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Luftverteilungsanlagen planen - Technischer Systemplaner - LF 10 VAT

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Luftverteilungsanlagen planen - Technischer Systemplaner - LF 10 VAT

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Einleitung

Im 2. Ausbildungsjahr der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) planst du für einen fiktiven Auftrag eine Luftverteilungsanlage. Du bestimmst Außenluftbedarf, sensible Lasten und Luftmengen, wählst Ein- und Auslässe, dimensionierst Kanäle und Einbauten, beurteilst Behaglichkeit, Schall, Druckverluste, Hygiene und Brandschutz und erstellst CAD-Zeichnungen, Abwicklungen, Leistungsverzeichnis, Stückliste und Aufmaß. Anschließend vergleichst du Varianten und dokumentierst einen prüfbaren Planungsvorschlag. Bezug ist KMK-Lernfeld 10 VAT, Seite 20 des Rahmenlehrplans, Zeitrichtwert 100 Stunden. Landeslehrpläne können die zeitliche Zuordnung abweichend umsetzen.

Die Zahlen in Rechenbeispielen sind offen gekennzeichnete didaktische Projektannahmen und keine pauschalen Normwerte, Angebote oder realen Ausführungsfreigaben. Verwende ausschließlich fiktive Kunden-, Raum- und Personendaten. Sämtliche gefährlichen Tätigkeiten bleiben befugten Fachkräften unter der vorgeschriebenen Aufsicht vorbehalten; trainiere stattdessen mit Papiermodellen, CAD und Simulationen.


Auftragsanalyse, Luftarten und erforderliche Luftmengen


Luftarten, Nutzungsprofil und Gebäudedaten

Außenluft wird aus der Umgebung entnommen; Zuluft gelangt in den Raum, Abluft verlässt den Nutzungsraum, Fortluft wird ins Freie abgegeben. Umluft wird innerhalb des Systems wiederverwendet und ist ohne Außenluftzufuhr kein Ersatz für die Lufterneuerung. Zeichne alle Luftwege und kennzeichne die Bilanzgrenze. Sammle Angaben zu Raumgröße, Nutzung, Belegungszeiten, Personenanzahl, möglichen Stoff- und Feuchtelasten, Wärmelasten, Temperatur- und Schallanforderungen sowie Trassen, Brandabschnitten, Zugänglichkeit und Kundenwünschen. Ein Plan ohne klare Annahmen ist nicht fachlich überprüfbar.

Grundformen der Lüftung; Commons, BentaxGermany, CC BY-SA 3.0.

Abluftsystem mit nachströmender Außenluft; Commons, KafWieKot, CC BY-SA 4.0.


Außenluftbedarf, Luftwechsel und Wärmeabtransport

Eine einfache Auftragsannahme kann lauten: V̇Personen = N × qPerson, Personenanzahl mal angesetztem Außenluftstrom pro Person. Sechs Personen und 30 m³/(h·Person) ergeben 180 m³/h; die 30 sind ausdrücklich eine Zahl der Übung, keine allgemeingültige Vorgabe. Für reale Arbeitsräume müssen die Arbeitsstättenverordnung, die gültige ASR A3.6 und geeignete Auslegungsverfahren beachtet werden. Bei Bedarf sind Gebäudeemissionen, Luftqualität, Personenbelegung und weitere Lasten zu berücksichtigen.

Die Luftwechselrate n = V̇/VRaum hat die Einheit 1/h. Beispiel: 300 m³/h geteilt durch 150 m³ Raumvolumen ergibt 2,0 1/h. Eine Luftwechselzahl allein ist noch kein Nachweis der erforderlichen Raumluftqualität. Für sensible Wärmelasten gilt näherungsweise Q̇ = ρ × cp × V̇ × ΔT mit V̇ in m³/s. Bei ρ = 1,2 kg/m³, cp = 1000 J/(kg·K), 400 W und 4 K Temperaturdifferenz sind 400/(1,2 × 1000 × 4) = 0,0833 m³/s = 300 m³/h erforderlich. Vergleiche diesen mit dem hygienischen Ansatz und prüfe weitere Anforderungen wie latente Lasten, Raumströmung und Temperaturen. Fehlerquelle: m³/h statt m³/s in der Leistungsgleichung einsetzen oder m² mit m³ verwechseln.


Raumluftströmung, Luftdurchlässe und Behaglichkeit


Luftverteilung im Raum

Bei der Mischlüftung soll sich die eingebrachte Luft mit der Raumluft durchmischen. Bei der Quelllüftung wird die Luft typischerweise mit kleiner Geschwindigkeit in Bodennähe eingebracht und thermischer Auftrieb genutzt. Beurteile die Eignung anhand von Raumhöhe, Wärmequellen, Temperaturdifferenz und Möbeln. Überprüfe Schlitz-, Drall-, Wand-, Decken- und Bodenauslässe: Wurfweite, Induktion, Aufenthaltszone, mögliche Zugluft und kurzgeschlossene Luftwege zwischen Zu- und Abluft sind wichtig. Plane die Auslässe mit Abmessungen und Deckenraster im Baukörper ein und berücksichtige Wartungszugang und Barrierefreiheit.

Schema einer raumlufttechnischen Anlage; Commons, Stephan Lang/Weiss Klimatechnik, CC BY-SA 3.0.


Schalltechnische und thermische Anforderungen

Unterscheide Strömungsgeräusche am Auslass, Geräusche von Ventilatoren, Körperschall an Aufhängungen und eine mögliche Schallübertragung zwischen Räumen über gemeinsame Leitungen. Schalldämpfer, strömungsgünstige Formstücke, elastische Entkopplungen und abgestimmte Geschwindigkeiten wirken zusammen. Prüfe Herstellerkennlinien für Volumenstrom, Druckverlust, Schallleistung und Wurfweite, statt eine Auslassgröße allein nach dem Anschlussdurchmesser auszuwählen. Auch die Lage der Auslässe gegenüber Arbeitsplätzen und die Lufttemperatur beeinflussen die thermische Behaglichkeit. Ein Schalldämpfer vermindert Schall, verursacht aber selbst Druckverlust.

Fachvideo: Die VALLOX-Herausgebermeldung beschreibt ein deutschsprachiges Planungstutorial zur Auslegung einer Lüftungsanlage für ein Bürogebäude. Achte auf die im Video verwendeten Eingabedaten und vergleiche sie mit einer eigenen Rechnung.


Kanalnetz, Druckverlust, Sicherheit und Nachhaltigkeit


Dimensionierung von Luftleitungen

Die Kontinuitätsgleichung verbindet Volumenstrom V̇, freien Kanalquerschnitt A und Geschwindigkeit v: V̇ = A × v. Ein Rechteckkanal 400 × 250 mm hat A = 0,40 × 0,25 = 0,10 m². Bei 600 m³/h = 0,1667 m³/s sind v = 0,1667/0,10 = 1,67 m/s. Ein Rundkanal hat A = πd²/4. Vergleiche einen runden und einen rechteckigen Querschnitt zusätzlich nach Einbauhöhe, Oberfläche, Herstellung, Dichtheit, Wartung und Druckverlust. Die passende Geschwindigkeit ist projektspezifisch aus technischen, akustischen und wirtschaftlichen Anforderungen abzuleiten; hier genannte Zahlen sind keine universellen Normgrenzen.

Einfache Darstellung einer Kanalgeometrie; Commons, Sommacal Alfonso, CC BY-SA 3.0.

Luftkanäle im Gebäude; Commons, Eric Polk, CC BY-SA 4.0.


Druckverlust, Einbauten und Ventilatorbetriebspunkt

Der Strangdruckverlust kann überschlägig mit Δp = Σ(R × L) + ΣΔpEinzelteil ermittelt werden. R in Pa/m und Länge L in m liefern Pa; zusätzliche Verluste entstehen unter anderem an Bögen, Abzweigen, Gittern, Durchlässen, Klappen und Schalldämpfern. Ermittle die ungünstigste vollständige Strömungsstrecke; prüfe gegebenenfalls Zu- und Abluftnetze getrennt. Wähle Ventilatoren anhand von Volumenstrom und verfügbarer Druckdifferenz am tatsächlichen Betriebspunkt. Unterscheide den externen Netzdruckbedarf von internen Geräte- und Filterverlusten. Datenblätter, Verschmutzungszustände, Regelbarkeit und messtechnischer Abgleich sind zu berücksichtigen.


