Zum Inhalt springen

Literatur verstehen - Lollipop - Christine Nöstlinger

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Literatur verstehen - Lollipop - Christine Nöstlinger

QR-Code



Einleitung

Worum es geht. In diesem Lektürekurs untersuchst du den Kinderroman Lollipop von Christine Nöstlinger. Du lernst, wie ein Kind mithilfe einer ungewöhnlichen Vorstellung von Zauberei über Wünsche, seinen Namen und den Alltag nachdenkt. Du unterscheidest belegte Werkangaben, Textbeobachtungen und eigene Deutungen. Zielgruppe: Klassen 4 bis 9; jüngere Lernende erhalten kürzere Leseaufträge, ältere begründen ihre Interpretationen mit Textstellen.

Bibliografische Grundlage. Christine Nöstlinger: Lollipop, erschienen 1977 bei Beltz & Gelberg, mit Illustrationen von Angelika Kaufmann; ISBN 978-3-407-80523-2 laut Autorinnenarchiv. Das Buch stand 1978 auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises in der Sparte Kinderbuch. Als Orientierung wird es hier der realitätsnahen Kinderliteratur mit einem Fantasiemotiv zugeordnet; das ist keine Behauptung über eine historische Literaturepoche.

Wichtige Quellen- und Textgrenze. Für diesen Kurs liegt kein vollständiger Primärtext vor. Werkdetails werden nur dort als Tatsachen genannt, wo sie die offizielle Werkseite beziehungsweise die Jurybegründung belegen. Erzählerform, weitere Figuren, Wendepunkte und Schluss müssen in deiner rechtmäßig erworbenen oder ausgeliehenen Ausgabe überprüft werden. Es werden keine erfundenen Dialoge, Kapitel, Seitenzahlen oder langen Textpassagen wiedergegeben.

Lernziele: Du kannst die Ausgangssituation knapp darstellen, Wünsche als Motiv analysieren, den Unterschied zwischen Figurenglauben und nachweisbarer Magie erklären, Figurenbeziehungen untersuchen, Erzählweise und Bildgestaltung an deiner Ausgabe nachweisen und verschiedene Lesarten fair abwägen.


Werk und Entstehung


Die Autorin und ihre Perspektive auf Kinder

Christine Nöstlinger (1936–2018) stammte aus Wien und veröffentlichte seit 1970 Kinder- und Jugendliteratur. Sie schrieb häufig über Kinder mit eigenen Interessen, die sich nicht widerspruchslos nach den Erwartungen Erwachsener richten. Das bietet einen Kontext für Lollipop, ersetzt aber nicht den Nachweis am einzelnen Werk.

Medienauftrag: Beschreibe zunächst nur Sichtbares im Porträt; recherchiere erst danach, was die Autorin über das Schreiben für Kinder sagte. Foto: SPÖ-OÖ, Aufnahme 2012, Zuschnitt auf Commons, CC BY 2.0. Datei und Urhebernachweis · Lizenz.

Merke: Die Biografie erklärt, woher eine Autorin kommt. Was eine Romanfigur denkt, muss trotzdem aus dem Roman selbst belegt werden. Autorin und Erzählstimme sind nicht identisch.


Ausgabe, Illustration und Leseweg

Der Verlag Beltz & Gelberg veröffentlichte den Roman mit Bildern von Angelika Kaufmann. Die offizielle Werkseite nennt außerdem Taschenbuchausgaben von 1986 und 2000. Ein Buchcover und Originalillustrationen sind urheberrechtlich geschützt; sie werden hier nicht ohne Rechtefreigabe übernommen. Besorge dir eine rechtmäßig verfügbare Ausgabe über deine Schul- oder Stadtbibliothek oder den Buchhandel.

Arbeitsmethode: Lege ein Lesetagebuch mit den Spalten „Textstelle in meiner Ausgabe“, „Beobachtung“, „Deutung“ und „Frage“ an. Notiere echte Seitenzahlen nur aus deiner Ausgabe; dieses Kursmaterial gibt keine vor.


Kinderliteratur um 1977 und Rezeption

Im deutschsprachigen Raum rückten in den 1970er-Jahren häufiger Alltagserfahrungen, Kinderrechte, Autoritätskonflikte und kindliche Sichtweisen in den Vordergrund. Die Einordnung als realitätsnahe Kinderliteratur ist eine Arbeitsbeschreibung und nicht mit der Epoche des literarischen Realismus des 19. Jahrhunderts gleichzusetzen.

