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Maestà von Duccio - Kunst

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Maestà von Duccio - Kunst

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Maestà von Duccio - Kunst

Kunstwerk: Maestà von Duccio di Buoninsegna (1308–1311)

Epoche: Mittelalter, Gotik, italienische Malerei

Lernbereich: Kunst und Weltkulturen

Zielgruppe: Klasse 7–13

Niveaustufen: G – grundlegend, M – mittel, E – erweitert

Leitfrage: Wie ordnen sich die Figuren um die Mitte des Altarbildes?

Abbildung: Haupttafel der Maestà. Duccio di Buoninsegna, 1308–1311. Das Bild zeigt die erhaltene zentrale Vorderseite, nicht den gesamten ursprünglichen Altaraufbau. Quelle: Wikimedia Commons, PD-Art.

Weiterlernen: Zurück zur Präsentation Kunst-Welt – Kunstwerk 027

Lernpaket: 100 Kunstwerke - Eine Reise durch die Kunst


Einleitung

Stell Dir ein riesiges Altarbild mit einem goldenen Hintergrund vor. In seiner Mitte sitzt Maria mit dem Jesuskind. Viele Engel und Heilige sind um sie versammelt.

Dieses Kunstwerk heißt Maestà. Das italienische Wort bedeutet „Majestät“ oder „Hoheit“.

Duccio malte das Werk zwischen 1308 und 1311 für den Dom von Siena in Italien.

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht das Kunstwerk selbst: Du untersuchst seine Formen, Farben, Materialien, Anordnung und Wirkung.

So arbeitest Du:

  1. Beobachten: Was kannst Du wirklich sehen?
  2. Wissen: Welche historischen Informationen sind belegt?
  3. Deuten: Welche Wirkung oder Bedeutung lässt sich mit Bildmerkmalen begründen?

Eine Deutung ist keine bewiesene Tatsache. Du solltest sie deshalb mit sichtbaren Merkmalen begründen.


Das Kunstwerk entdecken


Erster Blick: Wer steht im Mittelpunkt?

Betrachte die Haupttafel etwa 30 Sekunden lang.

Fotografie der erhaltenen Haupttafel im Museum, aufgenommen 2016 von José Luiz Bernardes Ribeiro, CC BY-SA 4.0. Es handelt sich um eine moderne Fotografie des historischen Originals.

Einstiegsimpulse:

  1. Wohin schaust Du zuerst?
  2. Welche Figur ist besonders groß?
  3. Was fällt Dir an den Figuren links und rechts auf?
  4. Welche Farben wiederholen sich?

Beobachtung: Maria sitzt mit dem Jesuskind auf einem großen Thron. Links und rechts stehen Engel und Heilige in mehreren Reihen. Im Vordergrund knien vier Heilige.

Antwort auf die Leitfrage:

Die Figuren ordnen sich annähernd symmetrisch um Maria und das Jesuskind an. Engel und Heilige bilden links und rechts gestaffelte Gruppen. Die knienden Schutzheiligen von Siena lenken den Blick zusätzlich zur Mitte. Maria ist wesentlich größer dargestellt und bildet das Zentrum der Komposition.


Bilddetail: Maria und das Jesuskind

Vergrößerter Bildausschnitt der Haupttafel. Duccio, 1308–1311; digitale Reproduktion nach Web Gallery of Art, über Wikimedia Commons, PD-Art. Der Ausschnitt ist kein eigenständiges Gemälde.

Beobachte:

Maria trägt einen dunklen blauen Mantel. Das Jesuskind sitzt auf ihrem Schoß. Ein reich verzierter Thron umgibt die beiden Figuren.

Begründete Deutung:

Die große Darstellung Marias und der prächtige Thron können ihre besondere religiöse Bedeutung hervorheben. Ihre Körperhaltung und der Platz des Kindes lassen die beiden zugleich als Mutter und Kind erscheinen.

Vertiefung E: Untersuche, wie Duccio feierliche Würde mit menschlicher Nähe verbindet.


Formen, Farben und Material

Sichtbares Merkmal Beobachtung und mögliche Wirkung
Komposition Maria und Jesus bilden die Mitte; die Gruppen sind links und rechts weitgehend ausgeglichen.
Formen Runde Heiligenscheine, geschwungene Gewänder und die geometrischen Formen des Thrones bestimmen das Bild.
Farbe Gold, Blau und Rot prägen das Erscheinungsbild.
Größe Maria ist deutlich größer als viele der umstehenden Figuren.
Wirkung Die Wiederholungen können Ruhe und Ordnung vermitteln. Der Goldgrund kann das Bild feierlich und kostbar erscheinen lassen.

Gesicherte Technik: Duccio verwendete Tempera und Blattgold auf Holztafeln. Bei Temperamalerei werden Pigmente mit einem Bindemittel vermischt. Gold wurde für den Hintergrund und zahlreiche Verzierungen verwendet.


Historischer Hintergrund


Ein Altarbild für Siena

Die Maestà entstand in der Gotik am Beginn des 14. Jahrhunderts. Der Auftrag für den Hochaltar des Doms von Siena ist für 1308 belegt. Am 9. Juni 1311 wurde das fertiggestellte Werk in einer feierlichen Prozession zum Dom gebracht.

Die Maestà war von beiden Seiten zu sehen.

Die Vorderseite zeigte Maria und das Jesuskind mit Engeln und Heiligen. Die Rückseite enthielt zahlreiche Darstellungen aus dem Leben und Leiden Christi.

Heute befindet sich der größte Teil des erhaltenen Werkes im Museo dell’Opera del Duomo in Siena. Andere Tafeln sind auf verschiedene Museen verteilt.

Historischer Hinweis: Die Maestà ist Duccios einziges erhaltenes signiertes Werk. Er arbeitete mit einer Werkstatt. Welche Einzelheiten von ihm persönlich und welche von Mitarbeitern ausgeführt wurden, ist nicht in jedem Fall sicher festzustellen.

Quellen: Museo dell’Opera del Duomo und National Gallery, London.


Die ursprüngliche Gestalt

Digitale Rekonstruktion der ursprünglichen Vorderseite nach überlieferten und erhaltenen Teilen. Quelle: Web Gallery of Art/Wikimedia Commons, PD-Art.

Wichtig: Dies ist eine Rekonstruktion.

Das Bild zeigt einen wissenschaftlich erschlossenen Gesamtaufbau. Es ist keine historische Fotografie des vollständigen Altarbildes.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Maestà verändert. Im Jahr 1771 wurde sie zerlegt; dabei gingen Teile verloren oder wurden beschädigt. Die ursprüngliche Anordnung lässt sich deshalb nicht in allen Einzelheiten mit völliger Sicherheit wiederherstellen.

Vergleiche die Rekonstruktion mit dem Foto der erhaltenen Haupttafel.

G: Welche Teile fehlen auf der heutigen Haupttafel?

M: Welche Wirkung hat die zusätzliche Anordnung vieler kleiner Szenen?

E: Warum muss eine Rekonstruktion als begründete Annahme und nicht als vollständig gesicherter Originalzustand gelten?


Die Rückseite: Bilder erzählen Geschichten

Museumsaufnahme der erhaltenen Rückseitentafeln, 2016. Fotografie: José Luiz Bernardes Ribeiro, CC BY-SA 4.0. Die heutige Museumsanordnung entspricht nicht vollständig dem ursprünglichen Altaraufbau.

Die Rückseite besitzt einen anderen Schwerpunkt als die Vorderseite: Statt einer großen Hauptfigur stehen viele kleine Erzählbilder im Vordergrund. Im Hauptregister werden in 26 Bildszenen Ereignisse der Passion Christi dargestellt.

Bilddetail der Kreuzigung aus dem ursprünglichen Rückseitenprogramm. Duccio, 1308–1311; Reproduktion nach Web Gallery of Art, Wikimedia Commons, PD-Art.

Vergleich: Auf der Vorderseite richtet sich Dein Blick besonders auf die Mitte. Auf der Rückseite wandert er von Szene zu Szene.


Kunst und Weltkulturen


Siena und das mittelalterliche Europa

Siena war im 14. Jahrhundert eine eigenständige Stadtgemeinde in einer Region mit konkurrierenden politischen Zentren.

Animierte Karte der territorialen Entwicklung der Republik Siena von 1125 bis 1559. Brucointestino, 2017, gemeinfrei. Die Animation ist eine moderne historische Darstellung, kein mittelalterliches Dokument.

Die Verehrung Marias hatte in Siena eine besondere Bedeutung. Die knienden Stadtpatrone auf der Maestà zeigen, wie die religiöse Bildsprache mit dem Selbstverständnis der Stadt verbunden war.

Die sienesische Malerei stand im Austausch mit Traditionen des Mittelmeerraums, insbesondere der byzantinischen Kunst, sowie mit der europäischen Gotik.

Goldgrund, Heiligenscheine und feierliche Frontalität erinnern an ältere christliche Bildtraditionen. Duccios weich modellierte Gesichter und bewegte Gewänder zeigen zugleich neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Vertiefung E: Warum wäre es ungenau, Duccios Stil ausschließlich als byzantinisch oder ausschließlich als frührenaissancezeitlich zu bezeichnen?


Ein Vergleich mit Giotto

Vergleichswerk: Giotto di Bondone, Ognissanti-Madonna, um 1310, Uffizien in Florenz. Eigenständiges Werk, nicht Teil von Duccios Maestà. Wikimedia Commons, PD-Art.

Auch Giotto stellt Maria auf einem Thron dar.

Vergleiche: Bei Duccio fallen besonders die feinen Linien, die ornamentale Gestaltung und der Rhythmus der vielen Figuren auf. Giottos Figuren und Thron wirken stärker körperhaft und räumlich.

Das sind kunsthistorische Stilbeobachtungen, keine Wertung darüber, welcher Künstler „besser“ malte.

G: Nenne zwei Gemeinsamkeiten.

M: Beschreibe zwei Unterschiede bei Thron, Figuren und Räumlichkeit.

E: Beurteile, wie beide Künstler mit mittelalterlichen Bildtraditionen umgehen.


Interaktive Bildbetrachtung

Bilddetektiv: Vom Sehen zum Verstehen

Öffne die Haupttafel über die Commons-Dateiseite in großer Ansicht:

Haupttafel in hoher Auflösung ansehen

Suche die jeweils genannten Bildstellen. Beantworte die Frage zuerst selbst und öffne danach die Erklärung.

Station 1 – Das Zentrum: Erklärung anzeigen

Maria und das Jesuskind stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Maria sitzt erhöht auf einem Thron und ist besonders groß dargestellt. Das ist eine sichtbare Grundlage für die Deutung ihrer herausgehobenen Stellung.

Station 2 – Links und rechts: Erklärung anzeigen

Engel und Heilige stehen in gestaffelten Reihen um die zentrale Gruppe. Die Anordnung ist weitgehend symmetrisch, aber nicht in jedem Detail spiegelbildlich gleich.

Station 3 – Der Vordergrund: Erklärung anzeigen

Vier kniende Figuren sind die Schutzheiligen Sienas: Ansanus, Savinus beziehungsweise Sabinus, Crescentius und Victor. Ihre Identifizierung wird durch Inschriften am Werk gestützt.

Station 4 – Die Wirkung: Erklärung anzeigen

Die zentrale Größe Marias, die wiederholten Heiligenscheine und die geordnete Anordnung lassen eine feierliche Wirkung plausibel erscheinen. Dies ist eine begründete Interpretation und keine direkt messbare Eigenschaft.

Zusatz für die Oberstufe: Erkläre den Unterschied zwischen einer annähernden Symmetrie und einer streng spiegelgleichen Komposition.


Videos und Audio


Kunstwerk verstehen: Smarthistory

Mary, queen of heaven: Duccio's Maestà. Smarthistory, 2022. Fachgespräch von Dr. Beth Harris und Dr. Steven Zucker, englischsprachig. Einbettung des Videos vom offiziellen Smarthistory-Kanal über den YouTube-Player.

Sehauftrag: Achte auf die Erklärung der Haupttafel und den Unterschied zwischen Vorder- und Rückseite. Notiere zwei Bildmerkmale, die im Video angesprochen werden.


Eine italienische Werkvorstellung

Duccio di Buoninsegna – La Maestà del Duomo di Siena. Herausgeber: arte&pittura, 2016. Italienischsprachiger kunsthistorischer Videobeitrag.

Hörauftrag: Achte auf die Begriffe „Siena“, „Duccio“ und „Maestà“. Notiere ein neues Detail zum Altarbild.

Medienhinweis: Beide Videos werden nur über den YouTube-Player eingebunden, nicht kopiert oder neu veröffentlicht. Verfügbarkeit und technische Einbettung hängen von YouTube und den Einstellungen der Herausgeber ab.


Audio: So klingt Siena

Audio auf Wikimedia Commons anhören

Italienische Aussprache des Stadtnamens Siena. Sprecher und Urheber: Paginazero, 2010, gemeinfrei.

Kleine Hörübung: Höre die Aufnahme an und sprich den Stadtnamen nach. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2010; sie ist keine historische Tonaufnahme.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Beantworte die zehn Fragen. Zu jeder Frage erhältst Du eine Erklärung, die Du nach Deiner Antwort öffnen kannst.

1. Wer bildet das Zentrum der Haupttafel? (Maria mit dem Jesuskind) (!Duccio bei der Arbeit) (!Eine Gruppe von Königen) (!Der Bischof von Siena)



Feedback anzeigen
Maria sitzt auf dem Thron und hält das Jesuskind. Ihre Größe und die Stellung des Thrones machen die Bildmitte besonders deutlich.


2. Wie sind die Engel und Heiligen angeordnet? (In gestaffelten Gruppen links und rechts um die Mitte) (!Ausschließlich am unteren Bildrand) (!Völlig ungeordnet auf dem Bild) (!Nur auf der linken Seite)



Feedback anzeigen
Die annähernd symmetrische Anordnung lenkt die Aufmerksamkeit auf Maria und das Kind. Sie schafft einen geordneten Bildeindruck.


3. Welche Figuren knien im Vordergrund der Haupttafel? (Die Schutzheiligen von Siena) (!Die Maler der Renaissance) (!Vier weltliche Kaiser) (!Vier spielende Kinder)



Feedback anzeigen
Die vier knienden Heiligen stehen mit der Stadt Siena in Verbindung. Ihre Identifizierung wird durch Inschriften gestützt.


4. Welche Maltechnik wurde bei der Maestà verwendet? (Tempera auf Holz) (!Ölfarbe auf Leinwand) (!Sprühfarbe auf Beton) (!Aquarell auf Glas)



Feedback anzeigen
Die Maestà ist eine Tafelmalerei. Duccio verwendete Temperafarben und Gold auf einem hölzernen Bildträger.


5. Welches Material prägt den Hintergrund der Haupttafel? (Blattgold) (!Spiegelglas) (!Marmorplatten) (!Silberdraht)



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Der Goldgrund gehört zur materiellen Gestaltung des Werkes. Die Deutung des Goldes als Zeichen religiöser Erhabenheit ist kulturgeschichtlich begründet.


6. Wodurch unterschied sich der ursprüngliche Altaraufbau von einem gewöhnlichen einseitigen Gemälde? (Er war auf Vorderseite und Rückseite bemalt) (!Er bestand aus einem einzigen Foto) (!Er wurde digital projiziert) (!Er zeigte ausschließlich Landschaften)



Feedback anzeigen
Die Maestà war ein umfangreicher doppelseitiger Altaraufbau mit vielen zusammengehörenden Bildtafeln.


7. Welches Thema beherrscht das Hauptregister der Rückseite? (Die Passion Christi) (!Die Entdeckung Amerikas) (!Die Gründung des modernen Italien) (!Das Leben des Malers Giotto)



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Auf der Rückseite zeigen 26 Szenen des Hauptregisters Ereignisse aus dem Leiden Christi. Damit steht die Erzählung stärker im Vordergrund als auf der Haupttafel.


8. Für welches Gebäude wurde die Maestà ursprünglich geschaffen? (Den Dom von Siena) (!Den Petersdom in Rom) (!Den Louvre in Paris) (!Die Uffizien in Florenz)



Feedback anzeigen
Das Werk wurde für den Hochaltar des Doms von Siena bestellt. Es befindet sich heute überwiegend im nahegelegenen Dommuseum.


9. Was geschah am 9. Juni 1311? (Die Maestà wurde feierlich zum Dom gebracht) (!Die Maestà wurde in Einzelteile zerlegt) (!Duccio eröffnete die Uffizien) (!Der erste fotografische Abzug entstand)



Feedback anzeigen
Eine zeitgenössisch überlieferte Prozession begleitete das fertige Werk zum Dom. Das zeigt seine große religiöse und öffentliche Bedeutung.


10. Welche Aussage über eine digitale Rekonstruktion des Altarbildes ist richtig? (Sie zeigt eine begründete Vorstellung des ursprünglichen Aufbaus) (!Sie ist immer eine historische Originalfotografie) (!Sie beweist jede Position verlorener Teile vollständig) (!Sie ersetzt alle historischen Quellen)



Feedback anzeigen
Eine Rekonstruktion verbindet vorhandene Teile mit Forschungsergebnissen. Da nicht alles erhalten ist, können einzelne Zuordnungen und Anordnungen unsicher bleiben.



Memory

Finde sechs zusammengehörende Begriffspaare.

Thron Sitz der zentralen Figur
Goldgrund Glänzender Hintergrund
Tempera Malfarbe mit Bindemittel
Predella Bildzone am unteren Altaraufbau
Passion Leidensgeschichte Christi
Rekonstruktion Erschließung des ursprünglichen Zustands





Drag and Drop

Ordne jedem Bildmerkmal den passenden Begriff zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Position oder Funktion
Maria mit Kind Bildzentrum
Engelgruppen Thronumgebung
Kniende Schutzheilige Vordergrund
Goldgrund Feierliche Bildwirkung
Passionsszenen Erzählende Rückseite





Kreuzworträtsel

Maria Wer sitzt mit dem Jesuskind in der Mitte der Haupttafel?
Engel Welche geflügelten Figuren sind um den Thron angeordnet?
Thron Auf welchem besonderen Sitz befindet sich Maria?
Siena Für welche italienische Stadt wurde die Maestà geschaffen?
Tempera Wie heißt die verwendete Maltechnik auf Holz?
Predella Wie heißt die untere Bildzone eines Altaraufbaus?





LearningApps

Weitere Übungen zum Kunstwerk findest Du hier:

Der Link führt zu einer externen Suche. Die dort angebotenen Übungen sind nicht automatisch Bestandteil dieses geprüften Kurses.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Duccios berühmtes Altarbild heißt

und entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts.
Die Hauptfigur der Vorderseite ist

mit dem Jesuskind.
Die Figuren stehen in Gruppen um die

herum.
Der wichtigste Sitz im Bild ist ein kunstvoll gestalteter

mit zahlreichen Verzierungen.
Die Malerei wurde auf einem Träger aus

ausgeführt.
Eine wichtige verwendete Maltechnik heißt

und wird mit Gold verbunden.
Die Rückseite enthält zahlreiche Szenen der

Christi.
Das Werk wurde ursprünglich für den Dom von

geschaffen.
Eine digitale

zeigt eine mögliche Wiederanordnung der erhaltenen und fehlenden Teile.




Offene Aufgaben

Die drei Aufgaben bauen aufeinander auf. Du kannst nach Deinem Lernstand auswählen.


G – Grundlegend: Bildordnung entdecken

Leicht, besonders geeignet für Klasse 7–8

  1. Bilddetektiv: Öffne die Haupttafel und markiere auf einem Arbeitsblatt oder in einer digitalen Bildkopie Maria und das Jesuskind, die Figuren links und rechts sowie die knienden Heiligen. Schreibe anschließend drei Sätze: zwei genaue Beobachtungen und eine begründete Aussage zur Bildwirkung. Verwende die Wörter „Mitte“, „Thron“ und „symmetrisch“.


Mittel: Zwei Ansichten vergleichen

Standard, besonders geeignet für Klasse 9–10

  1. Bildvergleich: Vergleiche die erhaltene Haupttafel mit der digitalen Rekonstruktion des Altaraufbaus. Halte mindestens vier Unterschiede fest. Unterscheide zwischen sichtbaren Einzelheiten, gesicherten historischen Angaben und offenen Fragen. Erstelle daraus eine kurze Museumsbeschriftung mit einem Hinweis auf den Status der Rekonstruktion.


E – Erweitert: Wirkung und Geschichte beurteilen

Schwer, besonders geeignet für Klasse 11–13

  1. Kunsthistorische Argumentation: Untersuche in einem begründeten Text, wie Figurengröße, Symmetrie, Goldgrund und Gruppierung die religiöse und politische Funktion der Maestà unterstützen konnten. Vergleiche ein ausgewähltes Merkmal mit Giottos Ognissanti-Madonna. Verwende mindestens zwei zuverlässige Quellen und erläutere, welche Aussagen Beobachtung, historischer Befund oder Deutung sind. Berücksichtige außerdem die Grenzen digitaler Rekonstruktionen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen das Verstehen und die Anwendung Deines Wissens.

  1. Komposition: Übertrage das Prinzip der zentralen Figur mit umgebenden Gruppen auf ein heutiges Plakat. Erkläre, welche Person in Deinem Beispiel die größte Aufmerksamkeit erhalten würde und warum.
  2. Bildwirkung: Stelle Dir die Maestà ohne Goldgrund vor. Beschreibe, welche Wirkung sich dadurch verändern könnte und welche Bildmerkmale auch ohne Gold wichtig bleiben.
  3. Kunst und Gesellschaft: Erkläre, warum die Darstellung der Schutzheiligen Sienas für die Auftraggeber besonders bedeutsam gewesen sein könnte.
  4. Quellenkritik: Du findest im Internet eine vollständig zusammengesetzte Maestà ohne Hinweis auf ihre Herkunft. Erläutere, welche Angaben Du prüfen musst, bevor Du das Bild als historische Quelle verwendest.
  5. Kunstvergleich: Vergleiche die Ordnung der Figuren auf Duccios Haupttafel mit einem Bild, das Menschen absichtlich unregelmäßig anordnet. Beschreibe die unterschiedlichen Wirkungen und begründe sie anhand sichtbarer Merkmale.
  6. Perspektivwechsel: Überlege, wie sich die Wahrnehmung der Maestà im mittelalterlichen Dom von der Betrachtung in einem heutigen Museum unterscheiden konnte. Trenne dabei gesicherte Aussagen von begründeten Vermutungen.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du Folgendes zeigen können:

  1. Werkdaten: Du kannst Künstler, Titel, Entstehungszeit, ursprünglichen Ort und Technik korrekt nennen.
  2. Bildbeschreibung: Du kannst das Zentrum, die Figurengruppen und wichtige Farben und Formen beschreiben.
  3. Komposition: Du kannst erklären, wie die Figuren um Maria und Jesus angeordnet sind.
  4. Deutung: Du kannst mindestens zwei Aussagen zur Wirkung mit sichtbaren Bildmerkmalen begründen.
  5. Kunstgeschichte: Du kannst das Werk in das mittelalterliche Siena und die Gotik einordnen.
  6. Quellenkritik: Du kannst Original, fotografische Wiedergabe, Bildausschnitt und digitale Rekonstruktion unterscheiden.
  7. Transfer: Du kannst ein Bildmerkmal auf ein anderes Kunstwerk oder eine heutige Bildgestaltung übertragen.

Möglicher Lernnachweis: eine beschriftete Bildanalyse mit einer kurzen, begründeten Interpretation und einem Quellen- und Mediennachweis.


OERs zum Thema

Wikipedia – Maestà von Duccio:

Geprüfter Ausgangsartikel und Mediennachweis:

Maestà (Duccio) – englischsprachige Wikipedia

Vertiefende Quellen:

  1. Museo dell’Opera del Duomo, Siena: Offizielle Museumsinformation zu den erhaltenen Tafeln und zur Entstehungszeit.
  2. National Gallery, London: Wissenschaftlicher Katalog zum Altaraufbau und zu den erhaltenen Teilen.
  3. National Gallery – Duccio: Gesicherte Einordnung des Künstlers und der Werkstatt.
  4. Smarthistory – Duccio, Maestà: Wissenschaftlich erläutertes Video und Begleittext.


Mediennachweis und Nutzungsrechte

Wichtig: Das mittelalterliche Kunstwerk und die Rechte an heutigen Fotografien, Scans, Tonaufnahmen und Animationen müssen getrennt beurteilt werden.

Duccio starb 1319. Sein Kunstwerk ist urheberrechtlich gemeinfrei. Dies bedeutet nicht automatisch, dass jede moderne Aufnahme oder Bearbeitung frei von eigenen Schutzrechten ist.

Alle hier verwendeten Commons-Dateien besitzen eine überprüfbare Datei- und Rechtebeschreibungsseite. Die dort angegebenen Lizenzen und Urheber werden nachfolgend genannt.

Medium und Originalquelle Urheber Rechte und Kennzeichnung
Haupttafel, Scan Duccio di Buoninsegna; Scan auf Commons von Eugene a hochgeladen Gemeinfreies Original, Commons-Kennzeichnung PD-Art/Public Domain Mark. Fotografie beziehungsweise Scan einer zweidimensionalen Vorlage; keine Gesamtansicht des ursprünglichen Aufbaus.
Museumsfotografie der Vorderseite José Luiz Bernardes Ribeiro, 2016 CC BY-SA 4.0. Urheberangabe und Lizenz erforderlich. Fotografie der erhaltenen Originaltafel.
Detail mit Maria und Kind Duccio; digitale Reproduktion nach Web Gallery of Art Gemeinfreies Original, Commons-Kennzeichnung PD-Art. Vergrößerter Ausschnitt der Haupttafel.
Rekonstruktion der Vorderseite Duccio; digitale Zusammenstellung nach Web Gallery of Art Commons-Kennzeichnung PD-Art. Moderne Rekonstruktion, kein erhaltenes vollständiges Original und kein historisches Foto.
Fotografie der Rückseitentafeln José Luiz Bernardes Ribeiro, 2016 CC BY-SA 4.0. Moderne Aufnahme erhaltener Tafeln in ihrer heutigen Museumspräsentation.
Detail der Kreuzigung Duccio; Reproduktion nach Web Gallery of Art Gemeinfreies Original, Commons-Kennzeichnung PD-Art. Ausschnitt beziehungsweise einzelne Szene der Rückseite.
Vergleichswerk von Giotto Giotto di Bondone; digitale fotografische Reproduktion Gemeinfreies Kunstwerk, Commons-Kennzeichnung PD-Art. Eigenständiges Vergleichswerk, nicht Teil der Maestà.
Animierte Karte der Republik Siena Brucointestino, 2017 Vom Urheber gemeinfrei freigegeben. Moderne historische Visualisierung von 1125 bis 1559, keine mittelalterliche Originalkarte.
Audio zur italienischen Aussprache Paginazero, 2010 Vom Urheber gemeinfrei freigegeben. Moderne Sprachaufnahme; keine Aufnahme aus dem Mittelalter.

Hinweis zu Fotografien: Commons behandelt originalgetreue Reproduktionen zweidimensionaler gemeinfreier Kunstwerke unter PD-Art als gemeinfrei, insbesondere nach der Rechtslage in den USA. In anderen Rechtsordnungen können Einschränkungen bestehen. Zusätzliche Regeln zum Umgang mit Kulturgütern und Aufnahmen in Museen sind gegebenenfalls separat zu beachten. Für die beiden ausdrücklich unter CC BY-SA 4.0 veröffentlichten Museumsfotos gelten die genannten Lizenzbedingungen.

YouTube-Videos:

  1. Smarthistory – Mary, queen of heaven: Duccio's Maestà: Herausgeber Smarthistory, 2022; geschützter moderner Videobeitrag, eingebettet über YouTube.
  2. arte&pittura – La Maestà del Duomo di Siena: Herausgeber arte&pittura, 2016; geschützter moderner Videobeitrag, eingebettet über YouTube.

Die Einbettung über den YouTube-Player ist keine Freigabe zur Bearbeitung, zum Download oder zur erneuten Veröffentlichung. Sie setzt voraus, dass die Plattform die Einbettung für das jeweilige Video erlaubt. Eine eigenständige freie Lizenz ist für diese Videos hier nicht nachgewiesen.

Bei Bildausschnitten, Rekonstruktionen oder fremden Vergleichswerken muss die jeweilige Kennzeichnung erhalten bleiben.


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Zur Präsentation: Kunst-Welt – Kunstwerk 027


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