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Radikalisierung und Terror sachlich einordnen - Geschichte Klasse 7 bis 8

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Radikalisierung und Terror sachlich einordnen - Geschichte Klasse 7 bis 8

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Einleitung

Radikalisierung und Terror sachlich einordnen - Geschichte Klasse 7 bis 8

Kurzbeschreibung: Untersuche Bedrohungswahrnehmung, Macht und Gewalt mit nichtgrafischen Materialien. Lerne, zwischen Erklärung und Rechtfertigung zu unterscheiden.

Zielgruppe: Geschichte, Klasse 7–8. Alle Lernenden arbeiten mit denselben historischen Beispielen. Die Aufgaben sind für Fö, G, M und E differenziert.

Leitfrage: Warum setzen Menschen oder Machthaber Angst und Gewalt ein – und welche gewaltfreien Wege gibt es?

Die ausgewählten Bilder zeigen keine Gewaltszenen. Die Videos sollen vor dem Einsatz von einer Lehrkraft gesichtet werden.


Dein Lernweg

  1. Erkennen: Lerne wichtige Begriffe kennen.
  2. Einordnen: Untersuche historische Beispiele.
  3. Prüfen: Unterscheide Beobachtung, Deutung und Urteil.
  4. Handeln: Bearbeite Aufgaben und verbessere Deine Antworten.

Fö – einfach erklärt: Manche Menschen wollen ihre Ziele mit Gewalt erreichen. Andere Menschen protestieren ohne Gewalt. Das ist nicht dasselbe. Jeder Mensch hat Rechte. Schau Dir die Bilder an und nutze die Hilfen.

Wichtig: Du musst keine belastenden Bilder ansehen und keine Gewaltszenen nachspielen. Sprich mit Deiner Lehrkraft, wenn Dich ein Thema beschäftigt.


Begriffe verstehen

Radikalisierung bedeutet: Überzeugungen verändern sich, oft Schritt für Schritt. Nicht jede radikale Meinung führt zu Gewalt.

Terrorismus bedeutet hier: Nichtstaatliche Täter wenden Gewalt an oder drohen damit, um Angst zu verbreiten und politische Ziele durchzusetzen. Die genaue Abgrenzung wird in der Wissenschaft diskutiert.

Staatsterror bedeutet: Machthaber oder staatliche Stellen setzen schwere Gewalt und Einschüchterung gegen Menschen ein.

Bedrohungswahrnehmung ist das Gefühl, in Gefahr zu sein. Ob die Gefahr tatsächlich besteht, muss anhand von Belegen geprüft werden.

Rechtsstaat bedeutet: Auch der Staat ist an Gesetze und Menschenrechte gebunden.

Protest ist öffentlicher Widerspruch. Friedlicher Protest ist kein Terrorismus.

Merksatz: Wir können die Ursachen einer Tat erklären, ohne die Tat zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

Niemand darf allein aufgrund seiner Herkunft, Religion oder politischen Meinung für die Taten anderer verantwortlich gemacht werden.

Fachliche Grundlagen: Bundeszentrale für politische Bildung: Radikalisierung und Terrorismus.


Video: Wie entsteht Radikalisierung?

Moderne Erklärung – keine historische Originalquelle:

Reflect Your Past – MrWissen2go erklärt Radikalisierung

Dauer: etwa 7 Minuten.

Beobachtungsauftrag: Welche Einflüsse auf Radikalisierungsprozesse nennt das Video?

Denkauftrag: Warum führt eine schwierige Erfahrung nicht automatisch zu Gewalt?

Textalternative: Radikalisierung ist ein Prozess. Persönliche Erfahrungen, soziale Beziehungen und politische Vorstellungen können zusammenwirken. Die Entwicklung verläuft nicht bei allen Menschen gleich. Umdenken und Ausstieg sind möglich.

Quelle und Rechte: Endemol Shine Beyond Germany GmbH für die Bundeszentrale für politische Bildung, 2019. CC BY-NC-ND 4.0. Nutze vorhandene Untertitel oder die Textalternative.


