Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Edelsteinschleifer - 2. Ausbildungsjahr
Einleitung
Du übernimmst einen vollständigen, fiktiven Kundenauftrag und führst ihn nach dem Prinzip der vollständigen beruflichen Handlung durch: informieren, planen, entscheiden, ausführen beziehungsweise sicher simulieren, kontrollieren und auswerten. Du verknüpfst die Jahreskompetenzen Edelsteine vorbereiten, Edelsteine schleifen und Edelsteinoberflächen bearbeiten. Am Ende stehen ein prüfbares Werkstück oder ein gekennzeichnetes Modell, ein Arbeitsplan, Messprotokoll, eine begründete Kalkulation, eine Fehleranalyse und ein Übergabegespräch.
Der anerkannte Ausbildungsberuf Edelsteinschleifer umfasst nach dem aktuellen BIBB-Berufsprofil verschiedene Fachrichtungen; dieses Lernprojekt vertieft beispielhaft die Fachrichtung Edelsteinschleifen. Die Zuordnung zum zweiten Ausbildungsjahr erfolgt unter Vorbehalt des betrieblichen Ausbildungsplans, des Rahmenlehrplans, des Landeslehrplans und der zuständigen Kammer. Es handelt sich nicht um eine amtliche Prüfung, eine Prüfungszulassung oder den Ersatz vorgeschriebener betrieblicher Praxis. Maßgebliche Quellen sind BIBB: Berufsprofil und EdSchleifAusbV vom 17. Mai 2018, geltender Online-Rechtsstand. Die jeweilige Fachrichtung bestimmt die reale betriebliche Umsetzung.
Sicherheitsgrenze: Arbeiten an laufenden Schleif-, Trenn- und Poliermaschinen, mit rotierenden Scheiben, Schleifstaub und Kühlschmierstoffen sind ausschließlich nach Freigabe durch den Ausbildungsbetrieb, Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter befugter fachlicher Aufsicht zulässig. Ohne diese Voraussetzungen bearbeitest du kein echtes Gestein, sondern ein ungefährliches Papier-, Karton- oder CAD-Modell und wertest vorgegebene Messdaten aus. Das alternative Lernprodukt wird ausdrücklich als Simulation gekennzeichnet.

Bildimpuls: Verschiedene Maschinen für Trennen, Formgeben und Polieren. Benenne die jeweiligen Prozessfunktionen; das Foto ist keine Sicherheits- oder Bedienanleitung.
Kundenauftrag analysieren und Informationsfluss sichern
Ein prüfbarer Auftrag statt einer bloßen Arbeitsanweisung
Fallbeispiel, vollständig erfunden: Die Kundin des Übungsbetriebs „Musteratelier“ bestellt einen ovalen, polierten Cabochon aus geeignetem, fachlich geprüftem Schmucksteinmaterial für einen Anhänger. Die Sollwerte sind Länge 20,0 ± 0,3 mm, Breite 14,0 ± 0,3 mm und Gesamtdicke 5,0 ± 0,4 mm. Die Unterseite soll plan sein, die Oberseite gleichmäßig gewölbt, die Außenkontur symmetrisch. Die sichtbare Oberfläche soll unter vereinbarter Beleuchtung und zehnfacher Lupenvergrößerung keine störenden Kratzer zeigen. Das Kostenlimit beträgt für das fiktive Rechenbeispiel 70,00 € ohne zusätzliche Steuerbetrachtung. Termin, Farbwirkung, zulässige Einschlüsse und gewünschte Oberflächenwirkung werden vor Arbeitsbeginn schriftlich vereinbart.
Ein Cabochon ist ein Glattschliff, üblicherweise mit gewölbter Oberseite und ebener Unterseite. Anders als ein Facettenschliff besitzt er keine Vielzahl ebener Facetten. Materialart, Risse, Trennbarkeit, Bearbeitbarkeit, Farbzonierung und spätere Verwendung entscheiden über die Eignung. Ungeprüfte Mineralproben werden niemals pauschal als gesundheitlich unbedenklich behandelt.
Kundenkommunikation, Datenschutz und Freigaben
Ein professionelles Rückfragegespräch klärt: Soll die Musterung mittig liegen? Sind kleine natürliche Einschlüsse akzeptiert? Passt die Dicke zur vorgesehenen Fassung? Wer genehmigt Mehrkosten oder Änderungen? Du erstellst ein freigegebenes Auftragsblatt mit neutraler Kennung DEMO-02, Sollmaßen, Qualitätskriterien, Abgabetermin, Änderungsstand und Unterschriftsfeld als leere Vorlage. Keine echten Personen-, Betriebs- oder Schülerdaten verwenden. Digitale Fotos erhalten keine personenbezogenen Bildinformationen; Dateien werden zugriffsbeschränkt gespeichert und nach betrieblicher Aufbewahrungsregelung behandelt.
