Stürmerwege ohne Ball - Fußballtraining
Einleitung
Wie wird ein Angriff gefährlich, obwohl die Stürmerin oder der Stürmer den Ball gerade nicht berührt? In diesem aiMOOC lernst du, freie Räume zu erkennen, mit Auftaktbewegungen Gegenspieler zu lösen und deinen Lauf so zu starten, dass deine Mitspielenden eine echte Passoption erhalten. Ein guter Laufweg kann auch dann erfolgreich sein, wenn jemand anderes den Ball bekommt. Du erkundest dabei die Aufgaben von Mittelstürmer, Flügelangriff und zurückfallender Spitze und knüpfst an das Thema Positionen entdecken an.
Lernziele: Du kannst mindestens fünf Laufmuster unterscheiden, den richtigen Startmoment begründen, eine Abseitsgefahr beurteilen, einen Laufweg auf einer Feldskizze darstellen und eine sichere Übung für deine Altersgruppe planen. Zielgruppe sind Spielerinnen, Spieler und Coaches ab etwa zehn Jahren; für Sechs- bis Neunjährige gibt es ausdrücklich vereinfachte Spielformen. Grundlegendes Lernen bleibt kostenlos.

Textalternative: Schematisches Fußballfeld mit markierten Positionen und Angriffszonen. Urheber: Nuno Tavares, 10.03.2006, CC BY-SA 2.5; die Commons-Datei wurde 2026 beschnitten. Quelle und Lizenz siehe OER-Tabelle.
Sicherheitsrahmen: Übe unter fachkundiger Anleitung auf überprüften, hindernisfreien Flächen mit gesicherten Toren, passenden Bällen und klaren Laufkorridoren. Trinke und pausiere bedarfsgerecht; stoppe bei Schmerz, Schwindel oder Beschwerden und hole Unterstützung. Keine erzwungenen Zweikämpfe, riskanten Sprungkontakte, Maximalbelastungen oder eigenständige Verletzungsbehandlung. Für Kinder werden keine Kopfbälle verlangt. Externe Medien nur nach den für eure Einrichtung geltenden Datenschutz- und VIDIS-Einstellungen öffnen; alle Kernaufgaben funktionieren auch ohne Video.
Räume erkennen und Positionen verstehen
Welche Räume sind für Stürmer wichtig?
Eine Position beschreibt einen Ausgangsbereich, keine feste Standfläche. Die Nummer 9 besetzt häufig die letzte gegnerische Linie, eine Zehn verbindet Mittelfeld und Angriff, Flügelspieler schaffen Breite und rücken bei Bedarf diagonal ein. Die Wirkung einer Bewegung hängt von Ballort, Stellung der Verteidigung und den Wegen der Mitspielenden ab. Begriffe: Breite zieht die Abwehr auseinander; Tiefe bezeichnet Raum in Richtung des gegnerischen Tores; Halbraum liegt zwischen Zentrum und Flügel; Zwischenlinienraum liegt zwischen gegnerischem Mittelfeld und Abwehr.

Textalternative: Fußballfeld mit Toren, Mittelkreis und Strafräumen ohne Spieler. Urheber: Maurizio, 10.08.2019, CC BY-SA 4.0; Quelle im OER-Verzeichnis.
Wahrnehmen vor dem Start
Bevor du losläufst, überprüfe vier Fragen: Wo ist der Ball? Kann die ballführende Person gerade passen oder steht sie unter Druck? Wo ist mein Gegenspieler? Beobachtet er Ball und Lauf gleichzeitig? Wo entsteht Raum? Gibt es eine Lücke zwischen oder hinter zwei Verteidigern? Was tun Mitspielende? Läuft jemand bereits in diese Zone? Ein kurzer Blick über die Schulter, offene Körperstellung und eine klare Laufentscheidung helfen mehr als zielloses Dauerlaufen. Im Deckungsschatten bist du aus Sicht des Ballführenden von einem Gegenspieler verdeckt und zunächst schwer anspielbar.
Merksatz: Freilaufen bedeutet nicht möglichst viel laufen, sondern so laufen, dass Ball, Raum und Zeitpunkt zusammenpassen. Manche Wege schaffen einen direkten Passkanal; andere binden Verteidiger und öffnen einem zweiten Angreifer den Weg.
Eigenes Taktikschema A: Räume sichtbar machen
| Ballort | Bewegung der Neun | Bewegung der Zehn | Geöffneter Raum |
|---|---|---|---|
| Rechter Halbraum | Zunächst kurz entgegenkommen, danach in die Tiefe lösen | Rechts versetzt zwischen den Linien anbieten | Diagonale Schnittstelle hinter dem linken Innenverteidiger |
| Linker Flügel | Ballfernen Pfosten vorbereiten, ohne blind in den Strafraum zu sprinten | Rückraum besetzen und Passwinkel halten | Rückraum für flachen Rückpass |
| Zentrale Zone unter Druck | Vom Deckungsschatten schräg zum Ball wegtreten | Sich seitlich als sichere Ablage anbieten | Passdreieck vor der Abwehr |
Textalternative und Leseschlüssel: Jede Zeile stellt einen Zeitpunkt als Momentaufnahme dar. Das ist ein neu formuliertes textbasiertes Taktikschema dieses Kurses, keine kopierte Vereinsgrafik und keine Filmaufnahme. Eine Bewegung ist nur sinnvoll, wenn die tatsächliche Verteidigung die beschriebene Lücke erlaubt.
