Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied


Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied
Persönliche Schutzausrüstung im Metallbau - Schmied

Einleitung
Beim Schmieden wirken hohe Temperaturen, Funken, Zunder, Lärm, scharfe Werkstückkanten und große mechanische Kräfte zusammen. Deshalb gehört der sichere Umgang mit der Persönlichen Schutzausrüstung, kurz PSA, zu den grundlegenden beruflichen Kompetenzen im Metallbau. Der Lernkurs richtet sich besonders an Auszubildende der Fachrichtung Metallgestaltung, in der unter anderem Schmiedefeuer, schmiedbare Werkstoffe und handwerkliche Umformverfahren behandelt werden.
Du lernst, Gefährdungen bei Schmiedearbeiten zu erkennen, geeignete PSA auszuwählen, ihre Grenzen zu beurteilen und sie richtig zu benutzen. Dabei gilt: PSA ist wichtig, aber sie ist nicht die erste Schutzmaßnahme. Zuerst müssen Gefahren möglichst vermieden oder durch technische und organisatorische Maßnahmen reduziert werden.
Wichtiger Hinweis: Dieser aiMOOC ersetzt keine betriebliche Gefährdungsbeurteilung, keine Betriebsanweisung und keine praktische Unterweisung. Maßgeblich sind immer die Vorgaben Deines Ausbildungsbetriebs, der Ausbilderin oder des Ausbilders und die Kennzeichnung der eingesetzten Arbeitsmittel.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses Kurses kannst Du:
- Gefährdungen ermitteln: typische Gefahren beim Schmieden, Schleifen, Trennen, Bohren und Transportieren beschreiben.
- Schutzmaßnahmen einordnen: Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen unterscheiden.
- PSA auswählen: Augen-, Gesichts-, Gehör-, Hand-, Fuß-, Körper-, Atem- und Kopfschutz tätigkeitsbezogen zuordnen.
- PSA prüfen: Schäden, Verschmutzungen, fehlende Kennzeichnungen und unzureichende Passform erkennen.
- Sicher handeln: erklären, wann Handschuhe getragen werden und wann sie an rotierenden Maschinen gefährlich sind.
- Verantwortung übernehmen: Mängel melden, Unterweisungen beachten und PSA bestimmungsgemäß verwenden.
Persönliche Schutzausrüstung im Arbeitsschutzsystem
Persönliche Schutzausrüstung ist eine Ausrüstung, die von einer Person getragen oder benutzt wird, um sie gegen eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit zu schützen. Dazu gehören beispielsweise Schutzbrille, Gesichtsschutz, Gehörschutz, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und geeignete Schutzkleidung.
Normale Arbeitskleidung ist nicht automatisch PSA. Erst wenn ein Kleidungsstück eine festgelegte Schutzfunktion erfüllt und entsprechend geprüft sowie gekennzeichnet ist, handelt es sich um Schutzkleidung. Auch Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel sind wichtige Bestandteile des betrieblichen Hautschutzes, gelten aber nicht als PSA.

Das STOP-Prinzip
Das STOP-Prinzip legt die Rangfolge von Schutzmaßnahmen fest. Persönliche Schutzausrüstung steht dabei an letzter Stelle, weil sie die Gefahr meist nicht beseitigt, sondern nur die einzelne Person vor der verbleibenden Restgefährdung schützt.
| Rang | Maßnahme | Beispiel aus der Schmiede |
|---|---|---|
| S | Substitution | Ein weniger gefährliches Verfahren oder einen weniger gefährlichen Stoff verwenden. |
| T | Technische Maßnahme | Funkenfang, Absaugung, Schutzhaube, Lärmminderung oder wirksame Abschirmung einsetzen. |
| O | Organisatorische Maßnahme | Arbeitsbereiche trennen, Unterweisungen durchführen, Zugänge begrenzen und sichere Abläufe festlegen. |
| P | Persönliche Maßnahme | Geeignete und aufeinander abgestimmte PSA tragen. |
Gefährdungsbeurteilung und Verantwortung
Die erforderliche PSA wird nicht pauschal nach Berufsbezeichnung festgelegt. Entscheidend sind die konkrete Tätigkeit, das Werkstück, die Maschine, die Umgebung, die Dauer der Exposition und die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung. Der Betrieb muss geeignete PSA bereitstellen, ihre Benutzung erklären und dafür sorgen, dass sie funktionsfähig ist. Beschäftigte und Auszubildende müssen die bereitgestellte PSA bestimmungsgemäß benutzen, vor der Verwendung sichtprüfen und festgestellte Mängel sofort melden.