Der Informationsfluss verläuft vom Kundenwunsch zur Auftragsklärung, Materialprüfung, Arbeitsvorbereitung, Durchführung, Qualitätskontrolle und Übergabe. Der Materialfluss dokumentiert Kennung, Rohling, ausgewählte Hilfsstoffe, Bearbeitungsschritte, Reststücke sowie eine sichere und betrieblich geregelte Entsorgung. Änderungswünsche nach der Freigabe werden erst bewertet und mit dem Auftraggeber abgestimmt, bevor sie umgesetzt werden.
Typischer Fehler: Ohne Rückfrage wird „hochglänzend“ als ausreichend genau angesehen. Besser ist ein vereinbarter Prüfmodus: sauberes Werkstück, gerichtetes Licht, zehnfache Lupe und Sichtkontrolle aus mehreren Richtungen.
Edelsteine vorbereiten: Auswahl, Zuschnitt und Materialbilanz
Rohling erkennen und Eignung beurteilen
Vor dem Zuschneiden dokumentierst du mit geeigneten, freigegebenen Prüfmitteln Form, Maße, Masse, Farbverteilung, erkennbare Einschlüsse und mögliche Schäden. Eine Lupe hilft bei sichtbaren Oberflächenmerkmalen; sie liefert allein keine sichere Mineralbestimmung. Ergänzende gemmologische Prüfungen erfolgen nur mit geeigneten Geräten und unter Anleitung. Ebauchieren bezeichnet das vorbereitende Zuschneiden oder grobe Formen eines Rohsteins. Ein Rohling ist das zur Weiterbearbeitung ausgewählte Ausgangsstück. Aufmaß meint eine bewusst belassene Bearbeitungsreserve.
Im Beispiel ist der Rohling 24 mm lang, 18 mm breit und höchstens 8 mm dick. Bei mittiger Lage des Ovals bleiben in der Draufsicht nominell je (24 − 20) / 2 = 2 mm Reserve an den Längsenden und je (18 − 14) / 2 = 2 mm an den Seiten. Dies ist nur eine geometrische Planungsprüfung; Einschlüsse, Formfehler und die tatsächliche Werkzeuggeometrie können die Nutzbarkeit einschränken. Der Rohling erhält eine anonyme Materialkennung. Vor einem echten Schnitt prüft die ausbildende Fachkraft das konkrete Material, die Maschine, die Schutzmaßnahmen und die Schnittführung.

Prozessbild: Von der Rohplatte über die Umrissentscheidung und das Vorformen bis zum fertigen Cabochon. Erkläre, warum die Lage des Werkstücks vor einem Schnitt wichtig ist.

Vergleichsbild: Untersuche an unterschiedlichen Cabochons Kontur, Musterung, Farbwirkung und mögliche Fehlerkriterien. Die dargestellten Materialien sind verschieden; Schleifparameter sind daher nicht ohne Materialprüfung übertragbar.
Masse, Verlust und Nachhaltigkeit
Der fiktive Rohling wiegt 9,60 g, das abgenommene fertige Werkstück 4,80 g. Die Massenabnahme beträgt 9,60 − 4,80 = 4,80 g. Der Massenertrag beträgt 4,80 / 9,60 × 100 = 50 %; die massenbezogene Abtragsquote ist ebenfalls 50 %. Das sind Messbeispieldaten, keine typische Ausbeute für alle Edelsteine. Für die reale Bilanz gehören nutzbare Reststücke, Schlämme, verlorenes Material, Wasser und Hilfsstoffe getrennt in die Dokumentation. Eine geometrische Schätzung ist bei der gewölbten Cabochonform nicht mit der tatsächlichen Steinmasse gleichzusetzen.
Ressourcenschonend bedeutet hier: Risse und Farbzonierung vor dem Trennen bewerten, die Kontur materialeffizient positionieren, rechtzeitig Zwischenmaße prüfen, Restmaterial auf Wiederverwendung untersuchen und belastete Schlämme nach betrieblicher Vorgabe entsorgen. Schleifschlamm und Kühlschmiermittel werden nicht eigenmächtig in den Abfluss gegeben. Durch geringeren unnötigen Abtrag sinken Materialverbrauch, Bearbeitungszeit und potenzieller Ausschuss.
