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Pressefreiheit - Gemeinschaftskunde

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Pressefreiheit - Gemeinschaftskunde




Pressefreiheit - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Pressefreiheit bedeutet, dass Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen Informationen beschaffen, prüfen und veröffentlichen dürfen, ohne dass der Staat ihnen vorher vorschreibt, was sie berichten sollen. Eine freie Presse informiert die Bevölkerung, kontrolliert politische Macht und macht unterschiedliche Sichtweisen sichtbar. Deshalb gehört Pressefreiheit zu den wichtigsten Grundlagen einer Demokratie.

In diesem aiMOOC lernst Du, welche Rechte Medien haben, welche Grenzen gelten, warum unabhängiger Journalismus wichtig ist und wodurch Pressefreiheit bedroht werden kann. Du untersuchst außerdem historische und aktuelle Beispiele und übst, Medienberichte kritisch zu beurteilen.

Lernziele: Du kannst Pressefreiheit erklären, sie von Meinungsfreiheit unterscheiden, ihre Bedeutung für demokratische Entscheidungen beschreiben und Konflikte zwischen Pressefreiheit und anderen Rechten beurteilen.


Was bedeutet Pressefreiheit?

Pressefreiheit schützt den gesamten journalistischen Arbeitsprozess: die Recherche, die Wahl von Themen, die Bewertung von Quellen, die Gestaltung eines Beitrags und seine Veröffentlichung. Geschützt sind zum Beispiel Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenportale, Rundfunkangebote und journalistische Onlineformate.

Eine Redaktion darf selbst entscheiden, welche Themen sie behandelt und wie sie darüber berichtet. Behörden dürfen kritische Berichte nicht einfach verbieten, nur weil diese unangenehm sind. Journalistinnen und Journalisten dürfen staatliches Handeln beobachten, Fragen stellen, Dokumente auswerten und Missstände öffentlich machen.

Pressefreiheit bedeutet jedoch nicht, dass jede veröffentlichte Behauptung automatisch richtig ist. Seriöser Journalismus prüft Informationen, trennt Nachricht und Kommentar, berichtigt Fehler und lässt Betroffene zu Wort kommen.

Merksatz: Pressefreiheit schützt unabhängige Berichterstattung. Journalistische Verantwortung sorgt dafür, dass diese Freiheit sorgfältig genutzt wird.


Pressefreiheit und Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit schützt grundsätzlich jede Person, wenn sie ihre Meinung äußert und verbreitet. Pressefreiheit schützt besonders die Arbeit von Medien und Redaktionen. Beide Rechte hängen eng zusammen, sind aber nicht identisch.

Ein privater Beitrag in einem sozialen Netzwerk ist meist eine Meinungsäußerung. Ein recherchierter Bericht einer Redaktion gehört zum Bereich der Pressefreiheit. Auch sogenannte Newsfluencer können journalistisch arbeiten, wenn sie Informationen professionell recherchieren, prüfen und veröffentlichen. Entscheidend ist nicht nur die Plattform, sondern die Art der Tätigkeit.


Die rechtliche Grundlage in Deutschland

Die wichtigste Grundlage ist Artikel 5 des Grundgesetzes. Dort werden die Meinungsfreiheit, die Informationsfreiheit, die Pressefreiheit sowie die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film geschützt. Außerdem steht dort: „Eine Zensur findet nicht statt.“

Der Schutz richtet sich vor allem gegen staatliche Eingriffe. Der Staat darf nicht bestimmen, welche politische Meinung eine Redaktion vertreten soll. Er darf Veröffentlichungen nicht allein deshalb verhindern, weil sie Regierung, Parteien, Behörden oder andere mächtige Akteure kritisieren.

Zur Pressefreiheit gehören unter anderem:

  1. Redaktionsfreiheit: Redaktionen entscheiden selbst über Themen, Auswahl und Darstellung.
  2. Informationsbeschaffung: Medien dürfen allgemein zugängliche Quellen nutzen und recherchieren.
  3. Quellenschutz: Vertrauliche Informantinnen und Informanten müssen geschützt werden können.
  4. Veröffentlichungsfreiheit: Recherchierte Inhalte dürfen grundsätzlich verbreitet werden.
  5. Pressevertrieb: Zeitungen und andere Presseerzeugnisse dürfen hergestellt und verteilt werden.


Was bedeutet das Zensurverbot?

Zensur bedeutet im engeren Sinn, dass eine staatliche Stelle einen Beitrag vor der Veröffentlichung kontrolliert und seine Veröffentlichung von einer Erlaubnis abhängig macht. Eine solche Vorzensur ist in Deutschland verboten.