Laufmuster: vom Freilaufen zum Raumgewinn
Sechs Bewegungsmuster und ihre Wirkung
Entgegenkommen: Du verkürzt die Passstrecke und bietest eine sichere Ablage an. Tiefenlauf: Du startest hinter die Abwehrlinie, sobald ein Zuspiel möglich wird. Lauffinte oder Doppellauf: Ein kurzer Schritt in die Gegenrichtung täuscht den Verteidiger, bevor du in den eigentlichen Zielraum gehst. Diagonallauf: Du wechselst vom Zentrum in eine seitliche Lücke oder umgekehrt. Kreuzen: Zwei Angreifende wechseln ihre Bahnen abgestimmt, ohne sich zu behindern. Ballferner Lauf: Du bietest am entfernten Pfosten oder im Rückraum eine zweite Abschlussoption an. Hinzu kommt der Locklauf: Er zieht einen Gegenspieler fort, damit eine andere Person Raum gewinnt. Ein Locklauf ist nicht erfolglos, nur weil der Pass an jemand anders geht.
Durchstecken statt hinterherlaufen
Textalternative: Taktikskizze mit Angreifern, Verteidigern und einem langen Pass in den freien Raum hinter der Kette. Urheber: Tiresais unter Verwendung früherer Spielfeldelemente, Commons-Fassung 2007, CC BY-SA 3.0.
Ein Steilpass erreicht nicht die Stelle, an der die Stürmerin gerade steht, sondern den Raum, den sie im passenden Moment erreicht. Die passgebende Person muss den Blick heben und spielbereit sein; die startende Person muss die Tiefe erkennen, ohne bereits im Abseits zu stehen. Bei geschlossener Passlinie kann zunächst eine Ablage, ein Seitenwechsel oder das Halten der Position besser sein. Ein Lauf auf gut Glück wird nicht automatisch zu einer Chance.
Eigenes Taktikschema B: Doppellauf in drei Standbildern
| Moment | Position der Neun | Reaktion der Abwehr | Entscheidung der Passgeberin |
|---|---|---|---|
| Vororientierung | Neben der Innenverteidigerin, Blick zu Ball und Linie | Innenverteidigerin deckt eng | Ball sichern und Passfenster beobachten |
| Täuschung | Zwei kontrollierte Schritte entgegen | Verteidigerin folgt möglicherweise | Noch nicht blind in die Tiefe passen |
| Auflösung | Schräg hinter die äußere Schulter in die freie Lücke | Verteidigerin muss sich neu orientieren | Pass in den erreichbaren Laufweg, nur bei offener Linie |
Textalternative: Drei nacheinander lesbare Tabellenbilder zeigen Ausgangspunkt, kurzen Lockweg und Richtungswechsel. Die Bildfolge ersetzt hier eine nicht nachgewiesene fremde Trainingsanimation. Ohne Tempo- oder Kontaktdruck zunächst gehen, dann steigern.
Bewegungen beobachten statt nur Tore zählen
Notiere bei einer Szene: Erkennt die angreifende Person den freien Raum? Startet sie im passenden Moment? Öffnet sie den Körper zum Ball? Entsteht eine Option für sie selbst oder für andere? Entscheide erst dann, ob der Lauf taktisch sinnvoll war. Ein Tor sagt wenig über die Qualität jedes einzelnen Laufwegs aus; auch ein nicht angespielter Locklauf kann wirksam sein.
Timing, Abseits und Entscheidungen
Wann beginnen gute Laufwege?
Die Vororientierung beginnt vor dem eigentlichen Lauf. Der Auslöser kann ein freier erster Ballkontakt, eine offene Stellung der Passgeberin, ein Rückpass oder das Aufrücken eines Verteidigers sein. Beim Start verändern Läufer und Passgeber gemeinsam das Tempo. Bei der Anschlussaktion wird der Ball angenommen, direkt weitergespielt, im Rückraum abgelegt oder das nächste Fenster besetzt. Ein zu früher Lauf kann die Anspielbarkeit verlieren; ein zu später Lauf lässt der Abwehr Zeit zum Schließen. Ein Handzeichen oder kurzer Zuruf darf helfen, ersetzt aber keinen Blick auf den Ball.
Abseits richtig mitdenken
Bei geltender Abseitsregel ist für eine mögliche Abseitsstellung die Position der angreifenden Person im Augenblick maßgeblich, in dem ein Mitspieler den Ball spielt oder berührt: Sie befindet sich in der gegnerischen Hälfte und ist mit einem relevanten Körperteil näher an der gegnerischen Torlinie als sowohl der Ball als auch der vorletzte Gegenspieler. Eine solche Stellung allein ist noch nicht zwingend strafbar; entscheidend ist eine anschließende Beteiligung am aktiven Spiel nach den Regeln. Bei gleichem Stand mit dem vorletzten Gegenspieler liegt insoweit keine Abseitsstellung vor. Im Training ohne Abseitsregel kann der Coach vereinfachte Lösungen wählen, muss die Spielform dann aber benennen. Die endgültige Regelauslegung folgt den aktuellen IFAB-Regeln, nicht einer historischen Grafik.
Entscheidungsregel: Nicht auf der Linie warten, sondern den Zeitpunkt des Passes lesen; bei unklarer Situation zunächst seitlich oder entgegen anbieten. Für jüngere Kinder steht das Finden freier Räume vor der komplizierten Regelauslegung.