Edelsteine schleifen: Arbeitsplan und sichere Durchführung
Von der Zeichnung zur Arbeitsfolge
Ein Arbeitsplan ordnet jedem Schritt die Eingaben, Arbeitsmittel, Qualitätskontrolle, Zuständigkeit, Zeit und Schutzmaßnahmen zu. Zwischenprüfungen verhindern, dass sich Maß- oder Formfehler bis zur Politur fortsetzen. Die konkrete Wahl von Scheibe, Drehzahl, Kühlschmiermittel, Befestigung und Schleifdruck legt ausschließlich die verantwortliche Fachkraft anhand Material, Maschine, Herstellerangaben und Gefährdungsbeurteilung fest; dieser Kurs enthält ausdrücklich keine allgemein gültigen Maschineneinstellwerte.
| Schritt | Arbeit und prüfbares Zwischenergebnis | Beispielzeit |
|---|---|---|
| Auftrag klären | Freigabeblatt und Sollmaßskizze vollständig | 10 min |
| Rohling prüfen | Messwerte, sichtbare Fehler, Materialkennung protokolliert | 15 min |
| Arbeits- und Schutzplan freigeben | Reihenfolge, verantwortliche Aufsicht und Prüfpunkte dokumentiert | 15 min |
| Kontur vorbereiten | Nur beaufsichtigter Realprozess oder Kartonmodell mit Markierung | 30 min |
| Form schleifen | Nur freigegebene Maschine oder CAD-Simulation der Kontur | 25 min |
| Oberfläche bearbeiten | Freigegebene Politur oder materiallose Oberflächensimulation | 15 min |
| Qualität kontrollieren | Maße und Sichtbefund erfasst, Entscheidung begründet | 10 min |
| Übergabe dokumentieren | Materialbilanz, Kosten und Reflexion vollständig | 10 min |
Zeitbilanz: 10 + 15 + 15 + 30 + 25 + 15 + 10 + 10 = 130 min = 2 h 10 min. Alle Zeiten sind Unterrichtsannahmen, keine produktions- oder sicherheitstechnischen Vorgaben. Für Rückfragen, Freigaben oder Unterbrechungen wird nicht am Schutz gespart.

Anatomie einer Facettiermaschine: Historische, englisch beschriftete Überblickszeichnung. Sie verdeutlicht eine Maschinenbauart, nicht die Einrichtung oder sichere Bedienung einer konkreten Anlage.
Vergleich: Eine reale Facettiermaschine; sie dient hier zur Analyse von Werkstückführung und Prüfpunkten, nicht als Anleitung zum Betrieb. Der Projekt-Cabochon kann auf anderen freigegebenen Anlagen entstehen.
Sichere Praxisalternative und digitaler Arbeitsprozess
Ohne Maschinenfreigabe zeichnest du ein Oval mit Länge 20 mm und Breite 14 mm auf Karton im Maßstab 2:1, also 40 × 28 mm. Du kennzeichnest die Sollkontur, eine mittige Symmetrieachse und eine gewölbte Seitenansicht durch Papierlagen oder ein einfaches CAD-Modell. Mit Lineal oder digitalem Messwerkzeug erfasst du Maße, dokumentierst fiktive Abweichungen und führst Qualitätsprüfung sowie Kalkulation vollständig durch. Verwendet werden ausschließlich ungefährliche Zeichen- und Modellmaterialien; keine Steinbearbeitung, keine angetriebenen Werkzeuge, kein Staub und keine Chemikalien. Die Simulation trainiert Auftragsbearbeitung und Entscheidungslogik, ersetzt aber keinen Nachweis praktischer Maschinenfertigkeiten.
Digitalisierung hilft bei Versionsständen, Zeichnungen, Stücklisten, Formvergleichen und Messprotokollen. Ein Foto mit Maßstab wird nur nach betrieblicher Freigabe aufgenommen. Dateinamen wie DEMO-02_V2 enthalten keine Klarnamen. Messwerte sind mit Einheit, Datum, verwendeter Messmethode und Versionskennung zu speichern, damit Abweichungen nachvollziehbar bleiben.
Deutschsprachiger Videoeinblick: SWR Handwerkskunst: Wie man Edelsteine schleift, 22.07.2022. Beobachtungsauftrag: Identifiziere die Auftragsentscheidung, mindestens zwei Zwischenkontrollen und den Unterschied zwischen Schleifen und Polieren. Das Video dient der Beobachtung, nicht als Freigabe zum Nachmachen.
Edelsteinoberflächen bearbeiten, prüfen und Fehler analysieren
Oberflächenmerkmale und Messtechnik
Beim Feinschliff werden Bearbeitungsspuren zunehmend verfeinert; die Politur zielt auf die vereinbarte Oberflächenwirkung. Ein hoher Glanz ist noch kein Beweis für korrekte Maße oder symmetrische Kontur. Erkennbare Kratzer, ungleichmäßige Wölbung, abgeflachte Stellen und verrundete Kanten erfordern verschiedene Ursachenanalysen. Für jede Prüfung müssen Licht, Vergrößerung und Sauberkeit festgelegt sein; Messschieber und Lehren sind auf Eignung und Zustand zu prüfen. Die Handhabung empfindlicher Oberflächen erfolgt durch eine unterwiesene Person.

