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Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied 1

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Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied 1



Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden im Metallbau treffen hohe Temperaturen, heiße Werkstücke, Zunder, Funken, scharfe Kanten, schwere Bauteile, Lärm und teilweise Schweißrauche aufeinander. Deshalb gehört der sichere Umgang mit Persönlicher Schutzausrüstung, kurz PSA, zu den grundlegenden beruflichen Kompetenzen von Auszubildenden im Schmiede- und Metallbaubereich. PSA schützt Dich vor verbleibenden Gefährdungen, darf aber niemals eine sichere Arbeitsgestaltung ersetzen.

Dieser aiMOOC zeigt Dir, wie Du Gefährdungen fachgerecht beurteilst, geeignete PSA auswählst, richtig anlegst, aufeinander abstimmst, prüfst und pflegst. Dabei geht es nicht nur um das Tragen einzelner Ausrüstungsteile, sondern um ein vollständiges Schutzkonzept für typische Tätigkeiten wie Erwärmen, Freiformschmieden, Gesenkschmieden, Schleifen, Trennen und Schweißen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Gefährdungen in der Schmiedewerkstatt erkennen, das STOP-Prinzip anwenden, geeignete PSA begründet auswählen und typische Anwendungsfehler erklären. Du kannst außerdem beurteilen, wann Augen-, Gesichts-, Gehör-, Hand-, Fuß-, Körper- oder Atemschutz erforderlich ist und warum verschiedene PSA-Komponenten miteinander kompatibel sein müssen.


Grundlagen der Persönlichen Schutzausrüstung


Was zählt zur PSA?

PSA ist eine Ausrüstung, die Du trägst oder hältst, um Dich gegen Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit zu schützen. Im Schmiede- und Metallbaubereich gehören dazu insbesondere Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, Handschutz, Fußschutz, Schutzkleidung, Schweißerschutz, geeigneter Kopf- und gegebenenfalls Atemschutz.

Normale Arbeitskleidung ist nicht automatisch PSA. Erst wenn sie eine festgelegte Schutzfunktion erfüllt, zum Beispiel gegen Flammen, Hitze oder Schweißspritzer, gilt sie als Schutzkleidung. Auch Hautschutzmittel gehören nicht zur PSA, sind aber als persönliche Schutzmaßnahme wichtig und werden in einem Hautschutzplan festgelegt.


Das STOP-Prinzip

Vor der Auswahl von PSA steht immer die Gefährdungsbeurteilung. Schutzmaßnahmen werden nach dem STOP-Prinzip festgelegt:

Rangfolge Bedeutung Beispiel aus der Schmiede
S – Substitution Gefahr vermeiden oder durch etwas weniger Gefährliches ersetzen Einen emissionsärmeren Arbeitsstoff oder ein weniger belastendes Verfahren einsetzen
T – Technische Maßnahmen Gefahr an der Quelle oder auf dem Übertragungsweg mindern Absaugung am Schweißarbeitsplatz, Schutzhaube am Schleifbock, lärmmindernde Ambossaufstellung
O – Organisatorische Maßnahmen Arbeitsablauf, Aufenthaltsdauer und Zuständigkeiten sicher gestalten Gefahrenbereich kennzeichnen, Unterweisung durchführen, Wartung organisieren
P – Persönliche Maßnahmen Verbleibendes Risiko durch geeignete PSA und sicherheitsgerechtes Verhalten mindern Schutzbrille, Gehörschutz, Schmiedeschürze und Sicherheitsschuhe tragen

PSA ist damit die letzte Schutzstufe. Eine Schutzbrille macht eine fehlende Maschinenschutzhaube nicht akzeptabel, und eine Atemschutzmaske ersetzt keine wirksame Absaugung.


Verantwortung im Ausbildungsbetrieb

Der Ausbildungsbetrieb muss die Gefährdungen beurteilen, geeignete PSA auswählen, kostenlos bereitstellen, instand halten und Dich in der richtigen Benutzung unterweisen. Du bist verpflichtet, die bereitgestellte PSA bestimmungsgemäß zu benutzen, vor der Verwendung auf erkennbare Schäden zu prüfen und Mängel unverzüglich zu melden. PSA darf nicht eigenmächtig verändert werden.

