Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied 1


Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied 1
Einleitung
Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied behandelt zwei wichtige thermische Fügeverfahren für die Ausbildung im Metallbau, in der Metallgestaltung und in schmiedenahen Werkstätten. Beim Löten werden metallische Werkstücke durch ein geschmolzenes Lot stoffschlüssig verbunden. Die Grundwerkstoffe bleiben dabei fest. Das unterscheidet das Löten vom Schweißen, bei dem der Grundwerkstoff im Fügebereich aufgeschmolzen oder unter hohem Druck verbunden wird.
Für angehende Metallbauerinnen und Metallbauer ist wichtig, nicht nur eine Flamme führen zu können. Du musst Werkstoff, Lot, Flussmittel, Lötspalt, Wärmequelle und spätere Beanspruchung als zusammenhängendes System beurteilen. Eine fachgerechte Lötverbindung beginnt deshalb bereits bei der Konstruktion und endet erst nach Reinigung, Sichtprüfung und Dokumentation.

Das Bild zeigt das Warmumformen beim Schmieden. Löten ist davon klar zu unterscheiden: Beim Schmieden wird ein Werkstück durch Druck beziehungsweise Hammerschläge umgeformt, während beim Löten ein zusätzlicher metallischer Werkstoff die Fügeteile verbindet.
Das Video führt in grundlegende Lötregeln ein. Übertrage die gezeigten Prinzipien nicht unkritisch auf jede Metallbauaufgabe, sondern beachte immer Werkstoffdatenblatt, Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung und Anweisung der ausbildenden Fachkraft.
Lernziele
Nach diesem Lernkurs kannst Du die Unterschiede zwischen Weichlöten, Hartlöten, Schweißen und Feuerschweißen fachsprachlich erklären. Du kannst ein geeignetes Lötverfahren begründet auswählen, eine Lötstelle vorbereiten, typische Fehlerbilder beurteilen und wesentliche Schutzmaßnahmen für das Flammlöten beschreiben. Außerdem kannst Du die Bedeutung von Benetzung, Kapillarwirkung, Liquidustemperatur, Flussmittel und Lötspalt auf eine praktische Metallbauaufgabe übertragen.
Grundlagen des Lötens
Beim Löten wird das Lot so weit erwärmt, dass es flüssig wird, die vorbereiteten Oberflächen benetzt und mit den festen Grundwerkstoffen eine stoffschlüssige Verbindung bildet. Im Grenzbereich zwischen Lot und Grundwerkstoff entstehen Reaktions- und Diffusionszonen. Eine Lötverbindung ist daher nicht nur angeklebtes Metall.
Die Einteilung in Weich- und Hartlöten richtet sich nach der Liquidustemperatur des Lotes. Oberhalb der Liquidustemperatur ist das Lot vollständig flüssig.
- Weichlöten: Das Lot besitzt eine Liquidustemperatur bis einschließlich 450 °C.
- Hartlöten: Das Lot besitzt eine Liquidustemperatur über 450 °C.
- Arbeitstemperatur: Sie bezeichnet den für das Benetzen und Fließen geeigneten Temperaturbereich beim konkreten Lötvorgang und darf nicht mit der Einteilungsgrenze verwechselt werden.
Die Grundwerkstoffe dürfen beim Löten nicht aufschmelzen. Das verwendete Lot muss deshalb eine niedrigere Liquidustemperatur als die Solidustemperatur der Grundwerkstoffe besitzen.
Benetzung und Kapillarwirkung
Eine saubere metallische Oberfläche ist eine Grundvoraussetzung für gute Benetzung. Breitet sich das flüssige Lot gleichmäßig auf der Oberfläche aus, ist der Benetzungswinkel klein. Kugelt sich das Lot dagegen ab, liegen häufig Oxide, Fett, Schmutz, ein ungeeignetes Flussmittel oder eine falsche Temperatur vor.
Beim Spaltlöten zieht die Kapillarwirkung das flüssige Lot in einen engen, gleichmäßigen Lötspalt. Der richtige Spalt ist vom Grundwerkstoff, Lot, Verfahren und der Arbeitstemperatur abhängig. Deshalb gibt es keinen universell richtigen Spaltwert für alle Lötaufgaben. Maßgeblich sind technische Unterlagen, Zeichnung und Herstellerangaben.