Beobachtungsvideo: Laufwege eines Stürmers
Textalternative: Unisport erklärt anhand von Praxisbeispielen, wie Angreifer ohne Ball besser anspielbar werden und Abschlussräume finden. Englischsprachiges Trainingsvideo vom 15.09.2023; Verlag bzw. Kanal: Unisport. Die Einbettung erfolgt über die YouTube-Funktion, nicht als Nachveröffentlichung unter freier Lizenz. Alternativ bearbeite Schema B und die Checkliste oben. Video nur nach aktiver Medienfreigabe und gegebenenfalls über die schulische VIDIS-konforme Variante nutzen.
Beobachtungsauftrag: Halte bei einem Beispiel das Startsignal, die Laufrichtung und den neu geöffneten Raum schriftlich fest. Begründe auch, warum der Weg ohne den passenden Pass nutzlos geblieben wäre. Ein Verkaufsversprechen des Videotitels ist keine wissenschaftlich belegte Erfolgsgarantie.
Zusammenspiel im Angriff und Vorbilder analysieren
Neun, Zehn und Flügel zusammendenken
Im Zusammenspiel entsteht Raum oft durch Gegenbewegungen: Kommt die Neun kurz, kann die Zehn tief starten. Geht die Neun tief, kann eine nachrückende Person den freigewordenen Zwischenlinienraum nutzen. Bleibt der Flügel breit, muss die Verteidigung ihr seitliches Verschieben abwägen. Ein dritter Spieler kann nach kurzer Ablage in die Tiefe nachrücken: der Dritte-Mann-Lauf. Die Laufwege müssen sich ergänzen; drei Angreifende in derselben schmalen Lücke erschweren das Zuspiel. Als taktisches Prinzip gilt: Breite halten, Tiefe bedrohen, Zwischenräume nutzen und nach der Aktion neu anbieten.
Historische Bildanalyse einer Stürmerin

Textalternative: Spielszenenfoto der Frauen-Weltmeisterschaft 2019: Alex Morgan mit Ball gegen Stefanie van der Gragt. Holly Cheng, 07.07.2019, CC BY-SA 4.0. Es handelt sich ausdrücklich um eine historische Aufnahme, nicht um einen aktuellen Kadernachweis.
Analyseauftrag: Markiere gedanklich, welche ballfernen Mitspielerinnen sich für eine flache Hereingabe, einen Rückpass und einen Lauf hinter die Verteidigung anbieten könnten. Das Einzelbild zeigt keine unsichtbaren vorherigen Wege; deine Antworten sind begründete hypothetische Fortsetzungen, keine Behauptungen über Morgans tatsächliche Absicht in dieser Szene. Vergleiche offene Räume, nicht Bekanntheit oder Geschlecht.
Historische Bildfolge eines Stürmers

Textalternative: Sieben historische Einzelbilder aus dem WM-Viertelfinale Deutschland gegen Argentinien am 03.07.2010 zeigen eine Torsequenz mit Thomas Müller. Animation von Zunaid, CC BY-SA 3.0. Die Aufnahme dient der Analyse von Raum, Blickrichtung und Mitspielerpositionen; sie zeigt keine aktuellen Mannschaften oder Kader.
Analyseauftrag: Stoppe die Sequenz gedanklich vor dem Abschluss. Welche Positionen könnten Ablenkung, Passwinkel oder Abschlussweg beeinflusst haben? Trenne Sichtbares von Vermutetem. Ein realer Treffer ist ein Fallbeispiel, kein Beleg dafür, dass ein bestimmtes Laufmuster immer funktioniert.
Vertiefungsvideo: Spielnahe Entscheidungen
Textalternative: Der Kanal Pelota Academy zeigt eine angeleitete Trainingssequenz für Angriffe im letzten Drittel mit dem Coach Dennis te Braak: Raum in der Tiefe erkennen, Laufwege abstimmen, unter Gegnerdruck abschließen. Englischsprachiges YouTube-Video vom 29.07.2025. Externes, nicht frei lizenziertes Videomaterial wird lediglich im Originalplayer eingebettet; Nutzung nur bei freigegebenem Zugriff. Alternativ nutze die folgende eigene Trainingskarte.
Transferfrage: Was ändert sich an der Laufentscheidung, wenn ein Verteidiger mitläuft, statt stehenzubleiben? Formuliere zwei mögliche Antworten, abhängig von Ballort und Passbereitschaft.
Trainingslabor, Differenzierung und Modellfall
Trainingskarte 1: Freie Inseln für Sechs- bis Neunjährige
Ziel: Freie Zonen spielerisch entdecken und in einer kleinen Mannschaft alle beteiligen. Material: Weiche geeignete Bälle, flache Markierungsteller, zwei standfeste und gesicherte Minitore. Aufbau: Zwei kleine Spielfelder mit je zwei farbigen Zielinseln abseits der Tore, genügend Abstand zwischen den Feldern. Durchführung: Zwei gegen zwei: Ein Punkt entsteht, wenn eine anspielbare Person in eine freie Insel läuft und dort einen flachen Pass erhält; Tore sind freiwilliger Zusatz. Rollen wechseln häufig. Typische Fehler: Alle folgen dem Ball; zu enges Gedränge; ein Kind bleibt dauerhaft ohne Beteiligung. Beobachtung: Wer erkennt einen freien Inselraum, wer hebt vorher den Blick, wer bietet sich neu an? Leichter: Ohne Gegner beginnen und größere Inseln wählen. Schwerer: Eine Insel nach jedem Pass wechseln; keine Geschwindigkeitsvorgabe. Transfer: Im freien Spiel benennen, wann das Verlassen einer vollen Zone geholfen hat. Kein Kopfballauftrag und keine verpflichtenden Richtungswechsel bei engem Kontakt.