Geeignete PSA muss zur Tätigkeit, zum Arbeitsplatz, zur Körperform und zu Deinen gesundheitlichen Voraussetzungen passen. Werden mehrere Ausrüstungsteile gleichzeitig getragen, dürfen sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Ein Brillenbügel kann zum Beispiel die Dichtlinie eines Kapselgehörschutzes unterbrechen; ein ungeeignetes Visier kann mit einem Atemschutzgerät kollidieren.


Gefährdungen beim Schmieden und in der Metallbearbeitung


Typische Gefährdungsfaktoren

Beim Schmieden entstehen unterschiedliche Gefährdungen gleichzeitig. Heiße Werkstücke und Werkzeuge können Verbrennungen verursachen. Zunder, Funken, Schleifpartikel und Drahtstücke können Augen und Gesicht treffen. Hammerschläge, Maschinen und Schleifarbeiten erzeugen hohen Schallpegel und impulshaltigen Lärm. Scharfe Kanten, Grate und Werkzeuge können Schnitt- oder Stichverletzungen verursachen. Herabfallende Werkstücke gefährden Füße und Unterschenkel. Beim Schweißen treten zusätzlich optische Strahlung, Schweißrauche, elektrische Gefährdungen und Brandgefahren auf.

Auch die Arbeitsumgebung beeinflusst die Auswahl der PSA. Dazu zählen räumliche Enge, Wärmebelastung, schlechte Sicht, Stolperstellen, Tätigkeiten im Freien und die gleichzeitige Arbeit anderer Personen. Deshalb gibt es keine universelle „Schmied-PSA“, die für jede Tätigkeit unverändert geeignet ist.


Tätigkeitsbezogene Übersicht

Tätigkeit Typische Gefährdungen Häufig erforderliche PSA
Erwärmen und Schmieden Strahlungswärme, heiße Oberflächen, Zunder, Funken, Hammerschläge, Lärm Augen- oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, Schutzkleidung, Schmiedeschürze, geeigneter Handschutz, Sicherheitsschuhe
Schleifen am Schleifbock Wegfliegende Partikel, Schleifkörperbruch, Lärm, Staub, Einzugsgefahr Schutzbrille und je nach Beurteilung Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe; Handschuhe nur, wenn keine Einzugsgefahr besteht und die Betriebsanweisung sie vorsieht
Trennen mit dem Winkelschleifer Funken, Bruchstücke, Rückschlag, Lärm, Staub, scharfe Kanten Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, geeignete Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe und je nach Gefährdungsbeurteilung Handschutz sowie Atemschutz
Lichtbogenschweißen UV-, sichtbare und infrarote Strahlung, Schweißspritzer, Schweißrauche, elektrische Gefährdung, Hitze Schweißerschutzhelm oder Schutzschirm mit passender Schutzstufe, Schweißerschutzhandschuhe, Schweißerschutzkleidung, Sicherheitsschuhe und gegebenenfalls Atemschutz
Transport schwerer Werkstücke Quetschen, Stoßen, Herabfallen, scharfe Kanten Sicherheitsschuhe, geeigneter Handschutz, eng anliegende Arbeits- oder Schutzkleidung

Diese Übersicht ersetzt keine betriebliche Gefährdungsbeurteilung. Maßgeblich sind die konkrete Tätigkeit, die Betriebsanweisung, Herstellerinformationen und die Unterweisung im Ausbildungsbetrieb.


Die wichtigsten PSA-Bereiche


Augen- und Gesichtsschutz

Augenverletzungen können bereits durch kleine, schnell fliegende Partikel entstehen. Beim Schmieden sind Schutzbrillen mit ausreichender mechanischer Festigkeit und Seitenschutz häufig erforderlich. Bei starkem Funkenflug oder größerer Gesichtsgefährdung kann zusätzlich ein Gesichtsschutzschild notwendig sein. Ein Gesichtsschild ersetzt eine Schutzbrille nicht automatisch, weil Partikel seitlich oder von unten eindringen können.

Beim Schweißen muss der Filter im Schweißerschutzhelm zur Strahlungsintensität und zum Verfahren passen. Ein ungeeigneter Filter kann zu Blendung oder zur Schädigung der Augen führen. Auch Personen in der Umgebung müssen vor dem Blick in den Lichtbogen geschützt werden, beispielsweise durch Schweißschutzwände.

Vor dem Einsatz prüfst Du Sichtscheiben auf Kratzer, Risse, starke Verschmutzung und festen Sitz. Beschädigte oder stark verkratzte Sichtscheiben werden ausgetauscht. Korrektionsschutzbrillen sind für fehlsichtige Beschäftigte oft sicherer und angenehmer als ungeeignete Kombinationen aus Alltagsbrille und loser Überbrille.


Gehörschutz

Schmiedehämmer, Ambosse, Federhämmer, Lufthämmer, Schleifmaschinen und Richtarbeiten können das Gehör dauerhaft schädigen. Gehörschutz muss deshalb passend zum Lärm, zur Tragedauer, zur Kommunikation und zu anderer PSA ausgewählt werden. Zur Auswahl stehen unter anderem Gehörschutzstöpsel, Kapselgehörschutz und individuell angepasste Otoplastiken.

Gehörschutz wirkt nur bei korrektem Sitz. Stöpsel müssen nach Herstellerangabe eingesetzt werden. Bei Kapselgehörschutz müssen die Dichtkissen vollständig anliegen; Brillenbügel, Haare oder Mützen dürfen die Dichtlinie nicht unnötig unterbrechen. Verschmutzte oder beschädigte Teile werden gereinigt beziehungsweise ersetzt. Zu starke Dämmung kann Warnsignale und Kommunikation erschweren, deshalb ist der Schutz nach Gefährdungsbeurteilung auszuwählen.


Hand- und Armschutz

Beim Umgang mit rauen, scharfkantigen oder heißen Werkstücken kann geeigneter Handschutz erforderlich sein. Für Schweißarbeiten werden spezielle Schweißerschutzhandschuhe verwendet. Beim Schmieden müssen Handschuhe trocken, unbeschädigt und für die auftretende Wärme- und mechanische Belastung geeignet sein. Lange Stulpen können Unterarme gegen Funken und Spritzer schützen.

Handschuhe ersetzen keine Schmiedezange und keinen ausreichenden Sicherheitsabstand. Besonders wichtig ist die Einzugsgefahr: An Bohrmaschinen, Drehmaschinen und anderen Maschinen mit rotierenden Teilen können Handschuhe erfasst werden. Dort dürfen sie nur getragen werden, wenn die Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung dies ausdrücklich zulassen. Bei Einzugsgefahr gilt: keine Handschuhe.


Fuß- und Beinschutz

Sicherheitsschuhe schützen vor herabfallenden Werkstücken, scharfen Teilen, heißem Material und Ausrutschen. Welche Ausführung erforderlich ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Mögliche Merkmale sind Zehenschutzkappe, rutschhemmende Laufsohle, hitzebeständige Sohle, geschlossene Schaftform, Knöchel- oder Mittelfußschutz und eine durchtritthemmende Einlage.

Der Schaft muss so mit Hose oder Schutzkleidung kombiniert werden, dass Funken und heiße Partikel nicht in den Schuh fallen. Offene Schuhe, Turnschuhe oder beschädigte Sicherheitsschuhe sind für Schmiedearbeiten ungeeignet. Sohlen, Nähte, Verschlüsse und Zehenschutz werden regelmäßig kontrolliert.


Schutzkleidung und Schmiedeschürze

Schutzkleidung muss den Körper vor Hitze, Flammen, Funken, Schweißspritzern und mechanischen Einwirkungen schützen, ohne Bewegungen unnötig einzuschränken. Beim Schmieden wird häufig eine geeignete Lederschürze oder hitzebeständige Schutzkleidung verwendet. Beim Schweißen ist geeignete Schweißerschutzkleidung erforderlich.

Kleidung soll geschlossen und körpernah sitzen. Lose Ärmel, offene Jacken, Schmuck, Schals und herabhängende Kordeln erhöhen die Gefahr des Hängenbleibens oder Entzündens. Kunstfasern können unter Hitzeeinwirkung schmelzen und schwere Hautverletzungen verursachen. Aufschläge und offene Taschen können heiße Partikel auffangen. Lange Haare werden sicher zusammengebunden oder abgedeckt.


Atemschutz und Schweißrauch

Beim Schleifen, Trennen, Schweißen oder Bearbeiten beschichteter Werkstücke können gesundheitsgefährdende Stäube, Rauche oder Gase entstehen. Vorrangig müssen emissionsarme Verfahren, Erfassung an der Entstehungsstelle, Absaugung und Lüftung eingesetzt werden. Atemschutz kommt erst dann hinzu, wenn das verbleibende Risiko dies erfordert.

Die Auswahl von Filtertyp, Schutzstufe und Geräteart darf nicht pauschal erfolgen. Sie richtet sich nach Gefahrstoff, Konzentration, Arbeitsdauer, körperlicher Belastung und betrieblicher Gefährdungsbeurteilung. Dichtsitzende Atemschutzmasken funktionieren nur bei passender Größe und freier Dichtlinie; Bartwuchs im Dichtbereich kann die Schutzwirkung erheblich verringern. Filterwechsel, Tragezeitbegrenzung, Reinigung und Lagerung richten sich nach Herstellerangaben und betrieblichen Vorgaben.


Kopf-, Haar- und Hautschutz

Kopfschutz wird eingesetzt, wenn Gefährdungen durch Anstoßen, herabfallende Gegenstände oder andere Kopfverletzungen bestehen. Je nach Gefährdung kann eine Anstoßkappe oder ein Industrieschutzhelm notwendig sein; beide sind nicht gleichwertig. In der Nähe rotierender Maschinen müssen lange Haare sicher gebunden und erfasst werden.

Hautschutz ist zwar keine PSA, aber Bestandteil eines wirksamen Schutzkonzepts. Ein betrieblicher Hautschutzplan legt geeignete Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel fest. Aggressive Reinigungsmittel oder Lösemittel dürfen nicht zum Reinigen der Haut verwendet werden.


Auswahl, Benutzung und Pflege


Die richtige Auswahl

Geeignete PSA erkennst Du nicht allein an Farbe oder Aussehen. Sie muss für die festgestellte Gefährdung zugelassen, passend gekennzeichnet, ergonomisch geeignet und mit anderer PSA kombinierbar sein. Die CE-Kennzeichnung zeigt, dass das Produkt nach den einschlägigen europäischen Anforderungen in Verkehr gebracht wurde; sie ersetzt aber nicht die betriebliche Auswahlentscheidung.

Bei der Auswahl sind insbesondere Schutzwirkung, Passform, Gewicht, Bewegungsfreiheit, Sichtfeld, Wärmestau, Verständigung und Tragedauer zu berücksichtigen. Auszubildende sollen an der Auswahl und Erprobung beteiligt werden, damit die PSA tatsächlich passt und konsequent getragen werden kann.


Kontrolle vor Arbeitsbeginn

Vor jeder Benutzung führst Du eine Sicht- und Funktionskontrolle durch. Prüfe Verschlüsse, Gurte, Nähte, Dichtungen, Sichtscheiben, Sohlen, Filter, Schutzkappen und Verfalls- oder Austauschhinweise. Verunreinigte, beschädigte oder nicht mehr funktionsfähige PSA wird nicht weiterbenutzt. Sie wird nach betrieblicher Regelung ausgesondert und ersetzt.

Eine praktische Reihenfolge lautet: Gefahr kennen – PSA auswählen – Zustand prüfen – korrekt anlegen – Funktion prüfen – sicher arbeiten – reinigen und lagern – Mängel melden.


Reinigung, Lagerung und Austausch

PSA wird nach Herstellerangabe gereinigt und trocken, sauber sowie vor Hitze, UV-Strahlung, Funken, Chemikalien und mechanischer Beschädigung geschützt gelagert. Persönlich zugeordnete Ausrüstung darf nur unter hygienisch sicheren Bedingungen gemeinsam benutzt werden. Verbrauchsteile wie Filter, Dichtkissen oder Schutzscheiben werden rechtzeitig ersetzt.

Eigenmächtige Bohrungen, Aufkleber, Lackierungen, gekürzte Gurte oder provisorische Reparaturen können die Schutzwirkung beeinträchtigen. Reparaturen dürfen nur nach Herstellerangaben und betrieblichen Vorgaben erfolgen.


Typische Fehler und sichere Alternativen

Unsichere Handlung Warum gefährlich? Sichere Alternative
Schutzbrille auf dem Kopf statt vor den Augen Beim unerwarteten Partikelflug besteht kein Schutz Schutzbrille vor Beginn der Tätigkeit korrekt aufsetzen
Alltagsbrille als Ersatz für Schutzbrille Alltagsbrillen sind nicht für mechanische Belastungen geprüft Geeignete Schutz- oder Korrektionsschutzbrille verwenden
Handschuhe an rotierenden Maschinen Handschuh kann erfasst und die Hand eingezogen werden Betriebsanweisung beachten und bei Einzugsgefahr ohne Handschuhe arbeiten
Atemschutz ohne Absaugung als Standardlösung Gefahrstoffe werden nicht an der Quelle erfasst und andere Personen bleiben belastet Zuerst technische Erfassung und Lüftung, dann erforderlichen Atemschutz ergänzen
Beschädigte Sicherheitsschuhe weitertragen Schutzkappe, Sohle oder Schaft können versagen Schuhe prüfen, Mangel melden und rechtzeitig austauschen
Brillenbügel unter Kapselgehörschutz einklemmen Die Dichtwirkung des Gehörschutzes kann sinken Kompatible Kombination auswählen und Sitz kontrollieren


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Maßnahme hat nach dem STOP-Prinzip Vorrang vor dem Einsatz von PSA? (Eine technische Schutzmaßnahme) (!Das Tragen einer Schutzbrille) (!Das Tragen von Sicherheitsschuhen) (!Das Tragen einer Schmiedeschürze)




Wodurch wird die geeignete PSA für eine Schmiedetätigkeit bestimmt? (Durch die Gefährdungsbeurteilung) (!Durch die Lieblingsfarbe der Beschäftigten) (!Durch die Jahreszeit allein) (!Durch den Preis des Werkstücks)




Welche Aussage zum Gesichtsschutz ist richtig? (Ein Gesichtsschild ersetzt eine Schutzbrille nicht automatisch) (!Ein Gesichtsschild schützt immer vollständig von allen Seiten) (!Eine Alltagsbrille bietet denselben Schutz wie eine Schutzbrille) (!Augenschutz ist beim Schleifen grundsätzlich unnötig)




Was ist an Maschinen mit rotierenden Teilen besonders zu beachten? (Handschuhe können bei Einzugsgefahr verboten sein) (!Dicke Handschuhe verhindern jede Einzugsgefahr) (!Lose Ärmel verbessern die Beweglichkeit) (!Schmuck schützt die Handgelenke)




Welche Aufgabe hat Gehörschutz? (Er mindert die Schallbelastung am Ohr) (!Er ersetzt lärmarme Maschinen) (!Er verhindert Funkenflug) (!Er filtert Schweißrauch)




Welche Aussage zu Atemschutz beim Schweißen ist richtig? (Absaugung und technische Maßnahmen haben Vorrang) (!Jede beliebige Maske schützt gegen jeden Schweißrauch) (!Atemschutz macht Lüftung überflüssig) (!Der Filter muss nie gewechselt werden)




Was musst Du vor der Benutzung von PSA tun? (Den Zustand und die Funktion kontrollieren) (!Die PSA eigenmächtig umbauen) (!Beschädigungen mit Klebeband verdecken) (!Herstellerhinweise entfernen)




Welche Kleidung ist beim Schmieden besonders problematisch? (Lose oder schmelzende Kleidung) (!Geschlossene geeignete Schutzkleidung) (!Eine passende Schmiedeschürze) (!Eng anliegende Ärmel)




Wer trägt im Betrieb die Kosten für notwendige PSA? (Der Arbeitgeber) (!Der Auszubildende allein) (!Der Kunde am Ende jeder Schicht) (!Die Berufsschule in jedem Fall)




Warum müssen verschiedene PSA-Komponenten aufeinander abgestimmt sein? (Damit sie sich in ihrer Schutzwirkung nicht beeinträchtigen) (!Damit alle Teile dieselbe Farbe haben) (!Damit die PSA möglichst schwer wird) (!Damit Unterweisungen entfallen können)





Memory

Schutzbrille Wegfliegende Partikel
Kapselgehörschutz Lärmbelastung
Sicherheitsschuh Herabfallendes Werkstück
Schmiedeschürze Funken und Strahlungswärme
Schweißerschutzhandschuh Schweißspritzer
Atemschutzgerät Verbleibende Gefahrstoffe
Absaugung Erfassung an der Quelle
Gefährdungsbeurteilung Auswahlgrundlage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Schutzfunktion
Augenschutz Zunder und Schleifpartikel
Gehörschutz Hammerschläge und Maschinenlärm
Fußschutz Herabfallende schwere Werkstücke
Schutzkleidung Funken und Wärmestrahlung
Atemschutz Verbleibende Stäube und Rauche
Handschutz Scharfe Kanten und heiße Oberflächen




Ordne anschließend für eine konkrete Schmiedearbeit zuerst die Gefährdung, dann die technische Schutzmaßnahme und zuletzt die erforderliche PSA zu.


Kreuzworträtsel

Zunder Welche spröde Oxidschicht kann beim Schmieden vom heißen Werkstück abplatzen?
Gehörschutz Welche PSA schützt das Ohr vor schädlichem Lärm?
Schutzbrille Welche PSA schützt die Augen vor wegfliegenden Partikeln?
Absaugung Welche technische Einrichtung erfasst Schweißrauch an der Entstehungsstelle?
Schmiedezange Welches Werkzeug hält das heiße Werkstück mit Abstand zur Hand?
Unterweisung Wie heißt die betriebliche Anleitung zum sicheren Verhalten und zur richtigen PSA-Benutzung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Auswahl geeigneter PSA beginnt mit der

. Nach dem STOP-Prinzip stehen technische und organisatorische Maßnahmen vor den

Maßnahmen. Beim Schmieden schützt eine geeignete Schutzbrille die Augen vor wegfliegendem

. Ein Gesichtsschild ersetzt eine Schutzbrille nicht in jedem Fall

. Gehörschutz wirkt nur, wenn er korrekt am

sitzt. Sicherheitsschuhe schützen unter anderem vor herabfallenden

. An Maschinen mit Einzugsgefahr können Handschuhe besonders

sein. Beim Schweißen muss der Schutzfilter zur optischen

passen. Schweißrauch soll zuerst durch eine wirksame

erfasst werden. Atemschutz wird nach Art und Konzentration der

ausgewählt. Verschiedene PSA-Komponenten müssen miteinander

sein. Beschädigte PSA wird nicht weiterbenutzt, sondern gemeldet und

. Hautschutzmittel sind keine PSA, gehören aber zum betrieblichen

. Nach der Arbeit wird PSA gereinigt und sachgerecht

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. PSA-Check: Fotografiere oder zeichne sechs PSA-Bestandteile aus Deiner Ausbildungswerkstatt und beschrifte jeweils die Schutzfunktion.
  2. Gefahrenbeobachtung: Beobachte einen Schmiedearbeitsplatz aus sicherer Entfernung und notiere drei Gefährdungen sowie die dazugehörigen Schutzmaßnahmen.
  3. Sicherheitszeichen: Gestalte ein übersichtliches Plakat mit den Gebotszeichen für Augen-, Gehör-, Hand-, Fuß- und Atemschutz.
  4. PSA-Pflege: Erstelle eine kurze Schrittfolge für Kontrolle, Reinigung und Lagerung einer Schutzbrille oder eines Kapselgehörschutzes.


Standard

  1. Tätigkeitsanalyse: Untersuche das Schmieden eines Werkstücks vom Erwärmen bis zum Abkühlen und begründe für jeden Arbeitsschritt die notwendige PSA.
  2. Fehleranalyse: Inszeniere mit ungefährlichen Requisiten fünf typische PSA-Fehler, fotografiere sie und ergänze jeweils eine sichere Alternative.
  3. Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, eine Ausbilderin oder einen Ausbilder zur PSA-Auswahl und fasse die wichtigsten Aussagen zusammen.
  4. Unterweisungsvideo: Produziere ein zweiminütiges Video zum korrekten Anlegen und Prüfen einer ausgewählten PSA-Komponente.


Schwer

  1. Gefährdungsbeurteilung: Entwickle für Schleifarbeiten an einem geschmiedeten Bauteil eine vereinfachte Gefährdungsbeurteilung nach dem STOP-Prinzip.
  2. PSA-Kompatibilität: Plane einen Praxistest für die Kombination aus Schutzbrille, Gehörschutz und Atemschutz und definiere nachvollziehbare Bewertungskriterien.
  3. Schweißrauchkonzept: Vergleiche Absaugung, Raumlüftung und Atemschutz für einen Schweißarbeitsplatz und begründe eine abgestufte Schutzstrategie.
  4. Sicherheitsprojekt Schmiede: Entwirf ein vollständiges Sicherheitskonzept für eine Ausbildungsschmiede mit Verkehrswegen, Brandschutz, technischen Maßnahmen, Unterweisung und PSA.




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Lernkontrolle

  1. Transfer auf eine neue Tätigkeit: Beurteile die Gefährdungen beim Richten eines schweren, noch warmen Bauteils und entwickle eine begründete Kombination aus technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen.
  2. PSA oder technische Maßnahme: Erkläre anhand von drei Beispielen, warum PSA eine Absaugung, Schutzhaube oder sichere Werkstückaufnahme nicht ersetzen darf.
  3. Kompatibilitätsproblem: Analysiere den Fall, dass Brille, Kapselgehörschutz und Atemschutz gleichzeitig getragen werden, und entwickle Prüfschritte für einen sicheren Sitz.
  4. Handschuhentscheidung: Vergleiche den Handschutz beim manuellen Schmieden mit dem Verhalten an einer Ständerbohrmaschine und begründe die unterschiedlichen Regeln.
  5. Mängelmanagement: Entwickle einen betrieblichen Ablauf vom Entdecken einer beschädigten PSA bis zur Bereitstellung eines sicheren Ersatzes.
  6. Unterweisung planen: Erstelle eine zehnminütige Unterweisung für neue Auszubildende, in der Gefährdung, Schutzwirkung, Anlegeprobe, Kontrolle und Pflege miteinander verknüpft werden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und auf betriebliche Situationen übertragen kannst.

  1. Du erkennst typische Gefährdungen beim Schmieden, Schleifen, Trennen und Schweißen.
  2. Du wendest das STOP-Prinzip in der richtigen Rangfolge an.
  3. Du wählst PSA auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung und nicht nach Gewohnheit aus.
  4. Du begründest die Schutzwirkung von Augen-, Gesichts-, Gehör-, Hand-, Fuß-, Körper- und Atemschutz.
  5. Du erkennst Einzugsgefahren und erklärst, wann Handschuhe nicht getragen werden dürfen.
  6. Du prüfst Passform, Zustand und Kompatibilität verschiedener PSA-Komponenten.
  7. Du beschreibst Reinigung, Lagerung, Austausch und Meldung von Mängeln.
  8. Du kannst eine kurze, fachlich richtige Unterweisung für andere Auszubildende durchführen.




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DGUV Regel 109-607 Branche Metallbau Branchenspezifische Gefährdungen und Schutzmaßnahmen im Metallbau
DGUV Information 209-076 Hufbeschlag Ausführliche Hinweise zu PSA, Schmiedearbeiten, Lärm, Schleifen und Schweißen
BAuA Persönliche Schutzausrüstungen Grundlagen zu Bereitstellung, Benutzung und europäischen Anforderungen
Wikipedia Schmieden Überblick über Verfahren, Werkzeuge und Grundlagen des Schmiedens


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