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Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied

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Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied



Weichlöten und Hartlöten im Metallbau - Schmied


Einleitung

Beim Löten werden metallische Werkstücke durch ein geschmolzenes Lot stoffschlüssig verbunden, ohne dass die Grundwerkstoffe an der Fügestelle aufgeschmolzen werden. Das Lot muss die vorbereiteten Oberflächen benetzen und kann durch Kapillarwirkung in einen engen Lötspalt fließen. Für Auszubildende im Metallbau, in der Metallgestaltung und im schmiedebezogenen Handwerk ist deshalb nicht nur die Brennerführung wichtig: Du musst Werkstoff, Lot, Flussmittel, Lötspalt, Wärmeeinbringung, Belastung und Arbeitsschutz als zusammenhängendes System beurteilen.

Der Kurs behandelt Weichlöten und Hartlöten mit Blick auf typische Aufgaben an Blechen, Rohren, Beschlägen, Zierbauteilen und Reparaturstücken. Arbeiten an Gasflaschen, Brennern und erhitzten Metallteilen dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter fachkundiger Aufsicht durchgeführt werden.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Weichlöten und Hartlöten fachlich unterscheiden, eine lötgerechte Verbindung planen, Lot und Flussmittel werkstoffbezogen auswählen, einen sicheren Arbeitsablauf beschreiben und typische Lötfehler beurteilen. Du kannst außerdem erklären, wann eine Lötverbindung im Metallbau sinnvoll ist und wann eine andere Fügetechnik wie Schweißen, Nieten, Schrauben oder Kleben geeigneter sein kann.


Grundlagen des Lötens


Stoffschlüssiges Fügen ohne Aufschmelzen des Grundwerkstoffs

Beim Löten wird der Grundwerkstoff erwärmt, aber nicht bis zu seiner Schmelztemperatur aufgeschmolzen. Das Lot schmilzt, benetzt die metallisch sauberen Lötflächen und bildet in der Grenzzone eine metallische Verbindung. Eine tragfähige Lötstelle entsteht nur, wenn Wärme, Oberfläche, Lötspalt, Lot und Flussmittel zusammenpassen. Ein Lot, das lediglich als Tropfen auf einer kalten oder oxidierten Oberfläche liegt, ergibt keine fachgerechte Verbindung.

Benetzung bedeutet, dass sich das flüssige Lot auf der Oberfläche ausbreitet. Voraussetzung sind ausreichend hohe Bauteiltemperatur, metallisch saubere Flächen und ein für Werkstoff und Lot geeignetes Flussmittel oder Schutzverfahren. Kapillarwirkung zieht das flüssige Lot in einen engen Spalt. Deshalb ist der konstruktiv festgelegte Lötspalt ein wesentliches Qualitätsmerkmal.


Weichlöten und Hartlöten im Vergleich

Die fachliche Einteilung richtet sich nach der Liquidustemperatur des Lotes. Beim Weichlöten liegt sie unter 450 °C, beim Hartlöten über 450 °C.[1][2]

Merkmal Weichlöten Hartlöten
Temperaturbereich des Lotes Liquidustemperatur unter 450 °C Liquidustemperatur über 450 °C
Häufige Lotgruppen überwiegend zinnbasierte Weichlote beispielsweise Silber-, Kupfer- oder Kupfer-Zink-basierte Hartlote
Typische Wärmeeinbringung Lötkolben, Lötgerät oder geeignete Flamme Flamme, Induktion, Widerstand oder Ofen
Belastbarkeit meist für geringere mechanische und thermische Beanspruchung meist für höhere mechanische und thermische Beanspruchung
Typische Anwendungen im Metallhandwerk dünne Bleche, Abdichtungen, Verzinnungen und leichte Bauteile Beschläge, Rohrverbindungen, Mischverbindungen und stärker belastete Kleinteile

Die Tabelle beschreibt typische Tendenzen, ersetzt aber keine Bauteilauslegung. Die tatsächliche Festigkeit hängt unter anderem von Grundwerkstoffen, Lot, Spalt, Fügefläche, Belastungsrichtung, Arbeitstemperatur und Ausführungsqualität ab.

Hartlöten von Messingringen mit einem Brenner: Die Wärmeeinbringung muss das gesamte Fügeteil erfassen, nicht nur den Lotstab.


