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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

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Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

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Einleitung

Du bereitest dich auf die Abschlussprüfung im anerkannten IHK-Ausbildungsberuf Elektronikerin bzw. Elektroniker für Informations- und Systemtechnik vor. Dieser vollständige aiMOOC verbindet Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose: Zuerst prüfst du die für deinen Ausbildungsbeginn maßgebliche Ordnung, danach dein Können anhand fachlicher Belege und schließlich einen überprüfbaren individuellen Lernplan. Alle Diagnose- und Modellfalldaten sind synthetisch; keine Originalprüfungsaufgaben. Der Kurs ersetzt nicht die verbindlichen Informationen deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer.

Sicherheitsgrenze: Alle technischen Modellfälle sind Papier-, Daten- oder Simulationsaufgaben ohne reale Freigabe. Arbeiten an elektrischen Anlagen, Maschinen oder mit Gefahrstoffen erfolgen ausschließlich qualifiziert angeleitet unter geltenden Schutzmaßnahmen. Ein Kursresultat erteilt keine Inbetriebnahmeberechtigung.

Lernziele: Du kannst Prüfungsstruktur und Rechtslage zuordnen, eine Zwischenprüfung von der gestreckten Abschlussprüfung unterscheiden, Teilkompetenzen anhand von Evidenzen prüfen, Diagnosefälle schlüssig lösen und den eigenen Lernplan begründen.

Beruflicher Einstieg: „Elektroniker:in für Informations- und Systemtechnik – Ausbildungsberufe erklärt“, smusy, 2022. Berufsorientierung, keine verbindliche Prüfungsrechtsauskunft.


Ausbildungsordnung und verbindliche Prüfungsstruktur


Beruf, Fachrichtung und Geltungsbereich

Die BIBB-Berufeseite führt den Beruf als industriellen Elektroberuf im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel mit regulär 42 Monaten Ausbildungsdauer. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen vom 24. Juli 2007 in der seit 1. August 2018 geänderten Fassung. Für ältere Verträge sind § 35 (Bestandsschutz) und § 36 (vereinbarter Übergang) zu prüfen. Kläre Beruf im Vertrag, Ausbildungsbeginn, Übergangsrecht und zuständige IHK vor der Planung.

Die Einsatzgebiete Automatisierungssysteme, eingebettete Systeme, funktechnische Systeme, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Signal- und Sicherheitssysteme sind keine fünf gesonderten Ausbildungsfachrichtungen mit jeweils eigenen Prüfungsgewichten. Der handwerkliche Informationselektroniker und der IT-Beruf IT-System-Elektroniker sind andere Berufe. Verwende deren Gesellen- oder IT-Abschlussprüfungsordnung nicht für diesen Beruf. Weiterführend: Berufsportal Ausbildung.


Zwischenprüfung und gestreckte Abschlussprüfung unterscheiden

§ 6 schreibt zwei zeitlich getrennte bewertete Teile der einen Abschlussprüfung vor. Eine eigenständige, unbewertete klassische Zwischenprüfung ist hier nicht zusätzlich die reguläre Prüfung. In der klassischen Zwischenprüfung dient die Leistung der Lernstandsfeststellung ohne Abschlussnotenanteil; in einer gestreckten Prüfung beeinflussen Teil 1 und Teil 2 das Gesamtergebnis.

Nach § 25 soll Teil 1 vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und prüft die Qualifikationen des ersten Ausbildungsjahres und dritten Ausbildungshalbjahres in einer komplexen Arbeitsaufgabe mit situativen Gesprächsphasen und schriftlichen Aufgabenstellungen. § 26 regelt Teil 2: Arbeitsauftrag, Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Termine, konkrete Prüfungsorganisation und Materialvorgaben erfährst du bei deiner zuständigen IHK; solche Angaben werden hier nicht ungeprüft übernommen.

