Prüfungssimulation und individuelle Fehleranalyse - Graveur
Einleitung
Du übst als Auszubildende oder Auszubildender im Beruf Graveur anhand einer eigenständig erstellten, ausdrücklich als Modell gekennzeichneten Generalprobe. Du planst einen fiktiven Kundenauftrag, rechnest Textmaße und Kosten, kontrollierst Soll-Ist-Werte und analysierst die eigenen Fehler. Alle Namen, Aufträge, Materialpreise und Messwerte sind synthetisch. Keine Originalprüfung, kein offizielles Ergebnis und keine Zusage einer Prüfungsnote. Die Musterlösungen, das Bewertungsraster und die vorgeschlagenen Lernzeiten sind didaktische Hilfen.
Sicherheit: Dies ist ausschließlich eine Theorie-, Skizzen- und Auswertungsübung. Manuelle oder maschinelle Gravur, Laser-, Elektro-, Gefahrstoff- und gesundheitsrelevante Arbeiten erfolgen nur nach betrieblicher Beurteilung und unter qualifizierter Anleitung. Dieser Kurs erteilt keinerlei Maschinenfreigabe.
Verbindliche Grundlagen sind das BIBB-Berufsprofil und die Graveurausbildungsverordnung. Prüfe den konkreten Prüfungsablauf und zugelassene Hilfsmittel zusätzlich bei der zuständigen Handwerkskammer.
Prüfungsrahmen und Kompetenzdiagnose
Ausbildungsordnung und amtliche Struktur
Nach BIBB dauert die Ausbildung 36 Monate. Es handelt sich um einen Monoberuf ohne ausgewiesene Fachrichtungen. Die geltende GrAusbV wurde am 3. Juni 2016 erlassen; ihr Text gilt seit dem 1. August 2016. Dies ist das Inkrafttreten der Ordnung und kein individueller Beginn jedes Ausbildungsvertrags. Verträge beginnen in der Praxis häufig im August oder September, können aber abweichen. Die gestreckte Gesellenprüfung hat Teil 1 (soll zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden) und Teil 2 (am Ende der Ausbildung).
| Amtlicher Prüfungsbereich | Gewichtung | Nachgewiesene Zeit | Inhalt |
|---|---|---|---|
| Werkstückherstellung, Teil 1 | 20 % | insgesamt 7 Stunden, Fachgespräch höchstens 15 Minuten | Arbeitsaufgabe, Planung, Kontrolle und Arbeitsschutz |
| Kundenauftrag, Teil 2 | 40 % | insgesamt 60 Stunden, Fachgespräch höchstens 15 Minuten | Prüfungsstück in gewählter Flach- oder Reliefgravur |
| Fertigungstechnik und Arbeitsplanung, Teil 2 | 15 % | schriftlich 120 Minuten | Zeichnen, Berechnen, Fertigungs- und Prüfverfahren |
| Gestaltung, Teil 2 | 15 % | schriftlich 120 Minuten | Entwürfe, Schriftgestaltung, Heraldik und Formensprache |
| Wirtschafts- und Sozialkunde, Teil 2 | 10 % | schriftlich 60 Minuten | Arbeitswelt und wirtschaftliche Zusammenhänge |
Die Angaben zu Zeit, Gewichtung und Prüfungsbereichen stammen aus §§ 7–16 GrAusbV. Die Alternative Flachgravur/Reliefgravur beim Prüfungsstück bezeichnet keine Ausbildungsfachrichtung. Eine veraltete Beschreibung als Zwischenprüfung kann zu falscher Planung führen.