Trainingskarte 2: Passdreieck mit Lauffinte für Zehn- bis Dreizehnjährige
Ziel: Eine kurze Auftaktbewegung und einen anspielbaren neuen Winkel verbinden. Material: Bälle, Markierungsteller, Leibchen, gesicherte Minitore. Aufbau: Feld von ungefähr 20 mal 15 Metern, drei Angreifende gegen eine zunächst passive Verteidigung; Abstände anpassen. Durchführung: Die Neun löst sich erst kurz zum Ball, dann diagonal in einen offenen Korridor. Die Passgeberin entscheidet zwischen direktem Pass, Ablage und sicherem Querpass. Nach jeder Aktion Rollen tauschen. Typische Fehler: Start ohne Blickkontakt; Passen in den Rücken; Finten ohne Richtungswechsel; unbeabsichtigtes Kreuzen der Laufbahnen. Beobachtung: Zähle sinnvolle Passoptionen und beschreibe das Startsignal, nicht nur Tore. Leichter: Verteidigung zunächst nur mitgehen lassen und Korridor vergrößern. Schwerer: Zwei aktive Verteidiger, aber weiterhin kontaktarm und ohne Zeitdruck für einzelne Lernende. Transfer: Im Drei-gegen-drei denselben Weg selbständig wiederfinden.
Trainingskarte 3: Kreuz- und Tiefenlauf für Vierzehn- bis Siebzehnjährige
Ziel: Gegenbewegungen von Neun und Zehn unter Gegnerdruck so abstimmen, dass mindestens zwei unterschiedliche Passoptionen entstehen. Material: Bälle, Leibchen, Hütchen, standsichere Tore; falls vorhanden beaufsichtigte Torhüterinnen und Torhüter. Aufbau: Spielnahes, dem Können angepasstes Feld und vier Angreifende gegen drei Verteidigende; seitliche Sicherheitsabstände markieren. Durchführung: Start mit Pass auf die Acht. Neun und Zehn dürfen kreuzen, sich entgegen anbieten oder gegengleich in die Tiefe gehen. Die Acht muss die passende freie Option wählen; nach einer kurzen Angriffssituation fair neu starten. Typische Fehler: Beide laufen in dieselbe Lücke; zu früher Tiefenlauf; nur auf den eigenen Pass hoffen; aktive Zweikämpfe ohne Kontrolle. Beobachtung: Passfenster, Zeitpunkt, Anschlussaktion und Wirkung auf die gegnerische Kette mit einer Beobachtungskarte erfassen. Leichter: Verteidigung reduziert Druck, Feld vergrößert und Entscheidungspausen zugelassen. Schwerer: Gleichzahlspiel vier gegen vier mit wechselndem Ballort, ohne Maximalbelastungen. Transfer: In einer kurzen Spielphase zwei Szenen mit und ohne gelungene Gegenbewegung vergleichen.
Trainingskarte 4: Erwachsene und heterogene Gruppen
Ziel: Laufmuster an unterschiedliche Erfahrung und Belastbarkeit anpassen. Material: Bälle, Leibchen, Markierungen, gesicherte Tore und gegebenenfalls gut lesbare Taktikkarten. Aufbau: Kleine Gruppen auf mehreren sicheren Teilfeldern; angepasste Wege und großzügige Pausen. Durchführung: Erst ein kontaktfreier Durchgang mit Ball und Wahl zwischen entgegenkommen, diagonalem Anbieten und Tiefenlauf; danach Drei-gegen-zwei mit freier Entscheidungszeit. Typische Fehler: Überfrachtete Kommandos, gleiche Belastung für alle, zu wenig Blickkontakt. Beobachtung: Was ist als nächster Schritt für diese Person passend, unabhängig von Tempo und Alter? Leichter: Gehwege und neutrale Anspielperson. Schwerer: Variabler Ballort und aktive, kontrollierte Abwehr. Transfer: Eine passende Bewegung im eigenen Spiel erkennen und mit einem Satz begründen. Keine eigenständige medizinische Belastungsentscheidung.
Vollständiger Fußball-Modellfall: Raumgewinn ohne Ball
Ausgangslage: In einer vereinfachten Vier-gegen-drei-Szene führt Spielerin A8 rechts im Halbraum den Ball. A9 steht zentral vor Innenverteidiger D2, A10 im linken Zwischenlinienraum und A7 hält rechts außen die Breite. D1 nähert sich A8, D2 blickt überwiegend zum Ball und D3 sichert tief links. Das Tor liegt in Angriffsrichtung vorn. Abseits wird für diese Analyse berücksichtigt; es gilt die jeweils aktuelle Regel, sofern die Spielform nicht ausdrücklich ohne Abseits gespielt wird.
Aufgabe: Entwickle eine sichere Pass- und Laufwegfolge mit zwei Optionen und erkläre den Wechsel, falls D2 nicht der Neun folgt. Zeichne die Positionen in drei zeitlichen Schritten. Du darfst nicht voraussetzen, dass eine Passlinie jederzeit offen ist.
| Phase | A8 mit Ball | A9 ohne Ball | A10 und A7 | Entscheidung |
|---|---|---|---|---|
| Sehen | Kopf heben und Druck von D1 wahrnehmen | Schulterblick zu D2 und Abseitslinie | A10 hält Abstand; A7 verbreitert | Noch keine erzwungene Steilpassentscheidung |
| Locken | Ball schützen, Passbereitschaft herstellen | Kurzes Entgegenkommen, D2 gegebenenfalls herausziehen | A10 bietet sich gegengleich hinter D2 an; A7 bleibt breit | A10 anspielen, wenn die Lücke aufgeht |
| Auflösen | Bei offener Linie flach in den Lauf passen | Nach Lauffinte in seitliche Tiefe starten, erst passend zur Ballabgabe | A10 kann nach Ablage aufdrehen; A7 bietet Seitenwechsel | A9 tief anspielen, falls rechtzeitig und regelgerecht, sonst A10 oder A7 sichern |
Textalternative: Dreistufiges, selbst verfasstes Taktikschema mit Ausgangslage, Lockbewegung und zwei Anschlussoptionen. Die Buchstaben stehen für erfundene Rollen, nicht für reale Personen.
