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UEFA Europameisterschaft 1968

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UEFA Europameisterschaft 1968

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Einleitung

Luigi Riva trifft im wiederholten EM-Finale am 10. Juni 1968 in Rom; historisches Pressefoto von Associated Press. Vorschaubild der Mediathek.
Luigi Riva trifft im wiederholten EM-Finale am 10. Juni 1968 in Rom; historisches Pressefoto von Associated Press. Vorschaubild der Mediathek.

Wie kann ein Münzwurf über den Einzug in ein Europameisterschaftsfinale entscheiden? Warum wurde das Endspiel zwei Tage später nochmals ausgetragen? Bei der UEFA Europameisterschaft 1968 lernst du einen Wettbewerb kennen, dessen Regeln, Medienwelt und Fußballideen sich deutlich von heutigen Turnieren unterscheiden. Das dritte Turnier um den Henri-Delaunay-Pokal fand mit seiner Endrunde vom 5. bis 10. Juni 1968 in Italien statt. Sieger wurde Italien nach einem 2:0 im Wiederholungsspiel gegen Jugoslawien. Der Wettbewerb hieß nun offiziell UEFA European Championship (deutsch: UEFA-Europameisterschaft); die beiden vorherigen Ausgaben 1960 und 1964 liefen unter European Nations' Cup (Europäischer Nationenpokal). Die heutige Kurzbezeichnung „EURO 1968“ ist eine rückblickende und offizielle Archivbezeichnung. UEFA-Überblick

Dein Lernweg: Einstieg: Modus und fünf Endrundenspiele rekonstruieren; Standard: Tore und Entscheidungen aus Quellen erklären; anspruchsvolle Analyse: taktische Deutungen von überprüfbaren Beobachtungen unterscheiden. Zielgruppe sind Fußballinteressierte ab etwa zwölf Jahren, Erwachsene und Trainerteams. Es geht um die damalige Männer-Nationalmannschaftsmeisterschaft, nicht um spätere oder anders benannte Wettbewerbe. Verwende ein Datum für ein Spiel, eine Jahreszahl für die Ausgabe und „1966–1968“ für den längeren Qualifikationszeitraum; verwechsel diese Angaben nicht.

Einstiegsauftrag zum Foto: Beschreibe zunächst nur Sichtbares (Schütze, Torwart, Ball, Blickrichtung). Lies dann die Bildunterschrift und prüfe, was die Bildquelle belegt und was eine einzelne Aufnahme nicht beweisen kann (etwa die Überlegenheit einer Mannschaft über 90 Minuten). Die Aufnahme entstand am 10. Juni 1968; sie zeigt nicht den ersten Finalversuch vom 8. Juni.


Wettbewerb, Zeitgeschichte und Austragungsorte


Ein neuer Name und eine neue Qualifikation

Die UEFA reformierte 1968 den Wettbewerb. An die Stelle der zuvor vorwiegenden K.-o.-Qualifikation trat eine Gruppenphase mit anschließendem Viertelfinale im Hin- und Rückspiel. Laut UEFA gingen 31 Nationalteams in die Qualifikation; die Endrunde umfasste nur vier Teams. Italien war Austragungsland der Endrunde, erhielt seinen Platz aber nicht automatisch: Es gewann sein Viertelfinale gegen Bulgarien. Acht Gruppensieger spielten in vier Viertelfinalpaarungen die Teilnehmer der Endrunde aus. Das Endturnier bestand aus zwei Halbfinals, dem Spiel um Platz drei und dem Finale; weil dieses unentschieden blieb, kam ein Wiederholungsspiel hinzu. UEFA-Geschichte

Begriffe unterscheiden: Eine Gruppe dient der Qualifikation; ein Viertelfinale ist eine K.-o.-Runde über zwei Begegnungen; die Endrunde bezeichnet hier erst das Viererturnier in Italien. „Europameisterschaft 1968“ meint den ganzen Wettbewerb einschließlich Qualifikation, auch wenn die bekannten fünf Endrundenspiele alle im Juni 1968 stattfanden. Das alte Reglement unterschied sich bei einem Unentschieden deutlich von der späteren Entscheidung im Elfmeterschießen.


Italien als Gastgeber und die drei Spielorte

Spielort zur Zeit des Turniers Heutige Orientierung Spiele der Endrunde
Neapel, Stadio San Paolo später Stadio Diego Armando Maradona genannt Italien – Sowjetunion, Halbfinale am 5. Juni
Florenz, Stadio Comunale später als Stadio Artemio Franchi bekannt Jugoslawien – England, Halbfinale am 5. Juni
Rom, Stadio Olimpico Olympiastadion Spiel um Platz drei und beide Finalbegegnungen am 8. beziehungsweise 10. Juni
Stadio San Paolo in Neapel, fotografiert am 17. September 2015 von Mister No: spätere Kontextaufnahme desselben Stadions, keine Spielsituation aus 1968.
Stadio San Paolo in Neapel, fotografiert am 17. September 2015 von Mister No: spätere Kontextaufnahme desselben Stadions, keine Spielsituation aus 1968.