Beim Fugenlöten ist der Abstand größer, sodass die Kapillarwirkung nicht die entscheidende Transportwirkung übernimmt. Für hoch belastete Bauteile sind überlappende, kapillargerechte Verbindungen meist günstiger als ein einfacher Stumpfstoß, weil eine größere wirksame Fügefläche entsteht.
Werkzeuge und Hilfsstoffe
Zur Lötarbeitsausstattung können je nach Verfahren Lötkolben, Lötbrenner, Induktionsanlage, wärmebeständige Unterlage, Spannmittel, Drahtbürste, Schleifmittel, Entfetter, Lot, Flussmittel, Temperaturanzeige und Prüfmittel gehören. Werkzeuge müssen für den jeweiligen Werkstoff und die Wärmequelle geeignet sein.

Ein Flussmittel unterstützt die Benetzung, indem es störende Oxide und Beläge entfernt beziehungsweise ihre Neubildung während des Lötens begrenzt. Es muss zum Grundwerkstoff, zum Lot und zum Arbeitstemperaturbereich passen. Rückstände können korrosiv sein und müssen nach Herstellerangabe vollständig entfernt werden. Flussmittel ersetzt keine sorgfältige mechanische und chemische Vorbereitung.
Weichlöten im Metallbau
Weichlote sind häufig zinnbasiert. Wegen der vergleichsweise niedrigen Arbeitstemperatur ist die Wärmeeinflusszone meist kleiner als beim Hartlöten. Weichlöten eignet sich beispielsweise für bestimmte Blech-, Dachrinnen-, Feinblech-, Kupfer- und elektrische Arbeiten. Es ist jedoch nicht automatisch für tragende, hochtemperaturbeanspruchte oder dynamisch belastete Konstruktionen geeignet.
Typische Vorteile sind geringe Wärmeeinbringung, geringer Verzug und die Möglichkeit, dünne oder wärmeempfindlichere Bauteile zu fügen. Grenzen entstehen durch die im Vergleich zum Hartlöten meist niedrigere Festigkeit und Wärmebeständigkeit der Verbindung.
Bei einer kapillaren Rohr- oder Fittingverbindung müssen Rohrende und Fitting metallisch sauber, maßhaltig und passend sein. Das Lot soll durch die erwärmten Fügeteile schmelzen und in den Spalt gezogen werden. Wird es nur direkt in der Flamme geschmolzen, ohne dass das Werkstück die notwendige Temperatur erreicht, entsteht häufig eine äußerlich glänzende, aber schlecht gebundene Lötstelle.
Typischer Arbeitsablauf beim Weichlöten
- Arbeitsauftrag prüfen: Werkstoff, Bauteilfunktion, Belastung, Zeichnung und zulässiges Lötverfahren klären.
- Fügestelle vorbereiten: Trennen, Entgraten, Richten, Reinigen, Entfetten und Oxidschichten entfernen.
- Passung kontrollieren: Lötspalt, Überdeckung und Lage der Bauteile prüfen.
- Flussmittel auswählen: Nur ein für Grundwerkstoff, Lot und Temperaturbereich freigegebenes Produkt verwenden.
- Bauteile erwärmen: Die Fügestelle gleichmäßig auf Arbeitstemperatur bringen.
- Lot zuführen: Lot am erwärmten Werkstück schmelzen und die Benetzung beobachten.
- Erstarren lassen: Verbindung bis zur ausreichenden Erstarrung nicht bewegen.
- Nachbehandeln: Flussmittelreste entfernen, Oberfläche reinigen und Verbindung prüfen.
Hartlöten im Metallbau
Hartlöten wird mit Loten oberhalb von 450 °C Liquidustemperatur durchgeführt. Geeignete Hartlote können unter anderem auf Silber-, Kupfer-, Kupfer-Phosphor- oder Kupfer-Zink-Basis beruhen. Die Auswahl hängt von den Grundwerkstoffen, der Betriebstemperatur, der Belastung, dem Korrosionsverhalten, der geforderten Spaltfüllung und den geltenden technischen Regeln ab.
Hartlötverbindungen sind im Allgemeinen fester und wärmebeständiger als Weichlötverbindungen. Sie können unterschiedliche Metalle verbinden und eignen sich für zahlreiche Rohr-, Werkzeug-, Vorrichtungs-, Reparatur- und Metallgestaltungsaufgaben. Trotzdem ersetzt Hartlöten nicht automatisch eine vorgeschriebene Schweißverbindung.

