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Mark Forster feat. Sido - Au revoir

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Mark Forster feat. Sido - Au revoir




Mark Forster feat. Sido – Au revoir

„Au revoir“ ist ein deutschsprachiger Pop-/Hip-Hop-Song von Mark Forster mit einem Gastbeitrag des Rappers Sido. Die Single erschien 2014 als erste Auskopplung aus Forsters zweitem Studioalbum Bauch und Kopf. Das Stück verbindet eingängigen Pop mit einem Rap-Part, einem markanten Drum-Groove und orchestralen Klangfarben. Inhaltlich geht es um Aufbruch, das Verlassen vertrauter Routinen und den Wunsch, eine alte Identität hinter sich zu lassen.[1]

Der französische Titel „Au revoir“ bedeutet sinngemäß „Auf Wiedersehen“. Im Lied wirkt die Wendung weniger höflich als entschlossen: Die erzählende Figur verabschiedet sich von einem als einengend empfundenen Alltag. Ein kurzes, urheberrechtlich zulässiges Textzitat verdeutlicht dieses Motiv: „Es gibt nichts, was mich hält“. Der vollständige Liedtext wird hier bewusst nicht wiedergegeben.

Mark Forster 2014 bei der 1LIVE Krone. Freies Foto von Superbass, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.[2]


Hörbeispiel: offizielle Studiofassung und Musikvideo

Das offizielle Musikvideo ermöglicht Dir, Musik, Textthema und filmische Inszenierung gemeinsam zu untersuchen. Höre zunächst ohne mitzulesen. Achte auf den Wechsel zwischen Forsters gesungener Stimme und Sidos Rap sowie darauf, wie die Produktion im Refrain an Dichte gewinnt.

Das Video stammt vom offiziellen YouTube-Kanal von Mark Forster und weist die Aufnahme als Produktion von Four Music aus.[3]


Entstehung und Veröffentlichung

„Au revoir“ wurde im Mai 2014 veröffentlicht und eröffnet das Album Bauch und Kopf. Für die Aufnahme werden Mark Ćwiertnia, Ralf Christian Mayer, Daniel Nitt, Philipp Steinke und Paul Würdig beziehungsweise Sido als beteiligte Autoren genannt; die detaillierten Credits unterscheiden zwischen Komposition, Text und weiterer Autorenschaft je nach Veröffentlichung. Produziert wurde die Aufnahme von Mark Forster, Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt. Mayer übernahm auch den Mix; Robin Schmidt wird als Mastering Engineer geführt.[4][5]

Die Zusammenarbeit von Forster und Sido begann nicht erst mit diesem Song. Bereits auf Sidos Album 30-11-80 von 2013 war Forster an mehreren Titeln beteiligt; bei „Einer dieser Steine“ war das Rollenverhältnis sogar umgekehrt: Sido war Hauptinterpret, Forster Gast. Bei „Au revoir“ wurde Forster zum Hauptinterpreten und Sido zum Feature-Gast.[1] Forster erklärte 2014 in einem Interview, Sido habe seinen früheren Song „Auf dem Weg“ häufig auf Autofahrten gehört; daraus habe sich eine musikalische Zusammenarbeit entwickelt.[6]


Eine Aufnahme mit vielen Beteiligten

Die Studioproduktion ist deutlich aufwendiger als ein einfaches Singer-Songwriter-Arrangement. Für die veröffentlichte Fassung werden unter anderem Alex Grube am Bass, Reiner Hubert und Sönke Reich am Schlagzeug, Daniel Nitt und Philipp Steinke an Keyboards, Philipp Thimm am Cello sowie das Wroclaw Score Orchestra genannt. Die Orchesterarrangements stammen von Peter Hinterthür und Daniel Nitt; das Ensemble wurde von Joris Bartsch Buhle dirigiert.[1]

Diese Besetzung erklärt einen wichtigen Höreindruck: Die Aufnahme kombiniert eine rhythmisch klar konturierte Popproduktion mit akustischen Instrumenten und orchestralen Flächen. Der orchestrale Anteil dient nicht dazu, den Song in „klassische Musik“ zu verwandeln, sondern erweitert die Popproduktion um Klangraum, Steigerung und emotionale Breite.


Eine besondere Geschichte des Drum-Grooves

Der Schlagzeuger Sönke Reich, der an der Originalaufnahme beteiligt war, beschrieb 2014 die Entstehung seines Parts aus erster Hand. Nach seiner Darstellung erhielt er im Dezember 2013 unter großem Zeitdruck ein Playback vom Produzententeam Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt, nachdem andere Drum-Versionen noch nicht überzeugten. Reich spielte daraufhin die Drums in seinem Studio ein und ergänzte einen Schellenkranz als Overdub. Er nennt für den Groove klassische Elemente aus Hi-Hat, Snare und Bassdrum, weist aber zugleich auf eine rhythmisch anspruchsvollere Verzahnung hin.[7]

Diese Quelle ist besonders wertvoll, weil sie nicht nur eine nachträgliche Analyse liefert, sondern von einem Musiker stammt, der die Aufnahme selbst eingespielt hat.


Mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme

  1. Rollenwechsel zwischen zwei bereits vertrauten Kollaborateuren: Nach „Einer dieser Steine“ mit Sido als Hauptinterpret und Forster als Gast kehrt „Au revoir“ die Rollen um. Das ist für diese Veröffentlichung ein klar belegbarer biografischer und produktioneller Zusammenhang.[1]
  2. Aufwendig eingespielte Hybridbesetzung: Neben Bass, Schlagzeug und Keyboards enthält die Produktion Cello und das Wroclaw Score Orchestra. Diese Verbindung aus Band-/Popproduktion und Orchester ist in den Aufnahme-Credits ausdrücklich dokumentiert.[1]
  3. Ungewöhnlich gut dokumentierte Schlagzeugentstehung: Sönke Reich schilderte selbst, dass sein Drum-Part unter Zeitdruck auf ein zugeschicktes Playback eingespielt wurde; ein Schellenkranz kam als Overdub hinzu.[7]
  4. Feature- und Solofassung nebeneinander: Auf Veröffentlichungen der Single existieren sowohl die Fassung mit Sido als auch eine Soloversion von Mark Forster. MusicBrainz dokumentiert beide Tracks; die Quellenlage zu den Text-Credits zeigt zudem Unterschiede zwischen den Fassungen.[5]
  5. Musikvideo als Teil einer fortgesetzten Erzählung: Kim Frank verantwortete bei dem Video Buch, Regie, Kamera, Schnitt und Produktion. Die Figur Maya wird von Lili Zahavi gespielt; die visuelle Geschichte wird später im Video zu „Bauch und Kopf“ weitergeführt.[8][1]


Zeitgeschichtlicher Kontext

Die Single erschien kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Während des Turniers entstanden zusätzliche, auf die WM bezogene Bearbeitungen. Vor dem Spiel Deutschland gegen die USA nahm Forster mit Tony Mono für 1LIVE eine Version mit dem Titel „Au Revoir, USA!“ auf. Zum Finale in Rio entstand außerdem eine Maracanã-bezogene Variante.[1]

Damit wurde ein bereits erfolgreicher Popsong kurzfristig in die Medienereignisse des Sommers 2014 eingebunden. Das ist ein Beispiel dafür, wie populäre Musik durch neue Texte, aktuelle Anlässe und Radioproduktionen schnell in einen zeitgeschichtlichen Kontext versetzt werden kann.

Freies Foto aus dem Umfeld des WM-Spiels Deutschland–USA am 26. Juni 2014; Altair Costa, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons.[9]

Die 1LIVE-Version zeigt besonders deutlich, wie derselbe musikalische Ausgangspunkt durch einen neuen Anlass eine andere kommunikative Funktion bekommt: Aus einem persönlichen Aufbruchssong wird eine aktuelle, humorvolle Fußballbearbeitung.[10]


Stil und Genre

Die Originalaufnahme lässt sich als Verbindung aus Pop und Hip-Hop/Rap beschreiben.[1] Forsters Part orientiert sich an melodisch gesungenem deutschsprachigem Pop; Sidos Part bringt eine deutlich sprechgesangsnähere, rhythmisch akzentuierte Ebene hinein. Der Stilwechsel ist nicht als harter Bruch produziert: Beide Teile bleiben in derselben Klangwelt, im selben Grundtempo und in der gemeinsamen harmonischen Umgebung.

Gerade diese Kombination war für die Wirkung des Stücks wichtig. Der Rap-Part erweitert die Erzählperspektive und verändert die Energie, ohne den Refrain als zentrales Wiedererkennungselement aufzugeben. Das Feature funktioniert daher sowohl als musikalischer Kontrast als auch als dramaturgische Erweiterung.

Sido bei einem Bühnenauftritt. Freies Foto von Sven-Sebastian Sajak, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.[11]


Melodie und Harmonik

Mehrere unabhängige Harmonieanalysen ordnen die Aufnahme C-Dur zu. Als Grundtempo werden etwa 105 bis 107 BPM angegeben; der Takt ist ein gerader 4/4-Takt.[12][13]

Die Harmonik arbeitet weitgehend mit Akkorden aus C-Dur beziehungsweise mit der eng verwandten Tonika-Parallele a-Moll. Besonders häufig begegnen die Akkorde Am, F, C und G. In der Stufenanalyse von C-Dur entsprechen sie vi–IV–I–V. Im Refrain kann die Reihenfolge mit F–C–G–Am als IV–I–V–vi gehört werden.[14]

Diese Akkorde sind im Pop sehr gebräuchlich. Ihre Wirkung entsteht hier weniger durch komplexe Modulationen als durch Arrangement, Dynamik, Rhythmus, Melodieführung und Klangfarbe. Die Harmonie bietet eine stabile Grundlage, über der sich Gesang und Rap klar entfalten können.


MediaWiki Extension:Score – kurzes Harmoniemodell

Das folgende Beispiel enthält keine Melodie aus „Au revoir“. Es zeigt lediglich ein kurzes, selbst erstelltes Satzmodell mit Akkordtönen zu einer in Popmusik häufigen vi–IV–I–V-Folge in C-Dur. So kannst Du die harmonische Funktion hören, ohne geschützte Melodie zu kopieren.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  <a c e>1 |
  <f a c>1 |
  <c e g>1 |
  <g b d>1 |
}

Analyse: Der erste Akkord ist a-Moll als sechste Stufe in C-Dur. F-Dur ist die vierte, C-Dur die erste und G-Dur die fünfte Stufe. Weil diese Akkorde aus demselben Tonvorrat stammen, wirkt der Ablauf geschlossen und leicht nachvollziehbar.


Melodische Gestaltung

Die gesungene Hauptstimme ist so angelegt, dass der Text verständlich bleibt und die Refrainzeilen schnell wiedererkennbar werden. Höranalytisch fällt auf, dass die Strophen erzählerischer wirken, während der Refrain stärker bündelt und die Titelphrase wiederholt. Das Verhältnis zwischen relativ unkomplizierter Harmonik und prägnanter melodischer Kontur ist typisch für viele erfolgreiche Popsongs.

Sidos Rap nutzt dagegen keine durchgehend ausgehaltene Gesangsmelodie, sondern organisiert Tonhöhe stärker über Sprachmelodie, Betonung und rhythmische Platzierung. Dadurch entsteht ein Kontrast zwischen gesungener Linie und sprechgesanglicher Artikulation.


Rhythmus und Groove

Der Song steht im 4/4-Takt und bewegt sich in einem mittleren, tanzbaren Tempo. Der von Sönke Reich eingespielte Groove ist nicht bloß ein gerades „Kick-Snare-Kick-Snare“-Muster. Reich beschreibt unter anderem eine Dreiergruppe in der Bassdrum am Beginn des Hauptpatterns und charakteristische, versetzte Hi-Hat-Akzente. Zusätzlich wurde ein Schellenkranz overdubbt.[7]

Für die Analyse ist wichtig: Rhythmische Komplexität muss nicht laut oder spektakulär wirken. Ein Groove kann im Hintergrund stabil klingen und trotzdem aus fein verschobenen Akzenten bestehen. Genau das kannst Du beim wiederholten Hören der Aufnahme untersuchen.


MediaWiki Extension:Score – selbst erfundenes Rhythmusbeispiel

Das folgende eintaktige Beispiel ist frei erfunden und keine Transkription des Originalgrooves. Es dient nur dazu, Synkopen und Pausen im 4/4-Takt zu üben.


\relative c' {
  \time 4/4
  c8 c r c c4 r8 c |
}

Spiele oder klatsche das Beispiel zuerst langsam. Vergleiche danach lediglich das Prinzip ungleichmäßig verteilter Impulse mit dem Höreindruck des Songs.


Gesang und Rap

Forsters Gesang ist klar textorientiert und nutzt eine direkte Pop-Phrasierung. Im Refrain wird der Stimmklang durch die Produktion breiter und wirkt gemeinschaftlicher. Das unterstützt die hymnische Wirkung des Abschieds-Motivs.

Sidos Rap-Part verändert die Artikulation: Silben werden dichter gesetzt, Betonungen orientieren sich stärker am Beat, und die Erzählweise wirkt gesprochener. Gerade dadurch bleibt das Feature nicht bloß ein „zweiter Sänger“, sondern erfüllt eine andere musikalische Funktion.

Ein gutes Hörtraining besteht darin, nacheinander nur auf Tonhöhe, Sprachrhythmus, Atmung, Artikulation und Dynamik zu achten. So merkst Du, wie unterschiedlich Gesang und Rap mit demselben Instrumentalrahmen umgehen.


Instrumentierung und Arrangement

Die Aufnahme verbindet mehrere Ebenen:

  1. Rhythmusgruppe: Schlagzeug und Bass geben Puls, Groove und Tiefenfundament.
  2. Keyboards: Sie stützen Harmonie und Klangflächen.
  3. Cello und Orchester: Sie erweitern den Klang über die typische Popband hinaus.
  4. Leadgesang und Rap: Sie tragen die Handlung und kontrastieren in der Artikulation.
  5. Studio-Overdubs: Dazu gehört der von Sönke Reich erwähnte Schellenkranz.[7]

Das Arrangement arbeitet mit Schichtung. In ruhigeren Passagen bleibt mehr Platz für Stimme und Text, während in Refrain und Steigerungen zusätzliche Klangschichten die Energie erhöhen. Das Orchester ist deshalb weniger „Solist“ als Teil einer größeren Dramaturgie.


Orchestraler Kontext

Der Große Saal der Meistersingerhalle in Nürnberg. Das Foto zeigt eine Orchesterprobe und veranschaulicht den räumlichen Kontext orchestraler Aufführung. Achates, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.[15]

Im Musikvideo sind Forster und Sido auf einer Theaterbühne zu sehen; nach der dokumentierten Beschreibung wurde dafür die Meistersingerhalle in Nürnberg genutzt.[1] Der Ort im Video ist nicht mit dem Aufnahmeort des Wroclaw Score Orchestra gleichzusetzen. Für die Analyse ist diese Unterscheidung wichtig: Musikvideo, Tonaufnahme und Live-Aufführung sind verschiedene Produktionsformen.


Produktion und Studiogestaltung

Die Produktion stammt von Mark Forster, Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt. Mayer mischte die Aufnahme; Robin Schmidt masterte sie. Als Recording-/Engineering-Beteiligte werden unter anderem Daniel Nitt, Ralf Christian Mayer, Tobias Lehmann und Tom Rußbüldt geführt.[4][5]

Mixing bedeutet, die aufgenommenen Spuren hinsichtlich Lautstärke, Panorama, Frequenzbild, Dynamik und Effekten zu einer Gesamtmischung zusammenzuführen. Mastering ist ein nachgelagerter Arbeitsschritt, bei dem die fertige Mischung für Veröffentlichung, technische Konsistenz und klangliche Übersetzung auf verschiedene Wiedergabesysteme vorbereitet wird.

Bei „Au revoir“ ist das Produktionsprinzip gut hörbar: Ein klarer Beat und verständliche Stimmen bleiben im Vordergrund, während orchestrale und elektronische beziehungsweise Keyboard-Flächen die Breite vergrößern. Dadurch kann der Song zugleich direkt, radiotauglich und großräumig wirken.


Songform

Die Aufnahme folgt grundsätzlich einer poptypischen Form mit wiederkehrendem Refrain, verbindet sie aber mit dem Feature-Rap. Eine sinnvolle höranalytische Gliederung ist:

  1. Intro: Aufbau der Klangwelt und Etablierung des Pulses.
  2. Strophe: Forster führt die Ausgangssituation des Aufbruchs ein.
  3. Überleitung beziehungsweise Pre-Chorus: Die Spannung verdichtet sich in Richtung Refrain.
  4. Refrain: Titelidee und zentrale Aussage werden musikalisch gebündelt.
  5. Rap-/Feature-Abschnitt: Sido verändert Perspektive, Artikulation und rhythmische Dichte.
  6. Rückkehr des Refrains und Schluss: Bekannte Elemente werden wiederholt und als Höhepunkt beziehungsweise Coda genutzt.

Die genaue Benennung einzelner Übergänge kann je nach Analysemethode variieren. Wichtig ist weniger die Etikette als die Frage: Welche Funktion erfüllt ein Abschnitt für Spannung, Text und Wiedererkennung?


Textthemen und Bildsprache

Der Text arbeitet mit dem Gegensatz von Enge und Weite, Stillstand und Bewegung, Gewohnheit und Neuanfang. Alltagsräume werden als begrenzend erlebt; Bewegung, Wind, Tür, Weg und Ferne stehen sinngemäß für Veränderung.

Das lyrische Ich will dabei nicht lediglich verreisen. Der Abschied wird als Identitätswechsel inszeniert: Vergangenheit, Name und bisherige Rolle sollen zurückgelassen werden. Dadurch lässt sich das Lied auch als Text über Selbstentwurf lesen.

Die Bildsprache ist bewusst körperlich und räumlich. Das erleichtert die Visualisierung im Musikvideo: Weggehen, Reisen, Risiko und neue Erfahrungen lassen sich filmisch konkreter darstellen als abstrakte Begriffe wie „Selbstveränderung“.


Keine vollständigen Lyrics – aber genaue Inhaltserschließung

Bei einer schulischen Songanalyse brauchst Du den vollständigen geschützten Liedtext nicht zu vervielfältigen. Du kannst stattdessen:

  1. kurze, notwendige Textstellen zitieren,
  2. den Inhalt in eigenen Worten zusammenfassen,
  3. Motive und Bilder beschreiben,
  4. Form, Perspektive und Wortfelder analysieren,
  5. Deine Beobachtungen mit Zeitmarken aus einer legalen Aufnahme belegen.

So bleibt die Analyse fachlich präzise und urheberrechtlich zurückhaltend.


Musikvideo und filmische Erzählung

Kim Frank listet für das Musikvideo zu „Au revoir“ eine ungewöhnlich breite persönliche Verantwortung: Buch, Regie, Kamera, Schnitt und Produktion. Lili Zahavi spielt Maya; Erdal Kacar ihren Vater, Patricia Litten die Jurychefin.[8]

Das Video erzählt die Geschichte einer Jugendlichen, die nach einem Konflikt mit ihren Eltern ausbricht und neue Erfahrungen sucht. Die Handlung übersetzt damit das musikalisch-textliche Aufbruchsmotiv in eine filmische Erzählung. Forster und Sido werden parallel als Performer gezeigt. Bemerkenswert ist, dass die Maya-Geschichte im späteren Video zu „Bauch und Kopf“ weitergeführt wird.[1]

Du kannst das Video daher auf zwei Ebenen untersuchen:

  1. Performance-Ebene: Wie werden Forster und Sido als Musiker inszeniert?
  2. Narrative Ebene: Wie entwickelt sich Mayas Geschichte?
  3. Montage: Wann schneidet das Video zwischen Handlung und Performance?
  4. Bild-Musik-Bezug: Welche Bilder verstärken, kontrastieren oder erweitern die Songaussage?


Live-, Session- und Alternativfassungen im Vergleich

Eine musikalische Aufnahme ist nicht identisch mit „dem Song“ als abstraktem Werk. Unterschiedliche Fassungen können Tempo, Instrumentierung, Stimmen, Form und Ausdruck verändern.


Funkhaus Session

Die offizielle Funkhaus Session ist besonders geeignet, um die Studioversion mit einer performanceorientierten Fassung zu vergleichen.[16] Höre auf die räumlichere Wirkung der Instrumente, die stärkere Sichtbarkeit des Musizierens und die veränderte Balance zwischen perfekt geschichteter Studioproduktion und Ensemble-Performance.


Fernseh-Livefassung

Diese auf Mark Forsters offiziellem Kanal veröffentlichte Fassung stammt aus dem ZDF-Fernsehgarten.[17] Vergleiche besonders die Wirkung der Stimme, die Bühnengeräusche, den Grad der Publikumsorientierung und die Präsenz einzelner Instrumente.


Was ist bei einem Fassungsvergleich fachlich sinnvoll?

Vergleiche nicht nur „gefällt mir besser“, sondern benenne konkrete hörbare Kriterien: Tempo, Groove, Besetzung, Dynamik, Artikulation, Raumklang, Länge, Form, Instrumentalsoli, Publikumsanteil und Verhältnis von Gesang zu Begleitung. Eine Studiofassung kann stärker verdichtet und kontrolliert sein; eine Livefassung kann mehr räumliche Energie, Variabilität und Interaktion zeigen.


Rezeption und kommerzieller Erfolg

„Au revoir“ erreichte in Deutschland Platz 2 der Singlecharts. In einer offiziellen Chartwoche vom Juli 2014 stand der Titel auf Rang 2; auch die langfristigen Chartdaten führen den Song mit diesem Peak.[18][19] In Österreich erreichte die Single ebenfalls Platz 2, in der Schweiz Platz 6.[20]

Der Bundesverband Musikindustrie dokumentierte im März 2015 für „Au Revoir“ Doppelplatin mit damals 600.000 zertifizierten Einheiten in Deutschland.[21]

2015 erhielt das Werk beim Deutschen Musikautorenpreis die Auszeichnung „Erfolgreichstes Werk“. Die GEMA nennt dabei Mark Forster, Ralf Christian Mayer, Daniel Nitt, Sido und Philipp Steinke als ausgezeichnete Autoren.[22]

In der damaligen GEMA-Berichterstattung wird Regisseur Kim Frank mit der Einschätzung zitiert, das im Lied formulierte „Kein-Bock-mehr-Gefühl“ habe einen Nerv getroffen und sei der richtige Song zur richtigen Zeit gewesen.[22] Das ist keine objektive Definition des Zeitgeists, aber eine zeitgenössische Deutung aus dem direkten Umfeld des Songs.


Bedeutung im Werk von Mark Forster

Für Forsters Karriere markiert „Au revoir“ einen zentralen Übergang. Das Stück war die erste Single aus seinem zweiten Album Bauch und Kopf, erreichte Platz 2 der deutschen Charts und erhielt hohe Verkaufszertifizierungen. Zugleich setzte es die Zusammenarbeit mit Sido fort, die kurz zuvor bereits mit „Einer dieser Steine“ öffentlich sichtbar geworden war.[1]

Die Verbindung aus persönlich klingender Alltagssprache, melodischem Pop, Hip-Hop-Feature und großflächigem Arrangement wurde zu einem wichtigen Teil der öffentlichen Wahrnehmung Forsters in dieser Phase. Dass das Album direkt mit „Au Revoir“ beginnt, macht den Song zugleich zum programmatischen Eingang in die Klangwelt von Bauch und Kopf.[23]


Quellenkritik

Nicht jede Onlinequelle ist gleich aussagekräftig. Für diesen aiMOOC wurden unterschiedliche Quellentypen miteinander abgeglichen:

  1. Primärnahe Quellen: Qobuz-Credits, offizielle YouTube-Veröffentlichungen, Kim Franks eigene Projektseite und Sönke Reichs Bericht über seine Schlagzeugaufnahme.
  2. Institutionelle Quellen: BVMI für Auszeichnungen, GEMA für den Musikautorenpreis und Offizielle Deutsche Charts für Chartdaten.
  3. Datenbanken: MusicBrainz und hitparade.ch für Veröffentlichungs- und Fassungsdaten.
  4. Sekundärquellen: Wikipedia und Musiktheorie-Seiten zur Orientierung und zum Abgleich.

Bei widersprüchlichen Detailangaben solltest Du bevorzugt die Quelle verwenden, die dem ursprünglichen Produktions- oder Veröffentlichungsprozess am nächsten steht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr erschien „Au revoir“? (2014) (!2011) (!2017) (!2020)




Welche beiden Stilbereiche verbindet die Aufnahme besonders deutlich? (Pop und Hip-Hop) (!Barock und Bebop) (!Techno und Oper) (!Reggae und Metal)




Wer übernimmt den Feature-Rap in der bekannten Singlefassung? (Sido) (!Clueso) (!Cro) (!Marteria)




Welche Tonart wird für die Aufnahme häufig angegeben? (C-Dur) (!Fis-Dur) (!Es-Moll) (!H-Moll)




Welche Taktart prägt den Song? (Vier-Viertel-Takt) (!Drei-Viertel-Takt) (!Fünf-Viertel-Takt) (!Sieben-Achtel-Takt)




Welches Ensemble ist in den Aufnahme-Credits genannt? (Wroclaw Score Orchestra) (!Berliner Philharmoniker) (!London Symphony Orchestra) (!Gewandhausorchester Leipzig)




Welche Aufgabe übernahm Ralf Christian Mayer zusätzlich zur Produktion? (Mixing) (!Choreografie) (!Videoregie) (!Bühnenbild)




Wer spielte laut eigener Darstellung einen Schlagzeugpart der Originalaufnahme ein? (Sönke Reich) (!Kim Frank) (!Robin Schmidt) (!Lili Zahavi)




Welche Auszeichnung erhielt das Werk 2015 beim Deutschen Musikautorenpreis? (Erfolgreichstes Werk) (!Bestes Jazzsolo) (!Beste Oper) (!Bestes Filmmusical)




Welche zentrale Textidee prägt „Au revoir“? (Aufbruch aus einem einengenden Alltag) (!Rückkehr in eine vergangene Schulzeit) (!Beschreibung eines historischen Krieges) (!Anleitung zum Instrumentenbau)





Memory

Mark Forster gesungene Pop-Hauptstimme
Sido Feature-Rap
Wroclaw Score Orchestra orchestrale Klangfarben
Sönke Reich Schlagzeugaufnahme
Ralf Christian Mayer Produktion und Mix
Robin Schmidt Mastering
Kim Frank Regie des Musikvideos





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Song
Refrain bündelt die zentrale Titelidee
Rap-Part verändert Artikulation und rhythmische Dichte
Orchester erweitert die Klangfläche
Schlagzeug prägt Puls und Groove
Musikvideo übersetzt das Aufbruchsmotiv in Bilder





Kreuzworträtsel

Forster Wer ist der Hauptinterpret der Single?
Sido Welcher Rapper ist als Feature beteiligt?
Mayer Welcher Produzent übernahm auch den Mix?
Reich Wie lautet der Nachname des beteiligten Schlagzeugers Sönke?
Harmonik Wie heißt der musikalische Bereich, der Akkorde und Tonarten untersucht?
Aufbruch Welches zentrale Thema beschreibt das Verlassen des bisherigen Lebens?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
„Au revoir“ erschien im Jahr

. Der Hauptinterpret ist

. Als Feature-Rapper ist

beteiligt. Die Aufnahme verbindet Pop mit

. Häufig wird die Tonart

angegeben. Der Song steht im

. Das Wroclaw Score Orchestra erweitert die

. Ralf Christian Mayer war unter anderem für den

verantwortlich. Robin Schmidt übernahm das

. Das zentrale Textthema ist der

aus einem als einengend empfundenen Alltag.




Höranalyse-Aufgaben

  1. Form hören: Markiere beim Anhören der offiziellen Aufnahme die Stellen, an denen Strophe, Refrain und Rap-Part beginnen. Begründe Deine Einteilung ausschließlich mit hörbaren Veränderungen.
  2. Groove hören: Konzentriere Dich eine Runde lang nur auf Schlagzeug und Percussion. Beschreibe, wo der Groove besonders dicht oder besonders offen wirkt.
  3. Akkordfunktion hören: Spiele auf Klavier oder Gitarre die Akkorde Am, F, C und G in langsamem Tempo. Vergleiche die Wirkung der Akkordfolge mit der harmonischen Grundstimmung des Songs, ohne die Originalmelodie zu kopieren.
  4. Schichtung hören: Notiere, welche Klangschichten im Refrain hinzukommen beziehungsweise stärker hervortreten.
  5. Stimmen vergleichen: Beschreibe drei Unterschiede zwischen Forsters Gesang und Sidos Rap in Artikulation, Rhythmus und Tonhöhenbehandlung.
  6. Bild und Ton: Suche eine Stelle, an der die Bildhandlung den Songtext sinngemäß verstärkt, und eine Stelle, an der das Video zusätzliche Bedeutung erzeugt.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Titeldeutung: Erkläre in etwa 100 Wörtern, warum die französische Wendung „Au revoir“ als Titel zu einem deutschsprachigen Aufbruchssong passt.
  2. Hörprotokoll: Höre die Aufnahme dreimal. Notiere beim ersten Hören Instrumente, beim zweiten die Form und beim dritten die Wirkung der Stimmen.
  3. Motivcollage: Gestalte eine eigene Collage zu den Gegensatzpaaren Enge–Weite und Stillstand–Bewegung. Verwende nur eigene oder frei lizenzierte Bilder.
  4. Bodypercussion: Erfinde einen eigenen eintaktigen 4/4-Groove zum Thema „Aufbruch“. Führe ihn als Bodypercussion vor und erkläre Deine Akzente.


Standard

  1. Fassungsvergleich: Vergleiche Studiofassung und Funkhaus Session nach mindestens fünf Kriterien wie Tempo, Klangraum, Instrumentierung, Dynamik und Stimme.
  2. Produktionsteam: Erstelle eine Grafik, die Komposition, Text, Produktion, Recording, Mixing und Mastering unterscheidet und die für „Au revoir“ belegten Personen zuordnet.
  3. Storyboard: Entwirf ein alternatives Storyboard mit acht Einstellungen, das dasselbe Aufbruchsthema erzählt, aber völlig andere Bilder nutzt.
  4. Harmoniemodell: Komponiere über die Stufen vi–IV–I–V eine eigene viertaktige Melodie. Sie darf keinerlei Melodie aus „Au revoir“ übernehmen. Notiere sie mit der Score-Extension oder spiele sie ein.


Schwer

  1. Zeitkontext: Untersuche, wie die WM 2014 die öffentliche Weiterverwendung des Songs beeinflusste. Trenne dabei belegte Fakten von Deiner Interpretation.
  2. Rechteanalyse: Erkläre an diesem aiMOOC den Unterschied zwischen erlaubtem kurzem Zitat, vollständigem Songtext, eigenem Analysebeispiel und eingebettetem offiziellen Video.
  3. Rekonstruktionsprojekt: Produziere in einer DAW einen eigenen 30-sekündigen Popausschnitt mit Schlagzeug, Bass, Keyboard und selbst erzeugter Orchesterfläche. Kopiere weder Melodie noch Aufnahme von „Au revoir“, sondern übertrage nur das Prinzip der Klangschichtung.
  4. Rechercheprojekt: Prüfe fünf Angaben dieses aiMOOCs anhand von Primär- oder institutionsnahen Quellen. Dokumentiere bei jeder Angabe Quelle, Beleg, Aktualität und mögliche Unsicherheit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Form: Erkläre, warum ein Rap-Part in einem Popsong als dramaturgischer Kontrast funktionieren kann, obwohl Harmonik und Tempo gleich bleiben.
  2. Transfer Arrangement: Beschreibe, wie Du denselben Song einmal für Klavier und Stimme und einmal für großes Pop-Orchester arrangieren würdest. Begründe, welche musikalischen Funktionen erhalten bleiben müssen.
  3. Produktionskette: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum Recording, Mixing und Mastering unterschiedliche Entscheidungen erfordern.
  4. Bedeutungsbildung: Zeige, wie das Aufbruchsthema durch mindestens drei musikalische Mittel unterstützt werden kann, ohne auf den genauen Originaltext zurückzugreifen.
  5. Aufnahme und Werk: Begründe, warum Studiofassung, Livefassung und WM-Bearbeitung als verschiedene Fassungen desselben musikalischen Ausgangspunkts untersucht werden können.
  6. Belegstärke: Ordne eine Musiker-Aussage aus erster Hand, einen Datenbankeintrag und eine anonyme Fanmeinung nach ihrer Eignung zur Beantwortung der Frage „Wer spielte das Schlagzeug ein?“ und begründe Deine Entscheidung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die Entstehung und Veröffentlichung der Aufnahme zeitlich einordnen kannst,
  2. mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme erläutern kannst,
  3. Pop- und Hip-Hop-Elemente hörend unterscheiden kannst,
  4. die Grundzüge von Tonart, Akkordfunktion, Takt und Tempo beschreiben kannst,
  5. Instrumentierung und Arrangement funktional analysieren kannst,
  6. Gesang und Rap anhand musikalischer Kriterien vergleichst,
  7. Recording, Mixing und Mastering voneinander unterscheidest,
  8. die Songform als dramaturgischen Ablauf erklären kannst,
  9. zentrale Textmotive und Bildsprache in eigenen Worten analysierst,
  10. Studio-, Session- und Livefassungen methodisch vergleichst,
  11. Rezeption und Chart-/Auszeichnungsdaten mit Quellen belegst,
  12. zwischen geschütztem Originalmaterial und eigenen Analysebeispielen unterscheidest.




Rechtssichere Mediennutzung im Unterricht

Dieser aiMOOC enthält keinen vollständigen Songtext und keine vollständige Partitur. Die Score-Beispiele sind kurz und selbst erstellt. Die eingebetteten YouTube-Videos stammen von offiziellen beziehungsweise institutionellen Kanälen und werden über die vorhandene Embed-Funktion verknüpft, nicht als Kopie hochgeladen.

Die verwendeten Fotos stammen von Wikimedia Commons und sind auf ihren jeweiligen Dateiseiten unter freien Creative-Commons-Lizenzen dokumentiert. Bei einer Weiterverwendung außerhalb des Wikis sind die jeweiligen Lizenzbedingungen, insbesondere Namensnennung und gegebenenfalls Share-Alike, zu beachten.


OERs zum Thema

Weitere freie Medien:

  1. Wikimedia Commons: Kategorie Mark Forster
  2. Wikimedia Commons: Kategorie Sido
  3. Wikimedia Commons: Fußball-Weltmeisterschaft 2014
  4. Wikimedia Commons: Meistersingerhalle Nürnberg


Nachprüfbare Quellen

  1. Wikipedia: Au revoir (Lied) – Überblick zu Veröffentlichung, Credits, Fassungen, Video und Rezeption.
  2. MusicBrainz: Au Revoir – Release, Trackvarianten und Produktionscredits.
  3. Qobuz: Bauch und Kopf – detaillierte Aufnahme- und Produktionscredits.
  4. Bonedo: Sönke Reich über den Original-Drum-Groove – Primärnaher Bericht des beteiligten Schlagzeugers.
  5. Kim Frank: Musikvideos – Credits des Regisseurs zum Video.
  6. Offizielle Deutsche Charts – Chartplatzierung im Juli 2014.
  7. hitparade.ch – Langzeitdaten für Deutschland, Österreich und Schweiz sowie Fassungen.
  8. BVMI Monatsreport März 2015 – Doppelplatin-Zertifizierung.
  9. GEMA, virtuos 02/2015 – Deutscher Musikautorenpreis und zeitgenössische Einordnung.
  10. Hooktheory – Tonart, Metrum und musiktheoretische Analyse.
  11. SongBPM – Tempo, Tonart und Takt als Vergleichsangabe.
  12. Offizielles Musikvideo auf YouTube
  13. Offizielle Funkhaus Session auf YouTube
  14. Offizielle ZDF-Fernsehgarten-Fassung auf Mark Forsters YouTube-Kanal
  15. 1LIVE: Au Revoir, USA!


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