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Visagistik - Friseur - Wahlqualifikation 1

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Visagistik - Friseur - Wahlqualifikation 1

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Einleitung

Du lernst, einen vollständigen, kundenorientierten Visagistik-Auftrag im Friseurbetrieb fachlich zu begründen: Wunsch und Ausgangslage klären, Haut und Grenzen der Behandlung einschätzen, Produkte und Techniken auswählen, hygienisch und wirtschaftlich arbeiten, das Ergebnis unter geeignetem Licht beurteilen und den Auftrag datensparsam dokumentieren. Du verwendest dabei keine realen Kundendaten. Alle Fallangaben, Preise und Bewertungswerte sind ausdrücklich erfunden. Praktische Arbeiten an anderen Personen sind nur unter befugter betrieblicher Aufsicht, mit Einverständnis und nach dem Hygiene- und Sicherheitskonzept des Betriebs zulässig; ansonsten nutzt du ein Papier-Facechart, einen Übungskopf oder eine digitale Farbsimulation.

Verbindlicher Bezug: Die geltende konsolidierte Friseurausbildungsverordnung (FriseurAusbV 2008, zuletzt geändert 2022) führt in § 4 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1 die Wahlqualifikation Visagistik auf. Der Ausbildungsrahmenplan, Abschnitt B Nr. 1, sieht dafür acht Wochen im 19.–36. Ausbildungsmonat vor. Die Vertiefung im dritten Ausbildungsjahr ist damit passend; die konkrete Abfolge ergibt sich aus betrieblichem Ausbildungsplan, zuständiger Handwerkskammer und dem einschlägigen Landeslehrplan. Andere Wahlqualifikationen, etwa Langhaarfrisuren, Haarersatz und Coloration, dienen hier nur dem Vergleich. Die früher in Kursunterlagen aufgeführte Wahlqualifikation Nageldesign ist keine eigene aktuelle Wahlqualifikation nach Abschnitt B; allgemeine Maniküre wird in Abschnitt A geregelt. Dieses Lernangebot ist keine amtliche Prüfung oder Prüfungszulassung. Quellen: § 4 FriseurAusbV, Ausbildungsrahmenplan, BIBB-Berufsprofil.

Lernziele: Du kannst einen Auftrag analysieren – planen – durchführen oder sicher simulieren – prüfen – dokumentieren – erläutern. Du grenzt kosmetische von medizinisch abzuklärenden Auffälligkeiten ab und erklärst die Gründe für eine sichere Alternative. Ein vollständiger Übungsauftrag mit Kostenbeispiel, Ergebnisindikatoren und Bewertungsraster folgt im fünften Fachkapitel.


Kundenauftrag, Beratung und Ausbildungsbezug


Was zur Wahlqualifikation gehört

Visagistik ist mehr als dekoratives Schminken. Nach dem aktuellen Ausbildungsrahmenplan gehören im Überblick dazu: spezielle Reinigung von Gesicht und Dekolleté; Einschätzung, welche Hautveränderungen kosmetisch behandelt werden dürfen; Auswahl passender Pflege; Umgang mit kosmetisch behandelbaren Hautunreinheiten; Haarentfernungsmethoden; Hautmassage und Anwendungen wie Masken, Packungen und Dampfbäder; auftragsgerechte Gesichtsgestaltung einschließlich Camouflage; und das Anbringen künstlicher Wimpern. Die Ausbildungsordnung definiert das Ausbildungsziel; sie ist keine Erlaubnis für beliebige Behandlungen ohne Qualifikation, Einwilligung, Schutzkonzept und Herstellerprüfung. Bei Risikoverfahren erhältst du zunächst eine Demonstration durch eine befugte Fachkraft oder übst die Planung an einem Modell.

Beispiel eines Auftrags: Eine fiktive Person möchte für ein Bewerbungsfoto ein natürliches, gleichmäßiges Erscheinungsbild, dezente Augenbetonung und geringe Glanzbildung. Sie wünscht ausdrücklich weder falsche Wimpern noch Haarentfernung. Fachlich richtig ist es, diesen Wunsch zu respektieren und die nicht gewünschten Verfahren nicht „vorsorglich“ auszuführen. Zusatzleistungen benötigen einen eigenen Auftrag und eine erneute Eignungsprüfung.


Beratungsleitfaden und prüfbare Anforderungen

Ein Beratungsgespräch enthält: Anlass und gewünschte Wirkung, Zeitrahmen, bisherige Verträglichkeit und bekannte Allergien, aktuelle Beschwerden oder sichtbare Auffälligkeiten, Einwilligung und Grenzen, Lichtbedingungen, Produktpräferenzen sowie Kostenrahmen. Frage offen, etwa „Welche Wirkung soll dein Make-up auf den Bildern erzielen?“ und fasse die Antwort neutral zusammen. Vermeide Annahmen über Geschlecht, Hautfarbe oder Attraktivität; der gewünschte Stil ist individuell.

Formuliere anschließend einen prüfbaren Arbeitsauftrag: „In 80 Minuten entsteht auf einem freigegebenen Übungsmodell oder alternativ auf einem Facechart ein dezenter Fotolook; Grundierung und Übergänge sind im neutralen Licht gleichmäßig; Augen und Lippen sind symmetrisch, aber nicht überzeichnet; alle Material- und Hygieneschritte sind protokolliert.“ Die Prüfkriterien werden schon vor Beginn vereinbart. Dokumentiere bei einer Simulation nur eine Fallnummer wie „Modell A“, keine Namen oder Gesichter echter Kundschaft.