Schall-, Brand-, Gesundheits- und Umweltschutz

Leitungssysteme müssen hygienegerecht inspiziert und gereinigt werden können. Berücksichtige Filterzugänglichkeit, Kondensat, geeignete Dämmung, Revisionsöffnungen und VDI 6022 Blatt 1. Bei Brandabschnitten sind das jeweils gültige Landesbaurecht, die eingeführte Lüftungsanlagenrichtlinie und die bauaufsichtlich erforderlichen Nachweise zu prüfen. Durchdringungen, Befestigungen und Brandschutzklappen darfst du nicht eigenmächtig ändern. DGUV Regel 109-002 behandelt die Schutzfunktion lufttechnischer Maßnahmen bei gefährdenden Stoffen; Prozessabsaugung ist nicht automatisch durch normale Komfortlüftung abgedeckt.

Gefährdungen können von rotierenden Ventilatoren, Elektrik, scharfkantigem Blech, Staub, kontaminierten Filtern, Leitern und Arbeiten in der Höhe ausgehen. Reale Tätigkeiten ausschließlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung unter befugter Aufsicht durchführen. Für das Lernen reichen gefahrloses Pappmodell, Planspiel oder digitale Strömungssimulation. Schütze Kundendaten und Gebäudedetails bei digitalen Projekten; nutze erfundene Beispiele statt personenbezogener Sensor- oder Zutrittsdaten. Energetisch günstige Planung berücksichtigt die Wärmerückgewinnung, Druckverlust, Ventilatorwirkungsgrad, Dichtheit, bedarfsgerechte Regelung, Materialwahl, Reparierbarkeit und Lebenszykluskosten.


Digitale Zeichnungen, Kanäle abwickeln und dokumentieren


CAD, 3D-Koordination und technische Verständigung

Erstelle Netzschema, bemaßten Grundriss, Schnitte, Höhenkoten und bei Bedarf eine 3D-Ansicht aus einem einheitlichen CAD-Modell. Kennzeichne Ein- und Auslässe, Strömungsrichtung, Kanalmaße, Revisionsöffnungen, Befestigungen und Brandabschnittsgrenzen. Koordiniere die Trasse mit Elektro-, Sprinkler-, Tragwerks- und Deckengewerken. Kontrolliere Kollisionen und Montage- und Reinigungsräume mit BIM. Nachvollziehbare Zeichnungen benötigen Legende, Maßstab, Planstand, Prüfvermerke und Änderungsindex; eine perspektivische Darstellung ersetzt keine Maße.

Foto eines Abluftanlagen-Details; Commons, Neuköllner, CC BY-SA 4.0.


Abwicklung, Oberflächenberechnung und Leistungsverzeichnis

Eine Abwicklung ist die ebene Form einer räumlichen Kanalwand als Grundlage des Blechzuschnitts. Für einen geraden rechteckigen Kanal gilt Umfang U = 2(a+b) und Mantelfläche O = U × L. Bei 400 × 250 mm und 5 m Länge sind U = 2(0,40 + 0,25) = 1,30 m und O = 6,50 m². Ein Beispiel für einen 1 m langen Zuschnitt hat ohne Zugaben eine Abwicklungsbreite von 1,30 m; fiktive 20 mm Gesamtzugabe für eine Naht ergäben 1,32 m. Die wirklichen Zuschläge ergeben sich aus Fertigungsvorgaben und Blechdicken, nicht aus einer Pauschalregel dieses Kurses. Bögen, Übergänge und Formteile müssen geometrisch passend entwickelt und beim Aufmaß getrennt berücksichtigt werden. Vermeide Doppelabrechnung, vergessene Formteilflächen, falsche Einheiten und Verwechslungen von Verschnitt mit abrechenbarer Kanaloberfläche.

Das Leistungsverzeichnis beschreibt Positionen mit Einheit, Menge und Leistung; die Stückliste nennt Bauteile, Anzahl, Maße und Material. Erstelle beides mit identischen Bauteilkennzeichen wie in der Zeichnung. Prüfe Montagefolge, Lieferschnittstellen, Reinigungszugang, erforderliche Datenblätter und Abnahmeunterlagen. Ein geänderter Kanal im Modell muss sich in Aufmaß, Druckverlustrechnung und Stückliste wiederfinden.


Vollständig erläutertes Berufspraxisprojekt mit Ergebnisprüfung


Fiktiver Auftrag und Arbeitsplan

Zwei Seminarräume sollen zentral mit Zu- und Abluft versorgt werden. Raum A: 50 m² Grundfläche, Höhe 3 m, sechs Personen; Raum B: 30 m², Höhe 3 m, vier Personen. Didaktische Vorgaben: Außenluftansatz je Person 30 m³/h, sensible Kühllast jeweils 400 W, Zuluft um 4 K kühler als Raumluft, ρ = 1,2 kg/m³ und cp = 1000 J/(kg·K). Bestandsbau, keine gefährlichen Stoffe. Es ist ein vereinfachtes Modell, kein verbindliches Anlagenprojekt. Arbeitsplan: Auftragsdaten prüfen → Luftvolumenströme berechnen → Durchlässe und Trasse skizzieren → Kanalquerschnitte bestimmen → Druckverluste prüfen → CAD-Modell und Abwicklung erstellen → Flächenaufmaß und LV anfertigen → Alternativen unter Sicherheits-, Komfort- und Nachhaltigkeitsaspekten bewerten → Dokumentation prüfen.


Schrittweise Auslegung und kontrollierbares Ergebnis

Raumvolumina: A = 50 × 3 = 150 m³; B = 30 × 3 = 90 m³. Hygienischer Übungsansatz: A = 6 × 30 = 180 m³/h; B = 4 × 30 = 120 m³/h. Thermischer Ansatz je Raum: V̇ = 400/(1,2 × 1000 × 4) = 0,08333 m³/s × 3600 = 300 m³/h. Im Muster werden beide Räume nach diesem größeren Wert geplant. Gesamt: 600 m³/h Zuluft und annahmegemäß 600 m³/h Abluft. Luftwechsel: A = 300/150 = 2,00 1/h; B = 300/90 = 3,33 1/h. Latente Lasten und die reale Auslasswirkung sind separat nachzuweisen.

Hauptkanal: 600/3600 = 0,16667 m³/s; mit 400 × 250 mm Fläche 0,100 m² folgt 1,67 m/s. Jeder Raumabzweig: 300/3600 = 0,08333 m³/s; mit 250 × 200 mm Fläche 0,050 m² folgt ebenfalls 1,67 m/s. Je Raum zwei Zuluftauslässe mit Sollwert 150 m³/h vorsehen. Wurfweite, Schall, Druckverlust und Anordnung bedürfen der Prüfung anhand von Herstellerkennlinien.

Druckverlust der ungünstigen Zuluftstrecke mit erfundenen Verlustansätzen: Hauptkanal 5 m mit 1,2 Pa/m = 6 Pa; Raumabzweig 8 m mit 1,5 Pa/m = 12 Pa; zwei Bögen mit je 5 Pa = 10 Pa; T-Stück 8 Pa; ein Auslass 18 Pa; Schalldämpfer 12 Pa. Summe = 6 + 12 + 10 + 8 + 18 + 12 = 66 Pa. Eine nur für das Beispiel gesetzte Reserve von 15 % ergibt 75,9 Pa. Diese modellhafte externe Anforderung ist kein bestätigter Ventilatorbetriebspunkt; Geräteeinbauten, reale Herstellerdaten, Filterzustände und weitere Stränge sind zu prüfen. Der ungünstigste Abluftweg muss ebenfalls gerechnet werden.

Aufmaß der geraden Kanäle: Hauptstrang 2 × (0,40 + 0,25) × 5 = 6,50 m². Abzweig A: 2 × (0,25 + 0,20) × 8 = 7,20 m². Abzweig B: 2 × (0,25 + 0,20) × 6 = 5,40 m². Gesamt 19,10 m². Bei einem fiktiven Einheitspreis 45 €/m² errechnen sich 859,50 € netto als beispielhafte Geradkanalposition ohne Bögen, Abzweige, Auslässe, Montage, Dämmung und weitere Bestandteile.


Prüftabelle, Varianten, Stückliste und Entscheidung

Prüfaspekt Muster-Ergebnis Nachweis und noch offene Prüfung
Bedarfsbilanz A 300 m³/h, B 300 m³/h Rechenblatt; normative Außenluftanforderungen verifizieren
Netzgeometrie Hauptkanal 400 × 250 mm; Zweige 250 × 200 mm CAD-Grundriss, Schnitt und Bauwerkskollisionen prüfen
Luftdurchlässe Vier Auslässe zu je 150 m³/h Luftverteilung, Zugluft und Geräusch mit Datenblättern prüfen
Druckbilanz 66 Pa; mit Modellreserve 75,9 Pa Rechenblatt; Betriebspunkt und Abluftstrang ergänzen
Geradkanalfläche 19,10 m² Aufmaß; Formstücke separat
Beispiel-LV 859,50 € netto, nur Geradkanäle Einheitspreis nur Unterrichtsannahme

Kurz-Stückliste für den Musterteil: ein Hauptkanalzug 400 × 250 mm mit 5 m gerader Strecke, zwei Raumabzweigzüge 250 × 200 mm mit 8 m bzw. 6 m gerader Strecke, vier Zuluftauslässe, ein im Muster betrachteter Schalldämpfer, angenommene Bögen und Abzweigformstücke; reale Anzahl und Maße der Formstücke erst nach Koordinationszeichnung festlegen. Je nach Ausführung zusätzliche Aufhängungen, Dichtungen, Brandschutzbauteile, Revisionsöffnungen und Dämmung listen, ohne diese als bereits nachgewiesen auszugeben.

Variante 2: Ein Hauptkanal 300 × 200 mm hätte A = 0,060 m² und v = 0,16667/0,060 = 2,78 m/s. Der kleinere Kanal kann Platz und Material sparen, verursacht aber tendenziell höhere Druckverluste und gegebenenfalls mehr Geräusch. Entscheide erst mit Druckverlust- und Schalldaten, konkreten Baukosten, Ventilatorstrom über die Lebensdauer und Wartungsanforderungen. Prüfe Energie, Geräusch, Dichtheit und Demontierbarkeit anstelle einer pauschalen Billigentscheidung.

Bewertungsraster (20 Punkte):

Kriterium 4 Punkte 2 Punkte 0 Punkte
Auftrag und Annahmen Alle Anforderungen und Grenzen erkannt Mehrere wichtige Angaben fehlen Keine prüfbare Analyse
Volumenströme und Lasten Korrekte Ansätze, Einheiten und Vergleich Teilweise Rechen- oder Einheitenfehler Keine nachvollziehbare Rechnung
Netz und Druckverlust Querschnitte, Geschwindigkeiten, Widerstände und Grenzen begründet Lückenhafte Bilanz Keine fachliche Auslegung
CAD, Abwicklung und LV Maßhaltige Unterlagen und konsistentes Aufmaß Nachweise teilweise fehlen Kein überprüfbares Arbeitsergebnis
Schall, Brand, Hygiene, Umwelt Relevante Risiken und Varianten bewertet Einzelne Aspekte berücksichtigt Keine angemessene Bewertung

Didaktische Rückmeldung: 17–20 Punkte: sehr überzeugend; 12–16: überwiegend tragfähig; 8–11: gezielte Nacharbeit; 0–7: grundlegende Überarbeitung. Dieses Raster ersetzt keine betriebliche Freigabe oder amtliche Prüfungsordnung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen anwenden

Welche Einheit besitzt die Luftwechselrate? (1/h) (!m³) (!Watt) (!Pascal)




Wie viel entsprechen 360 m³/h in m³/s? (0,10 m³/s) (!0,01 m³/s) (!1,00 m³/s) (!3,60 m³/s)




Welche Querschnittsfläche besitzt ein Kanal 400 × 250 mm? (0,10 m²) (!0,01 m²) (!0,65 m²) (!1,00 m²)




Was ist bei der Anordnung eines Zuluftdurchlasses wesentlich? (Wurfweite Zugluft und Geräusch im Aufenthaltsbereich) (!Nur die Farbe der Abdeckblende) (!Allein die Position des Lichtschalters) (!Nur die Länge des Gebäudenamens)




Was gilt für ein Gerät mit ausschließlichem Umluftbetrieb? (Es ersetzt nicht die erforderliche Außenluftzufuhr) (!Es versorgt den Raum automatisch mit Außenluft) (!Es beseitigt sämtliche Stofflasten ohne Filter) (!Es benötigt niemals eine elektrische Versorgung)




Welche Werte gehören in eine Druckverlustbilanz des Stranges? (Reibungsverluste und Einzelwiderstände) (!Nur die Raumhöhe) (!Nur die Temperatur der Außenluft) (!Ausschließlich die Zahl der Personen)




Wozu wird der Betriebspunkt des Ventilators überprüft? (Um Volumenstrom und verfügbare Druckdifferenz abzugleichen) (!Um die Wandfarbe auszuwählen) (!Um den Druckverlust grundsätzlich auszuschließen) (!Um die Kanalgeometrie überflüssig zu machen)




Wie ergibt sich die Mantelfläche eines geraden Rechteckkanals ohne Stirnseiten? (Umfang mal Länge) (!Grundfläche mal Raumhöhe) (!Breite mal Raumvolumen) (!Volumenstrom mal Dichte)




Was unterstützt die Hygiene von Luftleitungssystemen? (Zugängliche Revisions und Reinigungsmöglichkeiten) (!Dauerhaft unzugängliche Filter) (!Ungeprüft feuchte Ablagerungen) (!Verzicht auf Wartungsunterlagen)




Welche Aussage beschreibt den wirtschaftlichen Variantenvergleich richtig? (Energiebedarf Geräusch Lebenszykluskosten und Machbarkeit vergleichen) (!Nur den kleinsten Querschnitt bevorzugen) (!Nur die niedrigsten Anschaffungskosten beachten) (!Herstellerkennlinien grundsätzlich ignorieren)





Memory

Finde mindestens fünf zusammengehörige Begriffspaare.

Außenluft Luft aus der Umgebung vor Eintritt in eine Lüftungsanlage
Fortluft Luft nach dem Verlassen der Anlage ins Freie
Luftwechsel Kennwert der rechnerischen stündlichen Raumerneuerung
Schalldämpfer Bauteil zur Minderung des übertragenen Luftschalls
Revisionsöffnung Zugang zum Prüfen und Reinigen von Kanälen
Druckverlust Verminderung der nutzbaren Druckdifferenz im Strömungsweg





Drag-and-drop

Ordne fünf Arbeitsschritte den jeweils zugehörigen Ergebnissen zu.

Arbeitsschritt Ergebnistyp
Bedarf untersuchen Aus Raumnutzung und Lasten erforderliche Luftmenge bestimmen
Kanal dimensionieren Aus Volumenstrom und Geschwindigkeit Querschnitt wählen
Druckverluste bestimmen Verluste des ungünstigsten Netzstranges zusammenfassen
CAD koordinieren Höhen und Gewerkeüberschneidungen abgleichen
Leistungen erfassen Aufmaß und Stückliste der Bauteile erstellen





Kreuzwort

Löse sechs Begriffsfragen zur Luftverteilungsanlage.

Zuluft Wie heißt die in einen genutzten Raum geführte Luft?
Abluft Wie heißt die aus dem Raum abgeführte Luft?
Luftwechsel Welche Rate beschreibt die stündliche Raumerneuerung?
Schalldämpfer Welches Einbauteil reduziert die Schallübertragung im Kanal?
Brandschutz Welcher technische Schutzbereich behandelt Feuer und Brandabschnitte?
Abwicklung Wie heißt die ebene Zuschnittform eines dreidimensionalen Blechteils?





LearningApps

Suche weitere Übungen zur Luftkanalplanung. Beiträge Dritter sind vor Unterrichtseinsatz fachlich und rechtlich zu prüfen.


Lückentext

Ergänze die passenden Fachbegriffe und Einheiten.
Aus der Umgebung angesaugte Luft heißt

.
In den genutzten Raum eingeblasene Luft heißt

.
Aus dem Raum abgeführte Luft heißt

.
Die stündliche Erneuerungsrate nennt man

.
Der Luftvolumenstrom wird oft in

angegeben.
Der freie Rechteckquerschnitt berechnet sich aus Breite mal

.
Die Verringerung der nutzbaren Druckdifferenz nennt man

.
Ein schallminderndes Bauteil im Luftweg ist der

.
Den ebenen Zuschnitt einer Kanalwand nennt man

.
Ein Dokument mit abrechenbaren Leistungspositionen ist das

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Luftarten: Zeichne ein vereinfachtes Lüftungsschema mit Außenluft, Zuluft, Abluft und Fortluft sowie einer Legende.
  2. Luftwechsel: Berechne mit allen Einheiten die Luftwechselrate für 180 m³ Raum und 270 m³/h Zuluft und erkläre ihre Aussagegrenze.
  3. Luftauslass: Suche zwei konkrete Luftdurchlass-Datenblätter und nenne jeweils Einbauart, Volumenstrombereich und Hinweise zu Schall.
  4. Arbeitsvorbereitung: Erstelle eine Checkliste mit mindestens acht Daten, die du vor einer Luftkanalplanung von der Projektleitung erfragen musst.


Standard

  1. Luftkanal: Berechne Strömungsgeschwindigkeiten bei 450 m³/h für 300 × 200 mm und 250 × 160 mm und vergleiche die Ergebnisse.
  2. Schallschutz: Beschrifte ein Netzschema mit drei möglichen Schallwegen und entwerfe passende technische Gegenmaßnahmen.
  3. Technische Zeichnung: Erzeuge von einem selbst gebauten Pappkanal eine 3D-Darstellung, einen bemaßten Grundriss und einen Schnitt.
  4. Kanaloberfläche: Ermittle zwei Abwicklungsumfänge und das Mantelflächen-Aufmaß bei unterschiedlichen Querschnitten, ohne die Formteile doppelt zu zählen.


Schwer

  1. Lüftungsplanung: Bearbeite den gesamten fiktiven Zwei-Raum-Auftrag mit Arbeitsplan, Berechnungsblatt, CAD-Plan, Aufmaß und Bewertungsraster.
  2. Lebenszykluskosten: Vergleiche zwei Kanalvarianten mittels dokumentierter Herstellerdaten zu Platz, Druckverlust, Schall, Kosten und Energiebedarf.
  3. Brandschutzplanung: Zeichne fiktive Brandabschnitte und entwickle gemeinsam mit einer befugten Fachperson eine Liste der nötigen Unterlagen und offenen Fragen; keine echte Brandschutzklappe bedienen.
  4. Building Information Modeling: Modelliere eine Kanaltrasse digital, prüfe Kollisionen mit fiktiven Sprinkler-, Elektro- und Tragwerkselementen und protokolliere die Planänderungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Auftragsanalyse: Begründe, weshalb Grundfläche und Personenzahl allein zur endgültigen Auslegung noch nicht ausreichen.
  2. Volumenstromberechnung: Rechne für einen anderen Raum hygienische und thermische Luftmengen und begründe die Bemessungsentscheidung.
  3. Druckverlust: Korrigiere eine Beispielrechnung mit vergessenem Bogen und vertauschten Einheiten Pa und Pa/m.
  4. Raumströmung: Vergleiche zwei Auslasspositionierungen hinsichtlich Komfort, Wurfweite, Zugluft und Geräusch.
  5. Aufmaß: Weise die Mantelfläche eines Rechteckkanals nach und erkläre, warum Formteile und Zuschnittzuschläge getrennt betrachtet werden.
  6. Qualitätssicherung: Entwerfe ein Übergabeprüfprotokoll für Sollvolumenströme, Messpunkte, Gerätekennlinie und Planrevision.
  7. Nachhaltigkeit: Bewerte die Zielkonflikte zwischen geringer Blechmenge, Druckverlust, Ventilatorenergie, Wartbarkeit und Schall.


Lernnachweis

Prüfbares Arbeitsergebnis: Ein Ordner zu einem vollständig fiktiven Projekt mit Auftragsanalyse, Last- und Volumenstromrechnung, Luftbilanz, Prinzipschema, bemaßtem Grundriss und Schnitt aus CAD oder dem Pappmodell, Kanalquerschnitten, Druckverlustbilanz samt Grenzen der Annahmen, Schall- und Brandschutz-Prüfliste, Kanalabwicklung, Stückliste, Aufmaß, Leistungsverzeichnis, Variantenvergleich und Änderungsprotokoll. Stelle die Planung in fünf bis acht Minuten vor und beantworte Rückfragen zu den verwendeten Einheiten und Risiken.

Bewertung und Rückmeldung: Nutze das fünfteilige, insgesamt 20 Punkte umfassende Raster aus dem Praxisprojekt. Führe eine Selbst- und Partnerkontrolle durch, bevor die Lehrkraft die fachliche Rückmeldung gibt. Für die Schlussbewertung sind Rechenweg, fachliche Begründung, Zeichnungskonsistenz, überprüfbare Herstellerquellen und sichere Dokumentation wichtiger als eine bloße richtige Endzahl. Der Kurs allein berechtigt nicht zur selbstständigen Anlageninstallation oder zu einer amtlichen Prüfung.


OER und Wikipedia

Fachliche Originalquellen und Stand der Regelwerke, geprüft Oktober 2026:

Kontrollierte Wikimedia-Commons-Dateien mit Urheber und Lizenz:

Datei Originalnachweis Urheber Lizenz
Lüftungsarten wpl.svg Dateiseite BentaxGermany CC BY-SA 3.0
Abluftsystem mit Zentralventilator und Außenluftzufuhr durch Fenster und Türöffnungen.png Dateiseite KafWieKot CC BY-SA 4.0
Schema-Lüftungstechnik.jpg Dateiseite Stephan Lang / Weiss Klimatechnik CC BY-SA 3.0
Duct diagram.png Dateiseite Sommacal Alfonso CC BY-SA 3.0
OC Fairground ductwork.jpg Dateiseite Eric Polk CC BY-SA 4.0
Detail einer Abluftanlage.jpg Dateiseite Neuköllner CC BY-SA 4.0

Die sechs verifizierten Bilder illustrieren Prinzipien und reale Leitungen; ältere Motive sind keine Belege für heutige Einbauvorschriften.

Deutschsprachige Fachvideos: Der Herausgeber VALLOX nennt ausdrücklich das eingebundene VarioPlan-Tutorial (Videorechte beim Herausgeber, keine freie Lizenz zugesichert). Zur Farbkennzeichnung der Luftströme verweist ein Fachbeitrag über Meltem auf das Video zur getrennten Luftführung; dies ist nur ein zusätzlicher externer Verweis und keine OER-Lizenzfreigabe. Grenze der Prüfung: Die Herausgeber-/Fachseiten und konkreten URLs wurden recherchiert; die unmittelbare YouTube-Abspielbarkeit ließ sich technisch nicht unabhängig bestätigen. Weder die Videos noch käufliche Normtexte werden kopiert.

Offener Wikipedia-Einstieg:

Die Bearbeitung realer Vorhaben verlangt die geltenden Herstellerangaben, Normstände, genehmigte Planung, Gefährdungsbeurteilung und Landesbauvorgaben. Berücksichtige den betrieblichen Ausbildungsplan, den Landeslehrplan und die zuständige Industrie- und Handelskammer. Dieses Lernangebot behauptet weder amtliche Anerkennung noch Prüfungszulassung.


Verknüpfte Lernbereiche

Mathematik unterstützt Einheiten und Geometrie, Physik Wärme-, Schall- und Strömungsrechnung, Informatik CAD und BIM, Wirtschaft die Kalkulation und Nachhaltigkeit den Ressourcen- und Energievergleich. Datenschutz und Medienkritik betreffen digitale Projektunterlagen und geprüfte Herstellerangaben. Fachrichtungen außerhalb VAT dienen nur dem Vergleich und sind kein zusätzlicher verpflichtender Lernbereich.


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