Pressing gemeinsam absichern - Fußballtraining
Einleitung
Wie gelingt Pressing, ohne dass hinter der ersten anlaufenden Person eine gefährliche Lücke entsteht? In diesem kostenlosen, vollständig deutschsprachigen aiMOOC lernst du, Druck auf den Ball mit Kompaktheit, Absicherung, Fußballtaktik und Umschaltspiel zu verbinden. Zielgruppe sind Spielerinnen, Spieler und Coaches ab 14 Jahren, vom Vereinsfußball bis zur fortgeschrittenen Trainingsgruppe. Du analysierst Spielsituationen, entwirfst sichere Spielformen und begründest, wann Anlaufen, Verzögern oder Zurückfallen sinnvoll ist.
Leitfrage: Wer den Ball attackiert, braucht Mitspielende, die den nächsten Pass verhindern, die Tiefe schützen und nach einem überspielten Pressing reagieren. „Alle nach vorne“ ist kein gemeinsames Pressing.

Textalternative zur Grafik: Schematisches Fußballfeld mit Mittellinie, Strafräumen und Toren. Es dient als räumliche Grundlage; es zeigt selbst keine Pressingbewegungen. Quelle: Wikimedia Commons, Henrbjor, 10.05.2014, CC BY-SA 3.0; redaktionelle Einbettung mit Namensnennung, keine Bearbeitung.
Lernziele: Du kannst eine Pressingaktion in erste, zweite und dritte Absicherung unterscheiden, deckst freie Passwege und Tiefenräume auf, entwickelst passende Kommandos, passt Übungen sicher an unterschiedliche Alters- und Erfahrungsstufen an und überprüfst deine Entscheidungen anhand von Beobachtungen. Die Übungen sind Vorschläge für fachlich angeleitete Teams, keine Pflicht zur maximalen Belastung.
Grundlagen: Druck und Kompaktheit zusammen denken
Die drei Aufgaben des verteidigenden Teams
Druck: Die ballnächste Person läuft kontrolliert an, lenkt mit ihrem Anlaufwinkel möglichst in eine vereinbarte Zone und vermeidet ein unkontrolliertes Hineinstürmen. Ziel ist zuerst, Zeit und Optionen zu nehmen, nicht zwingend sofort zu grätschen.
Sicherung: Die zweite Person unterstützt seitlich und leicht hinter der ersten. Sie hält einen überbrückbaren Abstand, schließt den gefährlichen Passweg und kann bei ausgespielter erster Person eingreifen.
Balance: Weitere Teammitglieder besetzen Zentrum, ballferne Räume und die gefährliche Tiefe. Die letzte Linie und gegebenenfalls der Torhüter beziehungsweise die Torhüterin stimmen ihre Positionen auf den Ball, die gegnerischen Laufwege und die eigene Absicherung ab.
Pressing ist eine Mannschaftsentscheidung: Wird vorne angelaufen, müssen die angrenzenden Linien koordiniert nachrücken, während die Tiefe kontrolliert bleibt. Bei einem missglückten Auslöser muss das Team nicht blind weiterjagen, sondern darf verlangsamen und in eine kompakte Form zurückfallen. Eine einzelne sprintende Person erzeugt noch keinen wirksamen Mannschaftsdruck.
Horizontal, vertikal und diagonal kompakt
Horizontal bedeutet, dass die Ballseite verdichtet und das ballferne Einrücken abgestimmt wird. Vertikal heißt, dass sich die Abstände zwischen Sturm, Mittelfeld und Abwehr nicht unnötig öffnen. Diagonal beschreibt die schräge Staffelung der unterstützenden Person hinter dem Druck: Sie deckt einen Pass- oder Dribbelweg, ohne mit der ersten Person auf einer Linie zu stehen.
Freie Räume hinter der ersten Pressinglinie sind kein nebensächlicher Fehler. Ein flacher Pass zwischen die Linien kann den zunächst guten Anlauf entwerten. Entscheidend ist deshalb, ob eine gegnerische Person nach dem Pass aufdrehen und mit Blick zum eigenen Tor beschleunigen kann. Die Mannschaft verteidigt gefährliche Räume, nicht nur direkte Gegenspielende.

Textalternative: Die Grafik zeigt vier Abwehr-, vier Mittelfeld- und zwei Angriffsspielende in einem 4-4-2-Grundschema. Die tatsächlichen Abstände und Laufwege hängen von der Ballposition ab. Urheber der Vorlage: Florian K.; SVG-Überarbeitung McSush, spätere Dateiversion 12.08.2023; Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, als vorhandenes Diagramm eingebettet.
Eigenes Taktikschema A: Druck – Deckung – Tiefe
Die folgende vereinfachte eigene Feldskizze zeigt nicht elf Personen, sondern die Aufgaben einer ballnahen Kette. Oben liegt das gegnerische Tor; „A“ bedeutet angreifendes Team mit Ball, „V“ verteidigendes Team.
| Ballnah links | Zentrum | Ballfern rechts |
|---|---|---|
| A am Flügel mit Ball → V1 lenkt nach außen | V2 schließt den Pass nach innen | V3 rückt nach innen statt außen stehen zu bleiben |
| V4 sichert diagonal hinter V1 | V5 kontrolliert den Raum vor der Abwehr | V6 beobachtet diagonalen Tiefenlauf |
| Verbindungsraum nicht aufgeben | Letzte Linie hält Kontakt und Rückwärtsoption | Ballferne Seite bleibt für Seitenwechsel vorbereitet |
Textalternative und Quelle: Eigenes, für diesen Kurs erstelltes schematisches Tabellenbild ohne fremde Bilddatei, Stand 03.11.2026. Es zeigt die Staffelung von Anlaufen, Passwegsicherung, Zentrumsdeckung und Tiefenschutz; die Nummern sind Rollen, keine festen Positionen. Prüffrage: Was passiert, wenn V2 ebenfalls ohne Absicherung zu A sprintet? Lösung: Der Pass ins Zentrum wird freier; V5 oder die letzte Linie wird isoliert.