Lötgerechte Gestaltung


Spaltlöten, Fugenlöten und Belastungsrichtung

Beim Spaltlöten füllt das Lot einen engen Zwischenraum durch Kapillarkräfte. Beim Fugenlöten wird eine breitere Fuge überwiegend unter Wirkung der Schwerkraft gefüllt. Das DVS-Merkblatt nennt für das Fugenlöten eine Montagespaltbreite ab 0,5 mm; beim Spaltlöten sind deutlich engere, auf Lot und Verfahren abgestimmte Spalte erforderlich.[3]

Überlapp- und Steckverbindungen sind häufig lötgerecht, weil sie eine größere Fügefläche bereitstellen und Kräfte bevorzugt als Scherbeanspruchung übertragen. Eine reine Stumpfverbindung kann ungünstiger sein, wenn die kleine Fügefläche hauptsächlich auf Zug belastet wird. Der konkrete Lötspalt ist nicht frei zu schätzen: Maßgeblich sind Lot, Grundwerkstoff, Bauteilgröße, Arbeitstemperatur und Herstellerangaben.

Beim Erwärmen verändern sich Maße durch Wärmeausdehnung. Eine Vorrichtung muss das Bauteil sicher halten, darf die Wärmezufuhr nicht unzulässig abschirmen und muss die gewünschte Spaltbreite auch bei Löttemperatur ermöglichen. Zu starre Fixierungen können Verzug oder Risse begünstigen.


Auswahl des Fügeverfahrens

Weichlöten ist sinnvoll, wenn die Bauteile nur mäßig mechanisch und thermisch beansprucht werden, eine niedrige Wärmeeinbringung vorteilhaft ist und eine dichte oder elektrisch leitende Verbindung benötigt wird. Hartlöten ist häufig günstiger, wenn höhere Festigkeit, erhöhte Wärmebeständigkeit oder die Verbindung unterschiedlicher Metalle gefordert ist. Für tragende, dynamisch hoch beanspruchte oder sicherheitsrelevante Bauteile muss die Eignung rechnerisch, konstruktiv und nach geltenden Vorgaben nachgewiesen werden. Eine Lötstelle darf nicht allein deshalb als ausreichend gelten, weil sie äußerlich geschlossen erscheint.


Werkstoffe, Lote und Flussmittel


Werkstoffbezogene Auswahl

Unlegierter Stahl und Gusseisen werden im Metallbau häufig hartgelötet, wenn eine begrenzte Wärmeeinbringung oder eine Mischverbindung gefordert ist. Oxide, Zunder, Fett und Beschichtungen müssen im Bereich der Lötstelle entfernt werden. Bei Gusseisen sind Werkstoffzustand, Vorwärmung und Rissgefahr besonders zu beachten.

Kupfer und viele Kupferlegierungen besitzen eine gute Lötbarkeit. Kupfer leitet Wärme sehr schnell ab; deshalb muss die Wärmequelle ausreichend leistungsfähig sein und das Bauteil gleichmäßig erwärmen. Kupfer-Phosphor-Lote können bei reinem Kupfer unter bestimmten Bedingungen ohne zusätzliches Flussmittel eingesetzt werden. Für Messing oder andere Kupferlegierungen ist diese Aussage nicht allgemein übertragbar; hier sind Lot- und Flussmittelangaben zu beachten.

Nichtrostender Stahl bildet widerstandsfähige Oxidschichten. Er verlangt speziell geeignete Lote, Flussmittel und eine sorgfältige Nachreinigung. Aluminium und seine Legierungen benötigen ebenfalls spezielle Lote und Flussmittel sowie eine eng geführte Temperatur. Wegen der geringen Differenz zwischen geeigneter Löttemperatur und möglicher Werkstoffschädigung sind Probearbeiten und Herstellerangaben besonders wichtig.

Verzinkte, lackierte oder anderweitig beschichtete Bauteile dürfen nicht unüberlegt erhitzt werden. Beschichtungen können die Benetzung verhindern und gesundheitsgefährdende Rauche freisetzen. Die Lötstelle ist deshalb verfahrensgerecht vorzubereiten; der Schutz gegen Korrosion muss nach dem Fügen fachgerecht wiederhergestellt werden.