Formvergleich: Derselbe Mineraltyp mit Facettenschliff und Cabochon. Benenne Unterschiede im Lichtbild, der geometrischen Prüfung und der Oberflächenkontrolle.
Das Ist-Soll-Prinzip vergleicht gemessene Daten mit der freigegebenen Vorgabe. Für den Musterstein lauten die fiktiven Messwerte: Länge 20,1 mm, Breite 13,8 mm, Dicke 5,2 mm. Zulässige Bereiche: Länge 19,7 bis 20,3 mm; Breite 13,7 bis 14,3 mm; Dicke 4,6 bis 5,4 mm. Alle drei Beispielmaße sind innerhalb der Toleranz. Zusätzlich wird die sichtbare Symmetrie als erfüllt und die Politur unter der vereinbarten Lupe als ohne störende Kratzer protokolliert. Erst diese kombinierten Befunde erlauben im Beispiel die dokumentierte Annahme. Abweichungen dürfen nicht durch „schönes Aussehen“ überstimmt werden.
Fehleranalyse als Entscheidungskette
Fehler A: Die Breite ist 13,5 mm. Sie liegt 0,2 mm unter dem unteren Grenzmaß 13,7 mm. Weiteres Schleifen macht den Stein nicht breiter. Deshalb Arbeit stoppen, dokumentieren und die Entscheidung mit dem Auftraggeber klären; eine neue Sollvorgabe darf niemals nachträglich heimlich geändert werden.
Fehler B: Unter gerichteter Beleuchtung sind gleichgerichtete Riefen erkennbar, obwohl die Maße stimmen. Mögliche Ursachen sind ein unzureichender Übergang zwischen Bearbeitungsstufen, Verschmutzungen oder ungeeignete Hilfsstoffe. Statt blind aggressiver nachzuschleifen werden Prozessprotokoll, Sauberkeit und Herstellerfreigaben unter fachlicher Aufsicht geprüft. Ein Nacharbeitsversuch ist nur zulässig, wenn Restmaß, Material und Sicherheit dafür geeignet sind.
Fehler C: Die Oberflächenwölbung ist sichtbar asymmetrisch. Vergleiche Zeichnung, Halterung, Zwischenmesswerte und bisherige Richtungswechsel. Im CAD-Modell lassen sich Soll- und Istkonturen gefahrlos übereinanderlegen. Fachliche Rückmeldung benennt konkrete Ursache, geplante Gegenmaßnahme und erneute Prüfmethode; ein bloßes „noch einmal machen“ ist keine ausreichende Fehleranalyse.
Arbeitsschutz, Gesundheit, Umwelt und Daten
Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz und § 3 Betriebssicherheitsverordnung muss der Arbeitgeber arbeitsplatz- und arbeitsmittelbezogene Gefährdungen beurteilen. Die DGUV Information 209-002 „Schleifen“, Ausgabe Juni 2023 erläutert unter anderem Gefahren durch Berührung, Bruchstücke, mineralische Stäube, Lärm sowie Kühlschmierstoffaerosole. Daraus folgen je nach konkreter Beurteilung wirksame technische Schutzmaßnahmen und Absaugung beziehungsweise geeignete Nassprozesse, Unterweisung, geeigneter Augenschutz und abgestimmte Hygiene. Nassbearbeitung beseitigt nicht automatisch sämtliche Gefährdungen; auch Flüssigkeiten und Aerosole sind zu betrachten. Schutzhauben, Zustandsprüfung und alle maschinenspezifischen Vorgaben müssen zur verwendeten Anlage passen.
Vor jeder echten Nutzung sind aktuelle Hersteller-Betriebsanleitung, zugelassene Schleifmittel, Werkzeugzustand, Freigabe, Unterweisung und dokumentierte Gefährdungsbeurteilung zu prüfen. Da hier weder Hersteller noch Maschine oder Werkstoffcharge konkret feststehen, kann keine herstellerbezogene Drehzahl, Normkonformität oder Betriebsfreigabe behauptet werden. Defekte Anlagen werden nicht genutzt. § 4 BetrSichV verlangt geeignete Schutzmaßnahmen mit Vorrang technischer Lösungen. Das Material- und Abfallkonzept schließt Wasser, Abrieb, Schleifmittel und Verpackung ein. Für digitale Auftragsdaten gelten Zweckbindung, Datenminimierung und betriebliche Zugriffsregeln; verwende ausschließlich anonymisierte Übungsdaten.
Weiterer deutschsprachiger Videoeinblick: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz: Alexander Kreis ist Edelsteinschleifer, 07.05.2026. Beobachte den Bezug zwischen Materialwert, Kundenerwartung und Bearbeitungsentscheidung. Der externe Mediathekzugang kann sich ändern.