Pressingauslöser erkennen und Räume hinter der ersten Linie schützen
Wann greift die Mannschaft gemeinsam an?
Ein Pressingauslöser ist ein wahrnehmbares Signal, auf das sich eine Mannschaft vorbereitet: ein unsauberer erster Kontakt, ein schwer kontrollierbarer Rückpass, ein Pass zur Seitenlinie oder eine ballführende Person mit ungünstiger Körperstellung. Solche Hinweise sind Angebote, keine Automatismen. Die eigene Reststaffelung, gegnerische Anspielstationen und der Abstand zur Abwehr bestimmen, ob Anlaufen vernünftig ist.
Eine einfache Abstimmung für 14- bis 17-Jährige lautet: „Ball außen – vorn lenken, dahinter sichern, Zentrum halten, Tiefe im Blick!“ Hilfreicher als lautes Zurufen ist die eindeutige Zuordnung: Wer löst aus? Wer stellt den Rückpass zu? Wer nimmt den Sechserraum? Wer kommuniziert mit der letzten Linie?
Deckungsschatten und die zweite Welle
Mit einem passenden Anlaufwinkel kann V1 den direkten Pass zur zentralen Anspielstation im Deckungsschatten halten. V2 muss dann nicht dieselbe Bahn laufen, sondern deckt die Anschlussoption oder den Weg hinter V1 ab. Die zweite Welle verschiebt zeitgleich. Besonders gefährlich ist das Gegenteil: V1 pressiert außen, V2 und V3 stürmen ebenfalls zum Ball, während eine gegnerische Person unbedrängt im Zwischenlinienraum wartet.
Video 1 – Textalternative: In „Richard Walker: Pressing from the front“ (Coaches’ Voice, veröffentlicht 12.09.2023, englisch) erklärt ein Coach das gemeinsame Anlaufen und das Halten von Kompaktheit. Beobachte die Rolle der nicht direkt ballnahen Spielenden. Kernaussage ohne Video: Die vorderste Linie kann einen Aufbau lenken, aber die dahinterliegenden Spielenden müssen den zentralen Raum und die Tiefe sichern. Quelle. Urheber/Rechte: Coaches’ Voice; YouTube-Standardeinbettung, keine freie Nachnutzung des Videoinhalts zugesichert, kein Download und keine behauptete Empfehlung.
Risiko: Pass hinter die erste Linie
Im Modell 4-2-3-1 wird die vorderste Vierergruppe häufig als erste Druckzone gesehen. Ein Gegner kann mit einem diagonalen Pass in den Rücken dieser Gruppe oder einem langen Pass hinter die aufgerückte Abwehr reagieren. Die Frage lautet daher nicht nur „Ist der Pass auf den Innenverteidiger zugestellt?“, sondern auch „Kann die nächste gegnerische Person frei nach vorne aufdrehen?“.
Entscheidungsregel: Wenn die Anlaufenden keinen Ballzugriff herstellen und die Gegner bereits einen offenen Pass ins Zentrum besitzen, müssen Mittelfeld und Abwehr die gefährliche Passlinie verkürzen, die Tiefe schützen und gegebenenfalls den Rückzug organisieren. Blindes Nachsetzen vergrößert die Lücke.
Nach Ballverlust umschalten und einen gescheiterten Pressingversuch korrigieren
Drei mögliche Entscheidungen in der Umschaltphase
Sofortiger Druck ist sinnvoll, wenn mehrere ballnahe Spielende Zugriff erhalten und wichtige Anschlusswege geschlossen sind. Verzögern ist besser, wenn sofortige Balleroberung unwahrscheinlich ist, aber die ballführende Person am schnellen Vorwärtsspiel gehindert werden kann. Rückzug und Neuordnung sind notwendig, wenn das Team überspielt wurde, große Abstände bestehen oder der Gegenangriff bereits freie Tiefe hat.
Ein schneller Ballgewinn ist nur dann wertvoll, wenn danach eine sichere Entscheidung folgt: kontrollierter erster Pass in einen freien Raum, Abschluss bei klarer Chance oder Ballbesitz sichern. Das Umschaltziel darf nicht zu riskantem Körperkontakt verleiten.
Video 2 – Textalternative: Das deutschsprachige Video „Peter Hyballa Gegenpressing – Stress erzeugen mit Usain Bolt!“ von IFJ96 (29.11.2023) beschreibt in einer 3-gegen-2-Spielform eine vordere Druckrolle und eine absichernde „Bodyguard“-Rolle. Übertrage die Rollenverteilung, nicht eine Aufforderung zu maximalem Sprinten. Bei Jugendgruppen Belastung dosieren. Originalvideo; Urheber IFJ96, nur reguläre YouTube-Einbettung; keine CC-Lizenz oder persönliche Unterstützung behauptet.
