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Metallische Untergründe unterscheiden - Untergründe in der Fahrzeuglackierung - Ausbildung

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Metallische Untergründe unterscheiden - Untergründe in der Fahrzeuglackierung - Ausbildung

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Einleitung

Metall oder Kunststoff? Bevor Du ein Bauteil für eine neue Fahrzeuglackierung beurteilst, musst Du das Material, vorhandene Beschichtungen und mögliche Schäden unterscheiden. Ein heller Untergrund ist nicht automatisch Aluminium; eine magnetische Oberfläche ist nicht automatisch unbeschichteter Stahl. Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im ersten Lehrjahr und trainiert eine nachvollziehbare Diagnose statt vorschneller Bearbeitung.

Nach diesem Kurs kannst Du Stahl, verzinkten Stahl, Aluminium und einen nichtmetallischen Vergleichswerkstoff in einem fiktiven Ausbildungsfall anhand mehrerer Indizien unterscheiden, Korrosionsbefunde erläutern, eine sichere Vorbereitungsplanung begründen und Flächen korrekt berechnen. Arbeitsproben, Schleifen, Reinigen und Beschichten in realen Betrieben erfolgen ausschließlich nach Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsanweisung und unter qualifizierter Aufsicht. Dieser Kurs erteilt keine Freigabe oder Befähigungsnachweise.

Einordnung in die Ausbildung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 16.05.2003 ordnet dem ersten Schuljahr Lernfeld 1 „Metallische Untergründe bearbeiten“ mit 60 Unterrichtsstunden und Lernfeld 2 „Nichtmetallische Untergründe bearbeiten“ mit 80 Unterrichtsstunden zu. Das sind schulische Zeitrichtwerte, keine vorgeschriebenen betrieblichen Arbeitsschritte. Die Ausbildungsordnung vom 03.07.2003 regelt dagegen die betriebliche Ausbildung, unter anderem das Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen im Ausbildungsrahmenplan. Die Quellen wurden für diesen Kurs am 21.10.2026 geprüft.


Metallische Werkstoffe im Fahrzeug unterscheiden


Stahl und beschichteter Stahl

Stahl besteht überwiegend aus Eisen mit weiteren Bestandteilen und wird häufig für Fahrzeugkarosserien eingesetzt. Gewöhnlicher Karosseriestahl ist ferromagnetisch: Ein kleiner Prüfmagnet wird von ihm angezogen. Eine vorhandene Lackschicht kann diesen einfachen Test nicht grundsätzlich als eindeutigen Werkstoffnachweis ersetzen. Eisenhaltige Flächen können bei Einwirkung von Feuchtigkeit und Sauerstoff rosten.

Verzinkter Stahl besitzt zusätzlich eine schützende Zinkschicht. Ein Magnet wird weiterhin vom Stahl darunter angezogen. Das kristalline Muster einer Feuerverzinkung kann sichtbar sein, muss bei Fahrzeugblechen und lackierten Teilen aber keineswegs erkennbar sein. Verzinkung lässt sich daher nicht allein durch Farbe oder Magnetprobe bestätigen. Ein Bauteildatenblatt oder eine eindeutige Kennzeichnung ist die bessere Grundlage.

Abbildung: sichtbare Zinkkristalle auf einer feuerverzinkten Oberfläche. Beispiel aus dem Bauwesen, nicht die typische Optik jedes Fahrzeugblechs.


Aluminium und nichtrostender Stahl

Aluminium hat eine geringe Dichte, ist in üblichen Fahrzeuglegierungen nicht ferromagnetisch und bildet an Luft eine dünne Oxidschicht. Auch Aluminium kann korrodieren; die Schutzwirkung der Oxidschicht hängt von Umgebung und Legierung ab. Die Oberflächenbehandlung muss mit dem Material und dem vorgesehenen Beschichtungssystem verträglich sein.

Nichtrostender Stahl umfasst unterschiedliche Legierungen. Manche sind magnetisch, andere nicht. Der Name bedeutet nicht, dass jede Legierung unter allen Bedingungen korrosionsfrei wäre. Ein fehlendes Magnet-Signal beweist deshalb weder Aluminium noch Kunststoff.

Abbildung: Beispiel einer lokalen Korrosionsform an Aluminium; fotografische Veranschaulichung, kein Prüfstandard für Fahrzeugbleche.


