Weltliteratur verstehen - Macbeth - William Shakespeare
Einleitung
Weltliteratur verstehen - Macbeth - William Shakespeare
Zielgruppe: Klassen 9–10; mit Vertiefungen für Klassen 11–13.
Macbeth ist eine Tragödie von William Shakespeare. Das Stück entstand vermutlich um 1606. Es erzählt von einem schottischen Feldherrn, der König werden will. Drei Hexen sagen ihm die Königswürde voraus. Macbeth ermordet König Duncan. Danach führen Angst, Schuld und weitere Gewalttaten zu seinem Untergang.
Leitfrage: Bestimmen unsere Wünsche unser Handeln? Oder können wir uns bewusst anders entscheiden?
Das ganze Buch lesen: Vorhandene MOOCwiki-Buchseite: Macbeth – William Shakespeare. Der Volltext wird hier nicht ein zweites Mal angelegt.
Historische deutsche Vergleichsfassung: Macbeth – vollständige Übersetzung von Dorothea Tieck (19. Jahrhundert, gemeinfreier Text).
Englischer Text: Macbeth – vollständige englische Leseausgabe der Folger Shakespeare Library.
Wichtig: Shakespeares englisches Stück ist der Originaltext. Die deutsche Fassung ist eine spätere Übersetzung. Die hier verglichenen deutschen Zitate stammen nachweislich aus der Ausgabe von Dorothea Tieck. Ob die vorhandene MOOCwiki-Buchseite dieselbe Übersetzung verwendet, muss anhand ihrer Editionsangaben geprüft werden.

Das sogenannte Chandos-Porträt. Die Identifizierung als Shakespeare ist nicht zweifelsfrei gesichert. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfreies historisches Gemälde.
Video: Ein erster Zugang
TED-Ed: „Why should you read Macbeth?“ – Brendan Pelsue. Englisches Erklärvideo mit Animation. Frage beim Anschauen: Welche Gefahr geht von Macbeths Ehrgeiz aus? Quelle und Urheber: TED-Ed; das Video ist eingebettet, nicht als frei lizenziert ausgewiesen.
Inhalt und Figuren
Die Handlung in fünf Akten
Erster Akt: Die Hexen kündigen Macbeth an, dass er König wird. Lady Macbeth drängt ihn zur Tat.
Zweiter Akt: Macbeth ermordet König Duncan. Duncans Söhne fliehen.
Dritter Akt: Macbeth ist König. Er lässt Banquo ermorden und sieht später dessen Geist.
Vierter Akt: Neue Weissagungen machen Macbeth scheinbar sicher. Er lässt auch Macduffs Familie töten.
Fünfter Akt: Lady Macbeth leidet unter Schuldgefühlen. Macbeth wird von Macduff besiegt. Malcolm wird König.
Merke: Die fünf Akte zeigen einen Wandel: Aufstieg – Verbrechen – Gewaltherrschaft – Widerstand – Untergang.

Macbeth und Banquo begegnen den Hexen. Historischer Holzschnitt aus dem Umfeld von Holinsheds „Chronicles“, einer wichtigen Vorlage Shakespeares. Diese GIF-Datei ist ein Standbild, keine Animation. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei.
Wichtige Figuren
Macbeth: Ein erfolgreicher Heerführer. Sein Ehrgeiz wird stärker als sein Gewissen.
Lady Macbeth: Macbeths Frau. Sie treibt den Mordplan voran, zerbricht später aber an Schuldgefühlen.
Banquo: Macbeths Kampfgefährte. Auch ihm machen die Hexen eine Vorhersage.
Duncan: Der König, den Macbeth ermordet.
Macduff: Ein Gegner Macbeths. Er kämpft gegen dessen Gewaltherrschaft.
Malcolm: Duncans Sohn und späterer König.

