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Spielanleitungen - Textsorten Deutsch

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Spielanleitungen - Textsorten Deutsch



Spielanleitungen - Textsorten Deutsch


Einleitung

Eine Spielanleitung erklärt ein Spiel. Sie sagt: Was brauchst Du? Was ist das Ziel? Wie wird gespielt? Wann endet das Spiel?

Eine Spielanleitung ist ein Gebrauchstext und ein Sachtext. Sie muss klar, kurz und vollständig sein.


Lernziele

Du kannst nach diesem aiMOOC:

  1. Spielanleitungen erkennen.
  2. wichtige Teile einer Spielanleitung nennen.
  3. Regeln in der richtigen Reihenfolge schreiben.
  4. klare Sätze im Präsens oder Imperativ bilden.
  5. eine eigene Spielanleitung prüfen und verbessern.


Die Textsorte Spielanleitung

Eine Spielanleitung hilft anderen Menschen beim Spielen. Die Leserinnen und Leser sollen das Spiel verstehen, ohne nachfragen zu müssen.


Die wichtigsten Teile

  1. Name des Spiels: Wie heißt das Spiel?
  2. Spielidee: Worum geht es?
  3. Spielerzahl: Wie viele Personen spielen?
  4. Material: Was wird gebraucht?
  5. Spielziel: Wie kann man gewinnen?
  6. Vorbereitung: Was geschieht vor dem Start?
  7. Spielablauf: Was passiert in einem Zug?
  8. Spielende: Wann ist das Spiel vorbei?


Material genau nennen

Nenne alle Teile. Schreibe auch die Anzahl auf.

Beispiel: ein Würfel, vier Spielfiguren, ein Spielplan und 20 Karten.


Regeln in einer klaren Reihenfolge

Nutze passende Wörter:

  1. zuerst
  2. danach
  3. dann
  4. zum Schluss

Jeder Schritt kommt an die richtige Stelle. Ein Schritt darf nicht fehlen.


Klare Sprache

Schreibe kurze Sätze. Nutze genaue Verben.

Gut: Würfle einmal. Ziehe Deine Figur drei Felder vor.

Nicht gut: Dann machst Du das Ding irgendwie weiter.

Bleibe bei einer Anrede. Nutze zum Beispiel immer Du oder immer die spielende Person.


Präsens und Imperativ

Spielanleitungen stehen meist im Präsens. Häufig passt der Imperativ.

  1. Präsens: Du ziehst eine Karte.
  2. Imperativ: Ziehe eine Karte.

Nutze eine Form möglichst einheitlich.


Bilder und Zeichen

Bilder können den Aufbau zeigen. Pfeile können eine Bewegung erklären. Bilder ersetzen aber keine wichtige Regel.


Beispiel: Würfeljagd

Spielerzahl: 2 bis 4 Personen

Material: ein Würfel, Papier und Stift

Spielziel: Wer zuerst 20 Punkte hat, gewinnt.

Vorbereitung: Schreibe alle Namen auf. Jede Person beginnt mit null Punkten.

Spielablauf: Würfle einmal. Zähle die Augenzahl zu Deinen Punkten. Bei einer Sechs darfst Du noch einmal würfeln. Danach ist die nächste Person an der Reihe.

Spielende: Das Spiel endet, sobald eine Person 20 Punkte erreicht.


Eine Spielanleitung planen

Nutze diese Reihenfolge:

  1. Spiel auswählen oder erfinden.
  2. Spiel selbst ausprobieren.
  3. Material und Ziel notieren.
  4. Vorbereitung erklären.
  5. Regeln Schritt für Schritt schreiben.
  6. Spielende nennen.
  7. Text von anderen testen lassen.
  8. Fehler verbessern.


Eine Spielanleitung prüfen

Frage eine Testperson. Sie liest nur Deinen Text und spielt danach.

Prüfe:

  1. Sind alle Materialien genannt?
  2. Ist das Ziel klar?
  3. Stimmt die Reihenfolge?
  4. Sind die Sätze kurz?
  5. Fehlt eine Regel?
  6. Ist das Spielende erklärt?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die Hauptaufgabe einer Spielanleitung? (Sie erklärt, wie ein Spiel funktioniert.) (!Sie erzählt eine Fantasiegeschichte.) (!Sie wirbt nur für ein Spiel.) (!Sie beschreibt nur das Aussehen der Schachtel.)




Welcher Teil nennt alle benötigten Dinge? (Material) (!Spielende) (!Überschrift) (!Gewinnername)




Was gehört zum Spielziel? (Die Bedingung für den Gewinn) (!Die Farbe des Tisches) (!Der Preis des Spiels) (!Der Name der Schule)




Welche Zeitform passt meist zu einer Spielanleitung? (Präsens) (!Plusquamperfekt) (!Futur zwei) (!Präteritum in jedem Satz)




Welcher Satz ist besonders klar? (Ziehe Deine Figur zwei Felder vor.) (!Mach das Teil irgendwie weiter.) (!Vielleicht passiert dann etwas.) (!Es war einmal eine Figur.)