Nachvollziehbare Musterlösung: Zuerst schaut A9 zur Schulter von D2 und prüft die letzte gegnerische Linie. A9 kommt kontrolliert wenige Schritte entgegen; zieht D2 mit, startet A10 in den freiwerdenden Zwischenraum. Kann A8 A10 anspielen, folgt eine Ablage oder ein Pass in die Tiefe für A9, der nach der Finte diagonal hinter D2 gestartet ist. Bleibt D2 stehen, nimmt A9 gegebenenfalls den sicheren Pass in die Füße an und legt zurück; A10 hält die andere Passoption offen, A7 bleibt für den Seitenwechsel erreichbar. Falls D1 A8 massiv unter Druck setzt, hat Ballkontrolle und Rück- oder Querpass Vorrang vor einem riskanten Tiefenzuspiel. Entscheidend ist nicht ein vorgegebener Laufpfeil, sondern die passende Reaktion auf D2 und den Zeitpunkt der tatsächlichen Ballabgabe. Bei drohendem Abseits erfolgt der Start später oder seitlich. Diese Lösung ist ein mögliches, kein garantiertes Spielszenario.
Bewertungsraster für den Modellfall: Pro Kriterium 0 Punkte = fehlt oder fachlich falsch, 1 Punkt = teilweise nachvollziehbar, 2 Punkte = schlüssig und situationsgerecht. Höchstens 12 Punkte.
| Kriterium | 2-Punkte-Leistung |
|---|---|
| Raumwahrnehmung | Ballort, Deckungsschatten und freie Zone korrekt identifiziert |
| Timing | Start mit Passbereitschaft und möglicher Abseitslinie begründet |
| Alternativen | Antwort auf mitgehenden und stehenbleibenden D2 nachvollziehbar |
| Zusammenspiel | Neun, Zehn und Flügel öffnen verschiedene Räume |
| Sicherheit | Kontaktarme Ausführung, Pausen und Spielabbruch bei Beschwerden berücksichtigt |
| Reflexion | Erfolg und Misserfolg anhand beobachtbarer Kriterien erklärt |
Auswertung: 10–12 Punkte = sicherer Transfer; 7–9 = weitgehend gelungen; 4–6 = mit Hilfestellung weiterüben; 0–3 = Grundlagen anhand der Schemata wiederholen. Die Bewertung bezieht sich auf Entscheidungen und begründete Beobachtung, nicht auf körperliche Schnelligkeit.
Coaching und Rückmeldung
Beobachte ein kurzes Spiel ohne Veröffentlichung personenbezogener Aufnahmen: Was war der Auslöser? Welche Person profitierte? Welche Alternative gab es? Lasse die Spielenden zuerst selbst erklären, dann Partnerfeedback geben und zuletzt mit dem Coach vergleichen. Die Trainingsempfehlungen des DFB betonen Freude, Intensität und Wiederholung, aber nicht erzwungene Maximalbelastungen; geeignete kleine Spielformen und sichere, fixierte Tore sind wesentlich. Für Kinder sollte das Kopfballspiel kein Trainingsschwerpunkt sein. Eine Lehrkraft oder ein verantwortlicher Coach prüft den Aufbau und passt ihn an alle Teilnehmenden an.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Was beschreibt einen sinnvollen Laufweg ohne Ball am besten? (Eine Bewegung die passend zum Ballort eine Anspieloption oder Raum für andere schafft) (!Jeder möglichst lange Sprint unabhängig vom Ball) (!Ein Lauf genau dorthin wo schon zwei Mitspieler stehen) (!Ein dauerndes Warten auf der Torlinie)
Warum kann eine Neun kurz entgegenkommen bevor sie in die Tiefe startet? (Um den Verteidiger zu einer Reaktion zu bewegen und anschließend Raum zu nutzen) (!Weil die Abseitsregel nur bei langsamen Läufen gilt) (!Weil jede Täuschung automatisch ein Tor verursacht) (!Um grundsätzlich jeden Ballkontakt zu vermeiden)
Was ist ein typisches Zeichen für einen möglichen Tiefenpass? (Die ballführende Person hat Blick und Körperstellung für ein Zuspiel geöffnet) (!Der Ball liegt noch unbewegt am eigenen Eckpunkt) (!Alle Anspielwege werden von Verteidigern blockiert) (!Die angreifende Person blickt nur zum Boden)
Welche Wirkung kann ein Locklauf ohne eigenen Ballkontakt haben? (Er kann einen Verteidiger mitziehen und Raum für eine andere Person öffnen) (!Er beendet automatisch den Angriff) (!Er ist nach den Fußballregeln verboten) (!Er zählt grundsätzlich als Abseitsvergehen)
Was bedeutet Vororientierung im Angriff? (Vor dem Lauf Ball Mitspieler Gegner und freie Räume wahrzunehmen) (!Erst nach dem Torschuss nach hinten zu schauen) (!Ohne Blick nach oben loszulaufen) (!Nur die eigene Rückennummer zu beachten)
Wann wird die Abseitsstellung bei einem Pass eines Mitspielers beurteilt? (Im Moment der Ballabgabe oder Berührung durch den Mitspieler) (!Erst wenn die angreifende Person den Ball ins Tor schießt) (!Immer genau fünf Sekunden nach dem Zuspiel) (!Schon allein beim Anpfiff des Spiels)
