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Literatur verstehen - Der einsame Weg - Arthur Schnitzler

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Literatur verstehen - Der einsame Weg - Arthur Schnitzler

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Einleitung

Der einsame Weg ist ein Schauspiel in fünf Akten von Arthur Schnitzler. Es wurde 1904 in Berlin uraufgeführt. Die Handlung spielt in Wien um 1900. Menschen aus einer früher eng verbundenen Gruppe treffen wieder aufeinander. Alte Geheimnisse verändern die Beziehungen. Es geht um Freiheit, Verantwortung, Liebe, Krankheit, Tod und Einsamkeit.

Für wen? Klassen 11 bis 13. Du arbeitest mit kurzen Erklärungen und dem vollständigen Originaltext der vorhandenen Buchausgabe. Die Lesezeit kann auf mehrere Unterrichtsstunden verteilt werden.

Volltext – maßgebliche MOOCwiki-Buchseite: Buch – Der einsame Weg – Schnitzler, Arthur. Lies dort das ganze Stück mit allen fünf Akten. Die Buchseite wird hier nur verlinkt, nicht neu angelegt und nicht ersetzt.

Dein Lernziel: Du kannst den Handlungsverlauf erklären, Figuren vergleichen, Dialoge mit Textbelegen untersuchen und das Drama begründet in die Wiener Moderne einordnen. Trenne immer Textbeobachtung und deine Deutung.

Arthur Schnitzler um 1912. Foto: Ferdinand Schmutzer, gemeinfrei; Bildnachweis und Rechte.


Volltext, Originalsprache und Leseplan

Das Stück wurde auf Deutsch geschrieben. Es ist daher keine Übersetzung ins Deutsche nötig. Prüfe bei unterschiedlichen digitalen Fassungen Schreibweise, Zeichensetzung und die Reihenfolge der Szenen. Eine modernisierte Schreibweise ist keine neue Äußerung einer Figur. Zitiere nach der Fassung, die du tatsächlich liest.

Lesewege:

  1. MOOCwiki-Volltext: Deine erste Textgrundlage für alle Aufgaben.
  2. TextGrid Repository – Der einsame Weg: digitaler Volltext, gegliedert in Akte und Szenen. Hilfreich zum Auffinden von Stellen.
  3. Projekt Gutenberg – Der einsame Weg: vollständige Lesefassung, dort als Ausgabe von 1922 ausgewiesen.
  4. Werküberblick: nur zur ersten Orientierung, nicht als Ersatz für Textbelege.

Arbeitsregel: Notiere zu jedem Beleg Akt, Szene, sprechende Figur und die ersten Wörter. Seitenzahlen hängen von der Ausgabe ab. Gib bei Zitaten den Wortlaut der tatsächlich benutzten Fassung wieder; mache Änderungen sichtbar. Unterscheide Regieanweisungen von gesprochener Rede.


Die Handlung in fünf Akten


Erster Akt: Beziehungen und Vorzeichen

Johanna und Felix sprechen im Garten über ihre Mutter Gabriele, die krank ist. Felix ist als Soldat zu Besuch. Johanna erlebt die Krankheit anders als er. Sala, ein Freund der Familie, kommt hinzu. Schon früh geht es um Abschied und Vergänglichkeit.

Textarbeit: Lies den ersten Akt, erste und zweite Szene auf der verlinkten Buchseite. Unterstreiche Worte zu Freiheit, Grenzen und Krankheit. Im TextGrid-Wortlaut sagt Johanna über ihre Mutter: „Ich habe sie nicht mehr so lieb, seit sie krank ist.“ Erkläre, warum dieser Satz irritieren kann, ohne Johanna sofort zu verurteilen. Prüfe die Schreibweise in deiner MOOCwiki-Ausgabe.


