PISA 2025 in Deutschland - historischer Tiefstand

PISA 2025 in Deutschland - historischer Tiefstand
Einleitung
Deutschland rutscht in der PISA-Studie auf historischen Tiefstand – diese Schlagzeile beschreibt die am 8. September 2026 veröffentlichten Ergebnisse von PISA 2025. Die Untersuchung zeigt: Die Leistungen der 15-Jährigen in Deutschland liegen in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik auf dem niedrigsten Stand, der für Deutschland bisher in der PISA-Reihe gemessen wurde. Gleichzeitig liegen die deutschen Mittelwerte in allen drei Bereichen ungefähr auf dem ebenfalls gesunkenen OECD-Durchschnitt.
Das ist kein Widerspruch. Ein Land kann sich im Vergleich zu seiner eigenen früheren Leistung deutlich verschlechtern und trotzdem in der internationalen Rangordnung ungefähr im Mittelfeld bleiben, wenn auch andere Länder Leistungseinbußen verzeichnen. Genau deshalb solltest Du bei Schlagzeilen zu internationalen Bildungsstudien immer zwei Fragen auseinanderhalten: Wie hat sich Deutschland über die Zeit entwickelt? und Wo steht Deutschland im aktuellen internationalen Vergleich?

Was ist PISA?
PISA steht für Programme for International Student Assessment. Die internationale Schulleistungsstudie wird von der OECD koordiniert. Sie untersucht bei 15-Jährigen nicht in erster Linie, ob sie bestimmte Lehrplaninhalte auswendig kennen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, wie gut sie Wissen und Fähigkeiten auf neue, alltagsnahe und fachliche Probleme anwenden können.
Die klassischen PISA-Bereiche sind Lesekompetenz, Mathematische Kompetenz und Naturwissenschaftliche Kompetenz. In jedem PISA-Zyklus erhält ein Bereich besonderes Gewicht. Bei PISA 2025 waren dies die Naturwissenschaften. Zusätzlich wurden innovative Bereiche untersucht, darunter modellbasiertes beziehungsweise computationales Problemlösen im Rahmen von Learning in the Digital World.
PISA untersucht Schülerinnen und Schüler im Alter von ungefähr 15 Jahren, unabhängig davon, welche Schulart oder Klassenstufe sie besuchen. Deshalb ist PISA keine Prüfung eines einzelnen deutschen Lehrplans und auch keine Sammlung von Schulnoten.
Wie wurde PISA 2025 durchgeführt?
Für Deutschland nahmen nach der OECD-Ländernotiz 6.659 Schülerinnen und Schüler an 246 Schulen an der Hauptuntersuchung teil. Sie repräsentieren ungefähr 717.900 15-Jährige und damit rund 93 Prozent dieser Altersgruppe in Deutschland. Weltweit beteiligten sich mehr als 760.000 Jugendliche aus 91 Ländern und Volkswirtschaften.
Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten computerbasierte Aufgaben und beantworteten Fragebögen. Auch Schulleitungen und weitere Beteiligte lieferten Kontextinformationen. Solche Angaben helfen dabei, Leistungsergebnisse mit Merkmalen wie Lernumgebung, sozialer Herkunft oder schulischen Ressourcen zu beschreiben.

Wichtig ist die methodische Grenze: PISA kann viele Zusammenhänge sichtbar machen, aber aus einem statistischen Zusammenhang folgt nicht automatisch eine Ursache. Wenn beispielsweise Schülerinnen und Schüler mit häufigerer digitaler Ablenkung im Durchschnitt schwächere Ergebnisse erzielen, beweist dies allein noch nicht, dass die Geräte den Leistungsunterschied verursacht haben.