Welche Kombination erleichtert unterschiedliche Passwege? (Eine Neun startet tief und eine Zehn bietet sich zwischen den Linien an) (!Alle Angreifer laufen gleichzeitig zum selben Hütchen) (!Der Flügel rückt immer zur ballführenden Person) (!Alle bleiben unabhängig vom Spiel auf einer Linie stehen)
Welche Beobachtung zeigt einen gelungenen Lauf auch ohne Ballkontakt? (Ein Verteidiger wird gebunden und die Mitspielerin erhält eine freie Passlinie) (!Die Läuferin ist während der ganzen Szene außer Sicht) (!Die Läuferin läuft nur möglichst viele Meter) (!Die Mannschaft unterbricht deshalb jedes Mal das Spiel)
Was ist bei einer Übung mit jüngeren Kindern besonders sinnvoll? (Kleine sichere Spielformen mit vielen Beteiligungen und ohne Kopfballpflicht) (!Erzwungene Kopfballduelle in jedem Durchgang) (!Möglichst lange Wartezeiten an einer Station) (!Sprints bis zur maximalen Erschöpfung)
Was ist eine gute Alternative wenn der Tiefenlauf gedeckt ist? (Einen sicheren Ablagepass Seitenwechsel oder neuen Winkel wählen) (!Den Ball ohne Blickkontakt in dieselbe Lücke schlagen) (!Einen Gegner absichtlich rempeln) (!Die gesicherte Spielfläche verlassen)
Memory
Ordne die Fachbegriffe der eindeutigen Wirkung zu.
| Tiefenlauf | Bewegung in einen Raum hinter der letzten gegnerischen Linie |
| Lauffinte | Kurze angetäuschte Bewegung vor dem Richtungswechsel |
| Deckungsschatten | Bereich hinter einem Gegner ohne direkte Passlinie |
| Locklauf | Bewegung die einen Verteidiger für andere mitzieht |
| Halbraum | Zone zwischen der Mitte und dem äußeren Flügel |
| Vororientierung | Blick auf Ball Gegner und Räume vor dem eigentlichen Start |
Drag-and-drop
Ordne jeder Situation die passende Entscheidung zu.
| Passende Entscheidung | Beobachtete Situation |
|---|---|
| Schräg aus dem Deckungsschatten lösen | Der Verteidiger verdeckt die direkte Passlinie |
| Kurzes Entgegenkommen anbieten | Die Passgeberin steht unter Druck und braucht eine Ablage |
| Tief starten nach Blickkontakt | Die Passgeberin hat freie Sicht auf den Raum hinter der Kette |
| Ballfernen Rückraum besetzen | Eine Mitspielerin dribbelt außen bis nahe an die Grundlinie |
| Gegengleich bewegen | Eine zweite Angriffsperson läuft bereits in die zentrale Tiefe |
Kreuzworträtsel
Trage die sechs Fachwörter ein.
| Raum | Platz auf dem Spielfeld der sinnvoll genutzt werden kann |
| Timing | Abstimmung des Startzeitpunkts mit dem Zuspiel |
| Ablage | Kurzer Pass zurück oder seitlich nach einer Ballannahme |
| Flügel | Seitlicher Angriffsbereich nahe der Außenlinie |
| Finte | Angetäuschte Bewegung zur Täuschung der Verteidigung |
| Tiefe | Spielfeldrichtung hin zum gegnerischen Tor |
LearningApps
Externe Such- und Übungsangebote zum Thema; erst nach schulischer Freigabe öffnen. Ohne Freigabe lassen sich Memory und Zuordnung oben vollständig nutzen.
Lückentext
Offene Aufgaben
Wähle eine Niveaustufe und arbeite möglichst zu zweit. Verwende für Personenbeispiele erfundene Rollen statt personenbezogener Aufnahmen. Für jede Aufgabe stehen darunter Lösungskriterien.
Leicht
- Freilaufen: Zeichne ein kleines Spielfeld mit einem Ballführer und einer Neun. Markiere einen freien Passweg und erkläre ihn in zwei Sätzen.
- Fußballpositionen: Ordne den Rollen Neun, Zehn und Flügel jeweils eine typische Angriffsaufgabe zu und erkläre, warum die Rollen wechseln können.
- Lauffinte: Führe mit Partnerin oder Partner eine langsame Bewegung erst entgegen und dann diagonal weg vor, ohne Körperkontakt. Beschreibe den Effekt.
- Beobachtung: Schaue bei einem kleinen Spiel drei Aktionen ohne Ball an und notiere je Ballort, Bewegung und mögliche Passoption.
Standard
- Spielanalyse: Zeichne Schema B für eine Verteidigung, die der Neun nicht folgt, neu und begründe eine passende Ablage.
- Fußballtaktik: Entwickle eine Zwei-gegen-eins-Situation mit zwei unterschiedlichen Passoptionen und sicheren Laufkorridoren.
- Abseitsregel: Erkläre an zwei selbst gezeichneten Standbildern den Unterschied zwischen möglicher Abseitsstellung und strafbarem Eingreifen.
- Trainingsplanung: Passe Trainingskarte 2 an eine Gruppe mit unterschiedlichen Vorerfahrungen an und protokolliere drei Beobachtungskriterien.