Das Zensurverbot bedeutet nicht, dass Veröffentlichungen niemals rechtliche Folgen haben können. Nach der Veröffentlichung können Gerichte prüfen, ob Gesetze verletzt wurden. Ein Medium kann beispielsweise zu einer Korrektur, Gegendarstellung oder Unterlassung verpflichtet werden, wenn es falsche Tatsachen verbreitet oder Persönlichkeitsrechte verletzt.

Das Bild zeigt eine Zeitungsseite aus Portugal, die 1970 durch eine Zensurbehörde bearbeitet wurde. Es verdeutlicht, wie staatliche Kontrolle Inhalte vor der Veröffentlichung verändern kann.


Grenzen der Pressefreiheit

Pressefreiheit ist ein sehr starkes Grundrecht, aber sie gilt nicht grenzenlos. Artikel 5 Absatz 2 des Grundgesetzes nennt drei Bereiche: die allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Jugendschutz und das Recht der persönlichen Ehre.

Zu möglichen Konflikten gehören der Schutz der Menschenwürde, der Privatsphäre, persönlicher Daten, des Eigentums und eines fairen Gerichtsverfahrens. Auch Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung oder die Veröffentlichung bestimmter geheimer Informationen können rechtliche Folgen haben.

Bei einem Konflikt müssen Gerichte die betroffenen Rechte gegeneinander abwägen. Dabei ist wichtig, ob ein Thema für die Öffentlichkeit bedeutsam ist, wie sorgfältig recherchiert wurde und wie stark eine Person durch die Veröffentlichung betroffen ist.

Beispiel: Über eine Amtsträgerin darf kritisch berichtet werden. Private Einzelheiten ohne politischen Bezug dürfen jedoch nicht allein zur Unterhaltung veröffentlicht werden.


Aufgaben der Presse in der Demokratie

Eine Demokratie braucht Bürgerinnen und Bürger, die sich informieren und politische Entscheidungen beurteilen können. Freie Medien schaffen dafür eine wichtige Grundlage.


Information und Orientierung

Medien berichten über Wahlen, Gesetze, Konflikte, Wirtschaft, Umwelt, Bildung und gesellschaftliche Debatten. Sie erklären Hintergründe und vergleichen Positionen. Dadurch können Menschen begründete Entscheidungen treffen.


Kontrolle politischer Macht

Journalistinnen und Journalisten beobachten Regierung, Parlament, Verwaltung, Parteien, Unternehmen und andere mächtige Organisationen. Investigative Recherchen können Korruption, Machtmissbrauch oder verdeckte Interessen aufdecken. Deshalb wird die Presse manchmal als „vierte Gewalt“ bezeichnet. Dieser Ausdruck ist ein Bild: Die Presse ist keine staatliche Gewalt neben Legislative, Exekutive und Judikative.


Forum für öffentliche Debatten

Medien zeigen verschiedene Argumente und geben unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen Raum. Damit eine demokratische Öffentlichkeit entsteht, braucht es Medienvielfalt. Verschiedene Redaktionen sollen unabhängig voneinander recherchieren und unterschiedliche Perspektiven anbieten können.


Frühwarnsystem der Gesellschaft

Freie Medien können früh auf Probleme aufmerksam machen. Dazu gehören Missstände in Behörden, Gefahren für Umwelt und Gesundheit, Diskriminierung oder Einschränkungen von Grundrechten. Öffentlichkeit kann politischen Druck erzeugen und Veränderungen anstoßen.


Journalistische Arbeitsweise

Pressefreiheit und journalistische Qualität gehören zusammen. Seriöse Redaktionen orientieren sich an nachvollziehbaren Regeln.

  1. Recherche: Informationen werden aus mehreren Quellen gesammelt.
  2. Quellenkritik: Herkunft, Interessen und Zuverlässigkeit einer Quelle werden geprüft.
  3. Trennung von Nachricht und Meinung: Bericht und Kommentar werden kenntlich gemacht.
  4. Sorgfaltspflicht: Tatsachenbehauptungen werden vor der Veröffentlichung überprüft.
  5. Korrektur: Fehler werden offen berichtigt.
  6. Anhörung: Betroffene erhalten bei schweren Vorwürfen Gelegenheit zur Stellungnahme.

Der Deutsche Presserat veröffentlicht den Pressekodex. Er ist kein staatliches Zensurorgan, sondern eine Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle. Beschwerden können geprüft und Medien können öffentlich gerügt werden.