Konzeption mit Facechart

Ein Facechart ist eine schematische Gesichtsvorlage zur Planung von Farbtönen, Formen und Anwendungsreihenfolge. Markiere Zonen für Foundation, punktuelle Abdeckung, Rouge, Augen und Lippen. Schreibe zu jeder Wahl einen Grund: gewünschter Effekt, Hautton und Unterton, Produkttyp, Licht sowie Materialverbrauch. Die Zeichnung darf bewusst stilisiert sein und ersetzt weder Hautbefund noch Verträglichkeitstest.

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Abbildung: Gestaltung am Gesicht als berufstypischer Kontext. Quelle und Rechte: Mark J Sebastian, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.


Hautbeurteilung, Pflege und sichere Behandlungsgrenzen


Hautzustand von Krankheitshinweisen unterscheiden

Die sichtbare Haut kann trocken, fettig, empfindlich oder in verschiedenen Bereichen unterschiedlich beschaffen sein. Beurteile auftragsbezogen, ohne Diagnosen zu stellen. Unauffällige Trockenheit kann zu einer geeigneten, milden Pflege führen. Dagegen sind offene oder nässende Stellen, starke Entzündungszeichen, ungewöhnliche Läsionen, akute Infektionsverdachtsfälle oder unklare Reaktionen Gründe, an der betroffenen Stelle nicht kosmetisch weiterzubehandeln, die fachlich verantwortliche Person hinzuzuziehen und ggf. ärztliche Abklärung zu empfehlen. Kosmetik dient nicht der Behandlung von Hautkrankheiten. Ein „Patch-Test“ ersetzt keine fachliche Allergiediagnostik; beachte insbesondere Kennzeichnungen und Herstellerangaben.

Ordne die Maßnahmen anhand des Behandlungsziels: sanfte Reinigung vor Pflege, danach nur notwendige Produkte in passenden Mengen. Bei störendem Glanz kann ein nicht reizender, für die Person geeigneter Primer helfen; bei Trockenheit eine verträgliche Pflege mit ausreichender Einziehzeit. Typischer Fehler: Empfindliche Haut mit aggressivem Peeling oder vielen Schichten zu „korrigieren“. Die fachliche Alternative ist eine reduzierte, schonende Routine.


Reinigung, Masken, Massage, Haarentfernung und Wimpern

Reinigung von Gesicht und Dekolleté: Geeignete Präparate nach Produktanweisung wählen, auf Kontaktbereiche und persönliche Grenzen achten, nicht stark reiben und sauber nachbehandeln. Masken und Packungen müssen mit Hautzustand, Verträglichkeit, Einwirkzeit und Hygieneplan zusammenpassen. Massagetechniken setzen Freigabe, sicheren Hautzustand und passende Ausbildung voraus. Dampfbäder können bei Wärmeempfindlichkeit oder bestimmten Beschwerden ungeeignet sein; statt eigenmächtiger Anwendung lässt sich die Indikationsentscheidung am Fallbeispiel trainieren.

Haarentfernungsmethoden und künstliche Wimpern sind ausdrücklich Ausbildungsinhalte, bergen aber je nach Verfahren Risiken für Haut, Augen und Atemwege. Prüfe die konkrete Methode, Kontraindikationen, Arbeitsplatzbedingungen, Herstellerhinweise und betriebliche Zuständigkeiten. Führe keine Übungen mit heißem Wachs, reizenden Klebstoffen oder Arbeiten nahe am Auge ohne befugte Aufsicht und Freigabe durch. Sichere Alternativen: Haarwuchsrichtung auf einer Gesichtszeichnung bestimmen; ein Augenbrauenkonzept auf Folie entwerfen; Wimpernform an einem geeigneten Übungsmodell ohne Kleber positionieren; Inhaltsstoff- und Warnhinweise exemplarischer Verpackungen auswerten.

Beispielfall Entscheidung: Ein erfundenes Modell meldet akute Augenreizung und möchte dennoch Kunstwimpern. Dokumentiere „Augenanwendung heute ausgesetzt“, biete stattdessen nur ein schriftliches Augen-Make-up-Konzept an und begründe die Entscheidung. Die Kundensicherheit wiegt schwerer als eine vollständige Produktliste.


Kosmetikrecht und Verträglichkeit

Die europäische Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel regelt insbesondere Sicherheit und Kennzeichnung kosmetischer Produkte; aktuelle Änderungen sind zu berücksichtigen. Prüfe die zutreffende Verwendungsweise, Warnhinweise, Inhaltsstoffangaben, Haltbarkeit beziehungsweise Verwendungsdauer nach Öffnung und Verantwortlichkeitsangaben. Eine behördlich zulässige Rezeptur macht nicht jede individuelle Anwendung verträglich. Herstellerangaben sind für die konkrete Verwendung maßgeblich. Rechtsquelle: EUR-Lex, konsolidierte Fassung vom 18.05.2026; ergänzend Bundesinstitut für Risikobewertung.