Das Bild zeigt ein tragbares Gerät zum Hartlöten mit Propan und Sauerstoff. Auswahl, Aufbau, Dichtheitsprüfung und Betrieb einer Gasanlage dürfen nur nach Unterweisung und entsprechend der Betriebsanweisung erfolgen.
Vorbereitung und Erwärmung beim Hartlöten
Die Fügestelle wird zunächst konstruktiv festgelegt. Danach werden die Bauteile entgratet, metallisch blank vorbereitet, entfettet und trocken gefügt. Überlappung und Lötspalt müssen zum Lot passen. Die Fixierung muss die Lage sichern, darf aber die gleichmäßige Erwärmung und das Fließen des Lotes nicht behindern.

Beim Flammlöten wird die Wärme möglichst gleichmäßig in die gesamte Fügestelle eingebracht. Dickere Bauteilbereiche und Werkstoffe mit hoher Wärmeleitfähigkeit benötigen mehr Wärmezufuhr als dünne Bereiche. Das Lot wird nicht dauerhaft mit dem heißen Flammenkern beschossen, sondern soll durch den Kontakt mit dem ausreichend erwärmten Grundwerkstoff aufschmelzen und fließen.
Überhitzung kann das Flussmittel verbrennen, Legierungsbestandteile verändern, den Grundwerkstoff schädigen und die Benetzung verschlechtern. Zu geringe Temperatur führt dagegen zu mangelndem Lotfluss und unvollständiger Bindung.

Formieren und Oxidationsschutz
Bei bestimmten Rohr- und Anlagenarbeiten muss die Innenseite während des Hartlötens mit einem geeigneten Gas geschützt werden. Dieses Formieren kann die Bildung von Oxidschichten im Rohrinneren verringern. Ob und wie formiert werden muss, ergibt sich aus Werkstoff, Anwendung, Regelwerk und Arbeitsanweisung. Das Einleiten eines Gases darf nur mit geeigneter Ausrüstung und kontrollierter Durchströmung erfolgen.
Löten in der Schmiede und Metallgestaltung
In der Schmiede kann Hartlöten besonders bei Zierteilen, Beschlägen, Reparaturen, feineren Baugruppen und Verbindungen unterschiedlicher Metalle sinnvoll sein. Bei kunsthandwerklichen Arbeiten lassen sich beispielsweise Stahlteile mit Messing- oder Kupferlegierungselementen verbinden, sofern Lot, Flussmittel und Korrosionsverhalten fachgerecht abgestimmt sind.

Löten darf nicht mit dem Feuerschweißen verwechselt werden. Beim Feuerschweißen werden die Stahloberflächen auf Schweißtemperatur gebracht und durch Druck beziehungsweise Hammerschläge verbunden. Beim Hartlöten bleiben die Grundwerkstoffe fest und das Lot übernimmt die stoffschlüssige Verbindung.
Für Geländer, Tore, Treppen, Tragkonstruktionen oder sicherheitsrelevante Bauteile genügt die Aussage „hartgelötet“ nicht als Eignungsnachweis. Entscheidend sind Zeichnung, Bemessung, Werkstoffpaarung, Lastart, Korrosionsschutz, Ausführungsqualität und die für das Bauteil geltenden Regeln.
Verfahrensvergleich
| Merkmal | Weichlöten | Hartlöten | Schweißen | Feuerschweißen |
|---|---|---|---|---|
| Zustand des Grundwerkstoffs | bleibt fest | bleibt fest | wird beim Schmelzschweißen örtlich flüssig | wird teigig bis hochplastisch und unter Druck verbunden |
| Zusatzwerkstoff | Weichlot | Hartlot | je nach Verfahren Schweißzusatz | häufig ohne Zusatz, grundsätzlich verfahrensabhängig |
| Temperaturbezug | Liquidustemperatur des Lotes bis einschließlich 450 °C | Liquidustemperatur des Lotes über 450 °C | abhängig vom Schweißverfahren und Grundwerkstoff | abhängig vom Stahl und Schmiedeverfahren |
| Typische Wirkung | geringe Wärmeeinbringung, begrenzte Festigkeit | höhere Festigkeit und Wärmebeständigkeit | hohe lokale Wärmeeinbringung und Werkstoffaufschmelzung | Verbindung durch Wärme und mechanischen Druck |
| Wichtige Qualitätsgröße | Benetzung und Spaltfüllung | Benetzung, Spaltfüllung und kontrollierte Erwärmung | Nahtausbildung und Einbrand | saubere Oberflächen, Schweißhitze und ausreichender Druck |
Typische Fehler und ihre Ursachen
- Unzureichende Benetzung: Fett, Schmutz, Oxide, ungeeignetes Flussmittel oder falsche Temperatur verhindern das Ausbreiten des Lotes.
