Realismus - Literatur verstehen
Einleitung
Realismus - Literatur verstehen
Zielgruppe: Klasse 9–10 | Fach: Deutsch
Der literarische Realismus zeigt das Leben der Menschen. Im Mittelpunkt stehen Alltag, Familie, Arbeit und gesellschaftliche Regeln.
Wichtig: Literatur bildet die Wirklichkeit nicht einfach ab. Schriftstellerinnen und Schriftsteller wählen Ereignisse aus und gestalten sie mit Sprache.
Du lernst vier wichtige Gestaltungsmittel kennen: Erzählauswahl, Erzählperspektive, Ironie und Gesellschaftskritik.
Video: „Die Literatur im Realismus“, musstewissen Deutsch / funk.
Deine Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- wichtige Merkmale des literarischen Realismus erklären.
- erkennen, wie ein Erzähler Informationen auswählt.
- unterschiedliche Erzählperspektiven untersuchen.
- Ironie und Gesellschaftskritik an Beispielen erklären.
- Deine Aussagen durch Textbelege begründen.
Recherche-Start: Deutsche Digitale Bibliothek – Realismus und Literatur. Dort findest Du historische Quellen und Literaturhinweise. Nicht jeder Treffer ist frei nutzbar.
Was ist literarischer Realismus?
Der Realismus entwickelte sich im 19. Jahrhundert. Für die deutschsprachige Literaturepoche werden häufig die Jahre 1848 bis etwa 1890 genannt. Die Grenzen sind nicht genau festgelegt.
Wichtige Themen waren die Folgen der Industrialisierung, das Leben des Bürgertums und soziale Unterschiede.
Realistische Literatur zeigt glaubwürdige Menschen und Situationen. Sie macht daraus aber eine gestaltete Geschichte.

Berlin 1888. Foto: Friedrich Albert Schwartz, gemeinfrei. Wikimedia Commons
Bildfrage: Was zeigt die Fotografie? Was erfährst Du nicht über das Leben der abgebildeten Menschen?
Adolph von Menzel: „Das Eisenwalzwerk“, 1872–1875. Gemeinfrei. Wikimedia Commons
Das Gemälde zeigt schwere Industriearbeit. Menzel hat Personen, Licht und Bildausschnitt bewusst angeordnet. Auch Literatur gestaltet ihre Darstellung.
Merksatz: Realismus bedeutet nicht, alles zu zeigen. Entscheidend ist, was ausgewählt und wie es erzählt wird.
Video: „Die Epoche des Realismus & ihre Merkmale“, Studienkreis.
Vier wichtige Gestaltungsmittel
Erzählauswahl
Eine Geschichte kann nicht jedes Ereignis zeigen. Deshalb werden einzelne Beobachtungen, Gespräche und Konflikte ausgewählt.
Wichtig ist auch, was ausgelassen wird.
Beispiel: Eine Erzählung beschreibt eine teure Wohnung, aber nicht die Armut vor der Haustür. Diese Auswahl beeinflusst unseren Blick.

Historische Pferdefotografien von Eadweard Muybridge, erstmals 1887 veröffentlicht; Animation: Waugsberg, 2006. Auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet. Wikimedia Commons
Die Animation besteht aus ausgewählten Einzelbildern. Auch eine Erzählung baut aus ausgewählten Momenten einen Zusammenhang auf. Achtung: Dies ist ein Vergleich zur Gestaltung, kein Beispiel literarischen Realismus.
Denkfrage: Welche zwei Momente aus einem Schultag würdest Du für eine spannende Geschichte auswählen?
Erzählperspektive
Der Erzähler ist die Stimme im Text. Er ist nicht automatisch mit der wirklichen Autorin oder dem wirklichen Autor identisch.
Die Erzählperspektive bestimmt, was wir über Personen und Ereignisse erfahren.
Außensicht: „Mira öffnete die Tür. Drei Gäste sahen sie an.“
Personale Innensicht: „Mira öffnete die Tür. Sie hatte Angst, dass alle über sie lachten.“
Auktorialer Überblick: „Mira wusste nicht, dass die Gäste eine Überraschung vorbereitet hatten.“
Alle drei Beispiele sind eigens formulierte Übungssätze, keine historischen Literaturzitate.