Aufgabe des Flussmittels

Flussmittel lösen oder unterwandern vorhandene Oxide, schützen die erwärmte Oberfläche vor erneuter Oxidation und ermöglichen die Benetzung durch das Lot. Der Wirktemperaturbereich des Flussmittels muss zur Arbeitstemperatur des Lotes passen. Ein Flussmittel kann dicke Zunder- oder Schmutzschichten nicht ersetzen: Die Lötflächen müssen zuvor metallisch sauber, fettfrei und gratfrei hergestellt werden.[4]

Flussmittelreste können korrosiv oder hygroskopisch sein. Nach dem Abkühlen sind sie entsprechend Sicherheitsdatenblatt und Arbeitsanweisung vollständig zu entfernen. Ein bloßes Überlackieren von Rückständen verdeckt den Fehler, beseitigt aber nicht seine Ursache.


Werkzeuge und Arbeitsmittel

Für eine fachgerechte Lötarbeit brauchst Du eine geeignete Wärmequelle, das zum Werkstoff passende Lot, ein geeignetes Flussmittel, Reinigungs- und Entgratwerkzeuge, eine temperaturbeständige Unterlage, sichere Spann- und Fixiermittel sowie Prüfmittel. Zur Arbeitsplatzausstattung gehören außerdem wirksame Erfassung der Rauche, geeignete persönliche Schutzausrüstung und Brandschutzmittel.

Eine Brenneranlage darf nur mit dafür vorgesehenen Druckminderern, Schläuchen, Sicherungseinrichtungen und Anschlüssen betrieben werden. Auswahl, Prüfung, Zünden, Einstellen und Außerbetriebnehmen erfolgen ausschließlich nach Betriebsanweisung und Unterweisung. Sauerstoff darf niemals zum Abblasen von Kleidung, Werkstücken oder Arbeitsplätzen verwendet werden.


Arbeitsablauf in der Ausbildung

  1. Planen: Werkstoffe bestimmen, Beanspruchung klären, Fügeverfahren, Lot, Flussmittel, Lötspalt und Prüfkriterien festlegen.
  2. Vorbereiten: Beschichtungen im notwendigen Bereich entfernen, Flächen metallisch blank herstellen, entfetten, entgraten und ohne erneute Verschmutzung bereithalten.
  3. Anpassen und Fixieren: Bauteile lötgerecht fügen, Spalt prüfen und gegen Verschieben sichern.
  4. Flussmittel auftragen: Nur das geeignete Mittel in der erforderlichen Menge auf die Lötflächen bringen.
  5. Gleichmäßig erwärmen: Das Bauteil und die Fügezone erwärmen; das Lot soll grundsätzlich an der ausreichend heißen Fügezone schmelzen und nicht lediglich in der Flamme abgeschmolzen werden.
  6. Lot zuführen: Den Lotfluss beobachten und die Fuge vollständig, aber nicht unnötig überfüllen.
  7. Ruhig abkühlen lassen: Die Verbindung bis zur Erstarrung nicht bewegen und nicht unkontrolliert abschrecken.
  8. Nachbehandeln: Flussmittelreste entfernen, Oberfläche reinigen und erforderlichen Korrosionsschutz wiederherstellen.
  9. Prüfen und dokumentieren: Sichtprüfung, Maßkontrolle und je nach Aufgabe weitere Prüfungen durchführen.


Anwendung im Schmiede- und Metallgestaltungsbereich

Beim Schmieden und in der Metallgestaltung kann Hartlöten eingesetzt werden, um kleine Beschläge, Zierelemente, Ringe, Rosetten, Griffe oder Bauteile aus unterschiedlichen Metallen zu verbinden. Weichlöten eignet sich eher für dünne Blecharbeiten, Abdichtungen oder gering belastete dekorative Verbindungen. Bei restauratorischen Arbeiten kann Löten gegenüber Schweißen eine geringere örtliche Aufschmelzung des Grundwerkstoffs ermöglichen; trotzdem können Anlassfarben, Zunder, Verzug und Gefügeänderungen entstehen.

Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn bereits gehärtete oder angelassene Werkzeuge, Federn oder Schneiden in der Nähe der Lötstelle liegen. Die Lötwärme kann eine Wärmebehandlung teilweise rückgängig machen. In solchen Fällen müssen Wärmeeinfluss, Reihenfolge der Arbeitsschritte und gegebenenfalls eine erneute Wärmebehandlung geplant werden.