Deutschlands Ergebnisse 2025
Die drei klassischen Kompetenzbereiche ergeben für Deutschland folgende Mittelwerte:
| Bereich | Deutschland | OECD-Durchschnitt | Anteil mindestens Kompetenzstufe II | Anteil Spitzengruppe Stufe V oder VI |
|---|---|---|---|---|
| Naturwissenschaften | 486 Punkte | 482 Punkte | 73 % | 9 % |
| Lesen | 465 Punkte | 461 Punkte | 68 % | 7 % |
| Mathematik | 464 Punkte | 463 Punkte | 66 % | 8 % |
Die OECD ordnet Deutschland in allen drei Bereichen als nahe am OECD-Durchschnitt ein. Kleine Unterschiede zwischen zwei Mittelwerten dürfen nicht automatisch als bedeutsamer Leistungsunterschied interpretiert werden. Dafür sind statistische Unsicherheiten und Signifikanzprüfungen zu berücksichtigen.
Im modellbasierten Problemlösen erreichte Deutschland nach den national veröffentlichten Ergebnissen 498 Punkte, der OECD-Durchschnitt lag bei 500 Punkten. Auch hier liegt Deutschland damit ungefähr im internationalen Durchschnitt.
Warum ist trotzdem von einem historischen Tiefstand die Rede?
Der Ausdruck historischer Tiefstand bezieht sich auf die Entwicklung Deutschlands über die bisherigen PISA-Erhebungen. Für Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik wurden 2025 die niedrigsten bisher gemessenen deutschen PISA-Ergebnisse berichtet. Nach dem ersten sogenannten PISA-Schock zu Beginn der 2000er-Jahre hatte Deutschland seine Ergebnisse zunächst deutlich verbessern und über mehrere Jahre auf einem vergleichsweise hohen Niveau stabilisieren können. Seit ungefähr einem Jahrzehnt zeigt sich jedoch wieder ein negativer Trend.
Gleichzeitig haben auch die OECD-Durchschnittswerte, besonders in Mathematik und Lesen, über längere Zeit nachgegeben. Deshalb kann Deutschland einen eigenen Tiefstand erreichen und dennoch ungefähr beim aktuellen OECD-Mittel liegen.
Die Schlagzeile ist also im Kern zutreffend, aber ohne Vergleichsmaßstab unvollständig. Für eine sachliche Bewertung brauchst Du Zeitvergleich, internationalen Vergleich und Verteilung der Leistungen.
Basiskompetenzen: Ein zentrales Problem
Besonders bedeutsam ist der Anteil der Jugendlichen, der die von PISA definierte grundlegende Kompetenzstufe nicht erreicht. In Deutschland lagen 2025 ungefähr 27 Prozent in Naturwissenschaften, 32 Prozent im Lesen und 34 Prozent in Mathematik unter Kompetenzstufe II.
Kompetenzstufe II gilt in den klassischen PISA-Bereichen als wichtige Orientierung für grundlegende Fähigkeiten, die für weitere Bildung, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe relevant sind. Wer darunter liegt, ist nicht automatisch „ungebildet“ oder „nicht lebensfähig“. Die Ergebnisse weisen aber auf erhöhte Schwierigkeiten hin, Informationen zuverlässig zu verstehen, mathematische Probleme anzuwenden oder naturwissenschaftliche Zusammenhänge in typischen Aufgabenstellungen zu bearbeiten.
Nach der deutschen PISA-Auswertung erreicht ungefähr ein Fünftel der 15-Jährigen die grundlegende Kompetenzschwelle in allen drei klassischen Bereichen nicht. Gleichzeitig ist auch der Anteil sehr leistungsstarker Jugendlicher gegenüber 2015 zurückgegangen. Die Herausforderung betrifft daher nicht nur das untere Ende der Leistungsverteilung.
Entwicklung seit 2015
Seit 2015 ist der Anteil leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler in Deutschland deutlich gestiegen. Nach der OECD-Ländernotiz nahm der Anteil unter Kompetenzstufe II bis 2025 um ungefähr 17 Prozentpunkte in Mathematik, 15 Prozentpunkte im Lesen und 10 Prozentpunkte in Naturwissenschaften zu.
Auch in der Spitzengruppe zeigen sich Rückgänge. Nach der deutschen Auswertung sank der Anteil sehr leistungsstarker Schülerinnen und Schüler seit 2015 in Naturwissenschaften ungefähr von 11 auf 9 Prozent, in Mathematik von 13 auf 8 Prozent und im Lesen von 12 auf 7 Prozent. Nur ein kleiner Anteil erreicht in allen drei klassischen Bereichen gleichzeitig Spitzenniveaus.