Nichtmetallische Abgrenzung

Ein lackierter Kunststoff kann metallisch glänzen. Durch Verbundstoffe, Spachtel und Beschichtungen sind reine Blickdiagnosen an Fahrzeugteilen unsicher. Magnetismus ist nur ein Indiz; Herkunftsunterlagen, Kennzeichnungen, Bauteilaufbau und freigegebene Prüfmethoden gehören immer zur Gesamtdiagnose.

Merksatz: Material, Beschichtung und Oberflächenzustand sind drei verschiedene Fragen. Eine Werkstoffvermutung ist noch keine Freigabe für eine Reparatur.


Untergründe sicher prüfen und dokumentieren


Erstbefund und Prüfplan

Prüfe im Modellfall zuerst die Auftragsangaben und Bauteilkennzeichnungen. Beschreibe dann sichtbare Merkmale: Farbton, Lackschichten, Rostspuren, Flecken, Beschädigungen, Kanten, Übergänge und alte Reparaturzonen. Vermerke, welche Beobachtung sicher und welche nur eine Hypothese ist.

Eine Magnetprüfung mit einem geeigneten Prüfmagneten kann in einem beaufsichtigten, kratzgeschützten Übungsszenario eisenhaltige Werkstoffe wahrscheinlich machen. Ein Magnet allein kann weder Legierungsart noch Dicke einer Zinkschicht bestimmen. Auch Dichteangaben gelten nur für homogene Proben mit bekannter Masse und Volumen.


Beobachtung von Messung unterscheiden

Beobachtung Aussage Grenze
Magnet haftet deutlich ferromagnetischer Anteil wahrscheinlich auch verzinkter Stahl bleibt magnetisch
Magnet haftet nicht kein deutlich ferromagnetischer Anteil nachweisbar Aluminium, Kunststoff oder bestimmte Edelstähle möglich
rotbrauner Belag Verdacht auf eisenhaltige Korrosionsprodukte weitere Prüfung erforderlich
helle punktförmige Schädigung mögliche Aluminiumkorrosion keine eindeutige Materialbestimmung
Bauteilkennzeichnung und Werkstoffnachweis belastbare Zuordnung im Modellfall Dokument muss zum konkreten Teil gehören

Fachwörter: Korrosion ist die Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung, die zu einer Schädigung führen kann. Haftung bezeichnet das Festhalten einer Beschichtung auf der Oberfläche. Kontamination bedeutet eine unerwünschte Verunreinigung etwa durch Öl, Staub oder Salz. Substrat ist der Untergrund, auf dem eine weitere Schicht liegt.

Dokumentiere jeden Befund so, dass eine andere Person dieselbe Schlussfolgerung nachprüfen kann: Teilenummer, Prüfart, Beobachtung, Unsicherheit, angenommener Werkstoff und Entscheidung „freigeben“ oder „Rückfrage“.


Korrosion, Schutzschichten und Haftung


Eisen, Zink und Aluminium im Vergleich

Bei ungeschütztem Stahl können Feuchtigkeit und Sauerstoff die Entstehung von Rost fördern. Zinküberzüge schützen Stahl unter anderem durch eine bevorzugte elektrochemische Reaktion des Zinks. Werden unterschiedliche Metalle leitend verbunden und sind sie gleichzeitig einem Elektrolyten wie salzhaltigem Wasser ausgesetzt, kann Kontaktkorrosion entstehen.

Schematische, englisch beschriftete Darstellung galvanischer Korrosion; sie illustriert ein Prinzip, nicht die vollständige Fahrzeugreparatur.

Oxidschicht und Beschichtung sind zu unterscheiden: Eine Oxidschicht entsteht durch chemische Reaktion, ein Lackaufbau wird gezielt aufgebracht. Eine vorhandene Oxidschicht garantiert nicht, dass beliebige Grundierungen haften.


Schäden richtig einordnen

Bei Stahl sind rotbraune Roststellen eine Warnung vor möglicher Beschichtungsunterwanderung. Bei verzinktem Stahl können Zinkkorrosionsprodukte heller erscheinen. Auf Aluminium können punktförmige Korrosionsschäden auftreten. Aussehen und Farbe allein reichen für sichere Diagnose und Reparatureignung nicht aus.