Historisch wurde auch im Schmiedefeuer hartgelötet. Für die heutige Ausbildung ist dieses Verfahren nur unter fachkundiger Anleitung sinnvoll, weil Temperaturführung, Flussmittelreaktion, Feuerführung und Werkstoffzustand gleichzeitig beobachtet werden müssen.


Qualitätsprüfung und typische Fehler

Fehlerbild Mögliche Ursache Fachgerechte Gegenmaßnahme
Lot perlt ab oder zieht sich zusammen Oberfläche oxidiert, fettig, zu kalt oder Flussmittel ungeeignet Lötstelle vollständig reinigen, Temperaturführung und Flussmittel prüfen
Lötspalt nur teilweise gefüllt ungleichmäßige Erwärmung, falscher Spalt, eingeschlossene Gase oder zu frühes Erstarren Bauteil gleichmäßig erwärmen, Spalt und Lotmenge anpassen
Poren oder Flussmitteleinschlüsse verschmutzte Flächen, überhitztes Flussmittel oder ungünstiger Lotfluss Vorbereitung verbessern, Wärmeeinbringung kontrollieren
Großer Lotwulst ohne Einzug Lot direkt in der Flamme abgeschmolzen oder Fügezone nicht ausreichend warm Werkstück statt Lotstab auf Arbeitstemperatur bringen
Risse oder Verzug starre Fixierung, ungleichmäßige Erwärmung oder ungeeignete Werkstoffkombination Vorrichtung, Erwärmung und Werkstoffwahl überarbeiten
Spätere Korrosion Flussmittelreste, beschädigter Oberflächenschutz oder galvanisch ungünstige Metallpaarung Rückstände entfernen und Korrosionsschutz konstruktiv sichern

Eine Sichtprüfung beurteilt Lotverlauf, vollständige Benetzung, Oberflächenfehler, Verzug und Rückstände. Je nach Bauteil können Maßprüfung, Dichtheitsprüfung, Farbeindringprüfung oder zerstörende Prüfung an einem Probestück erforderlich sein. Die Prüfmethode muss zur Funktion des Bauteils passen.

Das Foto zeigt eine kalte Lötstelle aus der Elektronik. Auch im Metallhandwerk ist der Grundgedanke übertragbar: Fehlende Wärme oder mangelhafte Benetzung erzeugen keine zuverlässige Verbindung.


Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Beim Löten entstehen Gefährdungen durch heiße Oberflächen, Flammen, Brand, Druckgase, optische Strahlung, Spritzer, Flussmittel und Rauche. Die TRGS 528 beschreibt, dass beim Hartlöten je nach Lot und Flussmittel unter anderem Borverbindungen, Chloride, Fluoride und Metalloxide auftreten können. Emissionen sind möglichst an der Entstehungsstelle zu erfassen.[5]

  1. Brennbare Stoffe aus dem Arbeitsbereich entfernen und geeignete Löschmittel bereithalten.
  2. Schutzbrille oder geeigneten Gesichtsschutz, hitzebeständige Arbeitskleidung und weitere festgelegte PSA tragen.
  3. Löt- und Flussmittelrauche durch wirksame technische Absaugung erfassen; den Kopf nicht in die Rauchfahne halten.
  4. Sicherheitsdatenblätter, Betriebsanweisungen und betriebliche Entsorgungswege beachten.
  5. Gasführende Geräte vor Benutzung prüfen und nur nach Unterweisung bedienen.
  6. Heiße Werkstücke kennzeichnen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
  7. Flussmittelreste, gebrauchte Reinigungstücher und metallhaltige Abfälle getrennt und vorschriftsgemäß entsorgen.

Die Schutzmaßnahmen werden aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung abgeleitet. Eine geöffnete Werkstatttür oder zufällige Raumlüftung ersetzt keine wirksame Erfassung an der Entstehungsstelle.


