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Praxisvertiefung Edelsteinschleifen - Edelsteinschleifer - Spezialisierung

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Praxisvertiefung Edelsteinschleifen - Edelsteinschleifer - Spezialisierung

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Einleitung

In diesem Ergänzungskurs für Auszubildende im 3. Ausbildungsjahr der Fachrichtung Edelsteinschleifen verbindest du bereits erlernte Techniken zu einem vollständigen berufstypischen Auftrag: Vorgaben analysieren, Werkstoff und Schliff begründet wählen, sicher planen, bearbeiten oder simulieren, prüfen, Fehler beurteilen, Kosten ermitteln und den Abschluss dokumentieren. Vorausgesetzt werden die fachlichen Lernfeldkurse; diese werden nicht wiederholt. Die anderen Fachrichtungen (Edelsteingravieren, Industrie- und Schmuckdiamantschleifen) werden lediglich zur Abgrenzung erwähnt. Sämtliche Beispieldaten sind frei erfunden.

Sicherheit: Maschinenarbeit, Trennen, Schleifen, Polieren, Erhitzen und chemische Nachbehandlung sind ausschließlich nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Herstellerangaben und unter befugter Aufsicht zulässig. Ohne Freigabe bearbeitest du CAD-Zeichnungen, Papierschablonen und vorbereitete Messdaten. Niemals reale Kunden-, Betriebs- oder Schülerdaten hochladen.


Berufsauftrag und Ausbildungsordnung


Rechtsgrundlage und zeitliche Einordnung

Die Edelsteinschleiferausbildungsverordnung vom 17. Mai 2018 gilt seit 1. August 2018; die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst vier Fachrichtungen. Die hier verbindliche Fachrichtung Edelsteinschleifen enthält im Ausbildungsrahmenplan Abschnitt C für den Zeitraum 19. bis 36. Ausbildungsmonat 40 Wochen zeitlichen Richtwert für Schleifen und Polieren und 12 Wochen für Umarbeiten und Nachbehandeln. Diese Richtwerte gelten nicht zusätzlich allein für das dritte Ausbildungsjahr. Abschnitt A führt übergreifende Fertigkeiten wie Planen, Dokumentieren und Prüfen auf, Abschnitt F integrative Fertigkeiten. Der betriebliche Ausbildungsplan, die zuständige Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer sowie der einschlägige Landeslehrplan bestimmen die konkrete Umsetzung. „Spezialisierung“ ist hier die didaktische Vertiefung, keine amtliche zusätzliche Fachrichtung.

Nach §§ 16 bis 20 EdSchleifAusbV umfasst der praktische Prüfungsbereich der Fachrichtung unter anderem ein Mugel- und ein Facettenschliff-Prüfungsstück mit Dokumentation und auftragsbezogenen Fachgesprächen. Die geregelte Prüfungszeit beträgt insgesamt 16 Stunden, die Fachgespräche zusammen höchstens 20 Minuten. Die hiesige Lernübung ist keine offizielle Prüfung und keine Prüfungszulassung. BIBB-Berufsprofil.


Was ein vollständiger Auftrag verlangt

Ein fachgerechter Auftrag beginnt mit einem Pflichtenblatt: Auftragssoll, Verwendungszweck, Steinidentifikation, Zeichnung, Oberflächenanforderung, Toleranzen, Materialreserve, Bearbeitungsfolge, Zeitbudget, sichere Betriebsfreigabe, Zwischen- und Endkontrollen. Die Ebouchierung ist das grobe Vorformen des Rohsteins. Ein Mugelschliff (Cabochon) hat eine überwiegend gewölbte Oberfläche, ein Facettenschliff mehrere präzise angeordnete ebene Flächen. Umschleifen bedeutet erneutes Bearbeiten eines vorhandenen Schliffs und erfordert genaue Prüfung der Restmasse und Bruchgefahr. Nur die fachrichtungsbezogenen Tätigkeiten des Edelsteinschleifens werden hier vertieft.