Eigene Kompetenzen diagnostizieren
Verwende die selbst entwickelte Skala 0 = noch nicht, 1 = mit Hilfe, 2 = selbstständig, 3 = selbstständig mit Kontrolle und Begründung. Dies ist keine amtliche Note.
| Kompetenz | Leitfrage | Nachweis |
|---|---|---|
| Auftrag klären | Sind Maße, Zweck, Werkstoff, Text und Termin vollständig? | kommentierte Auftragskarte |
| Gestaltung planen | Passt Schriftbild zum Verwendungszweck? | bemaßter Entwurf |
| Technisch rechnen | Stimmen Maßkette und Einheiten? | lesbarer Rechenweg |
| Verfahren wählen | Sind Eignung und Sicherheitszuständigkeit begründet? | schriftlicher Verfahrensvergleich |
| Qualität prüfen | Gibt es Soll-Ist-Vergleich und Entscheidung? | Prüfprotokoll |
| Kommunikation | Kann ich Entscheidungen kundenorientiert erklären? | schriftliches Fachgespräch |
Die Bildquelle zeigt drei unterschiedliche Stichelprofile und regt zum Vergleich der Linienwirkung an.

W.carter, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
Auftrag, Gestaltung und Fertigungsverfahren
Informationen ermitteln und Fachbegriffe nutzen
Ein Werkstück ist der zu bearbeitende Gegenstand; eine Gravur erzeugt gezielte Linien, Schriften oder Flächen an seiner Oberfläche. Bei der Flachgravur steht die Gestaltung in einer Ebene im Vordergrund; Reliefgravur nutzt verschiedene Höhen und Tiefen. Ein Stichel besitzt eine für die Linienform bedeutsame Schneidengeometrie. Eine Toleranz ist die erlaubte Abweichung vom Sollmaß, kein automatisch gültiger Standardwert.
Frage bei einem Musterauftrag nach Text, Material, Außenmaß, Nutzfläche, Rand, Schriftart, Oberflächenwirkung, Auflage, Termin und zu prüfenden Merkmalen. Unbekannte echte Toleranzen werden geklärt, nicht erfunden. Eine Zeichnung muss Maßbezüge eindeutig erkennen lassen.
| Planungsphase | Prüffrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse | Was ist verbindlich und was fehlt? | schriftliche Rückfragenliste |
| Entwurf | Wo liegen Kontur und Schrift? | bemaßte Skizze |
| Rechenkontrolle | Wie groß sind Nutzfläche und Abstände? | Maßkette mit Einheiten |
| Theorie zu Verfahren | Welches Verfahren könnte geeignet sein? | begründeter Vergleich ohne Betriebsfreigabe |
| Qualitätsplanung | Was wird wie geprüft? | Soll-Ist-Raster |
| Dokumentation | Welche Fassung wurde geprüft? | versionsbezogenes Protokoll |

Lahoucine Boukhanchouch, manuelle Gravur an Kupfer, CC BY-SA 4.0.
Verfahren und Risiken begründet unterscheiden
Manuelles Gravieren kann detaillierte Linienformen unterstützen, maschinelle Verfahren können bei passenden Konturen wiederholbar arbeiten, und Laserbeschriftung ist eine andere Bearbeitungsart als spanende Stichelgravur. Werkstoff, Wirkung, Stückzahl, Geometrie und die freigegebene betriebliche Ausrüstung beeinflussen die Wahl. Beobachte Medien nur als Anschauung; übernimm keine Betriebsparameter.

Neelmamania, elektrisches Gravurwerkzeug, CC BY-SA 3.0. Keine Bedienanweisung.

Rht bd, Lasergravuranlage, CC BY-SA 4.0. Keine Maschinenfreigabe.
Fachvideo auf Wikimedia Commons: Datei:Laser engraving.webm Benjamin Haag, CC BY-SA 3.0.
Häufige Denkfehler
| Fehler | Folge | Gegenprüfung |
|---|---|---|
| Nur einen statt zwei Ränder abziehen | Nutzfläche zu groß | beide Seiten der Maßkette berücksichtigen |
| So viele Zwischenräume wie Buchstaben zählen | Textbreite zu groß | Zwischenräume = Buchstaben minus eins |
| Zentimeter und Millimeter verwechseln | falsches Maß | Einheiten pro Rechenschritt notieren |
| Kleine Abweichung ohne Grenzwert akzeptieren | fehlerhafte Freigabe | Abweichungsbetrag mit Toleranz vergleichen |
| Verfahrensnamen statt Eignung nennen | fachlich schwache Begründung | Material, Zweck, Menge und Risiken vergleichen |
| Film als Maschinenunterweisung ansehen | Sicherheitsrisiko | nur betriebliche Fachaufsicht entscheidet |

Catlemur, gravurbezogene Werkzeuge, CC BY-SA 4.0.
Berufstypischer Modellfall: Ein Messingschild planen
Synthetische Aufgabenstellung
Fall M1 – vollständig selbst erstellte Papier-Generalprobe: Entwirf ein Messingschild für eine fiktive Werkstatt. Die Platte ist 120 mm breit und 80 mm hoch; ringsherum sind mindestens 10 mm Rand vorgesehen. Der Schriftzug lautet WERKSTATT, also neun Buchstaben. Für das rechnerische Schriftmodell benötigt jeder Buchstabe 7 mm Breite; die Zwischenräume sind jeweils 2 mm breit. Das Textfeld soll horizontal zentriert werden. Als ausschließlich im Übungsfall vereinbarte Zentriertoleranz gelten ±0,2 mm. Kalkuliere zusätzlich mit 24,00 € Material, 75 Minuten Planungszeit zum Satz von 42,00 € je Stunde und 8,50 € zusätzlichen Kosten.
Arbeitsauftrag: Formuliere Rückfragen, erstelle eine bemaßte Skizze, berechne Nutzfläche und Schriftfeld, entscheide über ein fiktives Prüfprotokoll, rechne die Kosten und erläutere die Entscheidung in einem Fachgespräch. Es findet keine Maschinenbearbeitung statt.
Musterlösung und Rechenkontrolle
Nutzbreite: 120 mm minus 2 mal 10 mm = 100 mm. Nutzhöhe: 80 mm minus 2 mal 10 mm = 60 mm. Nutzfläche: 100 mm mal 60 mm = 6.000 mm². Die Fläche bezeichnet nur das geometrische Modell, nicht eine reale Bearbeitungsmenge.
Schriftfeld: 9 Buchstaben mal 7 mm = 63 mm. Zwischen neun Buchstaben liegen acht Abstände: 8 mal 2 mm = 16 mm. Gesamtbreite = 63 mm + 16 mm = 79 mm. Ein häufiges Fehlmuster ist das Zählen von neun Lücken.
Zentrierung: (100 mm minus 79 mm) geteilt durch 2 = 10,5 mm Zusatzrand innerhalb der Nutzfläche. Der Abstand von jeder Außenkante beträgt deshalb 10 mm + 10,5 mm = 20,5 mm. Rückrechnung: 20,5 mm + 79 mm + 20,5 mm = 120 mm.
Eigene schematische Maßkette:
| Linker Außenabstand | Schriftfeld | Rechter Außenabstand | Gesamtlänge |
|---|---|---|---|
| 20,5 mm | 79 mm | 20,5 mm | 120 mm |
Synthetisches Prüfprotokoll: Gemessen werden links 20,9 mm und rechts 20,1 mm bei Soll 20,5 mm. Die Beträge der Abweichung betragen jeweils 0,4 mm, sind also größer als ±0,2 mm. Entscheidung: Entwurf nicht freigeben. Korrigiere die gezeichnete Schriftfeldposition um 0,4 mm nach links; kontrolliere danach die Maßkette erneut. Dies ist keine Anleitung zum Nacharbeiten eines realen Werkstücks.
Kostenrechnung: 75 Minuten / 60 = 1,25 Stunden. Arbeitsansatz = 1,25 mal 42,00 € = 52,50 €. Modellsumme = 24,00 € + 52,50 € + 8,50 € = 85,00 €. Es handelt sich um fiktive Kalkulationskosten ohne behaupteten Verkaufspreis, Steuern oder Zuschlagskalkulation.