Historische Spuren


Frankreich: Menschenrechte und Schreckensherrschaft

1789 forderten Revolutionäre in Frankreich Menschenrechte und politische Mitsprache.

In den Jahren 1793–1794 verfolgten führende Revolutionäre tatsächliche und vermeintliche Gegner mit staatlicher Gewalt. Diese Phase heißt Terrorherrschaft.

Die Idee der Freiheit ist nicht dasselbe wie die Gewalt der Schreckensherrschaft.

Zeitgenössisches gemaltes Blatt mit der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, umgeben von Symbolen

Bildquelle 1 – zeitgenössische Darstellung, kein Foto: Gemälde von Jean-Jacques-François Le Barbier, nach August 1789. Original im Musée Carnavalet / Paris Musées. Wikimedia Commons. Lizenz: CC0.

Beobachtung: Welche Schrift und Symbole erkennst Du?

Deutung: Welche Vorstellungen von Freiheit und Rechten werden gezeigt?

Urteil: Beweist das Gemälde, dass damals alle Menschen gleiche Rechte besaßen? Begründe.

Gemaltes Brustbild des französischen Politikers Maximilien Robespierre um 1790

Bildquelle 2 – zeitgenössisches Porträt: Maximilien de Robespierre, anonymer Künstler, um 1790. Musée Carnavalet / Paris Musées. Wikimedia Commons. Lizenz: CC0.

Beobachtung: Beschreibe Kleidung und Haltung.

Denkauftrag: Kannst Du am Aussehen erkennen, wie Robespierre später politisch handelte? Erkläre, weshalb weitere Quellen notwendig sind.

Museum: Deutsches Historisches Museum: Revolution und Terreur.


Deutschland 1933–1945: Staatsterror

Die Nationalsozialisten zerstörten die Demokratie.

Gestapo und SS verfolgten Menschen. Staatlicher Terror gehörte zur NS-Diktatur. Die nationalsozialistische Herrschaft verübte auch den Holocaust, den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden.

Die NS-Verbrechen haben einen besonderen historischen Zusammenhang und dürfen nicht mit allen anderen Beispielen gleichgesetzt werden.

Reihen grauer Betonstelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin

Bildquelle 3 – modernes Erinnerungsfoto, keine Tatortaufnahme: Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Foto: Jorge Royan, 2007. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0.

Beobachtung: Welche Formen siehst Du?

Deutung: Warum errichten Menschen Gedenkorte?

Urteil: Warum reicht ein heutiges Foto nicht aus, um die historischen Verbrechen vollständig zu erklären?

Museum: Deutsches Historisches Museum: Terror und Verfolgung im NS-Regime.


1949: Schutz durch das Grundgesetz

Nach der NS-Diktatur wurde 1949 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet.

Artikel 1 beginnt mit den Worten:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Auch staatliche Macht hat Grenzen.

Erste Druckfassung von Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes von 1949 mit dem Satz über die Menschenwürde

Bildquelle 4 – Originalquelle als Scan: Artikel 1, Bundesgesetzblatt vom 23. Mai 1949. Urheber: Parlamentarischer Rat. Wikimedia Commons. Lizenz: Gemeinfrei nach Paragraf 5 Urheberrechtsgesetz.

Quellenauftrag: Lies den ersten Satz. Welche Grenze setzt er der Macht des Staates?

Fö-Bildhilfe: Dokument = eine Regel. Gedenksteine = Erinnerung.

Video – moderne Erklärung (ca. 8 Minuten):

Beobachtungsauftrag: Notiere eine Aussage des Videos zur Menschenwürde.

Denkauftrag: Vergleiche sie mit dem Originaldokument von 1949. Was bleibt gleich?

Textalternative: Jeder Mensch besitzt Würde, unabhängig von Herkunft, Meinung oder Leistung. Der Staat muss diese Würde achten und schützen.

Videoquelle und Rechte: „MENSCHENWÜRDE – Warum ist sie unantastbar?“, Abdelkratie, Prime Productions / Bundeszentrale für politische Bildung, 2020. Offizielle bpb-Fassung, CC BY-NC-ND 4.0. Der offizielle YouTube-Upload wird nur eingebettet, nicht kopiert oder bearbeitet. Aktiviere verfügbare Untertitel oder nutze die Textalternative.