Diese Entwicklung macht deutlich, dass Bildungsqualität nicht allein daran gemessen werden sollte, wie viele besonders schwache Schülerinnen und Schüler es gibt. Auch die Förderung leistungsstarker Jugendlicher gehört zur Gesamtbetrachtung.
Soziale Herkunft und Bildungschancen
PISA 2025 zeigt für Deutschland einen besonders starken Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Leistung. In Naturwissenschaften lagen Jugendliche aus dem sozial am stärksten begünstigten Viertel im Durchschnitt 125 Punkte vor Jugendlichen aus dem am stärksten benachteiligten Viertel. Im OECD-Durchschnitt betrug dieser Abstand ungefähr 85 Punkte.
Der sozioökonomische Status erklärt in Deutschland etwa 19 Prozent der Leistungsunterschiede in Naturwissenschaften; im OECD-Durchschnitt sind es ungefähr 12 Prozent. Zudem hat sich die soziale Leistungsschere in Deutschland gegenüber 2015 vergrößert, während sie im OECD-Durchschnitt eher kleiner wurde.
Das bedeutet nicht, dass soziale Herkunft das individuelle Ergebnis eines Kindes festlegt. Es bedeutet, dass Bildungschancen in Deutschland statistisch besonders stark mit den materiellen, kulturellen und sozialen Ressourcen der Familie verbunden sind. Genau hier setzt die Debatte über Bildungsgerechtigkeit an.
In der gemeinsamen Betrachtung von sozialer Herkunft, Geschlecht und Migrationsgeschichte erwies sich in der deutschen Auswertung der sozioökonomische Status als besonders starker Faktor. Deshalb wäre es zu einfach, niedrige PISA-Ergebnisse pauschal auf Migration zurückzuführen.
Lernumfeld, Motivation und schulische Ressourcen
PISA erhebt neben Leistungstests zahlreiche Angaben zum Lernumfeld. Diese Daten liefern Hinweise auf Bedingungen, unter denen Lernen stattfindet.
Nach Angaben der Schulleitungen besuchten in Deutschland ungefähr 52 Prozent der getesteten Jugendlichen Schulen, deren Unterricht durch Lehrkräftemangel beeinträchtigt wurde. Das ist mehr als der OECD-Durchschnitt von ungefähr 39 Prozent. Gegenüber PISA 2022 hat sich dieser Wert in Deutschland allerdings verbessert.
Auch die Einstellungen der Jugendlichen sind interessant. Rund 33 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler gaben an, Schule sei für sie Zeitverschwendung gewesen; im OECD-Durchschnitt waren es ungefähr 24 Prozent. Solche Selbstauskünfte sind keine objektive Messung der Qualität einer Schule, geben aber Hinweise auf Motivation, Zugehörigkeitsgefühl und wahrgenommenen Nutzen.
PISA 2025 berichtet außerdem, dass viele Jugendliche Lernstrategien nicht regelmäßig bewusst einsetzen. Planung, Selbstkontrolle und die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess zu überprüfen, sind deshalb wichtige Themen für selbstreguliertes Lernen.
Digitalisierung, Ablenkung und künstliche Intelligenz
Digitale Medien gehören inzwischen selbstverständlich zum Schulalltag. Deutsche Jugendliche berichteten im Durchschnitt von etwa 1,7 Stunden täglicher Nutzung digitaler Geräte für schulisches Lernen in der Schule. Gleichzeitig gaben ungefähr 33 Prozent an, in den meisten oder allen Naturwissenschaftsstunden häufig durch die Nutzung digitaler Geräte anderer Schülerinnen und Schüler abgelenkt zu werden.
In Schulen mit Handyverboten berichteten Jugendliche seltener von solcher Ablenkung. Auch hier gilt: Dieser Zusammenhang allein beweist nicht, dass ein Handyverbot direkt bessere Leistungen verursacht. Schulregeln, Unterrichtsqualität, Schulkultur und viele weitere Faktoren können gleichzeitig eine Rolle spielen.