Ein personaler Erzähler folgt häufig der Wahrnehmung einer Figur. Ein auktorialer Erzähler kann zusätzliches Wissen geben oder kommentieren. Eine neutrale Erzählsituation zeigt vor allem äußerlich Beobachtbares.
Merksatz: Wer erzählt, entscheidet mit, wie Du eine Figur beurteilst.
Video: „Erzählperspektiven – Merkmale und Unterscheidungen“, schoolseasy.
Ironie
Bei Ironie unterscheiden sich das Gesagte und das Gemeinte. Ironie kann auch entstehen, wenn eine Erzählung Widersprüche zwischen Worten und Verhalten erkennen lässt.
Übungsbeispiel: „Wie freundlich!“, dachte Mira, nachdem ihr jemand die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte.
Der Satz bedeutet nicht, dass Mira den anderen Menschen wirklich freundlich findet.
Frage: Welche Wörter zeigen Dir den Widerspruch?
Gesellschaftskritik
Im literarischen Realismus geht es oft um Geld, Ansehen, Herkunft und gesellschaftliche Erwartungen.
Figuren müssen manchmal zwischen ihren Wünschen und den Regeln ihrer Umgebung entscheiden.
Die Kritik wird nicht immer offen ausgesprochen. Häufig erkennen wir sie erst an den Folgen für die Figuren.
Leitfrage: Welche Regel bestimmt das Verhalten der Menschen? Wem hilft sie und wem schadet sie?
Wichtige Autorinnen, Autoren und Werke
Theodor Fontane
Theodor Fontane (1819–1898) gehört zu den wichtigsten Autoren des deutschen Realismus.
In Effi Briest gerät eine junge Frau zwischen persönliche Wünsche und gesellschaftliche Pflichten. Der Roman erschien 1894–1895 zunächst in einer Zeitschrift. Die erste Buchausgabe erschien 1895 mit der Jahreszahl 1896.

Theodor Fontane um 1860. Fotograf unbekannt, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Titelblatt der ersten Buchausgabe von „Effi Briest“. Aufnahme: H.-P. Haack, als gemeinfrei freigegeben. Wikimedia Commons
Lernpunkt: Fontane zeigt gesellschaftliche Regeln durch Gespräche, Figurenverhalten und erzählerische Distanz. Auch Ironie spielt in seinen Romanen eine wichtige Rolle.
Video: „Effi Briest to go“, Sommers Weltliteratur to go. Die vereinfachte, humorvolle Bearbeitung ersetzt nicht den Originalroman.
Theodor Storm
Theodor Storm (1817–1888) schrieb die Novelle Der Schimmelreiter (1888).
Darin steht Hauke Haien im Mittelpunkt. Er möchte den Küstenschutz verbessern. Dabei entstehen Konflikte mit anderen Menschen.
Theodor Storm, Aufnahme von 1886. Fotograf nicht angegeben, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Titelblatt der Erstausgabe, 1888. Aufnahme: H.-P. Haack; Commons kennzeichnet die Wiedergabe als gemeinfrei. Wikimedia Commons
Lernpunkt: Die Novelle enthält mehrere Erzählebenen. Durch diese Rahmenerzählung wird wichtig, wer eine Geschichte berichtet und wie glaubwürdig sie erscheint.
Gottfried Keller
Gottfried Keller (1819–1890) war ein Schweizer Schriftsteller.
Seine Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe (1856) erzählt von einer Liebe, die durch Streit um Land und die Konflikte der Familien zerstört wird.

Gottfried Keller um 1860. Fotograf nicht angegeben, gemeinfrei. Wikimedia Commons
Lernpunkt: Keller verbindet persönliche Schicksale mit gesellschaftlichen Problemen.
Marie von Ebner-Eschenbach
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Schriftstellerin.
In ihrem Roman Das Gemeindekind (1887) geht es um Vorurteile, Erziehung und den schwierigen Lebensweg eines ausgegrenzten Jungen.

Marie von Ebner-Eschenbach 1901. Foto: Ludwig Grillich, gemeinfrei. Wikimedia Commons
Lernpunkt: Literatur kann zeigen, wie Vorurteile das Leben eines Menschen beeinflussen.
Hörstation: Literatur erleben
Hier kannst Du zwei Balladen von Theodor Fontane anhören. Die Aufnahmen ergänzen den Unterricht. Sie sind keine Beispiele für alle Erzählformen des Realismus.
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Text: Theodor Fontane. Sprecher: Frank Schulenburg. Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5, unverändert eingebunden.
Hörauftrag: Achte darauf, welche Eigenschaften des Herrn von Ribbeck hervorgehoben werden. Welches Bild entsteht von ihm?
John Maynard
Text: Theodor Fontane. Sprecher: Felix, LibriVox; Aufnahme als gemeinfrei freigegeben. Wikimedia Commons
Hörauftrag: Welche Momente erzeugen Spannung? Was erfahren wir über John Maynard, und was bleibt offen?
So untersuchst Du einen realistischen Text
Nutze diese drei Fragen:
- Was wird gezeigt? Beschreibe Personen, Orte und Konflikte.
- Wie wird erzählt? Prüfe Auswahl, Perspektive und Ironie.
- Welche Wirkung entsteht? Erkläre, wie das Erzählen Deine Sicht verändert.
Begründungsformel: Beobachtung + Textbeleg + Wirkung.
Beispiel: „Die Erzählung zeigt nur Miras Gedanken. Dadurch verstehen wir ihre Angst, kennen aber die Sicht der Gäste nicht.“
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – leicht: Unterstreiche zuerst Wörter, die Gefühle oder Gedanken zeigen.
Hilfe 2 – mittel: Frage Dich, was nur diese Figur wissen kann.
Hilfe 3 – vertieft: Erkläre, wie sich Deine Meinung ändern könnte, wenn eine andere Figur erzählt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Lernpunkt 1: Epoche und Wirklichkeit
Was bedeutet literarischer Realismus? (Künstlerisch gestaltete Wirklichkeit) (!Wiedergabe aller Ereignisse ohne Auswahl) (!Ausschließlich fantastische Geschichten) (!Verzicht auf jede erzählte Handlung)
Für welchen Zeitraum wird die deutschsprachige Literaturepoche häufig angesetzt? (Etwa 1848 bis 1890) (!Etwa 1500 bis 1550) (!Etwa 1700 bis 1750) (!Etwa 1950 bis 2000)
Lernpunkt 2: Erzählauswahl
Warum wählen Autorinnen und Autoren bestimmte Einzelheiten aus? (Um die Wahrnehmung der Geschichte zu gestalten) (!Um jede Deutung zu verhindern) (!Um ausschließlich wahre Ereignisse aufzuzählen) (!Um alle gesellschaftlichen Themen auszuschließen)
Was ist der Erzähler einer Geschichte? (Die erzählende Stimme innerhalb des Textes) (!Immer die wirkliche Autorin oder der wirkliche Autor) (!Immer die wichtigste Nebenfigur) (!Der Verlag des Buches)
Lernpunkt 3: Perspektive
Was kennzeichnet häufig personales Erzählen? (Die Wahrnehmung ist an eine Figur gebunden) (!Der Erzähler kennt immer alle zukünftigen Ereignisse) (!Es werden grundsätzlich keine Gedanken gezeigt) (!Die Handlung besteht nur aus wörtlicher Rede)
Was kann ein auktorialer Erzähler tun? (Ereignisse kommentieren und zusätzliches Wissen vermitteln) (!Nur Geräusche aufzeichnen) (!Ausschließlich in Gedichten sprechen) (!Niemals etwas über Figuren wissen)
Lernpunkt 4: Ironie und Gesellschaft
Woran erkennst Du Ironie? (An einem Unterschied zwischen Gesagtem und Gemeintem) (!An einer besonders langen Ortsbeschreibung) (!An jeder Verwendung der Vergangenheitsform) (!An der Anzahl der Figuren)
Wie kann realistische Literatur Gesellschaftskritik zeigen? (Durch die Folgen gesellschaftlicher Regeln für Figuren) (!Nur durch direkte politische Reden) (!Nur durch erfundene Zauberkräfte) (!Durch den Verzicht auf Konflikte)
Lernpunkt 5: Werke und Medienkompetenz
Welches Werk schrieb Theodor Storm? (Der Schimmelreiter) (!Effi Briest) (!Das Gemeindekind) (!Romeo und Julia auf dem Dorfe)
Was musst Du bei einem Fund in einer digitalen Bibliothek prüfen? (Die Nutzungsrechte des konkreten Objekts) (!Nur die Anzahl der Suchergebnisse) (!Nur die Schriftgröße der Webseite) (!Nur das Erscheinungsbild der Vorschau)
Memory
Ordne jedem Begriff die passende Erklärung zu.