Schwer
- Mannschaftstaktik: Vergleiche Tiefenlauf, Locklauf und gegengleiche Bewegung gegen eine aufgerückte und eine tief stehende Abwehr.
- Taktiktafel: Entwirf eine dreiphasige Angriffsfolge für eine Neun, eine Zehn und einen Flügel gegen drei Verteidigende mit mindestens zwei Alternativen.
- Lernvideo: Analysiere das verlinkte Unisport-Video oder ersatzweise die Bildfolge des Kurses und unterscheide Sichtbares von Interpretation.
- Trainingsauswertung: Entwickle einen Beobachtungsbogen zu Timing, Raumgewinn, Zusammenarbeit und Sicherheit, teste ihn an einer fiktiven Szene und begründe Verbesserungen.
Lösungen und Bewertungshinweise zu allen zwölf Aufgaben
| Aufgabe | Nachvollziehbare Lösung beziehungsweise Kriterien |
|---|---|
| Leicht 1 | Ballführer sieht Neun außerhalb des Deckungsschattens; Pfeil zeigt in offene Zone; zwei Sätze nennen Passwinkel und Startmoment |
| Leicht 2 | Neun bedroht Tiefe, Zehn verbindet Linien, Flügel hält Breite; Rollen sind situationsabhängig |
| Leicht 3 | Kurze Gegenbewegung verändert die Orientierung des Verteidigers; langsames Vormachen ohne Kontakt genügt |
| Leicht 4 | Zu jeder Beobachtung liegen Ballort, Weg und neue Option vor; auch nicht angespielte Läufe zählen |
| Standard 5 | Bei stehenbleibendem D2 kommt A9 in die Füße und legt ab; A10 bietet Anschluss, statt blind tief zu starten |
| Standard 6 | Zwei klar getrennte Laufwege und eine freie Balllinie; keine kreuzenden Zusammenstöße |
| Standard 7 | Stellung beim Passzeitpunkt prüfen; strafbar wird sie erst bei regelrelevanter aktiver Beteiligung |
| Standard 8 | Feld vergrößern oder Abwehr passiv setzen; Kriterien: Schulterblick, Startsignal, getrennte Wege |
| Schwer 9 | Gegen hohe Linie häufiger Tiefe nach Timing; gegen tiefe Linie eher Rückraum, Ablagen und Lockbewegungen |
| Schwer 10 | Drei Zeitpunkte mit Reaktion der Verteidigung, zwei Passalternativen und Abseitsprüfung |
| Schwer 11 | Sichtbar sind Positionen und Bewegungen; Absichten bleiben hypothetisch, sofern nicht belegt |
| Schwer 12 | Beobachtungsbogen mit operationalisierten Merkmalen und begründeter Übungsänderung statt nur Torzählung |
Selbsteinschätzung: Eine Lösung ist besonders gut, wenn sie eine konkrete Spielsituation, mindestens eine Alternative und eine nachvollziehbare Sicherheitsentscheidung enthält. Zeichnungen müssen fachlich verständlich sein, nicht künstlerisch perfekt.


Lernkontrolle
- Raumgewinn: Eine Neun zieht einen Innenverteidiger seitlich weg, erhält aber keinen Pass. Erkläre, wann dies dennoch eine erfolgreiche Aktion ist.
- Passfenster: A8 hat den Ball, A9 startet früh in den Rücken der Abwehr und A10 steht frei vor der Kette. Vergleiche zwei mögliche Entscheidungen.
- Abseitsregel: Beurteile, warum die Blickrichtung der Neun allein keine Abseitsentscheidung ermöglicht, und nenne den maßgeblichen Zeitpunkt.
- Coaching: In einer Gruppe laufen alle zum Ball. Entwickle zwei konkrete Anpassungen, die mehr Beteiligung und freie Räume erzeugen.
- Differenzierung: Übertrage ein Vier-gegen-drei auf eine Anfängergruppe im Alter von zehn bis dreizehn Jahren, ohne das Lernziel Raumgewinn aufzugeben.
- Transfer: Beschreibe anhand eines fiktiven Spiels, wie du das Zusammenspiel von Neun, Zehn und Flügel beobachtest und nach einem Fehler veränderst.
Musterlösungen zur Lernkontrolle
| Prüfung | Erwartungshorizont |
|---|---|
| Raumgewinn | Der Verteidiger folgt und öffnet eine Passlinie für eine andere Person; der indirekte Nutzen ist beobachtbar |
| Passfenster | Früher Lauf kann im Abseits enden; A10 anspielen oder Ball sichern; A9 erst passend zur Abgabe starten lassen |
| Abseitsregel | Ballposition, vorletzter Gegenspieler und Zeitpunkt der Ballberührung durch Mitspieler sind relevant; Blickrichtung allein nicht |
| Coaching | Breitenzonen markieren und neutrale Anspielperson ergänzen; dann beobachten, ob mehr unterschiedliche Optionen entstehen |
| Differenzierung | Größeres Feld, passive Verteidigung und mehr Entscheidungszeit; weder Kopfballdruck noch Maximalsprints |
| Transfer | Ballort, Gegenspielerbewegung, Auslöser, Passentscheidung und sicherere Alternative mit konkreter Folgemaßnahme erklären |
Bewertungsvorschlag: Je Aufgabe 0 bis 3 Punkte für nachvollziehbare Analyse, passende Entscheidung und begründeten Transfer, insgesamt höchstens 18 Punkte.