Was erklärt die Vorbereitung? (Was vor dem Spielstart gemacht wird) (!Wer nach dem Spiel aufräumt) (!Wie die Schachtel gestaltet ist) (!Warum Spiele erfunden wurden)




Welches Wort zeigt eine Reihenfolge? (Danach) (!Vielleicht) (!Schön) (!Laut)




Was muss am Ende der Anleitung stehen? (Wann das Spiel endet) (!Welche Werbung zum Spiel passt) (!Wo das Spiel gekauft wurde) (!Wer den Text abschreibt)




Warum soll eine Testperson die Anleitung lesen? (Sie entdeckt unklare oder fehlende Regeln.) (!Sie soll die Regeln heimlich ändern.) (!Sie soll nur die Bilder zählen.) (!Sie soll den Text auswendig lernen.)




Welche Aussage zu Bildern ist richtig? (Bilder können Regeln veranschaulichen.) (!Bilder machen Regeln immer unnötig.) (!Bilder ersetzen jedes Spielziel.) (!Bilder dürfen nie benutzt werden.)





Memory

Material Benötigte Spielteile
Spielziel Bedingung für den Gewinn
Vorbereitung Schritte vor dem Start
Spielablauf Regeln während des Spiels
Spielende Abschluss des Spiels
Imperativ Aufforderungsform
Testperson Prüft die Verständlichkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Spielname Überschrift
Spielfiguren und Würfel Material
Alle Karten mischen Vorbereitung
Eine Karte ziehen Spielablauf
Zehn Punkte erreichen Spielende




...


Kreuzworträtsel

Material Wie heißt alles, was zum Spielen gebraucht wird?
Spielziel Wie heißt die Bedingung für den Gewinn?
Vorbereitung Wie heißt der Teil vor dem Spielstart?
Spielablauf Wie heißt der Teil mit den Regeln während des Spiels?
Imperativ Wie heißt die Aufforderungsform?
Reihenfolge Was ordnet die Schritte von zuerst bis zuletzt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Spielanleitung ist ein

. Sie nennt zuerst den

. Alle benötigten Dinge stehen beim

. Die Bedingung für den Gewinn heißt

. Vor dem Start erklärt die Anleitung die

. Die Regeln während des Spiels bilden den

. Wörter wie zuerst und danach zeigen die

. Eine Testperson prüft die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Materialliste: Wähle ein bekanntes Spiel. Schreibe alle benötigten Teile mit ihrer Anzahl auf.
  2. Spielziel: Erkläre das Ziel eines Spiels in höchstens zwei kurzen Sätzen.
  3. Imperativ: Formuliere fünf Regeln mit Verben wie „würfle“, „ziehe“ oder „lege“.
  4. Bilderfolge: Zeichne drei Bilder für Vorbereitung, Spielzug und Spielende.


Standard

  1. Spielanleitung überarbeiten: Verbessere eine unklare Anleitung. Ergänze fehlende Regeln und ordne die Schritte.
  2. Erklärvideo: Nimm ein kurzes Video auf. Erkläre darin ein einfaches Spiel in klarer Reihenfolge.
  3. Partnerarbeit: Schreibe eine Anleitung. Eine andere Person spielt nur nach Deinem Text und gibt Rückmeldung.
  4. Eigenes Kartenspiel: Erfinde ein kleines Kartenspiel und verfasse eine vollständige Anleitung.


Schwer

  1. Brettspiel entwickeln: Plane Spielplan, Material, Ziel, Regeln und Ende. Gestalte alles selbst.
  2. Adressatenbezug: Schreibe dieselbe Spielanleitung einmal für Kinder und einmal für Erwachsene. Vergleiche die Sprache.
  3. Regelvarianten: Entwickle eine leichte und eine schwierige Variante eines Spiels. Erkläre die Unterschiede.
  4. Qualitätsprüfung: Erstelle einen Prüfbogen. Teste damit drei Spielanleitungen und begründe Deine Bewertung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Unklare Regel verbessern: Erkläre, warum der Satz „Mach dann einfach weiter“ ungeeignet ist. Formuliere eine klare Regel.
  2. Reihenfolge begründen: Ordne die Teile Material, Spielziel, Vorbereitung, Spielablauf und Spielende. Begründe Deine Ordnung.
  3. Fehleranalyse: Eine Anleitung nennt kein Spielende. Beschreibe, welches Problem beim Spielen entstehen kann.
  4. Adressatenbezug: Ein Kind versteht das Wort „Aktionsmechanismus“ nicht. Ersetze es passend und erkläre Deine Wahl.
  5. Praxistest: Plane einen Test, mit dem Du prüfen kannst, ob eine neue Spielanleitung vollständig ist.
  6. Transfer: Vergleiche eine Spielanleitung mit einem Kochrezept. Nenne zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:

  1. Du erkennst die Spielanleitung als Textsorte.
  2. Du kennst ihre wichtigen Teile.
  3. Du schreibst Regeln vollständig und in sinnvoller Reihenfolge.
  4. Du nutzt kurze, klare Sätze.
  5. Du verwendest genaue Verben und eine einheitliche Anrede.
  6. Du prüfst Deinen Text mit einer Testperson.
  7. Du kannst Rückmeldungen nutzen und den Text verbessern.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Eine Spielanleitung verbindet sachliches Schreiben, genaues Lesen, Planen, Erklären und Prüfen.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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