Das Stadionbild wurde 2015 aufgenommen, also fast fünf Jahrzehnte nach dem Halbfinale. Verwende es zur räumlichen Orientierung; leite daraus weder den Zustand der Tribünen im Jahr 1968 noch die damalige Zuschauerzahl ab.

Nachträglich 2007 erstellte Europakarte von Parutakupiu zur Endrundenplatzierung 1968; kein zeitgenössisches Dokument.
Nachträglich 2007 erstellte Europakarte von Parutakupiu zur Endrundenplatzierung 1968; kein zeitgenössisches Dokument.

Kartenauftrag: Ordne Italien, Jugoslawien, England und die damalige Sowjetunion der historischen Endrunde zu. Eine 2007 gestaltete Ergebniskarte ist eine Sekundärdarstellung; Grenzen und Staatsbezeichnungen späterer Jahre dürfen nicht unbesehen auf 1968 übertragen werden. Heute existieren Jugoslawien und die Sowjetunion nicht mehr in ihrer damaligen Staatsform. Ihre damaligen Mannschaften sind nicht mit heutigen Nationalteams gleichzusetzen.


1968 als gesellschaftlicher Kontext

Das Turnier fiel in eine Zeit des Kalten Krieges, gesellschaftlicher Proteste und großer Veränderungen in Europa. Italien, England, Jugoslawien und die Sowjetunion hatten unterschiedliche politische Systeme und Öffentlichkeiten. Sport konnte Aufmerksamkeit erzeugen und nationale Repräsentation bieten, doch aus einem Spielergebnis lässt sich keine politische Überlegenheit ableiten. Die Bezeichnung der damaligen Sowjetunion oder Jugoslawiens ist historisch korrekt; die Menschen und gegenwärtigen Staaten dieser Regionen dürfen daraus nicht pauschal beurteilt werden. Die Quellen dieses Kurses dokumentieren vor allem Sportereignisse: Gesellschaftsgeschichte muss bei einer Vertiefung mit eigenen wissenschaftlichen Quellen abgesichert werden.


Qualifikationsweg und Zeitleiste


Von den Gruppen zu den vier Finalisten

Die Qualifikationsgruppen wurden ab 1966 gespielt. Ein herausragendes Beispiel ist die Gruppe mit Jugoslawien, der Bundesrepublik Deutschland und Albanien. Das 0:0 der Bundesrepublik in Albanien am 17. Dezember 1967 genügte nicht; Jugoslawien wurde Gruppensieger. Das ist ein Beleg dafür, dass der spätere Titelträger einer Weltmeisterschaft oder ein prominenter Name nicht automatisch eine EM-Endrunde erreicht. England setzte sich gegen Spanien durch, Italien gegen Bulgarien, die Sowjetunion gegen Ungarn und Jugoslawien gegen Frankreich. RSSSF-Ergebnisarchiv

Viertelfinale 1968 Hinspiel Rückspiel Ergebnis über beide Spiele und Qualifikation
Bulgarien – Italien 3:2 Italien – Bulgarien 2:0 3:4, Italien weiter
Spanien – England England – Spanien 1:0 Spanien – England 1:2 1:3, England weiter
Ungarn – Sowjetunion Ungarn – Sowjetunion 2:0 Sowjetunion – Ungarn 3:0 2:3, Sowjetunion weiter
Frankreich – Jugoslawien 1:1 Jugoslawien – Frankreich 5:1 2:6, Jugoslawien weiter

Rechenbeispiel, real: Italien erzielte auswärts in Bulgarien zwei Tore und zu Hause zwei Tore: insgesamt vier. Bulgarien erzielte drei Tore im Heimspiel und keines in Neapel: insgesamt drei. 4:3 bedeutete das Weiterkommen Italiens. Dieses Beispiel erfordert keine fiktive Auswärtstorregel. Prüfe stets Hin- und Rückspiel; ein einziges Resultat erklärt die Entscheidung nicht.