Durchgerechneter Jahres-Praxisfall und Bewertungsraster
Vollständige Handlung mit Ergebniskette
Informieren: Auftragsblatt DEMO-02 sichten, Rückfragen zu Fassung und Oberflächenwirkung formulieren. Planen: Rohling prüfen, mittige Kontur auftragen, Sicherheits- und Arbeitsplan aufstellen. Entscheiden: Nur nach Prüfung der Freigaben real bearbeiten, sonst den Karton- oder CAD-Weg wählen. Ausführen: Unter befugter Aufsicht die freigegebenen Arbeitsschritte erledigen oder das ungefährliche Modell erstellen. Kontrollieren: Länge, Breite, Dicke, Symmetrie, Zustand und Prozessdaten gegen Soll vergleichen. Auswerten: Kosten, Materialverluste, Fehlerquellen, Nacharbeit und Nachhaltigkeit erklären. Übergeben: Arbeitsergebnis mit Prüfprotokoll, Kennzeichnung „Realwerkstück“ oder „Simulation“ und Änderungsstand präsentieren.
Kalkulation des Musterfalls: Planzeit 130 min / 60 = 2,1667 h. Für den ausschließlich fiktiven Kalkulationssatz 24,00 €/h ergeben sich 52,00 € Arbeitskosten. Materialkosten 8,20 € und betriebliche Hilfsstoffe 3,40 € führen zu 52,00 + 8,20 + 3,40 = 63,60 € Zwischensumme. Eine angenommene interne Reserve von 10 % beträgt 6,36 €. Die kalkulierte Summe ist 69,96 € und bleibt 0,04 € unter dem erfundenen Kostenlimit von 70,00 €. Diese Kalkulation ist didaktisch, weder ein verbindliches Angebot noch eine Aussage über Marktpreise oder Steuern. Werden zusätzliche 15 min benötigt, steigen bei gleichem Kalkulationssatz die Arbeitskosten um 15 / 60 × 24 = 6,00 €. Die vorherige Kostengrenze wäre überschritten; daher ist eine Kundenentscheidung vor weiterer kostenrelevanter Arbeit notwendig.
Prüfbares Arbeitsergebnis: Auftragsblatt; freigegebene Zeichnung mit Maßangaben; Rohling- und Risikoprüfung; 130-min-Arbeitsplan; realer Stein nur unter befugter Aufsicht oder maßhaltiges Karton-/CAD-Modell; Messprotokoll mit 20,1 / 13,8 / 5,2 mm; dokumentierte Sichtprüfung; Materialbilanz 9,60 auf 4,80 g; Rechenblatt 69,96 €; begründete Übergabe. Bei Simulation stammen die Steinmassen und Istmaße aus dem vorgegebenen Datensatz, nicht aus einem behaupteten echten Schleifergebnis.
Transparentes Kompetenzraster
| Kriterium | Maximalpunkte | Woran die Erfüllung nachweisbar ist |
|---|---|---|
| Kundenauftrag und Klärungsfragen | 10 | Schriftliche Sollwerte, Nutzung und Freigabe dokumentiert |
| Materialanalyse und Sicherheitsentscheidung | 15 | Fehlermerkmale, Rohlingseignung, Schutzplan oder sichere Simulation begründet |
| Arbeitsplanung und Fachrechnen | 20 | Logische Prozessfolge, korrekte Zeit-, Material- und Kostenrechnung |
| Form und funktionaler Sollvergleich | 20 | Zeichnung, Maße, Toleranzen, Symmetrie am Werkstück oder Modell überprüfbar |
| Oberflächenprüfung und Fehleranalyse | 15 | Klare Prüfmethode, Befund, Ursache und verantwortbare Maßnahme |
| Dokumentation und Ressourcenschutz | 10 | Versionsstand, Materialfluss, Reststoffe und Datenminimierung erfasst |
| Reflexion und Übergabegespräch | 10 | Abweichungen begründet, Kundenkommunikation sachlich, Grenzen transparent |
Gesamt: 100 Punkte. Je Kriterium werden nachweisbare Teilqualitäten statt bloßer Anwesenheit bewertet: vollständig und nachvollziehbar (100 % der Kriteriumspunkte), überwiegend korrekt (75 %), teilweise korrekt (50 %), geringe Ansätze (25 %), kein verwertbarer Nachweis (0 %). Eine Simulation kann die Planungs-, Rechnungs- und Prüfkompetenzen belegen, aber keine real ausgeführte Maschinenfertigkeit oder tatsächliche Polierqualität ersetzen. Bewertende Personen dokumentieren dies ausdrücklich.