Johann Heinrich Füssli: Studie zu den drei Hexen. Das Bild entstand deutlich nach Shakespeares Zeit und zeigt eine spätere künstlerische Deutung. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei.
Theater erleben
Royal Shakespeare Company: „Macbeth – Live Lesson“ (2023). Schauspielende arbeiten an Szenen mit Macbeth und Lady Macbeth. Quelle: Royal Shakespeare Company, YouTube; eingebettetes Lehrvideo.
Drei Textstellen genau lesen
Arbeitsregel: Trenne immer zwischen Textbeleg und Interpretation. Ein Zitat zeigt, was tatsächlich im Stück steht. Eine Interpretation erklärt, was es bedeuten könnte.
Textstelle 1: Die Hexen und die Gegensätze
Englisches Original, Akt I, Szene 1:
Fair is foul, and foul is fair;
Dorothea Tieck, Erster Akt, erste Szene:
Schön ist wüst, und wüst ist schön.
Einfach erklärt: Gut und Böse scheinen sich zu vermischen. Die Hexen erzeugen Unsicherheit.
Beobachtung: Beide Zeilen verbinden gegensätzliche Wörter.
Mögliche Deutung: Das Stück warnt davor, dass der äußere Schein täuschen kann.
Denkfrage: Ist eine Prophezeiung schon ein Befehl?
Belege: Englischer Text, I,1 und deutsche Übersetzung, I,1.
Audio: Erster Akt auf Englisch, gelesen von LibriVox-Freiwilligen. Quelle und Audiodatei; von LibriVox der Gemeinfreiheit gewidmet. Höre besonders auf die Hexenszene.
Textstelle 2: Der Dolch und Macbeths Angst
Englisches Original, Akt II, Szene 1:
Is this a dagger which I see before me,
Dorothea Tieck, Zweiter Akt, erste Szene:
Ist das ein Dolch, was ich vor mir erblicke,
Einfach erklärt: Macbeth sieht vor dem Mord einen Dolch. Ob der Dolch wirklich da ist, bleibt fraglich.
Beobachtung: Macbeth stellt eine Frage, statt sicher zu sprechen.
Mögliche Deutung: Der Dolch kann seine Angst, sein schlechtes Gewissen oder seinen Wunsch nach der Tat sichtbar machen.
Denkfrage: Welche Wirkung hätte diese Szene mit und ohne sichtbaren Dolch auf einer Bühne?
Belege: Englischer Text, II,1 und deutsche Übersetzung, II,1.
Royal Shakespeare Company: „Macbeth – on stage footage“. Beobachte Stimme, Bewegung, Bühnenlicht und Spannung. Quelle: Royal Shakespeare Company, YouTube; eingebetteter Aufführungsausschnitt.
Textstelle 3: Der Blutfleck und die Schuld
Englisches Original, Akt V, Szene 1:
Out, damned spot, out, I say!
Dorothea Tieck, Fünfter Akt, erste Szene:
Fort, verdammter Fleck, fort, sag ich!
Einfach erklärt: Lady Macbeth versucht im Schlaf einen Blutfleck abzuwaschen.
Beobachtung: Das Wort „fort“ wird wiederholt. Die Figur spricht sehr eindringlich.
Mögliche Deutung: Der Fleck steht für eine Schuld, die sich nicht einfach entfernen lässt.
Denkfrage: Warum erscheint Blut hier nicht nur als wirklicher Stoff, sondern auch als Zeichen?
Belege: Englischer Text, V,1 und deutsche Übersetzung, V,1.

Johann Heinrich Füssli: „Die schlafwandelnde Lady Macbeth“, 1781–1784. Das Bild ist eine spätere Interpretation der Szene. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei.
Audio: Fünfter Akt auf Englisch, LibriVox-Freiwillige. Quelle und Audiodatei; der Gemeinfreiheit gewidmet. Vergleiche die gesprochene Szene mit dem geschriebenen Text.
Sprache und Aufbau
Shakespeare verwendet Gegensätze, Wiederholungen, Bilder und Monologe. Sie zeigen Gedanken und Gefühle.
Gegensatz: „Fair“ und „foul“ stellen scheinbar klare Werte infrage.
Bild: Der Dolch kann Macbeths inneren Konflikt sichtbar machen.
Wiederholung: Lady Macbeths „fort“ macht ihre Unruhe hörbar.
Monolog: Eine Figur spricht ihre Gedanken aus, auch wenn niemand antwortet.
Fünf Akte: Der Aufbau führt von einer Versuchung zur Katastrophe. Es handelt sich um ein Drama, nicht um einen Roman.
Vergleich der Sprachen: Das englische „fair“ hat je nach Zusammenhang mehrere Bedeutungen. Tiecks Wort „schön“ setzt einen eigenen Akzent. Die Übersetzung ist deshalb nicht identisch mit dem Original.
Renaissance, Humanismus und Theater
Renaissance und Humanismus
Die Renaissance begann in Italien und breitete sich unterschiedlich schnell in Europa aus. Künstler und Gelehrte beschäftigten sich neu mit der griechischen und römischen Antike.
Der Humanismus förderte Bildung, Sprachkenntnisse und das Nachdenken über menschliches Handeln.
Bezug zu Macbeth: Das Stück stellt eine Frage, die auch für heutige Menschen wichtig ist: Wie viel Verantwortung trägt ein Mensch für seine Entscheidungen?
Aber: Macbeth ist nicht einfach eine Werbung für den Humanismus. Das Stück zeigt auch Hexenglauben, Gewalt, politische Ordnung und religiös geprägte Vorstellungen seiner Zeit.
England: Das frühneuzeitliche Theater
Shakespeare schrieb für das englische Theater um 1600. Die Stücke wurden vor unterschiedlichem Publikum gespielt. Auf öffentlichen Bühnen wie dem Globe Theatre waren Sprache und Schauspiel besonders wichtig.
Seit 1603 war Jakob I. König von England. Fragen nach rechtmäßiger Herrschaft, Verrat und Hexerei waren politisch und kulturell bedeutsam.

