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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Kaufmann für Digitalisierungsmanagement

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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Kaufmann für Digitalisierungsmanagement

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Einleitung

Du bereitest Dich auf die gestreckte Abschlussprüfung im anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann für Digitalisierungsmanagement beziehungsweise Kauffrau für Digitalisierungsmanagement vor. Dieser Kurs verbindet den verbindlichen Rechtsrahmen, eine evidenzbasierte Kompetenzdiagnose, einen realistischen Lernplan und einen durchgerechneten beruflichen Modellfall. Du lernst, Prüfungsanforderungen anhand der für Deinen Ausbildungsbeginn geltenden Ausbildungsordnung zu prüfen, Schwächen mit Arbeitsproben statt nur mit Bauchgefühl zu erkennen und die Vorbereitung nachvollziehbar zu priorisieren. Alle Personen, Unternehmen, Beträge und Diagnoseergebnisse in den Übungen sind fiktiv.

Lernziele: Du kannst AP1 und AP2 von der klassischen Zwischenprüfung unterscheiden, die Prüfungsbereiche zuordnen, berufliche Kompetenzen nach Belegen bewerten, einen kontrollierbaren Wochenplan entwickeln sowie Geschäftsprozesse wirtschaftlich und unter Datenschutzgesichtspunkten untersuchen. Die Termine und organisatorischen Vorgaben Deiner zuständigen IHK prüfst Du zusätzlich individuell.

Berufsvideo: Bundesagentur für Arbeit, „Kaufmann/-frau Digitalisierungsmanagement“ (2024); zur Orientierung im Berufsbild, nicht als Ersatz für die Ausbildungsordnung.


Prüfungsordnung, Ausbildungsbeginn und Prüfungsstruktur


Rechtsgrundlage und Geltungsbereich

Maßgeblich ist die Digitalisierungsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung vom 28. Februar 2020, in Kraft seit dem 1. August 2020 (DigiManKflAusbV). Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Der erste Schritt Deines Prüfungsplans lautet daher: Ausbildungsbeginn und Vertragsberuf feststellen, BIBB-Berufsprofil sowie geltende Verordnung vergleichen und die verbindlichen IHK-Informationen für Deine individuelle Prüfung aufrufen. Altverträge aus dem früheren Beruf Informatikkaufmann oder IT-Systemkaufmann können unter gesetzlichen Übergangsbedingungen anders zu behandeln sein; die Berufsbezeichnung allein ersetzt diese Prüfung nicht.

Wichtig: Dieser Beruf hat nach § 4 Absatz 4 der Verordnung Einsatzgebiete, nicht die Fachrichtungen des Fachinformatiker-Berufs. Genannt werden betriebliche Steuerung und Kontrolle, Organisations- und Prozessentwicklung, Produktentwicklung und Marketing sowie IT-Systemlösungen. Das betriebliche Einsatzgebiet prägt Praxisbeispiele, ändert aber nicht eigenmächtig die gesetzlich benannten Prüfungsbereiche.


Zwischenprüfung versus gestreckte Abschlussprüfung

Eine klassische Zwischenprüfung ist eine eigenständige Standortbestimmung während einer Ausbildung. Bei der gestreckten Abschlussprüfung (GAP) sind Teil 1 und Teil 2 beide Teile der Abschlussprüfung; AP1 geht bereits in die Gesamtnote ein. AP1 findet laut § 6 im vierten Ausbildungshalbjahr statt und AP2 am Ende der Ausbildung; die konkreten Termine bestimmt die zuständige Stelle. Dass ein AP1-Termin zeitlich an frühere Zwischenprüfungen erinnert, macht AP1 nicht zu einer folgenlosen Zwischenprüfung.

AP1 heißt Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Die Aufgaben sind schriftlich und praxisbezogen; Grundlage sind die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate vorgesehenen gemeinsamen IT-Berufsbildpositionen 1 bis 7 sowie entsprechender Berufsschulstoff. Zu begründen sind insbesondere Kundenbedarf, Hardware- und Softwareauswahl, Beschaffung, Datenschutz, IT-Sicherheit, Qualitätssicherung, Einweisung und Protokollierung. In AP2 stehen die kaufmännisch orientierten Digitalisierungsprozesse des Berufs im Mittelpunkt.

Bestandteil der gestreckten Abschlussprüfung Art und Gegenstand Gewicht an der Gesamtnote
AP1: Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes Schriftliche, praxisbezogene Aufgaben; laut § 8: 90 Minuten 20 %
AP2: Digitale Entwicklung von Prozessen Betriebliche Projektarbeit mit Dokumentation sowie Präsentation und Fachgespräch; zwei Teilleistungen werden innerhalb dieses Bereichs je zur Hälfte gewichtet 50 %
AP2: Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells Schriftliche, praxisbezogene Aufgaben; laut § 12: 90 Minuten 10 %
AP2: Kaufmännische Unterstützungsprozesse Schriftliche, praxisbezogene Aufgaben; laut § 13: 90 Minuten 10 %
AP2: Wirtschafts- und Sozialkunde Schriftliche, praxisbezogene Aufgaben; laut § 14: 60 Minuten 10 %

Für den Projektbereich nennt § 11 höchstens 40 Stunden für betriebliche Projektarbeit und Dokumentation sowie für Präsentation und Fachgespräch zusammen höchstens 30 Minuten; die Präsentation soll höchstens 15 Minuten dauern. Der Projektbeschreibung mit Ziel, Ausgangssituation und Zeitplanung muss der Prüfungsausschuss vor Durchführung zustimmen. Diese rechtlich überprüften Grenzen sind keine selbst erfundenen Prüfungszeiten. Aktuelle Einreichungsfristen, Formulare, Hilfsmittel und Kammerabläufe kontrollierst Du stets bei Deiner IHK.