Zeitleiste mit gesicherten Stationen

Datum oder Zeitraum Ereignis Bedeutung
23. Februar 1966 Auslosung der Qualifikationsgruppen in Zürich Start der Turnierorganisation
1966–1967 Gruppenspiele der Qualifikation Gruppensieger werden für das Viertelfinale ermittelt
17. Dezember 1967 Albanien – Bundesrepublik Deutschland 0:0 Die Bundesrepublik verpasst den Gruppensieg
April und Mai 1968 Viertelfinal-Hin- und Rückspiele Italien, England, Sowjetunion und Jugoslawien qualifizieren sich
5. Juni 1968 Halbfinals in Neapel und Florenz Italien per Losentscheid, Jugoslawien sportlich durch 1:0 weiter
8. Juni 1968 Spiel um Platz drei und erstes Finale in Rom England wird Dritter; Finale bleibt nach Verlängerung 1:1
10. Juni 1968 Wiederholung des Finales in Rom Italien gewinnt 2:0

Quellenvergleich: UEFA und RSSSF stimmen bei Paarungen, Spieltagen und Ergebnissen überein. Angaben zu einzelnen Torminuten und Zuschauermengen schwanken zwischen Ergebnislisten; in solchen Fällen ist die verlässliche Aussage „erste Halbzeit“ beziehungsweise die Quelle mit eigener Zählweise besser als scheinbare Scheingenauigkeit. Die Endrunde umfasst fünf tatsächlich ausgetragene Partien; die erste Finalpartie ist nicht einfach zu streichen, weil später nochmals gespielt wurde.


Die Endrunde: Schlüsselspiele und Entscheidungen


Die beiden Halbfinals am 5. Juni

Italien – Sowjetunion 0:0 nach Verlängerung, Neapel: 120 Minuten brachten keinen Treffer. Nach den damaligen Regeln entschied ein Münzwurf, den Italiens Kapitän Giacinto Facchetti gewann. Das 0:0 ist das sportliche Ergebnis; der Münzwurf entschied nur, wer weiterkam. Ein Elfmeterschießen wurde nicht durchgeführt. Das Los belohnt keine bessere Spielleistung und ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für eine Debatte über Fairness und Wettbewerbsregeln. UEFA zum Halbfinale

Jugoslawien – England 1:0, Florenz: Dragan Džajić traf spät in der 86. Minute. England war amtierender Weltmeister von 1966 und unterlag trotzdem. Das UEFA-Protokoll beschreibt Englands vorsichtige Besetzung des Mittelfelds und Jugoslawiens flexible Offensivaktionen. England-Spieler Alan Mullery wurde kurz vor Schluss des Feldes verwiesen. Diese Entscheidung soll sachlich beschrieben werden; sie ist weder ein Beleg für die Charaktereigenschaften einer Nation noch Anlass zur Verherrlichung von Härte. UEFA-Spielbericht


Platz drei und der erste Finalversuch am 8. Juni

England – Sowjetunion 2:0, Rom: Bobby Charlton und Geoff Hurst erzielten die Treffer. Für die Analyse ist entscheidend, dass dies ein eigenständiges Platzierungsspiel war, keine Fortsetzung des Halbfinals.

Videoauftrag: Der UEFA-Kanal stellte diesen Zusammenschnitt am 1. Juni 2016 online. Notiere für jedes gezeigte Tor zuerst den erkennbaren Abschluss, dann die mögliche Vorbereitung und markiere eine Unklarheit, die die kurze Montage nicht aufklärt. Originalvideo des UEFA-Kanals

Italien – Jugoslawien 1:1 nach Verlängerung, Rom: Džajić brachte Jugoslawien in der 39. Minute in Führung. Angelo Domenghini glich in der 80. Minute durch einen Freistoß aus. Das Ergebnis blieb auch nach der Verlängerung bestehen. Nach den damaligen Finalregeln wurde nicht durch Münzwurf entschieden; stattdessen wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt. Ein taktischer Unterschied gegenüber heute folgt daraus: Beide Mannschaften mussten nur zwei Tage später erneut antreten. UEFA-Spielbericht

Ilija Petković und Giacinto Facchetti bei einer Finalbegegnung in Rom, am 8. oder 10. Juni 1968; die genaue Zuordnung ist in der Commons-Quelle offen.
Ilija Petković und Giacinto Facchetti bei einer Finalbegegnung in Rom, am 8. oder 10. Juni 1968; die genaue Zuordnung ist in der Commons-Quelle offen.

Fotoauftrag: Vergleiche die Sicherheit der Datierung: Die Datei nennt den 8. oder 10. Juni. Daher darf das Foto nicht als Beweis für eine Szene speziell am 8. Juni dienen. Eine freundliche Begrüßung auf einem Bild sagt auch nichts über sämtliche Zweikämpfe des Spiels aus.