Zweiter Akt: Erinnerung und Vergangenheit

Nach Gabrieles Tod gewinnen Erinnerungen an ihre Jugend an Gewicht. Der Maler Julian Fichtner zeigt Felix ein Bild seiner Mutter. Felix fragt nach ihrer Vergangenheit. Das Bild macht Vergangenes wieder gegenwärtig, kann aber nicht alle Fragen beantworten.

Textarbeit: Suche im zweiten Akt die Begegnungen von Julian und Felix bei dem Bild. Notiere eine Frage von Felix und eine ausweichende oder erklärende Reaktion Julians. Frage dich: Wer besitzt hier Wissen, wer sucht es?


Dritter Akt: Eine Wahrheit verändert Beziehungen

Felix erfährt, dass Julian Fichtner sein leiblicher Vater ist. Professor Wegrat hat ihn großgezogen. Felix muss überlegen, was Vaterschaft und Zugehörigkeit bedeuten. Eine biologische Verbindung schafft nicht automatisch Vertrauen.

Textarbeit: Lies das Ende des dritten Akts. Markiere die Stelle, an der Felix seine Distanz zu Julian ausdrückt. Vergleiche, wie Julian und Felix dieselbe neue Wahrheit bewerten. Lege für jede Position einen eigenen Textbeleg an.


Vierter Akt: Zukunftswünsche und Grenzen

Johanna fühlt sich zu Stephan von Sala hingezogen. Seine schwere Erkrankung und die Erwartungen anderer Menschen verschärfen ihre Lage. Felix sucht nach einem Weg aus seiner persönlichen Krise. Das Stück stellt die Frage, wie frei Entscheidungen unter Druck wirklich sind.

Textarbeit: Untersuche im vierten Akt Johannas Gespräch mit Sala und die Regieanweisungen am Ende des Akts. Welche Erwartungen entstehen durch Pausen, Blicke und den Ort am Teich? Nenne Beobachtung und Deutung getrennt.


Fünfter Akt: Verluste und der einsame Weg

Johanna wird vermisst und später tot aufgefunden. Sala und die übrigen Figuren müssen auf Entscheidungen und Versäumnisse zurückblicken. Fichtner und Wegrat stehen vor der Frage, welche Beziehungen ihnen bleiben. Der Titel erhält am Ende ein besonderes Gewicht.

Textarbeit: Lies den fünften Akt von der ersten bis zur letzten Szene. Untersuche zunächst, was die Figuren zu Johannas Verschwinden wissen und was sie nur vermuten. Deute dann das Ende. Behandle Selbsttötung nicht als romantische Lösung eines Konflikts, sondern untersuche kritisch den Umgang des Dramas mit Leid und fehlender Unterstützung.


Die Figuren verstehen

Gabriele Wegrat: Ihre Vergangenheit verbindet Julian und Wegrat. Ihre Krankheit und ihr Tod lösen wichtige Gespräche aus.

Professor Wegrat: Der Kunstprofessor übernimmt über Jahre Verantwortung für Felix und Johanna. Er ist für Felix eine vertraute Vaterfigur.

Julian Fichtner: Der Maler wollte unabhängig bleiben. Später sucht er Nähe und Anerkennung. Die Folgen seiner früheren Entscheidung kann er nicht einfach rückgängig machen.

Felix: Er sucht nach einer eigenen Zukunft. Die Entdeckung seiner Herkunft zwingt ihn, seine Vorstellungen von Familie zu prüfen.

Johanna: Sie will mehr als den für sie vorgesehenen Lebensweg. Ihre Gedanken und ihre Beziehungen zeigen den Konflikt zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit.

Stephan von Sala: Er wirkt erfahren und distanziert. Seine Krankheit macht Fragen nach Lebenszeit und Verantwortung dringlich.

Irene Herms und Doktor Reumann: Sie machen andere Lebensentwürfe und Formen von Fürsorge sichtbar.