Farbenlehre und typgerechte Gesichtsgestaltung


Tonwert, Unterton und Licht

Farbenlehre hilft, Farbkontraste zielgerichtet zu gestalten. Unterscheide Helligkeit (Tonwert), Sättigung (Intensität) und Farbton. Haut kann in jeder Helligkeitsstufe eher warm, kühl oder neutral wirken; diese Begriffe sind Arbeitshilfen, keine festen Kategorien für Menschen. Eine Foundation wird am Übergang zwischen Gesicht und Hals bei möglichst neutralem Licht geprüft. Ein sichtbarer Streifen kann auf falschen Tonwert oder Unterton, ungeeignete Textur oder fehlendes Verblenden zurückgehen. Kamera und Beleuchtung verändern Farbwahrnehmung; kontrolliere deshalb mit definiertem Licht und einer Testaufnahme nur nach wirksamer Einwilligung oder mit einer Vorlage ohne Personenbezug.

Komplementärfarben liegen sich im einfachen Farbkreis gegenüber; diese Grundidee kann helfen, auffällige Farbkontraste zu verstehen. Die tatsächliche Korrektur kosmetischer Verfärbungen hängt zusätzlich von Tiefe, Hautunterton, Textur und Licht ab. Grünliche Korrekturprodukte können stark rötliche Bereiche optisch ausgleichen, sollten jedoch äußerst sparsam und passend zum konkreten Produkt eingesetzt werden. Stark schematische Regeln wie „für jede Rötung immer Grün“ sind fehleranfällig.

Abbildung: Farbkreis als Orientierung für Kontrastbeziehungen, nicht als medizinische Hautanalyse. Kiloueka, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Grundierung, Camouflage und Gestaltung

Primer bereitet die Oberfläche für weitere Produkte vor. Foundation gleicht den Hautton optisch aus. Concealer wird gezielt auf kleineren Partien verwendet. Camouflage bezeichnet stark deckende kosmetische Abdeckung; sie muss individuell geeignet, gut verblendet und zurückhaltend eingesetzt werden, besonders bei empfindlicher Haut. Blending bedeutet das weiche Verblenden von Übergängen. Setting beschreibt die Fixierung eines Looks mit geeigneten Produkten. Mehr Deckkraft ist nicht automatisch mehr Qualität.

Beispiel Reihenfolge: Hautzustand klären, Hände und Arbeitsplatz vorbereiten, reinigen, geeignete Pflege einziehen lassen, kleinen Grundierungstest durchführen, punktuell korrigieren, dünn verblenden, dezente Akzente mit Augenbrauen, Rouge und Lippen setzen, nur bei Bedarf fixieren und das Ergebnis kontrollieren. Für einen Fotolook können ungewollte Reflexe im Licht auffallen. Eine Testaufnahme mit neutralem Materialbild oder einem freiwillig eingewilligten Übungsmodell hilft, bevor du nacharbeitest. Vermeide unnötige Filter: Sie verfälschen den Qualitätsnachweis.

Abbildung: Pinsel für unterschiedliche Texturen und Flächen; Werkzeuge müssen jeweils geeignet und hygienisch aufbereitet sein. Nikowsk, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Fachvideo zur Arbeitstechnik: Die GO! Makeup Academy zeigt 2025 in einem deutschsprachigen Schritt-für-Schritt-Beitrag Hautvorbereitung, Foundation, Concealer, Augenbrauen, Augen, Rouge und Lippen. Prüfe im Video, welche Schritte auf einen Kundenauftrag übertragbar sind und welche aus Hygienegründen anders ausgeführt werden müssen. Das Original wurde über die Veröffentlichungsseite der Akademie mit Kapitelzeiten nachgewiesen; der direkte YouTube-Abruf war bei der Recherche technisch eingeschränkt.


Augen- und Lippenbetonung ohne Überzeichnung

Die visuelle Balance entsteht durch Linienführung, Kontrast und Proportion, nicht durch ein starres „Idealgesicht“. Augenbrauen können mit sparsamer Füllung gestaltet werden; bei Wimpernprodukten gelten besonders strenge Hygiene- und Warnhinweise. Für Lippenfarbe in einem Mehrpersonenbetrieb nimmt man Produkt hygienisch mit geeignetem Spatel ab und verwendet einen gereinigten oder einmaligen Applikator – nicht denselben Lippenstift unmittelbar für mehrere Personen. Prüfe die Form im Spiegel und beim Sprechen. Für die Bewertung zählen Übereinstimmung mit dem Auftrag, Übergänge, Symmetrie nach individuellem Konzept und angenehmes Hautgefühl, nicht ein bestimmtes Schönheitsbild.

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Abbildung: Lippenprodukt als Beispiel für präzisen, hygienischen Materialeinsatz. Jubair1985, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Hygiene, Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit und digitale Dokumentation


Arbeitsschutz und Hygienekette

Starte mit Gefährdungsbeurteilung und betrieblichem Hygieneplan. Reinige und desinfiziere Hände situationsgerecht nach dem geltenden betrieblichen Plan. Bereite saubere, geeignete Instrumente vor; entnimm Creme und Farbe hygienisch mit Spatel und Palette; nutze personenbezogene Einmalartikel dort, wo erforderlich, und bereite Mehrwegwerkzeuge nach Herstellerangaben und betrieblichen Vorgaben auf. Unterbrich bei Kontakt mit unklaren Hautveränderungen oder bei Reaktionen die Behandlung. Überprüfe Arbeitsplatzhöhe, Licht, Belüftung, Arbeitsposition und Hautschutz für Beschäftigte. Einwegmaterial ist nicht grundsätzlich nachhaltiger, doch Hygiene hat Vorrang vor Abfallvermeidung.