Eigene Entscheidungsfolge mit drei Standbildern
| Phase | Ball und Teamverhalten | Was könnte schiefgehen? | Passende Korrektur |
|---|---|---|---|
| Bild A: Ballverlust außen | Ballnahes V1 setzt unter Kontrolle Druck; V2 deckt diagonal; V3 schützt Zentrum | V2 läuft unkoordiniert parallel zu V1 | „Sichern!“ und Anlaufwinkel so anpassen, dass der Zentrumspass schwer wird |
| Bild B: Ball wird ins Zentrum gespielt | V3 nimmt den Empfänger auf; hintere Linie verkürzt den Raum, beobachtet die Tiefe | Empfänger dreht offen auf, während Abwehr hoch bleibt | Verzögern, Raum schließen, zurückweichende Absicherung statt isolierter Attacke |
| Bild C: Ball wird nach außen zurückgespielt | Verbund verschiebt erneut ballseitig; bei ausreichender Deckung neuer Pressingversuch | Ballferner Flügel bleibt frei | Ballfern einrücken und Seitenwechsel vorausdenken |
Textalternative und Quelle: Eigene zeitlich geordnete Diagrammfolge (03.11.2026). A zeigt Ballverlust, B das Risiko eines überspielten Drucks, C das Nachjustieren. Die drei Tabellenzeilen sind schematische Einzelbilder und keine automatisch ablaufende Animation. Prüfe: Sind die Entscheidungen auch bei einem Pass in die Tiefe noch tragfähig?

Textalternative zur Animation: Wiederholte Passbewegungen in Dreiecken zwischen Fußballspielenden zeigen das Prinzip ballbesitzorientierter Kombinationen. Es handelt sich nicht um eine Pressinganimation; analysiere, wie kompakte Verteidigung solche offenen Passwege begrenzen kann. Wikimedia Commons, Rijesh, 19.11.2020, CC BY-SA 4.0; vorhandene Animation ohne Veränderung eingebettet. Bei deaktivierten bewegten Medien genügt diese Beschreibung.
Spielerinnen und Spieler fachlich einordnen

Textalternative: Einzelporträt der deutschen Mittelfeldspielerin Lena Oberdorf im Trikot der Nationalmannschaft am 24.06.2022. Das Foto zeigt keine konkrete Pressingaktion und keine Aussage über einen Kader 2026. Wikimedia Commons, Foto Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, redaktioneller Bildkontext; Bildnutzende müssen Persönlichkeits-, Marken- und Akkreditierungsrechte beachten, keine kommerzielle Werbung oder Bildsequenz.
Analysevorschlag: Nutze Oberdorf als bekanntes Beispiel für die Frage nach der Rolle einer zentralen Mittelfeldspielerin, ohne aus diesem Porträt ihr Verhalten in einer konkreten Szene abzuleiten. Was muss die absichernde Mittelfeldperson sehen, wenn der eigene Flügel hoch presst? Erwartung: Ball, Gegenspielende zwischen den Linien, Laufweg in die Tiefe und die Stellung der eigenen Abwehr. Berücksichtige dieselben Kriterien bei Spielern jedes Geschlechts und jeder Spielstärke.
Spielformen planen, coachen und sicher anpassen
Übung 1: Drei verteidigen drei Passwege
Ziel: Rollen Druck, Deckung und Balance erkennen und den freien Pass hinter V1 schließen. Material: Bälle, flache Markierungsteller, drei Leibchenfarben, vier niedrige Hütchentore; keine ungesicherten transportablen Großtore. Aufbau: Feld circa 18 × 22 m, drei Angreifende gegen drei Verteidigende, zwei Zielzonen an den Stirnseiten; bei wenig Erfahrung das Feld vergrößern. Durchführung: Das Angreifteam versucht aus einer Startzone einen kontrollierten Pass in eine markierte Endzone. Das Abwehrteam benennt vor der Aktion V1 als erste Druckperson; V2 sichert diagonal und V3 schützt das Zentrum. Rollen nach jeder kurzen Aktion wechseln. Trainerin oder Trainer stoppt nur an einem klaren Lernmoment. Typische Fehler: Drei Personen jagen den Ball; V2 steht neben V1; V3 schaut nur auf den Ball; der Absicherungsabstand ist zu groß. Beobachtung: Gelingt ein Pass hinter V1? Kann V2 nachrücken? Werden die Rollen vor dem ersten Pass sichtbar abgestimmt? Leichter: Ballbesitzteam darf zunächst nur entlang der Linien passen; Signal „Druck – Sicherung – Zentrum“ ansagen. Schwerer: Freie Passrichtungen und ein kurzer Seitenwechsel, danach kontrollierter Abschluss in einer Zielzone. Transfer: Im Kleinfeldspiel bei jedem Außenpass dieselben drei Aufgaben erkennen. Belastung: kurze Ballaktionen, Wechsel und Trinkpausen nach Gruppenzustand, ohne vorgegebene Maximalintensität.
Übung 2: Vier gegen vier mit Raum hinter der ersten Linie
Ziel: Kompakt bleiben und dennoch gemeinsam den Ball attackieren. Material: Bälle, Leibchen, Markierungsteller, zwei standsichere Minitore oder Hütchenlinien. Aufbau: Feld ungefähr 25 × 30 m mit einer nicht gesperrten zentralen Zwischenlinie als Beobachtungshilfe; vier gegen vier, zwei neutrale Passstationen nur bei höherem Niveau. Durchführung: Teams spielen frei. Ein Zusatzpunkt entsteht, wenn die verteidigende Mannschaft nach gemeinsamer Pressingauslösung den Ball kontrolliert erobert und einen sicheren Anschluss findet. Nach jeder Serie kurze Reflexion zu Anlaufwinkel, Abstand, Tiefe und Ballferne. Kein aggressiver Zweikampfzwang. Typische Fehler: Die hinteren zwei Personen bleiben passiv; ballfern wird nicht eingerückt; alle verteidigen flach auf einer Linie. Beobachtung: Wie oft wird eine gegnerische Person zwischen den Linien frei angespielt? Welche Kommunikation verhindert den Pass? Leichter: Größeres Feld, klar angekündigte Pressingzone und weitere Zeit zur Entscheidung. Schwerer: Gegnerischer Seitenwechsel oder zusätzlicher Spieler in der Zwischenlinie, sodass schnelle Balancewechsel erforderlich werden. Transfer: Im 7 gegen 7 oder 8 gegen 8 Pressingauslöser und Abbruchzeichen der ganzen Mannschaft abstimmen.
