gegenüberstellung zweier belegter englischer und deutscher Textstellen.




OERs zum Thema

Weiterführende Quellen:

  1. Folger Shakespeare Library – Originaltexte und Hintergrundwissen
  2. Wikisource – Englische Sonette
  3. Historische Nachdichtung von Stefan George
  4. Landesbibliothek – Digitalisierte George-Ausgabe von 1909
  5. MOOCwiki – Bestehende Buchausgabe


Medienquellen, Lizenzen und Namensnennung

Alle folgenden Dateien stammen von Wikimedia Commons. Bei gemeinfreien Werken ist die Herkunft angegeben. Die eingebundenen Dateien wurden nicht eigens bearbeitet.

  1. Shakespeare-Porträt – Urheber nicht gesichert; gemeinfrei.
  2. Titelblatt von 1609 – historische Quelle, Folger Shakespeare Library; gemeinfrei.
  3. Petrarca-Handschrift – anonymer historischer Urheber; gemeinfrei.
  4. Armada-Porträt – unbekannter Maler; gemeinfrei.
  5. Globe Theatre – Tohma, Creative Commons BY-SA 4.0.
  6. Andreas Gryphius – historischer Kupferstich, Scan durch Gabor; gemeinfrei.
  7. Druckpresse, Video – Krassotkin, CC0 1.0.
  8. Druckmaschine, Animation – Rhododendrites, CC BY-SA 4.0.
  9. Sonett 18, Faksimile – historischer Druck, Folger Shakespeare Library; gemeinfrei.
  10. Sonett 130, Faksimile – historischer Druck, Folger Shakespeare Library; gemeinfrei.
  11. Lesung Sonett 18 – Wrad; gemeinfrei durch Freigabe des Urhebers.
  12. Weitere Lesung Sonett 18 – Stolengood, CC BY 3.0.

Lizenzbedingungen: CC BY-SA 4.0 · CC BY 3.0 · CC0 1.0

YouTube-Videos: TED-Ed, Socratica und Shakespeare's Globe. Die Videos werden lediglich von ihren jeweiligen Anbietern eingebettet. Eine freie Nachnutzung der Videodateien wird nicht behauptet.

Historische Textquellen: Shakespeare, Erstausgabe 1609; Stefan George, Nachdichtung 1909. Die moderne Folger-Lesefassung und Georges historische Nachdichtung werden getrennt gekennzeichnet.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...