Reflexionsleitfrage: Wo musste dein Team zwischen Ausschussrisiko, Kundenerwartung, Materialschonung und Aufwand abwägen? Belege die Antwort mit einer Zahl, einem Prüfbefund und einer nachvollziehbaren Kundenmitteilung.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice: Berufspraxis prüfen
Welche Unterlage muss vor der tatsächlichen Bearbeitung die vereinbarten Maße und Grenzabweichungen festhalten? (Freigegebenes Auftragsblatt mit Zeichnung) (!Unbeschriftetes Foto eines anderen Steins) (!Allgemeine Preisliste ohne Maßangaben) (!Mündliche Vermutung über die spätere Fassung)
Welche Aufmaßreserve ergibt sich bei mittiger Anordnung einer 20 mm langen Form in einem 24 mm langen Rohling an jedem Ende? (2 mm) (!1 mm) (!4 mm) (!8 mm)
Was ist die zutreffende erste Entscheidung bei fehlender Maschinenfreigabe? (Gefahrloses Karton- oder CAD-Modell verwenden) (!Schleifen mit reduzierter Drehzahl ausprobieren) (!Eine Maschine ohne Unterweisung kurz einschalten) (!Den Rohling ohne Schutzmaßnahmen trocken bearbeiten)
Welche Eigenschaft kennzeichnet einen üblichen Cabochon? (Gewölbte Oberseite und flache Unterseite) (!Ausschließlich ebene Facetten an allen Seiten) (!Nur würfelförmige Außenkonturen) (!Immer zwei identische spitze Enden)
Wie groß ist der Massenertrag bei 9,60 g Rohling und 4,80 g fertigem Werkstück? (50 Prozent) (!25 Prozent) (!75 Prozent) (!200 Prozent)
Welches Prüfergebnis erfüllt die Längenvorgabe 20,0 mm mit einer Toleranz von 0,3 mm? (20,1 mm) (!19,5 mm) (!20,5 mm) (!20,6 mm)
Was folgt aus einer gemessenen Breite von 13,5 mm bei erlaubten 13,7 bis 14,3 mm? (Abweichung protokollieren und Auftraggeberentscheidung einholen) (!Durch weiteres Schleifen automatisch breiter werden) (!Messwert ohne Nachprüfung auf 13,7 mm ändern) (!Das Grenzmaß nachträglich im Auftrag verkleinern)
Welche Maßnahme gehört zur begründeten Fehleranalyse sichtbarer Polierriefen? (Bearbeitungsfolge und mögliche Verunreinigung fachlich überprüfen) (!Sofort ohne Restmaßprüfung stärker abtragen) (!Die Prüfbeleuchtung dauerhaft ausschalten) (!Den Messbefund aus der Dokumentation löschen)
Wie viel zusätzliche Arbeitskosten verursachen 15 min bei einem fiktiven Kalkulationssatz von 24 Euro pro Stunde? (6,00 Euro) (!0,60 Euro) (!12,00 Euro) (!24,00 Euro)
Welche Aussage über eine CAD-Simulation trifft zu? (Sie belegt Planung und Maßprüfung, nicht echte Maschinenfertigkeit) (!Sie ersetzt jede betriebliche Unterweisung) (!Sie gilt automatisch als bestandene Gesellenprüfung) (!Sie bestätigt die Qualität einer realen Politur)
Memory
| Ebauchieren | Vorbereitendes Zuschneiden oder grobes Formen eines Rohsteins |
| Aufmaß | Bewusst belassene Reserve für weitere Bearbeitung |
| Cabochon | Schmucksteinschliff mit meist gewölbter Oberseite |
| Toleranz | Zulässige Abweichung von einem Sollwert |
| Prüflupe | Vergrößerungshilfe zur Beurteilung sichtbarer Merkmale |
| Materialbilanz | Gegenüberstellung von eingesetzter Masse und Ergebnis |
Drag-and-drop: Handlungsschritte zuordnen
| Ordne den beruflichen Handlungsschritt zu. | Nachweis im Projekt |
|---|---|
| Informieren | Kundenwunsch und Fassungsanforderung werden erfasst |
| Planen | Arbeitsschritte, Prüfpunkte und Ressourcen werden festgelegt |
| Entscheiden | Freigabe der beaufsichtigten Praxis oder Modellalternative wird gewählt |
| Kontrollieren | Istmaße und Sichtbefunde werden mit Sollvorgaben verglichen |
| Auswerten | Fehlerursachen, Kosten und Verbesserungen werden begründet |
Kreuzworträtsel
| Rohling | Wie heißt das ausgewählte Ausgangsstück für die Bearbeitung? |
| Cabochon | Welcher Glattschliff besitzt meist eine gewölbte Oberseite? |
| Politur | Wie heißt die Oberflächenbearbeitung für den angestrebten Glanz? |
| Toleranz | Welches Wort bezeichnet eine erlaubte Maßabweichung? |
| Lupe | Welches optische Hilfsmittel vergrößert sichtbare Oberflächendetails? |
| Ausschuss | Wie heißt ein nicht mehr vertragsgerecht nutzbares Arbeitsergebnis? |
LearningApps
Suche fachliche Zuordnungsübungen zu Rohling, Bearbeitungsfolge und Qualitätsprüfung und überprüfe die Aufgaben vor der Nutzung auf fachliche Richtigkeit. Der folgende Link öffnet eine thematische Suche, keine als geprüft ausgegebene Einzel-App.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kundenauftrag: Erstelle für DEMO-02 ein anonymes Auftragsblatt mit Sollmaßen, Toleranzen, Qualitätsmerkmalen und zwei präzisen Kundenrückfragen.