Historisches Beispiel: Die Spiegel-Affäre

1962 veröffentlichte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel einen kritischen Artikel über die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik. Redaktionsräume wurden durchsucht, Unterlagen beschlagnahmt und Mitarbeitende festgenommen. Viele Menschen sahen darin einen Angriff auf die Pressefreiheit und demonstrierten.

Die Spiegel-Affäre wurde zu einem wichtigen Test für die junge Demokratie der Bundesrepublik. Sie zeigte, dass kritischer Journalismus auch in Konflikt mit staatlichen Interessen geraten kann. Die öffentliche Debatte und spätere rechtliche Entwicklung stärkten das Verständnis von Pressefreiheit als Voraussetzung demokratischer Kontrolle.


Pressefreiheit weltweit

Pressefreiheit ist international sehr unterschiedlich geschützt. In manchen Staaten können Medien frei arbeiten. In anderen werden Redaktionen geschlossen, Internetseiten gesperrt, Journalistinnen und Journalisten überwacht, bedroht, inhaftiert oder getötet.

Reporter ohne Grenzen untersucht jedes Jahr die Lage der Pressefreiheit in 180 Staaten und Gebieten. Die Rangliste berücksichtigt unter anderem politische, rechtliche, wirtschaftliche, gesellschaftliche und sicherheitsbezogene Bedingungen.


Aktueller Blick: Rangliste 2026

In der Rangliste der Pressefreiheit 2026 liegt Deutschland auf Platz 14. Reporter ohne Grenzen bewertet die Lage hier als „zufriedenstellend“, weist aber auf Bedrohungen, Hass, Diffamierung und wachsenden Druck auf Medienschaffende hin. Weltweit befindet sich nach dieser Rangliste mehr als die Hälfte der untersuchten Länder in den beiden schlechtesten Kategorien „schwierig“ oder „sehr ernst“.

Die Karte zeigt große Unterschiede. Eine Rangliste ist kein perfektes Messinstrument, hilft aber dabei, Entwicklungen zu vergleichen und Probleme sichtbar zu machen.


Gefahren für die Pressefreiheit

Pressefreiheit kann offen oder schleichend eingeschränkt werden. Zu den wichtigsten Gefahren gehören staatliche Zensur, Gewalt gegen Medienschaffende, Überwachung, wirtschaftlicher Druck und gezielte Einschüchterung.

Auch Medienkonzentration kann problematisch sein. Wenn nur wenige Unternehmen viele Medien kontrollieren, können lokale Angebote und unterschiedliche Perspektiven verloren gehen. Sinkende Einnahmen können dazu führen, dass Redaktionen verkleinert und wichtige Recherchen nicht mehr finanziert werden.

Im digitalen Raum entstehen weitere Risiken. Journalistinnen und Journalisten werden durch Hasskampagnen bedroht. Plattformen bestimmen durch Algorithmen, welche Beiträge sichtbar werden. Desinformation kann Vertrauen in Medien schwächen. Gleichzeitig ermöglichen digitale Werkzeuge neue Recherchen und eine schnelle Verbreitung wichtiger Informationen.

Wichtig: Kritik an einzelnen Medien ist erlaubt und notwendig. Pauschale Angriffe, Drohungen oder Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten gefährden jedoch die freie öffentliche Debatte.


Pressefreiheit und Schule

Auch eine Schülerzeitung braucht redaktionelle Freiheit. Schülerinnen und Schüler dürfen über schulische Themen berichten, Kritik äußern und unterschiedliche Meinungen darstellen. Gleichzeitig müssen sie Persönlichkeitsrechte, Datenschutz, Urheberrecht und journalistische Sorgfalt beachten.

Ein Konflikt kann entstehen, wenn die Schulleitung einen kritischen Artikel vor dem Druck sehen oder verändern möchte. Dann sollte geklärt werden, ob es um notwendige rechtliche Hinweise oder um eine unzulässige inhaltliche Kontrolle geht. Hilfreich sind transparente Redaktionsregeln, eine gute Dokumentation der Recherche und ein Gespräch mit allen Beteiligten.


Internationaler Tag der Pressefreiheit

Der 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Er erinnert daran, dass unabhängige Medien geschützt werden müssen und viele Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Arbeit gefährdet sind.