PSA muss passen. Eine zu große Schutzbrille kann verrutschen, ein schlecht sitzender Gehörschutz kann undicht sein und ein ungeeigneter Handschuh kann das Tastgefühl so stark einschränken, dass eine neue Gefahr entsteht. Mehrere PSA-Komponenten müssen miteinander kompatibel sein.
Typische Gefährdungen bei Schmiede- und Metallbauarbeiten

Beim Schmieden wird das Werkstück erwärmt und durch Schläge oder Presskräfte plastisch umgeformt. Gefahren entstehen nicht nur am Amboss, sondern auch beim Erwärmen, Transportieren, Trennen, Schleifen, Bohren, Schweißen und Reinigen.
| Tätigkeit | Typische Gefährdungen | Mögliche Schutzmaßnahmen und PSA |
|---|---|---|
| Schmieden am Amboss | Zunder, Splitter, Funken, Lärm, Quetschungen, heißes Werkstück | Sichere Zangenführung, ausreichender Abstand, Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, Fußschutz, geeignete Kleidung |
| Erwärmen im Schmiedefeuer oder Ofen | Hitze, Wärmestrahlung, Funken, Brand, heiße Oberflächen | Abschirmung, Lüftung, Brandschutz, geeigneter Augen-, Hand- und Körperschutz |
| Schleifen und Trennen | Scheibenbruch, Funkenflug, Partikel, Staub, Lärm, Rückschlag | Schutzhaube, Absaugung, Werkstückspannung, Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, gegebenenfalls Atemschutz |
| Bohren | Erfassen durch rotierende Teile, Späne, scharfkantige Werkstücke | Werkstück sicher spannen, eng anliegende Kleidung, Schutzbrille, keine Handschuhe im Einzugsbereich |
| Schweißen und Brennschneiden | Optische Strahlung, Schweißrauch, Spritzer, Hitze, Brand | Spezielle Schweißschutz-PSA, Absaugung, Abschirmung und brandsicherer Arbeitsbereich |
| Transport schwerer Werkstücke | Quetschen, Anstoßen, Herabfallen, Stolpern | Geeignete Hebe- und Transportmittel, freie Wege, Fußschutz und gegebenenfalls Kopfschutz |
Bestandteile der PSA
Augen- und Gesichtsschutz
Beim Schmieden können Zunder, Schlacke, Metallteilchen und Funken mit hoher Geschwindigkeit fortgeschleudert werden. Eine geeignete Schutzbrille schützt die Augen vor mechanischen Einwirkungen. Je nach Gefährdung kann zusätzlich ein Gesichtsschutz erforderlich sein. Ein Visier schützt eine größere Gesichtsfläche, ersetzt aber nicht in jedem Fall die darunter erforderliche Schutzbrille.
Eine normale Korrektionsbrille ist keine Schutzbrille. Brillenträgerinnen und Brillenträger benötigen eine geeignete Überbrille oder eine geprüfte Korrektionsschutzbrille. Bei intensiver Wärmestrahlung oder Schweißarbeiten sind geeignete Filter erforderlich. Sonnenbrillen oder beliebig getönte Gläser bieten keinen fachgerechten Schutz.


Vor jeder Benutzung prüfst Du Sichtscheiben auf Risse, tiefe Kratzer, Eintrübungen und festen Sitz. Stark beschädigte oder durch Funken eingebrannte Scheiben müssen ersetzt werden.