- Edelstein: Beschrifte eine eigene Skizze mit Rohling, Umriss, Aufmaß, Oberseite und Unterseite; erläutere die Unterschiede ohne eine Maschine zu benutzen.
- Materialbilanz: Berechne aus 9,60 g und 4,80 g Massenertrag und Abtragsquote; gib Rechenweg und Einheit an.
- Arbeitsschutz: Markiere auf einem fiktiven Werkstattplan gefährdende Prozessstationen und ordne ihnen eine mögliche sichere Modellalternative zu.
Standard
- Arbeitsplanung: Erstelle eine achtstufige Arbeitskarte samt Prüfpunkt, Zeitbedarf und eindeutiger Entscheidung zwischen freigegebener Praxis und Simulation.
- Messprotokoll: Prüfe die Istwerte 20,1 mm, 13,8 mm und 5,2 mm gegen die Fall-Toleranzen; formuliere einen nachvollziehbaren Abnahmebericht.
- Kalkulation: Rechne 130 Minuten zu 24,00 Euro je Stunde sowie 8,20 Euro Material, 3,40 Euro Hilfsstoffe und 10 Prozent Reserve durch; bewerte das Kostenlimit.
- Kundenkommunikation: Verfasse eine sachliche Nachricht zur nicht freigegebenen Änderung einer Kontur und schlage eine überprüfbare Alternative vor.
Schwer
- Qualitätsmanagement: Analysiere den simulierten Breitenfehler 13,5 mm, zeichne ein Ursache-Wirkungs-Schema und bewerte Ausschuss, Umplanung und Kundenfreigabe.
- Oberflächenbearbeitung: Erstelle ein anonymes Fehlerbild-Portfolio mit mindestens drei selbst gezeichneten Riefen- oder Formfehler-Skizzen, Prüfbedingungen und begründeter Fehlerdiagnose.
- Nachhaltigkeit: Vergleiche zwei fiktive Aufteilungspläne desselben Rohlings nach Materialverlust, Prüfpunkten und Reststücknutzung; lege deine Auswahl begründet fest.
- Berufliche Handlungskompetenz: Präsentiere das vollständige Projekt mit Zeichnung oder CAD-Modell, Messprotokoll, Risikoentscheidung, Kalkulation und einem reflektierten Fachgespräch.


Lernkontrolle
- Auftragsanalyse: Begründe, welche Angaben vor Produktionsbeginn fehlen, wenn der Kunde nur „oval und schön glänzend“ bestellt, und formuliere geeignete Rückfragen.
- Maßprüfung: Bewerte eine zweite Messreihe mit 19,6 mm Länge, 14,1 mm Breite und 5,3 mm Dicke; entscheide über Freigabe, erneute Prüfung oder Rücksprache.
- Materialwirtschaft: Erkläre, weshalb der Massenertrag allein noch keine vollständige ökologische Bewertung ist, und nenne messbare Zusatzgrößen.
- Fertigungsfehler: Entwickle einen sicheren Diagnosepfad für sichtbare Riefen bei ansonsten passenden Maßen, ohne unfreigegebene Nacharbeit zu empfehlen.
- Betriebliche Kalkulation: Beurteile das Risiko von 15 zusätzlichen Arbeitsminuten für das fiktive Kostenlimit und entwirf eine transparente Kundenmitteilung.
- Sicherheit und Digitalisierung: Erläutere, welche Bedingungen für echte Maschinenarbeit vorliegen müssen und welche Nachweise das gefahrlose CAD-Modell stattdessen liefern kann.
Lernnachweis
Abzugeben sind: (1) anonymes Kunden- und Freigabeblatt, (2) technische Zeichnung oder CAD-Modell mit Sollmaßen, (3) dokumentierte Werkstoff- und Sicherheitsentscheidung, (4) Arbeitsplan mit Ressourcen und verantwortlicher Aufsicht, (5) Kennzeichnung Realwerkstück oder Simulation, (6) Mess- und Sichtprüfprotokoll, (7) Rechnung zu Zeit, Massenertrag und Kosten, (8) Fehler- und Nachhaltigkeitsanalyse, (9) reflektiertes Übergabegespräch.