Wiederholungsfinale am 10. Juni: der Titel für Italien

Italien – Jugoslawien 2:0, Rom: Trainer Ferruccio Valcareggi veränderte nach UEFA-Angaben fünf Positionen der Startformation; Luigi Riva und Sandro Mazzola gehörten nun dazu. Riva erzielte das 1:0, Pietro Anastasi das 2:0, beide Tore in der ersten Halbzeit. Dino Zoff stand im italienischen Tor, Ilija Pantelić im jugoslawischen. Das war der erste Titel der italienischen Männer bei diesem Wettbewerb. Der jugoslawische Trainer hieß Rajko Mitić.

Italiens Startelf vor dem Wiederholungsfinale in Rom am 10. Juni 1968; zeitgenössische Mannschaftsaufnahme, Keystone / Hulton Archive / Getty Images.
Italiens Startelf vor dem Wiederholungsfinale in Rom am 10. Juni 1968; zeitgenössische Mannschaftsaufnahme, Keystone / Hulton Archive / Getty Images.
Pietro Anastasi vor dem Wiederholungsfinale am 10. Juni 1968; Foto ANSA / OLDPIX, nicht die Aufnahme seines Tores.
Pietro Anastasi vor dem Wiederholungsfinale am 10. Juni 1968; Foto ANSA / OLDPIX, nicht die Aufnahme seines Tores.

Videoauftrag: Offizielle UEFA-Kurzfassung, hochgeladen am 21. Januar 2016. Halte bei Rivas Tor die Voraktion und die Abschlussrichtung fest; bei Anastasis Treffer beobachte Ballannahme und Abschluss. Ein knapp geschnittener Clip ist kein vollständiger Matchmitschnitt. Originalvideo des UEFA-Kanals UEFA-Analyse

Kapitän Giacinto Facchetti mit der Trophäe nach dem Sieg vom 10. Juni 1968; Foto Cesare Galimberti.
Kapitän Giacinto Facchetti mit der Trophäe nach dem Sieg vom 10. Juni 1968; Foto Cesare Galimberti.

Ergebnisfrage mit Lösung: Gewann Italien das erste Finale? Nein. Das erste Duell endete 1:1 nach Verlängerung. Italien gewann erst das separat angesetzte Wiederholungsspiel. Wer nur „Finale: Italien 2:0“ notiert, unterschlägt eine wesentliche Turnierregel und 120 Minuten Spielgeschichte.


Spielideen, Personen und drei Analysewerkstätten


Prägende Menschen und Rollen

Giacinto Facchetti war Italiens Kapitän und ein offensiv denkender Abwehrspieler; im Halbfinale trat er als Kapitän beim Münzwurf an. Dino Zoff brachte als Torhüter Stabilität. Ferruccio Valcareggi reagierte zwischen den beiden Finalspielen mit einer deutlich veränderten Aufstellung. Luigi Riva war der Abschlussakteur beim ersten Tor des Wiederholungsfinales, Pietro Anastasi erzielte das zweite. Angelo Domenghini rettete durch seinen späten Freistoß das erste Finale. Auf jugoslawischer Seite stand Dragan Džajić für Dribbling und Torabschluss; er erzielte zwei Tore in der Endrunde und war damit bester Torschütze der vierer Endrunde. Rajko Mitić betreute die Finalisten. Bobby Moore, Gordon Banks, Bobby Charlton und Geoff Hurst prägten Englands Team. UEFA-Personenübersicht


Analysewerkstatt A: Außenspiel und Raum hinter der Abwehr

Belegter Ausgangspunkt: Im Halbfinale gegen England erzielte Džajić nach einem langen Ball den späten Siegtreffer. Die UEFA beschreibt, dass er sich hinter Bobby Moore bewegte, den Ball kontrollierte und an Gordon Banks vorbeischoss. Deutung: Eine solche Aktion verbindet Timing, Tiefenlauf, Ballkontrolle und Abschluss. Begrenzung: Daraus folgt nicht, dass jeder jugoslawische Angriff nach diesem Muster verlief. Die Zusammenfassung zeigt ausgewählte Situationen, nicht alle Ballbesitze.

Trainings-Transfer, ausdrücklich schematisch und nicht als Originalformation: Zwei Außenspieler stehen breit, ein Stürmer bindet die zentrale Abwehr, ein Mittelfeldspieler spielt einen längeren Pass in den Raum hinter die Kette. Übe zunächst ohne Gegenspieler, dann mit passivem und zuletzt aktivem Verteidiger. Beobachte, ob der Pass vor oder nach dem Tiefenstart erfolgt. Musterbeobachtung: Ein zu früher Pass ist schwer zu erreichen; ein abgestimmter Tiefenlauf schafft eine bessere Chance. Das ist eine Trainingshypothese, keine Messung aus dem EM-Halbfinale.