Makroaufnahme einer verzinkten Stahloberfläche. Die sichtbare Struktur ist keine allgemeine Erkennungsregel für moderne Fahrzeugkarosserien.

Ursache-Wirkung: Wird ein ungeeigneter Untergrund überlackiert, können Haftungsstörungen, Blasenbildung und erneute Korrosion entstehen. Geeignete Vorbehandlung wird erst nach korrekter Identifizierung und Prüfung der technischen Unterlagen ausgewählt.


Vorbereitung planen und Gefahren vermeiden


Die richtige Reihenfolge als Entscheidungsplan

Die fachliche Grundfolge lautet Auftrag klären → Werkstoff und Schaden bestimmen → Eignung des vorgesehenen Beschichtungssystems prüfen → Schutzmaßnahmen festlegen → Arbeit unter Aufsicht ausführen → Ergebnis dokumentieren. Für Stahl, Zinküberzug, Aluminium und Kunststoff können unterschiedliche Verfahren und Werkstoffe nötig sein. Dieses Schema ersetzt keine konkrete Arbeitsanweisung.

Keine improvisierten Versuche: Lösemitteltests, Funkentests, Schleifversuche, chemisches Entrosten oder das Abtragen unbekannter Beschichtungen sind keine unbeaufsichtigten Lehrlingsproben. Bei unbekannter Altbeschichtung ist zuerst eine fachliche Klärung nötig.


Staub, Funken und unbekannte Beschichtungen

Die DGUV Information 209-014 „Lackieren und Beschichten“, Ausgabe Juli 2026 beschreibt Gefährdungen und Maßnahmen für die Oberflächenvorbereitung und das Lackieren. Dazu zählen geeignete Absaugung, staubarme Verfahren, betriebliche Reinigung ohne Druckluftabblasen sowie erforderliche persönliche Schutzausrüstung nach Gefährdungsbeurteilung. Insbesondere Aluminiumstaub kann Brand- und Explosionsgefahren verursachen; die passende Schutztechnik ist Sache des qualifizierten Betriebs. Sicherheitsdatenblätter, technische Merkblätter und Betriebsanweisungen sind vor praktischen Tätigkeiten heranzuziehen.

Hörbeispiel (englischsprachige Dokumentation): Geräusche beim Feilen an Metall in einer Schmiedewerkstatt. Es zeigt weder ein zulässiges Schleifverfahren der Fahrzeuglackierung noch einen Beweis für die Werkstoffart.


Beschichtungssystem und Kontrollpunkte

Ein Beschichtungssystem kann aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten bestehen, darunter eine geeignete Grundierung und weitere Deckschichten. Die Wahl hängt von Werkstoff, Altbeschichtung, Korrosionszustand, Reparaturvorgabe und Herstellerinformationen ab. Ohne zugängliche, gültige und konkrete Unterlagen gibt der Modellfall ausdrücklich keine Produkt- oder Verfahrensfreigabe.

Kontrollpunkte: Ist die Werkstoffzuordnung nachgewiesen? Sind Rost und Verunreinigungen fachlich bewertet? Ist das Verfahren betrieblich zugelassen? Sind Gefahren und Entsorgung geklärt? Sind Verantwortliche und Ergebnisprotokoll benannt?


Ausbildungsfall: vier Musterplatten in einer fiktiven Werkstatt


Auftrag und Messdaten

Im vollständig erfundenen Ausbildungsbetrieb Musterwerkstatt Nordlicht soll die Auszubildende Samira im ersten Lehrjahr vier ungefährliche, saubere, gekennzeichnete Musterplatten auf Papier beurteilen. Kein Fahrzeug wird zerlegt, kein Material abgeschliffen und kein Stoff angewendet. Eine Fachkraft hat die angenommenen Werkstoffnachweise für die Aufgabe vorbereitet.

Probe Größe Magnetbeobachtung weitere Indizien fiktiver Werkstoffnachweis
A 20 cm × 15 cm haftet rotbraune Flecken an einer Kratzstelle unbeschichteter Baustahl
B 30 cm × 20 cm haftet glatte graue metallische Schicht verzinkter Stahl
C 25 cm × 20 cm haftet nicht mattgrau, helle punktförmige Stellen Aluminiumlegierung
D 20 cm × 20 cm haftet nicht aufgedrucktes Kürzel PP Polypropylen, nichtmetallisch

Diese Daten sind didaktisch erfunden. Der fiktive Nachweis liefert die eindeutige Zuordnung, nicht allein der Magnet. Ein realer Auftrag würde weitere bauteilspezifische Informationen benötigen.


Nachvollziehbare Flächenberechnung

Zur reinen Planung wird die jeweilige Vorderseite rechteckig angenommen. Umrechnung: 1 cm = 0,01 m, also 1 cm² = 0,0001 m².

  1. Probe A: 20 cm × 15 cm = 300 cm² = 0,030 m².
  2. Probe B: 30 cm × 20 cm = 600 cm² = 0,060 m².
  3. Probe C: 25 cm × 20 cm = 500 cm² = 0,050 m².
  4. Probe D: 20 cm × 20 cm = 400 cm² = 0,040 m².
  5. Metallische Vorderseiten A + B + C: 0,030 m² + 0,060 m² + 0,050 m² = 0,140 m². Alle vier Flächen zusammen: 0,180 m².

Überprüfung: Die Summe in Quadratzentimetern lautet 300 + 600 + 500 = 1.400 cm², geteilt durch 10.000 cm²/m² ergibt 0,140 m². Eine Materialbedarfsrechnung wäre nur mit einem ausdrücklich festgelegten Schichtaufbau, Wirkungsgrad und Produktdaten seriös. Deshalb wird aus den Flächen keine reale Lackmenge abgeleitet.


Musterlösung als Entscheidungsprotokoll

A: Stahl mit Rostverdacht an der Beschädigung; weitere Beurteilung der Korrosion und geplante, beaufsichtigte Vorbehandlung sind erforderlich, keine unmittelbare Lackfreigabe. B: verzinkter Stahl; Zinkschicht erhalten und passende Unterlagen für eine geeignete Beschichtung anfordern. C: Aluminium; Korrosionsbild und werkstoffverträgliches System durch Fachkraft klären; keine Stahlverfahren ungeprüft übertragen. D: Polypropylen und daher kein metallischer Untergrund; separater Prüf- und Vorbereitungsweg.

Qualitätssicherung: Vier Proben wurden identifiziert; drei gehören zum metallischen Lernbereich, eine zum nichtmetallischen. Berechnete Metallfläche 0,140 m². Der fachgerechte reale Arbeitsweg bleibt von betrieblichen Freigaben abhängig.

Berufseinblick, deutschsprachiges YouTube-Video:

YourJob, „Fahrzeuglackierer/-in“ (2018): beruflicher Überblick; die Aufnahmen sind kein Ersatz für Sicherheitsunterweisung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe Dein Wissen

Was beweist ein deutlich anziehender Magnet an einer unbekannten Platte zunächst? (Ein ferromagnetischer Bestandteil ist wahrscheinlich) (!Die Platte ist sicher Aluminium) (!Die Platte besitzt sicher keine Beschichtung) (!Die Platte darf sofort lackiert werden)



Begründete Rückmeldung: Ein Magnet ist nur ein Hinweis auf ferromagnetisches Material; er unterscheidet nicht zwischen unbeschichtetem und verzinktem Stahl.

Welche Aussage zu verzinktem Stahl trifft zu? (Der Zinküberzug dient unter anderem dem Korrosionsschutz) (!Die Zinkschicht macht Stahl grundsätzlich unmagnetisch) (!Eine Zinkschicht ist dasselbe wie Kunststoff) (!Verzinkter Stahl kann niemals korrodieren)



Begründete Rückmeldung: Der Stahlkern bleibt meist magnetisch; der Zinküberzug kann sich schützend verhalten und ist dennoch zu prüfen.

Wie wird Aluminium im Modellfall C zuverlässig zugeordnet? (Durch den fiktiven Werkstoffnachweis zusammen mit den Befunden) (!Allein durch den silbrigen Farbton) (!Allein durch den fehlenden Magneteffekt) (!Allein durch eine angenommene Oxidschicht)



Begründete Rückmeldung: Die Kombination aus geprüften Angaben und Beobachtungen trägt die Diagnose; Farbe und Magnetprobe genügen einzeln nicht.

Welche Beobachtung passt als Warnsignal zu Eisenkorrosion? (Rotbraune Produkte an einer beschädigten Stahloberfläche) (!Ein aufgedrucktes Kürzel PP) (!Ein vollständig intaktes Kunststoffetikett) (!Das Fehlen jeder Feuchtigkeit auf einer Probe)



Begründete Rückmeldung: Rotbrauner Rost kann auf Eisenkorrosion hinweisen; eine fachliche Schadensprüfung bleibt nötig.

Was meint Kontamination einer Lackieroberfläche? (Unerwünschte Verunreinigung durch beispielsweise Öl oder Staub) (!Die überprüfte Kennzeichnung des Grundmaterials) (!Die berechnete Fläche des Bauteils) (!Eine ordnungsgemäß dokumentierte Freigabe)



Begründete Rückmeldung: Verunreinigungen können die Haftung stören; eine saubere Oberfläche muss fachlich bestätigt sein.

Welche Probe ist laut Werkstoffnachweis nichtmetallisch? (Probe D aus Polypropylen) (!Probe A aus Baustahl) (!Probe B aus verzinktem Stahl) (!Probe C aus Aluminiumlegierung)



Begründete Rückmeldung: Polypropylen ist ein Kunststoff; ein metallischer Farbeindruck würde daran nichts ändern.

Wie groß ist die Vorderseite von Probe B? (0,060 Quadratmeter) (!0,006 Quadratmeter) (!0,600 Quadratmeter) (!6,000 Quadratmeter)



Begründete Rückmeldung: 30 cm mal 20 cm sind 600 Quadratzentimeter; geteilt durch 10000 ergibt das 0,060 Quadratmeter.

Wie groß ist die gesamte metallische Vorderseite der Proben A bis C? (0,140 Quadratmeter) (!0,040 Quadratmeter) (!0,180 Quadratmeter) (!1,400 Quadratmeter)



Begründete Rückmeldung: Die drei Teilflächen 0,030 plus 0,060 plus 0,050 Quadratmeter ergeben 0,140 Quadratmeter. Probe D ist nichtmetallisch.

Welche Maßnahme ist bei möglichem Aluminiumstaub fachlich richtig? (Gefährdungsbeurteilung und geeignete Schutztechnik vorsehen) (!Staub grundsätzlich mit Druckluft wegblasen) (!Beliebige elektrische Schleifgeräte ungeprüft verwenden) (!Den Staub ohne Aufsicht im Raum verteilen)



Begründete Rückmeldung: Aluminiumstaub kann brand- oder explosionsgefährlich sein; Schutztechnik und Verfahren werden qualifiziert festgelegt.

Welche Entscheidung ist nach unklarem Untergrundbefund sachgerecht? (Bearbeitung zurückstellen und Fachkraft sowie Unterlagen einbeziehen) (!Blind eine Grundierung auswählen) (!Lösemittel ohne Anweisung ausprobieren) (!Die Materialzuordnung aus der Farbe raten)



Begründete Rückmeldung: Bei ungesichertem Untergrund verhindert die Rückfrage riskante und teure Fehlentscheidungen.


Memory

Verbinde jeweils einen eindeutigen Werkstoffbegriff mit der passenden Erklärung.

Baustahl Eisenhaltiger Werkstoff mit möglicher Rostbildung
Zinküberzug Metallische Schutzschicht auf Stahl
Aluminium Leichtmetall mit schützender Oxidbildung
Polypropylen Nichtmetallischer thermoplastischer Kunststoff
Kontamination Unerwünschter Schmutz auf der Oberfläche
Substrat Werkstoff unter einer Beschichtung





Drag-and-Drop

Ordne zu jeder fachlichen Beobachtung die richtige Schlussfolgerung zu.

Ordne den passenden Begriff zu. Fachlicher Hinweis
Ferromagnetismus Magnet wird deutlich angezogen
Korrosionsverdacht Rotbraune Spuren auf verletzter Stahlfläche
Zinküberzug Schützende metallische Schicht auf Stahl
Werkstoffnachweis Eindeutige Zuordnung durch passende Dokumentation
Unterweisung Voraussetzung vor praktischer Tätigkeit im Betrieb





Kreuzworträtsel

Trage die sechs Fachwörter zu den Hinweisen ein.

Aluminium Leichtmetall, das an Luft eine Oxidschicht bildet
Korrosion Schädigende Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung
Substrat Fachbegriff für den zu beschichtenden Untergrund
Magnet Einfaches Prüfmittel zum Erkennen ferromagnetischer Eigenschaften
Verzinkung Aufgebrachte Zinkschicht zum Schutz von Stahl
Haftung Festhalten einer Beschichtung am Untergrund





LearningApps

Weitere Suchaufgaben zum Unterschied zwischen metallischen Werkstoffen und zur Fahrzeuglackierung:


Lückentext

Ergänze pro Satz den passenden Fachbegriff oder Zahlenwert.

Vervollständige die Aussagen.
Stahl besteht überwiegend aus

. Eine auf Stahl aufgebrachte Schutzschicht aus Zink heißt

. Aluminium bildet an der Luft eine dünne

. Ein kleiner Magnet prüft als Indiz den

. Eine unerwünschte Verschmutzung heißt

. Der zu beschichtende Untergrund wird auch

genannt. Eine Schädigung durch Reaktion mit der Umgebung heißt

. Probe D besteht aus dem Kunststoff

. Die metallische Gesamtfläche A bis C beträgt

Quadratmeter. Vor realen Tätigkeiten ist eine qualifizierte

notwendig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stahl: Erkläre in sechs eigenen Sätzen, wodurch sich Baustahl und Aluminium im Modellfall unterscheiden und welche Aussage ein Magnet nicht liefern kann.
  2. Verzinken: Erstelle ein beschriftetes Papierbild mit Stahlkern, Zinküberzug und einer darüber denkbaren Beschichtung. Kennzeichne alle Annahmen.
  3. Korrosion: Beschreibe die Roststelle von Probe A als Beobachtung, Materialhypothese und offene Fachfrage in drei getrennten Feldern.
  4. Flächeninhalt: Berechne A und D noch einmal in Quadratzentimetern und Quadratmetern und prüfe jeden Umrechnungsschritt.


Standard

  1. Werkstoffprüfung: Formuliere einen Entscheidungsbaum, der Dokumentation, Sichtbefund und Magnetprüfung berücksichtigt und am Ende eine Unsicherheitsstufe ausgibt.
  2. Korrosionsschutz: Vergleiche in einer Tabelle eine Zinkschicht mit der natürlichen Oxidschicht von Aluminium hinsichtlich Entstehung, Funktion und Grenzen.
  3. Arbeitsschutz: Analysiere anhand der DGUV Information 209-014 einen fiktiven Plan, bei dem Schleifstaub mit Druckluft beseitigt werden soll. Begründe die notwendige Änderung.
  4. Qualitätssicherung: Erstelle für alle vier Musterproben ein Prüfprotokoll mit Teilenummer, Indizien, Nachweis, Ergebnis, Rückfrage und Verantwortlichkeit.


Schwer

  1. Kontaktkorrosion: Skizziere eine mögliche Verbindung aus zwei unterschiedlichen Metallen mit Feuchtigkeit und erläutere, warum eine elektrochemische Korrosionsgefahr entstehen kann.
  2. Materialbedarf: Entwickle auf Papier ein allgemeines Rechenschema für Materialbedarf aus Fläche und hypothetischem Verbrauch in Gramm pro Quadratmeter; verwende ausdrücklich erfundene Übungswerte und gib keine betriebliche Lackfreigabe.
  3. Fehleranalyse: Entwirf eine fiktive Reklamation wegen Haftungsstörung an einem unzureichend bestimmten Untergrund. Formuliere drei überprüfbare Ursachenhypothesen und einen sicheren Prüfplan.
  4. Ausbildung: Vergleiche die Ziele des schulischen KMK-Lernfelds 1 mit den Tätigkeiten „Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen“ in der betrieblichen Ausbildungsordnung und begründe die Zusammenarbeit der beiden Lernorte.




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Lernkontrolle

  1. Diagnose: Ordne die Proben A bis D zu, nenne zu jeder ein tragfähiges Beweismittel und unterscheide es von mindestens einem bloßen Indiz.
  2. Mathematik: Prüfe die Fläche 0,140 m² durch eine unabhängige Rechnung in cm² und erläutere, warum Probe D nicht in den metallischen Flächenbedarf eingeht.
  3. Korrosionsschutz: Erkläre den Unterschied zwischen Eisenrost, Zinküberzug und Aluminiumoxid und nenne jeweils eine Einschränkung einfacher Sichtprüfungen.
  4. Arbeitssicherheit: Begründe für eine hypothetische Aluminium-Schleifaufgabe, weshalb ungeprüfte Geräte und Druckluftreinigung nicht akzeptabel sind.
  5. Arbeitsorganisation: Entwickle für eine unbekannte Altbeschichtung eine Reihenfolge aus Informationsbeschaffung, Risikobeurteilung, Rückfrage und Dokumentation ohne gefährliche Eigenversuche.
  6. Transfer: Ein beschichtetes Fahrzeugteil zieht einen Magneten nicht an. Formuliere drei mögliche Materialhypothesen und beschreibe, wie Du die Mehrdeutigkeit sicher klären lässt.
  7. Ausbildungsrecht: Erkläre mit je einem konkreten Beispiel, wie sich KMK-Rahmenlehrplan und betriebliche Ausbildungsordnung ergänzen.




Lernnachweis

Wissen: Du kennst typische Merkmale von Stahl, verzinktem Stahl, Aluminium und Polypropylen und kannst die Grenzen einfacher Indizien benennen.

Kompetenzen: Du kannst eine Materialdiagnose auf mehreren Quellen aufbauen, einen sicheren Entscheidungsweg dokumentieren und begründete Rückfragen stellen.

Ergebnisse: Prüfprotokoll für vier fiktive Musterproben, skizzierter Korrosionsvergleich, Entscheidungsbaum und rechnerisch überprüfte Fläche von 0,140 m² für die drei metallischen Vorderseiten.

Transfer: Du lässt unsichere Werkstoff- oder Schadensbefunde qualifiziert klären, bevor eine reale Tätigkeit geplant wird. Ein korrekter Lernnachweis ist kein praktischer Befähigungsnachweis.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Grundlagen, überprüft am 21.10.2026:

  1. KMK: Rahmenlehrplan Fahrzeuglackierer/-in, Beschluss 16.05.2003, insbesondere Lernfeld 1 und Lernfeld 2; schulischer Unterricht.
  2. Bundesrecht: Fahrzeuglackierer-Ausbildungsverordnung, 03.07.2003; betriebliche Ausbildung und Ausbildungsrahmenplan.
  3. DGUV Information 209-014, Lackieren und Beschichten, Ausgabe Juli 2026; Hinweise zum betrieblichen Arbeitsschutz; keine eigenständige Arbeitsfreigabe.
  4. Bundesagentur für Arbeit: Fahrzeuglackierer/in, Berufsfilm; ergänzender Berufseinblick.
  5. Wikipedia: Rost und Wikipedia: Korrosion; Begriffserläuterungen, die keine amtlichen Vorgaben ersetzen.

Geprüfte Medien, Dateinamen, Urheber und Nutzungsrechte:

Medium Nachweis der Datei/Quelle Urheber laut Commons beziehungsweise Videoquelle Lizenz- und Nutzungsangabe
File:Galvanized surface.jpg Wikimedia Commons Splarka Public Domain, durch Urheber freigegeben
File:Corrosión por picadura en aluminio - 02.jpg Wikimedia Commons Kadellar CC BY-SA 4.0
File:Texture - Galvanized metal.jpg Wikimedia Commons Andrew Beeston CC BY 2.0
File:Galvanic-corrosion scheme.png Wikimedia Commons Cl Cu111 CC BY-SA 3.0
File:WWS Limeonagouge.ogg Wikimedia Commons Work With Sounds / La Fonderie CC BY 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=S2w29Vz5RuE YouTube: Fahrzeuglackierer/-in YourJob Urheberrechtlich geschütztes Video, nur externe Einbettung bzw. Verlinkung; keine freie Nachnutzung behauptet

Die Commons-Bildbeispiele zeigen teilweise andere technische Anwendungsfelder. Die Tonaufnahme dokumentiert Feilen in einer Schmiede, nicht den Lackierarbeitsplatz. Eine für diesen Kurs genau passende und lizenzgeprüfte Commons-Korrosionsanimation war nicht sicher auffindbar; deshalb wird keine unpassende Animation als Fachnachweis ausgegeben. Medien wurden weder verändert noch neu erzeugt. Bei Nachnutzung der CC-Lizenzen gelten die in den verlinkten Lizenztexten genannten Bedingungen.

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