Das heutige Shakespeare’s Globe in London ist ein moderner Nachbau, kein erhaltenes Gebäude aus Shakespeares Zeit. Foto: C. Ford / Secretlondon. Quelle: Wikimedia Commons; CC BY-SA 3.0, hier unverändert eingebunden.
Regionale Unterschiede und Übergänge zum Barock
Italien: Renaissance und Humanismus entwickelten sich früh. Höfe, Städte und Akademien prägten Kunst und Theater.
England: Das öffentliche Berufstheater erlebte im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert einen Höhepunkt.
Deutschsprachige Gebiete: Humanismus, Reformation und höfische Kultur wirkten zusammen. Im 17. Jahrhundert wurde das Barock für viele Formen von Literatur und Theater besonders wichtig.
Wichtig: Diese Epochen beginnen nicht überall gleichzeitig. Renaissance und Barock sind keine scharf getrennten Zeiträume. Auch Theaterformen entwickeln sich regional unterschiedlich.

Animation zum Familienwappen Shakespeares. Sie veranschaulicht die Zeichen höfischer und gesellschaftlicher Stellung; die Beschriftung ist polnisch. Urheber: Steifer. Quelle: Wikimedia Commons; CC BY 3.0, unverändert eingebunden.
Historische Quelle oder spätere Darstellung?
Holinsheds „Chronicles“: Eine Geschichtsdarstellung des 16. Jahrhunderts. Shakespeare nutzte solche Überlieferungen als Stoff. Sie sind nicht mit seinem Theatertext gleichzusetzen.
First Folio von 1623: Die erste gedruckte Gesamtausgabe von Shakespeares Bühnenwerken und die wichtigste frühe Textüberlieferung von „Macbeth“.
Dorothea Tieck: Ihre deutsche Übersetzung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie hilft beim Lesen, zeigt aber nicht die genaue englische Wortwahl Shakespeares.
Bilder von Füssli und spätere Aufführungen: Sie zeigen, wie spätere Zeiten das Stück verstanden. Sie sind keine Bilder einer Aufführung um 1606.

Erste Seite von „Macbeth“ als Fotografie eines Nachdruck-Faksimiles der First-Folio-Ausgabe von 1623. Foto: Cowardly Lion. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei. Das Bild ist ein Faksimile und keine Fotografie des historischen Originals.
Inszenierungen verändern die Wirkung