Analysewerkstatt B: Verteidigung und Entscheidungsregeln

Belegter Ausgangspunkt: Das Spiel Italien – Sowjetunion blieb auch nach Verlängerung 0:0. Der Münzwurf brachte Italien ins Finale. Deutung: Ein defensiv geführtes Spiel kann zu wenigen Toren führen, aber die Null allein verrät nicht, wer die besseren Chancen hatte. Regelproblem: Der damalige Losentscheid löste das organisatorische Weiterkommen, nicht die Frage nach der spielerisch stärkeren Mannschaft. Musterlösung: Eine faire Analyse trennt Ergebnis (0:0), Fortsetzung (Verlängerung) und Los (Italien weiter) sowie Bewertung (Kontroverse über Fairness). Ein heutiges Elfmeterschießen darf nicht rückwirkend in den Spielbericht geschrieben werden.

Fiktives Vergleichsmodell, nicht EM-Resultat: Zwei Trainingsgruppen spielen 0:0; in Variante A entscheidet ein Los, in Variante B fünf Schüsse vom Punkt. Das Los erfordert keine Schusstechnik; die zweite Variante lässt fußballerische Fähigkeiten und Zufall zusammenwirken. Keine der beiden Varianten ist automatisch eine perfekte Messung der Leistung über das gesamte Spiel.


Analysewerkstatt C: Anpassungen zwischen zwei Endspielen

Belegter Ausgangspunkt: Nach dem 1:1 brachte Valcareggi im zweiten Finale unter anderem Riva und Mazzola von Beginn an. Die UEFA berichtet über fünf Änderungen und Italiens deutlich druckvolleres Spiel. Taktische Hypothese: Frische Spieler, andere Anspielstationen und geänderte Läufe können den Zugang zum Strafraum verbessern. Grenze: Die Zusammenfassung allein beweist nicht, dass nur die Umstellungen den Sieg verursachten; auch die Belastung Jugoslawiens und einzelne Spielsituationen können wichtig gewesen sein. Musterlösung: Belege erst die Änderung der Startelf, vergleiche danach die zwei Spielverläufe und markiere jede Kausalbehauptung als überprüfbare Vermutung.

2009 von Queix nachträglich erstelltes Aufstellungsschema für das wiederholte Finale; keine taktische Originalgrafik von 1968.
2009 von Queix nachträglich erstelltes Aufstellungsschema für das wiederholte Finale; keine taktische Originalgrafik von 1968.

Diagramm-Auftrag: Zeige im Schema zuerst die vermuteten Spielerpositionen, prüfe sie mit der UEFA-Aufstellung und unterscheide Startposition von Bewegung im Spiel. Ein Positionsbild beweist weder Pressinghöhe noch Laufwege. Baue eine zweite eigene Grafik für eine hypothetische Angriffssituation und beschrifte sie klar als Lernmodell.


Medienkompetenz, Quellen und historische Fairness


Unterschiedliche Belege haben unterschiedliche Aussagekraft

Primärnah: Ein auf den 10. Juni 1968 datiertes Pressefoto kann eine einzelne Szene belegen; Ton und Kamerawinkel bleiben begrenzt. Sportstatistisch: Das Ergebnisarchiv RSSSF bietet Begegnungen, Daten und Aufstellungen, ist aber keine Filmaufnahme. Offizielles Archiv: Die UEFA liefert Spielberichte und rückblickende Analysen; ihre heutigen Videozusammenschnitte stammen aus älteren Spielszenen, wurden aber 2016 veröffentlicht und sind redaktionell ausgewählt. Spätere Grafik: Eine 2007 erstellte Karte zeigt ein aufgearbeitetes Resultat, nicht die Darstellung in einer Zeitung des Jahres 1968. Als Arbeitsregel gilt: Beobachtung – Quelle – Deutung – Unsicherheit in dieser Reihenfolge.

Mini-Faktencheck mit Lösung: Behauptung A: „Italien gewann am 5. Juni gegen die Sowjetunion 1:0.“ Falsch: 0:0 nach Verlängerung, Weiterkommen per Münzwurf. Behauptung B: „Das Finale fand nur einmal statt.“ Falsch: 8. Juni 1:1 und 10. Juni 2:0. Behauptung C: „Die Karte wurde 1968 gezeichnet.“ Falsch: Commons nennt 20. Juli 2007. Behauptung D: „Der YouTube-Clip zeigt alle 90 Minuten.“ Nicht belegt und beim ausgewählten Kurzvideo falsch: Er ist eine redaktionelle Auswahl. Ordne jede Aussage wenigstens einer UEFA- und einer zweiten geeigneten Quelle zu.