Rund 50 Prozent der deutschen 15-Jährigen gaben an, mindestens wöchentlich KI-Chatbots für Lernzwecke einzusetzen. Genannt wurden unter anderem Recherche, Zusammenfassungen und die Unterstützung beim Schreiben. Damit wird KI-Kompetenz zu einer neuen Aufgabe der Schule: Jugendliche müssen lernen, Ergebnisse zu überprüfen, Quellen zu beurteilen, eigene Denkleistungen sichtbar zu machen und KI verantwortungsvoll einzusetzen.
Kann man die Ursachen eindeutig bestimmen?
Nein. PISA ist eine große internationale Vergleichsstudie, aber kein Experiment, mit dem sich eine einzelne Ursache für den Leistungsrückgang beweisen lässt.
Mehrere Entwicklungen kommen als Erklärungsfaktoren oder Rahmenbedingungen infrage: Lernunterbrechungen und Belastungen in der Zeit der COVID-19-Pandemie, der bereits vor der Pandemie begonnene negative Leistungstrend, soziale Ungleichheit, sprachliche Lernvoraussetzungen, Lehrkräftemangel, Unterrichtsqualität, Motivation, familiäre Unterstützung, schulische Ressourcen und Veränderungen der digitalen Lebenswelt.

Die Pandemie ist dabei ein wichtiger Kontext, aber keine ausreichende Alleinerklärung. Der Rückgang deutscher PISA-Leistungen hatte bereits vor 2020 eingesetzt. Zudem unterscheiden sich Länder darin, wie stark ihre Ergebnisse gesunken sind und wie gut sie sich anschließend stabilisieren konnten.
Eine wissenschaftlich saubere Formulierung lautet deshalb: PISA dokumentiert Entwicklungen und statistische Zusammenhänge; die Ursachen müssen mit weiteren Studien untersucht werden.
Rückblick: Vom PISA-Schock zur Reformdebatte
Als Deutschland bei der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 schwächer abschnitt als vielfach erwartet, entstand eine breite bildungspolitische Diskussion. Der Begriff PISA-Schock wurde zu einem festen Bestandteil der deutschen Bildungsdebatte.
In den folgenden Jahren wurden unter anderem Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten, Bildungsmonitoring, Sprachförderung und Ganztagsangebote ausgebaut. Die deutschen PISA-Ergebnisse verbesserten sich zunächst. Dieser Rückblick ist wichtig, weil er zeigt, dass Bildungssysteme nicht unveränderlich sind.
Die heutige Situation unterscheidet sich jedoch von 2000. Deshalb können frühere Maßnahmen nicht einfach kopiert werden. Reformen müssen auf aktuelle Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, Fachkräftemangel, Digitalisierung, KI und veränderte Lernvoraussetzungen reagieren.
Welche Maßnahmen werden empfohlen?
Das deutsche PISA-Team betont mehrere Handlungsfelder. Ein Schwerpunkt ist die frühe Diagnose von Lernständen. Förderbedarf soll möglichst früh erkannt werden, damit gezielte Unterstützung beginnen kann, bevor sich Schwierigkeiten verfestigen. Sprachliche Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ein zweites Handlungsfeld ist datenbasiertes Lernen. Regelmäßige, kurze Lernstandsdiagnosen können Lehrkräften zeigen, welche Inhalte bereits sicher beherrscht werden und wo zusätzliche Förderung nötig ist. Solche Daten sollen pädagogische Entscheidungen unterstützen, nicht bloß zusätzliche Noten produzieren.
Ein drittes Handlungsfeld ist eine bedarfsgerechtere Verteilung von Ressourcen. Schulen mit vielen sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern benötigen häufig mehr Personal, multiprofessionelle Unterstützung, Zeit und Förderangebote als Schulen mit günstigeren Ausgangsbedingungen.