Ein überprüfbares Rezeptionsdatum ist die Aufnahme von Lollipop in die Auswahlliste 1978 des Deutschen Jugendliteraturpreises. Eine Auswahlliste ist keine Auszeichnung als Preisträger. Die Jury hob die witzigen Einfälle und die psychologische Beobachtung hervor. Über heutige Lesermeinungen dürfen wir ohne Erhebung keine allgemeinen Aussagen machen.

Merke: Erscheinungsjahr, Auswahlliste und Verlag sind überprüfbare Angaben; „das Buch ist besonders lustig“ ist ein wertendes Urteil, das begründet werden muss.


Ausgangslage, Figuren und Beziehungen


Die belegte Ausgangssituation

Die offizielle Werkbeschreibung nennt den Jungen Victor Emanuel, der lieber Lollipop genannt werden möchte. Ein wiederkehrender Bezugspunkt ist das Geschäft eines Mannes namens Otto. Lollipop lässt einen grünen Lutscher mit Waldmeistergeschmack so dünn werden, dass er hindurchsehen kann. Er glaubt, damit Wünsche erfüllen zu können. Das ist die belegte Ausgangssituation, keine Nacherzählung des gesamten Romans.

Beispiel für genaues Lesen: „Die Figur glaubt, dass der Lutscher Wünsche erfüllt“ ist durch die Werkbeschreibung gestützt. „Der Lutscher besitzt erwiesenermaßen magische Kräfte“ wäre damit gerade nicht belegt. Prüfe diese Unterscheidung während deiner Lektüre.


Selbstgewählter Name und Selbstbestimmung

Der Wechsel von Victor Emanuel zu Lollipop kann als Wunsch nach einer selbstbestimmten Identität verstanden werden. Frage beim Lesen: Wer verwendet welchen Namen? Wird Lollipop ernst genommen? Wie reagiert er, wenn Erwachsene bei seinem alten Namen bleiben? Suche eine kurze passende Stelle in deiner eigenen Ausgabe, beschreibe die Situation und erkläre die Wirkung, ohne mehr als nötig zu zitieren.

Deutung A: Der neue Name markiert Selbstbestimmung. Gegenposition: Er kann auch als Spiel mit Rollen, Sprache und einem ungewöhnlichen Einfall verstanden werden. Beide Positionen sind nur stark, wenn sie Belege aus dem Roman anführen.


Beziehungen und Konfliktkarte

Sicher belegbar sind die Hauptfigur Lollipop, Otto als Person im Umfeld seines Nachdenkens und eine Lehrerin, die laut dem auf der offiziellen Werkseite veröffentlichten kurzen Ausschnitt den selbstgewählten Namen nicht akzeptiert. Was weitere Figuren für Lollipop bedeuten, lässt sich erst mit dem Buch feststellen.

Zeichne eine Konfliktkarte: in der Mitte Lollipop, daneben Erwachsene und Gleichaltrige, die tatsächlich in deiner Ausgabe vorkommen. Beschrifte Verbindungslinien mit „unterstützt“, „widerspricht“, „missversteht“ oder „noch offen“ und ergänze zu jeder Linie einen echten Textbeleg.

Merke: Hauptfigur heißt nicht automatisch unfehlbare Figur. Nimm Wünsche und Gründe ernst, prüfe aber auch die Perspektive anderer Beteiligter.


Wünsche, Fantasie und Alltagsstrategien


Der grüne Lutscher als Motiv

Ein Motiv ist ein wiederkehrendes Element, dem im Zusammenhang Bedeutung zukommt. Ein Lutscher ist zunächst ein alltäglicher Gegenstand; in der Welt der Figur kann er zum Werkzeug für Hoffnung, Konzentration oder vermeintliche Zauberei werden. Eine mögliche Interpretation ist, dass der dünne Lutscher eine andere Sicht auf Probleme ermöglicht. Das ist eine Lesart und kein gesicherter Erzählerkommentar.

Medienauftrag: Vergleiche eine reale Süßigkeit mit dem im Buch beschriebenen grünen, dünn geschleckten Lolli. Welche Eigenschaften sind beobachtbar, welche magische Wirkung behauptet nur die Figur? Foto: Linuxerist, CC BY-SA 2.5. Datei · Lizenz. Das Bild ist kein Originalgegenstand des Romans.


Wunsch und Wirklichkeit unterscheiden

Beim Lesen hilft eine Dreierspalte: „Was wünscht die Figur?“, „Was stellt sie sich vor?“ und „Was geschieht nachweislich im erzählten Geschehen?“. Erfinde in dieser Tabelle keine Handlung: Trage nur Dinge ein, die du tatsächlich gelesen hast. Frage außerdem, ob die Wünsche egoistisch, hilfsbereit, kurzsichtig oder verständlich sind.

Beispiel ausgedacht, nicht aus dem Roman: Ein Kind wünscht sich, nicht aufgerufen zu werden. Es hält einen Gegenstand für Glück bringend; anschließend wird tatsächlich jemand anderes aufgerufen. Das beweist keinen Zauber, weil auch Zufall oder das Verhalten der Lehrkraft eine Erklärung sein können.


Strategien von Kindern beurteilen

Kinder lösen Probleme nicht nur mit direkten Gesprächen. Sie nutzen Spiele, Fantasie, Rituale oder Umwege. Solche Strategien können Mut machen, sie können aber auch verhindern, dass ein Konflikt ausgesprochen wird. Untersuche anhand einer selbst ausgewählten Romanstelle, ob Lollipops Verfahren ihm hilft, ob es eine Grenze hat und welche realistischen Handlungsalternativen es gibt.

Medienauftrag: Gestalte ohne Buchcover eine Symboltabelle: Welche Farben, Formen und Bedeutungen würdest du einer Schlüsselszene zuordnen? Foto: Beatrice Murch, CC BY-SA 2.0. Datei · Lizenz. Die abgebildeten Lutscher sind lediglich Vergleichsobjekte.

Merke: Fantasie kann ein wirkungsvolles Mittel sein, Gefühle zu ordnen. Ob die Geschichte tatsächlich Übernatürliches bestätigt, entscheidet allein die sorgfältige Lektüre.


Erzählen, Sprache und Bildwirkung


Wer erzählt?

Die Erzählperspektive bestimmt, wie Leserinnen und Leser Informationen erhalten. Ein Ich-Erzähler berichtet aus der eigenen Position; eine Erzählstimme in der dritten Person kann Figuren von außen zeigen oder ihre Gedanken mitteilen. Aus einer Verlagsbeschreibung lässt sich die Perspektive des vollständigen Romans nicht sicher bestimmen.

Prüfauftrag: Suche zwei Passagen aus verschiedenen Teilen deiner Ausgabe. Markiere Pronomen, Gedankenwiedergabe und Wissen der Erzählstimme. Beschreibe, ob und wie sich die Perspektive auf Lollipop richtet. Unterscheide Textbeobachtung von Vermutung.


Humor, Wortwahl und Figurenrede

Der Name „Lollipop“ wirkt im deutschsprachigen Alltag spielerisch und ungewöhnlich. Vergleiche ihn mit „Victor Emanuel“: Welche Erwartungen wecken Klang, Länge oder Gebrauch der Namen? Untersuche in deinem Buch mindestens eine Stelle mit Dialog oder erzähltem Streit und notiere, ob Wiederholungen, Übertreibungen oder überraschende Formulierungen komisch wirken.

Hörvergleich: Aussprache des englischen Worts „lollipop“, nicht eine Lesung des Romans. Audio: EncycloPetey, CC BY-SA 3.0. Datei · Lizenz. Höre auf Klang und Rhythmus und diskutiere, weshalb ein englisch klingender Name auffallen kann.

Merke: Schreibe einem Buch keinen Dialekt, Erzählerstil oder sprachlichen Kunstgriff zu, bevor du ihn an einem Wortlaut aus deiner Ausgabe gezeigt hast.


Illustrationen sachgerecht untersuchen

Angelika Kaufmann wird als Illustratorin der veröffentlichten Ausgabe genannt. Wähle aus deinem legal vorliegenden Buch eine Abbildung und analysiere Bildausschnitt, Blickwinkel, Farben und Verhältnis zum benachbarten Text. Ein selbst verfasstes Bildprotokoll darf deine Analyse begleiten; das geschützte Originalbild wird nicht als Kursmaterial eingescannt.