Qualitätsprotokoll und Bewertungsraster
| Prüfpunkt | Vorgabe | Erfundener Istwert | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Breite der Platte | 120 mm | 120 mm | erfüllt |
| Breite des Textfeldes | 79 mm | 79 mm | erfüllt |
| Linker Rand | 20,5 mm ± 0,2 mm | 20,9 mm | nicht erfüllt |
| Rechter Rand | 20,5 mm ± 0,2 mm | 20,1 mm | nicht erfüllt |
| Kalkulationssumme | 85,00 € | 85,00 € | rechnerisch erfüllt |
| Sicherheitsfreigabe | nur durch zuständige Fachperson | keine echte Freigabe | richtig für Papierübung |
Eigene Bewertungsregel: maximal 100 Übungspunkte; keine amtliche Gewichtung.
| Kriterium | Maximum | Synthetisch erreicht | Fachliche Rückmeldung |
|---|---|---|---|
| Auftragsanalyse | 20 | 18 | eine Rückfrage fehlt |
| Gestaltung | 20 | 16 | Zentrierung zunächst falsch |
| Rechnungen und Einheiten | 20 | 20 | nachvollziehbar |
| Soll-Ist-Prüfung | 20 | 12 | Abweichung erst nach Kontrolle erkannt |
| Sicherheitsverständnis | 10 | 10 | keine Maschinenfreigabe |
| Dokumentation und Fachgespräch | 10 | 8 | Begründung noch knapp |
| Gesamt | 100 | 84 | 84 Übungspunkte, keine amtliche Note |
Übungs-Fachgespräch: Warum sind nur acht Zwischenräume zu zählen? Wieso muss man bei Zentrierung den Rand mitdenken? Weshalb ist 0,4 mm hier außerhalb der Toleranz? Welche echten Angaben müssten vor einer Verfahrensfreigabe noch geklärt werden? Eine gute Antwort nennt Rechenweg, Grenze, Konsequenz und zuständige Fachaufsicht.

Historische Schemazeichnung zur Kupferstichtechnik aus Diderots Encyclopédie (circa 1760), gemeinfreies historisches Werk; keine aktuelle Schutzanweisung.
Didaktische Prüfungssimulation und Lösungsstrategien
Übungsstationen mit eigenen Zeitvorschlägen
Eine 85-minütige Lern-Generalprobe kann aus 20 Minuten Auftragsklärung, 20 Minuten Fachrechnung, 15 Minuten Gestaltung, 10 Minuten Wirtschaftsentscheidung, 10 Minuten schriftlichem Fachgespräch und 10 Minuten Fehlerkontrolle bestehen. Diese Zeiten sind frei gewählte Lernvorschläge, nicht die amtlichen Prüfungszeiten der GrAusbV.
| Station | Beispiel-Frage | Kern der Musterantwort |
|---|---|---|
| Auftragsklärung | Was erfragst du vor dem Entwurf? | Schrift, Material, Zweck, Maße, Grenzwerte und Termin |
| Fachrechnung | Wie ermittelst du eine Textbreite? | Summe der Zeichenbreiten plus Zwischenraumzahl mal Abstand |
| Gestaltung | Wie stellst du Lesbarkeit sicher? | Schriftgröße, Proportion, freie Flächen und Zweck prüfen |
| Wirtschaft | Wie kalkulierst du 75 Minuten? | durch 60 teilen, dann mit Euro je Stunde multiplizieren |
| Kontrolle | Wie reagierst du auf einen Grenzwertverstoß? | Abweichung dokumentieren, Ursache suchen, Fachentscheidung einholen |
Schwache und gute Antworten unterscheiden
Ungenau: „Das Wort passt, denn die Platte ist 120 mm breit.“ Fachlich: „Die Nutzbreite nach Randabzug beträgt 100 mm; das Schriftfeld ist 79 mm breit und wird mit 20,5 mm Außenabstand auf beiden Seiten zentriert.“
Ungenau: „0,4 mm sind doch kaum sichtbar.“ Fachlich: „Die ausdrücklich vereinbarte Übungstoleranz beträgt maximal 0,2 mm; deshalb ist der Entwurf mit 0,4 mm Abweichung nicht freigabefähig.“
Ungenau: „Zur Terminsicherung lasse ich einen Prüfschritt weg.“ Fachlich: „Ich plane Prüfung und Sicherheitsanforderungen fest ein und spreche bei Terminkonflikten mit dem Betrieb und dem Kunden über Alternativen.“

Mauro Cateb, Fachkunde-Beispiel zur Werkzeugpflege, CC BY-SA 4.0; keine Anweisung zum eigenständigen Schärfen.
Individuelle Fehleranalyse und wirksame Lernschritte
Fehlerarten unterscheiden
Ordne jede falsche Entscheidung einer oder mehreren Ursachen zu: F = Fachwissen, R = Rechenfehler, P = Planung, G = Gestaltung, Q = Qualitätskontrolle, S = Sicherheit. Ein Fehlerprotokoll enthält die fiktive Aufgabe, deinen Lösungsversuch, den Sollweg, die Fehlerursache, einen nächsten Trainingsschritt und das Datum einer erneuten Prüfung.
| Code | Typischer Fehler | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| F | Flachgravur mit Reliefgravur gleichgesetzt | Eigenschaften und Beispiele vergleichen |
| R | Neun statt acht Abstände gezählt | neue Zeichenfolge mit Maßkette rechnen |
| P | Materialfrage übergangen | strukturierte Rückfragenliste schreiben |
| G | Textfeld nur nach Augenmaß zentriert | linkes und rechtes Maß begründen |
| Q | Abweichung nicht gegen ±0,2 mm geprüft | Soll-Ist-Entscheidungstabelle anlegen |
| S | Videobeispiel als Freigabe verstanden | Fachaufsicht und Betriebstätigkeit unterscheiden |
Priorisierung, Lerntagebuch und Nachtest
Die didaktische Priorität lautet: zuerst sicherheitsrelevante Missverständnisse, danach Grundbegriffe und wiederholte Rechenfehler, dann Darstellungsdetails. Ein möglicher, ausdrücklich nicht amtlicher Lernplan: Tag 1 Fachbegriffe 20 Minuten; Tag 3 drei Maßketten 20 Minuten; Tag 5 fünf Toleranzfälle 20 Minuten; Tag 8 neuer Entwurf 30 Minuten; Tag 12 schriftliches Fachgespräch 15 Minuten; Tag 14 Nachtest 20 Minuten.
Beispiel mit frei erfundenen Lerndaten: Zuerst werden zwei von fünf Toleranzfällen richtig gelöst, also 2/5 = 40 %. Nach dem Training sind es vier von fünf, also 4/5 = 80 %. Der Zuwachs beträgt 40 Prozentpunkte und bedeutet keine offizielle Bestehensprognose. In M1 ist der auffälligste Bereich die Soll-Ist-Prüfung mit 12 von 20 Übungspunkten; beginne den Nachtest daher mit fünf neuen Zentrier- und Toleranzaufgaben.
Dokumentiere immer: Was war die Ursache? Wie belege ich die verbesserte Lösung? Welchen Fehler will ich beim nächsten Versuch vermeiden?
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice: zehn fachliche Fragen
Was gilt für die Ausbildung Graveur laut BIBB? (36 Monate und Monoberuf ohne Fachrichtungen) (!24 Monate mit Fachrichtung Schmuck) (!42 Monate mit drei Fachrichtungen) (!18 Monate und eine unbewertete Zwischenprüfung)
Rückmeldung: BIBB nennt 36 Monate und Monoberuf. Die Wahl einer Flach- oder Reliefgravur ist keine eigene Fachrichtung.
Wann soll Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung stattfinden? (Zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres) (!Erst nach der Gesellenprüfung Teil 2) (!Zwingend vor dem ersten Ausbildungstag) (!Erst fünf Jahre nach der Ausbildung)
Rückmeldung: § 7 GrAusbV sieht Teil 1 zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres und Teil 2 am Ende der Ausbildung vor.
Welche Nutzbreite bleiben bei 120 mm Gesamtbreite und je 10 mm Rand? (100 mm) (!110 mm) (!120 mm) (!140 mm)
Rückmeldung: 120 minus 10 minus 10 ergibt 100 mm. Du ziehst den Rand auf beiden Seiten ab.
Wie viele Abstände liegen zwischen neun Buchstaben? (Acht) (!Neun) (!Zehn) (!Siebzehn)
Rückmeldung: In einer fortlaufenden Zeichenreihe gibt es stets einen Zwischenraum weniger als Zeichen.
Welche Textfeldbreite ergibt sich bei neun Zeichen zu 7 mm und acht Lücken zu 2 mm? (79 mm) (!63 mm) (!81 mm) (!97 mm)
Rückmeldung: 9 mal 7 ist 63 mm und 8 mal 2 sind 16 mm. Zusammen sind das 79 mm.
Wie groß ist der beidseitige Außenabstand bei mittigem 79 mm Textfeld auf 120 mm? (20,5 mm) (!10,5 mm) (!41 mm) (!79 mm)
Rückmeldung: Von 120 mm bleiben 41 mm frei; die Hälfte sind 20,5 mm an jeder Außenkante.
Wie beurteilst du eine Abweichung von 0,4 mm bei einer Übungstoleranz von ±0,2 mm? (Nicht zulässig und zu dokumentieren) (!Automatisch zulässig weil unter einem Millimeter) (!Immer auf null zu runden) (!Mit einer zu tiefen Gravur gleichzusetzen)
Rückmeldung: Der Betrag 0,4 mm übersteigt die erlaubten 0,2 mm. Eine Entwurfsfreigabe ist nicht begründbar.
Wie hoch sind die fiktiven Arbeitskosten für 75 Minuten bei 42 Euro pro Stunde? (52,50 Euro) (!31,50 Euro) (!42,75 Euro) (!75,00 Euro)
Rückmeldung: 75 durch 60 ergibt 1,25 Stunden. 1,25 mal 42 Euro ergeben 52,50 Euro.
Wie handelst du bei ungeklärter Maschinensicherheit? (Keine Freigabe und zuständige Fachperson hinzuziehen) (!Werte aus beliebigen Videos übernehmen) (!Schutzvorrichtungen kurzfristig umgehen) (!Theorieübungen als Betriebserlaubnis verwenden)
Rückmeldung: Nur betriebliche Schutzmaßnahmen, Einweisung und qualifizierte Freigaben erlauben reale Tätigkeiten.
Wie wird ein Anstieg von 40 auf 80 Prozent richtig beschrieben? (Zunahme um 40 Prozentpunkte) (!Zunahme um 40 Prozent des Anfangswerts) (!Zunahme um 80 Prozentpunkte) (!Automatisch eine amtliche Prüfungsnote)
Rückmeldung: 80 minus 40 ergibt 40 Prozentpunkte. Der relative prozentuale Zuwachs wäre eine andere Kennzahl.
Memory: Begriffe und Definitionen
| Monoberuf | Ausbildungsberuf ohne rechtlich ausgewiesene Fachrichtungen |
| Flachgravur | Darstellung überwiegend in einer Ebene |
| Reliefgravur | Gestaltung mit höheren und tieferen Partien |
| Maßkette | Zusammensetzung einzelner Maße zu einer Kontrollrechnung |
| Toleranz | Zulässige Abweichung vom vereinbarten Sollwert |
| Prüfprotokoll | Dokumentierter Vergleich von Vorgabe und Ergebnis |
Drag-and-drop: Fehler und passende Lösung
| Passende Maßnahme | Typischer Befund |
|---|---|
| Zwischenräume neu zählen | Zu viele Zeichenabstände gerechnet |
| Einheiten prüfen | Zentimeter mit Millimetern verwechselt |
| Maßkette neu aufbauen | Schriftfeld falsch zentriert |
| Rückfrage formulieren | Material oder Grenzwerte ungeklärt |
| Fachaufsicht hinzuziehen | Sicherheitszuständigkeit unklar |
Kreuzworträtsel: sechs Fachwörter
| Gravur | Wie heißt das gezielte Einschneiden oder Gestalten an einer Oberfläche? |
| Stichel | Wie nennt man das handgeführte Schneidwerkzeug des Graveurs? |
| Relief | Wie heißt die Darstellung mit erhabenen und vertieften Formen? |
| Toleranz | Wie heißt die erlaubte Abweichung vom Sollmaß? |
| Protokoll | Wie nennt man die Aufzeichnung der Prüfergebnisse? |
| Zentrierung | Wie heißt die Ausrichtung eines Schriftfeldes in der Mitte? |
LearningApps: thematische Übungssuche
Die Suchseite ersetzt keine geprüfte Einzelübung. Vergleiche externe LernApps mit der aktuellen Ausbildungsordnung.
Gesonderter Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Berufsprofil: Stelle sechs reale Tätigkeitsfelder aus dem BIBB-Profil zusammen und ordne sie der Planung, Herstellung oder Kontrolle zu.
- Prüfungsübersicht: Zeichne die amtlichen Prüfungsbereiche mit den belegten Zeit- und Gewichtsangaben als Lernplakat.
- Bildanalyse: Beschrifte drei erkennbare Merkmale des lizenzierten Stichelbildes und formuliere zwei theoretische Sicherheitsfragen.
- Selbsteinschätzung: Bewerte die sechs Kompetenzen mit der Vierstufenskala und formuliere je einen beobachtbaren Lernbeleg.
Standard
- Neue Breitenrechnung: Berechne für eine fiktive 140 mm breite Platte mit jeweils 12 mm Rand die Nutzbreite, einschließlich Kontrollrechnung.
- Schriftentwurf: Zeichne zwei verschiedene Textlayouts, bemaße sie und vergleiche ihre Lesbarkeit.
- Fiktives Messprotokoll: Erfinde fünf Soll-Ist-Maße mit Übungstoleranzen und entscheide jeweils begründet über einen Entwurf.
- Kurzpräsentation: Erkläre einen synthetischen Kundenauftrag in einer zweiminütigen Aufnahme oder alternativ schriftlich und verbessere deine Begründung.
Schwer
- Variantenkalkulation: Rechne den Modellfall mit zwei anderen Stundensätzen und Schriftfeldbreiten und prüfe alle Einheiten.
- Theoretische Verfahrenswahl: Vergleiche Flach-, Relief- und Lasergravur für drei ausgedachte Werkstücke und nenne die erforderliche Fachaufsicht.
- Eigene zweite Generalprobe: Entwirf einen vollständigen anderen Modellauftrag samt Musterlösung, Toleranzannahmen und fachlichem Bewertungsraster.
- Wirksamkeitsanalyse: Erstelle ein Diagramm zu synthetischen Fehlerzahlen aus zwei Testdurchläufen und begründe drei individuelle Folgemaßnahmen.


Lernkontrolle
- Recht und Verfahren: Begründe mit der GrAusbV, weshalb zwei wählbare Gravurarten im Kundenauftrag noch keine Fachrichtungen bedeuten.
- Transfer-Maßkette: Prüfe ein 92 mm breites Textfeld auf einer 150 mm breiten Musterplatte bei mindestens 15 mm Außenrand; Musterrechnung: beidseitig 29 mm und damit erfüllt.
- Grenzwerte: Vergleiche 0,18 mm und 0,23 mm Abweichung bei einer ausdrücklich erfundenen ±0,20-mm-Grenze, und begründe beide Entscheidungen.
- Planvergleich: Vergleiche schriftlich einen fiktiven Einzelauftrag mit einer Kleinserie nach Dokumentation, Werkstoff und erforderlicher qualifizierter Freigabe.
- Fehler finden: Erkläre den Fehler im Ansatz 75 Minuten mal 42 Euro und zeige stattdessen die Rechnung mit 1,25 Stunden.
- Ursachen beheben: Übertrage die Zentrierkontrolle des Schildes auf eine andere fiktive Textlänge und begründe, warum bloßes Runden keine Korrektur ist.
Lernnachweis
Reiche als Übungsnachweis eine ausschließlich synthetische Mappe ein: dein Kompetenzraster vor und nach dem Training, die Auftragsanalyse, die bemaßte Entwurfsskizze, die vollständig gerechnete Maßkette, eine Kostenrechnung, einen Verfahrensvergleich, das Soll-Ist-Prüfprotokoll, die Punktebegründung, eine Fehlerursachenmatrix und den korrigierten Nachtest. Ergänze ein eigenes Fachgespräch-Protokoll und Quellen. Nutze keine echten Personendaten, fremden Betriebsunterlagen oder Maschinenfreigaben. Die Mappe ist ein Lernprodukt, kein Prüfungszeugnis.
OER und Wikipedia
Fachlich geprüfte Quellen (Recherche Oktober 2026):
- BIBB: Berufsprofil Graveur/Graveurin, Monoberuf und Ausbildungsdauer.
- Graveurausbildungsverordnung vom 3. Juni 2016, §§ 7–16 zu Struktur, Zeiten und Gewichtungen.
- BIBB: Graveur/Graveurin – Umsetzungshilfe, 2018.
- Das Handwerk: Graveur/in, allgemeine Berufsinformation und Ausbildungsbeginn.
- Wikipedia: Gravur, fachlicher Überblick, keine Rechtsquelle.
Medienherkunft und Rechte: Die folgenden Medien wurden über die konkreten Wikimedia-Commons-Dateiseiten zugeordnet. Bei Nachnutzung gelten Attribution, Verlinkung, Kenntlichmachung von Änderungen und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen; die Dateien sind keine Sicherheitsunterweisung.
| Datei | Nachweis | Autor / Herkunft | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Three engraving burins with different profiles 1.jpg | Commons | W.carter | CC BY 4.0 |
| File:Hand Engraving.jpg | Commons | Lahoucine Boukhanchouch | CC BY-SA 4.0 |
| File:Hand engraving tool.jpg | Commons | Neelmamania | CC BY-SA 3.0 |
| File:Laser engraving machine.jpg | Commons | Rht bd | CC BY-SA 4.0 |
| File:Engraver's Tools BoG.jpg | Commons | Catlemur | CC BY-SA 4.0 |
| File:Herstellung-eines-Kupferstichs.png | Commons | Diderots Encyclopédie, circa 1760 | Gemeinfrei, Public Domain Mark |
| File:Sharpening a burin.jpg | Commons | Mauro Cateb | CC BY-SA 4.0 |
| File:Laser engraving.webm | Commons | Benjamin Haag | CC BY-SA 3.0 |
Externe Berufsfilme: BR alpha „Ich mach's: Graveur/in“ und azubiTV – Graveur/in sind im Berufenavi-Berufsblatt nachgewiesen. Diese Filme sind nicht als OER ausgewiesen und deshalb nur verlinkt. Der direkte YouTube-Abruf war bei der Recherche nicht prüfbar; die Verfügbarkeit ist vor Unterrichtseinsatz zu kontrollieren. Keine Sofatutor-Inhalte.
Eigene Schemazeichnungen und Tabellen: Maßkette, Prüfprotokoll, Bewertungsraster und synthetische Aufgaben sind selbst entwickelte Lernmodelle; sie begründen keine Rechte an den fremden Medien.
Verknüpfte Lernbereiche
Weitere verknüpfte Lernbereiche sind Metalltechnik, Gestaltung, Typografie, Berufsbildung, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Lernstrategien. Vorhandensein und Veröffentlichungsstand intern genannter Anschlusskurse sind jeweils auf MOOCwiki zu prüfen.
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragenInhalt melden · Hinweise zu Fehlern, Quellen, Medienrechten oder Dubletten