- Unvollständige Spaltfüllung: Ein ungeeigneter Lötspalt, zu wenig Lot, ungleichmäßige Erwärmung oder eingeschlossene Gase begrenzen den Lotfluss.
- Poren und Einschlüsse: Feuchtigkeit, Rückstände, zu schnelle Erwärmung oder falsche Prozessführung können Hohlräume erzeugen.
- Überhitzung: Verbranntes Flussmittel, starke Oxidation und Werkstoffschädigung entstehen durch zu hohe oder zu lange Wärmeeinwirkung.
- Bewegungsriss: Wird die Verbindung während der Erstarrung bewegt, kann das Lötgut reißen oder nur schwach binden.
- Korrosion: Nicht entfernte Flussmittelreste oder ungünstige Metallpaarungen können die Korrosionsgefahr erhöhen.
- Zu großer Lotwulst: Viel sichtbares Lot beweist keine gute innere Spaltfüllung und kann auf falsche Konstruktion oder Prozessführung hinweisen.
Qualitätsprüfung
Die Sichtprüfung beginnt nach dem Reinigen. Beurteilt werden unter anderem gleichmäßiger Lotverlauf, erkennbare Benetzung, Risse, Poren, Überhitzungsspuren, Verzug und verbliebene Flussmittelreste. Bei einer kapillaren Verbindung lässt sich die innere Spaltfüllung von außen jedoch nur begrenzt bewerten.
Je nach Bauteil können Maßprüfung, Dichtheitsprüfung, zerstörungsfreie Prüfung oder zerstörende Arbeitsproben erforderlich sein. In der Ausbildung eignen sich Vergleichsproben, Schliffbilder, Biegeproben und dokumentierte Fehlerproben, sofern die Durchführung durch die Fachkraft freigegeben und sicher organisiert ist.
Arbeitssicherheit und Umweltschutz
Beim Löten bestehen Gefährdungen durch offene Flamme, heiße Werkstücke, Brand, Gasleckagen, Flammenrückschlag, Druckgasflaschen, optische Strahlung, Flussmittel, Metallrauch und Reinigungschemikalien. Schutzmaßnahmen ergeben sich aus Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitsdatenblättern, Betriebsanweisung und Unterweisung.
- Persönliche Schutzausrüstung: Geeigneten Augen- und Gesichtsschutz, schwer entflammbare Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und bei Bedarf Schutzhandschuhe tragen.
- Absaugung: Lötrauche und Flussmitteldämpfe möglichst an der Entstehungsstelle erfassen und für ausreichende Lüftung sorgen.
- Brandschutz: Brennbare Stoffe entfernen oder abschirmen, Löschmittel bereithalten und erforderliche Brandnachkontrollen durchführen.
- Gasflaschen: Gegen Umfallen sichern, Ventile schützen, nur geeignete Druckminderer, Schläuche und Sicherheitseinrichtungen verwenden.
- Sauerstoffarmaturen: Öl und Fett von Sauerstoffarmaturen fernhalten, da Sauerstoff Verbrennungen stark beschleunigt.
- Heiße Bauteile: Werkstücke kennzeichnen oder so ablegen, dass niemand sie unbeabsichtigt berührt.
- Flussmittelreste: Nach Vorgabe entfernen und Abfälle entsprechend der betrieblichen Regelung entsorgen.