Bestandteil Funktion Berufstypischer Kompetenznachweis
Teil 1 Komplexe Arbeitsaufgabe Technische Unterlagen auswerten, Abläufe planen, Teilsysteme analysieren, Funktionen prüfen und dokumentieren
Teil 2: Arbeitsauftrag Beruflicher Handlungsprozess Auftrag analysieren, planen, durchführen, Qualität nachweisen und Ergebnisse erläutern
Teil 2: Systementwurf Anforderungen technisch umsetzen Schnittstellen, Kompatibilität, Hard- und Software begründet spezifizieren
Teil 2: Funktions- und Systemanalyse Vorhandene Systeme untersuchen Signale zuordnen, Logs auswerten, Fehlermodelle und Schutzaspekte beurteilen
Teil 2: Wirtschafts- und Sozialkunde Berufliche Rahmenbedingungen beurteilen Rechte, Pflichten sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Situationen analysieren


Gewichtung, Rechenweg und Bestehensbedingungen

Nach § 27 zählen Teil 1 mit 40 % und Teil 2 mit 60 % zum Gesamtergebnis. Innerhalb von Teil 2 sind Arbeitsauftrag mit 50 %, Systementwurf mit 20 %, Funktions- und Systemanalyse mit 20 % und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 % gewichtet. Die 50 % für den Arbeitsauftrag sind nicht 50 % der gesamten Prüfung.

Modellrechnung mit frei erfundenen, vergleichbaren Punktwerten:

T2 = 0,50 · A + 0,20 · S + 0,20 · F + 0,10 · W
Gesamt = 0,40 · T1 + 0,60 · T2

Für T1 = 72, A = 80, S = 60, F = 70, W = 90 folgt T2 = 40 + 12 + 14 + 9 = 75 Punkte und Gesamt = 28,8 + 45 = 73,8 Punkte. Diese Rechnung ist keine verbindliche Noten- oder Bestehensentscheidung. Zusätzlich gelten die in § 27 gesondert geregelten Mindestleistungen, unter anderem für den Arbeitsauftrag und die übrigen Prüfungsbereiche. Typische Fehler sind die Verwechslung der Prozentebenen sowie die Annahme, ein guter rechnerischer Gesamtwert ersetze alle Einzelbedingungen.


Kompetenzdiagnose mit überprüfbaren Nachweisen


Kompetenz begründen statt nur einschätzen

Eine Kompetenz umfasst fachliches Wissen, anwendbare Fertigkeiten und verantwortliche berufliche Haltungen. Du kannst einen Begriff kennen, ohne ihn in einem neuen Fehlerfall angemessen einzusetzen. Für die Diagnose trennst du deshalb Selbsteinschätzung von Evidenz: selbst erstellte Simulationen, datensparsame Fehlerprotokolle, Planskizzen, Berechnungen, Testberichte oder mündliche Begründungen. Die rein didaktische Skala reicht von 0 (kein Nachweis) über 1 (mit Hilfe) und 2 (weitgehend selbstständig) bis 3 (sicher, begründet und übertragbar). Sie ist keine IHK-Notenskala.

Kompetenzfeld Diagnoseaufgabe Tragfähiger Nachweis
Systementwurf Anforderungen in ein Blockbild umsetzen Begründete Schnittstellen- und Komponentenauswahl
Funktions- und Systemanalyse Ausbleibende simulierte Nachricht lokalisieren Logs, Soll-Ist-Vergleich, Hypothese und Gegenprobe
Elektrotechnische Grundlagen Strom und Leistung aus Vorgaben ermitteln Formel, Einheiten, Plausibilitätsprüfung
Arbeitsauftrag und Dokumentation Fiktiven Änderungsauftrag strukturieren Anforderungen, Testfälle, Ergebnisgrenzen und Sicherheitsabgrenzung
Wirtschafts- und Sozialkunde Datenschutzfall beurteilen Rechtliche und wirtschaftliche Begründung mit Beleg


Fehlerjournal, Priorität und nächste Handlung

Ordne eigene Fehler ein: Begriffsfehler (Einsatzgebiet mit Fachrichtung verwechselt), Modellfehler (falsche Schnittstelle), Rechenfehler (Einheit fehlt), Prozessfehler (keine Gegenprobe) und Sicherheitsfehler (zulässige Zuständigkeit überschritten). Notiere für jeden Fall Fehlerursache, Beleg, Korrektur und Wiederholungstermin.