| Poetischer Realismus | Künstlerisch gestalteter Alltag |
| Erzählauswahl | Bewusst ausgewählte Einzelheiten |
| Erzählperspektive | Blickwinkel auf die Handlung |
| Ironie | Unterschied zwischen Gesagtem und Gemeintem |
| Gesellschaftskritik | Hinterfragen sozialer Regeln |
| Rahmenerzählung | Geschichte innerhalb einer weiteren Erzählung |
Drag and Drop
Verbinde jedes Gestaltungsmittel mit seiner Funktion.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Personale Perspektive | Wahrnehmung einer bestimmten Figur |
| Auktoriale Perspektive | Überblick und Erzählerkommentar |
| Erzählauswahl | Hervorhebung einzelner Ereignisse |
| Ironie | Abstand zwischen Worten und Bedeutung |
| Gesellschaftskritik | Hinterfragen sozialer Normen |
| Rahmenerzählung | Vermittlung einer Geschichte durch weitere Erzählebenen |
Kreuzworträtsel
| REALISMUS | Welche Literaturepoche stellt den gestalteten Alltag in den Mittelpunkt? |
| FONTANE | Wer schrieb den Roman Effi Briest? |
| STORM | Wer schrieb die Novelle Der Schimmelreiter? |
| NOVELLE | Wie heißt eine kürzere erzählende Prosagattung? |
| IRONIE | Welches Stilmittel lässt Gesagtes und Gemeintes auseinanderfallen? |
| PERSPEKTIVE | Welcher Begriff bezeichnet den Blickwinkel einer Erzählung? |
LearningApps
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Lückentext
Offene Aufgaben
Diese Aufgaben haben keine automatische Bewertung. Besprich Deine Ergebnisse mit einer Lernpartnerin, einem Lernpartner oder Deiner Lehrkraft.
Leicht
- Bilddetektive: Betrachte das historische Berlin-Foto. Notiere drei sichtbare Einzelheiten und eine Frage, die das Foto nicht beantwortet.
- Blickwinkel: Schreibe drei Sätze über eine Person, die ein Zimmer betritt. Formuliere sie zuerst als Außensicht, dann als Innensicht.
- Ironie entdecken: Denke Dir eine Alltagssituation aus, in der jemand etwas anderes meint, als die Worte zunächst sagen.
- Genau zuhören: Höre einen kurzen Teil der Ballade „Herr von Ribbeck“. Notiere, wie die Hauptfigur dargestellt wird.
Standard
- Bild und Erzählung: Vergleiche das Berlin-Foto und Menzels Gemälde. Welche Aspekte des Lebens zeigen die Bilder? Was wird jeweils betont?
- Figuren verstehen: Erkläre an Effi Briest, wie Erwartungen der Gesellschaft persönliche Entscheidungen beeinflussen können.
- Perspektivwechsel: Erzähle dieselbe kurze Alltagsszene aus der Sicht von zwei verschiedenen Personen. Vergleiche ihre Wahrnehmungen.
- Quellenrecherche: Suche ein historisches Dokument zum Realismus. Notiere Titel, Herkunft, Datierung und Nutzungsbedingungen.
Schwer
- Analyseprojekt: Untersuche einen kurzen Originaltext aus dem Realismus. Erkläre an zwei Textbelegen, wie Perspektive und Auswahl wirken.
- Regeln damals und heute: Vergleiche eine gesellschaftliche Erwartung aus einem realistischen Werk mit einer heutigen Situation. Begründe Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Glaubwürdigkeit untersuchen: Erkläre an Der Schimmelreiter, warum verschiedene Erzählebenen Zweifel oder Spannung erzeugen können.
- Digitale Ausstellung: Stelle eine kleine kommentierte Sammlung aus drei bereits vorhandenen, rechtmäßig nutzbaren Quellen zusammen. Erkläre bei jeder Quelle die Auswahl, den Inhalt und die Rechte.


Lernkontrolle
Bearbeite die Aufgaben schriftlich. Begründe Deine Aussagen. Es erfolgt keine automatische Bewertung.