- Unterweisung: Brenner und Gasanlage nur nach praktischer Einweisung und unter den im Ausbildungsbetrieb festgelegten Bedingungen bedienen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Merkmal unterscheidet Löten grundsätzlich vom Schmelzschweißen? (Die Grundwerkstoffe bleiben beim Löten fest) (!Der Grundwerkstoff muss vollständig schmelzen) (!Das Lot bleibt während des Fügens fest) (!Beim Löten ist keine Wärme erforderlich)
Woran wird Weichlöten von Hartlöten normgerecht unterschieden? (An der Liquidustemperatur des Lotes) (!An der Farbe des Brenners) (!An der Länge der Lötnaht) (!An der Masse des Werkstücks)
Welche Liquidustemperatur gehört zum Weichlöten? (Bis einschließlich 450 Grad Celsius) (!Über 900 Grad Celsius in jedem Fall) (!Genau 1200 Grad Celsius) (!Immer unter Raumtemperatur)
Welche Hauptaufgabe hat ein Flussmittel? (Es unterstützt die Benetzung durch Entfernen und Begrenzen von Oxiden) (!Es ersetzt die mechanische Reinigung vollständig) (!Es kühlt die Lötstelle schlagartig ab) (!Es erhöht die Masse des Grundwerkstoffs)
Was bewirkt die Kapillarwirkung beim Spaltlöten? (Sie zieht flüssiges Lot in einen geeigneten engen Spalt) (!Sie presst feste Werkstücke ohne Wärme zusammen) (!Sie verhindert jede Diffusion) (!Sie erzeugt automatisch eine Schweißnaht)
Wie soll das Lot beim fachgerechten Flammlöten hauptsächlich schmelzen? (Durch den Kontakt mit dem ausreichend erwärmten Werkstück) (!Durch dauerhaftes Erhitzen nur des Lotstabes) (!Durch Abschrecken in Wasser) (!Durch mechanische Hammerschläge)
Welche Folge kann Überhitzung haben? (Das Flussmittel verbrennt und die Benetzung verschlechtert sich) (!Der Lötspalt wird automatisch maßhaltig) (!Die Oberfläche reinigt sich immer vollständig) (!Die Korrosionsgefahr verschwindet)
Was kennzeichnet das Feuerschweißen im Unterschied zum Hartlöten? (Die Verbindung entsteht unter Schweißhitze und mechanischem Druck) (!Das Lot besitzt immer eine niedrige Liquidustemperatur) (!Die Grundwerkstoffe bleiben stets kalt) (!Es wird ausschließlich mit einem Lötkolben gearbeitet)
Warum müssen viele Flussmittelreste entfernt werden? (Sie können korrosiv wirken) (!Sie erhöhen immer die Festigkeit) (!Sie dienen dauerhaft als Korrosionsschutz) (!Sie ersetzen die Qualitätsprüfung)
Welche Aussage zum Umgang mit Sauerstoffarmaturen ist richtig? (Öl und Fett müssen von Sauerstoffarmaturen ferngehalten werden) (!Sauerstoffarmaturen dürfen mit Maschinenöl abgedichtet werden) (!Sauerstoff ist ein ungefährliches Brenngas) (!Druckgasflaschen müssen nicht gegen Umfallen gesichert werden)
Memory
| Liquidustemperatur | Temperatur oberhalb der das Lot vollständig flüssig ist |
| Benetzung | Ausbreitung des flüssigen Lotes auf dem Grundwerkstoff |
| Kapillarwirkung | Einziehen des Lotes in einen geeigneten engen Spalt |
| Flussmittel | Hilfsstoff zum Entfernen und Begrenzen von Oxiden |
| Weichlot | Lot mit Liquidustemperatur bis einschließlich 450 Grad Celsius |
| Hartlot | Lot mit Liquidustemperatur über 450 Grad Celsius |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Weichlöten | Fügen mit einem Lot niedrigerer Liquidustemperatur |
| Hartlöten | Fügen mit einem Lot höherer Liquidustemperatur |
| Spaltlöten | Lottransport durch Kapillarwirkung |
| Fugenlöten | Verbindung ohne entscheidende Kapillarwirkung |
| Feuerschweißen | Verbindung durch Schweißhitze und mechanischen Druck |
...
Kreuzworträtsel
| Liquidus | Wie heißt die Temperaturgrenze oberhalb der ein Lot vollständig flüssig ist? |
| Benetzung | Wie heißt das Ausbreiten des flüssigen Lotes auf dem Grundwerkstoff? |
| Flussmittel | Welcher Hilfsstoff entfernt Oxide und unterstützt das Löten? |
| Kapillarwirkung | Welche Wirkung zieht Lot in einen engen Lötspalt? |
| Hartlot | Wie heißt ein Lot mit einer Liquidustemperatur über der Weichlötgrenze? |
| Schmieden | Wie heißt das Umformen von Metall durch Druck oder Hammerschläge? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fachbegriffe sammeln: Erstelle eine Begriffskarte mit Lot, Grundwerkstoff, Liquidus, Benetzung, Kapillarwirkung und Flussmittel.