Prüfschema für eigene Medienbeiträge

  1. Datieren: Ereignisdatum, Aufnahmezeitpunkt und Veröffentlichungsdatum getrennt angeben.
  2. Lokalisieren: Stadion und damalige Mannschaftsnamen kontrollieren.
  3. Belegen: UEFA-Spielseite mit RSSSF oder einer verlässlichen weiteren Quelle abgleichen.
  4. Respektieren: Keine unbelegten Motive, pauschalen Nationenurteile, diskriminierenden oder verherrlichenden Darstellungen.
  5. Lizenzieren: Commons-Dateiseite, Urheber und Lizenz nennen; ein offizielles YouTube-Video darf eingebettet, aber nicht einfach frei kopiert werden.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Wie hieß der Wettbewerb vor der Umbenennung im Jahr 1968? (Europäischer Nationenpokal) (!Weltpokal für Nationalmannschaften) (!Europäischer Supercup) (!UEFA Nations League)




Wie viele Teams erreichten die Endrunde 1968 in Italien? (Vier) (!Acht) (!Sechzehn) (!Vierundzwanzig)




Was war die wesentliche Neuerung in der Qualifikation 1968? (Gruppen vor einem Viertelfinale) (!Nur ein einziges Endspiel ohne Qualifikation) (!Eine Liga mit allen europäischen Teams) (!Ausschließlich Elfmeterschießen)




Wie erreichte Italien das Finale nach dem Halbfinale gegen die Sowjetunion? (Durch einen Münzwurf nach torloser Verlängerung) (!Durch einen Sieg im Elfmeterschießen) (!Durch ein Tor in der Nachspielzeit) (!Durch den besseren Tabellenplatz in der Endrunde)




Wer erzielte das einzige Tor gegen England im Halbfinale? (Dragan Džajić) (!Luigi Riva) (!Bobby Charlton) (!Angelo Domenghini)




Wo fand das Halbfinale Jugoslawien gegen England statt? (Florenz) (!Rom) (!Neapel) (!Madrid)




Wie endete das erste Finale am 8. Juni 1968 nach Verlängerung? (Eins zu eins) (!Zwei zu null für Italien) (!Null zu null) (!Drei zu zwei für Jugoslawien)




Warum wurde das Finale am 10. Juni erneut ausgetragen? (Weil das erste Finale nach Verlängerung unentschieden war) (!Weil ein Spiel wegen Schnees abgesagt wurde) (!Weil Italien Gastgeber war und immer zwei Finalspiele bekam) (!Weil der Schiedsrichter das erste Spiel annullierte)




Welche beiden Spieler trafen im wiederholten Finale für Italien? (Luigi Riva und Pietro Anastasi) (!Dragan Džajić und Vahidin Musemić) (!Bobby Charlton und Geoff Hurst) (!Giacinto Facchetti und Dino Zoff)




Welche Aussage über historische Videozusammenschnitte ist fachlich korrekt? (Ein kurzer Clip belegt ausgewählte Szenen und nicht den ganzen Spielverlauf) (!Ein Clip zeigt automatisch sämtliche Ballkontakte) (!Ein nachträglich hochgeladenes Video wurde erst im Uploadjahr gespielt) (!Ein Torclip beweist immer die gesamte taktische Überlegenheit)





Memory

Ordne jeweils den einmaligen Begriff der passenden Erklärung zu.

Europäischer Nationenpokal Früherer Name des Wettbewerbs vor 1968
Qualifikationsgruppe Vorrunde mit mehreren Nationalteams und Spielen
Viertelfinale Hin- und Rückspielrunde der acht Gruppensieger
Münzwurf Losentscheidung nach dem torlosen Halbfinale
Wiederholungsfinale Erneutes Titelspiel am 10. Juni in Rom
Dragan Džajić Torschütze gegen England und im ersten Finale





Drag and Drop

Verbinde die fünf passenden Begriffe und Aussagen.

Passender Begriff Zugeordnete Beschreibung
Stadio San Paolo Halbfinalort Neapel
Stadio Comunale Halbfinalort Florenz
Stadio Olimpico Austragungsort der beiden Finalspiele
Angelo Domenghini Ausgleich im ersten Finale
Ferruccio Valcareggi Trainer der italienischen Mannschaft





Kreuzworträtsel

Trage für jeden Hinweis genau ein Wort ein.

Neapel Welche italienische Stadt war Schauplatz des torlosen Halbfinales?
Florenz In welcher italienischen Stadt verlor England gegen Jugoslawien?
Münzwurf Welches Losverfahren bestimmte Italiens Finaleinzug?
Anastasi Welcher italienische Stürmer erzielte das zweite Tor im Wiederholungsfinale?
Zoff Wie lautet der Nachname von Italiens Torhüter Dino?
Džajić Wie heißt der jugoslawische Torschütze gegen England mit Nachnamen?