Entscheidend ist außerdem, Reformen langfristig zu beobachten. Eine Maßnahme ist nicht schon deshalb erfolgreich, weil sie plausibel klingt. Ihre Wirkung muss anhand nachvollziehbarer Ziele und Daten überprüft werden.
PISA und Bildungspolitik
PISA-Ergebnisse sind politisch relevant, weil Bildung in Deutschland wesentliche Voraussetzungen für Ausbildung, Studium, Erwerbsleben und gesellschaftliche Teilhabe schafft. Zugleich liegt die Schulpolitik überwiegend in der Verantwortung der Bundesländer. Reformen erfordern daher oft Zusammenarbeit zwischen Ländern, Kommunen, Schulen, Wissenschaft und Bund.
PISA beantwortet jedoch nicht automatisch die politische Frage, welche Maßnahme die beste ist. Aus denselben Daten können unterschiedliche politische Prioritäten abgeleitet werden. Die Studie liefert eine empirische Grundlage, politische Entscheidungen bleiben aber Wert- und Abwägungsentscheidungen.
Schlagzeilen kritisch prüfen
Die Formulierung „Deutschland rutscht in der PISA-Studie auf historischen Tiefstand“ lässt sich mit den veröffentlichten Ergebnissen begründen. Für eine gute Medienkompetenz solltest Du dennoch genauer hinsehen.
- Zeitvergleich: Ist mit „Tiefstand“ der Vergleich mit früheren deutschen PISA-Werten gemeint?
- Internationaler Vergleich: Wo liegt Deutschland gegenüber dem aktuellen OECD-Durchschnitt?
- Stichprobe: Wer wurde getestet und wie groß ist die Stichprobe?
- Kompetenzstufen: Wie verteilen sich schwache, mittlere und starke Leistungen?
- Korrelation und Kausalität: Zeigt die Studie nur einen Zusammenhang oder tatsächlich eine Ursache?
- Quelle: Stammt die Information aus der OECD, dem deutschen PISA-Team oder nur aus einer zugespitzten Schlagzeile?
So wird aus einer Nachricht eine überprüfbare Aussage.
Quellen und Vertiefung
Die folgenden Quellen bilden die Grundlage der aktuellen Angaben zu PISA 2025. Stand der Veröffentlichung: 8. September 2026.
- OECD: PISA 2025 – Country Note Germany
- OECD: Programme for International Student Assessment
- Technische Universität München / ZIB: PISA-Ergebnisse auf neuem Tiefstand
- Bundesministerium: PISA 2025 – Basiskompetenzen stärken, Bildungschancen verbessern
- Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien: PISA 2025
- OECD: PISA 2025 Science Framework
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt Deutschlands PISA-Ergebnis 2025 am genauesten? (Deutschland erreichte in allen drei klassischen Bereichen den niedrigsten bisher gemessenen deutschen PISA-Wert) (!Deutschland erreichte in allen drei Bereichen einen neuen OECD-Rekord) (!Deutschland belegte in allen drei Bereichen den letzten Platz) (!Deutschland nahm 2025 erstmals an PISA teil)
Welche Altersgruppe steht im Mittelpunkt von PISA? (15-Jährige) (!Grundschulkinder im ersten Schuljahr) (!Nur Abiturientinnen und Abiturienten) (!Nur Studierende im ersten Semester)
Welcher Bereich war bei PISA 2025 die Hauptdomäne? (Naturwissenschaften) (!Geschichte) (!Sport) (!Kunst)
Wie hoch war der deutsche Mittelwert in Naturwissenschaften bei PISA 2025? (486 Punkte) (!586 Punkte) (!386 Punkte) (!686 Punkte)
Wie groß war ungefähr der Anteil der Jugendlichen in Deutschland unter Kompetenzstufe II in Mathematik? (Rund ein Drittel) (!Rund ein Zehntel) (!Rund die Hälfte) (!Nahezu alle)
Wie groß war der Leistungsabstand in Naturwissenschaften zwischen dem sozial begünstigten und dem sozial benachteiligten Viertel in Deutschland ungefähr? (125 Punkte) (!25 Punkte) (!55 Punkte) (!225 Punkte)