Prüfbarkeit: Eine andere fachkundige Person muss anhand der Unterlagen Grenzwerte nachrechnen, Entscheidungen nachvollziehen und die Quellen prüfen können. Lege Messbedingungen und Unsicherheiten offen. Das Bewertungsraster aus dem Fachkapitel umfasst 100 Punkte; selbst eingeschätzte und fremd eingeschätzte Leistung werden getrennt vermerkt. Ein Modellnachweis bescheinigt ausdrücklich keine praktische Beherrschung einer laufenden Schleifmaschine.
OER und Wikipedia
Fachliche und rechtliche Primärquellen, geprüft Oktober 2026:
- BIBB: Edelsteinschleifer, Profil, Fachrichtungen, Ausbildungsdauer und Rahmenlehrplan.
- EdSchleifAusbV: geltende Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan als Anlage. Inhalte paraphrasiert, kein Normtext übernommen.
- Arbeitsschutzgesetz § 5 und Betriebssicherheitsverordnung § 3 sowie § 4.
- DGUV Information 209-002 „Schleifen“, Juni 2023. Arbeitsmittel- und Materialbezug muss im Betrieb geprüft werden.
- Wikipedia: Cabochon und Wikipedia: Edelsteinschleifer zur Orientierung; bei Berufs- und Schutzvorschriften sind die amtlichen Quellen vorrangig.
Nachgewiesene Wikimedia-Commons-Medien und Rechte: Dateinamen, Fotografen und Lizenzangaben stammen von den jeweiligen aufgerufenen Commons-Dateiseiten. Die Darstellungen wurden hier unverändert eingebunden; sie ersetzen keine Sicherheitsunterweisung.
| Datei | Quelle | Urheber | Nachgewiesene Lizenz |
|---|---|---|---|
| Basic Lapidary Equipment.jpg | Commons-Dateiseite | Thomas Farley | CC0 1.0 |
| How a Rock Is Transformed Into Treasure.jpg | Commons-Dateiseite | Thomas Farley | CC0 1.0 |
| A selection of gem cabochons and nacre 1.jpg | Commons-Dateiseite | W.carter | CC BY 4.0 |
| Facetingmachinelabeled.jpg | Commons-Dateiseite | Alextryan | Gemeinfrei nach Rechtefreigabe auf Commons |
| Faceting machine.JPG | Commons-Dateiseite | Doug Coldwell | CC BY-SA 4.0 |
| Diopsid - facettiert und als Cabochon.jpg | Commons-Dateiseite | Ra'ike | CC BY-SA 3.0 |
Deutschsprachige Videos (externe Quellenlinks, keine OER-Lizenz behauptet):
- SWR Handwerkskunst: Wie man Edelsteine schleift und wie man ein analoges Foto macht – redaktionelles SWR-Video von 2022; Rechte beim Anbieter, nur verlinkt.
- SWR Landesschau: Alexander Kreis ist Edelsteinschleifer – redaktionelles SWR-Video vom 7. Mai 2026; Rechte beim Anbieter, nur verlinkt. Die Nutzbarkeit der ARD-Mediathek hängt von der aktuellen Verfügbarkeit ab.
Wikipedia-Vertiefung (deutsch):
OER-Arbeitsauftrag: Erstelle eigene, anonymisierte Prozessgrafiken und Tabellen mit eindeutiger Urheberkennzeichnung und einer selbst gewählten offenen Lizenz. Übernimm fremde Materialien nur nach Prüfung der konkreten Rechte; redaktionelle SWR-Filme sind hier nicht als OER ausgewiesen.
Verknüpfte Lernbereiche
Die Verbindung zu Deutsch/Kommunikation liegt in der auftragsbezogenen Fachsprache und sachlichen Rückmeldung, zu Mathematik in Maßtoleranz, Prozent- und Zeitrechnung, zu Technik in Werkstoff, Form und Oberfläche, zu Wirtschaft in Materialausnutzung und Kalkulation und zu Digitalisierung in Messdaten, Zeichnungsständen und Datenschutz. Verwendet werden nur synthetische Auftragsdaten.
aiMOOC Projekte
Das Jahresprojekt DEMO-02 verbindet die Lernbereiche Rohsteinprüfung, formgerechtes Schleifen und Oberflächenbearbeitung mit einer dokumentierten Qualitätsentscheidung. Führe es als beaufsichtigten betrieblichen Auftrag nur bei erfüllten Sicherheitsvoraussetzungen oder vollständig als transparent gekennzeichnete Simulation durch. Ergänzende Projektideen sind der digitale Konturvergleich zweier Ovalentwürfe, ein anonymes Fehlerregister und eine ressourcenschonende Zuschnittplanung. Das Ergebnis ist ein Kompetenznachweis für dieses Lernangebot, keine amtliche Prüfung.
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