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Lückentext

Ergänze pro Satz einen passenden Begriff.
Die Endrunde 1968 fand in

statt.
Insgesamt erreichten

Teams die Endrunde.
Der frühere Wettbewerbsname lautete Europäischer

.
Im Halbfinale gegen die Sowjetunion entschied ein

über das Weiterkommen Italiens.
Jugoslawiens Siegtor gegen England erzielte Dragan

.
Das erste Finale endete

.
Italiens später Ausgleich im ersten Finale gelang

.
Das Wiederholungsspiel wurde am 10. Juni in

ausgetragen.
Das erste italienische Tor des Wiederholungsfinales schoss Luigi

.
Ein kurzer Videoclip ersetzt keine vollständige

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Gestalte sechs datierte Karten zum Wettbewerb, ordne sie chronologisch und kontrolliere jede Datumsangabe in der UEFA-Übersicht.
  2. Fußballstadion: Ordne Neapel, Florenz und Rom den passenden Spielen zu; markiere ein später aufgenommenes Stadionfoto sichtbar mit dem Aufnahmejahr.
  3. Fußballspieler: Erstelle Steckbriefe zu Facchetti, Džajić, Riva und Zoff mit je einem belegten Ereignis und einer Rollenbeschreibung.
  4. Medienkompetenz: Vergleiche das Riva-Foto mit dem UEFA-Kurzvideo: Nenne drei Beobachtungen und zwei Dinge, die beide Quellen nicht beweisen.


Standard

  1. Fußball-Europameisterschaft: Erstelle eine beschriftete Turniergrafik von den acht Gruppensiegern bis zum Titel, einschließlich beider Finalbegegnungen.
  2. Fußballtaktik: Zeichne zu Džajićs Treffer ein schematisches Lernmodell mit Tiefenlauf, Passweg und Abschluss; kennzeichne hypothetische Elemente.
  3. Quellenkritik: Verfasse einen Vergleich von UEFA und RSSSF zu drei Spielen; unterscheide bestätigte Fakten von unklaren Zuschauermengen und Torminuten.
  4. Sportjournalismus: Produziere einen 90-sekündigen Audiobeitrag zur Frage „Warum gab es 1968 ein Wiederholungsspiel?“ mit mindestens zwei überprüfbaren Quellen.


Schwer

  1. Spielanalyse: Schreibe eine 700-Wörter-Analyse der beiden Finalspiele mit Beobachtung, taktischer Hypothese, Gegenargument und belegtem Urteil.
  2. Fair Play: Diskutiere Münzwurf, Wiederholungsspiel und heutiges Elfmeterschießen anhand selbst gewählter, offengelegter Fairnesskriterien; erfinde keine historischen Regeln.
  3. Zeitgeschichte: Entwickle eine kleine Ausstellung zu Fußball und Europa 1968, trenne Sportbelege von politischen Hintergrundquellen und vermeide nationale Stereotype.
  4. Projektarbeit: Entwirf ein öffentlich nutzbares OER-Material mit selbst gezeichnetem Taktikschema, Commons-Attribution, Lernauftrag und dokumentierter Faktenprüfung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Turniermodus: Erkläre den Weg vom Qualifikationsteilnehmer zum Finalisten. Musterlösung: Gruppensieg, Viertelfinale über zwei Spiele, Endrunde der vier verbliebenen Teams mit Halbfinale und Finale.
  2. Ergebnisrechnung: Berechne das Gesamtergebnis Italien gegen Bulgarien aus 2:3 und 2:0 und erläutere, warum Italien weiterkam. Musterlösung: Vier italienische gegen drei bulgarische Tore, insgesamt 4:3 für Italien.
  3. Regelkunde: Erläutere den Unterschied zwischen Italiens 0:0 gegen die Sowjetunion und dem 1:1 gegen Jugoslawien. Musterlösung: Halbfinale endete nach Verlängerung mit einem Münzwurf; im Finale löste das Unentschieden ein Wiederholungsspiel aus.
  4. Medienanalyse: Bewerte die Aussage „Das Foto von Petković und Facchetti stammt sicher vom 8. Juni“. Musterlösung: Nicht belegt: Commons gibt 8. oder 10. Juni an; eine genauere Behauptung braucht zusätzliche Herkunftsbelege.
  5. Fußballtaktik: Formuliere aus Džajićs Tor eine überprüfbare Trainingshypothese und nenne eine Grenze. Musterlösung: Timing bei Tiefenläufen kann die Abschlusschance verbessern; eine einzelne Szene beweist kein durchgängiges Spielsystem.
  6. Historische Quellen: Ordne Foto 1968, Karte 2007 und UEFA-Upload 2016 ihren Zeitpunkten zu. Musterlösung: Foto dokumentiert 1968, Karte wurde nachträglich gestaltet, Video 2016 veröffentlicht mit historischen Ausschnitten.