Beispiel einer Facettiermaschine, Doug Coldwell, CC BY-SA 4.0; aus der Abbildung können keine sicheren Betriebsparameter abgeleitet werden.

Deutschsprachiges Berufsvideo: BR alpha „Ich mach’s – Edelsteinschleifer/in“, identifiziert durch berufenavi.de. Der Fremdanbieter-Link ist fachlich zugeordnet; die direkte YouTube-Abspielbarkeit konnte bei der Recherche nicht gesondert kontrolliert werden.


Werkstoff, Schliffplanung und sichere Vorbereitung


Eignung statt Vermutung

Erfasse vor der Bearbeitung Gesteins- oder Mineralart und dokumentiere, worauf die Zuordnung beruht. Prüfe Transparenz, Farbe, optische Besonderheiten, Einschlüsse, natürliche Risse, Spaltbarkeit, Geometrie und Restmasse. Härte ist Widerstand gegen das Ritzen, nicht automatisch Bruchfestigkeit; Spaltbarkeit beschreibt das Trennen entlang bevorzugter Kristallebenen. Ein unbelegtes Etikett oder eine bloße Farbbeobachtung ersetzt keine gemmologische Prüfung. Entwurfsvarianten müssen das Risiko beschädigter Rohbereiche und die Materialausbeute einbeziehen.

Drei ovale Karneol-Cabochons als Vergleich zum Facettenschliff, W.carter, CC BY 4.0.

Eine Zeichnung mit vereinbarten Toleranzen ist die Grundlage für die Fertigung. Indexierung bezeichnet die wiederholbare Orientierung aufeinanderfolgender Facettenflächen, Schablonen unterstützen die Konturprüfung. Je nach Kundenauftrag unterscheiden sich die Anforderungen an Cabochonwölbung, Facettensymmetrie, Glanz und Mattierung. Für unbekanntes Material ist eine abweichende Bearbeitung nicht ohne fachliche Neubewertung oder Kundenfreigabe zulässig.

Winkelverstellung als Bildbeispiel, Alextryan, gemeinfrei. Keine Anleitung zur Einstellung einer laufenden Maschine.


Fachliche Freigabe und Risiken

Die zuständige Fachkraft beurteilt rotierende Schleifkörper, Einzugs- und Spritzstellen, Lärm, Staub, elektrische Gefährdungen, Ergonomie, Hilfsstoffe und Abfälle. Bei quarzhaltigen Werkstoffen kann lungengängiger quarzhaltiger Staub auftreten. Ein Nassverfahren kann Staub reduzieren, ist aber keine pauschale Entwarnung: Schleifschlamm, Feuchtarbeit, Aerosole und Abwasser bleiben zu beurteilen. Stelle vor Arbeitsbeginn fest, ob Maschine, Werkstückhalter, Schleif- und Poliermittel laut aktuellen Herstellerunterlagen zusammenpassen, ob Schutzvorrichtungen wirksam sind und ob eine dokumentierte Unterweisung vorliegt. Keine Freigabe bedeutet Simulation statt Praxis. Rechtsgrundlagen: BetrSichV, GefStoffV, BAuA-TRGS mit TRGS 559. DGUV Information 209-002, Ausgabe Juni 2023 erläutert allgemeine Schleifgefährdungen, bezieht sich jedoch überwiegend auf Metallbearbeitung und ist nicht ungeprüft auf jedes Edelsteinverfahren übertragbar.


Vollständiger Musterauftrag A-17


Fiktive Ausgangslage

Ein als Quarz spezifizierter transparenter Übungsrohstein mit 2,40 g soll im ovalen Facettenschliff nach Zeichnung bearbeitet werden. Zielmaße: Länge 12,0 ± 0,3 mm, Breite 9,0 ± 0,3 mm; geplante Endmasse 0,84 g. Zusätzlich werden symmetrische Umrissform, gleichmäßiger Glanz, keine neuen Ausbrüche und vollständige Dokumentation verlangt. Dies sind frei erfundene Modellkriterien, keine allgemeinen Prüfnormen. Eine reale Bearbeitung erfolgt nur unter Aufsicht; der komplette Fall lässt sich als digitales CAD- oder Papiermodell bearbeiten.