John Singer Sargent: Schauspielerin Ellen Terry als Lady Macbeth, 1889. Quelle: Wikimedia Commons; gemeinfrei. Das Gemälde zeigt eine Theaterrolle des 19. Jahrhunderts.
Datei:Footage of Orson Welles's "Voodoo" Macbeth (1937).webm Filmischer Ausschnitt aus „We Work Again“ von 1937 zur „Voodoo Macbeth“-Inszenierung unter Orson Welles. Quelle: Wikimedia Commons; als Werk der US-Bundesregierung in den USA gemeinfrei. Die rechtliche Lage bei einer Weiterverwendung außerhalb der USA ist gesondert zu prüfen.
Vergleichsfrage: Wie verändern Kostüme, Besetzung, Licht, Musik und Spielweise unser Bild von Macbeth?
Royal Shakespeare Company: Szene mit Banquos Geist, Akt III, Szene 4. Beobachte, wie Schauspiel und Regie eine nicht alltägliche Erscheinung darstellen. Quelle: Royal Shakespeare Company, YouTube; eingebettetes Video.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Gattung hat Shakespeares Macbeth? (Tragödie) (!Reisebericht) (!Fabel) (!Sachbuch)
In welcher Sprache schrieb Shakespeare Macbeth? (Englisch) (!Deutsch) (!Italienisch) (!Französisch)
Wer ermordet König Duncan im Stück? (Macbeth) (!Banquo) (!Malcolm) (!Macduff)
Was sagen die Hexen Macbeth voraus? (Er wird König werden) (!Er wird Dichter werden) (!Er wird nach Italien reisen) (!Er wird seinen Titel verlieren)
Welche Figur drängt Macbeth zum Mord an Duncan? (Lady Macbeth) (!Lady Macduff) (!Duncans Gemahlin) (!Banquos Tochter)
Was steht im Mittelpunkt der Dolchszene? (Macbeths innerer Konflikt) (!Ein öffentliches Gerichtsverfahren) (!Ein Friedensvertrag) (!Ein Hochzeitsfest)
Welches Motiv prägt Lady Macbeths Schlafwandelszene? (Ein nicht entfernbarer Blutfleck) (!Eine verlorene Krone) (!Eine zerbrochene Harfe) (!Ein brennendes Buch)
Was sind Holinsheds Chronicles für Macbeth? (Eine historische Stoffquelle) (!Die deutsche Übersetzung) (!Eine moderne Filmfassung) (!Eine Sammlung von Bühnenfotos)
Wann erschien die erste Gesamtausgabe mit Macbeth im First Folio? (1623) (!1483) (!1750) (!1906)
Welche Aussage über Renaissance und Barock trifft zu? (Die Übergänge verliefen regional unterschiedlich) (!Alle Länder wechselten gleichzeitig die Epoche) (!Das englische Theater entstand erst im Barock) (!Humanismus begann im zwanzigsten Jahrhundert)
Memory
Finde die passenden Begriffspaare.
| Macbeth | Ehrgeiziger Heerführer |
| Lady Macbeth | Treibende Kraft beim Mordplan |
| Banquo | Kampfgefährte mit eigener Weissagung |
| Duncan | Ermordeter schottischer König |
| Macduff | Widerstand gegen den Tyrannen |
| First Folio | Frühe Gesamtausgabe von Shakespeares Werken |
| Dorothea Tieck | Historische deutsche Übersetzerin |
Drag and Drop
Ordne die Begriffe den passenden Zusammenhängen zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Prophezeiung | Hexen |
| Dolchvision | Macbeth |
| Schuldgefühl | Schlafwandeln |
| Thronfolge | Malcolm |
| Bühnenraum | Globe |
Kreuzworträtsel
| Macbeth | Welcher Heerführer wird im Stück zum Mörder und König? |
| Banquo | Welcher Kampfgefährte Macbeths wird ermordet? |
| Duncan | Wie heißt der von Macbeth ermordete König? |
| Macduff | Wer besiegt Macbeth am Ende? |
| Tieck | Wie lautet der Nachname der hier verwendeten deutschen Übersetzerin? |
| Shakespeare | Wie lautet der Nachname des englischen Dramatikers? |
LearningApps
Lückentext
Gestufte Hilfen zur Textanalyse
Hilfe 1 – Leicht: Lies die betreffende Szene. Markiere ein auffälliges Wort und benenne das Gefühl der Figur.
Hilfe 2 – Standard: Notiere die genaue Stelle mit Akt und Szene. Achte auf Wiederholungen, Gegensätze oder sprachliche Bilder.
Hilfe 3 – Schwer: Formuliere drei kurze Sätze: Was behauptest Du? Welcher genaue Textbeleg stützt es? Welche andere Deutung ist möglich?
Satzanfang: „In Akt …, Szene … fällt auf, dass … . Das zeigt die Formulierung … . Man kann daraus schließen, dass … .“
Offene Aufgaben
Wähle eines von drei Projekten auf Deinem Niveau. Jedes Projekt enthält vier kurze Arbeitsschritte.
Leicht: Figurenkarte gestalten
- Macbeth: Gestalte eine Karte mit drei Eigenschaften der Hauptfigur.
- Figurenkonstellation: Zeichne ein einfaches Beziehungsbild mit Macbeth, Lady Macbeth und Duncan.
- Zitat: Suche im vorhandenen Volltext einen kurzen, passenden Textbeleg mit Akt und Szene.
- Reflexion: Erkläre in drei eigenen Sätzen, warum Macbeth eine schwierige Entscheidung treffen muss.
Standard: Eine Szene inszenieren
- Szenisches Spiel: Wähle die Dolchszene oder die Schlafwandelszene und lies sie genau.
- Dramaturgie: Plane eine kurze Aufführung mit Licht, Positionen und Bewegungen.
- Theater: Führe die Szene mit Mitschülerinnen und Mitschülern auf oder fertige ein Storyboard an.
- Interpretation: Erkläre, welche Wirkung Deine Inszenierung erzeugt und welcher Textbeleg dafür wichtig ist.
Schwer: Quellen und Epochen vergleichen
- Quellenkritik: Vergleiche eine Stelle der englischen Folger-Ausgabe mit der deutschen Tieck-Übersetzung.
- Übersetzung: Untersuche, welche Bedeutungen die Wortwahl in beiden Sprachen verändert.
- Literaturepoche: Vergleiche den englischen Theaterkontext mit einer Entwicklung der Renaissance oder des Barock in Italien oder im deutschsprachigen Raum.
- Präsentation: Stelle Deine Ergebnisse mit zwei überprüfbaren Quellen und einer begründeten eigenen Deutung vor.


Lernkontrolle
- Verantwortung: Erkläre, warum die Hexen Macbeths Taten beeinflussen können, ihm die Entscheidung zum Mord aber nicht abnehmen.
- Macht: Zeige an zwei Handlungsschritten, wie Macbeths Versuch, seine Macht zu sichern, seine Lage verschlechtert.
- Symbol: Vergleiche Dolch und Blutfleck. Welche inneren Vorgänge könnten beide Bilder sichtbar machen?
- Übersetzungsvergleich: Vergleiche „Fair is foul, and foul is fair;“ mit Tiecks deutscher Zeile. Trenne Wortbeobachtung und eigene Deutung.
- Geschichtsbewusstsein: Erkläre, warum eine Holinshed-Illustration und ein Füssli-Gemälde unterschiedliche Aussagen über Shakespeare und seine Zeit erlauben.
- Theatergeschichte: Begründe, warum man die englische Bühne um 1600 nicht einfach mit dem deutschsprachigen Barocktheater gleichsetzen darf.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis kannst Du Folgendes vorlegen:
- Eine kurze, richtige Zusammenfassung von Handlung und Figuren.
- Eine Analyse von mindestens zwei Textstellen mit Akt, Szene und wörtlich überprüftem Zitat.
- Einen Vergleich zwischen englischem Original und historischer deutscher Übersetzung.
- Eine Erklärung der Begriffe Renaissance, Humanismus und frühneuzeitliches Theater.
- Einen regionalen Vergleich zu Entwicklungen im Barock.
- Eine eigene begründete Interpretation und die Ergebnisse eines der drei offenen Projekte.
- Eine Quellenliste mit Herkunft und korrekter Kennzeichnung der verwendeten Materialien.
Bewertung: Besonders wichtig sind verständliche Erklärungen, überprüfbare Textbelege, klare Unterscheidungen zwischen Quelle und Deutung sowie selbstständiges Denken.
OERs zum Thema
Volltexte und Quellen:
- MOOCwiki: Bereits vorhandene Macbeth-Buchseite
- Project Gutenberg: Macbeth von William Shakespeare, übersetzt von Dorothea Tieck, vollständiger historischer deutscher Text
- Folger Shakespeare Library: englischer Volltext und Szenengliederung
- Royal Shakespeare Company: Unterrichtsmaterialien und Hintergrundinformationen
Wikipedia-Artikel:
Medien- und Lizenznachweise:
- Wikimedia Commons: Macbeth-Bilder – die konkreten Dateien und ihre Nutzungsbedingungen sind direkt bei den Bildern verlinkt.
- LibriVox-Audio, Akt I und LibriVox-Audio, Akt V – gemeinfrei.
- Animation von Steifer – CC BY 3.0, Namensnennung und Lizenzlink angegeben.
- Globe-Foto von C. Ford / Secretlondon – CC BY-SA 3.0, Namensnennung und Lizenzlink angegeben.
- First-Folio-Faksimile, Füsslis Lady Macbeth und Sargents Ellen Terry – gemeinfreie Bilder.
- Historischer Bühnenfilm von 1937 – in den USA gemeinfrei; Rechtehinweis auf der Dateiseite beachten.
Hinweis zu YouTube: Die Videos von TED-Ed und der Royal Shakespeare Company werden über ihre jeweiligen Videoseiten eingebettet. Es wird keine freie Creative-Commons-Lizenz für diese Videos behauptet. Bei eigener Weiterverwendung gelten die jeweiligen Nutzungsrechte.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen