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Moderne Symbolismus und Expressionismus - Literatur verstehen

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Moderne Symbolismus und Expressionismus - Literatur verstehen

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Einleitung

Moderne Symbolismus und Expressionismus - Literatur verstehen

Deutsch | Klasse 9–10 | Literaturgeschichte

Um 1900 verändert sich das Leben. Städte wachsen. Maschinen, Verkehr und neue Technik prägen den Alltag.

Auch die Literatur verändert sich. Schriftstellerinnen und Schriftsteller suchen neue Wörter und Bilder für ihre Gefühle und Erfahrungen.

Wichtig: Die Moderne ist kein einheitlicher Stil. Verschiedene Richtungen bestehen nebeneinander. Dazu gehören der Symbolismus und der Expressionismus.

Das lernst Du:

  1. Du erkennst wichtige Merkmale der literarischen Moderne.
  2. Du unterscheidest Symbolismus und Expressionismus.
  3. Du untersuchst Bilder, Sprache und Gefühle in Gedichten.
  4. Du erklärst Deine Meinung mit Beispielen aus einem Text.

Ausgangspunkt: Deutsches Historisches Museum – Kunst und Kultur im Kaiserreich

Berlin um 1900: Der Potsdamer Platz zeigt das Leben in der wachsenden Großstadt. Bild: Photochrom-Druck, Urheber unbekannt, Library of Congress, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Bildfrage: Was könnte einen Menschen an dieser Stadt begeistern? Was könnte ihn überfordern?

Video: „Literaturepochen im Überblick“, musstewissen Deutsch / funk. Achte besonders auf die Moderne und den Expressionismus.


Die Moderne: Viele neue Richtungen


Eine Zeit des Wandels

Ab etwa 1890 suchen viele Kunstschaffende nach neuen Ausdrucksformen.

Die Städte werden größer. Wissenschaft und Technik entwickeln sich weiter. Alte Vorstellungen werden hinterfragt.

Einige Menschen freuen sich über den Fortschritt. Andere haben Angst vor den Veränderungen.

Die Literatur zeigt diese unterschiedlichen Sichtweisen.

Der Erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 verstärkt später bei vielen Menschen die Erfahrung von Gewalt, Verlust und Unsicherheit.

Merke: Nicht alle Texte der Moderne sind gleich. Auch traditionelle Kunst besteht weiter. Das betont das Deutsche Historische Museum.


Verschiedene Strömungen

Naturalismus: Die Wirklichkeit soll möglichst genau gezeigt werden.

Impressionismus: Flüchtige Eindrücke und persönliche Wahrnehmungen sind wichtig.

Symbolismus: Bilder, Zeichen und Klänge deuten eine tiefere Bedeutung an.

Expressionismus: Starke Gefühle und innere Erfahrungen werden mit auffälliger Sprache ausgedrückt.

Diese Richtungen überschneiden sich. Jahreszahlen und Stilbegriffe sind deshalb Orientierungshilfen, keine festen Grenzen.


Symbolismus: Bilder und Geheimnisse


Was ist Symbolismus?

Der literarische Symbolismus entwickelt sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Wichtige Anfänge liegen in Frankreich.

Die Texte sagen oft nicht alles direkt. Ein Gegenstand kann eine zusätzliche Bedeutung haben.

Beispiel: Ein dunkler Garten kann an Trauer oder Vergänglichkeit erinnern. Er muss aber nicht immer dasselbe bedeuten.

Typisch sind Symbole, Metaphern, Klang, Rhythmus und mehrere mögliche Deutungen.

Merke: Im Symbolismus wird Bedeutung oft angedeutet statt vollständig erklärt.

Arnold Böcklin: „Die Toteninsel“, dritte Fassung, 1883. Symbolistische Malerei als Vergleich zur Literatur. Bild: Arnold Böcklin, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Bildfrage: Welche Stimmung entsteht? Wofür könnte die Insel stehen?

Hilfe: Beschreibe zuerst das Wasser, die Felsen und das Licht. Formuliere dann eine mögliche Bedeutung.


Stefan George: Wörter erzeugen Stimmung

Stefan George (1868–1933) ist ein wichtiger Vertreter des deutschsprachigen Symbolismus.

In seiner frühen Lyrik legt er großen Wert auf die Form und den Klang der Sprache.

In seinem Gedicht „Komm in den totgesagten park und schau“ aus dem Band „Das Jahr der Seele“ von 1897 beschreibt er einen herbstlichen Garten.

Der Anfang lautet:

„Komm in den totgesagten park und schau:“

Warum wird der Park als „totgesagt“ bezeichnet? Welche Gefühle kann das Wort auslösen?

Stefan George, fotografiert 1910 von Jakob Hilsdorf. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Lesehilfe: Unterstreiche Wörter für Farben, Natur und Gefühle. Erkläre ihre Wirkung.

Gedichttext von Stefan George


Rainer Maria Rilke: Neue Wahrnehmung

Rainer Maria Rilke (1875–1926) gehört zur literarischen Moderne. Seine Werke zeigen unterschiedliche Einflüsse, auch solche des Symbolismus.

Sein Gedicht „Der Panther“ wurde 1907 veröffentlicht.

Es beschreibt einen Panther hinter Gitterstäben. Ein wichtiges Thema ist die eingeschränkte Wahrnehmung.

Der Text beginnt:

„Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe“

Denkfrage: Wie könnte sich das Tier fühlen?

Rainer Maria Rilke um 1900. Fotograf unbekannt, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Höre das Gedicht:

Audio: „Der Panther“, Rainer Maria Rilke, gesprochen von Gesine für LibriVox. Aufnahme und Text gemeinfrei. Wikimedia Commons

Hörauftrag: Notiere zwei Wörter, die eine traurige oder bedrückende Stimmung erzeugen.

Wichtig: „Der Panther“ ist ein Dinggedicht. Rilkes Werke lassen sich nicht auf einen einzigen Stil reduzieren.


Symbolismus vertiefen

Video: „Symbolismus, Motiv, Synästhesie, Baudelaire, Rimbaud, Hofmannsthal, Rilke“, MOOCit The Monkey Dance. Freiwillige Vertiefung. Konzentriere Dich zunächst auf Symbole und Mehrdeutigkeit.

Hilfe: Mehrdeutigkeit bedeutet, dass ein Bild oder Text verschiedene sinnvolle Deutungen zulässt.


Expressionismus: Starke Gefühle und neue Sprache


Was ist Expressionismus?

Der Expressionismus entwickelt sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In der Literatur wird er meist ungefähr zwischen 1905 und 1925 eingeordnet.

Das Wort bedeutet sinngemäß „Ausdruck“.

Viele Texte zeigen Angst, Wut, Einsamkeit, Aufbruch oder Überforderung.

Wichtige Themen sind die Großstadt, gesellschaftliche Konflikte und der Krieg.

Die Sprache nutzt starke Bilder und überraschende Wortverbindungen.

Merke: Im Expressionismus steht oft die innere Sicht eines Menschen im Mittelpunkt.

Ernst Ludwig Kirchner: „Potsdamer Platz“, 1914. Expressionistische Malerei als Vergleich zur Literatur. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Bildfrage: Vergleiche dieses Gemälde mit dem historischen Potsdamer Platz am Anfang des Kurses. Was ist anders?

Hilfe: Achte auf Farben, Figuren und die Wirkung der Straße.

Video: „Die Literaturepoche Expressionismus einfach und kurz erklärt“, erklaerung-und-mehr, 2025.


Bilder zeigen Gefühle

Edvard Munch: „Der Schrei“, 1893. Das Bild entstand vor dem literarischen Expressionismus und gilt als wichtiger Vorläufer expressionistischer Ausdruckskunst. Gemeinfrei. Wikimedia Commons

Bildfrage: Wie werden Angst und Unruhe sichtbar gemacht?

Ein literarischer Text kann ähnliche Gefühle mit Wörtern erzeugen.

Eine Metapher ist ein sprachliches Bild.

Beispiel: „Ein Meer aus Häusern.“

Das ist kein echtes Meer. Die Formulierung zeigt, wie groß oder unübersichtlich eine Stadt wirken kann.


Georg Heym: Die Stadt wird bedrohlich

Georg Heym (1887–1912) ist ein wichtiger expressionistischer Dichter.

Sein Gedicht „Der Gott der Stadt“ entstand 1910 und erschien 1911.

Es beginnt mit:

„Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.“

Später wird die Stadt mit einem mächtigen, bedrohlichen Gott verbunden.

Deutung: Die Großstadt erscheint nicht nur als Ansammlung von Häusern. Sie wirkt wie eine gefährliche Macht.

Georg Heym. Historische Fotografie, Fotograf nicht angegeben, gemeinfrei. Wikimedia Commons

Höre das Gedicht:

Audio: „Der Gott der Stadt“, Georg Heym, Sprecher elias_togo, 2008. Lizenz CC BY-SA 3.0; unveränderte Einbindung. Wikimedia Commons

Hörauftrag: Welche Wörter lassen die Stadt bedrohlich wirken?

Originaltext auf Wikisource

Video: „Georg Heym – Der Gott der Stadt“, Rezitation von Fritz Stavenhagen, Kanal Lyrik für Puristen. Achte auf die Betonung.


Auch Dichterinnen prägen die Moderne

Else Lasker-Schüler (1869–1945) ist eine wichtige Dichterin der literarischen Moderne und des Expressionismus.

Ihre Texte verwenden häufig außergewöhnliche Bilder, Gefühle und eine eigene poetische Sprache.

Das zeigt: Die moderne Literatur wurde nicht nur von Männern gestaltet.

Else Lasker-Schüler, 1907. Fotograf unbekannt, gemeinfrei. Wikimedia Commons


Wahrnehmung und Sprache untersuchen


Sehen ist nicht gleich Deuten

Die Moderne zeigt, dass Menschen dieselbe Welt unterschiedlich wahrnehmen können.

Die folgende Animation ist eine heutige Wahrnehmungsübung. Sie ist kein historisches Werk des Symbolismus oder Expressionismus.

Animation: „Animated Kaleidoscope“, erstellt von Tim Kloske / Tkgd2007, 2008, vom Urheber gemeinfrei freigegeben. Wikimedia Commons

Beobachte: Welche Formen fallen Dir zuerst auf? Sieht jemand anderes etwas anderes?

Übertrage das auf Literatur: Ein Gedicht kann mehrere sinnvolle Deutungen haben. Entscheidend ist, dass Du Deine Deutung mit dem Text begründest.


Symbolismus und Expressionismus vergleichen

Frage Symbolismus Expressionismus
Was ist wichtig? Andeutung und tiefere Bedeutung Starker Ausdruck innerer Erfahrungen
Welche Sprache? Klang, Symbole und mehrdeutige Bilder Kraftvolle und überraschende Sprachbilder
Häufige Themen? Traum, Schönheit, Geheimnis Großstadt, Angst, Konflikte, Aufbruch
Welche Wirkung? Rätselhaft oder nachdenklich Heftig, unruhig oder aufrüttelnd

Gemeinsamkeit: Beide Richtungen erproben neue Ausdrucksformen. Die genannten Merkmale sind typisch, aber keine festen Regeln.


Gedichte untersuchen: Drei Schritte

  1. Beobachten: Lies das Gedicht. Markiere auffällige Wörter.
  2. Erklären: Überlege, welche Stimmung und Wirkung entstehen.
  3. Begründen: Zeige mit einer Textstelle, warum Deine Deutung passt.

Gestufte Hilfen:

Hilfe 1 – Einstieg: Suche ein auffälliges Wort und beschreibe seine normale Bedeutung.

Hilfe 2 – Standard: Nutze den Satzanfang: „Das Wort ... erzeugt die Stimmung ...“

Hilfe 3 – Vertiefung: Schreibe: „Das Sprachbild könnte ... bedeuten, weil im Text ... steht.“

Merke: Eine gute Gedichtinterpretation verbindet Beobachtung, Deutung und Begründung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt die literarische Moderne am besten? (Eine Zeit mit unterschiedlichen literarischen Strömungen) (!Eine Zeit mit nur einem festen Schreibstil) (!Eine Zeit ohne technische Veränderungen) (!Eine Zeit ohne neue Ideen)




Welche Entwicklung verändert das Leben um 1900 besonders? (Das Wachstum der Großstädte) (!Die Erfindung des Buchdrucks) (!Das Ende aller Fabriken) (!Die Abschaffung des Eisenbahnverkehrs)




Was ist für den Symbolismus besonders wichtig? (Andeutung und tiefere Bedeutung) (!Nur genaue Sachberichte) (!Nur mathematische Formeln) (!Nur politische Reden)




Was kann ein Symbol in einem Gedicht leisten? (Es kann über seine direkte Bedeutung hinausweisen) (!Es muss immer nur eine Bedeutung haben) (!Es ersetzt grundsätzlich jedes Verb) (!Es macht jede Deutung unmöglich)




Welcher Dichter ist besonders mit dem deutschsprachigen Symbolismus verbunden? (Stefan George) (!Friedrich Schiller) (!Bertolt Brecht) (!Gotthold Ephraim Lessing)




Wer schrieb das Gedicht Der Panther? (Rainer Maria Rilke) (!Georg Heym) (!Stefan Zweig) (!Franz Kafka)




Was steht beim Expressionismus häufig im Mittelpunkt? (Der starke Ausdruck von Gefühlen) (!Eine rein sachliche Beschreibung) (!Die genaue Nachahmung alter Kunstregeln) (!Die ausschließliche Darstellung von Märchen)




Welches Thema findet man häufig in expressionistischen Gedichten? (Die bedrohliche Großstadt) (!Das Leben mittelalterlicher Ritter) (!Nur antike Heldensagen) (!Ausschließlich fröhliche Ferien)




Wer schrieb Der Gott der Stadt? (Georg Heym) (!Rainer Maria Rilke) (!Stefan George) (!Heinrich Heine)




Wie begründest Du eine Gedichtdeutung überzeugend? (Mit einer passenden Textstelle) (!Nur mit Deinem ersten Eindruck) (!Mit der Anzahl der Buchstaben) (!Mit einer Vermutung ohne Beleg)





Memory

Finde die zusammengehörenden Begriffe und Erklärungen.

Symbolismus Andeutung durch Zeichen und Bilder
Expressionismus Ausdruck starker innerer Gefühle
Metapher Sprachbild ohne direkten Vergleich
Personifikation Vermenschlichung von Dingen
Großstadtlyrik Gedichte über das Leben in der Stadt
Moderne Nebeneinander neuer literarischer Richtungen





Drag and Drop

Ordne den Personen die passende Beschreibung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Symbolistische Lyrik Stefan George
Großstadtlyrik Georg Heym
Dinggedicht Rainer Maria Rilke
Expressionistische Malerei Ernst Ludwig Kirchner
Symbolistische Malerei Arnold Böcklin





Kreuzworträtsel

Moderne Wie nennt man die Zeit verschiedener neuer literarischer Richtungen um 1900?
Symbol Wie heißt ein Zeichen mit einer zusätzlichen Bedeutung?
Metapher Wie nennt man ein sprachliches Bild ohne direkten Vergleich?
Rilke Welcher Dichter schrieb Der Panther?
Kirchner Welcher Maler schuf 1914 das Gemälde Potsdamer Platz?
Berlin Welche deutsche Großstadt war ein wichtiges Zentrum des Expressionismus?





LearningApps

Weitere Übungen findest Du über diese thematische Suche.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Um 1900 entwickeln sich in der Literatur viele neue Richtungen der

.
Das Wachstum großer Städte nennt man auch

.
Der Symbolismus arbeitet oft mit Zeichen und sprachlichen

.
Stefan

ist ein wichtiger Vertreter des deutschsprachigen Symbolismus.
Das Gedicht Der Panther stammt von Rainer Maria

.
Der Expressionismus möchte starke innere

ausdrücken.
Georg Heyms Gedicht heißt Der Gott der

.
Eine Vermenschlichung von Dingen nennt man

.
Die Begründung einer Gedichtdeutung benötigt einen Beleg aus dem

.
Symbolismus und Expressionismus sind unterschiedliche literarische

.




Offene Aufgaben

Diese Aufgaben werden nicht automatisch bewertet. Du kannst Deine Lösungen in einem Heft, Portfolio oder Lerntagebuch sammeln.

Wähle bei Bedarf eine Hilfe aus dem Abschnitt „Gedichte untersuchen“.


Leicht

  1. Großstadt: Betrachte das historische Bild des Potsdamer Platzes. Schreibe fünf Wörter auf, die die Stadt beschreiben.
  2. Symbol: Wähle ein Symbol aus dem Bild „Die Toteninsel“. Erkläre in zwei Sätzen eine mögliche Bedeutung.
  3. Gefühle: Betrachte „Der Schrei“. Notiere drei Gefühle, die das Bild bei Dir auslöst. Begründe eines.
  4. Hörverstehen: Höre Rilkes „Der Panther“. Beschreibe die Stimmung mit drei passenden Adjektiven.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Untersuche den Anfang von Georg Heyms „Der Gott der Stadt“. Erkläre, wie die Stadt dargestellt wird.
  2. Bildvergleich: Vergleiche die beiden Darstellungen des Potsdamer Platzes. Schreibe einen kurzen Text über ihre unterschiedliche Wirkung.
  3. Kreatives Schreiben: Verfasse ein Gedicht mit sechs Zeilen über einen Bahnhof oder eine Straße. Verwende mindestens zwei Sprachbilder.
  4. Symbolismus: Lies Stefan Georges Gedicht „Komm in den totgesagten park und schau“. Suche drei Wörter, die eine besondere Stimmung erzeugen.


Schwer

  1. Interpretation: Vergleiche Georges Gartengedicht mit Heyms Stadtgedicht. Erkläre Unterschiede in Thema, Sprache und Wirkung.
  2. Medienanalyse: Vergleiche eine historische Fotografie mit einem expressionistischen Gemälde. Erkläre, warum verschiedene Darstellungsweisen unterschiedliche Gefühle auslösen.
  3. Projektarbeit: Untersuche einen heutigen Songtext oder ein Gedicht auf Symbole und starke Sprachbilder. Begründe Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Literatur um 1900.
  4. Quellenkritik: Recherchiere die Herkunft und Lizenz eines Wikimedia-Commons-Bildes. Erstelle einen korrekten Bildnachweis und erkläre, warum Quellenangaben wichtig sind.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Zeige, dass Du Zusammenhänge erklären und das Gelernte anwenden kannst.

  1. Vergleich: Warum kann eine historische Fotografie anders wirken als ein expressionistisches Gemälde derselben Stadt? Begründe mit zwei Beobachtungen.
  2. Deutung: Eine Dichterin beschreibt einen Bahnhof als „Wald aus Eisen“. Welche Gefühle oder Vorstellungen kann dieses Sprachbild erzeugen? Erkläre zwei Möglichkeiten.
  3. Transfer: Warum können soziale Medien heute ähnliche Gefühle von Reizüberflutung auslösen wie die Großstadt um 1900? Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
  4. Literaturgeschichte: Erkläre an einem Beispiel, warum man nicht alle Werke um 1900 einem einzigen Stil zuordnen kann.
  5. Textbeleg: Wähle eine Zeile aus einem Gedicht des Kurses. Entwickle eine Deutung und belege sie am Text.
  6. Medienkompetenz: Erkläre, warum ein historisches Gemälde nicht automatisch beweist, dass alle Menschen der damaligen Zeit genauso empfanden.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du Folgendes zeigen können:

  1. Du kannst die literarische Moderne in ihren historischen Zusammenhang einordnen.
  2. Du kannst Symbolismus und Expressionismus mit eigenen Worten unterscheiden.
  3. Du erkennst Symbole, Metaphern und auffällige Sprachbilder.
  4. Du kannst eine kurze Gedichtstelle untersuchen und ihre Wirkung erklären.
  5. Du belegst eine Deutung mit einer passenden Textstelle.
  6. Du kannst Kunstwerke als Vergleich nutzen, ohne Malerei und Literatur gleichzusetzen.
  7. Du kannst die Herkunft und Nutzungsrechte eines Mediums angeben.
  8. Du formulierst Deine eigene Deutung verständlich und begründet.




OERs zum Thema

Wikipedia: Symbolismus in der Literatur

Wikipedia: Expressionismus in der Literatur

Frei zugängliche Texte und Medien:

  1. Wikisource – Der Gott der Stadt
  2. Wikisource – Der Panther
  3. Wikimedia Commons – Expressionismus
  4. Wikimedia Commons – Symbolismus
  5. Wikipedia – Symbolismus
  6. Wikipedia – Expressionismus


Quellen und Medienrechte

Historische Grundlage:

Deutsches Historisches Museum: LeMO – Kunst und Kultur im Kaiserreich

Das Deutsche Historische Museum erläutert die Vielfalt von Stilen und den kulturellen Aufbruch um 1900. Für literarische Einzelheiten wurden ergänzend die oben verlinkten Fach- und Quellentexte herangezogen.

Textquellen:

Stefan George: „Komm in den totgesagten park und schau“, 1897

Rainer Maria Rilke: „Der Panther“, veröffentlicht 1907

Georg Heym: „Der Gott der Stadt“, entstanden 1910, veröffentlicht 1911

Hinweise zur Nutzung:

Die eingebundenen Bilder sind auf Wikimedia Commons als gemeinfrei gekennzeichnet. Urheber und Fundstellen stehen direkt bei den Bildern.

Die Kaleidoskop-Animation wurde von ihrem Urheber in die Gemeinfreiheit entlassen.

Die LibriVox-Aufnahme von „Der Panther“ ist gemeinfrei. Die Aufnahme von „Der Gott der Stadt“ steht unter CC BY-SA 3.0; Sprecher, Lizenz und Quelle sind angegeben.

Alle Commons-Medien wurden unverändert eingebunden. Prüfe bei einer erneuten Veröffentlichung stets die aktuelle Dateibeschreibungsseite und beachte die dort angegebenen Bedingungen.

Die YouTube-Videos sind externe Einbettungen. Sie sind nicht automatisch frei lizenziert. Ihre erneute Veröffentlichung außerhalb von YouTube erfordert eine eigene Rechteprüfung.

Die LeMO-Seite des Deutschen Historischen Museums dient als historische Quelle; ihre Inhalte sind nicht automatisch frei lizenziert.

Wichtig: Die Gemälde helfen dabei, Ausdrucksformen der Zeit zu verstehen. Sie sind keine Belege dafür, dass alle Gedichte genau dieselben Stilmittel nutzen.


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