Leitfragen: Verdeutlicht das Bild eine Handlung? Fügt es Humor hinzu? Widerspricht es der Erwartung aus dem Text? Kennzeichne die letzte Antwort als Interpretation und begründe sie.


Deutungen, Medienvergleich und Transfer


Unterschiedliche Lesarten fair prüfen

Lesart 1 – Fantasie als Stärke: Lollipops Wunschritual hilft ihm, über Schwierigkeiten nachzudenken. Lesart 2 – Fantasie als Ausweichstrategie: Das Ritual könnte reale Problemlösungen hinauszögern. Lesart 3 – Erzählspiel: Die Geschichte kann bewusst mit der Grenze zwischen Wunsch und Wirklichkeit spielen. Keine der drei Lesarten ist allein aus einem Inhaltsvermerk vollständig beweisbar.

Erstelle ein Argumentationsdreieck mit Behauptung, überprüfbarem Textbeleg und Erklärung. Formuliere anschließend eine respektvolle Gegenposition. Denke daran: „Ich glaube“ ist kein Ersatz für ein Textargument.


Autoreninterview als andere Textsorte

Das folgende Interview ist kein Kapitel aus Lollipop. Die Autorin spricht in der „Leselounge“ des Büchereiverbands Österreichs über Glück, Kindheit, Erzählen und Lesen. Unterscheide ihre Aussagen im Gespräch von den Aussagen einer erfundenen Romanfigur. Video und Ton sind als Kontextquelle zu verwenden, nicht als Beweis für eine konkrete ungenannte Romanszene.

Medienauftrag: Notiere zwei nachprüfbare Aussagen Nöstlingers und vergleiche sie mit einer selbst belegten Beobachtung aus dem Buch. Quelle: Büchereiverband Österreichs, Produktion 2014. Offizielle Videoveröffentlichung; Urheber/Produzent: Büchereiverband Österreichs. Das Video wird als externer Player verlinkt, nicht frei lizenziert oder kopiert.

Ergänzend ist ein dauerhaft zugängliches ORF-Archivinterview von 1974 als Vergleich für historische Kinderfragen geeignet. Urheber: ORF; nur verlinken, nicht herunterladen oder weiterverbreiten.


Öffentlichkeit, Erinnerung und heutige Fragen

Die nach Christine Nöstlinger benannte Bildungseinrichtung in Wien zeigt, dass an die Autorin auch außerhalb ihrer Bücher erinnert wird. Das belegt gesellschaftliche Erinnerung, aber nicht automatisch eine bestimmte Interpretation von Lollipop.

Medienauftrag: Prüfe, was ein nach einer Schriftstellerin benannter Schulcampus über ihre öffentliche Würdigung aussagt und was daraus nicht über die Handlung des Romans folgt. Foto: Clemens Mosch, 2020, CC BY-SA 4.0. Datei · Lizenz.

Transfer: Welche eigenen Wünsche helfen dir beim Planen? Wann braucht es statt eines Rituals ein Gespräch, Unterstützung oder eine Entscheidung? Du musst keine privaten Erfahrungen mitteilen; erfundene Beispiele sind erlaubt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Wer verfasste den Roman Lollipop? (Christine Nöstlinger) (!Angelika Kaufmann) (!Astrid Lindgren) (!Erich Kästner)



Rückmeldung: Christine Nöstlinger ist die Autorin. Angelika Kaufmann gestaltete die Illustrationen der genannten Ausgabe.

In welchem Jahr erschien Lollipop laut offizieller Werkseite? (1977) (!1877) (!1997) (!2017)



Rückmeldung: Die Werkseite nennt 1977; das ist das Erscheinungsjahr, nicht das Datum einer späteren Ausgabe.

Wie heißt die Hauptfigur ursprünglich? (Victor Emanuel) (!Otto Emanuel) (!Ludwig Lollipop) (!Anton Victor)



Rückmeldung: Der Junge möchte Lollipop heißen, wird jedoch als Victor Emanuel vorgestellt.

Was ist der grüne Gegenstand aus der Ausgangsbeschreibung? (Ein Lutscher) (!Ein Buch) (!Eine Taschenlampe) (!Ein Spiegel)



Rückmeldung: Die Werkbeschreibung nennt einen grünen Waldmeisterlutscher, den die Figur besonders dünn schleckt.

Wie ist die behauptete Wunschmagie zunächst einzuordnen? (Als Glaube der Hauptfigur) (!Als historisch bewiesene Fähigkeit) (!Als naturwissenschaftliches Gesetz) (!Als Aussage der Illustratorin)



Rückmeldung: Die Quelle sagt ausdrücklich, dass Lollipop daran glaubt. Ob die erzählte Handlung diesen Glauben bestätigt, erfordert Textprüfung.

Welche Bedeutung kann der selbst gewählte Name haben? (Ein Ausdruck von Selbstbestimmung) (!Ein Hinweis auf einen tatsächlichen Adelstitel) (!Ein Nachweis für einen neuen Geburtsort) (!Eine wissenschaftliche Diagnose)



Rückmeldung: Selbstbestimmung ist eine gut begründbare Lesart, kein biografischer Fakt über den Jungen.

Welche Aussage zur Auswahlliste von 1978 trifft zu? (Das Buch wurde als Kinderbuch berücksichtigt) (!Das Buch gewann deshalb sicher den Hauptpreis) (!Die Liste beweist den Inhalt jedes Kapitels) (!Die Liste wurde von der Hauptfigur verfasst)



Rückmeldung: Eine Platzierung auf einer Auswahlliste ist nachweisbar und darf nicht als Preisgewinn umformuliert werden.

Was ist ein Motiv bei einer literarischen Untersuchung? (Ein wiederkehrendes bedeutungsvolles Element) (!Der Name des Buchverlags) (!Die Seitenzahl der Erstausgabe) (!Der Verkaufsort eines Buches)



Rückmeldung: Der Lutscher kann als Motiv untersucht werden, weil er für die Wahrnehmung und Wünsche der Figur Bedeutung erhält.

Wie bestimmst du die Erzählperspektive zuverlässig? (Durch Pronomen und Wissensstand im Primärtext) (!Nur durch die Farbe des Buchumschlags) (!Allein durch das Geburtsjahr der Autorin) (!Anhand eines beliebigen Interviews)



Rückmeldung: Die Perspektive muss an konkreten Textpassagen geprüft werden; eine Kurzbeschreibung genügt nicht.

Welche Aussage ist eine begründete Gegenposition? (Eine andere Deutung mit überprüfbarem Textbeleg) (!Eine unbelegte Behauptung ohne Textbezug) (!Eine erfundene Seitenzahl) (!Ein nacherzähltes fremdes Buch)



Rückmeldung: Gute Literaturgespräche verbinden eine These mit Textstellen und erklären, warum andere Lesarten weniger oder anders überzeugen.


Memory

Verbinde jeden Fachbegriff mit genau der passenden Erläuterung.

Hauptfigur Zentrale Person der erzählten Handlung
Motiv Wiederkehrendes bedeutungstragendes Element
Textbeleg Überprüfbare Stelle in der eigenen Ausgabe
Interpretation Begründete Auslegung einer Beobachtung
Gegenposition Alternative begründete Lesart
Illustratorin Künstlerin der Bilder einer Buchausgabe





Drag and Drop

Ordne fünf literarische Arbeitsschritte ihrem Zweck zu.

Passende Bezeichnung Beschreibung
Bibliografische Prüfung Erscheinungsjahr und Verlag durch verlässliche Quellen absichern
Figurenbeschreibung Aussagen und Handlungen einer Romanperson sorgfältig sammeln
Motivanalyse Die Bedeutung des Lutschers in verschiedenen Situationen untersuchen
Perspektivprüfung Erzählerwissen und Pronomen an Textstellen bestimmen
Gegenargument Eine alternative Lesart mit Belegen fair vertreten





Kreuzworträtsel

Trage sechs Begriffe ein; alle Antworten sind einzelne Wörter.

Lollipop Selbst gewählter Name des Jungen
Wünsche Hoffnungen, die die Figur mit einem Ritual verbindet
Fantasie Vorstellungskraft für Möglichkeiten jenseits des Gewöhnlichen
Motiv Wiederkehrendes Element mit Bedeutung im Text
Beleg Überprüfbarer Nachweis für eine Deutung
Roman Erzählende literarische Gattung des Buches





LearningApps

Suche passende Lernübungen zur Autorin und zum Werk und überprüfe ihre sachliche Richtigkeit, bevor du sie übernimmst.


Lückentext

Ergänze die fachlich passenden Begriffe.
Die Autorin von Lollipop heißt Christine

.
Als ursprünglichen Namen der Hauptfigur nennt die Werkbeschreibung Victor

.
Der Junge wünscht sich den selbst gewählten Namen

.
Sein besonderer Gegenstand ist ein grüner

.
Die Annahme der Wunscherfüllung ist zunächst ein

der Figur.
Ein wiederkehrendes bedeutungsvolles Element nennt man

.
Eine Deutung braucht einen nachvollziehbaren

.
Die Darstellung durch eine Erzählstimme untersucht man als

.
Eine abweichende gut begründete Deutung heißt

.
Die Bilder der Ausgabe gestaltete Angelika

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben mit deiner rechtmäßig vorliegenden Ausgabe. Für jede Behauptung über den Roman notierst du eine echte Fundstelle. Bei jüngeren Klassen genügen kürzere Absätze; höhere Klassen sollen Gegenargumente ausführen.


Leicht

  1. Lesesteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zum Buch mit Autorin, Titel, Jahr, Illustratorin und Quelle. Lösungshinweis: Werkseite und Preisarchiv verwenden; Kriterium: fünf korrekte Angaben und Quellen.
  2. Namenkarte: Erkläre den Unterschied zwischen Victor Emanuel und Lollipop als Namen. Lösungshinweis: Ausgangssituation und eine gelesene Stelle trennen; Kriterium: zwei Beobachtungen, eine Deutung.
  3. Wunschtabelle: Dokumentiere zwei tatsächlich gelesene Stellen mit Wunsch, Vorstellung und Wirklichkeit. Lösungshinweis: keine erfundenen Szenen; Kriterium: klare Trennung und Fundstellen.
  4. Bildvergleich: Beschreibe das Commons-Foto eines Lutschers und den im Text beschriebenen Gegenstand. Lösungshinweis: Beobachtbares von Behauptetem trennen; Kriterium: drei sinnvolle Vergleichspunkte.


Standard

  1. Beziehungskarte: Zeichne die Beziehungen zwischen der Hauptfigur und drei weiteren in deiner Ausgabe belegten Personen. Lösungshinweis: nur belegte Figuren aufnehmen; Kriterium: drei Beziehungen mit Textnachweisen.
  2. Sprachanalyse: Analysiere eine kurze Passage hinsichtlich Humor, Wortwahl und Wirkung. Lösungshinweis: genaues Zitieren nur mit der eigenen Ausgabe; Kriterium: zwei Stilbeobachtungen und begründete Wirkung.
  3. Erzählerprüfung: Bestimme anhand zweier Textstellen die Erzählform und den Informationsstand. Lösungshinweis: Pronomen und Gedankenwiedergabe markieren; Kriterium: nachvollziehbare Belege.
  4. Medienvergleich: Vergleiche eine Aussage aus dem Büchereiverband-Interview mit einer selbst belegten Szene. Lösungshinweis: Quelle und Werk getrennt kennzeichnen; Kriterium: korrekte Herkunft und reflektierter Vergleich.


Schwer

  1. Streitgespräch: Diskutiere die Behauptung, Fantasie helfe Lollipop mehr als direkte Gespräche. Lösungshinweis: Pro und Kontra; Kriterium: je zwei Gründe und mindestens zwei Buchbelege.
  2. Interpretationsaufsatz: Untersuche, ob der Lutscher eher Symbol von Hoffnung oder Ausweichen ist. Lösungshinweis: These, Belege, Gegenposition, Urteil; Kriterium: schlüssige Argumentation.
  3. Rezeptionskritik: Erkläre, was die Auswahlliste 1978 aussagt und welche Aussagen über Wert und heutige Beliebtheit offenbleiben. Lösungshinweis: Preisarchiv prüfen; Kriterium: Fakten und Grenzen trennen.
  4. Leseprojekt: Entwickle eine kurze, rechtlich zulässige Audio- oder Fotopräsentation nur mit eigenen Aussagen, freier Musik oder verifizierten Commons-Medien. Lösungshinweis: keine Buchseiten oder Originalbilder kopieren; Kriterium: Werkbelege, verständliche Deutung und vollständige Lizenzhinweise.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fakten sicher unterscheiden: Erläutere anhand von drei Beispielen, was die offiziellen Werkquellen nachweisen und was nur als Interpretation möglich ist.
  2. Konflikte argumentativ beurteilen: Zeige an einer selbst belegten Szene, wie Lollipop und eine andere Figur die Lage unterschiedlich sehen könnten.
  3. Fantasie kritisch prüfen: Vergleiche zwei Textmomente und begründe, ob der Wunschglaube unterstützt, irritiert oder in Frage gestellt wird.
  4. Erzähltechnik nachweisen: Erkläre an zwei Passagen, wie die Erzählweise Nähe oder Distanz zur Hauptfigur schafft.
  5. Medienkompetenz anwenden: Prüfe die Herkunft einer Commons-Datei und eines Videos und erläutere ihre verschiedenen Nutzungsbedingungen.
  6. Transfer begründen: Formuliere eine Handlungsmöglichkeit für einen erfundenen kindlichen Alltagskonflikt und reflektiere Chancen und Risiken.