1972 und 1977: Terrorismus in der Bundesrepublik

1972 töteten Terroristen beim Münchner Olympia-Attentat elf israelische Sportler und einen deutschen Polizisten.

1977 ermordete die RAF, eine linksterroristische Gruppe, mehrere Menschen. Sie versuchte, den Staat mit Gewalt unter Druck zu setzen.

Moderner Gedenkpavillon im Münchner Olympiapark zur Erinnerung an die Opfer des Attentats von 1972

Bildquelle 5 – modernes Erinnerungsfoto: Erinnerungsort Olympia-Attentat München. Foto: Katja Brenner, 2017. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Beobachtung: Welche Hinweise auf Erinnerung erkennst Du?

Deutung: Wem gilt das Gedenken?

Denkauftrag: Was kannst Du über das Ereignis nicht allein aus dem Foto erfahren?

Steinerner Gedenkstein in Karlsruhe mit den Namen Siegfried Buback, Georg Wurster und Wolfgang Göbel sowie dem Datum 7. April 1977

Bildquelle 6 – modernes Erinnerungsfoto: Gedenkstein für Siegfried Buback, Georg Wurster und Wolfgang Göbel. Foto: Klaus-Dieter Keller, 2007. Wikimedia Commons. Lizenz: Gemeinfrei durch Freigabe des Fotografen.

Beobachtung: Lies die Namen und das Datum.

Deutung: Warum sollten die Opfer im Mittelpunkt der Erinnerung stehen?

Urteil: Kannst Du aus einem Gedenkstein die Motivation der Täter sicher ableiten?

Museum: Haus der Geschichte: RAF und Deutscher Herbst.

Wichtiger Unterschied: Die RAF war eine nichtstaatliche Terrorgruppe. Die staatliche NS-Verfolgung war organisierter Terror einer Diktatur.


1989: Gewaltfreier Protest verändert Geschichte

In der Friedlichen Revolution forderten Menschen in der DDR 1989 Freiheit und Demokratie.

Viele demonstrierten friedlich, obwohl staatliche Repression drohte. Friedlicher Protest darf nicht mit Terrorismus gleichgesetzt werden.

Historische Aufnahme einer großen Menschenmenge auf einer Montagsdemonstration in Leipzig am 27. November 1989

Bildquelle 7 – historische Fotoquelle: Leipziger Montagsdemonstration vom 27. November 1989. Bundesarchiv, Bild 183-1989-1127-033 / Friedrich Gahlbeck. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE.

Beobachtung: Was tun die Menschen auf dem Foto?

Deutung: Welche Ziele könnten sie verfolgt haben? Überprüfe Deine Vermutung mit einer historischen Quelle.

Urteil: Warum ist es wichtig, friedlichen Protest von Gewalt zu unterscheiden?

Video – moderne Erklärung (ca. 7 Minuten):

Videoauftrag: Nenne zwei Möglichkeiten, friedlich zu protestieren. Erkläre, warum diese für die Demokratie wichtig sind.

Textalternative: Bürgerinnen und Bürger können öffentlich ihre Meinung äußern, demonstrieren oder Petitionen unterstützen. Grundrechte schützen die friedliche politische Beteiligung.

Videoquelle und Rechte: „WIDERSTAND UND PROTEST – Zeigt eure Meinung!“, Abdelkratie, Prime Productions / Bundeszentrale für politische Bildung, 2020. Offizielle bpb-Fassung, CC BY-NC-ND 4.0. Der YouTube-Upload wird nur eingebettet. Vorhandene Untertitel oder die Textalternative nutzen.

Historische Einordnung: Bundesstiftung Aufarbeitung: Die Friedliche Revolution in einfacher Sprache.


2001: Terror und Erinnerung

Am 11. September 2001 verübte das Terrornetzwerk Al-Qaida Anschläge in den USA. Viele Menschen starben.

Wir verwenden bewusst kein Bild der Gewalt, sondern einen Erinnerungsort.