Video 3 – Textalternative: „Practising the press | Session one | Pressing and covering six-week training programme“ aus dem Angebot England Football Learning (veröffentlichte Trainingseinheit 24.02.2025; Video englisch). Zeigt/erläutert Spielideen, in denen Pressing und Sicherung als Partneraufgaben geübt werden. Ohne Video: Wer anlaufen will, muss den Druckwinkel und die Unterstützung aus der zweiten Reihe beurteilen. Originalvideo. Urheber/Anbieter England Football Learning; nur native YouTube-Einbettung nach Plattformrechten, kein Download und keine CC-Freigabe behauptet.
Übung 3: Ballverlust – Entscheidung in drei Sekunden beobachten
Ziel: Nicht pauschal „immer sofort attackieren“, sondern auf Ballzugriff und vorhandene Deckung reagieren. Die drei Sekunden sind nur ein Beobachtungsfenster für Entscheidungen, keine starre Sprintvorgabe. Material: Bälle, zwei Leibchenfarben, Hütchen, sichere kleine Tore. Aufbau: Vier gegen vier auf einem an Können und Platz angepassten Feld; Coach startet aus wechselnden Ballbesitzlagen. Durchführung: Nach Ballverlust sagt eine spielende Person „Druck“, „Halten“ oder „Zurück“; Mitspielende reagieren. Unterbrich nach ausgewählten Situationen und frage nach den vorhandenen Passwegen. Mehrere kurze Spielfolgen statt Dauerläufe. Typische Fehler: Lautes „Pressing“ ohne Abstände; fehlende Kontrolle des freien zentralen Raums; riskantes Tackling; Drang, trotz klarer Unterzahl durchzupressen. Beobachtung: Wie viele vertikale Pässe gelingen nach dem Ballverlust? Entscheidet die Gruppe bei fehlender Absicherung rechtzeitig um? Leichter: Zu Beginn kontrollierte Zuspiele und ein vereinbartes Pausenzeichen, keine Gegnerkontaktaktion. Schwerer: Zusätzlicher neutraler Anspieler, der bewusst einen Pass hinter die erste Linie sucht. Transfer: In einer echten Partie die erste Reaktion nach fünf Ballverlusten beobachten und ohne persönliche Schuldzuweisung auswerten.
Altersstufen, Zugänglichkeit und Gesundheit
6–9 Jahre: Spielerische Mini-Spiele mit Ball und zwei einfachen Signalen „zur Seite“ und „zurück helfen“. Keine verpflichtenden Kopfbälle, keine Taktikvorträge oder Kontaktfolgen. 10–13 Jahre: Variable Kleinfeldspiele, wechselnde Rollen und einfache Entscheidungen zwischen anlaufen und sichern. 14–17 Jahre: Spielnahe Über-/Unterzahl, bewusste Pressingzonen, Rollenrotation und begründete Abbruchsignale. Erwachsene: Feldgröße, Dauer, Pausen und technische Komplexität nach Fitness, Erfahrungen und Tagesform anpassen; Wiedereinstieg nicht wie Leistungssport planen.
Sicherheitsstandard: Anleitung durch geeignete Betreuung, ebene und freie Laufwege, standsichere Tore, geeignete Schuhe und Bälle, fairer Kontakt, Aufwärmen, ausreichende Flüssigkeit und Erholungsphasen. Bei Schmerzen, Schwindel, Kopfstoß, Unwohlsein oder ungewöhnlichen Beschwerden Training sofort beenden und die zuständigen Betreuenden beziehungsweise medizinische Fachpersonen hinzuziehen; keine eigene Verletzungsbehandlung durch Lernende. Keine erzwungenen Kopfball-, Sprung- oder Zusammenstoßserien. Der DFB betont altersgerechte Spielformen und Freude, Intensität und Wiederholung; Intensität ist individuell und schrittweise zu steuern, nicht als Maximalbelastung vorzugeben. Siehe DFB Trainingsphilosophie und DFB Hinweise zum Kopfballspiel, geprüft 03.11.2026.
Datenschutz und Medienwahl: Videos sind externe Plattformmedien und können beim Aufruf Daten übertragen. Nutze die native Einbettung nur entsprechend der geltenden schulischen Einwilligungs- und Plattformwahl, einschließlich einer gegebenenfalls gewählten VIDIS- oder datenschutzsensiblen Nutzung. Bei deaktivierten externen Medien liefern die Textalternativen und die Aufgaben den vollständigen Lernweg. Es erfolgt kein Video-Download und keine Veröffentlichung personenbezogener Lernendenaufnahmen ohne entsprechende Rechtsgrundlage. Die grundlegenden Lerntexte und Aufgaben bleiben kostenlos zugänglich.
Modellfall: Pressing auf dem Flügel absichern
Spielsituation: Wer schützt den Raum hinter dem Angriff?
Ausgangslage: Ein fiktives 8-gegen-8-Spiel auf verkleinertem Feld. Team Blau führt ein Mittelfeldpressing aus. Rot baut über die rechte Abwehrseite von Blau aus gesehen auf. Blau V1 (vordere Spitze) läuft den ballführenden roten Außenverteidiger an; V2 (ballnahe Mittelfeldspielerin) bewegt sich gleichzeitig ebenfalls direkt auf den Ball. V3 (zentrale Mittelfeldperson) und V4 (Innenverteidiger) bleiben weit zurück. Rot R6 steht frei zwischen Blau-Mittelfeld und -Abwehr; Rot R9 startet diagonal in den Tiefenraum. Der Ball kann von außen flach zu R6 gespielt werden.
Arbeitsauftrag: Beurteile 1) den größten Fehler, 2) die Aufgaben von V1 bis V4, 3) die Entscheidung nach einem erfolgreichen Pass zu R6 und 4) das sichere Coachingzeichen. Begründe jeweils mit Raum, Zeit und Ballzugriff.
Eigene Modellskizze B: vor der Korrektur und danach
| Raum | Vorher – unkoordiniert | Nachher – abgestimmt |
|---|---|---|
| Ballnah | V1 und V2 laufen denselben Spieler an | V1 lenkt; V2 steht diagonal und blockiert Pass nach R6 |
| Zentrum | R6 ist zwischen den Linien frei | V3 rückt in den R6-Passweg und kann bei Ballannahme Druck übernehmen |
| Tiefe | R9 läuft hinter V4 in den freien Raum | V4 beobachtet R9 und wahrt nötige Absicherung zur Tiefe |
| Ballfern | Team steht breit auseinander | Ballferne rücken angepasst ein, ohne Seitenwechsel zu vergessen |
Textalternative/Urheber: Eigener schematischer Vorher-nachher-Vergleich, 03.11.2026; nicht maßstabsgetreu. Alle Personen und Spielhandlungen sind erfunden.
Nachvollziehbare Musterlösung
1. Kernfehler: V2 verdoppelt den Druck auf derselben Linie, während der passgefährliche Raum zu R6 offen bleibt. Das Team verteidigt den Ball, aber nicht den nächsten Raum.
2. Aufgaben: V1 verändert durch seitlichen Anlauf den Passwinkel und verhindert den leichten Vorwärtspass. V2 sichert diagonal und kann R6 erreichen. V3 schließt den zentralen Anschluss, beobachtet R6 und gibt ein klares Signal an V4. V4 hält Tiefe und Gegnerlauf R9 im Blick; der genaue Abstand ist situationsabhängig und darf nicht als feste Meterzahl behandelt werden.
3. Wenn der Pass zu R6 gelingt: Hat R6 die offene Spielrichtung und Blau keine unmittelbare Zugriffsmöglichkeit, ist ein unbedachter Sprint nach vorne falsch. V3 verzögert kontrolliert, V4 sichert die Tiefe gegen R9, die übrigen ziehen den Verbund zusammen. Erst bei erneutem geschlossenem Raum ist ein neues Pressing sinnvoll.
4. Kommunikation: „V1 Druck – V2 sichert – Zentrum zu – Tiefe!“; wenn R6 offen aufdreht: „Zurück, Mitte sichern!“ Der Inhalt ist wichtiger als ein spezielles Wort.
5. Gegenprobe: Wenn Rot stattdessen zurück zum Torhüter passt und Blau kompakt nachgerückt ist, kann der Rückpass ein neuer Auslöser sein. Wenn Rot R9 frei in die Tiefe schickt, müssen Tiefenschutz und Verzögerung Vorrang haben.
Bewertungsraster für Modellfall und Praxistransfer
| Kriterium | 0 Punkte | 1 Punkt | 2 Punkte | 3 Punkte |
|---|---|---|---|---|
| Raumdiagnose | Lücken nicht erkannt | nur Ballnähe genannt | Zentrum oder Tiefe richtig beschrieben | Zentrum, Tiefe und Ballferne verknüpft |
| Rollenverteilung | keine sinnvollen Aufgaben | einzelne Druckrolle | Druck plus Sicherung | V1 bis V4 abgestimmt mit Begründung |
| Entscheidung bei Überspielen | trotz offenem Pass blindes Nachsetzen | Rückzug nur behauptet | nachvollziehbares Verzögern | Verzögern, Tiefe und erneuter Auslöser passend verknüpft |
| Sicherheit und Kommunikation | gefährliche Übung ohne Signale | nur allgemeiner Hinweis | klare Signale oder Dosierung | verständliche Kommunikation, sichere Anlage und angepasste Pausen |
Auswertung: 0–3 Punkte: Grundlagen erneut bearbeiten; 4–6: mit Coaching üben; 7–9: tragfähige Lösungen; 10–12: gut begründeter Transfer. Das Raster bewertet die Qualität von Argumenten, nicht körperliche Höchstleistung oder die einzelne Person. Ein alternatives Pressingmodell kann volle Punkte erreichen, wenn die räumlichen Risiken überzeugend abgesichert sind.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice: Pressingentscheidungen
Was ist das wichtigste Merkmal gemeinsamer Pressingabsicherung? (Druck auf den Ball und gleichzeitiger Schutz der Anschlussräume) (!Alle Spielenden rennen ohne Absprache zum Ball) (!Nur die vorderste Person bewegt sich) (!Die letzte Linie ignoriert Tiefenläufe)
Welche Aufgabe übernimmt meist die zweite verteidigende Person? (Diagonal sichern und einen gefährlichen Passweg begrenzen) (!Auf derselben Linie wie die erste Person sprinten) (!Dem Ball immer den Rücken zuwenden) (!Absichtlich weit vom Spiel stehen)
Welcher Hinweis kann einen Pressingauslöser bilden? (Ein schlechter erster Kontakt bei vorhandener Absicherung) (!Ein beliebiges Geräusch von außen) (!Jeder Pass unabhängig von der Teamstellung) (!Ein freier Gegenspieler hinter der letzten Linie)
Warum ist die vertikale Kompaktheit wichtig? (Sie erschwert freie Zuspiele zwischen die eigenen Mannschaftslinien) (!Sie garantiert automatisch einen Torerfolg) (!Sie ersetzt jede Kommunikation) (!Sie bedeutet dass alle auf gleicher Höhe stehen)
Welche Reaktion ist nach einem überspielten Pressing häufig sinnvoll? (Verzögern und den gefährlichen Tiefenraum absichern) (!Alle weiterhin unkoordiniert nach vorne schicken) (!Nur auf eine Grätsche setzen) (!Die Ballferne grundsätzlich ignorieren)
Was beschreibt der Deckungsschatten? (Einen durch den Anlaufwinkel erschwerten gegnerischen Passweg) (!Den Schatten der Stadionbeleuchtung) (!Eine feste Abseitsregel) (!Die Ersatzbank hinter dem Trainer)
Welche Beobachtung spricht für ein gut abgestimmtes Flügelpressing? (Die erste Person lenkt und weitere schließen Zentrum sowie Tiefe) (!Drei Personen verfolgen ausschließlich den Ball) (!Der zentrale gegnerische Spieler bleibt immer frei) (!Die letzte Linie bleibt ohne Bezug zum Ball stehen)
Was ist direkt nach einer Balleroberung wichtig? (Eine zur Situation passende sichere erste Anschlussentscheidung) (!Jeder Ball muss sofort aus großer Distanz geschossen werden) (!Die Absicherung wird nie mehr gebraucht) (!Alle Mitspielenden müssen gleichzeitig grätschen)
Welche Trainingsvariation steigert die taktische Schwierigkeit? (Ein zusätzlicher neutraler Anspieler zwischen den Linien) (!Alle Aufgaben und Gegner entfernen) (!Den Ball vor jeder Aktion festhalten) (!Die Beobachtungskriterien vollständig streichen)
Welche Sicherheitsentscheidung ist richtig? (Bei Beschwerden abbrechen und fachliche Unterstützung holen) (!Kopfverletzungen ohne Prüfung ignorieren) (!Kinder zu Kopfballserien verpflichten) (!Spielformen ohne sichere Tore aufbauen)
Memory: Begriffe und Funktionen
| Druckgeber | Setzt kontrolliert den ersten Gegner unter Zeitdruck |
| Sicherung | Positioniert sich diagonal hinter der ersten Druckperson |
| Balance | Schützt weitere Passwege und den ballfernen Raum |
| Deckungsschatten | Macht eine Anspielstation durch den Anlaufwinkel schwer erreichbar |
| Zwischenlinienraum | Bereich zwischen zwei eigenen Mannschaftslinien |
| Verzögern | Verlangsamt einen Angriff bis die Gruppe wieder geordnet ist |
Drag-and-drop: Pressingrolle richtig zuordnen
| Passender Begriff | Beobachtbare Funktion |
|---|---|
| Vorderste Druckperson | Lenkt den ersten Aufbaupass mit geeignetem Anlaufwinkel |
| Diagonale Sicherung | Deckt den Passweg hinter der ersten Druckbewegung |
| Zentrale Absicherung | Schützt den Gegner zwischen den eigenen Linien |
| Tiefenschutz | Kontrolliert Läufe in den Raum hinter der Abwehr |
| Rückzugszeichen | Stoppt unkoordiniertes Weiterjagen nach Überspielen |
Kreuzworträtsel: Fachsprache
| Pressing | Wie heißt das koordinierte Druckausüben gegen den gegnerischen Ballbesitz? |
| Kompaktheit | Welches Prinzip beschreibt geringe und sinnvoll abgestimmte Abstände im Team? |
| Sicherung | Welche Aufgabe übernimmt eine Person diagonal hinter der ersten Druckbewegung? |
| Deckungsschatten | Wie nennt man den durch Position und Anlauf erschwerten Passweg? |
| Ballgewinn | Wie heißt das erfolgreiche Übernehmen des Balls vom Gegner? |
| Umschalten | Wie heißt der rasche Wechsel zwischen Angreifen und Verteidigen? |
LearningApps
Dies ist eine thematische LearningApps-Suche, keine Behauptung über eine bereits angelegte eigene App. Bei gesperrten externen Anwendungen kannst du Memory, Zuordnung und Kreuzworträtsel auf dieser Seite verwenden.
Lückentext: Räume sichern
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben auf deinem Niveau. Bei praktischen Aufgaben übernehmen betreuende Fachpersonen die sichere Organisation. Für Film- und Fotoaufgaben reichen eigene Skizzen oder anonymisierte Spielszenen; du brauchst keine Bilder anderer Personen.
Leicht
- Aufgabe 1 – Drei Rollen: Zeichne eine Ballseite mit V1, V2 und V3; beschrifte Anlaufen, Sicherung und Zentrumsschutz.
- Aufgabe 2 – Lücke finden: Markiere in der Modellskizze den Pass zu R6 und erkläre in drei Sätzen, warum er gefährlich ist.
- Aufgabe 3 – Signale: Schreibe zwei kurze Kommandos für gemeinsamen Druck und kontrollierten Rückzug.
- Aufgabe 4 – Sortieren: Formuliere je eine Spielsituation für sofortigen Druck, Verzögern und Neuordnen.
Standard
- Aufgabe 5 – Partnerübungen: Entwickle eine sichere 3-gegen-3-Spielform mit Aufbau, Rollen, Beobachtung und einer leichten Variation.
- Aufgabe 6 – Beobachtungsbogen: Beobachte fünf fiktive oder freigegebene Spielszenen und notiere Ballzone, Druckperson, freie Anschlussräume und Entscheidung.
- Aufgabe 7 – Seitenwechsel: Entwirf eine zweite Taktikskizze für einen Spielwechsel von rechts nach links und beschreibe das ballferne Einrücken.
- Aufgabe 8 – Coachinggespräch: Führe ein kurzes Gespräch mit einer Trainerperson oder simuliere ein Coaching mit drei Fragen zur Absicherung; fasse die Erkenntnisse anonym zusammen.
Schwer
- Aufgabe 9 – Modellvergleich: Vergleiche 4-4-2-Mittelfeldpressing mit einer hohen 4-2-3-1-Pressingstaffelung in Chancen und Tiefenrisiken.
- Aufgabe 10 – Entscheidungsbaum: Zeichne eine Wenn-dann-Entscheidung für Ballverlust, möglichen Zugriff, Gegenpass und Rückzug mit mindestens fünf Feldern.
- Aufgabe 11 – Trainingsdesign: Plane 35 Minuten inklusives, sicher dosiertes Training für 14- bis 17-Jährige mit Pausen, Differenzierung und Kriterien für Erfolg.
- Aufgabe 12 – Analyse und Revision: Erstelle zwei kommentierte Taktikbilder einer gescheiterten Pressingaktion und einer verbesserten Lösung; begründe die Veränderung mit einem Bewertungsraster.
Lösungshinweise zu den zwölf offenen Aufgaben
1: V1 lenkt zum Rand, V2 sichert schräg, V3 hält das Zentrum. 2: R6 steht zwischen den Linien frei; sein Vorwärtsspiel nimmt der Abwehr Zeit; ein Lauf von R9 vergrößert die Gefahr. 3: Zum Beispiel „Druck – Mitte zu!“ und „Zurück – Tiefe sichern!“. 4: Druck bei geschlossenem Zentrum und unmittelbarer Nähe; Verzögern bei fehlender Zugriffsmöglichkeit; Neuordnung nach überspielter erster Linie.
5: Feld, Material, Zielzonen, Rollenwechsel, dosierte Spielzeit, Beobachtung freier Pässe und vergrößertes Feld als leichtere Variante müssen genannt sein. 6: Pro Szene eine kleine Tabelle; entscheidend ist die begründete Wahl, nicht dass immer gepresst wird. 7: Das Team schiebt nach links, ballferne Personen rücken ins Zentrum, die letzte Linie wahrt Tiefenschutz. 8: Gute Fragen lauten „Wann starten wir?“, „Wer sichert hinter V1?“ und „Wann brechen wir ab?“; keine persönlichen Daten Dritter dokumentieren.
9: Im 4-4-2 verteidigen oft zwei erste Personen vor einer Vierermittelfeldlinie; im 4-2-3-1 können vier Spielende die erste Pressingstaffel bilden. Beide brauchen Rückraumdeckung; eine höhere Linie kann die Tiefe stärker öffnen. 10: Ballverlust → direkter Zugriff? → sichere Deckung? → pressen oder verzögern → bei offenem Tiefenpass zurückfallen → nach Neuordnung neu bewerten. 11: Beispiel: 7 Minuten Erwärmen, 8 Minuten 3-gegen-3, 3 Minuten Pause/Feedback, 10 Minuten 4-gegen-4, 4 Minuten ruhiger Transfer, 3 Minuten Reflexion; Trainingsdauer und Belastung sind an Gruppe und Tagesform anzupassen. 12: Im ersten Bild wird der Zwischenlinienraum geöffnet, im zweiten übernimmt V2 die diagonale Sicherung und V3 schützt R6; bewertet werden Diagnose, Rollen, Entscheidung und sichere Kommunikation. Andere schlüssige Lösungen sind möglich.


Lernkontrolle
- Lernkontrolle 1 – Diagnose: Rot spielt vom Flügel in einen freien Sechserraum. Begründe anhand von V1 bis V4, welche zwei Absicherungsaktionen fehlten. Erwartung: diagonale Deckung und zentrale beziehungsweise tiefe Sicherung.
- Lernkontrolle 2 – Gegenargument: Ein Spieler sagt: „Je schneller alle zum Ball laufen, desto besser.“ Widerlege mit einem konkreten Passweg hinter die erste Linie und einer Alternative. Erwartung: Räume schützen und gestaffelt laufen.
- Lernkontrolle 3 – Entscheidung: Die erste Linie ist überspielt und R9 läuft frei in die Tiefe. Entwirf ein sicheres Zwei-Schritte-Verhalten. Erwartung: verzögern, Tiefe und Zentrum neu ordnen.
- Lernkontrolle 4 – Variation: Erkläre, wie dieselbe Spielform für Anfängerinnen und Fortgeschrittene verändert wird, ohne Zweikampfverletzungen zu provozieren. Erwartung: Feld, Tempo, Passoptionen, Signale, Pausen.
- Lernkontrolle 5 – Transfer: Nenne nach einem eigenen Ballgewinn zwei unterschiedliche Anschlussoptionen und die Bedingungen für ihre Auswahl. Erwartung: sichere Passlösung oder kontrollierter Angriff bei freier Chance.
- Lernkontrolle 6 – Nachweis: Erstelle eine begründete Mini-Auswertung von vier Spielszenen mit den Kategorien Auslöser, Druck, Deckung, Tiefe und Ergebnis. Erwartung: nachvollziehbare Beobachtungen statt bloßer Torzählung.
Selbstkontrolle: Bewertet werden treffende Raumdiagnosen, stimmige Aufgabenverteilung, begründete Entscheidungen, Fairness und transferfähige Rückmeldungen. Vergleiche deine Antworten mit Modellfall und Raster; dokumentiere offene Fragen für die nächste Trainingseinheit.
Lernnachweis
Ein vollständiger Lernnachweis enthält: Fachwissen über Pressingauslöser, Deckungsschatten, horizontale und vertikale Kompaktheit sowie Tiefenschutz; Analysefokus mit zwei eigenen, verständlich beschrifteten Taktikbildern; Handlungsplanung einer sicheren und differenzierten Spielform; Anwendung auf den fiktiven Modellfall mit Erklärung für Druck, Sicherung und Rückzug; Reflexion der beobachteten freien Räume und einer konkreten Verbesserungsidee.
Empfohlene Abgabe: ein kurzes Lernportfolio mit einer Seite Taktik, einer Seite Übungsplanung und einer halben Seite Reflexion, wahlweise digital oder auf Papier. Überprüfe anhand des zwölfteiligen Bewertungsrasters aus dem Modellfall. Persönliche Daten anderer Spielender, private Videos und unberechtigt genutzte Vereinsaufnahmen gehören nicht in ein öffentliches Portfolio.
OER und Wikipedia
Offene Grundlagen: DFB-Akademie – Pressing als Erfolgsfaktor (Ballgewinn, Auslöser, Verschieben); DFB Training und Service – Wo und wann angreifen? (Abstände und Pressingzonen); DFB Trainingsphilosophie Deutschland (Freude, Intensität, Wiederholung); DFB Kopfballspiel (altersgerechte Vorsicht); England Football Learning – Pressing and covering (englisch, alternative Trainingsideen). Abruf der Quellinformationen: 03.11.2026. Die verlinkten fremden Webseiten sind nicht automatisch frei lizenzierte OER.
Wikipedia-Hintergrund: Fußballtaktik beziehungsweise Association football tactics und High press (englisch). Die genannten Quellen ersetzen keine aktuelle Prüfung lokaler Verbandsregeln.
Bild-, Animations- und Videonachweise
| Eingebettetes Medium | Originalquelle | Urheber und Datum | Lizenz oder Einbettungsgrund und Textalternative |
|---|---|---|---|
| Football Field Schematic.svg | Wikimedia-Commons-Dateiseite | Henrbjor, 10.05.2014 | CC BY-SA 3.0; Diagramm eines Spielfeldes ohne Pressingpfeile; Textalternative in der Einleitung |
| Fußball-Taktik 4-4-2.svg | Wikimedia-Commons-Dateiseite | Florian K., SVG McSush, spätere Version 12.08.2023 | CC BY-SA 3.0; Grundordnung, keine Bewegungsvorhersage; Textalternative im ersten Fachkapitel |
| Tikitaka.gif | Wikimedia-Commons-Dateiseite | Rijesh, 19.11.2020 | CC BY-SA 4.0; gegnerische Passzirkulation als Analyseobjekt, keine Pressingsequenz; Textalternative bei der Animation |
| 2022-06-24 Fussball, Frauen, Länderspiel, Deutschland - Schweiz 1DX 0700 by Stepro.jpg | Wikimedia-Commons-Dateiseite | Steffen Prößdorf, 24.06.2022 | CC BY-SA 4.0, nur redaktionelle Abbildung unter Beachtung weiterer Persönlichkeits-/Akkreditierungsrechte; Textalternative bei der Spielerinnenanalyse |
| brq_5xKZ80Q | Coaches’ Voice – Richard Walker | Coaches’ Voice, 12.09.2023 | Plattformbasierte YouTube-Einbettung, keine freie Bearbeitungslizenz; englisches Video und Inhaltsalternative im zweiten Kapitel |
| NI_bjBsBljw | IFJ96 – Peter Hyballa Gegenpressing | IFJ96, 29.11.2023 | Plattformbasierte YouTube-Einbettung, keine freie Bearbeitungslizenz; Rollenbeispiel und Textalternative im dritten Kapitel |
| Q9JzdlZQ8HU | England Football Learning – Practising the press | England Football Learning, Trainingseinheit 24.02.2025 | Plattformbasierte YouTube-Einbettung, keine freie Bearbeitungslizenz; Partnerrollen und Textalternative im vierten Kapitel |
Rechtehinweis: Die Commons-Dateien werden unverändert und mit ihrer jeweils angegebenen Lizenz eingebettet. Externe YouTube-Videos sind nicht als OER zum Herunterladen freigegeben. Bei deaktivierten externen Medien sind die Beschreibung und Aufgaben allein nutzbar. Die eigenen Tabellen A, B und die Entscheidungsfolge sind im Kurs neu verfasste schematische Textdiagramme vom 03.11.2026; sie benutzen keine fremden Taktikbilder.
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Lernverknüpfung: Du kombinierst Raumorientierung aus der Taktik, schnelle Entscheidung aus dem Sportspiel, Kommunikation in der Gruppe und Quellenbewertung aus der Medienbildung. Dieser Kurs ist für die neue Fußballwelt neu geschrieben; alte Fußballkurse werden weder kopiert noch als Inhalte in diesen Lernbereich übertragen. Grundlegendes Lernen bleibt kostenlos.
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