Betriebliche Quellen: TRGS 530 über die BGW bezieht kosmetische Mittel, Gefahrstoffkontakt und Feuchtarbeit im Friseurhandwerk ein; BGW-Hautschutz- und Händehygieneplan unterstützt betriebliche Unterweisungen. Die einschlägigen DGUV- und BGW-Vorgaben, aktuelle TRGS, Herstellerhinweise sowie der individuelle Betriebsplan sind vor praktischer Anwendung zu prüfen. Eine Internetzusammenfassung ersetzt keine Unterweisung.


Nachhaltig planen statt Material verschwenden

Dosierung in kleinen Portionen, passende Farbtests, sorgfältige Bestandskontrolle und planbare Terminzeiten vermeiden unnötige Reste. Gemeinsame Produktgebinde dürfen nicht unhygienisch benutzt werden. Trenne Verpackungen und Abfälle nach örtlichen/betrieblichen Vorgaben und beachte die Herstellerangaben zu Entsorgung und Haltbarkeit. Wähle bei gleicher Eignung reparierbare Pinsel, nachweisbar verträgliche und wirtschaftlich sinnvoll dosierte Produkte. Beispiel: Fünf Portionen von je 4 g Foundation verbrauchen 20 g. Wird bei gleicher Deckwirkung nur 3 g benötigt, sinkt der Verbrauch auf 15 g – das sind 5 g oder 25 % weniger; Hygiene und Qualität müssen dabei erhalten bleiben.


Digitale Arbeitsnachweise und Datenschutz

Ein digitales Formular kann die Arbeitsschritte „Auftrag – Eignungsprüfung – Produkte – Zeiten – Ergebnis – Nacharbeit“ erfassen. Verwende im Lernnachweis ausschließlich synthetische Fälle. Personenfotos und Gesundheitsangaben sind besonders sensibel: Zweck, Rechtsgrundlage, Zugang, Speicherfrist und erforderliche Einwilligungen müssen geklärt werden, bevor solche Daten erhoben oder veröffentlicht werden. Fotografieren ist für diese Aufgabe nicht erforderlich; ein anonymes Facechart mit Checkliste reicht aus. Nutze keine externen KI-Dienste für echte Kundenbilder oder Angaben ohne geprüfte datenschutzrechtliche Grundlage. Filter und automatisch erzeugte Schönheitsbewertungen ersetzen keine nachvollziehbare fachliche Qualitätskontrolle.

Typische Fehler und Korrektur: unmarkierte Produktentnahme – mit sauberer Palette arbeiten; unbekanntes Haltbarkeitszeichen ignorieren – Etikett/Chargenhinweis kontrollieren; ungeklärte Augenreizung überschminken – Anwendung unterbrechen; unfreigegebenes Kundenfoto hochladen – vollständig unterlassen und synthetische Dokumentation erstellen.


Vollständiger Betriebsauftrag mit Praxisfall und Fachgespräch


Ausgangslage und Arbeitsauftrag

Fiktiver Kundenauftrag V-01: Für ein professionelles Porträt wird ein natürliches Make-up mit leichter Rötungskorrektur und wenig Glanz gewünscht. Die fiktive Person hat eine unauffällige, eher trockene Wangenpartie und eine leicht glänzende Stirn, meldet keine bekannten Unverträglichkeiten und wünscht ausdrücklich keine Haarentfernung und keine künstlichen Wimpern. Diese Angaben sind keine Diagnosen und keine realen Personendaten. Im Gespräch werden Haut und Bedürfnisse erneut geprüft; bei Auffälligkeiten wird die praktische Behandlung ausgesetzt und stattdessen das Konzept auf einem Facechart erarbeitet.

Arbeitsauftrag: Analysiere den Wunsch, entwirf einen Facechart, erstelle einen Zeit- und Materialplan, wähle Produkte unter Beachtung der Kennzeichnung und Hygiene, führe nach Freigabe ein dezentes Make-up am geeigneten Übungsmodell aus oder simuliere es vollständig auf Papier, kontrolliere den Look an fünf Kriterien und dokumentiere Verbesserungsvorschläge. Zusatzverfahren wie Massage, Dampfbad, Haarentfernung und künstliche Wimpern werden im Plan fachlich beurteilt, aber nicht ohne Auftrag oder Freigabe eingesetzt.

Abzugeben: ausgefülltes synthetisches Auftragsblatt V-01; Facechart mit Farbfeldern; Zeitplan; Produkt-, Hygiene- und Materialcheckliste; Kostenrechnung; dokumentierter Ergebnischeck einschließlich mindestens einer begründeten Korrekturentscheidung; kurze schriftliche Reflexion; Antworten auf fünf Fachgesprächsfragen.


Arbeitsplan mit konkreter Zeit und Durchführung

Phase Minuten Handlung und überprüfbarer Zwischennachweis
Analyse und Beratung 10 Wunsch, Einwilligung, Ausschlussgründe und fünf Ergebnismerkmale auf Blatt V-01 festhalten.
Arbeitsplatz und Hygienekontrolle 10 Arbeitsplatz, Licht, Produktetiketten, saubere Pinsel und Entnahmehilfen prüfen; Checkliste abzeichnen.
Vorbereitung und Test 10 Hautzustand einschätzen, schonend reinigen bzw. am Facechart vorbereiten, passende Pflege und Testfarbe auswählen.
Teint und Korrektur 15 Dünne Foundation, gegebenenfalls punktuelle Farbkorrektur und Concealer begründet anlegen; Übergänge prüfen.
Augen, Wangen und Lippen 20 Auftragsgemäß dezente Akzente setzen, symmetrische Wirkung nach Konzept beurteilen; keine nicht beauftragten Zusatzverfahren.
Ergebnisprüfung 5 Farbton, Übergänge, Glanz, Symmetrie und Tragekomfort anhand der Checkliste prüfen; eine Nacharbeit begründen.
Hygieneabschluss und Dokumentation 10 Werkzeuge aufbereiten, Verbrauch notieren, anonymes Ergebnisblatt erstellen und Arbeitsplatz übergeben.
Gesamt 80 10 + 10 + 10 + 15 + 20 + 5 + 10 = 80 Minuten

Prüfbares Arbeitsergebnis: Der dokumentierte Look erfüllt die vereinbarten Merkmale: (1) passende Farb- und Helligkeitswirkung im neutralen Licht; (2) weich verblendete Übergänge; (3) gewünschte dezente Akzentuierung; (4) keine erkennbar unhygienischen Arbeitsschritte; (5) begründete, nachvollziehbare Freigabe oder Unterbrechung. Bei Facechart-Übung werden die optischen Merkmale auf der Zeichnung und die Hygieneschritte anhand eines trockenen Demonstrationsablaufs geprüft; es wird keine echte Hautverträglichkeit behauptet.


Materialbedarf, Musterrechnung und Angebot

Die folgenden Preise sind reine Rechenannahmen für den Übungsbetrieb, keine unveränderlichen Marktpreise oder Verordnungsvorgaben. Es geht um den nachvollziehbaren Weg von Verbrauch und Arbeitszeit zur internen Angebotsgrundlage.

Posten Rechenweg Interne Musterkosten
Foundation 4 g × 0,60 €/g 2,40 €
Concealer 1 g × 1,20 €/g 1,20 €
Puder 2 g × 0,40 €/g 0,80 €
Lippenprodukt und Rouge zusammen Ansatz pro Auftrag 1,50 €
Hygienisches Einmalmaterial Ansatz pro Auftrag 0,90 €
Materialkosten 2,40 + 1,20 + 0,80 + 1,50 + 0,90 6,80 €
Interne Arbeitskosten 80 min × 0,45 €/min 36,00 €
Zugerechnete Gemeinkosten Musteransatz pro Auftrag 9,20 €
Gesamte interne Musterkosten 6,80 + 36,00 + 9,20 52,00 €
Kalkulatorischer Zuschlag Musteransatz 18,00 €
Exemplarischer Netto-Angebotswert 52,00 + 18,00 70,00 €

Der Musterzuschlag ist kein garantierter Gewinn; individuelle Steuern, tatsächliche Kosten, Rabatte und kaufmännische Vorgaben sind gesondert zu prüfen. Für eine reale Endkundenpreisauskunft gelten betriebliche Preisauszeichnung und rechtliche Umsatzsteuerregeln; diese Rechenübung setzt weder eine verbindliche Preisempfehlung noch eine bestimmte steuerliche Behandlung fest. Plausibilitätsprüfung: 80 Minuten entsprechen 1 Stunde 20 Minuten; der Materialanteil beträgt 6,80 / 52,00 × 100 ≈ 13,1 % der angenommenen internen Gesamtkosten. Eine Veränderung der Foundationmenge von 4 g auf 3 g senkt die Materialkosten rechnerisch um 0,60 € auf 6,20 €, sofern Wirkung und Hygiene gleichwertig bleiben.


Bewertung, Dokumentation und Fachgespräch

Der folgende pädagogische Bewertungsbogen ist ein transparentes Übungsraster, keine amtliche Prüfungsordnung. Jede Kategorie erhält volle Punkte bei vollständig und begründet nachgewiesener Leistung, ungefähr die Hälfte bei teilweise überzeugender Leistung und null bei fehlendem Nachweis. Dazwischen sind begründete Teilpunkte möglich. Sicherheitsverstöße führen unabhängig vom Zahlenwert zur sofortigen Unterbrechung der praktischen Übung.

Kriterium Maximalpunkte Beobachtbares Merkmal
Auftragsanalyse und Gespräch 15 Ziel, Grenzen, Rückfragen und Einwilligung vollständig geklärt.
Eignungsprüfung, Hygiene und Arbeitsschutz 20 Auffälligkeiten richtig eingeordnet, Schutzmaßnahmen sichtbar; bei Gefahr abgebrochen.
Planung, Produkte und Kosten 10 Facechart, Reihenfolge, Mengen, Rechenwege und Alternativen begründet.
Fachgerechte Ausführung oder sichere Simulation 25 Geeignete Technik, Farbübergänge, präziser sparsamer Produkteinsatz.
Ergebnisprüfung und Korrektur 10 Fünf Kriterien geprüft, mindestens eine nachvollziehbare Entscheidung dokumentiert.
Dokumentation und Datenschutz 10 Vollständige fiktive Unterlagen, keine Personenbilder oder personenbezogenen Daten.
Fachgespräch 10 Entscheidungen anhand von Sicherheit, Ergebnis, Wirtschaftlichkeit und Kundenauftrag erläutert.
Gesamt 100 15 + 20 + 10 + 25 + 10 + 10 + 10 = 100

Fachgespräch – fünf Leitfragen: (1) Welche Beobachtung würde dich zum sofortigen Abbruch veranlassen, und wie kommunizierst du das? (2) Warum ist die Farbtonprobe am Halsübergang unter geeignetem Licht sinnvoll? (3) Wie lässt sich Camouflage punktuell einsetzen, ohne die gewünschte natürliche Wirkung zu verlieren? (4) Welche Folgen hat eine gemeinsame Mascara-Bürste für mehrere Modelle ohne Hygienewechsel? (5) Wie verändert sich die Musterkalkulation bei einer fünfminütigen Mehrarbeit? Bei 0,45 €/min sind das 5 × 0,45 € = 2,25 € zusätzliche interne Arbeitskosten, sofern die übrigen Annahmen unverändert bleiben.

Feedbackregel: Nicht „schön“ oder „unschön“ bewerten, sondern beobachtbar und auftragsbezogen argumentieren. Beispiel: „Der Übergang am Kiefer ist im neutralen Licht erkennbar; überprüfe Helligkeit und Blending mit einer kleineren Testmenge.“ Das Raster kann für Selbsteinschätzung, Partnerfeedback und Fachkraftgespräch genutzt werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen prüfen

Welcher zeitliche Richtwert gilt für die Wahlqualifikation Visagistik laut Ausbildungsrahmenplan? (Acht Wochen im 19. bis 36. Ausbildungsmonat) (!Acht Wochen ausschließlich im ersten Ausbildungsmonat) (!Sechs Wochen nur im ersten Ausbildungsjahr) (!Zwölf Wochen ausschließlich nach Abschluss der Ausbildung)




Was ist bei einer unklaren nässenden Hautstelle fachlich richtig? (Anwendung an der betroffenen Stelle aussetzen und verantwortliche Fachkraft einbeziehen) (!Mit stark deckender Foundation fortfahren) (!Die Stelle durch intensives Peeling vorbereiten) (!Mit unbekanntem Spezialkleber abdecken)




Wozu dient ein Facechart in der Auftragsvorbereitung? (Zur Planung und nachvollziehbaren Begründung von Farb- und Formentscheidungen) (!Als Ersatz einer ärztlichen Hautdiagnose) (!Als Beleg für individuelle Produktverträglichkeit) (!Zum Nachweis einer amtlichen Prüfungszulassung)




Wo lässt sich die Wirkung einer Foundation für einen natürlichen Übergang sinnvoll prüfen? (Am Übergang von Gesicht und Hals unter geeignetem neutralem Licht) (!Ausschließlich unter farbigem Bühnenlicht) (!Nur anhand des Farbnamen auf der Verpackung) (!Auf einem Bildschirm mit starkem Beautyfilter)




Was bezeichnet Camouflage in der dekorativen Kosmetik? (Eine gezielt stark deckende optische Abdeckung) (!Eine medizinische Therapie entzündeter Haut) (!Ein Verfahren zur dauerhaften Haarentfernung) (!Eine verpflichtende Gesichtsbehandlung für alle Kunden)




Wie verhindert man bei Lippenprodukten am besten Produktübertragung zwischen Personen? (Mit hygienischer Entnahme und geeigneten sauberen oder einmaligen Applikatoren) (!Mit demselben Lippenstift unmittelbar bei allen Personen) (!Durch gemeinsames Benutzen eines ungewaschenen Pinsels) (!Durch Mischen benutzter Produktreste in der Originalverpackung)




Wie reagierst du auf akute Augenreizung vor dem geplanten Anbringen künstlicher Wimpern? (Die Anwendung am Auge unterbrechen und sichere Planungsalternative anbieten) (!Klebstoffmenge erhöhen) (!Die Reizung mit Puder verdecken) (!Die Wimpern trotz Beschwerden schnell anbringen)




Was ist ein sinnvoller Schritt gegen unnötigen Materialverbrauch? (Kleine hygienisch entnommene Mengen testen und bei Bedarf ergänzen) (!Für jede Person grundsätzlich die ganze Portion eines Tiegels verwenden) (!Abgelaufene Produkte ungeprüft aufbrauchen) (!Produktreste aus benutzten Paletten in Vorratsbehälter zurückgeben)




Welcher Nachweis ist für einen datensparsamen Übungsauftrag ausreichend? (Ein anonymes Facechart und eine ausgefüllte fiktive Checkliste) (!Ein ungefragt veröffentlichtes Foto einer Kundin) (!Eine öffentliche Liste mit Allergien echter Kunden) (!Ein frei zugängliches Video mit Namen und Kontaktdaten)




Welche Summe ergibt die Musterrechnung für 6,80 Euro Material, 36 Euro Arbeitskosten und 9,20 Euro Gemeinkosten? (52,00 Euro interne Gesamtkosten) (!42,80 Euro interne Gesamtkosten) (!61,20 Euro interne Gesamtkosten) (!70,00 Euro interne Gesamtkosten vor Zuschlag)





Memory: Fachbegriffe zuordnen

Ordne jeden Fachbegriff seiner passenden Erklärung zu. Lerne die Paare und überprüfe danach, ob du ihre Anwendung im Arbeitsplan begründen kannst.