Gewichtung ist nicht gleich Bestehensentscheidung

Nach § 15 lautet das Gesamtergebnis rechnerisch: 0,20 mal AP1 + 0,50 mal Prozessbereich + 0,10 mal Geschäftsmodell + 0,10 mal kaufmännischer Bereich + 0,10 mal WiSo. Eine rein numerische Durchschnittsnote reicht jedoch nicht für eine sichere Bestehensprognose. Zusätzlich müssen das Gesamtergebnis und das Ergebnis von AP2 jeweils mindestens ausreichend sein, mindestens drei der vier AP2-Prüfungsbereiche mindestens ausreichend sein und kein AP2-Prüfungsbereich ungenügend sein. Die unter bestimmten Voraussetzungen mögliche mündliche Ergänzungsprüfung betrifft die in § 16 genannten schriftlichen Bereiche; nicht alle Prüfungsteile sind dafür vorgesehen. Nutze für Notengrenzen das jeweils verbindliche IHK-Bewertungssystem.

Rechenbeispiel ohne amtliche Notenprognose: Fiktive Teilbereichsergebnisse in Punkten: AP1 76, Prozessbereich 64, Geschäftsmodell 82, kaufmännischer Bereich 58, WiSo 70. Gewichtet ergibt das 0,20 × 76 + 0,50 × 64 + 0,10 × 82 + 0,10 × 58 + 0,10 × 70 = 68,2 Punkte. Ob damit alle Bestehensbedingungen erfüllt sind, muss gesondert und anhand der offiziellen Bewertung geprüft werden.


Kompetenzen diagnostizieren und Lernlücken begründen


Was ist eine Kompetenzdiagnose?

Kompetenz ist die Fähigkeit, Wissen, Fertigkeiten und verantwortliches Urteilen für berufliche Aufgaben situationsgerecht einzusetzen. Eine Diagnose sammelt überprüfbare Hinweise darauf, was Du bereits beherrschst. „Ich kenne BPMN“ ist nur eine Selbstaussage; ein korrekt gezeichnetes und erläutertes Prozessmodell ist ein Leistungsbeleg. Prüfe deshalb drei Anforderungsstufen: Wissen erklären, in einem bekannten Fall anwenden und auf neue Sachverhalte übertragen und Entscheidungen begründen. Trenne Fachwissen, Vorgehensfehler, Rechenfehler, Verständnislücken und Zeitprobleme.

Verwende für jede Kompetenz ein transparentes Raster von 0 bis 3: 0 = nicht nachweisbar; 1 = mit erheblichen Hilfen oder mehreren fachlichen Fehlern; 2 = überwiegend korrekt an einem typischen Fall; 3 = selbstständig, nachvollziehbar und auf Varianten übertragbar. Diese Skala dient nur der privaten Lernsteuerung und ist keine IHK-Punkteskala.

Kompetenzfeld Beobachtbarer Diagnosefall Geeigneter Beleg
Arbeitsplatz und IT-Schutz (AP1) Auswahl einer passenden Arbeitsplatzlösung aus zwei Angeboten begründen Bedarfscheck, Vergleichstabelle, Sicherheitsbegründung
Prozesse und Projekt (AP2) Medienbruch im fiktiven Rechnungsprozess erkennen und Sollprozess skizzieren Prozessbild, Risiko- und Maßnahmenliste
Digitales Geschäftsmodell (AP2) Kundennutzen und Lizenzmodell bewerten Nutzenhypothese mit Zahlen und Annahmen
Kaufmännische Prozesse (AP2) Kostenersparnis und Amortisationsdauer berechnen Vollständiger Rechenweg mit Einheiten
WiSo (AP2) Arbeitsrechtliche oder betriebliche Interessenkonflikte beurteilen Begriff, Normbezug, abgewogenes Urteil
Kommunikation und Dokumentation Empfehlung einer fiktiven Geschäftsführung erklären Adressatengerechte Kurzpräsentation und Entscheidungsprotokoll


Vier Schritte der Eingangsmessung

Schritt A – Anforderungsabgleich: Lies Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsparagraphen. Markiere, welchem AP-Bereich und welchem Kompetenzfeld jede Probeaufgabe entspricht. Schritt B – Arbeitsprobe: Löse mindestens zwei unterschiedliche, selbst erstellte oder ausdrücklich freigegebene Übungsfälle pro Schwachpunkt ohne Hilfsmittel; notiere korrekte Teilschritte, benötigte Zeit und Belege. Schritt C – Fehleranalyse: Begründe jeden Fehler, etwa fehlende Datengrundlage, falsche Prozentrechnung, ungeklärte Rechtsgrundlage oder unschlüssiger Transfer. Schritt D – Lernentscheidung: Definiere konkrete nächste Schritte und führe nach einer Woche eine neue Transferprobe aus.

Synthetische Diagnose Ergebnis auf Skala 0–3 Diagnosebeobachtung Entscheidung
Prozessmodellierung 1 Start und Ende erkannt; Entscheidungen und Medienbruch fehlen Zwei Prozessmodelle mit Rückmeldung erstellen
Datenqualität 3 Dubletten erkannt und Prüfregel nachvollziehbar begründet Mit kurzem Abruftraining erhalten
Wirtschaftlichkeitsrechnung 1 Monatliche Nutzeneffekte mit einmaligen Kosten verwechselt Einheitenblatt und drei Varianten rechnen
Datenschutz und IT-Schutz 2 Risiken erkannt, aber Rollen und Löschfristen unvollständig Checkliste und neuen Fall bearbeiten

Schaubild: Ein Netzdiagramm kann mehrere Kompetenzwerte sichtbar machen. Das hier gezeigte öffentliche Beispieldiagramm enthält keine echten Lernendendaten und ist nicht die Bewertung des Modellfalls.


Prioritäten systematisch festlegen

Eine praktische Lernpriorität wächst mit der Bedeutung einer Kompetenz für die bevorstehende Prüfung, der beobachteten Lücke und dem Risiko, dass man ohne sie komplexe Fälle nicht lösen kann. Du kannst beispielsweise einen Planungsindex berechnen: Prüfungsgewicht des Bereichs in Prozent × (3 − Diagnosewert) / 3. Für Prozessbereich 50 % und Diagnosewert 1 ergibt sich 50 × 2 / 3 = 33,3 Indexpunkte. Für WiSo 10 % und Diagnosewert 2 ergeben sich 10 × 1 / 3 = 3,3 Indexpunkte. Dieser Index ist eine selbst definierte Lernhilfe, nicht Teil der Prüfungsordnung. AP1-Vorbereitung und AP2-Vorbereitung dürfen nicht unreflektiert vermischt werden; vor AP1 orientierst Du Dich vorrangig am konkret bevorstehenden Teil.

Typische Diagnosefehler: Selbsteinschätzung mit Können verwechseln; nur auswendig gelernte MC-Fragen benutzen; einen einzigen Treffer überbewerten; Prüfungsteile falsch zuordnen; Vertraulichkeit von Betriebsunterlagen missachten. Arbeite ausschließlich mit synthetischen Fällen oder ausdrücklich freigegebenen Unterlagen.


Einen individuellen und überprüfbaren Prüfungsplan erstellen


Vom Lernziel zur Wochenplanung

Ein guter Lernplan dokumentiert Was? (Kompetenz und Prüfungsteil), Womit? (Quelle, Übungsfall), Wann? (Lernfenster), Wie prüfen? (neue Transferaufgabe) und Was ändern? (Fehlerprotokoll). Nutze SMART als Prüfhilfe: spezifisch, messbar, attraktiv beziehungsweise akzeptiert, realistisch und terminiert. Beispiel: „Bis Freitag kann ich aus einem vollständig synthetischen Soll-Ist-Prozess drei Verbesserungspotenziale identifizieren, die Zeitersparnis berechnen und zwei Datenschutzrisiken mit Gegenmaßnahmen erläutern.“

Schaubild: Ein Gantt-Diagramm veranschaulicht Aufgaben auf einer Zeitachse. Übertrage daraus nur Deine eigenen Lernblöcke, nicht die Beispieldaten der Bilddatei.


Beispiel eines sechswöchigen Planes vor AP2

Nur Muster: sechs Wochen mit fünf Lernblöcken à 45 Minuten pro Woche, insgesamt 22,5 Stunden eigenständiges Lernen; zusätzliches Training für Projektpräsentation und Fachgespräch ist sinnvoll. Das ist keine offizielle Vorbereitungszeit und ersetzt keine IHK-Frist. Passe den Umfang an Diagnose, Berufsschule, Betrieb und Erholung an.

Woche Lernschwerpunkt und Produkt Messbarer Kontrollpunkt
1 Verordnung und IHK-Vorgaben lesen; Einstiegsdiagnose in fünf Kompetenzfeldern Anforderungsmatrix und Fehlerprotokoll
2 Prozessanalyse, BPMN-Grundsymbole, Datenqualität Zwei unterschiedliche Ist-Soll-Modelle erklären
3 IT-Beschaffung, Geschäftsmodell, Lizenzen, Datenschutz Angebotsentscheidung mit Kriterienmatrix begründen
4 Wirtschaftlichkeitsrechnung und kaufmännische Unterstützungsprozesse Drei fehlerfreie Rechnungen mit Einheiten und Sensitivität
5 Synthetischen Projektfall dokumentieren, präsentieren und verteidigen Bewertungsraster, Probe-Fachgespräch und Fremdfeedback
6 Neue Transferfälle, WiSo-Wiederholung, Zeitmanagement, Simulation Zweitdiagnose und begründete Anpassung des Plans

Lernmethode: Beginne einen Block mit fünf Minuten Abruf ohne Unterlagen, arbeite etwa 30 Minuten an einer Fallaufgabe und reserviere zehn Minuten für Prüfung und Fehlerlog. Wiederhole schwierige Inhalte zeitversetzt und mische ähnliche, aber nicht identische Aufgaben. Ein Video allein ist noch kein Leistungsbeleg. Sorge für realistische Pausen und sichere Lernunterlagen.


Planen, überprüfen, anpassen

Verwende die Logik Plan – Do – Check – Act (PDCA): Ziel und Maßstab definieren; Fall bearbeiten; Lösung gegen Kriterien prüfen; nächste Übung verändern. Eine selbst gebaute Mini-Lernkontrolle soll konkrete Fehlerarten sichtbar machen. Bei gleichbleibend schwachem Transfer wechsle die Aufgabenart und hole fachliches Feedback, statt nur mehr Karteikarten zu lernen.

Schaubild: Demingkreis als Rückkopplung für die Lernplanung; die Abbildung ist ein allgemeines Modell, kein gesetzlicher Prüfungsablauf.

Schaubild: Die Eisenhower-Matrix kann helfen, die unmittelbare Dringlichkeit von Aufgaben und ihre fachliche Wichtigkeit zu unterscheiden. Sie ersetzt weder die gesetzlichen Prüfungsgewichte noch den diagnostischen Leistungsbeleg.


Fachliche Prüfungsfälle mit Daten und kaufmännischen Methoden


Prozessanalyse und Datenqualität

Ein Geschäftsprozess besteht aus auslösenden Ereignissen, Aktivitäten, Beteiligten, Informationen, Entscheidungen und Ergebnissen. Frage vor einer Digitalisierung: Wer erfasst Daten? Wo entstehen Wartezeiten, Dubletten, Medienbrüche oder ungeklärte Freigaben? Ein Ist-Prozess beschreibt den beobachteten Ablauf, ein Soll-Prozess das begründete Ziel. BPMN nutzt unter anderem Ereignisse, Aufgaben und Entscheidungsknoten; ein Diagramm ist nur dann hilfreich, wenn seine Symbole und Abläufe konsistent sind.

Schaubild: Öffentlich zugängliches BPMN-Beispiel für einen gerichteten Ablauf. Entwickle für die Prüfung stattdessen eine eigene, zum Fall passende Prozesszeichnung.

Fachvideo: ModelMyMind, „BPMN Tutorial – Grundlagen“ (2024), mit Beispielen zu Ereignissen, Aufgaben und Gateways. Prüfe Angaben zu Versionsständen unabhängig anhand offizieller Standards; das Video ist keine Prüfungsrechtsquelle.

Beurteile Daten mit den Kriterien Vollständigkeit, Eindeutigkeit, Aktualität, Plausibilität und Zweckbezug. In einem synthetischen Buchungssystem können doppelte Vorgangsnummern etwa zur Doppelbearbeitung führen. Eine geeignete Maßnahme wäre eine technische Eindeutigkeitsprüfung mit dokumentiertem Ausnahmeprozess; lösche keine echten Unternehmensdaten ohne Befugnis.


Wirtschaftlichkeit: Rechenweg, Einheiten und Grenzen

Für eine Prozessverbesserung gilt zunächst: Zeitersparnis pro Monat = Fallzahl pro Monat × eingesparte Minuten pro Fall / 60. Monatlicher Bruttonutzen = eingesparte Stunden × angenommener interner Stundensatz. Monatlicher Nettonutzen = Bruttonutzen minus zusätzliche laufende Monatskosten. Bei konstantem positivem Nettonutzen ist die vereinfachte Amortisationsdauer = einmalige Investition / monatlicher Nettonutzen. Prüfe, ob die Annahmen belastbar und erzielte Zeiteinsparungen wirtschaftlich tatsächlich nutzbar sind. Rechne nicht fälschlich mit einem einmaligen Investitionsbetrag als Monatskosten und behaupte keine garantierten Gewinne.

Sensitivität bedeutet: Wie ändert sich das Ergebnis, wenn Fallzahl, Bearbeitungsdauer, Lizenzkosten oder Stundensatz anders ausfallen? Beurteile neben Zahlen auch Datenschutz, IT-Sicherheit, Nutzungsrechte, Ausfallsicherheit, Barrierefreiheit und Akzeptanz. Eine positive Amortisation allein begründet noch keine Produktfreigabe.


Kaufmännische Bewertung und Risikosteuerung

Eine fachliche Entscheidung kombiniert Muss-Kriterien wie Datenschutz und zulässige Lizenznutzung mit Soll-Kriterien wie Kosten, Anpassbarkeit und Support. Lege offen, welche Annahme aus einer Quelle stammt und welche modelliert ist. SWOT-Analyse trennt interne Stärken und Schwächen von externen Chancen und Risiken. Sie ist eine Denkstruktur und kein Beweis für den Erfolg eines Projekts.

Schaubild: Deutsche SWOT-Matrix zur strukturierten Einschätzung. In einer Prüfung muss jede Aussage durch den konkreten Fall begründet werden.

