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Weltliteratur verstehen - Des Sokrates Verteidigung - Platon

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Weltliteratur verstehen - Des Sokrates Verteidigung - Platon

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Weltliteratur verstehen - Des Sokrates Verteidigung - Platon

aiMOOC für die Klassen 11–13

Fächer: Deutsch, Philosophie, Ethik, Geschichte

Epoche: Antike – klassische griechische Literatur

Themen: Wissen, Wahrheit, Gewissen, Recht, Verantwortung und Tod


Einleitung

Kann es richtig sein, für die eigene Überzeugung zu sterben?

In Des Sokrates Verteidigung schildert Platon, wie der Philosoph Sokrates sich vor einem Gericht in Athen verteidigt.

Sokrates steht im Jahr 399 v. Chr. vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, die Jugend zu verderben und die Götter der Stadt nicht anzuerkennen.

Er verteidigt seine Lebensweise. Für ihn ist es wichtig, Fragen zu stellen und die Wahrheit zu suchen.

Dabei entsteht ein Konflikt zwischen persönlicher Überzeugung und gesellschaftlichen Erwartungen.

Das zentrale Problem: Ist ein Mensch verpflichtet, seiner Überzeugung treu zu bleiben, auch wenn er dafür bestraft wird?

Vorhandene Buchseite: Buch - Des Sokrates Verteidigung - Platon

Diese Buchseite dient als Bezugspunkt für die Lektüre. Der aiMOOC ist ein eigenständiger Lernkurs und keine zweite Buchausgabe.

Antikes Sokrates-Porträt in einer späteren römischen Nachbildung. Foto: Eric Gaba, Wikimedia Commons.


Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du die Handlung und die wichtigsten Argumente erklären. Du kannst griechischen Originaltext und deutsche Übersetzung unterscheiden, Textstellen analysieren und Sokrates' Gedanken auf heutige Konflikte übertragen.


Historischer und literarischer Kontext


Athen und die griechische Antike

Athen war im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. ein wichtiges Zentrum von Politik und Philosophie.

Die Attische Demokratie ermöglichte vielen männlichen Bürgern politische Mitbestimmung. Frauen, versklavte Menschen und Zugezogene ohne Bürgerrecht waren ausgeschlossen.

Sokrates stellte öffentlich Fragen über Gerechtigkeit, Mut und das gute Leben. Dadurch wurden auch anerkannte Vorstellungen kritisch geprüft.

Historische Rekonstruktion des antiken Athen um 430 v. Chr.

Plan der Agora, eines wichtigen öffentlichen Platzes der Stadt. Die Karte zeigt historische Gebäude, nicht den gesicherten Ort des Sokrates-Prozesses.

Animation: Demokratie im antiken Athen

Datei:Demokratie in Athen (CC BY 4.0).webm

ZDF/Terra X, 41 Sekunden, CC BY 4.0. Achte darauf, welche Menschen mitbestimmen durften und welche nicht.

Denkfrage: Kann eine Gesellschaft demokratisch sein und trotzdem ungerechte Urteile fällen?


Platon als Autor

Platon lebte etwa von 428/427 bis 348/347 v. Chr. Er war ein Schüler des Sokrates.

Sokrates selbst hinterließ keine eigenen philosophischen Schriften. Platon machte seinen Lehrer zur Hauptfigur zahlreicher Werke.

Die Apologie ist Platons literarische Darstellung der Verteidigungsrede. Sie ist keine gesicherte wörtliche Mitschrift des Gerichtsprozesses.

Antike Darstellung Platons, römische Kopie nach einem griechischen Vorbild. Foto: Dudva, Wikimedia Commons.


Entstehung, Originalsprache und Übersetzung

Der Prozess fand 399 v. Chr. statt. Platons Schrift entstand im 4. Jahrhundert v. Chr., vermutlich nach dem Tod des Sokrates.

Die Originalsprache ist Altgriechisch. Der Text wurde über Jahrhunderte durch Abschriften und spätere Druckausgaben überliefert.

Eine bekannte deutsche Übersetzung stammt von Friedrich Schleiermacher aus dem Jahr 1805.

Wichtig: 399 v. Chr. ist das Jahr des Prozesses, nicht das gesicherte Entstehungsjahr des Werkes. 1805 ist ein Übersetzungsjahr, nicht das Entstehungsjahr des griechischen Textes.