Geplanter Ablauf mit Zeitkontrolle

Phase Zeit Fachlich begründete Bearbeitung oder Simulation Prüfbarer Beleg
Auftragsklärung 15 min Anforderungen und Toleranzen schriftlich übernehmen Pflichtenblatt
Rohsteinbefund und Entwurf 20 min Einschlüsse markieren, zwei Orientierungen vergleichen Befund- und Schliffzeichnung
Arbeitsplatz- und Sicherheitsfreigabe 10 min Unterweisung, Maschinenzustand und Schutz durch Fachkraft prüfen Freigabenachweis oder Simulationsvermerk
Vorform und Zwischenkontrolle 35 min Materialabtrag und Restreserve an der Zeichnung planen; real nur beaufsichtigt Skizze und Kontrollmaß
Facettieren und Polieren 50 min Facettenfolge und Winkelbezug schematisch erklären; im Modell Sichtbefund zuordnen Facetten- und Polierprotokoll
Endprüfung 10 min Maße, Form, Glanz und Schäden mit Soll vergleichen Ausgefüllte Prüfkarte
Dokumentation und Übergabe 10 min Abfallbilanz, Kosten, Entscheidung und Fotos ohne Personendaten zusammenführen Anonyme Abschlussmappe

Rechenweg: 15 + 20 + 10 + 35 + 50 + 10 + 10 = 150 Minuten = 2,50 Stunden. Fehlt bei einer Phase die Freigabe, folgt keine praktische Folgetätigkeit.

Beispiel eines Haltersystems aus der Facettierung, Alextryan, gemeinfrei.

Bild eines frühen Facettierzustands, Alextryan, gemeinfrei.


Prüfbares Musterergebnis und Materialbilanz

Fiktive Messwerte: tatsächliche Länge 12,1 mm, Breite 8,9 mm, Endmasse 0,84 g, Sichtbefund: gleichmäßiger Glanz, keine neuen Ausbrüche, Symmetrie im Modell plausibel und dokumentiert. Längenabweichung: 12,1 − 12,0 = +0,1 mm. Breitenabweichung: 8,9 − 9,0 = −0,1 mm. Beide liegen innerhalb der vereinbarten ±0,3 mm. Nach allen Modellkriterien ist eine dokumentierte Freigabe vertretbar; ohne vollständige Sicherheits- und Qualitätsunterlagen nicht.

Massenausbeute = Fertigmasse / Rohmasse × 100 = 0,84 / 2,40 × 100 = 35,0 %. Massendifferenz = 2,40 − 0,84 = 1,56 g oder 65,0 %; sie umfasst mögliche Reststücke und Abtrag, ist nicht vollständig als Schleifstaub zu bezeichnen. Bei 0,20 g je metrischem Karat ergeben 0,84 g 4,2 ct. Masse ist kein Preis- oder Qualitätsurteil.


Qualitätsmanagement und Fehlerdiagnose


Beobachten, Ursachen prüfen und entscheiden

Eine matte Facette kann auf unvollständige Politur oder eine materialeigene Besonderheit hinweisen. Asymmetrie kann aus unpassender Ausgangsgeometrie oder ungenauer Orientierung entstehen. Ein Ausbruch kann auf vorhandene Schwachstellen, einen Bearbeitungsfehler oder ungeeignete Materialwahl deuten. Eine einzelne Beobachtung ist noch keine gesicherte Ursache. Dokumentiere Hypothese, sichere Prüfung, Befund und Freigabeentscheidung; nicht blind nachschleifen.

Beobachtung Hypothese Prüfmethode ohne neue Gefährdung Entscheidung
Facette bleibt matt Polier- oder Vorstufenspuren Vergleich mit Referenzbild bei definierter Beleuchtung Nacharbeit nur nach Reserve- und Fachfreigabe
Kontur asymmetrisch Orientierung oder Rohsteinform Sollkontur digital über Foto legen Abweichung messen, Änderung genehmigen lassen
Neuer Randriss Vorschaden oder Bearbeitungsschaden Stillsetzen, Sicht- und Lupenbefund durch Fachkraft Werkstück sperren und neu entscheiden
Schliff wirkt streifig Unvollständige Bearbeitungsfolge Bild- und Oberflächenprotokoll auswerten Ursache klären, Material nicht unkontrolliert abtragen
Zeitbudget überschritten Zusätzliche Prüfung oder Nacharbeit Zeitprotokoll gegen Plan vergleichen Kosten und Termin neu freigeben

Werkstattbild aus der Edelsteinbearbeitung, Cherubino, CC BY-SA 3.0; allein ein Foto beweist keine sichere Arbeitsweise.


Bewertungsraster: 100 Punkte für den Lernnachweis

Gegenstand Maximal Nachweis für volle Punktzahl
Auftragsanalyse 15 Alle Sollwerte, Annahmen und Grenzen vollständig
Werkstoff und Sicherheit 15 Risiken begründet, Freigaben und Simulationsalternative dokumentiert
Arbeitsplanung 15 Phasen, Zeit, Materialreserve und Zwischenprüfungen nachvollziehbar
Fachlicher Schlifftransfer 20 Schliffzeichnung und Bearbeitungsentscheidungen stimmig erklärt
Qualitätsprüfung und Fehlerdiagnose 20 Maße gerechnet, Ursachen bewertet und Entscheid begründet
Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Dokumentation 15 Kosten korrekt, Ressourcen und Datenschutz berücksichtigt
Gesamt 100 Unterrichtsraster, keine Prüfungsordnung

Didaktische Rückmeldung: 90–100 Punkte = sehr vollständig; 75–89 = überwiegend sicher begründet; 60–74 = gezielte Ergänzungen notwendig; darunter = Auftrag neu strukturieren. Bei nicht erfüllter Sicherheitsfreigabe darf ein Werkstück unabhängig von Punkten nicht praktisch bearbeitet oder abgegeben werden. Dieses Raster ersetzt weder betriebliche Abnahme noch amtliche Prüfungsbewertung.


Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung


Vollständig gerechnete Kalkulation

Die folgenden Beträge sind fiktive Modellwerte. Rohstoff: 2,40 g × 5,00 €/g = 12,00 €. Werkstattkosten: 150 min / 60 = 2,50 h; 2,50 h × 40,00 €/h = 100,00 € (angenommene Vollkostenrate, kein Tarif). Verbrauchsmittel 7,50 €, Energie-, Wasser- und Entsorgungsanteil 1,20 €. Selbstkosten = 12,00 + 100,00 + 7,50 + 1,20 = 120,70 €. Bei einem kalkulatorischen Kostenaufschlag von 20 % ergibt sich 120,70 × 1,20 = 144,84 € als vereinfachter Nettoangebotspreis ohne Steuerannahme. Aufschlag und prozentuale Umsatzrendite sind verschiedene Größen.

Alternativfall: Zusätzliche zehn Minuten Nacharbeit verursachen 10/60 h × 40,00 €/h = gerundet 6,67 € Mehrkosten, ohne zusätzlichen Materialeinsatz. Prüfe vor einer Nacharbeit, ob eine vorgezogene Zwischenkontrolle kostengünstiger wäre und ob die Restmasse ausreicht. Nicht jede technisch mögliche Korrektur ist wirtschaftlich oder materialschonend.


Ressourcenschutz, digitale Dokumentation und Datenschutz

Plane Materialausrichtung und Bearbeitung so, dass nicht durch vermeidbare Nacharbeit weitere Edelsteinsubstanz verloren geht. Erfasse Reststücke, Schlämme und Abfälle getrennt und entsorge sie gemäß betrieblicher Gefährdungsbeurteilung; Abläufe aus historischem Handwerk sind kein Sicherheitsnachweis. Vermeide trockenes Aufwirbeln potentiell quarzhaltigen Staubs durch ungeeignete Reinigungsverfahren. Beurteile Wasser-, Energie- und Schleifmittelverbrauch statt pauschal nur einen niedrigen Preis zu belohnen.

Eine digitale Arbeitsmappe enthält Version der Zeichnung, anonymes Befundblatt, Zeit- und Materialrechnung, Maße mit Prüfdatum, Bildprotokoll und Entscheidung „freigegeben“, „nacharbeiten“ oder „gesperrt“. Dokumentiere auch Unsicherheiten. Freigaben liegen bei der zuständigen Fachkraft; technische Vorgaben kommen von den tatsächlichen Geräteherstellern. Kunden- und Betriebsgeheimnisse sowie personenbezogene Daten dürfen nicht in öffentliche Quiz-, LernApp- oder Wiki-Seiten gelangen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Welche Quelle legt die Ausbildungsstruktur des Edelsteinschleifers verbindlich fest? (Edelsteinschleiferausbildungsverordnung von 2018) (!Ein Lehrbuch aus den 1990er Jahren) (!Die Werbung eines Schleifmaschinenanbieters) (!Ein beliebiger kommunaler Museumsplan)




Wofür gelten die 40 Wochen nach Abschnitt C? (Schleifen und Polieren im Zeitraum 19. bis 36. Ausbildungsmonat) (!Zusätzliche 40 Wochen nach Abschluss der Ausbildung) (!Alle Diamantfachrichtungen gemeinsam) (!Eine einheitliche Prüfungsdauer)




Was ist bei einem neu entstandenen Randriss zunächst zu tun? (Arbeit stoppen und Fachfreigabe nach neuer Prüfung einholen) (!Den Riss mit kräftigerem Schleifen beseitigen) (!Den Qualitätsbefund im Protokoll auslassen) (!Den Auftragswert ohne neue Prüfung verdoppeln)




Wodurch ist ein Ergebnis nachvollziehbar prüfbar? (Festgelegte Sollwerte und dokumentierte Istwerte samt Freigabe) (!Allein durch einen hohen Rohmaterialpreis) (!Nur durch subjektiv empfundenen Glanz) (!Ausschließlich durch ein Foto ohne Maßstab)




Welche Aussage zu Härte und Bruchfestigkeit ist korrekt? (Ritzhärte ist nicht mit Bruchfestigkeit gleichzusetzen) (!Sehr harte Steine können grundsätzlich nicht brechen) (!Transparente Steine besitzen nie Spaltrichtungen) (!Härte sagt zuverlässig den Verkaufspreis voraus)




Wie viel Prozent der Rohmasse bleiben bei 2,40 Gramm und 0,84 Gramm Endmasse erhalten? (35 Prozent) (!65 Prozent) (!84 Prozent) (!28 Prozent)




Welche Länge erfüllt das Modellmaß 12,0 plus oder minus 0,3 Millimeter? (12,1 Millimeter) (!12,5 Millimeter) (!11,5 Millimeter) (!12,8 Millimeter)




Wie vielen Stunden entsprechen 150 Minuten? (Zwei Stunden und dreißig Minuten) (!Eine Stunde und fünfzig Minuten) (!Drei Stunden und fünfzig Minuten) (!Zwei Stunden und fünfzig Minuten)




Wie viel kostet eine zehnminütige Nacharbeit bei 40 Euro je Stunde ungefähr? (6,67 Euro) (!4 Euro) (!16 Euro) (!40 Euro)




Welche Übung ist ohne Maschinenfreigabe sicher vorgesehen? (CAD-Simulation und Auswertung vorbereiteter Messdaten) (!Ein kurzer unbeaufsichtigter Probeschliff) (!Trockenschleifen zur Überprüfung der Farbe) (!Maschinenstart ohne Betriebsanweisung)





Memory

Finde die passenden Begriffs- und Bedeutungspaare.

Materialreserve Noch verfügbares Material für begründete Änderungen
Indexierung Wiederholbare Orientierung verschiedener Facettenflächen
Sollmaß Vor Beginn vereinbarter Zielwert
Istmaß Am Arbeitsergebnis erhobener Messwert
Schablone Vergleichsvorlage für eine Sollkontur
Freigabe Dokumentierte Entscheidung nach vollständiger Prüfung





Drag-and-drop

Ordne jedem Prozessschritt den passenden Nachweis zu.

Arbeitsschritt Dokumentation
Auftrag analysieren Pflichtenblatt mit Toleranzen
Material beurteilen Skizze von Einschlüssen und Rissen
Prozess planen Ablaufplan mit Zeiten
Qualität prüfen Soll-Ist-Messblatt
Übergabe abschließen Anonymisierte Abschlussmappe mit Freigabestatus





Kreuzworträtsel

Finde die sechs Fachbegriffe. Jeder gesuchte Begriff besteht aus einem Wort.

Facette Wie heißt eine einzelne ebene Schlifffläche?
Schablone Womit prüft man eine vorgegebene Kontur?
Politur Welche Bearbeitungsstufe erzeugt den vorgesehenen Glanz?
Einschluss Wie heißt ein inneres Materialmerkmal im Stein?
Ausbeute Wie heißt das Verhältnis von Fertigmasse zu Rohmasse?
Freigabe Wie heißt der dokumentierte Abschlussentscheid nach erfolgreicher Prüfung?





LearningApps

Prüfe bei Fremdübungen zuerst Materialbezug und Qualität.


Lückentext

Jede Lücke prüft einen einzelnen fachlichen Zusammenhang.

Ergänze die fehlenden Fachbegriffe.
Ein Auftrag wird zunächst in einem prüfbaren

erfasst.
Bei der Planung achtest du auf die bekannte

.
Eine Prüfung der Steinstruktur gehört zum

.
Die zulässige Abweichung vom Sollwert heißt

.
Die kontrollierte Orientierung der Facetten unterstützt die

.
Wird ein neuer Riss entdeckt, muss die Bearbeitung

.
Eine Kontrolle vor der Endprüfung ist eine

.
Für die Kalkulation rechnest du Minuten in

um.
Fertigmasse geteilt durch Rohmasse ergibt die

.
Ohne Betriebsfreigabe arbeitest du an einer

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Auftragskarte: Formuliere Zielschliff, Sollmaße, Sicherheitsvoraussetzung und drei Prüfkriterien des erfundenen Auftrags.
  2. Steinprüfung: Zeichne vier mögliche Werkstoffmerkmale ein und kennzeichne jede Unsicherheit im Befund.
  3. Schliffskizze: Stelle Mugel- und Facettenschliff mit je zwei Qualitätskriterien gegenüber.
  4. Sicherheitsmatrix: Ordne vier Gefährdungen den passenden betrieblich zu prüfenden Schutzmaßnahmen zu.


Standard

  1. Messblatt: Berechne die Längen- und Breitenabweichung der Musterwerte, vergleiche die Toleranz und formuliere die modellhafte Entscheidung.
  2. Massenausbeute: Errechne Fertiganteil und Massendifferenz mit Formel und begründe mögliche Abfallarten.
  3. Ablaufdiagramm: Stelle alle sieben Phasen mit Prüfentscheid und Simulationsausweg dar.
  4. Kalkulation: Erstelle eine nachvollziehbare Kostenübersicht einschließlich zehn Minuten hypothetischer Nacharbeit.


Schwer

  1. Schadensgutachten: Entwickle bei einem neuen Randriss zwei sichere Entscheidungsalternativen mit Material- und Kostenrisiken.
  2. Entwurfsvergleich: Vergleiche zwei gezeichnete Rohsteinorientierungen hinsichtlich Schliffbild, Bruchrisiko und Materialreserve.
  3. Werkstattprojekt: Entwirf ein überprüfbares Konzept zur Verringerung von Ausschuss, Schleifschlamm und unnötigem Wasserbedarf.
  4. Auftragsverteidigung: Präsentiere eine anonymisierte Auftragsmappe und beantworte zwei Rückfragen zu Fehler, Sicherheit und Kosten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang: Erkläre, weshalb bereits die Rohsteinorientierung die spätere Qualität und Wirtschaftlichkeit beeinflusst.
  2. Prüfstrategie: Entwickle aus einem Sollwert eine sichere Messkette bis zur Endfreigabe und erläutere die Dokumentation.
  3. Entscheidung: Beurteile einen Stein mit richtigen Außenmaßen, aber mattierter Fläche und neuem Riss.
  4. Transfer: Begründe anhand der Massendifferenz, warum Ausbeute, Abfalltrennung und Wiederverwendung getrennt bewertet werden.
  5. Wirtschaftlichkeit: Rechne den Nacharbeitsaufwand und bewerte ihn gegenüber einer frühen Zwischenkontrolle.
  6. Digitale Übergabe: Erstelle eine fiktive, versionssichere Prüfkarte ohne vertrauliche Informationen.


Lernnachweis

Konkretes Arbeitsergebnis: Eine vollständige anonymisierte Muster-Auftragsmappe mit Pflichtenblatt, Material- und Gefährdungsbefund, zwei Schliffskizzen, Arbeitsplan, nachvollziehbaren Zwischenkontrollen, Soll-Ist-Messblatt samt Rechenwegen, Fehlerdiagnose, Abschlussentscheidung, Kostenübersicht, Ressourcenbilanz und Reflexion der Übertragbarkeit in die betriebliche Praxis. Sie darf vollständig anhand von CAD und vorgegebenen Daten entstehen; reale Maschinenarbeit ist nicht Voraussetzung.

Wissen: begründete Werkstoff- und Schliffwahl. Fertigkeit: dokumentierte Planung, Messung und Fehlerprüfung. Produkt: prüfbares Modell mit Zeichnung und Abschlussmappe. Transfer: sichere, wirtschaftliche und ressourcenschonende Entscheidung. Nutze das Unterrichtsraster aus dem Qualitätskapitel; keine offizielle Prüfungszertifizierung.


OER und Wikipedia

Fach- und Rechtsquellen (Stand der Recherche: Oktober 2026):

Tatsächlich auf den jeweiligen Commons-Dateiseiten geprüfte Bildnachweise:

Datei Originalseite Urheber Lizenz / Nachweis
File:Faceting machine.JPG Commons Doug Coldwell CC BY-SA 4.0
File:Three oval carnelian cabochons 1.jpg Commons W.carter CC BY 4.0
File:AngleSet.jpg Commons Alextryan gemeinfrei laut Commons
File:Dopstick.jpg Commons Alextryan gemeinfrei laut Commons
File:Firstfacet.jpg Commons Alextryan gemeinfrei laut Commons
File:Gem cutting 01.JPG Commons Cherubino CC BY-SA 3.0

Lizenzgrenze: Die Commons-Bilder sind offen lizenziert oder gemeinfrei; die verlinkten Filme und LearningApps-Suchergebnisse sind deshalb nicht automatisch OER. Prüfe ihre Verfügbarkeit vor der Verwendung.

Wikipedia-Einstieg: Edelsteinschleifer, Schliff, Cabochon; Wikipedia ist Überblick, nicht Ersatz für Verordnung oder Arbeitsschutzprüfung.


Verknüpfte Lernbereiche

Projekte: digitaler Modellauftrag vom Rohstein bis zum prüfbaren Ergebnis; Fehleratlas mit selbst gezeichneten Facetten; Werkstattkonzept zur Ressourcenbilanz. Keine alten fachfremden Handwerkskurse sind als Erfüllung dieses Lernnachweises vorausgesetzt.


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