Typischer Prüfungsfehler Fachlich bessere Lösung
Brutto- und Nettowerte unkommentiert vermischen Mehrwertsteuerbehandlung und Bewertungsbasis ausdrücklich festlegen
Zeit, Geld und Prozente ohne Einheiten verrechnen Einheit jeder Zwischengröße notieren und Plausibilität prüfen
Aus einer Kennzahl eine verbindliche Anschaffungsentscheidung ableiten Kosten, Risiken, Datenschutz und Alternativen begründet abwägen
Freie Übungsaufgaben für offizielle Originalprüfungen halten Selbst erstellte Modelle als Übung kennzeichnen; Prüfungsunterlagenrechte respektieren


Vollständiger beruflicher Modellfall: Digitale Auftragsfreigabe


Ausgangslage und Arbeitsauftrag

Die fiktive Nordlicht Service GmbH bearbeitet monatlich 280 interne Beschaffungsfreigaben. Im Ist-Prozess werden Formulare ausgedruckt, weitergereicht und erneut erfasst. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit je Vorgang beträgt 12 Minuten. Eine geplante digitale Lösung könnte auf 5 Minuten reduzieren. Angenommener interner Stundensatz: 32 Euro je Stunde; zusätzlich 320 Euro monatliche Lizenz- und Betriebskosten und 3.480 Euro einmalige Einführungskosten. Alle Beträge sind für diese Aufgabe als vergleichbare Modellkosten ohne Umsatzsteuer angesetzt; reale Firmen- oder Personendaten werden nicht verwendet.

Arbeitsauftrag: Analysiere Ist- und Soll-Prozess, berechne Nutzen und Amortisationsdauer, prüfe eine ungünstigere Variante, benenne Schutzmaßnahmen und stelle eine nachvollziehbare Empfehlung zusammen. Es findet keine echte Softwareeinführung oder Freigabe statt. Konfiguration realer elektrischer, maschineller oder sonstiger gefährlicher Systeme bleibt qualifiziert angeleiteten Fachkräften vorbehalten.


Lösungsweg mit nachvollziehbarem Ergebnis

1. Ist-Soll-Prozess: Ist: Antrag auf Papier → Weitergabe per Hauspost → Entscheidung → manuelle Doppelerfassung → Ablage. Soll als Entwurf: Antrag in digitalem Formular → Plausibilitätsprüfung → rollenbasierte Prüfung → dokumentierte Entscheidung → kontrollierte Übergabe an Buchhaltung → revisionsgeeignete Ablage. Ein Prozessverantwortlicher klärt Rückfragen, Vertretung, Ausnahmen und Löschkonzept.

2. Zeitgewinn: 12 − 5 = 7 Minuten je Vorgang. Bei 280 Vorgängen entspricht das 280 × 7 = 1.960 Minuten je Monat, also 1.960 / 60 = 32,67 Stunden pro Monat (auf zwei Dezimalstellen gerundet).

3. Bruttonutzen: 1.960 / 60 × 32 Euro = 1.045,33 Euro pro Monat (gerundet). 4. Monatlicher Nettonutzen: 1.045,33 − 320 = 725,33 Euro pro Monat. 5. Vereinfachte Amortisation: 3.480 / (1.045,333... − 320) = 4,80 Monate (gerundet). 6. Vereinfachter Saldo nach zwölf Monaten: 12 × (1.045,333... − 320) − 3.480 = 5.224 Euro. Dies ist ein Modellwert vor Steuern, Finanzierungs-, Wartungs- und Umstellungsrisiken; die Zeitersparnis ist keine automatisch realisierte Auszahlung.

7. Kritische Variante: Wenn die tatsächliche Zeiteinsparung nur 3 Minuten je Vorgang erreicht, beträgt der Bruttonutzen 280 × 3 / 60 × 32 = 448 Euro pro Monat. Nach den 320 Euro laufenden Kosten verbleiben 128 Euro pro Monat. Die vereinfachte Amortisation verlängert sich auf 3.480 / 128 = 27,19 Monate. Das Ergebnis zeigt, warum ein Pilot mit messbaren Daten vor einer Entscheidung wichtig ist.


Datenschutz, Wirtschaftlichkeit und Handlungsempfehlung

Ein fachlich vertretbarer Vorschlag umfasst Rollen- und Berechtigungskonzept, Datensparsamkeit, Aufbewahrungs- und Löschregeln, Zugriffsdokumentation, Backup- und Wiederanlaufkonzept, verständliche Einweisung sowie geprüfte Lizenz- und Auftragsverarbeitungsbedingungen, soweit einschlägig. Geeignete Entscheider müssen Rechts- und Sicherheitsanforderungen prüfen. Der Lehrfall ersetzt weder eine Datenschutz-Folgenabschätzung noch Beschaffungs-, Betriebs- oder Sicherheitsfreigaben.

Begründete Empfehlung im Modellfall: Keine sofortige verbindliche Einführung, sondern zunächst eine freigegebene Konzept- und Pilotprüfung mit synthetischen Testdaten, transparenten Erfolgskriterien (Zeit je Vorgang, Fehlerquote, Bearbeitungsdauer, Nutzerfeedback) und der kritischen Variante als Untergrenze. Nur wenn Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Vertragslage und Prozessqualität belegt sind, kann die zuständige betriebliche Stelle über weitere Schritte entscheiden.


Fachliches Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium Erwarteter Beleg Maximalpunkte
Ist-/Soll-Prozess und Medienbruch Nachvollziehbare Schritte, Rollen, mindestens ein Risiko 20
Rechenweg und Einheiten 1.960 Minuten, 32,67 Stunden, 1.045,33 Euro Bruttonutzen 20
Laufende Kosten, Amortisation und 12-Monats-Saldo 725,33 Euro pro Monat, 4,80 Monate, 5.224 Euro 20
Sensitivität und kritische Deutung 128 Euro pro Monat, 27,19 Monate, Grenzen der Modellannahmen 15
Datenschutz, IT-Schutz und Vertragsprüfung Konkrete Risiken und verhältnismäßige Maßnahmen 15
Adressatengerechte Empfehlung und Reflexion Nachvollziehbare Entscheidung, Pilotkriterien, keine unbefugte Freigabe 10
Gesamt Formatives Kursraster, ausdrücklich kein offizielles IHK-Raster 100

Beispielbewertung: Eine synthetische Bearbeitung erreicht 18 + 16 + 18 + 12 + 12 + 8 = 84 von 100 Kurspunkten. Im Feedback wären Rechengenauigkeit und Begründung der Datenannahmen nachzuarbeiten. Die Bewertung dient Deiner Diagnose; daraus lässt sich keine offizielle IHK-Note ableiten.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice: Prüfe Dein Fachwissen

Welchen rechtlichen Status hat AP1 im hier behandelten Beruf nach der Ausbildungsordnung von 2020? (Sie ist der erste benotete Teil der gestreckten Abschlussprüfung.) (!Sie ist eine freiwillige unbenotete Zwischenprüfung.) (!Sie ist ausschließlich ein betriebliches Beratungsgespräch.) (!Sie ersetzt die Abschlussprüfung Teil 2 vollständig.)



Rückmeldung: AP1 zählt mit 20 Prozent zur Abschlussbewertung; die klassische Zwischenprüfung ist damit nicht gleichzusetzen.

Wann findet Teil 1 nach Paragraf 6 der Ausbildungsordnung statt? (Im vierten Ausbildungshalbjahr.) (!Immer im ersten Ausbildungsmonat.) (!Immer erst nach erfolgreicher AP2.) (!Zu einem frei wählbaren Termin ohne zuständige Stelle.)



Rückmeldung: Die Verordnung legt den Ausbildungsabschnitt fest; den konkreten Termin bestimmt die zuständige Stelle.

Welche Zuordnung bezeichnet eines der gesetzlichen Einsatzgebiete des Berufs korrekt? (Organisations- und Prozessentwicklung.) (!Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse.) (!Fachrichtung Anwendungsentwicklung.) (!Fachrichtung Systemintegration.)



Rückmeldung: Die drei letztgenannten Bezeichnungen beziehen sich auf Fachrichtungen eines anderen IT-Ausbildungsberufs.

Welcher Bereich macht nach Paragraf 15 die Hälfte der gesamten Abschlussbewertung aus? (Digitale Entwicklung von Prozessen.) (!Wirtschafts- und Sozialkunde.) (!Kaufmännische Unterstützungsprozesse.) (!Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes.)



Rückmeldung: Der Prozessbereich hat 50 Prozent, AP1 20 Prozent und die übrigen drei Bereiche jeweils 10 Prozent.

Welche Beobachtung ist der beste Kompetenzbeleg für Prozessanalyse? (Ein selbst erstelltes und fachlich begründetes Ist-Soll-Prozessmodell.) (!Ein angeklicktes Video ohne eigene Bearbeitung.) (!Das Gefühl den Stoff schon einmal gesehen zu haben.) (!Eine Liste von zehn Fachwörtern ohne Erklärung.)



Rückmeldung: Eine prüfbare Arbeitsprobe zeigt Anwendung und Begründung; bloße Vertrautheit mit Begriffen genügt nicht.

Was bedeutet Diagnosewert 1 im Kursraster von null bis drei? (Die Leistung benötigt erhebliche Hilfen oder enthält mehrere fachliche Fehler.) (!Die Leistung ist offiziell mit einer IHK-Note bewertet.) (!Alle Aufgaben sind ohne Fehler transferierbar gelöst.) (!Der gesamte Prüfungsteil gilt als nicht bestanden.)



Rückmeldung: Die Kurswerte dienen ausschließlich der eigenen Lernsteuerung und nicht der amtlichen Bewertung.

Welche Zeitersparnis ergibt sich im Modellfall bei 280 Vorgängen und sieben Minuten je Vorgang? (1960 Minuten im Monat.) (!280 Minuten im Monat.) (!840 Minuten im Monat.) (!3360 Minuten im Monat.)



Rückmeldung: Fallzahl mal Minutenersparnis ergibt 280 mal 7 gleich 1960 Minuten; vor Kostenrechnungen in Stunden umrechnen.

Wie berechnet sich im Modellfall der monatliche Nettonutzen gerundet? (1045,33 Euro Bruttonutzen minus 320 Euro laufende Kosten.) (!3480 Euro Investition plus 320 Euro laufende Kosten.) (!12 Minuten Bearbeitungszeit mal 32 Euro Stundenlohn.) (!280 Vorgänge geteilt durch 320 Euro Lizenzkosten.)



Rückmeldung: Bruttoersparnis und laufende Kosten müssen dieselbe zeitliche Bezugsgröße haben.

Was gehört zwingend zu einer begründeten Beschaffungsentscheidung für eine digitale Lösung? (Die Prüfung von Wirtschaftlichkeit und rechtlichen sowie sicherheitsbezogenen Anforderungen.) (!Die Wahl des billigsten Produkts ohne weitere Prüfung.) (!Die sofortige echte Freigabe durch Lernende im Übungskurs.) (!Die Verwendung echter Kundendaten in öffentlich zugänglichen Übungsfällen.)



Rückmeldung: Wirtschaftlichkeit ist notwendig, aber Datenschutz, Sicherheit, Verträge und Zuständigkeiten bleiben eigenständige Kriterien.

Welche Vorgehensweise verbessert die Aussagekraft einer Zweitdiagnose besonders? (Einen neuen Transferfall mit demselben Kompetenzraster bearbeiten.) (!Die identischen Antwortoptionen auswendig wiederholen.) (!Die eigene Sicherheit ohne Aufgabenbearbeitung höher einschätzen.) (!Den schwächsten Bereich aus dem Lernplan streichen.)



Rückmeldung: Ein neuer Fall verringert Wiedererkennungseffekte und prüft, ob Du eine Fähigkeit übertragen kannst.


Memory: Begriff und fachliche Bedeutung

Gestreckte Abschlussprüfung Zwei zeitlich getrennte und bewertungsrelevante Abschlussprüfungsteile
Kompetenzbeleg Sichtbares Ergebnis einer bearbeiteten berufsbezogenen Aufgabe
Diagnoseanker Vorab beschriebene Merkmale einer Leistungsstufe
Ist-Prozess Dokumentierter gegenwärtiger Arbeitsablauf
Soll-Prozess Begründet angestrebter zukünftiger Arbeitsablauf
Amortisation Zeitraum bis zur modellhaften Deckung der Anfangsinvestition





Drag and Drop: Welche Methode passt?

Ordne jeweils den fett markierten Fachbegriff der passenden Beschreibung zu.

Passenden Begriff zuordnen Beschreibung
Anforderungsanalyse Bedarf und Erfolgskriterien eines IT-Arbeitsplatzes klären
Fehlerprotokoll Fehlertyp und Korrekturschritt nach einer Übung dokumentieren
Lerntransfer Gelerntes auf einen neuen beruflichen Sachverhalt anwenden
Sensitivitätsanalyse Ergebnis bei geänderten Kosten oder Fallzahlen erneut berechnen
Berechtigungskonzept Zugriffe nach festgelegten Rollen und Aufgaben begrenzen





Kreuzworträtsel: Sechs Schlüsselwörter

Arbeitsplatz Welches IT-gestützte Objekt steht im Mittelpunkt der AP1?
Diagnose Wie heißt die systematische Ermittlung vorhandener Kompetenzen?
Lernplan Welches Dokument verteilt Übungen und Kontrollen über mehrere Wochen?
Prozess Wie nennt man einen geordneten Ablauf betrieblicher Aktivitäten?
Nutzen Welcher positive wirtschaftliche Effekt wird den Kosten gegenübergestellt?
Datenschutz Welcher Begriff bezeichnet den rechtlichen Schutz personenbezogener Daten?





LearningApps: weitere interaktive Lernangebote

Suche ergänzende Zuordnungs- und Wiederholungsübungen zum Berufsbild. Externe Suchergebnisse sind nicht automatisch amtlich oder fachlich geprüft; kontrolliere sie gegen die oben verlinkte Ausbildungsordnung.


Lückentext: Prüfungswissen sicher anwenden

Ergänze jeweils genau den fehlenden Fachbegriff.
Die neue Berufsausbildung ist seit dem ersten August

geregelt.
Die Abschlussprüfung wird als

bezeichnet.
Der erste Teil findet im vierten

statt.
Ein beobachtbares Arbeitsergebnis ist ein Kompetenz

.
Ein Ist-Prozess beschreibt den

Ablauf.
Die geplante Verbesserung wird als

bezeichnet.
Aus eingesparter Zeit und Stundensatz entsteht ein monetärer

.
Laufende Zusatzkosten mindern den monatlichen

.
Eine veränderte Annahme untersucht die

.
Nach jeder neuen Arbeitsprobe aktualisierst Du den

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ausbildungsordnung: Markiere für einen fiktiven Ausbildungsbeginn nach August 2020 die Fundstellen zu Prüfungsstruktur, Einsatzgebieten und AP1 in der DigiManKflAusbV und erkläre den Unterschied zur früheren Zwischenprüfung auf einer Lernkarte.
  2. Kompetenzdiagnose: Formuliere für AP1, Geschäftsprozess und WiSo jeweils ein beobachtbares Lernziel und einen passenden Beleg ohne private Daten.
  3. Lernplan: Erstelle eine einfache Wochenübersicht mit fünf Lernblöcken und je einem überprüfbaren Lernprodukt.
  4. Geschäftsprozess: Zeichne den fiktiven papierbasierten Freigabeprozess mit Start, drei Aufgaben und Ende als eigene beschriftete Skizze.


Standard

  1. Prüfungsvorbereitung: Erstelle eine Vergleichstabelle für AP1 und AP2 mit offiziellen Prüfungsbereichen, Quellen, Anforderungen und zwei häufigen Verwechslungen.
  2. Fehleranalyse: Löse zwei selbst erfundene Übungsfälle aus verschiedenen Kompetenzfeldern, dokumentiere Fehlertypen und erläutere je eine Gegenmaßnahme.
  3. Kosten-Nutzen-Analyse: Berechne den Nordlicht-Modellfall mit vollständigen Einheiten nach und erkläre, warum Zeitgewinn nicht unmittelbar Kassenbestand bedeutet.
  4. Projektmanagement: Entwirf eine fiktive Projektbeschreibung mit Ausgangslage, Ziel, Zeitplan und Schutzmaßnahmen; prüfe, welche Unterlagen vor einem echten Prüfungsprojekt von der IHK verlangt werden.