- Wirklichkeit gestalten: Zwei Geschichten berichten über dasselbe Ereignis, wählen aber unterschiedliche Einzelheiten. Erkläre, warum ihre Aussagen verschieden wirken können.
- Perspektivwechsel erklären: Eine Figur wirkt unsympathisch. Beschreibe, wie eine andere Erzählperspektive Deine Einschätzung ändern könnte.
- Widersprüche analysieren: Eine Figur spricht freundlich, verhält sich aber ungerecht. Erkläre, wie daraus Ironie und Kritik entstehen können.
- Konflikte übertragen: Eine Person muss zwischen eigenen Wünschen und gesellschaftlichem Ansehen entscheiden. Vergleiche diese Situation mit einem heutigen Beispiel.
- Quellen bewerten: Ein historisches Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens. Erkläre, welche Schlussfolgerungen erlaubt sind und welche weiteren Quellen Du brauchst.
- Gestaltung begründen: Erkläre anhand eines konkreten Werkes, warum realistische Literatur nicht einfach ein Abbild der Wirklichkeit ist.
Lernnachweis
Zeige, dass Du die Zusammenhänge verstanden hast. Ein guter Lernnachweis umfasst:
- Grundwissen: Du erklärst Realismus, Erzählauswahl, Erzählperspektive und Ironie in eigenen Worten.
- Analyse: Du untersuchst einen kurzen Text und belegst mindestens zwei Beobachtungen.
- Wirkung: Du erklärst, wie erzählerische Mittel die Wahrnehmung der Lesenden verändern.
- Gesellschaft: Du beschreibst einen Konflikt zwischen persönlichen Wünschen und sozialen Erwartungen.
- Transfer: Du vergleichst eine historische Situation mit einem passenden heutigen Beispiel.
- Reflexion: Du unterscheidest Beobachtungen, Deutungen und nicht belegte Vermutungen.
Bewertungshilfe: Achte auf sachliche Richtigkeit, passende Textbelege, verständliche Begründungen und eine nachvollziehbare eigene Deutung.
Quellen und Medienrechte
Sachquellen:
- Deutsche Digitale Bibliothek – Rechercheeinstieg Realismus und Literatur
- Wikipedia – Realismus in der Literatur
- Fontane Online – Effi Briest und die Veröffentlichungsdaten
- Wikipedia – Der Schimmelreiter
- Wikipedia – Das Gemeindekind
Bildrechte und Namensnennung: Die eingebundenen Commons-Bilder und historischen Dokumente wurden anhand ihrer Dateiseiten ausgewählt. Die Bildunterschriften nennen die bekannten Urheber und den dort angegebenen Gemeinfreiheitsstatus. Jede Dateiseite enthält weitere Herkunfts- und Rechteinformationen.
Audio: Die Lesung von Frank Schulenburg steht unter CC BY-SA 2.5 und wird mit Sprecher, Lizenz und Quelle genannt. Die LibriVox-Aufnahme von „John Maynard“ ist laut Dateiseite gemeinfrei.
Animation: Die historischen Fotografien von Eadweard Muybridge und ihre Animation durch Waugsberg sind auf der Commons-Dateiseite als gemeinfrei gekennzeichnet.
YouTube: Die vier Videos sind Originalveröffentlichungen ihrer jeweiligen Anbieter. Sie werden verlinkt beziehungsweise eingebettet, nicht als freie Medien zur Weiterverbreitung angeboten. Die Urheberrechte verbleiben bei den Rechteinhabern. Beim Abspielen können Daten an YouTube übertragen werden.
Wichtig: Ein Suchergebnis in der Deutschen Digitalen Bibliothek ist nicht automatisch gemeinfrei oder offen lizenziert. Prüfe vor jeder Weiterverwendung den Rechtsstatus und die Nutzungshinweise des einzelnen Objekts. Auch bei Wikimedia Commons gelten die Angaben der jeweiligen Dateiseite.
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OERs zum Thema
Wikipedia: Realismus (Literatur)
Weitere frei zugängliche Quellen:
- Wikisource – Theodor Fontane
- Wikisource – Theodor Storm
- Wikimedia Commons – Theodor Fontane
- Wikimedia Commons – Theodor Storm
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