Fachliche Quellen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Merkmal trennt Weichlöten und Hartlöten fachlich voneinander? (Die Liquidustemperatur des Lotes) (!Die Farbe des Grundwerkstoffs) (!Die Länge des Lotstabes) (!Die Form des Schraubstocks)




Was geschieht beim fachgerechten Löten mit dem Grundwerkstoff? (Er wird an der Fügestelle nicht aufgeschmolzen) (!Er wird vollständig verflüssigt) (!Er wird immer gehärtet) (!Er wird mechanisch vernietet)




Welche Hauptaufgabe hat ein Flussmittel beim Löten? (Es unterstützt Oxidentfernung und Benetzung) (!Es ersetzt die konstruktive Fügefläche) (!Es kühlt das Werkstück schlagartig ab) (!Es erhöht die Werkstückdicke)




Warum kann Lot in einen engen Lötspalt gezogen werden? (Durch Kapillarwirkung) (!Durch Magnetisierung) (!Durch Zentrifugalkraft) (!Durch reine Schwerkraft bei jeder Lage)




Welche Verbindungsform ist häufig lötgerecht? (Eine ausreichend überlappte Verbindung) (!Eine verschmutzte Stumpfkante) (!Ein offener Spalt ohne Fixierung) (!Eine lackierte Fügefläche)




Wann ist Weichlöten häufig geeignet? (Bei geringerer mechanischer und thermischer Beanspruchung) (!Bei jedem tragenden Schmiedebauteil) (!Wenn der Grundwerkstoff geschmolzen werden soll) (!Wenn keine Oberflächenvorbereitung möglich ist)




Warum wird Hartlöten im Metallbau eingesetzt? (Für häufig höher beanspruchbare metallische Verbindungen) (!Weil dabei nie Wärme entsteht) (!Weil jedes Flussmittel geeignet ist) (!Weil der Lötspalt ohne Bedeutung ist)




Wie müssen Lötflächen vor dem Löten beschaffen sein? (Metallisch sauber und fettfrei) (!Dick lackiert) (!Mit Zunder bedeckt) (!Mit Öl benetzt)




Was deutet auf mangelhafte Benetzung hin? (Das Lot perlt ab und zieht nicht in die Fuge) (!Das Lot verteilt sich gleichmäßig im Spalt) (!Die Fügeflächen sind metallisch blank) (!Der Lötspalt bleibt bis zur Erstarrung ruhig)




Welche Schutzmaßnahme ist gegen Lötrauche besonders wichtig? (Eine wirksame Erfassung an der Entstehungsstelle) (!Das Wegblasen mit Sauerstoff) (!Das Arbeiten ohne Gefährdungsbeurteilung) (!Das Abdecken der Absaugöffnung)





Memory

Weichlöten Lot mit Liquidustemperatur unter 450 °C
Hartlöten Lot mit Liquidustemperatur über 450 °C
Benetzung Ausbreitung des flüssigen Lots auf der Oberfläche
Kapillarwirkung Einziehen des Lots in einen engen Spalt
Flussmittel Unterstützung bei Oxidentfernung und Oberflächenschutz
Lötspalt Abstand zwischen den vorbereiteten Fügeflächen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Metallisch blanke Oberfläche Reinigen
Vorgegebener Lötspalt Anpassen und Fixieren
Gleichmäßige Bauteiltemperatur Erwärmen
Vollständiger Lotfluss in der Fuge Lot zuführen
Entfernte Flussmittelreste Nachbehandeln






Kreuzworträtsel

Liquidus Welche Temperatur kennzeichnet den vollständig flüssigen Zustand eines Lotes?
Benetzung Wie heißt das Ausbreiten des flüssigen Lots auf der Metalloberfläche?
Kapillarkraft Welche Kraft zieht Lot in einen engen Spalt?
Flussmittel Welcher Hilfsstoff löst Oxide und schützt vor erneuter Oxidation?
Hartlot Wie heißt ein Lot mit einer Liquidustemperatur oberhalb der Grenztemperatur?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Lötrauche an ihrer Entstehungsstelle?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Löten wird der

nicht aufgeschmolzen. Die Einteilung in Weich- und Hartlöten richtet sich nach der

des Lotes. Damit sich das Lot ausbreiten kann, muss es die Oberfläche

. In einen engen Lötspalt wird flüssiges Lot durch die

gezogen. Lötflächen müssen vor dem Erwärmen metallisch sauber und

sein. Das

unterstützt das Entfernen von Oxiden und schützt die erwärmte Oberfläche. Nach dem Erstarren werden korrosive Rückstände

. Lötrauche sollen durch eine wirksame

an der Entstehungsstelle erfasst werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lötwerkzeuge erkennen: Fotografiere oder zeichne zehn Arbeitsmittel eines Lötarbeitsplatzes und beschrifte ihre jeweilige Funktion.
  2. Weichlöten und Hartlöten vergleichen: Erstelle ein übersichtliches Plakat mit Temperaturgrenze, typischen Loten, Anwendungen und Grenzen beider Verfahren.
  3. Fehlerbilder sammeln: Suche in Übungsstücken oder freigegebenen Bildern nach drei unterschiedlichen Lötfehlern und beschreibe sichtbare Merkmale.
  4. Sicherheitscheck: Entwickle eine Checkliste für die Vorbereitung eines Lötarbeitsplatzes in der Ausbildungswerkstatt.