Lernnachweis

Du weist dein Lernen durch ein Quellenportfolio nach: eine geprüfte Zeitleiste mit mindestens sechs Einträgen; ein korrekt beschriftetes Turnierdiagramm mit den fünf Endrundenspielen; einen kurzen Fachtext, der die Wettbewerbsnamen und die damalige Entscheidung per Münzwurf erklärt; eine Video- oder Bildanalyse mit drei überprüfbaren Beobachtungen und einer erkennbaren Unsicherheit; und eine eigene, als Modell gekennzeichnete Taktikgrafik. Im erweiterten Lernnachweis diskutierst du die Fairness historischer Entscheidungsregeln und belegst ein Gegenargument. Kriterien: Sachrichtigkeit, Quellenbeleg, Trennung von Fakt und Deutung, Verständlichkeit und korrekte Medienrechte. Ein Lernpartner überprüft Stichproben mithilfe des UEFA-Archivs und von RSSSF; offene Streitpunkte werden notiert, nicht versteckt.


OER und Wikipedia

Zentrale Fakten- und Gegenprüfungsquellen (Recherche am 5. November 2026):

Bildrechte und exakte Commons-Dateiquellen: Die eingebetteten historischen Fotos sind auf Commons jeweils unter Public Domain für einfache italienische Fotografien mit weiteren US-Hinweisen geführt. Das ist die Kennzeichnung der jeweiligen Dateiseite, keine pauschale Freigabe für alle Pressefotos. Die nachträglich erstellten Grafiken haben gesonderte Creative-Commons-Lizenzen. Dateiquellen und Urheber sind hier einzeln nachprüfbar:

Verifizierte Videofundstellen: UEFA, Italy v Yugoslavia: 1968 final highlights (Upload 21.01.2016) und UEFA, England 2-0 USSR (Upload 01.06.2016). Beides sind offizielle Veröffentlichungen des verifizierten UEFA-Kanals, keine offen lizenzierten OER-Rohdateien. Die Einbindung nutzt die native YouTube-Funktion; die Verfügbarkeit kann von YouTube-Einstellungen und Region abhängen. Weitere Primärquellen müssen vor Verwendung ebenfalls auf Rechte geprüft werden.


Mediathek mit Beobachtungsaufträgen

Vorschaubild: Die folgende Riva-Fotografie ist identisch mit dem Einleitungsbild (Associated Press, 10. Juni 1968); sie zeigt einen Augenblick, nicht das komplette Spiel.

Mediathek-Vorschaubild: Rivas Tor beim 2:0 in Rom am 10. Juni 1968.
Mediathek-Vorschaubild: Rivas Tor beim 2:0 in Rom am 10. Juni 1968.

Fotostation: Vergleiche den Moment des Abschlusses mit der offiziellen UEFA-Spielbeschreibung. Welche Richtung des Schusses ist erkennbar? Wo bleibt die Quelle unvollständig?

Videostation Finale, UEFA-Upload 2016: Im oben eingebetteten Finalvideo beschreibst du bei jedem Tor Vorbereitung und Abschluss ohne nachträglich erfundene Passketten. Videostation Platz drei, UEFA-Upload 2016: Im oben eingebetteten England-Video notierst du Treffer und ordnest das Video eindeutig dem 8. Juni 1968 zu. Archivstation Halbfinale: UEFA-Zusammenschnitt Jugoslawien – England (über die UEFA-Saisonübersicht verfügbar). Beurteile, welche Spielszenen gezeigt werden und welche ohne vollständige Aufzeichnung nicht überprüfbar sind. Ein Link zu einem Verbandsplayer ersetzt hier kein unbestätigtes YouTube-Embed. Kartenstation: Vergleiche die 2007 erstellte Karte mit den historischen Namen im Text, ohne die Grafik als Aufnahme von 1968 auszugeben.


Verknüpfte Lernbereiche


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Projekt „Ein Finale, zwei Spiele“: Erstelle eine digitale Ausstellung, eine kommentierte Präsentation oder ein kurzes selbst produziertes Lehrvideo. Nutze nur geprüfte Fakten; integriere die Zeitleiste, das 1:1 vom 8. Juni, das 2:0 vom 10. Juni und die Kontroverse um den Münzwurf. Kennzeichne spätere Fotos und Grafiken, nenne sämtliche Urheber und Medienlizenzen. Für eine vertiefte Trainerfortbildung kann die Ausstellung durch selbst erstellte Beobachtungsbögen zu Laufwegen, Spielrhythmus und Umstellungen ergänzt werden. Beurteilt werden Belege, verständliche Erklärungen, fachlich begründete Deutungen sowie fairer Umgang mit historischen Akteuren.



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