Wie lag Deutschland 2025 in den drei klassischen PISA-Bereichen im Vergleich zum OECD-Durchschnitt? (Ungefähr auf OECD-Durchschnittsniveau) (!In allen Bereichen mit großem Abstand an der Spitze) (!In allen Bereichen mit großem Abstand am Ende) (!Ein internationaler Vergleich war nicht möglich)
Welchen Mittelwert erreichte Deutschland ungefähr beim modellbasierten Problemlösen? (498 Punkte) (!298 Punkte) (!698 Punkte) (!898 Punkte)
Was darf aus einem statistischen Zusammenhang in PISA nicht automatisch geschlossen werden? (Ein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang) (!Dass zwei Merkmale gemeinsam auftreten können) (!Dass Gruppenmittelwerte verglichen werden können) (!Dass Kontextdaten erhoben wurden)
Welche Maßnahme wird vom deutschen PISA-Team besonders hervorgehoben? (Frühe Diagnose und gezielte Förderung) (!Vollständiger Verzicht auf Lernstandsdiagnosen) (!Abschaffung aller Förderangebote) (!Ausschließliche Konzentration auf Spitzenschüler)
Memory
| PISA | Programme for International Student Assessment |
| OECD | Koordiniert den internationalen Bildungsvergleich |
| Kompetenzstufe II | Orientierung für grundlegende Kompetenzen |
| Naturwissenschaften | Hauptdomäne von PISA 2025 |
| ZIB | Deutsche Koordination der PISA-Studie |
| Sozioökonomischer Status | Stark mit Bildungschancen verbundenes Kontextmerkmal |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung bei PISA 2025 |
|---|---|
| Naturwissenschaften | Schwerpunktbereich |
| Lesen | Klassische Kompetenzdomäne |
| Mathematik | Klassische Kompetenzdomäne |
| Modellbasiertes Problemlösen | Innovative digitale Kompetenz |
| Sozioökonomischer Status | Kontextmerkmal der Bildungschancen |
Kreuzworträtsel
| OECD | Welche Organisation koordiniert PISA international? |
| Lesen | Welche klassische PISA-Kompetenz betrifft das Verstehen und Nutzen von Texten? |
| Mathematik | Welche PISA-Domäne untersucht den Umgang mit Zahlen und mathematischen Problemen? |
| Stichprobe | Wie heißt die ausgewählte Gruppe von Jugendlichen, die stellvertretend untersucht wird? |
| Basiskompetenz | Wie nennt man eine grundlegende Fähigkeit, die für weiteres Lernen wichtig ist? |
| Kausalität | Welcher Begriff bezeichnet einen tatsächlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Nachrichtenvergleich: Suche drei aktuelle Berichte zu PISA 2025 und markiere, welche Zahlen alle drei nennen und welche Schwerpunkte sich unterscheiden.
- Infografik: Gestalte eine eigene Infografik zu den deutschen Ergebnissen in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Achte auf eine klare Achsenbeschriftung und nenne die Datenquelle.
- Begriffserklärung: Erkläre in eigenen Worten den Unterschied zwischen einem historischen Tiefstand und einem Platz am Ende einer Rangliste.
- Umfrage: Entwickle fünf anonyme Fragen dazu, welche Bedingungen Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen oder ablenken. Erhebe keine sensiblen persönlichen Daten.
Standard
- Datenanalyse: Vergleiche die deutschen Werte mit dem OECD-Durchschnitt und formuliere drei Aussagen, die sich wirklich aus den Zahlen ableiten lassen, sowie zwei Aussagen, die überinterpretiert wären.
- Medienanalyse: Untersuche die Schlagzeile „Deutschland rutscht in der PISA-Studie auf historischen Tiefstand“. Formuliere eine sachlich präzisere Überschrift und begründe Deine Änderungen.
- Interview: Führe ein Interview mit einer Lehrkraft, einer Schulleitung oder einer Person aus der Bildungsarbeit über Basiskompetenzen. Vergleiche die Antworten anschließend mit den PISA-Befunden.