Standard

  1. Lötprobe planen: Plane eine überlappte Verbindung aus zwei Metallstreifen mit Werkstoffangabe, Lötspalt, Lot, Flussmittel und Prüfkriterien.
  2. Arbeitsablauf dokumentieren: Erstelle eine bebilderte Arbeitsfolge vom Reinigen bis zur Endkontrolle eines unter Aufsicht hergestellten Übungsstücks.
  3. Verfahrenswahl begründen: Vergleiche Löten, Schweißen und Nieten für einen kleinen Zierbeschlag und begründe Deine Auswahl technisch.
  4. Interview im Betrieb: Befrage eine Fachkraft zu typischen Lötaufgaben, häufigen Fehlern und betrieblichen Schutzmaßnahmen.


Schwer

  1. Mischverbindung untersuchen: Entwickle ein Konzept für eine Verbindung aus Stahl und Messing und diskutiere Lötbarkeit, Korrosion, Wärmeeinfluss und Oberflächenfinish.
  2. Qualitätsversuch: Fertige unter Aufsicht mehrere Proben mit bewusst verändertem Lötspalt an und vergleiche Lotfluss, Verzug und Bruchbild.
  3. Restaurierungsfall bearbeiten: Plane die Reparatur eines historischen Zierbauteils, ohne originale Oberflächen und Wärmebehandlungen unnötig zu schädigen.
  4. Gefährdungsbeurteilung entwerfen: Erstelle für einen schulischen Hartlötversuch einen Entwurf mit Gefahren, technischen Maßnahmen, PSA, Brandschutz und Entsorgung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verfahrensentscheidung: Ein dünnes Kupferblech soll dicht verbunden werden, ein kleiner Stahlbeschlag dagegen mechanisch stärker belastbar. Wähle für beide Fälle ein geeignetes Lötverfahren und begründe die Entscheidung.
  2. Fehleranalyse: Eine Lötstelle zeigt einen großen Lotwulst, aber das Lot ist nicht in den Spalt eingezogen. Leite mindestens drei mögliche Ursachen und passende Korrekturen ab.
  3. Konstruktionsvergleich: Vergleiche eine Stumpf- und eine Überlappverbindung hinsichtlich Fügefläche, Belastungsrichtung, Wärmeverzug und Prüfbarkeit.
  4. Werkstofftransfer: Erkläre, warum eine bewährte Lötanweisung für reines Kupfer nicht unverändert auf Messing, Edelstahl oder Aluminium übertragen werden darf.
  5. Arbeitsschutzfall: In einer Werkstatt wird ohne Punktabsaugung an einem verzinkten Bauteil hartgelötet. Bewerte die Situation und entwickle eine sichere Alternative.
  6. Schmiedetechnischer Transfer: Ein bereits gehärtetes Werkzeug soll nahe der Schneide mit einem Beschlag verbunden werden. Untersuche, welche Folgen die Lötwärme haben kann und welche anderen Lösungen denkbar sind.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Fachlich richtige Erklärung von Weichlöten, Hartlöten, Liquidustemperatur, Benetzung, Kapillarwirkung und Flussmittel.
  2. Begründete Auswahl von Fügeverfahren, Lot, Flussmittel und Lötspalt für eine konkrete Werkstoffpaarung.
  3. Vollständige Arbeitsplanung mit Werkstückvorbereitung, Fixierung, Wärmeeinbringung, Nachbehandlung und Prüfung.
  4. Nachweis eines sicheren Arbeitsplatzes einschließlich Absaugung, Brandschutz, PSA und Umgang mit Gasgeräten.
  5. Sicht- und Maßprüfung eines Übungsstücks sowie nachvollziehbare Bewertung möglicher Fehlerursachen.
  6. Dokumentation des Arbeitsprozesses mit Fachsprache, Skizze, Materialangaben und Verbesserungsvorschlägen.




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