Textquellen zum Vergleichen:

  1. Griechischer Text der Apologie – Zentrum für die griechische Sprache
  2. Deutsche Übersetzung von Friedrich Schleiermacher – Ausgabe von 1805
  3. Historische griechisch-englische Druckausgabe von 1867 – Wikimedia Commons

Hinweis: Ein historischer Druck ist kein antikes Originalmanuskript. Eine spätere Übersetzung darf nicht mit Platons eigener Sprache gleichgesetzt werden.

Audio: Aussprache der Begriffe

Sokrates:

Apologie:

Beide Aufnahmen zeigen die deutsche Aussprache, nicht die altgriechische. Sprecher: Jeuwre, CC BY-SA 4.0.


Antike Literatur im Vergleich

Zur Weltliteratur gehören Texte aus unterschiedlichen antiken Kulturen.

Tradition Beispiel Originalsprache
Griechisch Platons Apologie Altgriechisch
Römisch De officiis von Cicero Latein
Chinesisch Gespräche des Konfuzius Klassisches Chinesisch
Indisch Bhagavad Gita Sanskrit

Diese Werke fragen auf unterschiedliche Weise nach richtigem Handeln. Sie entstanden nicht gleichzeitig. Auch ihre Überlieferung und Entstehungsgeschichte unterscheiden sich.

Vergleichsfrage: Welche Verantwortung hat ein Mensch gegenüber seiner Gemeinschaft?


Inhalt und Aufbau


Die drei Teile der Apologie

Die Schrift besitzt drei große Redeteile.

Erster Teil – Verteidigung (17a–35d):

Sokrates widerspricht seinen Anklägern. Er erklärt, warum er Menschen befragt und scheinbares Wissen überprüft.

Zweiter Teil – Reaktion auf den Schuldspruch (35e–38b):

Sokrates spricht über eine mögliche Strafe. Er will seine philosophische Lebensweise nicht aufgeben.

Dritter Teil – Worte nach dem Todesurteil (38c–42a):

Sokrates spricht über Gerechtigkeit, sein Schicksal und den Tod. Er erklärt, warum der Tod nicht unbedingt ein Übel sein muss.

Die Buchstaben und Zahlen sind Teil der sogenannten Stephanus-Zählung. Mit ihr kannst Du Textstellen auch in verschiedenen Übersetzungen finden.


Personen und ihre Bedeutung

Sokrates ist der Angeklagte. Er verteidigt sein Recht, Fragen zu stellen und Menschen zum Nachdenken zu bringen.

Meletos ist einer der Ankläger. Sokrates stellt ihm Fragen und versucht, Widersprüche in seinen Vorwürfen zu zeigen (24d–28a).

Anytos und Lykon gehören ebenfalls zu den Anklägern.

Die Richter entscheiden über Schuld und Strafe. Das Gericht besteht aus athenischen Bürgern. Moderne Vorstellungen von allgemeinem Wahlrecht und Gewaltenteilung dürfen nicht einfach auf das antike Verfahren übertragen werden.


Vier wichtige Textstellen


Wahrheit statt schöner Worte – 17a–18a

Sokrates stellt die Redekunst seiner Ankläger infrage. Er behauptet, die Wahrheit sei wichtiger als ein eindrucksvoller Vortrag.

Griechischer Originaltext, 17a:

καίτοι ἀληθές γε ὡς ἔπος εἰπεῖν οὐδὲν εἰρήκασιν.

Schleiermacher-Übersetzung, 1805:

Wiewohl Wahres, dass ich das Wort heraussage, haben sie gar nichts gesagt.

Erklärung: Sokrates stellt Überzeugungskraft und Wahrheit einander gegenüber. Eine Rede kann überzeugend wirken, ohne wahr zu sein.

Untersuche: Was bedeuten die griechischen Wörter „ἀληθές“ und „οὐδὲν“? Welche Wörter verwendet Schleiermacher dafür?

Belege: Griechischer Text und deutsche Übersetzung, jeweils 17a.


Wissen und Nichtwissen – 20c–23b

Sokrates berichtet von einer Aussage des Orakels von Delphi über seine Weisheit.

Er prüft Menschen, die sich für besonders klug halten. Dabei merkt er, dass sie nicht immer wissen, was sie zu wissen glauben.

Kernaussage: Wer die Grenzen seines Wissens erkennt, ist eher bereit, Neues zu lernen.

Die bekannte Formel „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist eine verbreitete Zusammenfassung, aber kein wörtliches Zitat dieser Textstelle.

Arbeitsfrage: Warum ist es hilfreich, eigene Wissenslücken zu erkennen?


Das Gewissen und die Verantwortung – 28b–30b

Sokrates hält richtiges Handeln für wichtiger als die Angst vor dem Tod.

Er sieht das philosophische Fragen als eine Aufgabe, die er nicht aufgeben darf. An anderer Stelle beschreibt er sein Daimonion, ein göttliches Zeichen, das ihn vor bestimmten Handlungen warnt (31c–d).

Wichtig: Das Daimonion ist nicht einfach mit dem modernen Begriff „Gewissen“ gleichzusetzen. Ein Vergleich ist möglich, aber beide Begriffe haben unterschiedliche Bedeutungen.

Arbeitsfrage: Wann solltest Du Deiner Überzeugung folgen, obwohl andere Menschen widersprechen?

Video: Sokratisches Fragen

TED-Ed: „This tool will help improve your critical thinking“, Erick Wilberding, 2021. Englisches Animationsvideo.


Selbstprüfung, Gerechtigkeit und Tod – 38a–42a

In 38a erklärt Sokrates, dass ein Leben ohne Prüfung der eigenen Überzeugungen für ihn nicht lebenswert ist.

Später überlegt er, was der Tod sein könnte. Er nennt zwei Möglichkeiten: einen traumlosen Schlaf oder ein Weiterleben der Seele an einem anderen Ort.

Er behauptet dabei nicht, den Tod sicher zu kennen.

Arbeitsfrage: Warum kann es mutig sein, die eigene Unsicherheit zuzugeben?

Jacques-Louis David: „Der Tod des Sokrates“, 1787. Das Gemälde ist eine künstlerische Deutung aus dem 18. Jahrhundert, keine historische Aufnahme. Gemeinfrei.

Bildanalyse: Wie zeigen Gestik, Körperhaltung und Licht, dass Sokrates an seiner Überzeugung festhält? Vergleiche das Bild mit Platons Text.


Sprache und Argumentation

Die Apologie ist vor allem eine Verteidigungsrede. Sokrates spricht seine Zuhörer direkt an.

Er verwendet Fragen, Beispiele und Gegenargumente. Er prüft Begriffe und deckt mögliche Widersprüche auf.

Manchmal spricht er ironisch: Er zeigt sich bescheiden und stellt zugleich die vermeintliche Weisheit anderer infrage.

Wichtige Unterscheidung:

Textbeobachtung: Sokrates stellt Meletos Fragen (24d–28a).

Interpretation: Dadurch versucht er, die Glaubwürdigkeit der Anklage zu erschüttern.

Eine Interpretation muss durch Textstellen begründet werden. Sie darf nicht als wörtliche Aussage Platons ausgegeben werden.

Video: Kurze Zusammenfassung des Werkes

Michael Sommer: „Apologie des Sokrates to go“, Sommers Weltliteratur to go. Spielerische Zusammenfassung mit Figuren. Eine Zusammenfassung ersetzt nicht den Originaltext.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer verfasste die Apologie des Sokrates? (Platon) (!Sokrates) (!Aristoteles) (!Cicero)




In welcher Sprache wurde die Apologie ursprünglich verfasst? (Altgriechisch) (!Latein) (!Sanskrit) (!Deutsch)




Wann fand der Prozess gegen Sokrates statt? (399 v. Chr.) (!1805 n. Chr.) (!44 v. Chr.) (!1787 n. Chr.)




Welcher Vorwurf wurde gegen Sokrates erhoben? (Er verderbe die Jugend) (!Er habe ein fremdes Heer angeführt) (!Er habe öffentliche Gelder gestohlen) (!Er habe die Stadt verlassen)




Was bedeutet Apologie in diesem Zusammenhang? (Verteidigungsrede) (!Liebesgeschichte) (!Reisebericht) (!Trauerspiel)




Welche Bedeutung hat das Erkennen des eigenen Nichtwissens? (Es ermöglicht kritisches Nachfragen) (!Es macht jede weitere Untersuchung überflüssig) (!Es beweist die Wahrheit aller Meinungen) (!Es verpflichtet zum Schweigen)




Welche Funktion haben Sokrates' Fragen an Meletos? (Sie prüfen die Widerspruchsfreiheit der Anklage) (!Sie erzählen eine Heldensage) (!Sie ersetzen die Entscheidung des Gerichts) (!Sie beweisen die Zukunft)




Wofür steht die Jahreszahl 1805 bei Schleiermacher? (Für das Erscheinungsjahr seiner Übersetzung) (!Für den Prozess gegen Sokrates) (!Für Platons Geburtsjahr) (!Für die Entstehung des griechischen Originals)




Was kennzeichnet den Aufbau der Apologie? (Drei Redeteile im Gerichtsverfahren) (!Fünf Akte eines Theaterstücks) (!Eine Sammlung von Gedichten) (!Ein Briefwechsel zwischen zwei Königen)




Welche Möglichkeiten für den Tod betrachtet Sokrates? (Traumloser Schlaf oder Weiterleben der Seele) (!Sichere Wiedergeburt als Athener) (!Endloses Leben auf der Erde) (!Eine wissenschaftlich bewiesene Unsterblichkeit)





Memory

Ordne die Begriffe ihren Erklärungen zu.

Sokrates Angeklagter Philosoph
Platon Verfasser der Apologie
Meletos Einer der Ankläger
Daimonion Warnendes göttliches Zeichen
Agora Öffentlicher Platz in Athen
Stephanus-Zählung System für Textstellenangaben





Drag and Drop

Verbinde die Fachbegriffe mit ihrer Bedeutung.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Erklärung
Apologie Verteidigungsrede
Asebie Vorwurf der Gottlosigkeit
Daimonion Warnendes göttliches Zeichen
Sokratisches Fragen Kritische Prüfung von Überzeugungen
Stephanus-Zählung Einheitliche Angabe von Textstellen





Kreuzworträtsel

PLATON Wer schrieb die Apologie des Sokrates?
SOKRATES Welcher Philosoph verteidigt sich vor Gericht?
ATHEN In welcher Stadt fand der Prozess statt?
MELETOS Wie heißt einer der Ankläger?
DAIMONION Wie heißt das warnende göttliche Zeichen des Sokrates?
SCHLEIERMACHER Welcher Gelehrte übersetzte die Apologie 1805 ins Deutsche?





LearningApps

Suche nach weiteren Übungen zur Apologie.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Sokrates steht in der Stadt

vor Gericht.
Die Verteidigungsrede wurde von

verfasst.
Die Originalsprache des Werkes ist

.
Sokrates wird vorgeworfen, die

zu verderben.
Der Philosoph prüft die Überzeugungen anderer Menschen durch

.
Ein warnendes göttliches Zeichen nennt Sokrates sein

.
Die bekannte deutsche Übersetzung von 1805 stammt von

.
Nach dem Schuldspruch wird Sokrates zum

verurteilt.




Offene Aufgaben

Bearbeite eine Aufgabe passend zu Deinem Lernstand. Du kannst auch mehrere Aufgaben lösen.


Leicht: Wahrheit oder Überzeugung?

  1. Textanalyse: Lies 17a–18a. Suche zwei Aussagen über Wahrheit und Sprache. Erstelle eine kleine Tabelle mit den Spalten „Aussage“ und „Bedeutung“. Erkläre anschließend in drei Sätzen, warum Sokrates Wahrheit wichtiger findet als schöne Worte.


Standard: Der Prozess als Rollenspiel

  1. Rollenspiel: Bildet Gruppen mit Anklage, Verteidigung und Gericht. Führt eine kurze Gerichtsverhandlung durch. Nutzt mindestens zwei konkrete Textstellen. Besprecht danach, ob Sokrates überzeugend argumentiert und welche Rolle die Vorurteile gegen ihn spielen.


Schwer: Recht, Gewissen und Freiheit

  1. Erörterung: Schreibe einen begründeten Text von etwa 400–600 Wörtern zur Frage: „Darf man ein ungerechtes Urteil kritisieren und trotzdem das Gesetz achten?“ Verwende mindestens zwei Stellen aus der Apologie, vergleiche eine davon mit dem griechischen Original und unterscheide Textbeleg, Interpretation und eigene Bewertung.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Einstieg:

  1. Lies zuerst die angegebenen Textstellen. Markiere wichtige Personen, Behauptungen und Begründungen. Suche nach den Begriffen Wahrheit, Wissen und Gerechtigkeit.

Hilfe 2 – Orientierung:

  1. Prüfe bei jedem Argument: Was behauptet Sokrates? Wie begründet er es? Welcher Einwand könnte dagegen sprechen?

Hilfe 3 – Vertiefung:

  1. Nutze den Aufbau „Behauptung – Textbeleg mit Stephanus-Stelle – Erklärung – eigene Bewertung“. Vergleiche bei Übersetzungsfragen die Wortwahl, ohne den Originaltext umzuschreiben.





Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Transferaufgaben mit eigenen Begründungen.

  1. Wahrheit: Eine Person verbreitet eine überzeugende Behauptung ohne Belege. Erkläre, welche Fragen Sokrates wahrscheinlich stellen würde.
  2. Gerechtigkeit: Eine Schulregel wird mehrheitlich beschlossen, benachteiligt aber einzelne Lernende. Untersuche das Verhältnis von Mehrheitsentscheidung und Gerechtigkeit.
  3. Gewissen: Eine Person soll ihre Überzeugung aufgeben, um einen Vorteil zu erhalten. Beurteile die Entscheidungsmöglichkeiten mit Bezug auf 28b–30b.
  4. Quellenkritik: Zwei Übersetzungen derselben griechischen Stelle unterscheiden sich. Erkläre, wie Du herausfinden kannst, welche Deutungen der Originaltext zulässt.
  5. Medienanalyse: Vergleiche Davids Gemälde mit Platons Darstellung des Todes. Unterscheide historische Information, künstlerische Gestaltung und eigene Interpretation.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den historischen Prozess und die literarische Darstellung unterscheiden kannst;
  2. den Inhalt und die drei Redeteile erklären kannst;
  3. Sokrates' wichtigste Argumente mit Textstellen belegst;
  4. die Begriffe Wahrheit, Nichtwissen, Verantwortung und Daimonion korrekt verwendest;
  5. altgriechischen Text, deutsche Übersetzung und Interpretation unterscheidest;
  6. eine eigene Position klar begründest und Gegenargumente berücksichtigst;
  7. die verwendeten Quellen und Medien korrekt nachweist.

Bewertungsschwerpunkte: Textverständnis, Argumentationsfähigkeit, Quellenarbeit, kritische Reflexion und verständliche Darstellung.




OERs zum Thema

Wikipedia: Apologie (Platon)

Weitere Lernmaterialien:

  1. Altgriechischer Quelltext – Zentrum für die griechische Sprache
  2. Des Sokrates Verteidigung – historische deutsche Übersetzung von Schleiermacher
  3. Freie Universität Berlin: Die Apologie des Sokrates – Unterrichtsnaher Vergleich von Original und Übersetzung
  4. LibriVox: Des Sokrates Verteidigung – frei verfügbares Hörbuch der historischen deutschen Übersetzung
  5. Vorhandene MOOCwiki-Buchseite – Bezug zur Lektüre


Mediennachweise und Lizenzen

Alle nachfolgend genannten Commons-Dateien wurden unverändert eingebunden. Die Links führen zur jeweiligen Dateibeschreibung mit Quelle, Urheber und Lizenz.

Bilder und Karten:

  1. Sokrates-Büste: Foto Eric Gaba / Sting, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5.
  2. Platon-Büste: Foto Dudva, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  3. Karte des antiken Athen: Singinglemon, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  4. Plan der Agora: Madmedea, Beschriftungen durch LlywelynII korrigiert, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.
  5. Der Tod des Sokrates: Jacques-Louis David, 1787, Metropolitan Museum of Art, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Audio:

  1. Aussprache Sokrates: Jeuwre, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  2. Aussprache Apologie: Jeuwre, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Video und Animation:

  1. Demokratie in Athen: ZDF/Terra X/Gruppe 5; Susanne Utzt, Cristina Trebbi, Jens Boeck, Dieter Stürmer, Fabian Wienke, Sebastian Martinez, xkopp und polloq. Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
  2. This tool will help improve your critical thinking: TED-Ed, Unterrichtskonzept Erick Wilberding, Regie Draško Ivezić, 2021. YouTube-Einbettung, keine freie Nachnutzungslizenz vorausgesetzt.
  3. Apologie des Sokrates to go: Michael Sommer, Sommers Weltliteratur to go. YouTube-Einbettung, keine freie Nachnutzungslizenz vorausgesetzt.

Rechtehinweis: Commons-Medien unterliegen den jeweils angegebenen Lizenzen. Bei Bearbeitungen können zusätzliche Pflichten entstehen. YouTube-Videos werden nur als externe Videos eingebettet und nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben. Die eingebundenen historischen Bilder und Videos sind keine unmittelbaren Belege für den Ablauf des antiken Prozesses.


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