Unterton Wärmere oder kühlere Farbwirkung innerhalb eines Hautfarbtons
Primer Produkt zur Vorbereitung der Hautoberfläche auf Make-up
Concealer Produkt zur punktuellen optischen Abdeckung
Blending Weiches Verblenden der Übergänge zwischen Farbflächen
Facechart Schematische Vorlage zur Planung einer Gesichtsgestaltung
Hygienekette Abgestimmte Folge von Maßnahmen zur Vermeidung von Kontamination





Drag-and-drop: Arbeitsschritte zuordnen

Ordne die Handlung jeweils ihrer passenden Auftragsphase zu.

Passende Handlung Auftragsphase
Wünsche und Ausschlussgründe erfassen Beratung und Auftragsanalyse
Produktetiketten und Werkzeuge kontrollieren Hygienevorbereitung
Unterton und Deckkraft anpassen Teintgestaltung
Farbübergänge unter neutralem Licht beurteilen Ergebnisprüfung
Verbrauch und Korrekturen anonym festhalten Abschlussdokumentation





Kreuzworträtsel: visagistische Fachsprache

Foundation Welche Grundierung gleicht den Hautton optisch aus?
Camouflage Wie heißt eine besonders deckende kosmetische Abdeckung?
Blending Wie nennt man das weiche Verblenden von Make-up-Übergängen?
Primer Welches Produkt bereitet die Hautoberfläche vor?
Hygiene Welcher Begriff bezeichnet Maßnahmen gegen Kontamination?
Kontur Wie heißt eine begrenzende Formlinie im Gesichtsdesign?





LearningApps

Entdecke weitere Zuordnungen zum Thema; es handelt sich um eine externe Suche und nicht um einen automatisch bewerteten Teil dieses Kurses.


Lückentext: Den Auftrag fachlich erklären

Ergänze in jedem Satz genau einen Fachbegriff oder Wert.
Vor dem Gestalten klärst du den

.
Eine schematische Vorlage für die Planung heißt

.
Die Grundierung für einen gleichmäßigen Teint nennt sich

.
Die punktuelle optische Abdeckung erfolgt mit

.
Das weiche Ausarbeiten von Farbübergängen heißt

.
Bei unklaren Hautveränderungen musst du eine Behandlung gegebenenfalls

.
Die Produkte werden aus Vorratsbehältern möglichst hygienisch mit einem

entnommen.
Die Wahlqualifikation Visagistik umfasst laut Ausbildungsrahmenplan

Wochen.
In der Musterrechnung betragen die gesamten internen Kosten

Euro.
Für ein datensparsames Übungsprotokoll genügt ein anonymes

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe visualisieren: Erstelle ein Glossar zu Foundation, Primer, Concealer, Camouflage und Blending mit je einem eigenen Beispielsatz; keine Quizlösungen abschreiben.
  2. Grenzen erkennen: Sortiere sechs selbst erfundene Hautbeobachtungen in „kosmetische Planung möglich“, „erst abklären“ und „nicht behandeln“; begründe besonders die Unsicherheiten.
  3. Farbkreis nutzen: Zeichne drei mögliche Kontrastbeziehungen und erläutere, weshalb sie keine automatische Produktwahl für jede Haut bedeuten.
  4. Werkzeugcheck: Entwirf eine bebilderte Checkliste für hygienische Produktentnahme, Pinselpflege und Einmalapplikatoren am Übungsplatz.


Standard

  1. Beratungsgespräch üben: Führe mit einem erfundenen Rollenprofil ein fünfminütiges Gespräch, halte Ziel, Einwilligung, Grenzen und zwei Rückfragen ohne echte Personendaten fest.
  2. Zwei Fotolooks vergleichen: Gestalte zwei Facecharts für denselben fiktiven Auftrag, eines für weiches Tageslicht und eines für starkes Studiolicht; begründe die Anpassungen.
  3. Etikettenanalyse: Werte bei drei Musterprodukten die Kennzeichnung, Anwendungswarnungen und Haltbarkeit aus und entscheide, welche du im Szenario nutzen würdest.
  4. Verbrauch kalkulieren: Berechne die Materialkosten des Musterauftrags, wenn 3 g statt 4 g Foundation genutzt werden; prüfe die Voraussetzungen für die Einsparung.


Schwer

  1. Kompetenzplan entwickeln: Erstelle einen beispielhaften, achtwöchigen Vertiefungsplan zur Visagistik innerhalb der Ausbildungsmonate 19 bis 36 und ordne die Teilkompetenzen der Ausbildungsordnung zu.
  2. Risikoentscheidung erläutern: Entwickle ein schriftliches Unterbrechungs- und Beratungsszenario bei Augenreizung vor dem geplanten Wimpernanbringen; begründe Maßnahmen ohne echte Anwendung.
  3. Betriebsauftrag durchführen: Bearbeite Fall V-01 vollständig am freigegebenen Übungsmodell unter Aufsicht oder in sicherer Facechart-Simulation einschließlich Zeitplan, Materialliste und Bewertungsraster.
  4. Qualitätssicherung digital gestalten: Konzipiere ein datensparsames digitales Protokoll mit Feldern, Zugriffsregeln und Löschkonzept und vergleiche es mit einem Papiernachweis.