- KI und Lernen: Teste einen KI-Chatbot mit einer schulischen Aufgabe. Dokumentiere, welche Hilfen sinnvoll waren, welche Fehler auftraten und wie Du die Antworten überprüft hast.
Schwer
- Bildungsgerechtigkeit: Entwickle ein Maßnahmenpaket für eine Schule mit vielen sozial benachteiligten Jugendlichen. Begründe, wie Personal, Diagnose, Sprachförderung und Lernzeit eingesetzt werden sollten.
- Korrelation und Kausalität: Wähle einen PISA-Zusammenhang wie digitale Ablenkung oder soziale Herkunft und entwirf eine Forschungsstudie, mit der man mögliche Ursachen genauer untersuchen könnte.
- Bildungspolitische Debatte: Veranstaltet eine strukturierte Debatte zur Frage, ob zusätzliche Bildungsressourcen stärker nach sozialem Bedarf verteilt werden sollten. Arbeitet mit überprüfbaren Daten und unterschiedlichen Interessen.
- Schulentwicklungsprojekt: Entwickelt in einer Gruppe einen einjährigen Plan zur Stärkung von Lesen, Mathematik oder Naturwissenschaften an einer fiktiven Schule. Legt Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und messbare Erfolgskriterien fest.


Lernkontrolle
- Dateninterpretation: Erkläre, wie Deutschland zugleich einen eigenen historischen Tiefstand erreichen und ungefähr auf OECD-Durchschnittsniveau liegen kann. Verwende dabei mindestens zwei Vergleichsebenen.
- Bildungsgerechtigkeit: Analysiere, warum ein großer Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Leistung für ein Bildungssystem problematisch sein kann, auch wenn einzelne benachteiligte Jugendliche sehr erfolgreich sind.
- Ursachenanalyse: Bewerte die Aussage „Die Pandemie ist die Ursache für den PISA-Absturz“. Zeige, welche Beobachtungen dafür sprechen könnten und warum die Aussage wissenschaftlich zu eindeutig ist.
- Digitalisierung: Entwickle Regeln für den Einsatz digitaler Geräte und KI in einer Schule, die sowohl Lernchancen als auch Ablenkungsrisiken berücksichtigen. Begründe jede Regel.
- Förderstrategie: Vergleiche frühe Lernstandsdiagnose, zusätzliche Ressourcen für belastete Schulen und allgemeine Leistungsförderung. Erkläre, wie die drei Ansätze zusammenwirken könnten.
- Medienkritik: Prüfe einen aktuellen PISA-Bericht anhand von Quelle, Stichprobe, Vergleichsmaßstab, Zahlen, Unsicherheiten und Trennung von Korrelation und Kausalität.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du PISA-Ergebnisse nicht nur wiedergibst, sondern sachgerecht interpretierst.
- Du kannst Zweck, Zielgruppe und Grundprinzip der PISA-Studie erklären.
- Du kannst die deutschen PISA-2025-Ergebnisse in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik einordnen.
- Du kannst zwischen historischem Zeitvergleich und aktuellem internationalem Vergleich unterscheiden.
- Du kannst erklären, was Kompetenzstufe II als Orientierung für grundlegende Fähigkeiten bedeutet.
- Du kannst Aussagen über soziale Herkunft und Bildungschancen differenziert interpretieren.
- Du kannst zwischen Korrelation und Kausalität unterscheiden.
- Du kannst Grenzen internationaler Vergleichsstudien erläutern.
- Du kannst bildungspolitische Maßnahmen anhand von Daten begründet beurteilen.
- Du kannst Schlagzeilen und Grafiken zu Bildungsstudien kritisch prüfen.
- Du kannst eigene Lösungsvorschläge entwickeln und ihre möglichen Wirkungen mit überprüfbaren Kriterien verbinden.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel bietet Hintergrundwissen zur Geschichte, Methodik und Kritik der PISA-Studien. Für die aktuellen PISA-2025-Zahlen solltest Du zusätzlich die oben genannten Veröffentlichungen der OECD und des deutschen PISA-Teams verwenden.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen