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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Kaufmann im Einzelhandel - 3. Ausbildungsjahr

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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Kaufmann im Einzelhandel - 3. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du bist im dritten Ausbildungsjahr zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel und übernimmst einen zusammenhängenden, überprüfbaren Auftrag. Du analysierst eine Ausgangslage, planst einen Geschäftsprozess, begründest Entscheidungen, führst genehmigte Schritte aus, prüfst Kennzahlen und dokumentierst Verbesserungen. Dabei greifen vier Jahreskompetenzen ineinander: Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern, mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden, Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen sowie ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln.

Der Kurs ist ein didaktisches Jahresprojekt, keine offizielle IHK-Prüfung und keine Zusage einer Prüfungszulassung. Grundlage sind das BIBB-Berufsprofil, die dort verlinkte aktuelle Verkäufer- und Einzelhandelskaufleuteausbildungsverordnung und der Rahmenlehrplan. Gleiche die Aufgaben mit deinem betrieblichen Ausbildungsplan, den gewählten Wahlqualifikationen, deiner Berufsschule, dem anwendbaren Landeslehrplan und der zuständigen IHK ab. Verarbeite ausschließlich fiktive Artikel-, Kunden-, Personal- und Betriebsdaten.

Dein Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, planen, begründet bearbeiten, prüfen und dokumentieren. Die sichere Standardvariante ist eine vollständig fiktive Modellfiliale mit Tabellenkalkulation, Papier-Musterartikeln und Rollenspiel. Reale Warenbewegungen, Kassenvorgänge, Bestellungen, körperlich belastende Lagerarbeiten und Kundenaktionen erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe und unter fachkundiger Aufsicht.


Den Jahresauftrag als vollständige berufliche Handlung gestalten


Ausgangslage, Auftrag und Kompetenzziele

Eine vollständige Handlung umfasst Informieren, Planen, Entscheiden, Durchführen, Kontrollieren und Bewerten. Im Einzelhandel betreffen diese Schritte Waren- und Informationsfluss, Wirtschaftlichkeit, Kundenservice, Teamarbeit und Verantwortung. Erstelle zu Beginn ein schriftliches Auftragsblatt mit Ausgangsproblem, messbaren Zielen, Sortiment, verfügbaren Daten, Verantwortlichkeiten, Freigabegrenzen, Zeitfenstern und Prüfkriterien. Ein Auftrag wie „Verbessere den Absatz“ ist zu ungenau. Prüffähig wäre beispielsweise: „Plane eine zweiwöchige, wirtschaftlich tragfähige Aktion für Mehrweg-Trinkflaschen; sichere einen Restbestand und dokumentiere die Deckungsbeiträge auf Grundlage fiktiver Daten.“

Für die Informationsphase unterscheidest du Ist-Werte von Soll-Werten. Ist-Werte beschreiben den beobachteten Zustand; Soll-Werte legen Ziele fest. Datenquellen im Modell sind anonyme Absatzsummen, Artikelstammdaten, Lieferzeiten, genehmigte Kostenansätze und ein anonymisierter Feedbackbogen. Notiere für jede Kennzahl die Einheit, den Bezugszeitraum und die Quelle. Frage bei Widersprüchen nach, anstatt Zahlen ungeprüft zu übernehmen.


Jahresfahrplan mit vier verknüpften Handlungsfeldern

Projektphase Berufliche Kompetenz Zwischenprodukt und überprüfbarer Übergang
Quartal 1: Analysieren Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern Waren- und Informationsflussdiagramm, sortierte Artikelstammdaten, Bestands- und Kennzahlenanalyse
Quartal 2: Gestalten Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden Zielgruppenprofil, stimmiger Marketing-Mix, datensparsame Kommunikationsvorlage und Prognose
Quartal 3: Organisieren Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen Aufgaben- und Dienstplan mit Qualifikationen, Vertretung, Pausenprüfung und Übergaberegeln
Quartal 4: Entscheiden Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln Wirtschaftlichkeitsrechnung, Soll-Ist-Vergleich, Fehleranalyse, Qualitätssicherung und begründete Entscheidungsvorlage

Die Phasen bauen aufeinander auf: Ein fehlerhafter Bestand verfälscht die Werbung; eine nicht verfügbare Beratungskraft beeinträchtigt das Kundenerlebnis; unpassende Kostenannahmen führen zu falschen Managemententscheidungen. Nach jedem Quartal wird der Auftrag anhand von Kriterien geprüft und gegebenenfalls angepasst.

Abbildung: Ein Gantt-Diagramm visualisiert zeitliche Abhängigkeiten. Das Bild ist ein Strukturbeispiel, kein offizieller Ausbildungsplan. Quelle: Wikimedia Commons, Frank Murmann, gemeinfrei.


Freigabe- und Sicherheitsgrenzen

Vor der Durchführung prüfst du: Darf ich die Handlung rechtlich und organisatorisch ausführen? Ist eine fachkundige Person anwesend? Liegen Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, geeignete Arbeitsmittel und gegebenenfalls Herstelleranleitungen vor? Ohne Freigabe bleibt es beim Modell. Du führst keine unautorisierten Bestellungen, Zahlungen, Änderungen im Warenwirtschaftssystem, Preisänderungen, Werbeversendungen oder selbstständigen Arbeiten mit Flurförderzeugen aus. Bei Unsicherheit oder Gefahr: Tätigkeit stoppen und verantwortliche Fachkraft informieren.


Waren- und Informationsfluss wirtschaftlich steuern


Von der Kundenanfrage bis zur Bestandskontrolle

Der Warenfluss beschreibt den Weg vom Lieferanten über Warenannahme, Lagerung und Präsentation bis zu Verkauf, Rückgabe oder Verwertung. Der Informationsfluss umfasst Bestellung, Auftragsbestätigung, Artikelnummer, Wareneingangsprüfung, Buchung, Preisauszeichnung, Verkaufsbeleg und Bestandssignal. Stimmen reale Warenmenge und Systembuchung nicht überein, sind Fehlbestände, falsche Werbeversprechen und Fehlentscheidungen möglich. In einer Modellübung vergleichst du Lieferung, Lieferschein und Bestellung; bei Abweichungen dokumentierst du zunächst den Befund und leitest einen genehmigten Klärungsprozess ein.

Bedarfsrechnung: Benötigte Bestellmenge = prognostizierter Absatz + geplanter Sicherheitsbestand − verfügbarer Anfangsbestand − bereits verbindlich zugesagte Zugänge. Berücksichtige Reservierungen und Liefertermine gesondert. Meldebestand bezeichnet den Bestand, bei dem eine Beschaffung geprüft beziehungsweise angestoßen werden muss; eine vereinfachte Formel lautet durchschnittlicher Bedarf pro Tag × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Prognosen sind unsicher: Prüfe Saison, Lieferzuverlässigkeit, Retouren, Verderb beziehungsweise technische Artikeländerungen.

Abbildung: Regale müssen bedarfsorientiert bestückt und kontrolliert werden. Quelle: Wikimedia Commons, Frankie Fouganthin, CC BY-SA 4.0, unverändert eingebunden.


Kennzahlen sauber interpretieren

Nettoumsatz = verkaufte Menge × Nettoverkaufspreis, sofern keine Nachlässe oder Rückgaben anzusetzen sind. Variable Kosten verändern sich mit der Verkaufsmenge, etwa Warenbezug und stückbezogenes Verpackungsmaterial. Deckungsbeitrag je Stück = Nettoverkaufspreis − variable Stückkosten. Er deckt noch nicht sämtliche Fixkosten. Aktionsüberschuss im vereinfachten Fall = gesamter Deckungsbeitrag − ausschließlich der Aktion zurechenbare fixe Zusatzkosten; er ist nicht gleich dem Jahresgewinn der Filiale. Eine Abverkaufsquote setzt verkaufte zu bereitgestellten verkaufsfähigen Einheiten ins Verhältnis und muss mit eindeutigem Nenner und Zeitraum angegeben werden.

Beachte die getrennte Betrachtung von Nettopreis und Umsatzsteuer. Prüfe bei echten Vorgängen stets die anwendbaren steuerlichen Regeln und das freigegebene System, statt einen pauschalen Steuersatz auf alle Warenarten zu übertragen. Eine positive Umsatzveränderung beweist für sich allein noch keine positive Ergebnisveränderung.


Marketing und Kundenkommunikation wirksam verbinden


Kundenbedürfnisse und Marketing-Mix

Der Marketing-Mix verbindet Produktpolitik (welche Qualität und welchen Nutzen?), Preispolitik (welcher nachvollziehbare Preis?), Distributionspolitik (welche Verfügbarkeit in Filiale oder Onlinekanal?) und Kommunikationspolitik (welche nachprüfbare Botschaft?). Die Entscheidung beginnt mit einem konkreten, nicht personenbezogenen Zielgruppenproblem: Eine Person sucht eine langlebige Trinkflasche, die sich leicht reinigen lässt. Erfinde keine Umweltversprechen; überprüfe Material, Dichtheit, Pflegehinweise und Lieferantenangaben. Nachhaltigkeit umfasst nicht nur Werbung, sondern auch Lebensdauer, Reparaturmöglichkeiten, Retourenaufwand, Transport und Verpackung.

Abbildung: Vier klassische Marketinginstrumente und ihre Abstimmung. Quelle: Wikimedia Commons, Grochim, CC BY-SA 3.0, unverändert eingebunden.


Beratung und Umgang mit Einwänden

Ein strukturiertes Gespräch beginnt mit einer offenen Bedarfsermittlung, etwa „Wofür möchtest du die Flasche überwiegend verwenden?“ Es folgen passende Produktargumente mit überprüfbaren Merkmalen, ehrlicher Preisvergleich, Rückfragen, Abschluss ohne Druck und korrekte Serviceinformation. Bei Einwänden wie „Im Netz ist sie billiger“ prüfst du Vergleichbarkeit, Verfügbarkeit und tatsächliche Leistung statt Konkurrenzangebote unbelegt abzuwerten. Dokumentiere im Übungsprotokoll die Kundensituation nur mit Rollenkennzeichen wie „Kunde A“ und ohne reale Namen oder Kontaktdaten. Eine mögliche Rollenübergabe lautet: „Die gewählte Variante ist derzeit nicht verfügbar. Ich kann dir nach Verfügbarkeitsprüfung eine gleichwertige Alternative erklären.“

Abbildung: Ein kundenorientierter Abschluss erfordert korrekte Übergabe und verständliche Information. Quelle: Wikimedia Commons, Tessa Bury, CC BY 4.0, unverändert eingebunden.


Digitalisierung, Kundenbindung und Datenschutz

Digitale Warenverfügbarkeit, Click-and-Collect und ein verständliches Serviceangebot können Kundenbindung stärken. Jedoch ist eine Kaufhistorie nicht automatisch für personalisierte Werbung freigegeben. Erhebe für Übungen keinerlei echte Daten. In realen Unternehmen gelten insbesondere Zweckbindung, Datenminimierung und eine passende Rechtsgrundlage nach der DSGVO sowie die Hinweise der Datenschutzkonferenz zum Onlinehandel. Für werbliche Auswertung sind zusätzliche rechtliche Prüfungen nötig; übernimm keine Kundendateien in private oder externe KI-Systeme. Beurteile Digitalisierung nicht nur nach Reichweite, sondern auch nach Barrierearmut, Kosten, Energie- und Ressourcenbedarf sowie verlässlicher Erreichbarkeit.

Fachvideo (Deutsch): „Erfolgreich digitalisieren im lokalen Einzelhandel – So geht’s!“, Handelsverband NRW, Quelle/Videoseite; Rechte beim Anbieter, eingebettet und nicht als OER umlizenziert. Beobachtungsauftrag: Nenne zwei digitale Verbesserungen, einen messbaren Nutzen und eine Datenschutzgrenze.


Personaleinsatz planen und ein Team anleiten


Bedarfsorientierter Dienst- und Aufgabenplan

Eine Personaleinsatzplanung verbindet erwartete Nachfrage, notwendige Tätigkeiten, Qualifikationen, tatsächliche Verfügbarkeit, Arbeitszeitvorschriften und wirtschaftliche Grenzen. In der Stoßzeit braucht ein Beratungspunkt möglicherweise eine geschulte Person; bei Kassenarbeit sind Einweisung und Berechtigung wichtig. Weder ein Name noch die bloße Anwesenheit garantieren die passende Kompetenz. Plane Rollen, Vertretung, Übergabewege, erreichbare Führungskräfte und kurze Lagebesprechungen. Vergleiche prognostierte Auslastung mit einem anonymisierten Ist-Protokoll; prüfe Wartezeit und Beratungsqualität, ohne Beschäftigte zu überwachen.

Bei Erwachsenen sind Arbeitszeit und Ruhepausen nach Arbeitszeitgesetz zu prüfen; beispielsweise verlangt § 4 bei mehr als sechs bis neun Stunden mindestens 30 Minuten Pause. Bei Jugendlichen gelten zusätzliche Schutzregeln nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz, darunter abweichende Pausengrenzen. Tarifverträge, betriebliche Regeln, Berufsschule, Feiertage, Personalvertretungsrechte und individuelle Einschränkungen müssen im tatsächlichen Einsatz gesondert geprüft werden. Ein Übungsplan ist keine Freigabe.

Fachvideo (Deutsch): „Effiziente Personaleinsatzplanung im Einzelhandel: Tipps für Zeitersparnis und Erfolg“, Handelsverband NRW, Quelle/Videoseite; Rechte beim Anbieter, nur eingebettet. Prüfauftrag: Welche Planungsannahme müsste in deinem fiktiven Betrieb vor der Übernahme geprüft werden?


Führung, Feedback, Gesundheit und Arbeitsmittel

Führung heißt Arbeitsziele erklären, Kompetenzen fördern, Rückmeldungen konkret und respektvoll geben und Fehler als Verbesserungsmöglichkeit behandeln. Nutze das Muster: Beobachtung ohne Vorwurf → Auswirkung auf Prozess oder Kunde → vereinbarte Korrektur → überprüfter Termin. Bei Konflikten höre beide Perspektiven an und leite sensible Fälle an befugte Stellen weiter.

In Lager und Verkaufsraum sind insbesondere Verkehrswege, Stolperstellen, ergonomisches Heben, hohe Regale, elektrische Arbeitsmittel und Warentransport zu beachten. Die DGUV Information 208-016 erklärt den sicheren Einsatz von Leitern und Tritten auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung. Praktische Bedienung nur nach Unterweisung, Freigabe und unter Aufsicht; nutze im Kurs stattdessen eine schematische Regalgrafik und einen Papier-Lieferschein. Prüfe stets aktuelle betriebliche Regeln und die Herstelleranweisung des konkret eingesetzten Geräts.


Die Filiale verantwortungsvoll weiterentwickeln


Entscheidungen aus mehreren Perspektiven begründen

Filialleitung bedeutet mehr als kurzfristige Umsatzsteigerung. Nutze ein Entscheidungstableau mit Wirtschaftlichkeit, Kundennutzen, Verfügbarkeit, Mitarbeitendenbelastung, Datenschutz, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit. Eine günstigere Verpackung kann zusätzliche Schäden verursachen; ein hoher Rabatt kann den Deckungsbeitrag verringern; ein digitaler Werbekanal kann ohne Rechtsgrundlage ungeeignet sein. Formuliere vor dem Test eine Hypothese und einen Grenzwert, beispielsweise „mindestens 30 Einheiten zur Deckung der aktionsbezogenen Fixkosten“, und prüfe nachher, ob der zugrunde liegende Datenstand zuverlässig ist.

Abbildung: Digitaler Kassenzugang kann Abläufe verändern, ersetzt jedoch keine Zugänglichkeits-, Sicherheits- und Datenschutzprüfung. Quelle: Wikimedia Commons, Xanor, CC0 1.0.


Fehleranalyse, Qualität und kontinuierliche Verbesserung

Trenne Symptom („Regal ist leer“), unmittelbare Ursache („Nachschub blieb aus“) und Grundursache („Bestand wurde trotz Abweichung ohne Prüfung gebucht“). Untersuche mit einem Prozessdiagramm, einer einfachen Fünf-Warum-Fragefolge oder einem Soll-Ist-Protokoll. Bewerte Maßnahmen auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Qualität ist hier prüfbar: korrekte Buchung, vollständige Preisauszeichnung, aktueller Bestand, verständliche Kundenkommunikation, sicherer Arbeitsplatz, nachweisbare Freigabe und nachvollziehbare Kennzahl. Eine Maßnahme ist erst abgeschlossen, wenn ein zweiter Blick das Ergebnis bestätigt.

Nachhaltigkeitscheck: Bevorzuge bedarfsgerechte Bestellung, Wiederverwendung geeigneter Transportverpackungen, Vermeidung von Fehlwegen und sachgerechte Rücknahmeprozesse. Sicherheit und Produktqualität haben Vorrang vor Ressourceneinsparungen. Bei realen Reklamationen werden interne Vorgaben und geltendes Recht geprüft; die Modellvariante verwendet erfundene Fallkarten ohne personenbezogene Informationen.


Durchgerechneter Praxisfall: Zweiwöchige Aktionsfläche


Auftrag, Daten und Annahmen

Die fiktive Modellfiliale StadtMarkt möchte für zwei Wochen Mehrweg-Trinkflaschen bewerben. Alle Zahlen sind reine Übungswerte, Nettobeträge ohne Umsatzsteuer; keine Hersteller- oder Kundendaten werden behauptet. Ausgangsbestand: 35 Stück. Erwartete Verkäufe: 80 Stück. Gewünschter Rest- beziehungsweise Sicherheitsbestand: 15 Stück. Verbindlich zugesagte Zugänge: 0 Stück. Geplante neue Lieferung: rechtzeitig vor Aktionsbeginn. Nettoverkaufspreis: 24,00 € je Stück. Variable Kosten: 12,00 € Einkauf, 0,80 € Transport/Handling, 0,20 € Verpackungsanteil je Stück. Ein digitaler Hinweis kostet pauschal 80,00 €; zusätzlich werden 16 Einsatzstunden zu kalkulatorisch 15,00 € für diese Aktion angesetzt. Dies sind vereinfachte Zusatzkosten, keine vollständige Personal- oder Filialkostenrechnung.

Arbeitsauftrag: Plane Nachbestellung, Absatzkommunikation, Personaleinsatz und Ergebnisprüfung. Dokumentiere eine sichere Alternative, falls Lieferung oder personelle Besetzung scheitert.


Arbeitsplan und Freigabepunkte

Schritt Zuständigkeit in der Simulation Prüffähiges Ergebnis Abbruch- oder Freigabepunkt
1. Auftrag und Nachfrage prüfen Azubi im Planspiel Datentabelle mit Herkunft, Soll-Absatz und Vorbehalten Ohne plausible Nachfrage keine feste Werbezusage
2. Bestand und Beschaffung rechnen Warenwirtschaftsrolle dokumentierte Bestellmenge und Liefertermin Reale Bestellung nur mit betrieblicher Genehmigung
3. Marketing und Beratung gestalten Marketingrolle sachliche Werbekarte und Gesprächsleitfaden Keine unbewiesenen Umwelt- oder Verfügbarkeitszusagen
4. Einsatz abstimmen Teamleitungsrolle anonymisierter Rollenplan und Rechtsprüfung Kein realer Dienstplan ohne Berechtigung
5. Modellaktion durchspielen Verkaufsteam im Rollenspiel fiktives Verkaufsprotokoll und Übergabeprotokoll Keine echte Kasse und keine echten Kundendaten
6. Soll-Ist-Vergleich und Reflexion Projektteam Berechnung, Fehlerprotokoll, Empfehlung Abweichungen vor weiterer Werbung klären

Das Arbeitsresultat ist ein Projektpaket aus Auftragsblatt, Tabellenkalkulation, Plan, Werbekarte, Rollenspielprotokoll, Soll-Ist-Vergleich, Gefährdungs- und Datenschutzcheck sowie einer begründeten einseitigen Entscheidungsvorlage. Lehrkraft oder ausbildende Fachkraft prüft die Freigabepunkte im realen Betriebsbezug.


Rechenweg und überprüfbare Entscheidung

1. Beschaffung: Bestellmenge = 80 erwartete Verkäufe + 15 Sicherheitsbestand − 35 Anfangsbestand − 0 zugesagte Zugänge = 60 Stück. Nach pünktlicher Lieferung sind 35 + 60 = 95 Stück verfügbar; nach 80 Verkäufen verbleiben 15 Stück.

2. Deckungsbeitrag: Variable Stückkosten = 12,00 + 0,80 + 0,20 = 13,00 €. Stückdeckungsbeitrag = 24,00 − 13,00 = 11,00 €. Bei 80 verkauften Stück beträgt der Nettoumsatz 80 × 24,00 = 1.920,00 €. Die variablen Kosten der 80 Verkäufe betragen 80 × 13,00 = 1.040,00 €. Der Gesamtdeckungsbeitrag ist 1.920,00 − 1.040,00 = 880,00 €.

3. Personal und Zusatzkosten: Freitag von 14 bis 18 Uhr zwei Rollen, Samstag von 10 bis 14 Uhr zwei Rollen: (4 + 4) × 2 = 16 Personenstunden insgesamt. 16 × 15,00 = 240,00 € kalkulatorischer Personalansatz. Mit 80,00 € Digitalhinweis ergeben sich 320,00 € aktionsbezogene fixe Zusatzkosten. Die echten Arbeitszeiten aller Beteiligten und rechtlichen Vorgaben müssen vor einem realen Einsatz zusätzlich geprüft werden.

4. Aktionsbezogenes Ergebnis: 880,00 − 320,00 = 560,00 € positiver vereinfachter Aktionsüberschuss. Die Gewinnschwelle der Zusatzkosten liegt bei 320,00 ÷ 11,00 = 29,09 Stück; auf ganze verkaufte Stück aufgerundet sind 30 Stück notwendig. Bei 30 Verkäufen beträgt der Überschuss 30 × 11,00 − 320,00 = 10,00 €. Nicht erfasst sind bestehende Filialfixkosten, mögliche Rabatte, Retouren und weitere Kosten; deshalb darfst du 560,00 € nicht als Filialgewinn ausgeben.

5. Gegenprobe durch Fehlerfall: Es werden statt 60 nur 40 Stück geliefert. Verfügbar sind 35 + 40 = 75 Stück. Mit 15 Stück vorgesehenem Sicherheitsbestand sind maximal 60 Stück für die Aktionsplanung frei. Bei 60 Verkäufen ergibt sich 60 × 11,00 − 320,00 = 340,00 € vereinfachter Aktionsüberschuss. Der ursprüngliche Plan über 80 Verkäufe ist nicht mehr zuverlässig. Mögliche sichere Maßnahmen: Werbung vor Freigabe anpassen, verbindlichen Liefertermin erfragen, nur tatsächlich verfügbare Ware anbieten, ehrliche Alternativen beraten und die Kalkulation neu dokumentieren. Kein vorschnelles Abbuchen oder ungesichertes Lieferzusageversprechen.

6. Qualitätsprüfung: Rechne unabhängig nach: Anfangsbestand + gebuchter Zugang − tatsächlich verkaufte Menge = Soll-Endbestand. Prüfe Stückkosten gegen freigegebene Daten, Werbeaussagen gegen reale Produktmerkmale, Rollenplan gegen Personalverfügbarkeit und die Entscheidung gegen den Sicherheitsbestand. Bei mehreren möglichen Entscheidungen benenne Annahmen und Risiken ausdrücklich.


Bewertungsraster und Rückmeldung

Das Raster umfasst 100 Punkte und gilt für das vollständige Projektpaket. Pro Kriterium bedeutet volle Punktzahl: richtige, vollständig belegte Leistung; etwa halbe Punktzahl: wesentliche Teilleistung mit begrenzten Fehlern; null Punkte: fehlender oder nicht überprüfbarer Nachweis. Zwischenwerte sind mit kurzer Begründung möglich. Sicherheitsverstöße werden nicht durch Wirtschaftlichkeit aufgewogen: Ein realer Auftrag wird bei unzulässigem Risiko unabhängig von der Punktzahl gestoppt.

Bewertungsbereich Maximalpunkte Konkreter Nachweis
Ausgangsanalyse und Auftrag 15 Ziele, plausible Datenquellen, Rollen, Grenzen und vollständige Handlung
Arbeits- und Beschaffungsplanung 20 richtige Bestellmenge, Lieferprüfung, Termine, Verantwortlichkeiten und Freigaben
Fachrechnen und Wirtschaftlichkeit 25 Stückkosten, Deckungsbeitrag, Umsatz, Zusatzkosten, Schwelle und Gegenprobe mit Einheiten
Kundenkommunikation und Marketing 10 passender Marketing-Mix, faktenbasierte Werbekarte und verständliche Beratungsantwort
Arbeitsschutz, Datenschutz, Nachhaltigkeit 10 rechtliche Prüfstellen, sichere Modellvariante, datensparsame Dokumentation und Ressourcenaspekte
Qualitätskontrolle und Fehleranalyse 10 Soll-Ist-Protokoll, ursachenbezogene Korrektur und zweite Kontrolle
Reflexion und Dokumentation 10 begründete Managementempfehlung, Grenzen der Berechnung und nächster Schritt
Gesamt 100 Leistungsrückmeldung mit konkretem Verbesserungsauftrag

Beispiel für eine konstruktive Rückmeldung: „Die Bestellmenge ist nachvollziehbar berechnet. In der nächsten Version trennst du kalkulatorische Zusatzkosten klar von ohnehin anfallenden Filialkosten und prüfst Lieferzusagen vor der Werbung.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen im Auftrag anwenden

Bearbeite die zehn Fragen ohne vorab Lösungen anzusehen. Prüfe die falsch gewählten Antworten anschließend anhand des Rechnungswegs oder der jeweils genannten Sicherheits- und Prozessregel.

Welche Bestellmenge ergibt sich bei 80 geplanten Verkäufen, 15 Stück Sicherheitsbestand, 35 Stück Anfangsbestand und keinem zugesagten Zugang? (60 Stück) (!45 Stück) (!80 Stück) (!95 Stück)




Welche Größe wird zur Ermittlung des Stückdeckungsbeitrags vom Nettoverkaufspreis abgezogen? (Variable Stückkosten) (!Sämtliche Filialfixkosten) (!Die Anzahl der Beschäftigten) (!Der vorjährige Nettoumsatz)




Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag bei 24 Euro Nettoverkaufspreis und 13 Euro variablen Stückkosten? (11 Euro) (!13 Euro) (!24 Euro) (!37 Euro)




Welche Aussage zur Aktionsrechnung über 560 Euro trifft zu? (Sie ist ein vereinfachter Überschuss nach den Zusatzkosten der Aktion) (!Sie ist der nachgewiesene Jahresgewinn der Filiale) (!Sie ist der Bruttoumsatz einschließlich Umsatzsteuer) (!Sie entspricht dem verbleibenden Warenbestand)




Welche Maßnahme ist bei einer verspäteten Lieferung vor dem Start der Werbung fachlich richtig? (Verfügbarkeit neu prüfen und Werbeversprechen anpassen) (!Die ursprüngliche Menge ungeprüft als geliefert buchen) (!Den Sicherheitsbestand im System heimlich löschen) (!Alle Kunden mit garantiertem Lieferdatum vertrösten)




Was gehört zur Distributionspolitik des Marketing-Mixes? (Verfügbarkeit und geeignete Verkaufskanäle planen) (!Nur die Schichtzulagen erhöhen) (!Ausschließlich die Rückmeldebögen auswerten) (!Nur das Werbebudget ausgeben)




Was ist bei der Personaleinsatzplanung vorrangig zu prüfen? (Qualifikation, Verfügbarkeit und zulässige Arbeitszeiten) (!Alle Mitarbeitenden unabhängig von Befugnissen an die Kasse stellen) (!Nur die niedrigsten Stundensätze vergleichen) (!Pausen zur Verkürzung der Schicht streichen)




Was ist die datenschutzgerechte Vorgehensweise im schulischen Modellauftrag? (Nur fiktive Kundendaten und anonymisierte Prozesswerte verwenden) (!Echte Kaufhistorien in eine private KI hochladen) (!Kundentelefonnummern ohne Anlass veröffentlichen) (!Passwörter des Warenwirtschaftssystems teilen)




Welche Unterscheidung ist für eine Ursachenanalyse sinnvoll? (Symptom, unmittelbare Ursache und Grundursache getrennt prüfen) (!Jede Reklamation ohne Prüfung als Bedienfehler einstufen) (!Die fehlende Ware stets durch eine Preisänderung erklären) (!Den ersten Verdacht als erwiesene Ursache dokumentieren)




Welche Entscheidung folgt aus dem Fehlerfall mit 75 verfügbaren Stück und 15 Stück Mindestrestbestand? (Höchstens 60 Stück ohne Unterschreitung des geplanten Mindestrestbestands anbieten) (!Weiterhin 80 Stück als sicher lieferbar zusagen) (!75 Stück verkaufen und 15 Stück zusätzlich buchen) (!Die fehlenden 20 Stück als Retouren verbuchen)





Memory: Fachbegriffe und präzise Bedeutung

Deckungsbeitrag Nettoerlös abzüglich variabler Kosten
Sicherheitsbestand Reserve für Unsicherheiten bei Nachfrage und Lieferung
Warenfluss Physischer Weg der Artikel durch Beschaffung und Verkauf
Informationsfluss Weitergabe und Prüfung von Bestell- und Bestandsdaten
Soll-Ist-Vergleich Abgleich zwischen festgelegtem Ziel und gemessenem Ergebnis
Kundenbindung Erhalt einer verlässlichen, langfristigen Kundenbeziehung





Drag and Drop: Prozessschritt und Arbeitsergebnis zuordnen

Ordne das passende Arbeitsergebnis zu. Schritt im Einzelhandelsauftrag
Datengrundlage mit Absatzprognose Nachfrage analysieren
Freigegebene Nachbestellung Warenbedarf decken
Sachliche Aktionsbotschaft Marketingkonzept umsetzen
Qualifikationsgerechter Rollenplan Personaleinsatz organisieren
Abweichungsbericht mit Gegenmaßnahme Erfolg und Qualität prüfen





Kreuzwort: Wörter der Waren- und Betriebssteuerung

Deckungsbeitrag Wie heißt der Betrag aus Nettoerlös abzüglich variabler Kosten?
Inventur Wie heißt die mengenmäßige und gegebenenfalls wertmäßige Bestandsaufnahme?
Dienstplan Wie heißt die zeitliche Zuordnung von Beschäftigten zu Einsätzen?
Retouren Wie nennt man zurückgesandte oder zurückgegebene Waren im Plural?
Meldebestand Wie heißt der Bestand, der einen Bestellvorgang auslösen soll?
Kundenbindung Wie heißt der längerfristige Erhalt der Beziehung zur Kundschaft?





LearningApps: Zusätzliche Zuordnungen suchen

Die folgende Suche führt zu ergänzenden Lernaktivitäten zum Praxisauftrag; prüfe die fachliche Richtigkeit einzelner fremder Lernapps selbst.


Lückentext: Entscheidungen im Praxisfall begründen

Ergänze den passenden Fachbegriff oder Rechenwert.
Am Anfang einer vollständigen Handlung werden Auftrag und Ausgangslage

.
Die gewünschte Reserve am Aktionsende heißt

.
Bei der Modellaktion müssen insgesamt

Stück nachbestellt werden.
Der Nettoverkaufspreis je Stück beträgt

Euro.
Die variablen Kosten je verkauftem Stück betragen

Euro.
Daraus entsteht ein Stückdeckungsbeitrag von

Euro.
Die Summe der aktionsbezogenen fixen Zusatzkosten beträgt

Euro.
Bei achtzig Verkäufen ergibt sich ein vereinfachter Aktionsüberschuss von

Euro.
Bei einer Mengenabweichung folgt auf die Dokumentation eine

.
Für die schulische Auswertung verwenden wir ausschließlich

Kundendaten.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Warenbestand: Zeichne den Warenweg vom Lieferanten bis zur Rückgabe und markiere vier dazugehörige Informationsbelege an den richtigen Stellen.
  2. Bestellmenge: Berechne für den Modellauftrag die benötigte Menge mit Bestand, Absatzprognose und Sicherheitsbestand und dokumentiere jede Einheit.
  3. Marketing-Mix: Gestalte eine sachliche Werbekarte für die fiktive Trinkflasche mit je einer begründeten Entscheidung zu Produkt, Preis, Kanal und Kommunikation.
  4. Kundengespräch: Führe ein zweiminütiges Rollenspiel zur Bedarfsermittlung durch und protokolliere drei geeignete Fragen ohne personenbezogene Daten.


Standard

  1. Deckungsbeitrag: Erstelle eine Tabellenkalkulation mit Nettoerlös, variablen Kosten, Deckungsbeitrag, Zusatzkosten und automatisch berechneter Gewinnschwelle.
  2. Personaleinsatzplanung: Entwirf einen anonymisierten Rollenplan für Freitag und Samstag mit Vertretung, Qualifikation und schriftlicher Prüfung der einschlägigen Arbeitszeitgrenzen.
  3. Beschwerdemanagement: Verfasse zwei fachlich korrekte Gesprächsvarianten für eine nicht lieferbare Aktionsware und bewerte ihre Wirkung auf Kundenvertrauen.
  4. Qualitätssicherung: Simuliere eine abweichende Wareneingangslieferung mit Papier-Lieferschein und dokumentiere Meldung, Korrekturentscheidung und Gegenkontrolle.


Schwer

  1. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Vergleiche für 40, 60 und 80 Verkäufe die Aktionsüberschüsse und begründe unter welchen Rahmenbedingungen die Aktion fortgesetzt werden sollte.
  2. Omnichannel: Entwickle ein datensparsames Konzept für Filialverkauf und Online-Abholung mit vier möglichen Fehlerquellen und überprüfbaren Gegenmaßnahmen.
  3. Unternehmensführung: Erstelle eine Entscheidungsvorlage mit drei Handlungsoptionen, qualitativen und quantitativen Kriterien, Risiken und Nachhaltigkeitsfolgen.
  4. Geschäftsprozess: Produziere eine kurze Bildschirmpräsentation des anonymen Modellprojekts mit Soll-Ist-Vergleich, Root-Cause-Analyse, sicherer Alternative und drei Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Auftragsanalyse: Weise nach, wie unklare Zielvorgaben zu falschen Bestellungen führen können, und verbessere ein selbst formuliertes fehlerhaftes Auftragsblatt.
  2. Kennzahlen: Rechne einen neuen Fall mit 50 geplanten Verkäufen, 10 Stück Reserve, 25 Stück Anfangsbestand, 20 Euro Nettoverkaufspreis und 12 Euro variablen Stückkosten vollständig durch; erkläre die Annahmen.
  3. Marketingkontrolle: Beurteile eine fiktive Werbeaussage ohne überprüfbaren Umweltbeleg und schlage eine konkrete, nachweisbare Alternative vor.
  4. Personaleinsatz: Prüfe einen simulierten Dienstplan mit Nachfragepeaks, unklaren Zuständigkeiten und fehlender Pausenprüfung und begründe zwei Änderungen anhand passender Rechtsquellen.
  5. Fehleranalyse: Unterscheide bei einer Fehlbestandssituation Symptom, mögliche Grundursache, Korrekturmaßnahme und spätere Wirksamkeitskontrolle.
  6. Unternehmensentscheidung: Verteidige die Empfehlung bei Lieferrückstand vor einer fiktiven Filialleitung und beziehe Warenbestand, Deckungsbeitrag, Kundenvertrauen und Sicherheitsrisiken ein.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist das prüffähige Projektportfolio zur fiktiven Modellfiliale. Es enthält: ein Auftragsblatt mit Ziel und Quellen; einen dokumentierten Informations- und Warenfluss; nachvollziehbare Bestell-, Umsatz- und Deckungsbeitragsberechnungen mit Gegenprobe; eine datensparsame Marketing- und Beratungsvorlage; einen freigegebenen Rollenplan oder eindeutig als Simulation gekennzeichneten Entwurf; ein schriftliches Sicherheits- und Datenschutzprotokoll; eine alternative Vorgehensweise bei fehlender Freigabe; einen Soll-Ist-Vergleich; eine dokumentierte Fehleranalyse; das ausgefüllte 100-Punkte-Raster sowie eine einseitige Reflexion mit Grenzen und Transfer auf einen anderen Warentyp.

Erfolgskriterien: Du kannst Entscheidungen mit belastbaren Werten begründen, fachlich korrekt und respektvoll kommunizieren, Fehler nachprüfbar korrigieren, deine eigenen Befugnisse beachten und ein Ergebnis so dokumentieren, dass eine andere Person es ohne Rückfrage nachrechnen kann. Fiktive Daten sind deutlich zu kennzeichnen; authentische Betriebsunterlagen werden nicht veröffentlicht. Ausbildungsbetrieb, zuständige Kammer und Landeslehrplan bleiben für reale Anforderungen maßgeblich.


OER und Wikipedia

Fachliche und rechtliche Quellen (Abruf und Abgleich für die Kurserstellung im Oktober 2026):

  1. BIBB: Kaufmann und Kauffrau im Einzelhandel, Berufsprofil, Ausbildungsstruktur, Rahmenlehrplan und Rechtsgrundlagen.
  2. Aktuell bereitgestellte konsolidierte Verkäufer- und Einzelhandelskaufleuteausbildungsverordnung sowie Ausbildungsrahmenplan Anlage 2. Eine ältere Ausbildungsordnung von 2004 ersetzt diese Grundlage nicht.
  3. Arbeitszeitgesetz und Jugendarbeitsschutzgesetz; im Betrieb jeweils aktuelle Fassungen, Tarif- und Betriebsregeln zusätzlich prüfen.
  4. DGUV Information 208-016 als Beispiel einer sicherheitsrelevanten Fachinformation; für die reale Tätigkeit konkret geltende Gefährdungsbeurteilungen und Herstellerinformationen beachten.
  5. Datenschutz-Grundverordnung und Datenschutzkonferenz: Datenminimierung im Onlinehandel.
  6. Wikipedia: Einzelhandel und Wikipedia: Marketing-Mix zur allgemeinen Begriffsorientierung, nicht als Ersatz für die genannten Rechts- und Berufsquellen.

Bildnachweise: Die fünf nachfolgend genannten Commons-Dateiseiten wurden auf Beschreibung, Urheber und Lizenzstatus geprüft; Abbildungen sind unverändert eingebunden.

Datei Quellseite Urheber Lizenz oder Rechtehinweis
File:Gantt diagramm.svg Commons Frank Murmann Gemeinfrei laut Dateiseite
File:Supermarket shelves.jpg Commons Frankie Fouganthin CC BY-SA 4.0
File:Marketing-Mix.png Commons Grochim CC BY-SA 3.0
File:Cashier handing receipt.jpg Commons Tessa Bury CC BY 4.0
File:Self checkout station (Ica Supermarket).JPG Commons Xanor CC0 1.0

Videonachweise: „Erfolgreich digitalisieren im lokalen Einzelhandel“ und „Effiziente Personaleinsatzplanung im Einzelhandel“, beide Handelsverband NRW, deutschsprachige Fachvideos. Videos werden als Anbieter-Embeds eingebunden; keine freie Lizenz wird behauptet. Sollte ein externer Embed im Unterricht blockiert sein, nutze die verifizierte Videoseite direkt oder arbeite ausschließlich mit den Modell- und Rechenaufgaben. Die Abbildungen sind Strukturbeispiele und keine Aussage über einen konkreten Ausbildungsbetrieb.

Wikipedia-Einstieg:

Zusätzliche frei bearbeitbare Lernprodukte können als selbst erstellte Diagramme, Rechentabellen und anonymisierte Rollenkarten unter einer passenden offenen Lizenz veröffentlicht werden; Rechte Dritter und Nutzungsbedingungen der Software bleiben zu beachten.


Verknüpfte Lernbereiche

Der Kompetenzcheck verknüpft die Lernfelder zu Geschäftsprozessen, Marketing und Personal mit Mathematik (Rechenwege und Kennzahlen), Deutsch (Kundengespräch und Argumentation), Informatik (Tabellenkalkulation und digitale Informationsflüsse), Wirtschafts- und Sozialkunde (Rechte, Verantwortung und Unternehmensentscheidungen) sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nutze ihn ergänzend zum betrieblichen Ausbildungsplan und zum Lehrplan deines Bundeslandes; für offiziell geregelte Prüfungen gelten ausschließlich die zuständigen Stellen.


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