Zusammenfassung

Pressefreiheit schützt unabhängige Recherche, redaktionelle Entscheidungen und die Veröffentlichung journalistischer Inhalte. Sie ermöglicht Information, Kontrolle und öffentliche Debatte. In Deutschland ist sie durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt. Grenzen ergeben sich besonders aus allgemeinen Gesetzen, Jugendschutz und Persönlichkeitsrechten. Eine demokratische Gesellschaft muss Pressefreiheit rechtlich sichern, Medienvielfalt fördern und Journalistinnen und Journalisten vor Gewalt und Einschüchterung schützen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Artikel des Grundgesetzes wird die Pressefreiheit geschützt? (Artikel 5) (!Artikel 1) (!Artikel 8) (!Artikel 20)




Welche Aufgabe erfüllt eine freie Presse in einer Demokratie? (Sie informiert die Öffentlichkeit und kontrolliert Macht) (!Sie ersetzt das Parlament) (!Sie bestimmt Wahlergebnisse) (!Sie erlässt Gesetze)




Was ist mit dem Zensurverbot vor allem gemeint? (Der Staat darf Veröffentlichungen nicht von einer vorherigen Erlaubnis abhängig machen) (!Jede Veröffentlichung bleibt ohne rechtliche Folgen) (!Redaktionen müssen keine Quellen prüfen) (!Gerichte dürfen Medienfälle nicht behandeln)




Welche Grenze der Pressefreiheit nennt Artikel 5 Absatz 2? (Das Recht der persönlichen Ehre) (!Das Recht auf gute Verkaufszahlen) (!Die Zustimmung jeder Behörde) (!Das Interesse einer Partei)




Warum ist Quellenschutz wichtig? (Informanten können vertrauliche Hinweise geben) (!Werbung kann leichter verkauft werden) (!Kommentare werden automatisch gelöscht) (!Alle Quellen bleiben öffentlich unbekannt)




Was bedeutet die Bezeichnung vierte Gewalt? (Sie beschreibt bildlich die Kontrollfunktion der Medien) (!Die Presse ist ein eigenes Staatsorgan) (!Redaktionen können Urteile sprechen) (!Journalisten dürfen Gesetze beschließen)




Warum ist die Spiegel-Affäre bedeutsam? (Sie wurde zu einem wichtigen Test der Pressefreiheit) (!Sie führte zur Abschaffung des Grundgesetzes) (!Sie beendete den Rundfunk in Deutschland) (!Sie verbot politische Magazine)




Welchen Platz belegt Deutschland in der Rangliste der Pressefreiheit 2026? (Platz 14) (!Platz 1) (!Platz 50) (!Platz 100)




Was stärkt Medienvielfalt? (Mehrere voneinander unabhängige Redaktionen) (!Eine einzige zentrale Nachrichtenstelle) (!Ein Verbot kritischer Kommentare) (!Die Kontrolle aller Beiträge durch eine Partei)




Was gehört zu sorgfältigem Journalismus? (Tatsachen prüfen und Fehler korrigieren) (!Gerüchte möglichst schnell verbreiten) (!Nachricht und Werbung vermischen) (!Betroffene grundsätzlich nicht anhören)





Memory

Pressefreiheit Unabhängige journalistische Berichterstattung
Vorzensur Staatliche Kontrolle vor einer Veröffentlichung
Quellenschutz Vertraulicher Schutz von Informanten
Medienvielfalt Unterschiedliche unabhängige Angebote
Investigativjournalismus Aufdeckung verborgener Missstände
Pressekodex Regeln journalistischer Selbstkontrolle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Artikel 5 Verfassungsrechtliche Grundlage
Kontrollfunktion Beobachtung politischer Macht
Allgemeine Gesetze Mögliche Grenze der Pressefreiheit
Spiegel-Affäre Historischer Konflikt von 1962
Rangliste der Pressefreiheit Internationaler Vergleich




...


Kreuzworträtsel

Zensur Wie heißt die staatliche Kontrolle von Medieninhalten?
Quellenschutz Wie heißt der Schutz vertraulicher Informanten?
Demokratie Welche Staatsform braucht freie öffentliche Debatten?
Journalismus Wie heißt die professionelle Recherche und Berichterstattung?
Vielfalt Was entsteht durch viele unabhängige Medienangebote?
Grundgesetz Welche Verfassung schützt die Pressefreiheit in Deutschland?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Pressefreiheit ist in Deutschland durch Artikel

des Grundgesetzes geschützt. Sie ermöglicht Medien eine

Berichterstattung. Eine staatliche Kontrolle vor der Veröffentlichung heißt

. Journalistinnen und Journalisten sollen Informationen sorgfältig

. Der vertrauliche Schutz von Informanten wird

genannt. Freie Medien kontrollieren politische

. Die Bezeichnung „vierte Gewalt“ ist eine bildliche Beschreibung der journalistischen

. Die Pressefreiheit findet Grenzen in allgemeinen Gesetzen, im Jugendschutz und in der persönlichen

. Die Spiegel-Affäre ereignete sich im Jahr

. Deutschland stand in der Rangliste der Pressefreiheit 2026 auf Platz

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat Pressefreiheit: Gestalte ein Plakat mit den Begriffen Pressefreiheit, Zensur, Quellenschutz, Medienvielfalt und Demokratie.
  2. Nachrichtenvergleich: Vergleiche zwei Berichte über dasselbe politische Ereignis und markiere Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede.
  3. Schlagzeilen prüfen: Sammle fünf Schlagzeilen und entscheide, welche sachlich informieren und welche stark werten.
  4. Mini-Interview: Befrage eine Person dazu, warum freie Medien für sie wichtig sind, und fasse die Antwort in fünf Sätzen zusammen.


Standard

  1. Schülerzeitungsartikel: Schreibe einen sachlichen Artikel über ein schulisches Problem und hole eine Stellungnahme der betroffenen Seite ein.
  2. Medien-Tagebuch: Dokumentiere drei Tage lang, aus welchen Quellen Du politische Informationen erhältst, und bewerte deren Vielfalt.
  3. Fallanalyse Persönlichkeitsrecht: Entwickle einen Fall, in dem Pressefreiheit und Privatsphäre kollidieren, und begründe eine faire Lösung.
  4. Podcast Pressefreiheit: Produziere einen drei- bis fünfminütigen Podcast über die Aufgaben freier Medien in einer Demokratie.


Schwer

  1. Ländervergleich Pressefreiheit: Vergleiche Deutschland mit zwei weiteren Staaten anhand verlässlicher Quellen und erkläre Ursachen für Unterschiede.
  2. Debatte Redaktionsfreiheit: Organisiere eine Debatte zur Frage, ob eine Schulleitung Artikel einer Schülerzeitung vor der Veröffentlichung prüfen darf.
  3. Rechercheprojekt Lokaljournalismus: Untersuche, welche lokalen Medien es in Deiner Region gibt, wem sie gehören und welche Themen sie abdecken.
  4. Kampagne für Pressefreiheit: Entwickle eine schulische Informationskampagne zum 3. Mai mit Ausstellung, Kurzvideo und begründeten Handlungsvorschlägen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Konfliktfall Schülerzeitung: Eine Schülerzeitung kritisiert die Ausstattung der Schule. Die Schulleitung verlangt, den Artikel zurückzuziehen. Prüfe die Interessen beider Seiten und entwickle ein begründetes Verfahren.
  2. Abwägung von Grundrechten: Eine Zeitung veröffentlicht private Fotos einer Politikerin ohne Bezug zu ihrem Amt. Beurteile den Fall unter Berücksichtigung von Pressefreiheit und Persönlichkeitsrecht.
  3. Analyse einer Medienlandschaft: Erkläre, wie eine starke Konzentration von Medienbesitz die demokratische Meinungsbildung beeinflussen kann.
  4. Umgang mit Desinformation: Entwickle einen Prüfplan, mit dem eine Redaktion eine spektakuläre Behauptung aus einem sozialen Netzwerk verifizieren kann.
  5. Schutz von Journalisten: Formuliere drei Maßnahmen, mit denen Staat, Plattformen und Gesellschaft Medienschaffende vor Bedrohungen schützen können.
  6. Bewertung einer Rangliste: Erkläre Nutzen und Grenzen internationaler Ranglisten zur Pressefreiheit und nenne Informationen, die zusätzlich untersucht werden sollten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Pressefreiheit erklären: Begriff, Schutzbereich und demokratische Bedeutung verständlich darstellen kannst.
  2. Rechtsgrundlage anwenden: Artikel 5 des Grundgesetzes und seine Grenzen auf Beispiele beziehen kannst.
  3. Medien analysieren: Nachricht, Meinung, Werbung und Desinformation unterscheiden kannst.
  4. Grundrechte abwägen: Konflikte mit Persönlichkeitsschutz, Datenschutz oder Jugendschutz begründet beurteilen kannst.
  5. Quellen prüfen: Herkunft, Interessen, Belege und Aktualität von Informationen bewerten kannst.
  6. Eigene Position begründen: Eine nachvollziehbare Haltung zur Rolle freier Medien entwickeln und mit Argumenten stützen kannst.
  7. Projekt dokumentieren: Rechercheweg, Quellen, Ergebnisse und Reflexion transparent festhalten kannst.




OERs zum Thema


Quellen und weiterführende Informationen

  1. Grundgesetz, Artikel 5
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Meinungsfreiheit und Pressefreiheit
  3. Reporter ohne Grenzen: Rangliste der Pressefreiheit 2026
  4. Deutscher Presserat: Pressekodex
  5. Wikipedia: Spiegel-Affäre


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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