Eine didaktische Priorisierungsformel lautet P = R · L · E mit Relevanz R zwischen 1 und 3, Kompetenzlücke L = 3 minus Kompetenzstand und Evidenzunsicherheit E = 1 bei guter Beleglage oder 2 bei unsicherer. Beispiel: Systementwurf R = 3, Stand = 1, E = 2 ergibt P = 3 · 2 · 2 = 12; eine sicher beherrschte Rechnung mit Stand 3 ergibt P = 0. Dieser Wert ist keine gesetzliche Prüfungsgewichtung. Sicherheitskritische Unsicherheiten müssen auch bei einem niedrigen rechnerischen Prioritätswert vorrangig qualifiziert geklärt werden.

Synthetischer Lernbereich Stand Diagnosebeleg Nächste Lernhandlung
Systementwurf 1 Alternativen ohne Kompatibilitätsbegründung Schnittstellentabelle erstellen
Funktionsanalyse 2 Log geprüft, Gegenprobe fehlt Gegenhypothese testen
Elektrotechnische Rechnung 3 Zwei richtige Rechnungen mit Einheiten Neue Transferzahlen nach einer Woche
Dokumentation 1 Protokoll ohne Sollwerte Testfälle mit Soll-Ist-Abgleich ergänzen
Wirtschafts- und Sozialkunde 2 Fallanalyse mit unklaren Begriffen Begriffe mit amtlicher Quelle belegen


Berufstypischer Modellfall: Sensorknoten mit Diagnose


Anforderungen und synthetische Systemarchitektur

Fiktiver Auftrag: Ein ausschließlich in Software simulierter industrieller Sensorknoten soll alle 100 ms einen Analogwert erfassen, durch einen 12-Bit-Wandler digitalisieren und über ein isoliertes Modellnetz an einen Test-Client senden. Der Client erhält keine Nachricht. Bearbeite den Ablauf Anforderung → Entwurf → Sollwert → Test → Hypothese → Gegenprobe → Dokumentation. Keine reale Anlage, keine Personendaten, keine Betriebsfreigabe. Die Dokumentationsadressen 192.0.2.10 und 192.0.2.20 sind Beispiele aus einem dafür reservierten Adressbereich.

Systembestandteil Synthetischer Wert Nachweis
Sensor-Simulation 2,20 V an 3,30 V ADC-Referenz Eingang liegt im Modellbereich
ADC 12 Bit mit Codes 0 bis 4095 Skalierung richtig rechnen
Zeitbasis 100 ms pro Abtastung Meldungsrate ableiten
Test-Sender 192.0.2.10 Sendefreigabe und Meldungslog prüfen
Test-Client 192.0.2.20 Empfang und Wert kontrollieren
Sicherheitsgrenze Nur Dateidaten und Simulation Keine echte Maschine ansteuern

Mikrocontroller als Anschauung, kein freigegebenes Installationsschema. Efa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Netzwerk-Schichtenmodell für eine strukturierte Fehlersuche. Michael von Brandenburg, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

„OSI Schichtenmodell einfach erklärt“, Jan Pörtner, 2022; Videorechte verbleiben beim Anbieter.


Rechenwege mit Einheiten und Modellgrenzen

Für einen idealisierten 12-Bit-ADC mit maximalem Code 4095 gilt: ADC-Code = runden(Ueingang / Ureferenz · 4095). Hier folgt runden(2,20 / 3,30 · 4095) = 2730. Dieser Modellwert lässt Wandlertoleranzen bewusst außer Betracht. 100 ms = 0,100 s und f = 1 / 0,100 s = 10 Hz ergeben zehn erwartete Abtastungen pro Sekunde.

Eine unabhängige elektrotechnische Übungsrechnung lautet bei 5,0 V und einem idealen ohmschen Widerstand von 1000 Ohm: I = U / R = 0,005 A = 5 mA; P = U · I = 0,025 W = 25 mW. Verwechsele diesen 5-V-Rechenkreis niemals mit dem separat betrachteten 3,3-V-ADC-Eingang. Rechne Zahlen, Einheiten und Annahmen zusammen und prüfe, ob das Ergebnis plausibel ist.

Merkhilfe zu U, I und R, Wikimedia Commons, laut Dateiseite gemeinfrei.

„Elektrotechnik – Grundlagen – ohmsches Gesetz, Schaltungen“, your dean – Wissen zum Mitreden, 2021; Theorie, keine Anleitung zu realen Elektroarbeiten.


Logs analysieren und Fehlerhypothese prüfen

Erfundene Logwerte: sensor_voltage=2.20; adc_code=2730; sample_period_ms=100; network_link=up; publish_enabled=false; sent_messages=0; client_received=0. Der ADC-Code stimmt mit dem Soll überein, aber es ist keine Sendung protokolliert. Folgere deshalb nicht sofort „Sensor defekt“. Die naheliegende, noch überprüfbare Hypothese ist deaktivierter Sendepfad.

In einer reinen Testkopie der Simulation wird publish_enabled=true eingestellt. Wenn danach innerhalb einer Sekunde sent_messages=10 und client_received=10 gemeldet werden, stützt dies die Konfigurationshypothese. Bleibt der Empfang null, müssen Adressen, Ports, Netzwerkmodell und Protokoll geprüft werden. Eine Gegenprobe soll Ursachen trennen; ein einzelnes positives Signal beweist nicht die gesamte reale Funktionssicherheit.

Nachvollziehbares Modellergebnis: ADC-Sollcode 2730, Sollrate 10 Hz, ursprüngliche Sendefreigabe falsch, erfolgreicher simulierter Empfang 10 von 10 nach Korrektur. Dies ist weder elektrische Sicherheitsprüfung noch reale Maschinenabnahme.

Das V-Modell verdeutlicht die Beziehung von Anforderungs-, Entwicklungs- und Teststufen. Michael Pätzold und S. Seyfert, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 oder GFDL.


Bewertungsraster und typische Fehler

Kriterium Maximalpunkte Erwarteter Beleg
Anforderungen und Sicherheitsgrenze 15 Ziel, rein simulierte Grenzen und Nichtfreigabe korrekt benannt
Architektur und Schnittstellen 15 Sensor, ADC, Firmware, Netzwerk und Client logisch verbunden
Rechnung und Plausibilität 20 Code 2730, Rate 10 Hz, Strom 5 mA und Leistung 25 mW nachvollziehbar
Hypothesen und Gegenproben 20 Soll-Ist-Vergleich, alternative Fehlerursachen und gezielte Tests
Testbericht und Ergebnisgrenzen 20 Reproduzierbare Logs, Sollwerte und begrenzter Schluss
Kommunikation und Reflexion 10 Entscheidung und nächstes Lernziel begründet
Gesamt 100 Nur didaktisches Raster, kein IHK-Prüfungsschlüssel

Fehlerquellen: (1) Bei der Wandlerskala 4096 Zustände mit dem Höchstcode 4095 verwechseln; (2) ms nicht in s umrechnen; (3) aus fehlendem Client-Empfang Sensorfehler folgern; (4) Gegenproben auslassen; (5) Simulation als reale Freigabe darstellen. Jeder Fehler erhält im Lernjournal eine konkrete Gegenmaßnahme.


Individuellen Lernplan aus Diagnosewerten ableiten


Messbare Lernziele und Wiederholung

Ein Lernziel soll beobachtbares Können beschreiben: „Bis Freitag unterscheide ich zwei Fehler des simulierten Kommunikationspfads anhand von Logs und begründe meine Testwahl.“ Ein bloßer Wunsch wie „Netzwerk besser können“ ist nicht messbar. Ordne zu: Begriffsfehler → Vergleichskarte; Rechenfehler → Musterlösung mit neuen Zahlen; Diagnosefehler → Gegenhypothesen; Prozessfehler → Checkliste; Transferfehler → unbekannter Modellfall. Wiederhole mittels Abrufübung: erst frei rekonstruieren, dann kontrollieren, nach einigen Tagen erneut testen. Plane Pufferzeiten.

Reiner Beispielplan: vier Wochen zu sechs Lernstunden = 24 Stunden, keine amtliche Prüfungszeit.

Woche Fokus Lernzeit Überprüfbarer Nachweis
Erste Woche Prüfungsrecht und Systementwurf 6 Stunden Korrekte Rechtszuordnung und Schnittstellentabelle
Zweite Woche Funktionsanalyse und elektrotechnische Rechnung 6 Stunden Zwei Gegenproben und drei Einheitenrechnungen
Dritte Woche Arbeitsauftrag, Dokumentation, Sicherheit und WiSo 6 Stunden Vollständiges simuliertes Testprotokoll
Vierte Woche Transferfall, Simulation, Fehlerrevision 6 Stunden Neue Falllösung plus gezielte Selbstkorrektur
Gesamt Wöchentlich nach Diagnose anpassen 24 Stunden Qualität des Nachweises zählt

Beispiel eines Gantt-Diagramms mit zeitlichen Abläufen. Frank Murmann, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

„Was ist ein Gantt-Diagramm?“, InLoox Projektmanagement-Software, 2025; für Lernplanung übertragbar.


Lernfortschritt belegen und Kurs korrigieren

Bewerte nach jeder Woche anhand einer neuen Aufgabe, ob aus Stufe 1 inzwischen Stufe 2 wurde. Dokumentiere Fehlerursachen und nicht nur Lernstunden. Eine misslungene Transferaufgabe führt zu einer neuen Lernhandlung, statt die verbrachte Zeit als Kompetenzbeweis zu zählen. Verteile Zeit nach Relevanz, Lücken und belegter Unsicherheit, nicht schematisch nach Prüfungsgewichten. In sicherheitsbezogenen Fragen hat qualifizierte fachliche Anleitung Vorrang. Keine realen Betriebs- oder Personendaten in die Lernmaterialien übernehmen.


Prüfungssimulation, Reflexion und Transfer


Einen neuen Fall strukturiert bearbeiten

Eine faire Prüfungssimulation trainiert Vorgehen und Fachurteil, ohne Originalprüfungsaufgaben zu kopieren. Neuer fiktiver Auftrag: Ein zweiter simulierter Sensorknoten sendet plausible Werte, doch der Client zeigt einen veralteten Zeitstempel. Du klärst den Auftrag, formulierst Sollzustand und Hypothesen, untersuchst vorgegebene synthetische Zeitstempel und Logs, planst mindestens zwei trennscharfe Tests und dokumentierst Ergebnisse. Für WiSo beurteilst du unabhängig einen fiktiven Beschaffungs- oder Datenschutzfall. Die reale Prüfungseinladung und zuständige IHK bestimmen Fristen, Räume und verbindliche Abläufe.


Aus Fehlern einen Lernnachweis machen

Beurteile fachliche Richtigkeit, Nachvollziehbarkeit und sicheres berufliches Urteil getrennt. Nenne die Hypothese, die du verworfen hast, den Gegenbeleg und deine nächste Übung. Unterscheide bei jedem Ergebnis klar zwischen gesetzlicher Tatsache, didaktischem Raster und simuliertem Testergebnis. Ein nachvollziehbares Protokoll enthält Datengrundlage, Einheiten, Entscheidungskriterien, Fehlergrenzen und Rückblick. Es darf niemals eine reale Freigabe vortäuschen.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Prüfe dein Verständnis

Welche Prüfungsstruktur gilt regulär für den industriellen Ausbildungsberuf Elektroniker für Informations- und Systemtechnik? (Gestreckte Abschlussprüfung mit Teil 1 und Teil 2) (!Eine unbewertete Zwischenprüfung als einziger Vorprüfungsteil) (!Ausschließlich eine Abschlussprüfung ohne zeitlich getrennte Teile) (!Eine handwerkliche Gesellenprüfung mit eigenem Kundenauftrag)



Rückmeldung: Zwei bewertete Teile bilden die industrielle Abschlussprüfung; eine zusätzliche klassische Zwischenprüfung darf nicht als regulärer Baustein erfunden werden.

Welcher Anteil am Gesamtergebnis entfällt auf Teil 1? (40 Prozent) (!10 Prozent) (!20 Prozent) (!50 Prozent)



Rückmeldung: Die 40 Prozent beziehen sich auf den gesamten ersten Prüfungsteil, nicht auf einen Prüfungsbereich innerhalb von Teil 2.

Welcher Prüfungsbereich gehört zu Teil 2 in diesem Beruf? (Funktions- und Systemanalyse) (!Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes) (!Kundenauftrag der handwerklichen Gesellenprüfung) (!Zwischenprüfung ohne Ergebnisgewichtung)



Rückmeldung: § 26 nennt Funktions- und Systemanalyse; die übrigen Begriffe gehören zu anderen Prüfungsstrukturen.

Wie stark wird der Arbeitsauftrag innerhalb von Teil 2 gewichtet? (50 Prozent) (!60 Prozent) (!20 Prozent) (!10 Prozent)



Rückmeldung: Innerhalb von Teil 2 ergeben 50 Prozent für Arbeitsauftrag, je 20 für Entwurf und Analyse sowie 10 für WiSo zusammen 100 Prozent.

Was belegt die höchste Stufe der hier verwendeten didaktischen Kompetenzskala? (Einen unbekannten Diagnosefall selbstständig lösen und die Entscheidung begründen) (!Den Lehrtext einmal vollständig lesen) (!Eine Lösung ohne Prüfschritte auswendig vortragen) (!Das eigene Können ausschließlich nach Gefühl einschätzen)



Rückmeldung: Stufe 3 verlangt sichere und übertragbare Anwendung mit überprüfbarem Nachweis.

Welchen Idealcode liefert ein 12-Bit-Wandler für 2,20 Volt bei 3,30 Volt Referenz? (2730) (!4095) (!2200) (!1365)



Rückmeldung: Zwei Drittel von 4095 ergeben 2730; reale Wandlertoleranzen sind eine davon getrennte Frage.

Welcher Rate entspricht ein Intervall von 100 Millisekunden? (10 Abtastungen pro Sekunde) (!100 Abtastungen pro Sekunde) (!1 Abtastung pro Sekunde) (!1000 Abtastungen pro Sekunde)



Rückmeldung: 100 Millisekunden sind 0,1 Sekunden. Der Kehrwert ist 10 Hertz.

Welche erste Maßnahme ist bei plausiblem ADC-Code und fehlendem Empfang fachlich sinnvoll? (Den Sendepfad mit Logs und Gegenprobe stufenweise prüfen) (!Sofort den Sensor als defekt einstufen) (!Ohne Nachweis eine reale Maschinenfreigabe erteilen) (!Alle Netzwerkparameter ungeprüft als korrekt deklarieren)



Rückmeldung: Der ADC-Befund beweist nicht, dass Firmware und Netzwerkpfad Meldungen übertragen.

Welches Lernziel kann am besten überprüft werden? (Bis Freitag zwei Schnittstellenfehler mit Testlogs unterscheiden und begründen) (!Schnittstellen demnächst besser verstehen) (!Möglichst lange in Unterlagen lesen) (!Etwas für die Prüfung machen)



Rückmeldung: Das erste Ziel nennt Termin, beobachtbare Leistung und Qualitätsmerkmal.

Welche Aussage zur Gewichtungsrechnung ist richtig? (Ein guter Gesamtwert ersetzt nicht die gesonderten Bestehensanforderungen) (!Jeder Gesamtwert über der Hälfte garantiert automatisch das Bestehen) (!Der Arbeitsauftrag zählt direkt mit 50 Prozent zum Gesamtergebnis) (!Die didaktische Kompetenzskala ist die amtliche IHK-Notenskala)



Rückmeldung: § 27 verlangt zusätzliche Mindestleistungen; eine fiktive Punktrechnung kann das nicht abschließend beurteilen.


Memory: Begriffe verbinden

Gestreckte Abschlussprüfung Zwei zeitlich getrennte bewertete Teile einer Abschlussprüfung
Kompetenznachweis Nachvollziehbares Produkt oder Vorgehen als Beleg beruflichen Könnens
Systementwurf Technische Lösung aus Anforderungen begründet ableiten
Funktionsanalyse Ursachen einer Systemabweichung mit Tests eingrenzen
Gegenprobe Fehlerhypothese durch gezielte alternative Beobachtung prüfen
Lernjournal Fehlerursache, Korrektur und Wiederholung dokumentieren





Drag-and-Drop: Diagnosehandlungen zuordnen

Ordne die Handlung ihrer fachlichen Beschreibung zu. Fachlicher Bezug
Sollwert festlegen Vor dem Test erwartetes Systemverhalten benennen
Istwert erfassen Vorgegebene Beobachtungsdaten protokollieren
Hypothese bilden Eine plausible überprüfbare Fehlerursache formulieren
Gegenprobe planen Durch gezielte Änderung Ursachen voneinander trennen
Ergebnis dokumentieren Befund, Grenzen und weiteren Handlungsbedarf festhalten





Kreuzworträtsel: Kernbegriffe

Lernplan Welche Übersicht verteilt Ziele, Übungen und Wiederholungen?
Diagnose Wie heißt das begründete Ermitteln von Lücken und Fehlerursachen?
Sensorik Welches Fachgebiet erfasst physikalische Größen?
Abnahme Wie heißt die formale Bewertung eines vereinbarten Auftragsergebnisses?
Schnittstelle Wie heißt eine definierte Verbindung zwischen Systemkomponenten?
Simulation Wie heißt die modellhafte Nachbildung eines technischen Ablaufs?





LearningApps: Zusätzliche Zuordnungen

Dies ist eine thematische LearningApps-Suche, keine Behauptung über eine bereits geprüfte Einzel-App.


Lückentext: Struktur und Diagnose

Ergänze pro Satz genau einen Begriff oder Wert.
Für diesen industriellen Elektroberuf gilt regulär die

Abschlussprüfung. Teil 1 trägt

Prozent zum Gesamtergebnis bei. Der Arbeitsauftrag ist ein Prüfungsbereich von Teil

. Sein Anteil innerhalb dieses Teils beträgt

Prozent. Das Untersuchen von Systemfunktionen gehört zur Funktions- und

. Ein belastbarer Kompetenznachweis benötigt eine konkrete

. Eine gezielte Überprüfung einer Fehlerhypothese ist eine

. Der ideale ADC-Code für zwei Drittel des 12-Bit-Bereichs beträgt

. Ein Intervall von 100 Millisekunden entspricht

Hertz. Eine didaktische Bewertung ersetzt niemals die rechtliche

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prüfungsordnung: Erstelle eine Mindmap zu Beruf, IHK, Ausbildungsbeginn, maßgeblicher Rechtsgrundlage und Prüfungsstruktur; kennzeichne noch zu prüfende Angaben.
  2. Prüfungsbereiche: Zeichne eine Übersicht mit Teil 1 und den vier Bereichen von Teil 2 und erläutere den Unterschied zur Zwischenprüfung.
  3. Kompetenzdiagnose: Formuliere zu vier Kompetenzen je eine konkrete Nachweisfrage und bewerte dich auf der didaktischen Skala von 0 bis 3.
  4. Technische Berechnung: Berechne Strom und Leistung für fiktive 5 Volt an 1000 Ohm mit Rechenweg, Einheit und Gegencheck.


Standard

  1. Schnittstellenanalyse: Erstelle ein Blockbild des synthetischen Sensorknotens und markiere sichere simulierte Testpunkte.
  2. Fehlerdiagnose: Vergleiche vorgegebene Soll- und Ist-Logs, formuliere zwei konkurrierende Hypothesen und plane passende Gegenproben.
  3. Lernplanung: Entwerfe vier Wochen mit insgesamt 24 frei verteilten Beispielstunden, messbaren Zielen und begründeten Prioritäten.
  4. Technische Dokumentation: Schreibe ein anonymes Testprotokoll mit Anforderung, Sollwert, Istwert, Gegenprobe und Ergebnisgrenze.


Schwer

  1. Systementwurf: Entwickle zwei alternative simulierte Schnittstellenarchitekturen und begründe eine Auswahl nach Kompatibilität, Aufwand und Ausfallsicherheit.
  2. Prüfungsanalyse: Berechne aus T1 = 72 und A = 80, S = 60, F = 70, W = 90 ein Modellergebnis und erläutere die unabhängigen Bestehensregeln.
  3. Teststrategie: Erstelle für einen neuen fiktiven Ausfall einen nachvollziehbaren Testplan mit drei Fehlerhypothesen und Falsifikationsmöglichkeiten.
  4. Lernreflexion: Produziere ein Erklärvideo oder Schaubild zu einem Diagnosefehler, der Verbesserung und der ausdrücklich fehlenden realen Freigabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfungsrecht: Vergleiche fiktive Verträge vor und nach dem 1. August 2018 und erläutere den Prüfbedarf hinsichtlich der Übergangsregelungen.
  2. Gewichtungsrechnung: Berechne T2 bei A = 60, S = 80, F = 70 und W = 90 sowie das Gesamtmodell bei T1 = 75; nenne zusätzlich die getrennten Mindestanforderungen.
  3. Ursachenanalyse: Ein Testclient empfängt nichts, obwohl der ADC plausible Werte liefert. Entwickle einen Entscheidungsbaum mit zwei Fehlerursachen und unterscheidenden Tests.
  4. Kompetenzbewertung: Vergleiche zwei Lernende mit gleicher Selbsteinschätzung, aber unterschiedlichen Testbelegen, und begründe die aussagekräftigere Diagnose.
  5. Lernplanoptimierung: Ein Lernplan wurde zeitlich erfüllt, aber die Transferaufgabe misslingt. Plane anhand von Fehlerbelegen statt bloßer Zeitnachholung um.
  6. Sicherheitsbewusstsein: Trenne in einem Simulationsfall zulässige Testdatenanalyse von realen Tätigkeiten, die qualifizierte Anleitung und Freigabe verlangen.




Lernnachweis

Dein datensparsames Portfolio enthält eine auf Beruf und Ausbildungsbeginn bezogene Quellenübersicht mit Paragraphen, eine richtige Prüfungsgliederung, eine eigene Kompetenzmatrix mit begründeten Belegen, den vollständigen synthetischen Diagnosefall, die Rechnungen zu ADC-Code, Abtastrate, Strom und Leistung, einen begründet priorisierten Lernplan und eine später unabhängig gelöste Transferaufgabe. Du kennzeichnest jeweils Rechtsnorm, didaktische Annahme und synthetisches Ergebnis. Ein guter Nachweis macht Hypothesen, Gegenproben, Unsicherheiten und Sicherheitsgrenzen sichtbar. Das 100-Punkte-Raster des Modellfalls ist keine offizielle IHK-Vorgabe.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Ausgangsquellen:

  1. BIBB: Beruf Elektroniker für Informations- und Systemtechnik – Beruf und geltende Rechtsverweise.
  2. § 6 IndElAusbV – Prüfungsstruktur.
  3. § 25 IndElAusbV – Teil 1.
  4. § 26 IndElAusbV – Teil 2.
  5. § 27 IndElAusbV – Gewichtung und Bestehen.
  6. § 35 und § 36 IndElAusbV – ältere Verträge und Übergangsrecht.
  7. BIBB: Prüfungsstrukturen – Vergleich der Prüfungsarten.
  8. Bundesagentur für Arbeit: Lernen lernen – Lernstrategien.

Geprüfte Commons-Dateien und Lizenznachweise:

Datei Urheber Originalquelle Lizenz
File:RaspberryPi Pico.svg Efa Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
File:ISO OSI-Modell.svg Michael von Brandenburg Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
File:Ohm's law triangle.svg Urheber und Dateiversionen gemäß Commons Wikimedia Commons Gemeinfrei laut Dateiseite
File:V-Modell.svg Michael Pätzold und S. Seyfert Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0
File:Gantt diagramm.svg Frank Murmann Wikimedia Commons Gemeinfrei laut Dateiseite

Geprüfte Videos als externe YouTube-Einbettungen; keine OER-Nachnutzungslizenz festgestellt: smusy: Berufsbild, 2022; Jan Pörtner: OSI-Modell, 2022; your dean: Ohmsches Gesetz, 2021; InLoox: Gantt-Diagramm, 2025. Rechte der Urheber bleiben bestehen; Videos erläutern Fachaspekte, ersetzen keine amtlichen Rechtsquellen. Tabellen, Fallbeispiele, Berechnungen und Quizfragen dieses Kurses sind neu formuliert.

Wikipedia zum Grundlagenverständnis: OSI-Modell, Analog-Digital-Umsetzer, Gantt-Diagramm und Softwaretest. Keine dieser Seiten ersetzt deine individuelle IHK-Prüfungsinformation.



Verknüpfte Lernbereiche

Berufsportal: Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

  1. Elektrotechnik – Grundlagen und Sicherheit
  2. Systementwurf – Anforderungen und Komponentenwahl
  3. Funktions- und Systemanalyse – Diagnose und Schnittstellen
  4. Netzwerktechnik – Datenkommunikation
  5. Projektmanagement – Lernplanung und Dokumentation
  6. Wirtschafts- und Sozialkunde – Rechte und wirtschaftliche Beziehungen

Fachliche Kursverknüpfungen: Fachübungen 1, Fachübungen 6, Fachübungen 8 und Fachübungen 11. Vor ihrer Nutzung als bereits veröffentlichte Quellen ist die aktuelle Seitenverfügbarkeit jeweils zu prüfen.


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