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Weltliteratur verstehen - Die Kinder - Anton Pawlowitsch Tschechow

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Weltliteratur verstehen - Die Kinder - Anton Pawlowitsch Tschechow

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Einleitung

Worum geht es? Die Erwachsenen sind außer Haus. Fünf Kinder sitzen am Tisch und spielen Lotto. Sie streiten, hoffen, gewinnen und verlieren. Dabei zeigt sich: Nicht alle wollen dasselbe. Am Schluss ist der Gewinn plötzlich unwichtig.

Die Erzählung „Die Kinder“ (russisch „Детвора“) stammt von Anton Pawlowitsch Tschechow und erschien 1886. Du lernst, die kleinen Einzelheiten einer Geschichte genau zu lesen und eine Deutung durch Textstellen zu begründen.

Für wen? Klasse 7–8: Handlung und Gefühle verstehen. Klasse 9–10: Erzählweise und Werte untersuchen. Klasse 11–13: Übersetzung, Realismus und soziale Perspektiven vergleichen. Beginne mit der einfachen Erklärung. Wähle danach Aufgaben deines Niveaus.

Zeitgenössisches Titelbild des Erzählbandes „Детвора“, dritte Auflage 1895. Das ist ein historischer Sammelband, keine Illustration der Lottoszene. Quelle und Rechte stehen in der Medientabelle.

Vorhandene Ausgabe auf MOOCwiki: Buch – Die Kinder – Anton Tschechow. Dies ist nur ein Link zur bereits vorhandenen Buchseite; es wird keine neue Buchausgabe angelegt.

Quellenausgaben: Russischer Originaltext „Детвора“ (Wikisource) und „Die Kinder“, historische Übersetzung von Wladimir Czumikow (1920, S. 29–38, Wikisource). Der deutsche Text ist eine Übersetzung und darf nicht als russischer Originalwortlaut ausgegeben werden.


Geschichte und wichtige Stellen


Was geschieht?

Am Abend sind Vater, Mutter und Tante Nadja weg. Grischa, Anja, Ssonja, Aljoscha und Andrej spielen Lotto um kleine Münzen. Grischa will Geld gewinnen. Anja will besser sein als die anderen. Ssonja freut sich am Spiel. Aljoscha mag Aufregung und Streit. Andrej denkt über die Zahlen nach. Später kommt der ältere Bruder Wassja dazu.

Andrej hat irgendwann keine Kopeke mehr. Ssonja hilft ihm. Später beschuldigt Aljoscha Andrej ohne Grund des Betrugs. Beide schlagen sich, weinen und vertragen sich rasch wieder. Wassja möchte mit einem Rubel einsteigen. Die anderen bestehen auf einer Kopeke. Als eine Münze verloren geht, suchen alle. Ssonja schläft ein. Kurz darauf schlafen alle Kinder gemeinsam. Das Geld liegt achtlos herum.

Merke: Es geht nicht um einen großen äußeren Konflikt. Tschechow beobachtet einen alltäglichen Augenblick.

Charles Joshua Chaplin: „The Game of Lotto“ (1865). Vergleichsbild zu einem Lottospiel im 19. Jahrhundert; keine Illustration von Tschechows Text.


Was verrät die Spielsituation?

Im deutschen Text auf S. 31–32 liegen Zahlenkarten, Glasstücke und Kopeken auf dem Tisch. Gegenstände helfen dir, die Szene zu sehen. Die Spielregel ist streng: Wer schummelt, wird ausgeschlossen.

Auf S. 32–33 werden die Kinder nacheinander vorgestellt. Frage beim Lesen: Was tut die Figur? Was möchte sie? Wo steht das?

Auf S. 35 sagt Grischa: „Ohne Geld geht es nicht!“ Ssonja antwortet Andrej: „Ich werde für dich setzen!“ Die kurzen Sätze zeigen verschiedene Haltungen: die harte Regel und die Bereitschaft zu helfen.

Auf S. 36–37 streiten Andrej und Aljoscha heftig. Schon wenig später lachen die Kinder wieder. Du kannst dies als schnellen Wechsel kindlicher Gefühle deuten. Das ist eine Interpretation, keine ausdrückliche Aussage des Autors.

Auf S. 38 schlafen die Kinder zusammen ein. Die Kopeken sind ihnen für den Moment gleichgültig. Das Schlussbild regt zum Nachdenken über den Wert von Gewinnen an.

Historisches Loto-Spiel von McLoughlin Brothers, USA, 19. Jahrhundert. Vergleiche Spielgegenstände mit der Beschreibung auf S. 31; die Abbildung zeigt nicht genau das Spiel aus dem Text.


Figuren und Beziehungen

Figur Beobachtung im Text Mögliche Deutung
Grischa Er möchte Münzen gewinnen und prüft Ssonjas Gewinn misstrauisch. Geld ist ihm besonders wichtig.
Anja Sie will unbedingt gewinnen und hilft Aljoscha bei den Zahlen. Ehrgeiz und Fürsorge stehen nebeneinander.
Ssonja / Sonja Sie freut sich über alle Ergebnisse und leiht Andrej eine Kopeke. Spielen und Helfen zählen mehr als Besitz.
Aljoscha Er mag Streit und beschuldigt Andrej. Er sucht Spannung und Aufmerksamkeit.
Andrej Der Sohn der Köchin schaut auf die Zahlen; ihm fehlt später eine Münze. Neugier und begrenztes Geld bestimmen seine Lage.
Wassja Der ältere Bruder kritisiert Glücksspiel, möchte aber selbst mitmachen. Sein Verhalten ist widersprüchlich.

Eine soziale Frage: Andrej gehört zur Familie der Köchin. Daraus kann man eine soziale Grenze in der Haushaltswelt des 19. Jahrhunderts erschließen. Die Geschichte zeigt aber nicht, dass alle Kinder im damaligen Russland dieselben Bedingungen hatten. Unterscheide Beobachtung und Vermutung.

Denkfrage: Wer gewinnt im Spiel, und wer hilft einem anderen Menschen? Ist beides derselbe Gewinn?


Sprache, Erzählweise und Aufbau


Wie erzählt Tschechow?

Ein Erzähler beschreibt zuerst den Tisch, dann die Kinder und ihr Verhalten. Kurze Gespräche lassen die Szene lebendig erscheinen. Die vielen Einzelheiten – Münzen, Karten, Nüsse, eine Lampe – schaffen ein anschauliches Alltagsbild. Spannung entsteht durch Gewinnerufe, Vorwürfe, Missverständnisse und eine verlorene Kopeke. Zum Schluss wird alles ruhig.

Aufbau in fünf Schritten:

  1. Ausgangslage: Die Erwachsenen fehlen und die Kinder spielen.
  2. Figurenbild: Jede Person verfolgt andere Wünsche.
  3. Konflikte: Geldnot, Vorwürfe und Streit.
  4. Steigerung: Wassja möchte mitspielen; eine Münze verschwindet.
  5. Schluss: Alle schlafen, der Geldgewinn wird nebensächlich.

Humor und Ironie: Kleine Münzen erscheinen kurzzeitig wie riesige Schätze. Wassja gibt sich vernünftig, spielt dann aber selbst. Der Erzähler erklärt die Widersprüche nicht mit einem langen Urteil. Du kannst sie selbst erkennen.


Original und Übersetzung vergleichen

Tschechow schrieb Russisch. Die deutsche Wikisource-Fassung erschien 1920 in der Übersetzung von Wladimir Czumikow. Historische Schreibungen wie Grischa, Ssonja und Wassja sind nicht Fehler im zitierten Text. Heutige Ausgaben können andere Schreibweisen wählen.

Eine genaue Vergleichsstelle: Im deutschen Zahlenausruf auf S. 33 steht: „Achtunddreißig – Grischa heiß ich.“ Im russischen Original lautet die zugehörige gereimte Stelle: „Двадцать восемь — сено косим!“ Der russische Ausruf beginnt mit 28, die deutsche Fassung mit 38. Beobachtung: Die Zahlen unterscheiden sich. Mögliche Deutung: Die Reimwirkung wurde bei der Übersetzung wichtiger als die wörtliche Zahl. Das ist eine begründbare Vermutung über den Übersetzungsvorgang, keine gesicherte Aussage über die Absicht des Übersetzers.

Arbeitsregel: Schreibe erst auf, was wirklich in welcher Quellenausgabe steht. Dann formuliere: „Ich deute das so, weil …“. Zitate nicht unbemerkt verändern und keine Textbelege erfinden.


Tschechow und seine Zeit

Anton Tschechow im Jahr 1889; Fotografie V. Chekhovskii. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Tschechow lebte 1860–1904. Er war Schriftsteller und Arzt. „Die Kinder“ erschien am 20. Januar 1886 in der russischen „Петербургская газета“ unter dem Pseudonym A. Tschechonte. Eine Zeitung war damals ein wichtiger Ort für kurze Erzählungen.

Realismus bezeichnet unter anderem literarische Verfahren, die Menschen und ihre Lebenswelt genau beobachten. Die Einordnung ist hilfreich, aber nicht jede Erzählung des 19. Jahrhunderts ist gleich. In Tschechows Geschichte stehen Alltag, verschiedene Motive und kleine Konflikte im Vordergrund – keine große Heldenreise.

Soziale Perspektive: Andrej ist Sohn der Köchin und kann zeitweise nicht mehr mitspielen, weil ihm Geld fehlt. Daran kannst du Zugehörigkeit und Unterschiede zwischen Menschen diskutieren. Aus einer Erzählung allein entsteht jedoch keine umfassende Sozialgeschichte Russlands.


Weltliteratur des 19. Jahrhunderts

In Russland erzählen Lew Tolstoi und Tschechow von Menschen in ihrer Gesellschaft. In Frankreich untersuchen Gustave Flaubert und Honoré de Balzac soziale Welten. In Großbritannien macht Charles Dickens gesellschaftliche Konflikte sichtbar. In Deutschland kann man Theodor Fontane vergleichen. In den USA gestaltet Mark Twain Kindheit, Humor und Alltag auf eigene Art. Suche für echte Vergleiche immer eine Passage aus dem jeweiligen Werk.

Abenteuerliteratur als eigener Zweig: Jules Verne in Frankreich, Robert Louis Stevenson in Schottland und Karl May in Deutschland erzählen oft von Reisen, Gefahren und fremden Orten. Diese Werke sind nicht einfach mit Tschechows Alltagsrealismus gleichzusetzen. Frage, wie die Spannung jeweils entsteht. Vergleiche nationale Traditionen eigenständig, ohne sie zu vermischen.

Leitfrage: Kann ein Spiel um eine Kopeke genauso spannend sein wie eine gefährliche Reise?


Bilder, Bewegung und Hören

Zoetrop-Effekt nach Muybridge-Bewegungsbildern. Animation von Bernard de Go Mars (2020), CC BY-SA 4.0. Mediengeschichtlicher Vergleich, keine Szene aus „Die Kinder“.

Im 19. Jahrhundert gab es auch Experimente mit bewegten Bildern. Die Animation zeigt Bewegung durch eine Folge von Bildern. Ein erzählender Text erzeugt Bewegung allein durch Sprache. Frage: Wie lässt Tschechow dich die Suche nach der Kopeke miterleben?

Wikimedia-Commons-Audio: Englische Einführung zu Tschechow (2:56 Minuten, nicht die Erzählung selbst):

Sprecher AKA_MBG und Autorinnen und Autoren der englischen Wikipedia, CC BY-SA 3.0; achte auf den Autorennamen und die Themen des Beitrags.

Zwei vorhandene russische Lesungen von „Детвора“ auf YouTube:

„Антон Павлович Чехов. Детвора. аудиокнига.“, Kanal „Литература аудиокниги“ (2017). Höre Figurennamen und Satzmelodie.

„Чехов А.П. Детвора – аудиокнига“, Kanal „2KNIGI“ (2024). Vergleiche Sprechtempo und Betonung. Das Audio ersetzt keine Belege aus der gedruckten deutschen Übersetzung.


Hilfekarten: drei Stufen

Hilfe 1 – Leicht, Klasse 7–8: Frage: Wer spielt? Wer will Geld? Wer hilft? Suche S. 31–35. Satzanfang: „Die Figur … möchte … . Das erkenne ich daran, dass …“.

Hilfe 2 – Standard, Klasse 9–10: Nutze die Reihenfolge „Behauptung – Beobachtung – Seitenzahl – andere mögliche Sicht“. Prüfe den Streit auf S. 36 und den Schluss auf S. 38.

Hilfe 3 – Schwer, Klasse 11–13: Vergleiche den russischen Originaltext und die historische Übersetzung. Trenne genau Wortlaut, mögliche Übersetzungsentscheidung und deine Interpretation. Beziehe Realismus und soziale Lage ein, ohne aus einer einzelnen Szene zu viel abzuleiten.

Selbstprüfung: Kannst du eine Figur in zwei Sätzen beschreiben, die Textstelle nennen und erklären, weshalb der Schluss zum Anfang passt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

In welcher Situation beginnt die Erzählung? (Die Erwachsenen sind außer Haus und Kinder spielen Lotto) (!Die Kinder fahren mit einem Schiff aufs Meer) (!Ein Lehrer eröffnet den Unterricht) (!Die Eltern veranstalten eine Lotterie)




Weshalb spielt Grischa besonders gern? (Er möchte Kopeken gewinnen) (!Er möchte eine Reise planen) (!Er will lesen lernen) (!Er möchte das Geschirr abräumen)




Was treibt Anja beim Spiel besonders an? (Ihr Ehrgeiz zu gewinnen) (!Das Kochen für die Familie) (!Das Zeichnen einer Landkarte) (!Die Suche nach einem Pferd)




Warum spielt Ssonja gern? (Sie freut sich am Spiel selbst) (!Sie will alle Münzen verstecken) (!Sie muss für eine Prüfung lernen) (!Sie wartet auf einen Händler)




Was macht Aljoscha am Spiel besonders Spaß? (Aufregung und Streitigkeiten) (!Das genaue Rechnen mit großen Zahlen) (!Die Ruhe im Speisezimmer) (!Das Abschreiben eines Gedichts)




Was beschäftigt Andrej zunächst am meisten? (Die Zahlen und ihre Ordnung) (!Der Preis eines Eisenbahntickets) (!Die Geschichte eines Königs) (!Ein Schachturnier)




Wie reagiert Ssonja als Andrej kein Geld mehr hat? (Sie bietet ihm eine Kopeke zum Weiterspielen an) (!Sie verlässt sofort das Haus) (!Sie ruft nach einem Polizisten) (!Sie versteckt die Spielkarten)




Was zeigt Wassjas Verhalten? (Er tadelt das Glücksspiel und möchte dann selbst spielen) (!Er verbietet allen Kindern das Sprechen) (!Er erklärt das Spiel für beendet und schläft) (!Er bringt die Eltern nach Hause)




Was geschieht am Ende mit der Bedeutung der Münzen? (Sie verlieren für die schlafenden Kinder ihre Wichtigkeit) (!Sie werden von der Polizei abgeholt) (!Sie werden in Gold verwandelt) (!Sie bleiben das einzige Gesprächsthema)




Was ist eine sinnvolle Textinterpretation? (Eine Deutung mit einer nachprüfbaren Textstelle begründen) (!Eine erfundene Textstelle als Beleg angeben) (!Jede Übersetzung als identischen Originaltext behandeln) (!Nur die eigene Meinung ohne Beispiele nennen)





Memory-Spiel

Grischa Geldgewinn als stärkster Antrieb
Anja Ehrgeiz und genaue Beobachtung
Ssonja Freude am Spiel und Hilfe für andere
Aljoscha Vergnügen an Aufregung und Streit
Andrej Neugier auf die Welt der Zahlen
Wassja Kritik am Spiel und eigene Spiellust





Drag and Drop: Ordne die Begriffe zu

Suche den passenden Begriff Beobachtung
Einführung Erwachsene sind fort und Kinder sitzen am Lottotisch
Charakterisierung Der Erzähler erklärt die unterschiedlichen Interessen der Mitspielenden
Konflikt Andrej hat kein Geld und kann zunächst nicht weiterspielen
Widerspruch Wassja kritisiert das Glücksspiel und macht dann selbst mit
Schlussbild Kinder schlafen zusammen und die Münzen liegen unbeachtet da





Kreuzworträtsel

Kopeke Wie heißt eine kleine russische Münze?
Lotto Welches Zahlenspiel spielen die Kinder?
Andrej Welcher Spieler ist der Sohn der Köchin?
Ssonja Wer leiht Andrej eine Münze?
Realismus Welche literarische Richtung zeigt oft das Alltagsleben?
Übersetzung Wie heißt die Übertragung eines Textes in eine andere Sprache?





LearningApps

Suche nach passenden Übungen zu Tschechow und literarischen Begriffen. Dies ist eine Suchseite, keine gesondert geprüfte LernApp.


Lückentext

Ergänze die passenden Wörter.
Die Kinder spielen gemeinsam

.
Der Autor der Erzählung heißt Anton

.
Grischa interessiert sich besonders für

.
Anja möchte aus

gewinnen.
Ssonja hat Freude am

.
Andrej ist der Sohn der

.
Die kleine russische Münze heißt

.
Am Ende werden die Kinder vom

überrascht.
Die Erzählung gehört in das 19.

.
Die Übertragung in eine andere Sprache nennt man

.
Eine begründete Aussage über einen Text ist eine

.




Offene Aufgaben

Wähle zuerst eine Leitaufgabe deines Lernniveaus. Die anderen Aufgaben dienen der Vertiefung. Der vollständige Kurs bietet vier Aufgaben pro Stufe.


Leicht

  1. Leitaufgabe Handlung: Erzähle in sechs kurzen Sätzen, was vom Lottospiel bis zum Einschlafen geschieht. Nutze S. 31 und 38.
  2. Figurenkarten: Notiere zu Grischa, Anja, Ssonja, Aljoscha und Andrej je ein Ziel. Verweise auf S. 32–33.
  3. Hilfsbereitschaft: Erkläre, warum Andrej fast nicht mehr mitspielen kann und wie Ssonja reagiert. Lies S. 35.
  4. Drei Textstellen: Wähle drei kurze Stellen aus der deutschen Übersetzung. Nenne jeweils die Seite und erkläre in eigenen Worten, was passiert.


Standard

  1. Leitaufgabe Erzählaufbau: Erstelle eine Tabelle mit Anfang, Figuren, Streit, Steigerung und Schluss. Begründe sie mit S. 31–38.
  2. Wassjas Widerspruch: Untersuche Wassjas Worte und sein Handeln auf S. 36–37. Welche Wirkung hat das auf Lesende?
  3. Andrej und Zugehörigkeit: Diskutiere, was Andrejs Geldnot über das Miteinander zeigt. Trenne Beobachtung und Vermutung.
  4. Historisches Bild: Vergleiche eine der Commons-Abbildungen zum Lotto mit den Gegenständen auf S. 31. Nenne drei Gemeinsamkeiten oder Unterschiede, ohne das Bild als Originalillustration auszugeben.


Schwer

  1. Leitaufgabe Originalvergleich: Vergleiche den russischen Zahlenspruch und die Übersetzung auf S. 33. Beschreibe Zahl, Reim und eine mögliche Funktion der Umformung.
  2. Realistische Darstellung: Erörtere, wie Gegenstände, Gesten und Dialoge Alltag zeigen. Belege mindestens drei Stellen aus S. 31–38.
  3. Weltliterarischer Vergleich: Suche eine überprüfbare kurze Passage aus Twain, Dickens oder Fontane. Vergleiche Figurenbeobachtung und Erzählerhaltung und gib beide Fundstellen an.
  4. Alltag und Abenteuer: Vergleiche das Lottospiel mit einem belegten kurzen Abschnitt aus Verne, Stevenson oder May. Unterscheide Spannungsformen und literarische Traditionen.




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Lernkontrolle

  1. Figur und Motiv: Begründe mit S. 32–33, warum Grischa und Ssonja dasselbe Spiel unterschiedlich erleben.
  2. Handlung und Wert: Erkläre anhand von S. 38, wie sich die Bedeutung der Kopeken im Verlauf verändert.
  3. Erzählerwirkung: Untersuche eine komische Stelle auf S. 35–37 und unterscheide Beschreibung und Deutung.
  4. Historischer Transfer: Erläutere, warum die Alltagsbeobachtung zu realistischen Erzähltraditionen passt, und benenne eine Grenze dieser Einordnung.
  5. Original und Übersetzung: Zeige an der Zahlenspruch-Stelle, was Übersetzungen verändern können. Bewerte Vor- und Nachteile mit Quellennachweis.
  6. Gattungsvergleich: Vergleiche die Lottoszene mit einer selbst nachgewiesenen Abenteuerpassage und begründe einen Unterschied in der Spannungserzeugung.




Lernnachweis

Wissen: Du kennst Autor, Entstehungszeit, Schauplatz, Handlung und Figuren.

Können: Du findest Belege in einer bestimmten Ausgabe; du trennst Beobachtung und Deutung; du beschreibst Erzählwirkungen und vergleichst Original und Übersetzung.

Produkte: Ein Figurenprofil mit Seitenangaben, eine Handlungsübersicht, ein genauer Übersetzungsvergleich und ein begründeter Vergleich mit einem Werk des 19. Jahrhunderts.

Transfer: Du kannst in heutigen Spielen zwischen Spaß, Ehrgeiz, Hilfsbereitschaft und Geldgewinn unterscheiden, ohne Erzählfiguren vorschnell mit realen Menschen gleichzusetzen.

Selbstbewertung: Sind wenigstens drei Aussagen mit überprüfbaren Stellen belegt? Sind alle Zitate genau? Haben übernommene Medien Quellen und Lizenznachweise?




OER und Wikipedia

Lesetexte und Nachweise:

Wikipedia als eingebettete englische Zusatzquelle (nicht der deutsche Originaltext):


Mediennachweise, Lizenzen und Namensnennung

Alle unten genannten Dateimedien sind bereits in Wikimedia Commons vorhanden. Ihre Herkunft und Rechte sind auf den verlinkten Dateiseiten dokumentiert. Die historischen Bilder sind keine für Tschechows Erzählung erstellten Szenen. Für CC-BY-SA-Dateien sind Urheber, Quelle und Lizenz anzugeben; die hier verwendeten Dateien wurden nicht verändert.

Eingebundene Datei Quelle Urheber / Rechteangabe Lizenznachweis
File:Chekhov Detvora cover.jpg Historischer Banddeckel, 1895 Verlag Alexei Suworin; historische Gestaltung Gemeinfrei laut Commons, PD-RusEmpire
File:Chaplin-The Game of Lotto-1865.jpg Gemälde „The Game of Lotto“, 1865 Charles Joshua Chaplin (1825–1891) Gemeinfrei / Public Domain Mark
File:Loto game mcloughlin.jpg Historisches Loto-Spiel, um 1885 McLoughlin Brothers; Bildurheber unbekannt Gemeinfrei laut Commons
File:Anton Chekhov 1889.jpg Porträt von 1889 V. Chekhovskii, Moskau; bearbeitete historische Fotografie Gemeinfrei laut Commons
File:Animation de Daisy-Muybridge- par un Zootrope.gif Zoetrop-Animation, 2020 Bernard de Go Mars; nach Bewegungsstudien von Eadweard Muybridge CC BY-SA 4.0
File:En-Anton Chekhov (intro).ogg Englischer gesprochener Wikipedia-Ausschnitt, 2012 Sprecher AKA_MBG und Autoren der englischen Wikipedia CC BY-SA 3.0

YouTube-Videos: „Детвора“ – Литература аудиокниги (2017) und „Детвора“ – 2KNIGI (2024). Sie sind eingebettet und verlinkt, nicht kopiert oder als frei lizenziert ausgewiesen. Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Prüfe die Bedingungen der Wiedergabe.

Quellenkritik: Ein historisches Bild ist keine Fotografie einer erfundenen Szene. Ein Hörtext ist nicht die gedruckte Ausgabe. Eine Übersetzung ist nicht der russische Originaltext. Gib Medium, Urheber, Jahr, Textfassung und Fundstelle genau an.



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