Bewertungsraster (100 Punkte): sachliche Richtigkeit und Quellenklarheit 20; konkrete Textbelege 25; schlüssige Analyse von Figuren, Motiv und Sprache 25; begründete Gegenposition 15; Verständlichkeit, Medienethik und saubere Zitierpraxis 15. Für Klassen 4–6 dürfen Aufgaben mündlich mit einer kürzeren Belegsammlung bearbeitet werden; Klassen 7–9 erläutern die Argumentationsschritte schriftlich.




Lernnachweis

Wissen: Du kennst gesicherte bibliografische Angaben, die Hauptfigur und die belegte Ausgangssituation sowie die Begriffe Motiv, Figur, Erzählperspektive und Interpretation.

Können: Du erstellst eine Lesetabelle, bestimmst Textbelege, unterscheidest Glaube und erzählte Wirklichkeit, interpretierst ein Motiv, formulierst eine Gegenposition und reflektierst Medienquellen.

Produkte: Lesesteckbrief, annotierte Textstellen, Figurenkarte, kurzer Analyseaufsatz und ein Quellen- und Lizenzblatt. Die Beispiele enthalten keine personenbezogenen Daten von Mitschülerinnen und Mitschülern.

Selbstkontrolle: Habe ich Handlung und Deutung getrennt? Sind Zitate wirklich in meiner Ausgabe vorhanden? Ist mein Gegenargument respektvoll? Habe ich den urheberrechtlichen Status jeder verwendeten Datei geprüft?




OER und Wikipedia

Belastbare Ausgangsquellen

Verifizierte Medien- und Rechteübersicht

Im Kurs verwendetes Medium Quelldatei oder Veröffentlichung Urheberschaft Lizenz und Verwendung
File:2012 Christine Nöstlinger (6805938102) (cropped).jpg Wikimedia Commons SPÖ-OÖ; Zuschnitt auf Wikimedia Commons CC BY 2.0, Namensnennung
File:Lollipop in the package.jpg Wikimedia Commons Linuxerist CC BY-SA 2.5, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen
File:Lollipops.jpg Wikimedia Commons Beatrice Murch CC BY-SA 2.0, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen
File:En-us-lollipop.ogg Wikimedia Commons EncycloPetey CC BY-SA 3.0, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen
File:Christinenoestlingerbildungscampus.jpg Wikimedia Commons Clemens Mosch CC BY-SA 4.0, Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen
https://www.youtube.com/watch?v=_QwWpE8iR5Q Leselounge: Christine Nöstlinger im Interview Büchereiverband Österreichs, 2014 YouTube-Nutzungsbedingungen; externer Player, keine freie Weiterverbreitung behauptet

Wikipedia als ergänzende Kontextquelle: Christine Nöstlinger. Wikipedia ist für den Werktext keine Ersatzquelle und unterliegt der eigenen Quellenprüfung.

Lesezugang: Nutze eine rechtmäßige Buchausgabe oder frage deine Schul- beziehungsweise Stadtbibliothek nach dem Titel. Aus der bibliografischen Angabe lässt sich kein frei nutzbarer Volltext ableiten.



Verknüpfte Lernbereiche

Die folgenden nachweislich bestehenden MOOCwiki-Seiten dienen als methodischer und literaturgeschichtlicher Vergleich. Der literarische Realismus des 19. Jahrhunderts ist nicht die Epoche, in die dieser Roman von 1977 datiert wird.


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...