Schwer

  1. Digitalisierung: Entwerfe zwei alternative Soll-Prozesse für die fiktive Nordlicht Service GmbH und vergleiche sie anhand eines begründeten Kriterienrasters.
  2. Investitionsrechnung: Untersuche zwei zusätzliche Sensitivitätsszenarien und identifiziere den Mindestnutzen, der gerade die laufenden Kosten deckt.
  3. Datenschutz: Verfasse ein begründetes Gutachten zu Rollen, Datensparsamkeit, Löschfristen, Ausfallvorsorge und fiktiven Vertragsrisiken des Modellfalls.
  4. Lernstrategie: Entwickle eine sechs Wochen umfassende adaptive Prüfungsstrategie mit Erst- und Zweitdiagnose, Gewichtungslogik, Transferaufgaben und Reflexionsbericht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfungsrecht: Ein Azubi nennt AP1 eine unbenotete Zwischenprüfung und nennt drei Fachrichtungen des Berufs. Korrigiere die Aussagen mit konkreten Paragrafen und erkläre die pädagogischen Folgen der Verwechslung.
  2. Bestehensprüfung: Warum genügt ein rechnerischer Gesamtpunktwert nicht für eine sichere Bestehensaussage? Formuliere alle relevanten Zusatzbedingungen aus Paragraf 15.
  3. Kompetenzmessung: Eine Person löst zehnmal denselben Übungsfall erfolgreich, scheitert aber an einer geänderten Anforderung. Analysiere die Messgrenzen und entwirf eine verbesserte Zweitdiagnose.
  4. Projektkalkulation: Überprüfe den Modellfall bei dreiminütiger Ersparnis je Vorgang und formuliere eine Entscheidung unter Berücksichtigung der Amortisationsdauer.
  5. Digitaler Geschäftsprozess: Entwerfe für den Modellfall ein konkretes Kontrollkonzept für Datenqualität und Zugriff; begründe jede Maßnahme wirtschaftlich oder rechtlich.
  6. Zeitmanagement: Nach Woche drei verbessert sich die Datenqualität, aber nicht die Prozesskompetenz. Schlage eine Änderung im Lernplan vor und gib messbare Kriterien für Erfolg und Abbruch an.




Lernnachweis

Ein vollständiger persönlicher Lernnachweis ohne personenbezogene Veröffentlichung besteht aus einer datensparsamen Anforderungsmatrix mit Rechtsquellen und Ausbildungsbeginn, vier bis sechs selbst erzeugten Diagnoseproben, einem mit Datum und Fehlerarten versehenen Lernprotokoll, einem priorisierten Wochenplan, zwei neuen Transferproben sowie einer Reflexion, welche Entscheidungen Du nach den Ergebnissen geändert hast. Für den beruflichen Modellfall gehören eine Ist-Soll-Zeichnung, ein vollständiger Rechenweg einschließlich kritischer Variante, ein Rechte- und Risikokonzept und eine adressatengerechte Empfehlung dazu.

Qualitätskriterien: Fachliche Richtigkeit und belegte Quellen; Aufgabenbezug; vollständige Einheiten; nachvollziehbare Annahmen; sichere Behandlung synthetischer Daten; Reflexion von Grenzen; eigenständige Transferleistung. Optional kann eine Lehrkraft oder ausbildende Fachperson mit dem 100-Punkte-Kursraster eine formative Rückmeldung geben. Dies ist keine amtliche Projektbewertung und keine Feststellung des IHK-Prüfungsergebnisses.




OER und Wikipedia

Amtliche und institutionelle Primärquellen (abgerufen beziehungsweise überprüft im Oktober 2026):

Wikipedia: Als ergänzendes, offen lizenziertes Nachschlagewerk, nicht als rechtsverbindliche Quelle, eignet sich der verifizierte Artikel Kaufmann für Digitalisierungsmanagement.

Bildquellen und Nutzungsrechte – nur geprüfte Commons-Dateiseiten:

Eingebundene Datei Nachweis und Originaldateiseite Urheber laut Commons Lizenz laut Commons
File:Spider Chart2.svg Netzdiagramm-Beispiel Morpheus7377 CC0 1.0
File:Gantt Graph.png Gantt-Beispiel Bare Knuckles HC CC0 1.0
File:PDCA Cycle.svg PDCA-Zyklus Karn Bulsuk CC BY 4.0 laut aktueller Dateiseite; Urheberangabe beibehalten
File:Eisenhower matrix.svg Eisenhower-Matrix Cmglee CC BY-SA 4.0
File:BPMN-AProcesswithNormalFlow.svg BPMN-Diagramm Tttt1234 und Rehua Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite
File:SWOT de.svg Deutsche SWOT-Matrix Freakyjoe Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite

Videoquellen und Rechte: Bundesagentur für Arbeit: Kaufmann/-frau Digitalisierungsmanagement, 2024 und ModelMyMind: BPMN Tutorial – Grundlagen, 2024. Die Rechte an Bild und Ton verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; hier werden externe YouTube-Videos eingebettet, nicht als OER umgewidmet oder heruntergeladen. Für den Unterricht können beim Laden externer Medien personenbezogene Verbindungsdaten an Drittanbieter fließen; informiere Dich über die entsprechenden Datenschutzhinweise.

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