Ruhiges Wasserbecken des National September 11 Memorial in New York als Ort der Erinnerung

Bildquelle 8 – modernes Erinnerungsfoto: National September 11 Memorial in New York. Foto: Christian David, 17. April 2026. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Beobachtung: Was siehst Du?

Deutung: Warum werden solche Erinnerungsorte geschaffen?

Urteil: Vergleiche die Wirkung der Gedenkorte in München und New York.

Museum und Fakten: 9/11 Memorial & Museum: altersgerechte Informationen (englisch) und bpb: Terroranschläge vom 11. September 2001.


Zeitstrahl und Perspektiven

Text-Zeitleiste – redaktionelle Übersicht, keine Originalquelle und keine erfundene Rekonstruktion:

Zeit Ereignis Was wird deutlich?
1789 Französische Menschenrechtserklärung Rechte als Ziel
1793–1794 Jakobinische Terrorherrschaft Staatliche Gewalt trotz Freiheitsidealen
1933–1945 NS-Diktatur Staatsterror, Verfolgung und Holocaust
1949 Grundgesetz Menschenwürde und Grenzen staatlicher Macht
1972 Olympia-Attentat München Nichtstaatlicher Terrorismus
1977 RAF-Terror Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele
1989 Friedliche Revolution in der DDR Friedlicher Protest
2001 Terroranschläge in den USA Internationale Folgen und Erinnerung

Erklärungsmodell – keine historische Originalquelle:

Wahrgenommene Bedrohung, Gruppendruck und Feindbilder können zur Radikalisierung beitragen. Sie führen nicht zwangsläufig zu Gewalt. Viele Menschen wählen friedliche Wege.

Dieses Modell erklärt nicht das Verhalten jeder einzelnen Person. Es hilft lediglich, Fragen zu stellen.

Drei unterschiedliche Perspektiven:

  1. Betroffene: Sie wollen geschützt und gehört werden.
  2. Staatliche Stellen: Sie müssen Menschen schützen und dabei Recht und Grundrechte beachten.
  3. Medien: Sie informieren, wählen aber Bilder und Worte aus, die unsere Wahrnehmung beeinflussen.

Die Behauptungen von Tätern sind keine Rechtfertigung ihrer Gewalt.


Deine Quellenbrille: Drei Schritte

  1. Beobachtung: Was steht oder erscheint tatsächlich im Material?
  2. Deutung: Was könnte es bedeuten? Was sagt eine zweite Quelle?
  3. Urteil: Was bewertest Du anhand von Menschenrechten und Belegen?

Beispiel:

Beobachtung: Auf einem Gedenkstein stehen drei Namen.

Deutung: Die Inschrift erinnert an ermordete Menschen.

Urteil: Die Tötung der Menschen verletzte ihre grundlegenden Rechte.

Ein Gedenkstein allein erklärt nicht die Ursachen und den gesamten Ablauf eines Ereignisses.


Ein Kurs – vier Lernniveaus

Niveau Dein Auftrag am selben Material Gestufte Hilfe
Fö Zeige auf einen Text, eine Person oder einen Gedenkstein. Formuliere einen kurzen Satz. Bildhilfe: Menschenmenge = Versammlung. Steine mit Namen = Gedenken. Gesetzesseite = Recht. Satzanfang: „Ich sehe ...“
G Beschreibe ein Bild mit Ort, Zeit und einem Beleg aus der Bildquelle. Suche in der Bildunterschrift nach Datum, Ort und Urheber. Satzanfang: „Die Quelle zeigt ...“
M Vergleiche zwei Ereignisse und erkläre einen Zusammenhang. Prüfe: Wer handelt? Welche Ziele gibt es? Friedlicher Protest oder Gewalt?
E Untersuche Perspektiven und Grenzen zweier Quellen und formuliere ein begründetes Urteil. Prüfe: Wer hat die Quelle wann und warum geschaffen? Welche Informationen fehlen?

Hilfekarte 1: Lies die Überschrift und die Bildbeschreibung.

Hilfekarte 2: Markiere „sichtbar“ und „vermutet“ in verschiedenen Farben.

Hilfekarte 3: Suche eine weitere Quelle bei einem Museum, Archiv oder einer Bildungsinstitution.

Begründete Rückmeldung: Eine Beobachtung darf keine Vermutung als Tatsache darstellen. Eine Deutung benötigt Hintergrundwissen. Ein historisches Urteil benötigt einen Maßstab und Belege.

Erneuter Versuch: Fehlt etwas? Verbessere Deine Antwort. Verwende dann ein zweites Bild und wiederhole die drei Schritte.

Barrierearm arbeiten: Alle Bilder haben Alternativtexte und schriftliche Beschreibungen. Zu den Videos gibt es Textalternativen. Du kannst statt eines Videos den Text lesen. Nach Absprache mit der Lehrkraft kannst Du Antworten diktieren.

Zusätzliche nicht überprüfte Audio- oder Animationsdateien werden nicht eingebaut. Stattdessen helfen vorhandene Commons-Bilder und ihre Beschreibungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du Terrorismus in dieser Lerneinheit? (Politische Gewalt wird eingesetzt, um Angst zu verbreiten) (!Alle Menschen äußern unterschiedliche Meinungen) (!Menschen stimmen friedlich bei einer Wahl ab) (!Ein Museum erinnert an vergangene Ereignisse)




Welche Aussage zur Radikalisierung stimmt? (Radikale Einstellungen führen nicht zwangsläufig zu Gewalt) (!Jede Kritik an der Regierung ist Terrorismus) (!Alle Menschen radikalisieren sich gleich) (!Eine einzelne Ursache erklärt jeden Fall)




Was ist das Gemälde zur Menschenrechtserklärung von 1789? (Eine zeitgenössische bildliche Darstellung) (!Ein Foto einer Demonstration von 1989) (!Ein Film aus dem Jahr 2001) (!Eine heutige Augenzeugenaufnahme)




Was geschah während der französischen Terrorherrschaft? (Vermeintliche Gegner wurden staatlich verfolgt) (!Das Grundgesetz wurde beschlossen) (!Die Montagsdemonstrationen begannen) (!Das Olympische Gedenken wurde eröffnet)




Was kennzeichnet den NS-Staatsterror? (Staatliche Macht wurde zur systematischen Verfolgung eingesetzt) (!Alle staatlichen Handlungen waren demokratisch kontrolliert) (!Es ging ausschließlich um friedlichen Protest) (!Er war ein Teil der Friedlichen Revolution)




Was schützt Artikel 1 des Grundgesetzes besonders? (Die Würde jedes Menschen) (!Die alleinige Macht einer Partei) (!Das Recht von Terrorgruppen auf Gewalt) (!Die Abschaffung unabhängiger Gerichte)




Woran erinnert der Gedenkort im Münchner Olympiapark? (An die Opfer des Olympia-Attentats von 1972) (!An die Französische Revolution von 1789) (!An die Verabschiedung des Grundgesetzes) (!An die Montagsdemonstration von 1989)




Was war die RAF? (Eine nichtstaatliche terroristische Gruppe) (!Ein demokratisches Verfassungsgericht) (!Eine friedliche Leipziger Bürgerbewegung) (!Eine französische Menschenrechtserklärung)




Was zeigen die Montagsdemonstrationen von 1989? (Friedlicher Protest kann politischen Wandel bewirken) (!Jeder Protest ist eine Form von Terrorismus) (!Eine Menschenmenge beweist immer Gewalt) (!Die DDR war bereits 1949 wiedervereinigt)




Was macht ein begründetes historisches Urteil aus? (Einen klaren Maßstab und überprüfbare Belege) (!Eine Vermutung ohne Quellenprüfung) (!Das Aussehen einer Person allein) (!Die Meinung der lautesten Gruppe)




Rückmeldung: Überprüfe bei falschen Antworten die Unterschiede Meinung – friedlicher Protest – Gewalt und Bildbeobachtung – historische Erklärung. Lies die passenden Abschnitte und versuche das Quiz nochmals.


Memory

Radikalisierung schrittweise Veränderung von Überzeugungen
Terrorismus politische Gewalt zur Verbreitung von Angst
Staatsterror Unterdrückung durch Machthaber
Primärquelle Zeugnis aus der untersuchten Zeit
Gedenkort Ort des Erinnerns an Betroffene
Rechtsstaat auch die Staatsmacht ist an Gesetze gebunden
Gewaltenteilung Verteilung staatlicher Macht auf verschiedene Organe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Historischer Zusammenhang
Französische Revolution Erklärung der Menschenrechte
Nationalsozialistische Diktatur Systematische staatliche Verfolgung
Bundesrepublik Deutschland Schutz der Menschenwürde im Grundgesetz
Rote Armee Fraktion Linksterrorismus im Deutschen Herbst
Friedliche Revolution Gewaltfreier Protest in Leipzig





Kreuzworträtsel

Robespierre Welcher französische Politiker war an der Schreckensherrschaft beteiligt?
Gestapo Wie hieß die Geheime Staatspolizei im NS-Regime mit einem Wort?
Grundgesetz Wie heißt die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland?
Leipzig In welcher Stadt fanden 1989 bekannte Montagsdemonstrationen statt?
Menschenwürde Welcher Grundwert steht am Anfang des Grundgesetzes?
Gedenkstein Wie nennt man einen Stein zum Erinnern an Opfer?





LearningApps

Hinweis: Das Suchfenster kann fremde Lernspiele anzeigen. Prüfe die Quellen, die Altersangemessenheit und die Richtigkeit, bevor Du eine Anwendung verwendest.


Lückentext

Vervollständige jeden Satz. Pro Satz fehlt ein Wort.
Die schrittweise Veränderung politischer Überzeugungen heißt

.
Das absichtliche Verbreiten politischer Angst durch Gewalt nennen wir

.
Ein Gefühl von Gefahr heißt

.
Die Phase schwerer staatlicher Verfolgung in Frankreich heißt

.
Der Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden heißt

.
Die Verfassung der Bundesrepublik heißt

.
Ein wichtiger Schutzwert ist die

.
Die Terrorgruppe des Deutschen Herbstes hieß kurz

.
Im Jahr 1989 demonstrierten viele Menschen friedlich in

.
Eine Aufnahme aus der untersuchten Zeit ist eine historische

.
Die Erklärung eines Gewaltverbrechens ist keine

.
Wer eine Aussage prüft, sucht nach einem

.




Rückmeldung und zweiter Versuch

Prüfregel: Hast Du eine Ansicht mit einer Tat verwechselt, lies erneut die Begriffe. Hast Du ein modernes Gedenkfoto für eine historische Tatortaufnahme gehalten, prüfe das Datum. Hast Du ein Urteil ohne Beleg geschrieben, ergänze eine Quelle.

Zweiter Versuch: Wähle ein anderes Bild. Formuliere erneut einen Beobachtungs-, einen Deutungs- und einen Urteilssatz. Vergleiche Deine Antwort mit der Prüfregel.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Fö – Wähle eines der acht Bilder. Zeige und benenne drei sichtbare Dinge. Nutze „Ich sehe ...“.
  2. Menschenrechte: Fö/G – Gestalte drei kurze Sätze oder Bildwortkarten dazu, warum jeder Mensch Rechte hat.
  3. Zeitstrahl: G – Ordne drei der genannten Ereignisse zeitlich und sage, welches vor und welches nach dem Grundgesetz liegt.
  4. Gedenkkultur: Fö/G – Gestalte eine ruhige, respektvolle Textkarte für einen Erinnerungsort. Verwende keine Gewaltdarstellung.


Standard

  1. Quellenkritik: G/M – Vergleiche die Bildquellen von 1789 und 1949. Erkläre den Unterschied zwischen einem Gemälde und einem Gesetzestext.
  2. Friedliche Revolution: M – Führe ein kurzes Interview mit einer sachkundigen Person über friedlichen Protest. Kennzeichne echte Aussagen und erfinde keine Zeitzeugenzitate.
  3. Rechtsstaat: M – Erstelle ein Erklärplakat zur Frage, welche Grenzen die Menschenwürde staatlicher Macht setzt.
  4. Medienkompetenz: G/M – Untersuche eine Überschrift über ein historisches Ereignis. Markiere belegte Fakten und ungeprüfte Deutungen.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: E – Vergleiche Opfergedenken, staatliche Reaktionen und journalistische Berichterstattung. Trenne die Perspektiven.
  2. Ursachenanalyse: E – Prüfe mithilfe zweier seriöser Quellen, wie Bedrohungsgefühle und Feindbilder Gewalt begünstigen können, ohne sie zu entschuldigen.
  3. Vergleichende Geschichte: M/E – Vergleiche die französische Terrorherrschaft mit dem RAF-Terror. Erkläre den Unterschied zwischen staatlicher und nichtstaatlicher Gewalt und die Grenzen des Vergleichs.
  4. Ausstellung: E – Plane eine kleine Ausstellung mit drei Commons-Bildern, Alternativtexten, Urhebern, Lizenzen, Beobachtungsfragen und einem begründeten Urteil.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Ein Mitschüler sagt: „Wer sich über Politik aufregt, wird später gewalttätig.“ Widerlege diese Verallgemeinerung mit einer Begründung und einem Beispiel.
  2. Quellenvergleich: Erkläre, weshalb ein heutiges Gedenkfoto andere Fragen beantwortet als ein Originaldokument aus der Ereigniszeit.
  3. Demokratie: Eine Gruppe fordert politische Veränderungen. Entwickle zwei friedliche Handlungsmöglichkeiten und begründe, weshalb diese zu den Grundrechten passen.
  4. Historisches Urteil: Erkläre am Beispiel des NS-Regimes, warum Gewalt durch Machthaber besonders gefährlich wird, wenn demokratische Kontrolle und Grundrechte fehlen.
  5. Perspektiven: Vergleiche den Blick von Betroffenen und staatlichen Stellen auf einen Terroranschlag. Benenne Gemeinsamkeiten und offene Fragen.
  6. Begründetes Urteil: Beurteile die Aussage „Der Zweck heiligt die Mittel“ anhand von Menschenwürde, Gewalt und einem historischen Fall.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis enthält:

  1. Eine korrekte Erklärung von Radikalisierung, Terrorismus, Staatsterror und Rechtsstaat.
  2. Drei zeitlich richtig eingeordnete historische Ereignisse und eine begründete Unterscheidung.
  3. Eine Quellenanalyse mit Urheber, Datum, Quellenart, Beobachtung und Grenzen.
  4. Eine getrennte Deutung und ein Urteil mit überprüfbarem Beleg.
  5. Eine verständliche Begründung, weshalb die Erklärung von Ursachen keine Rechtfertigung für Gewalt ist.
  6. Einen verbesserten zweiten Versuch nach einer Rückmeldung.


OERs zum Thema

Weiterführende, seriöse Bildungsangebote:

  1. Deutsches Historisches Museum: Französische Revolution
  2. Deutsches Historisches Museum: NS-Terror
  3. Haus der Geschichte: RAF
  4. Bundesstiftung Aufarbeitung: Einfache Sprache
  5. Bundeszentrale für politische Bildung: Radikalisierung
  6. 9/11 Memorial & Museum: Young Learners

Wikipedia als ergänzende, kritisch zu prüfende Übersicht:

Weitere Begriffe: Terrorismus und Terrorherrschaft.

Medienrecht und Barrierefreiheit:

Die acht Abbildungen stammen ausschließlich aus bereits vorhandenen Wikimedia-Commons-Dateien. Links zur Originaldatei, Urheberangaben und Lizenzen stehen direkt unter den Bildern.

Die YouTube-Videos stammen von einem offiziellen Bildungsangebot. Die angegebene CC-Lizenz bezieht sich auf die bpb-Fassung. Eine selbstständige Erlaubnis zur Veränderung der YouTube-Uploads wird nicht behauptet.

Zu den Bildern gibt es Alternativtexte, zu den Videos kurze Textalternativen. Falls eine Einbettung technisch blockiert ist, nutze den angegebenen Original-Link und den erklärenden Text.


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