Figurenaufgabe: Zeichne eine Beziehungskarte. Trage pro Verbindung ein überprüfbares Textsignal ein: Frage, Schweigen, Erinnerung, Geheimnis oder Handlung. Gefühle müssen mit einer Szene begründet werden.


Sprache, Aufbau und Deutung

Das Drama hat fünf Akte. Die Handlung wird überwiegend durch Gespräche und Bühnenhandlungen gezeigt; ein allwissender Erzähler kommentiert sie nicht. Achte auf Pausen, Gesprächsabbrüche, Fragen, Ausweichen und Regieanweisungen. Sie können mehr verraten als eindeutige Behauptungen.

Beispiel für eine genaue Analyse: Im ersten Akt spricht Johanna über die Krankheit ihrer Mutter. Beobachtung: Sie verwendet eine überraschend distanzierte Formulierung. Mögliche Deutung: Angst und Überforderung können als Gefühlsabstand erscheinen. Diese Deutung ist eine Hypothese, keine wörtliche Aussage Schnitzlers.

Leitfragen: Ist Freiheit ohne Bindung denkbar? Kann spätes Bedauern Verantwortung ersetzen? Ist Herkunft wichtiger als Fürsorge? Warum können Menschen einander nahe sein und sich trotzdem einsam fühlen?

Historische Ansicht eines Wiener Stadtraums um 1900. Urheber unbekannt, gemeinfrei; Commons-Nachweis. Das Bild zeigt den Stadtkontext, keine Szene des Dramas.


Epochenkontext: Wien und die Moderne

Wiener Moderne meint die vielfältige Kultur in Wien etwa zwischen 1890 und 1910. Künstlerinnen und Künstler untersuchten Identität, Gefühle, Wahrnehmung, gesellschaftliche Rollen und Unsicherheit. Schnitzler war dem Kreis Jung-Wien verbunden. Sein genauer Blick auf innere Konflikte gehört in diesen Zusammenhang.

Wichtig: Moderne ist keine einheitliche Stilrichtung. Um 1900 wirken unter anderem Symbolismus, Impressionismus, Jugendstil, Naturalismus und frühe Formen des Expressionismus nebeneinander oder gegeneinander. Verknüpfe eine Strömung nur mit einer konkreten Textstelle, nie allein mit einem Datum.

Symbolistische Lesart: Garten, Jahreszeiten, Weg und Teich können zusätzliche Bedeutungen tragen. Sie sind nicht automatisch eindeutige Symbole. Begründe jede Deutung an einem Gespräch oder einer Regieanweisung.

Historischer Blick: Bürgertum, Familie, Geschlechterrollen, Künstlerleben und militärische Laufbahnen prägen die Figurenwelt. Vergleiche ihre Erwartungen mit heutigen Möglichkeiten, ohne die Figuren vorschnell nach modernen Maßstäben zu bewerten.

Das Wiener Secessionsgebäude in einer zeitgenössischen Darstellung. Urheber unbekannt, gemeinfrei; Commons-Nachweis. Es veranschaulicht die Kunstlandschaft der Zeit.

Gustav Klimt: Detail des Beethovenfrieses von 1902. Gemeinfreie Abbildung; Commons-Nachweis. Vergleiche Kunstformen und Motive, nicht die konkreten Figuren des Dramas.


Medienwerkstatt: Bühne, Stimme und bewegtes Bild

Audio von Wikimedia Commons: Die folgende kurze Datei spricht nur den Namen des Autors aus. Sie ist keine historische Originalaufnahme Schnitzlers und keine Lesung des Dramas.

Jeuwre, Aussprache „Arthur Schnitzler“, 26.09.2026, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Unverändert verlinkt.

Bühnenvideo A: Trailer des Theaters in der Josefstadt zur Inszenierung 2018 (Regie: Mateja Koležnik). Vergleiche Licht, Raum und Körpersprache mit den Regieanweisungen des Dramas.

Bühnenvideo B: Trailer des Ernst Deutsch Theaters zur Inszenierung 2024 (Regie: Antoine Uitdehaag). Vergleiche die Wirkung beider Bühnenräume.

Medienaufgabe: Notiere aus jedem Trailer zwei sichtbare Gestaltungsmittel. Trenne Bühnenentscheidung und Originaltext: Eine Inszenierung ist eine Interpretation, kein Beleg dafür, dass eine Szene im gedruckten Text genau so beschrieben wird.

Bewegte Bilder aus dem Commons-Archiv, optionaler Vergleich: The Affairs of Anatol (1921), Stummfilm. Der Film gehört zu einem anderen Schnitzler-Stoff und ist keine Verfilmung von Der einsame Weg. Nutze ihn nur für einen Vergleich historischer Bühnen- und Filmsprache. Commons kennzeichnet den Film als gemeinfrei in den USA; Rechtehinweise auf der Dateiseite vor einer Weiterverwendung beachten.


Quellenvergleich und textbezogene Leseaufgaben

Original und Ausgabe: Das deutschsprachige Drama erschien 1904. Die verlinkte Projekt-Gutenberg-Fassung nennt die Ausgabe 1922. Vergleiche für die folgende Übung deine MOOCwiki-Fassung mit der frei zugänglichen TextGrid-Fassung. Achte auf Orthografie, Zeichensetzung und Rollenbezeichnungen. Behaupte keine konkrete Abweichung, bevor du sie gesehen hast.

Leseauftrag A – erster Akt, erste Szene: Suche Johanna und Felix' Gespräch über die Mutter. Fasse die Positionen in je einem Satz zusammen. Markiere wörtlich eine Formulierung, die Angst oder Abwehr zeigen könnte.

Leseauftrag B – zweiter Akt, Julian und Felix: Welche Rolle spielt das Bild von Gabriele? Beschreibe zuerst den Bühnenvorgang, dann die Bedeutung des Bildes für Felix.

Leseauftrag C – dritter Akt, Schluss: Stelle biologische und soziale Vaterschaft gegenüber. Begründe an zwei Aussagen von Felix, weshalb eine Enthüllung nicht sofort Nähe schafft.

Leseauftrag D – vierter Akt, letzte Szene: Suche die Hinweise zu Johannas Verhalten in der Nähe des Teichs. Welche Deutungen lässt die Regieanweisung zu? Welche Grenzen hat unser Wissen?

Leseauftrag E – fünfter Akt: Stelle die Aussagen der Figuren über das Verschwinden Johannas in eine Tabelle: Tatsache, Vermutung, Reaktion. Erkläre, wie Spannung entsteht.

Leseauftrag F – zwei Fassungen: Wähle einen kurzen Dialog (etwa fünf Zeilen). Übertrage nur die genauen Wörter aus deiner Buchfassung und aus TextGrid. Markiere nachweisbare Unterschiede. Falls keine vorliegen, schreibe ausdrücklich: „In dieser Passage keine Abweichung festgestellt.“


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Einstieg: Suche zuerst Akt und Szene. Notiere: Wer spricht? Mit wem? Über welches Problem? Ein Satz genügt.

Hilfe 2 – Textbeleg: Markiere ein Signalwort, eine Frage oder eine Regieanweisung. Nutze das Schema: „Die Figur sagt oder tut …; das zeigt zunächst …“.

Hilfe 3 – Interpretation: Ergänze: „Ich deute die Stelle als …, weil …“. Überprüfe anschließend, ob eine andere Erklärung zum gleichen Beleg passt.

Hilfe 4 – Vergleich: Unterscheide Druckausgabe, digitale Textfassung und moderne Bühnenaufführung. Belege jeweils, worauf sich deine Aussage stützt.

Hilfe 5 – Anspruchsvoll: Verbinde einen Textbeleg mit einer historischen Erwartung an Familie, Kunst oder Geschlechterrollen. Benenne mindestens eine Grenze deiner Deutung.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Prüfe dein Wissen

Welche Gattung hat Der einsame Weg? (Schauspiel in fünf Akten) (!Roman mit zwölf Kapiteln) (!Gedichtzyklus) (!Autobiografie)



Wo spielt das Drama laut Personenverzeichnis? (In Wien) (!In Paris) (!In Berlin) (!In London)



Wer schrieb Der einsame Weg? (Arthur Schnitzler) (!Hugo von Hofmannsthal) (!Franz Kafka) (!Georg Büchner)



Wer ist Felix' sozialer Vater und Erzieher? (Professor Wegrat) (!Doktor Reumann) (!Stephan von Sala) (!Julian Fichtner)



Wer ist Felix' leiblicher Vater? (Julian Fichtner) (!Professor Wegrat) (!Stephan von Sala) (!Doktor Reumann)



Welche Figur ist die Schwester von Felix? (Johanna) (!Gabriele) (!Irene) (!Lilli)



Was wird in der ersten Szene angesprochen? (Gabrieles schlechte Gesundheit) (!Eine Gerichtsverhandlung) (!Ein Konzert in Paris) (!Eine Schiffsreise nach Amerika)



Was prüfst du bei einem Vergleich zweier Textausgaben zuerst? (Ob Wortlaut und Schreibweise voneinander abweichen) (!Ob der Einband schöner ist) (!Ob eine Figur sympathisch wirkt) (!Ob das Video länger ist)



Was kennzeichnet eine Regieanweisung? (Sie beschreibt Spielhandlungen oder Bühnenvorgänge) (!Sie ist stets ein innerer Monolog) (!Sie ist die Aussage eines Erzählers im Roman) (!Sie verrät immer das Ende)



Welche Einordnung ist für die Zeit um 1900 angemessen? (Mehrere Strömungen der Moderne bestehen nebeneinander) (!Alle Werke folgen genau dem Symbolismus) (!Die Wiener Moderne ist identisch mit dem Barock) (!Das Stück wurde im Mittelalter verfasst)




Memory-Spiel

Finde zusammengehörende Begriffe. Jede Zuordnung bezieht sich auf die Handlung oder die Dramenanalyse.

Julian Fichtner Maler und leiblicher Vater von Felix
Professor Wegrat Erzieher und soziale Vaterfigur
Johanna Schwester von Felix
Stephan von Sala Schwer erkrankter Familienfreund
Regieanweisung Beschreibung eines sichtbaren Bühnenvorgangs
Wiener Moderne Vielfältige Kultur um neunzehnhundert in Wien




Drag-and-Drop: Ordne Aussagen zu

Passender Begriff Aussage zum Drama
Erster Akt Gespräch über Gabrieles Krankheit
Zweiter Akt Bild der jungen Gabriele und Fragen nach der Vergangenheit
Dritter Akt Offenlegung von Felix' leiblicher Herkunft
Vierter Akt Johannas innerer Konflikt und Gespräch am Teich
Fünfter Akt Suche nach Johanna und Folgen ihres Todes




Kreuzworträtsel

Trage die gesuchten Wörter ein. Alle Antworten bestehen aus genau einem Wort.

Schnitzler Nachname des Autors des Dramas
Fichtner Nachname des Malers Julian
Johanna Vorname von Felix' Schwester
Wegrat Nachname des Kunstprofessors
Reumann Nachname des Arztes im Stück
Symbolismus Kunstrichtung, die mit mehrdeutigen Bildern arbeitet




LearningApps

Du kannst hier nach ergänzenden Übungen zum Werk suchen. Suchtreffer stammen von Dritten und müssen fachlich überprüft werden.