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Lernkontrolle

  1. Transferfall Beratung: Ein Kunde möchte einen auffälligen Look, bringt aber ein anderes Referenzbild mit. Erläutere, wie du verbindlich zu prüfbaren Gestaltungskriterien kommst.
  2. Grenzfall Hautbeobachtung: Begründe anhand eines erfundenen Szenarios, wann du ein Angebot änderst oder eine Anwendung vollständig aussetzt, ohne Diagnosen zu behaupten.
  3. Produktentscheidung: Vergleiche zwei Foundations mit gleicher Helligkeit, aber unterschiedlichen Untertönen und erläutere deine Probe- und Kontrollmethode.
  4. Fehleranalyse: In einer Simulation werden ein Lippenpinsel und eine Mascara-Bürste nacheinander von mehreren Modellen genutzt. Entwickle einen sicheren Ablauf mit hygienischer Materialentnahme und Aufbereitung.
  5. Rechnung erklären: Berechne aus 6,80 € Material, 80 Minuten zu 0,45 €/Minute und 9,20 € Gemeinkosten die Gesamtkosten und prüfe, wie sich zehn Minuten Mehrarbeit auswirken.
  6. Ergebnis bewerten: Beurteile einen fiktiven Make-up-Look mit fünf nachweisbaren Kriterien, gib konstruktives Feedback und begründe eine mögliche Korrektur.
  7. Rechtsgrundlage zuordnen: Erläutere den Unterschied zwischen einer allgemeinen Pflichtkompetenz in Abschnitt A, der Wahlqualifikation Visagistik in Abschnitt B und den integrativen Kompetenzen in Abschnitt C.




Lernnachweis

Abschlussprodukt: Reiche für den synthetischen Auftrag V-01 ein vollständiges Portfolio ein: fiktive Auftragserfassung und Zustimmungslage, begründete Haut- und Sicherheitsentscheidung, Facechart mit Farbfeldern, 80-Minuten-Ablauf, Material- und Kostenrechnung, Hygienecheckliste, visuell prüfbare Simulation oder betreute Ausführung, fünfteiligen Ergebnischeck und Reflexion mit einer konkreten Korrekturempfehlung. Ergänze ein kurzes Fachgespräch anhand der fünf Leitfragen und ein ausgefülltes Bewertungsraster aus Fachkapitel 5.

Selbstkontrolle: Kennzeichne alle sieben Bewertungsbereiche als „nachgewiesen“, „teilweise nachgewiesen“ oder „noch offen“ und notiere jeweils einen beobachtbaren Beleg. Die Fachkraft prüft besonders die rechtzeitige Unterbrechung risikoreicher Anwendungen. Ein echter Kundenkontakt ist für diesen Lernnachweis nicht nötig; die vollständig sichere Facechart-Simulation ist gleichwertig für den hier definierten Unterrichtsauftrag, ohne damit eine betriebliche Praxisprüfung zu ersetzen.

Transfer: Begründe abschließend, welche Schritte du bei veränderter Lichtumgebung, empfindlicher Haut, geringerem Budget oder nicht beauftragten Zusatzleistungen ändern würdest. Dein Portfolio kann als OER-Beispiel ausschließlich mit fiktiven Angaben weitergegeben werden.




OER und Wikipedia

Gesetzliche und berufliche Quellen (deutsch; im Einzelfall aktuelle Fassung erneut prüfen):

Verifizierte Bilddateien, Urheber und Lizenzen (Bilder für diesen Kurs aus Wikimedia Commons; Lizenzbedingungen und Namensnennung bei Weitergabe beachten):

Datei Nachweis und Inhalt Urheber Lizenz
File:Woman applying make-up.jpg Commons: Make-up-Anwendung Mark J Sebastian CC BY-SA 2.0
File:Color wheel palette.png Commons: Farbkreis Kiloueka CC BY-SA 4.0
File:Make up brushes.jpg Commons: Pinsel Nikowsk CC BY-SA 4.0
File:Lipstick, Cosmetics.jpg Commons: Lippenstift Jubair1985 CC BY-SA 4.0

Videonachweis: Everyday Glow Makeup – GO! Makeup Academy, deutschsprachiges Anwendungsbeispiel; Original-Veröffentlichung mit Kapitelzeiten, 04.06.2025. Das Video ist ein extern veröffentlichtes Lernbeispiel und kein frei lizenziertes OER oder Ersatz für die Einhaltung betrieblicher Hygienevorgaben. Die ursprüngliche Beschreibung und URL konnten geprüft werden, der direkte Abruf der YouTube-Wiedergabe war technisch eingeschränkt. Weitere nicht hinreichend geprüfte Videos werden nicht als verifiziert ausgegeben.

Freie Ergänzungen: Wikipedia: Visagist bietet einen Überblick zur Tätigkeit, nicht zur aktuellen Ausbildungsordnung. Erstelle für die Lerngruppe eigene, ausdrücklich frei lizenzierte Facecharts und Checklisten ohne personenbezogene Daten und mit nachvollziehbaren Quellen.



Verknüpfte Lernbereiche

Verknüpfe deine Ergebnisse besonders mit der allgemeinen dekorativen Kosmetik aus Abschnitt A, Kundenmanagement und Betriebsorganisation sowie den integrativen Bereichen Sicherheit und Gesundheit, Umweltschutz und digitalisierte Arbeitswelt aus Abschnitt C. Nutze die zuständige Handwerkskammer und den betrieblichen Ausbildungsplan zur Einordnung deiner individuellen Ausbildungsziele.


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