Gehörschutz
Hammer- und Ambossgeräusche, Schleifmaschinen und pneumatische Werkzeuge können das Gehör dauerhaft schädigen. Lärmschwerhörigkeit entwickelt sich häufig schleichend und ist nicht heilbar. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung nennt einen unteren Auslösewert von 80 dB(A) und einen oberen Auslösewert von 85 dB(A), jeweils bezogen auf die tägliche Lärmexposition. Ab dem oberen Auslösewert muss die Benutzung des bereitgestellten Gehörschutzes sichergestellt werden.
Mögliche Gehörschutzarten sind Gehörschutzstöpsel, Kapselgehörschutz und individuell angepasste Otoplastiken. Der Gehörschutz muss eine ausreichende, aber nicht unnötig starke Dämmung besitzen. Eine Überdämmung kann Warnsignale und Kommunikation erschweren.

Achte bei Kapselgehörschutz darauf, dass Brillenbügel, Mützen oder lange Haare die Dichtkissen nicht undicht machen. Gehörschutzstöpsel müssen mit sauberen Händen und entsprechend der Unterweisung eingesetzt werden.
Hand- und Armschutz
Schutzhandschuhe werden nach der konkreten Gefährdung ausgewählt. Für Schmiedearbeiten können Schutz gegen Hitze, Funken, raue Oberflächen, scharfe Kanten und mechanische Beanspruchung erforderlich sein. Leistungsangaben und Piktogramme auf dem Handschuh zeigen, wofür das Produkt geprüft wurde. Häufig relevante Produktnormen sind die jeweils aktuellen Fassungen für mechanische und thermische Risiken.

Besonders wichtig: An Bohrmaschinen und anderen Maschinen mit offen zugänglichen rotierenden Teilen dürfen im Einzugsbereich in der Regel keine Handschuhe getragen werden. Ein Handschuh kann erfasst und die Hand in die Maschine gezogen werden. Das Werkstück wird sicher eingespannt und Späne werden nur bei stillgesetzter Maschine mit geeignetem Hilfsmittel entfernt.

Auch beim Schmieden ersetzt ein Handschuh nicht die Schmiedezange. Heiße Werkstücke werden mit einer geeigneten, zum Querschnitt passenden Zange sicher gehalten. Nasse oder stark verschmutzte Handschuhe können ihre Schutzwirkung verlieren und Wärme schneller weiterleiten.
Fußschutz
Sicherheitsschuhe schützen je nach Ausführung gegen herabfallende Werkstücke, Quetschungen, scharfe Gegenstände, Rutschgefahr und thermische Einwirkungen. Die Auswahl richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung. Im Schmiedebereich sind ein sicherer Stand, eine geeignete Zehenschutzkappe, eine geschlossene Form und eine für die Arbeitsbedingungen geeignete Laufsohle besonders wichtig.


Offene Schuhe, beschädigte Sohlen oder lose Schnürsenkel sind im Werkstattbereich ungeeignet. Hosenbeine werden so getragen, dass heiße Partikel möglichst nicht in den Schuh gelangen können.
Schutzkleidung und Körperschutz
Geeignete Schutzkleidung muss eng genug anliegen, damit sie nicht von Maschinen erfasst wird, aber genügend Bewegungsfreiheit bieten. Bei thermischen Gefährdungen kommen je nach Gefährdungsbeurteilung schwer entflammbare Schutzkleidung, Lederschürzen, Ärmel- oder Beinschutz und weitere Teilkörperschutzmittel infrage.
Kleidung mit offenen Taschen, großen Umschlägen oder hochgekrempelten Ärmeln kann Funken und heiße Partikel auffangen. Mit Öl, Fett oder brennbaren Stoffen verunreinigte Kleidung darf bei Heißarbeiten nicht weitergetragen werden. Kunstfasern ohne ausgewiesene Schutzfunktion können bei Hitze schmelzen und schwere Hautverletzungen verursachen.
Schmuck, Ringe, Armbanduhren, lose Kordeln und andere Teile, die hängen bleiben oder Wärme leiten können, werden vor der Arbeit abgelegt. Lange Haare werden sicher zusammengebunden und bei Bedarf durch geeigneten Haarschutz gesichert.
Atemschutz
Beim Schleifen, Schweißen, Brennschneiden, Beschichten oder Reinigen können Stäube, Rauche, Gase und Dämpfe entstehen. Zuerst sind emissionsarme Verfahren, wirksame Absaugung und ausreichende Lüftung einzusetzen. Atemschutz ist eine ergänzende Maßnahme für verbleibende Gefährdungen.
Die Auswahl eines Filters darf nicht nach Gefühl erfolgen. Sie hängt von Art, Konzentration und Eigenschaften des Gefahrstoffs sowie von der Sauerstoffkonzentration ab. Eine partikelfiltrierende Halbmaske schützt nicht gegen Gase oder Dämpfe. In sauerstoffarmer Atmosphäre ist filtrierender Atemschutz ungeeignet.
Dicht sitzende Atemschutzmasken benötigen eine wirksame Abdichtung am Gesicht. Bartwuchs im Dichtbereich kann die Schutzwirkung erheblich vermindern. Atemschutz wird nur nach Unterweisung, Funktionsprüfung und entsprechend der betrieblichen Festlegung benutzt.
Kopfschutz
Ein Industrieschutzhelm ist erforderlich, wenn Gefahren durch herabfallende, pendelnde oder wegfliegende Gegenstände bestehen. Eine Anstoßkappe schützt dagegen nur vor dem Anstoßen an feste Gegenstände und ersetzt keinen Schutzhelm. Im Schmiedebereich ergibt sich die Notwendigkeit beispielsweise bei Krantransporten, Montagearbeiten oder Tätigkeiten unter schwebenden Lasten aus der Gefährdungsbeurteilung.
PSA beim Schleifen und Trennen
Beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer entstehen häufig Funken, scharfkantige Partikel und hohe Lärmpegel. Zusätzlich besteht die Gefahr eines Rückschlags oder Scheibenbruchs. Die Schutzhaube der Maschine, ein geeigneter Zusatzhandgriff, eine unbeschädigte und zugelassene Scheibe sowie die sichere Werkstückspannung sind technische Voraussetzungen. Erst danach ergänzt die PSA den Schutz.

Achte darauf, dass Funken nicht in Richtung anderer Personen, brennbarer Stoffe oder der eigenen Kleidung gelenkt werden. Ein Gesichtsschutz kann zusätzlich zur Schutzbrille erforderlich sein. Gehörschutz und gegebenenfalls geeigneter Atemschutz ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung.
Auswahl, Prüfung und Pflege
PSA schützt nur, wenn sie für die konkrete Tätigkeit geeignet, unbeschädigt, sauber, richtig eingestellt und während der gesamten Gefährdungsdauer getragen wird.
| Zeitpunkt | Prüfschritt | Leitfrage |
|---|---|---|
| Vor der Arbeit | Sicht- und Funktionsprüfung | Gibt es Risse, Brüche, starke Verschmutzungen, fehlende Teile oder beschädigte Halterungen? |
| Vor der Arbeit | Passform | Sitzt die PSA sicher, ohne Sicht, Bewegung oder Durchblutung unnötig einzuschränken? |
| Vor der Arbeit | Kompatibilität | Funktionieren Brille, Visier, Gehörschutz, Helm und Atemschutz gemeinsam? |
| Während der Arbeit | Wirksame Benutzung | Bleibt die PSA in der vorgesehenen Position und wird sie durchgehend getragen? |
| Nach der Arbeit | Reinigung und Lagerung | Wird die PSA nach Herstellerangabe gereinigt, getrocknet und geschützt gelagert? |
| Bei Mängeln | Sperren und Melden | Muss die PSA ausgetauscht oder fachgerecht instand gesetzt werden? |
Gemeinsam benutzte PSA erfordert besondere Hygienemaßnahmen. Persönlich angepasste Ausrüstung wie Otoplastiken, Korrektionsschutzbrillen oder bestimmte Atemschutzgeräte wird der jeweiligen Person zugeordnet.
Typische Fehler und ihre Folgen
| Fehler | Mögliche Folge | Richtiges Verhalten |
|---|---|---|
| Schutzbrille liegt auf der Werkbank | Augen sind beim überraschenden Partikelflug ungeschützt | Schutzbrille vor Arbeitsbeginn aufsetzen |
| Visier hochgeklappt beim Schleifen | Gesicht und Augen sind ungeschützt | Visier vollständig schließen und gegebenenfalls Schutzbrille darunter tragen |
| Handschuhe an der Bohrmaschine | Erfassungs- und Einzugsgefahr | Handschuhe im Einzugsbereich ablegen und Werkstück einspannen |
| Gehörschutz sitzt über einer Mütze | Dichtkissen schließen nicht korrekt | Gehörschutz entsprechend der Unterweisung direkt und dicht anlegen |
| Beschädigte Schutzkleidung wird weitergetragen | Funken oder Hitze können leichter durchdringen | Kleidung aussondern und Ersatz anfordern |
| Ungeeignete Staubmaske gegen Dämpfe | Gefahrstoff wird nicht wirksam gefiltert | Filtertyp fachgerecht festlegen lassen |
Praxisfall: Vorbereitung einer Schmiedearbeit
Du sollst einen Vierkantstahl im Schmiedefeuer erwärmen, am Amboss ausziehen, anschließend die Kanten am Winkelschleifer nacharbeiten und ein Loch an der Ständerbohrmaschine herstellen.
Vor Arbeitsbeginn prüfst Du die Arbeitsanweisung und klärst die Gefährdungen für jeden Arbeitsschritt. Beim Erwärmen und Schmieden stehen Hitze, Funken, Zunder, Lärm und das sichere Halten mit der Schmiedezange im Mittelpunkt. Beim Schleifen kommen Scheibenbruch, Rückschlag, Partikel und Staub hinzu. Beim Bohren ist die Einzugsgefahr durch rotierende Teile besonders wichtig.
Eine einheitliche Handschuhregel für alle drei Tätigkeiten wäre falsch. Beim Schmieden können geeignete Handschuhe erforderlich sein. An der Bohrmaschine werden sie im Einzugsbereich dagegen nicht getragen. Genau deshalb muss PSA immer tätigkeitsbezogen ausgewählt werden.
Fachliche Quellen
- PSA-Benutzungsverordnung
- Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
- BGHM: Persönliche Schutzausrüstung
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin
- DGUV Information 209-076: Hufbeschlag
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Rangfolge beschreibt das STOP-Prinzip richtig? (Substitution Technische Maßnahmen Organisatorische Maßnahmen Persönliche Maßnahmen) (!Sicherung Training Ordnung Prüfung) (!Schutz Technik Organisation Produktion) (!Substitution Tragepflicht Ordnung Pausen)
Was gilt für eine normale Korrektionsbrille bei Partikelflug? (Sie ersetzt keine geprüfte Schutzbrille) (!Sie schützt immer ausreichend) (!Sie darf unter keinen Umständen getragen werden) (!Sie ersetzt auch den Gesichtsschutz)
Wie ist mit Handschuhen an einer Ständerbohrmaschine umzugehen? (Im Einzugsbereich rotierender Teile werden keine Handschuhe getragen) (!Handschuhe werden mit Klebeband am Handgelenk befestigt) (!Es werden immer zwei Handschuhe übereinander getragen) (!Nur Lederhandschuhe sind an rotierenden Teilen erlaubt)
Was ist beim oberen Lärmauslösewert von 85 dB A sicherzustellen? (Der bereitgestellte Gehörschutz wird benutzt) (!Die Maschine wird grundsätzlich verschrottet) (!Es genügt ein Warnschild ohne weitere Maßnahmen) (!Nur Auszubildende müssen Gehörschutz tragen)
Welche Aussage zum Gesichtsschutz ist fachlich richtig? (Ein Visier kann zusätzlich zur Schutzbrille erforderlich sein) (!Ein Visier ersetzt immer jede Schutzbrille) (!Ein Visier schützt zuverlässig gegen alle Gase) (!Ein hochgeklapptes Visier bietet vollen Schutz)
Was ist bei beschädigter PSA zu tun? (Die PSA wird nicht weiterbenutzt und der Mangel wird gemeldet) (!Die PSA wird bis zum Schichtende weitergetragen) (!Der Schaden wird mit beliebigem Klebstoff repariert) (!Die PSA wird einer anderen Person gegeben)
Welche Maßnahme hat beim Auftreten von Metallstaub Vorrang vor Atemschutz? (Die Staubentstehung ist technisch zu vermeiden oder abzusaugen) (!Es wird nur schneller gearbeitet) (!Die Werkstatttür bleibt geschlossen) (!Eine beliebige Papiermaske genügt immer)
Welche Kleidung ist bei Heißarbeiten besonders problematisch? (Mit Öl oder Fett verunreinigte Kleidung) (!Saubere geprüfte Schutzkleidung) (!Geschlossene geeignete Arbeitskleidung) (!Kleidung mit fest verschlossenen Ärmeln)
Wovon hängt die Auswahl von Sicherheitsschuhen ab? (Von der Gefährdungsbeurteilung und der konkreten Tätigkeit) (!Nur von der Farbe der Arbeitskleidung) (!Nur vom Preis des Schuhs) (!Ausschließlich von der persönlichen Vorliebe)
Was gehört zur Verantwortung von Auszubildenden? (PSA bestimmungsgemäß benutzen und Mängel melden) (!PSA ohne Rücksprache technisch verändern) (!Gefährdungsbeurteilungen grundsätzlich ignorieren) (!Beschädigte PSA privat entsorgen und schweigen)
Memory
| Schutzbrille | Schutz vor Partikeln und Zunder |
| Kapselgehörschutz | Verringerung der Lärmeinwirkung |
| Sicherheitsschuh | Schutz vor Quetsch- und Stoßgefahren |
| Gesichtsschutz | Schutz einer größeren Gesichtsfläche |
| Schmiedezange | Sicheres Halten heißer Werkstücke |
| Gefährdungsbeurteilung | Grundlage für die Auswahl von Schutzmaßnahmen |
| STOP-Prinzip | Rangfolge betrieblicher Schutzmaßnahmen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Augenschutz | Zunder und Metallpartikel |
| Gehörschutz | Hammer- und Maschinengeräusche |
| Fußschutz | Herabfallende Werkstücke |
| Atemschutz | Verbleibende Gefahrstoffe in der Atemluft |
| Schutzkleidung | Funken und thermische Einwirkung |
| Kopfschutz | Herabfallende oder pendelnde Gegenstände |
Kreuzworträtsel
| Schutzbrille | Welche PSA schützt die Augen vor Zunder und Metallpartikeln? |
| Gehoerschutz | Welche PSA verringert die Einwirkung von Lärm? |
| Schmiedezange | Welches Werkzeug hält ein heißes Werkstück sicher? |
| Visier | Welcher Gesichtsschutz wird vor das Gesicht geklappt? |
| Unterweisung | Wie heißt die betriebliche Erklärung zum sicheren Verhalten? |
| Gefaehrdung | Welcher Begriff bezeichnet eine mögliche Quelle eines Schadens? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- PSA-Fotodokumentation: Fotografiere mit Erlaubnis fünf PSA-Komponenten in Deiner Ausbildungswerkstatt und beschrifte ihre Schutzfunktion.
- Sicherheitszeichen: Zeichne vier Gebotszeichen zur PSA und erkläre jeweils, an welchem Arbeitsplatz sie sinnvoll sind.
- PSA-Sichtprüfung: Entwickle eine kurze Prüfliste für Schutzbrille, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe.
- Fehlersuche Arbeitsschutz: Beschreibe sechs typische Fehler beim Anlegen oder Benutzen von PSA.
Standard
- Gefährdungsmatrix Schmieden: Erstelle für Erwärmen, Schmieden, Schleifen und Bohren eine Matrix aus Gefährdung, Schutzmaßnahme und verbleibendem Risiko.
- Werkstattinterview: Befrage eine Fachkraft, wie PSA im Betrieb ausgewählt, ausgegeben, gereinigt und ersetzt wird.
- Unterweisungsvideo: Produziere ein kurzes Video zur richtigen Sichtprüfung einer Schutzbrille oder eines Gehörschutzes.
- PSA-Kompatibilität: Untersuche praktisch, wie Schutzbrille, Visier, Gehörschutz und Helm zusammenpassen, und dokumentiere mögliche Konflikte.
Schwer
- Arbeitsablauf Schmiedestück: Plane die sichere Herstellung eines einfachen Schmiedestücks und ordne jedem Arbeitsschritt technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen zu.
- Lärmschutzkonzept: Entwickle ein Konzept zur Verringerung der Lärmbelastung an einem Ambossarbeitsplatz, ohne Dich auf Gehörschutz zu beschränken.
- Atemschutzentscheidung: Vergleiche drei typische Gefahrstoffsituationen im Metallbau und begründe, warum eine beliebige Staubmaske keine allgemeine Lösung ist.
- Unterweisung für Auszubildende: Entwirf eine vollständige zehnminütige Unterweisung zum Thema Handschuhe beim Schmieden und an rotierenden Maschinen.


Lernkontrolle
- Transfer Schmiedearbeit: Analysiere einen Arbeitsauftrag, bei dem ein Werkstück erwärmt, geschmiedet, geschliffen und gebohrt wird. Begründe für jeden Schritt die erforderlichen Schutzmaßnahmen.
- STOP-Prinzip anwenden: Ein Betrieb möchte Lärm ausschließlich durch Kapselgehörschutz beherrschen. Beurteile diese Lösung und entwickle vorrangige Alternativen.
- PSA-Konflikt lösen: Eine Schutzbrille verhindert das dichte Anliegen des Kapselgehörschutzes. Beschreibe ein fachgerechtes Vorgehen zur Problemlösung.
- Fehleranalyse: Erkläre, warum ein Visier, eine Lederjacke und dicke Handschuhe allein noch keinen sicheren Schleifarbeitsplatz ergeben.
- Gefährdungsbeurteilung vergleichen: Vergleiche die PSA-Anforderungen beim Schmieden am Amboss mit denen beim Bohren an der Ständerbohrmaschine.
- Verantwortung im Betrieb: Entwickle ein Verfahren, mit dem beschädigte PSA erkannt, gemeldet, ausgesondert und ersetzt wird.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- typische Gefährdungen beim Schmieden und bei angrenzenden Metallbauarbeiten fachlich richtig erkennst.
- das STOP-Prinzip sicher anwendest und PSA als letzte Stufe der Maßnahmenhierarchie einordnest.
- PSA tätigkeitsbezogen auswählst und ihre Grenzen erklärst.
- den Unterschied zwischen Schutzbrille, Gesichtsschutz, Korrektionsbrille und Schweißschutz beschreibst.
- die besondere Gefahr von Handschuhen an rotierenden Maschinen begründest.
- Gehörschutz, Fußschutz, Schutzkleidung und Atemschutz korrekt zuordnest.
- eine Sicht- und Funktionsprüfung praktisch durchführen kannst.
- Mängel, Fehlanwendungen und Kompatibilitätsprobleme erkennst und geeignete Maßnahmen ableitest.
- betriebliche Vorgaben, Unterweisungen und Herstellerinformationen zuverlässig beachtest.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





|
LernweltNOAH fragen