- Medienanalyse Löten: Betrachte zwei Bilder dieses Kurses und beschreibe jeweils Werkzeuge, Wärmequelle, Fügestelle und mögliche Gefährdungen.
- Sicherheitscheck: Entwickle eine Checkliste mit zehn Punkten, die vor dem Zünden eines Lötbrenners geprüft werden müssen.
- Verfahrenskarten: Gestalte je eine Lernkarte zu Weichlöten, Hartlöten, Schweißen und Feuerschweißen.
Standard
- Lötverbindung zeichnen: Zeichne eine überlappte Spaltlötverbindung und kennzeichne Grundwerkstoff, Lot, Lötspalt, Überdeckung und Wärmefluss.
- Fehlerdiagnose: Erhalte von Deiner Lehrkraft Bilder oder Proben fehlerhafter Lötstellen und ordne jedem Fehler mindestens zwei mögliche Ursachen zu.
- Verfahrensauswahl: Entscheide für vier typische Metallbauaufgaben begründet zwischen Weichlöten, Hartlöten, Schweißen, Nieten und Schrauben.
- Erklärvideo planen: Erstelle ein Drehbuch für ein dreiminütiges Ausbildungsvideo zur fachgerechten Vorbereitung einer Hartlötstelle.
Schwer
- Lötprobe herstellen: Fertige unter direkter Aufsicht eine freigegebene Weich- oder Hartlötprobe an und dokumentiere Material, Lot, Flussmittel, Wärmeeinbringung und Prüfergebnis.
- Arbeitsplan entwickeln: Erstelle für eine schmiedeeiserne Zierbaugruppe einen vollständigen Arbeitsplan einschließlich Konstruktion, Fügereihenfolge, Schutzmaßnahmen und Qualitätsprüfung.
- Korrosionskonzept: Untersuche eine Verbindung unterschiedlicher Metalle und entwickle Maßnahmen gegen Kontaktkorrosion und Flussmittelkorrosion.
- Betriebliche Erkundung: Interviewe eine Fachkraft aus Metallbau, Schmiede, SHK oder Kältetechnik zur praktischen Auswahl von Hartlot und dokumentiere Kriterien, Grenzen und typische Fehler.


Lernkontrolle
- Transfer Verfahrenswahl: Eine verzierte Stahlbaugruppe enthält dünne Messingelemente. Entwickle zwei mögliche Fügestrategien und bewerte Wärmeeintrag, Festigkeit, Korrosion und Nacharbeit.
- Ursachenanalyse: Eine Hartlötverbindung zeigt außen einen großen Lotwulst, hält aber einer geringen Scherbelastung nicht stand. Formuliere eine begründete Fehlerkette vom Lötspalt bis zur Erwärmung.
- Prozessoptimierung: Bei einer Serie gleicher Bauteile schwankt die Qualität stark. Entwickle Maßnahmen zur Standardisierung von Vorbereitung, Fixierung, Temperaturführung und Prüfung.
- Sicherheitsplanung: Plane einen mobilen Flammlötarbeitsplatz auf einer Baustelle. Berücksichtige Gasflaschen, Brandschutz, Lüftung, heiße Werkstücke und Zugangssicherung.
- Konstruktionsvergleich: Vergleiche einen stumpfen Stoß mit einer überlappten Spaltlötverbindung hinsichtlich Fügefläche, Kapillarwirkung, Belastungsrichtung und Prüfbarkeit.
- Schmiedetransfer: Begründe, wann bei einer kunstgeschmiedeten Baugruppe Hartlöten sinnvoller sein kann als Feuerschweißen und wann eine Lötverbindung ungeeignet wäre.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du
- Weichlöten und Hartlöten anhand der Liquidustemperatur korrekt unterscheiden kannst,
- Löten, Schweißen, Feuerschweißen und mechanisches Fügen fachsprachlich abgrenzt,
- Werkstoff, Lot, Flussmittel und Lötspalt begründet aufeinander abstimmst,
- eine sichere und vollständige Arbeitsfolge planst,
- typische Lötfehler aus Prozessbedingungen ableitest,
- die Grenzen einer Sichtprüfung erklärst,
- Schutzmaßnahmen für Flamme, Gase, Rauch, Flussmittel und heiße Bauteile anwendest,
- eine praktische Lötprobe fachgerecht dokumentierst und bewertest.
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