Lernnachweis
Als Lernnachweis gestaltest du eine anonymisierte Taktikkarte mit drei Zeitpunkten, führst eine passende sichere Spielform durch oder simulierst sie am Tisch und reichst einen kurzen Reflexionstext ein. Dein Produkt enthält: Ausgangslage und Positionen; Pfeile oder tabellarische Laufwege; Startsignal und mögliche Abseitsgefahr; zwei Anschlussoptionen; mindestens drei Beobachtungsmerkmale; eine altersgerechte Erleichterung sowie eine Sicherheitsentscheidung. Ein 60- bis 90-sekündiger mündlicher Kommentar ist alternativ zu einer schriftlichen Erklärung möglich. Keine Aufzeichnung echter Minderjähriger erforderlich.
Nachweisstufen: Grundlagen = einen freien Raum und eine Option erkennen; Anwendung = Bewegung und Passzeitpunkt begründen; Transfer = unter veränderter Verteidigung begründet umplanen. Rückmeldung erfolgt als Selbstbewertung, Partnerfeedback und Coach-Rückmeldung. Bewerte Laufintelligenz und Kooperation, nicht Körperkraft oder persönliche Bestzeiten.
OER und Wikipedia
Fachgrundlagen und Sicherheit: DFB-Akademie: Das Spiel im Blick (positionsspezifische Freilaufbewegungen und Vororientierung); DFB: Trainingsphilosophie Deutschland (Freude, altersgerechte Spielformen und Wiederholung); DFB: Kinderfußball; DFB: Kopfballspiel und Kinder-Empfehlungen; UEFA: Freilaufen und freier Raum; FIFA Training Centre: Bewegungen ohne Ball bei Angriffstransitionen. Fachseiten dienen als Quellen und Anregungen; ihre Inhalte wurden nicht als OER übernommen. Regeländerungen sind anhand der jeweils aktuellen IFAB-Ausgabe zu überprüfen.
Wikipedia-Artikel zur Position Stürmer (deutsch, gesonderte externe Einbettung):
Mediennachweise (Stand der Quellenprüfung: 03.11.2026): Die genaue Dateibezeichnung in jeder Zeile entspricht der eingebundenen Wikimedia-Commons-Datei. Lizenzverweise betreffen die jeweils ausgewiesene Datei, nicht den gesamten externen Internetauftritt. Textalternativen stehen zusätzlich unmittelbar am Medium.
| Medium und Commons-Dateiseite beziehungsweise Videoseite | Urheber und Datum | Lizenz oder Einbettungsgrund | Textalternative und Verwendung |
|---|---|---|---|
| File:Soccer field - positions.svg – Commons-Dateiseite | Nuno Tavares; 10.03.2006, technische Beschneidung 23.02.2026 | CC BY-SA 2.5 | Spielfeld mit Positionsverteilung; Einführung in Angriffspositionen |
| File:Football pitch.svg – Commons-Dateiseite | Maurizio; 10.08.2019 | CC BY-SA 4.0 | Leeres Feld zum Erkennen von Zonen |
| File:780px-Long-through.PNG – Commons-Dateiseite | Tiresais, aufgebaut auf älteren Spielfeldelementen; Commons-Fassung 12.07.2007 | CC BY-SA 3.0 | Pfeilschema für einen Steilpass in freien Raum |
| File:FIFA Women's World Cup 2019 Final - Alex Morgan with ball in penalty area (1).jpg – Commons-Dateiseite | Holly Cheng; 07.07.2019 | CC BY-SA 4.0 | Historische Spielsituation mit Alex Morgan gegen Stefanie van der Gragt; keine Aussage zu unsichtbaren Laufwegen |
| File:FIFA World Cup 2010 Argentina vs Germany - Thomas Müller opening goal.gif – Commons-Dateiseite | Zunaid; Spiel 03.07.2010, Upload 05.07.2010 | CC BY-SA 3.0 | Sieben Bilder einer historischen Torsequenz mit Thomas Müller; Animation |
| YouTube OYBEvyy4ZdY – Videoseite | Unisport; 15.09.2023 | Einbettung per originalem YouTube-Player und nach Medienfreigabe; keine offene Nachnutzungslizenz behauptet | Englische Demonstration von Bewegung und Anspielbarkeit ohne Ball; alternativ das eigene Schema B |
| YouTube ZZ_sPoix0_U – Videoseite | Pelota Academy, Training mit Dennis te Braak; 29.07.2025 | Einbettung per originalem YouTube-Player und nach Medienfreigabe; keine offene Nachnutzungslizenz behauptet | Spielnahe Trainingssequenz zur Bewegung in die Tiefe; alternativ Trainingskarte 3 |
OER-Hinweis: Die eigenen textbasierten Schemata, Aufgaben, fiktiven Rollenbeispiele und Musterlösungen dieses Kurses sind als neu verfasstes Lernmaterial zur offenen didaktischen Weiterarbeit vorgesehen. Für eine Veröffentlichung oder Bearbeitung einzelner Commons-Dateien gelten weiterhin die jeweils verlinkten Urheber- und Lizenzbedingungen. Drittvideos bleiben Drittmaterial, keine OER. Bei fehlender Medienfreigabe stehen alle Erklärungen, Schemata und Aufgaben ohne Trackingvideo zur Verfügung; verlässliche andere Trainingsanimationen werden nicht nur zur Erhöhung der Medienzahl erfunden.
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Neue Fußballwelt: Dieser Kurs ist eigenständig für den Lernbereich Fußball/Fußballtraining verfasst. Historische ältere MOOCwiki-Fußballkurse werden weder übernommen noch als Bestandteile der neuen Lernwelt ausgegeben. Weitere Verknüpfungen dienen nur der Orientierung. Freie Grundangebote bleiben kostenlos.
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