Lückentext

Ergänze die Begriffe aus diesem Kurs.
Der Autor des Dramas heißt Arthur

.
Die Handlung besteht aus fünf

.
Julian Fichtner arbeitet als

.
Felix wurde von Professor

erzogen.
Felix' Schwester heißt

.
Ein gesprochener Austausch zwischen Figuren heißt

.
Hinweise auf Bewegungen der Figuren heißen

.
Die Kultur in Wien um neunzehnhundert nennt man Wiener

.
Eine Vermutung über die Bedeutung einer Stelle ist eine

.
Für eine gute Interpretation brauchst du einen

.



Offene Aufgaben

Bearbeite mindestens eine Aufgabe pro Niveau; die weiteren Aufgaben bieten Vertiefung. Zitiere aus der verlinkten Buchfassung und gib Akt sowie Szene an.


Leicht

  1. Lesetagebuch: Kernaufgabe leicht. Lies den ersten Akt, erste Szene. Beschreibe in fünf einfachen Sätzen, was Johanna und Felix über Gabriele denken. Belege einen Satz.
  2. Figurenkonstellation: Erstelle eine Beziehungskarte mit Felix, Johanna, Gabriele, Wegrat und Julian. Kennzeichne leibliche und soziale Verbindungen.
  3. Dramenanalyse: Suche zwei Regieanweisungen im ersten Akt. Erkläre, was du dir auf der Bühne dazu vorstellst.
  4. Wortschatz: Notiere fünf heute ungewohnte Ausdrücke aus der Lektüre. Gib eine eigene einfache Erklärung, ohne das Zitat zu verändern.


Standard

  1. Figurenanalyse: Kernaufgabe Standard. Vergleiche Felix' Beziehung zu Wegrat und Julian nach dem dritten Akt. Nutze zwei konkrete Textstellen und einen Gegenbeleg.
  2. Dialoganalyse: Analysiere ein Gespräch zwischen Johanna und Sala. Kennzeichne, was gesagt wird und was unausgesprochen bleibt.
  3. Literaturepoche: Vergleiche eine Szene mit einem Merkmal der Wiener Moderne und begründe, warum daraus keine starre Epochenschublade folgt.
  4. Theater: Vergleiche ein Detail aus zwei verlinkten Theatertrailern mit einer Regieanweisung. Unterscheide Text und Inszenierung.


Schwer

  1. Interpretation: Kernaufgabe schwer. Erörtere: „Wer allein leben will, kann anderen schaden.“ Untersuche Julian und eine Gegenfigur anhand von drei Textbelegen und einer Gegenposition.
  2. Quellenkritik: Vergleiche einen kurzen Dialog in der MOOCwiki-Buchfassung und in TextGrid. Dokumentiere nachweisbare Abweichungen oder die Gleichheit der Stelle.
  3. Symbolismus: Prüfe, ob Garten, Weg oder Teich als Symbole gelesen werden können. Verwende Regieanweisungen und bespreche mindestens eine alternative Deutung.
  4. Theaterpädagogik: Entwirf ein textnahes Regiekonzept für eine Szene. Erläutere in einem Regiebuch, welche Originalhinweise du übernimmst und welche Entscheidungen von dir stammen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Textinterpretation: Erkläre anhand des dritten Akts, weshalb leibliche Abstammung und gelebte Elternschaft im Drama in Konflikt geraten.
  2. Verantwortung: Untersuche an Julian, was Einsicht im Nachhinein bewirken kann und was nicht.
  3. Quellenkritik: Zeige am selbst gewählten Beleg, wie du eine wortgetreue Textstelle von einer Zusammenfassung und einer Interpretation trennst.
  4. Literaturgeschichte: Vergleiche die Wiener Moderne mit einer anderen Strömung um 1900. Begründe Unterschiede an einem Textsignal statt an Schlagworten.
  5. Dramaturgie: Erkläre mit zwei Regieanweisungen, wie Schnitzler Spannung ohne Erzähler erzeugt.
  6. Medienanalyse: Vergleiche zwei moderne Theaterinszenierungen. Ordne je zwei Gestaltungsmittel als textnah oder als eigenständige Regieentscheidung ein.


Lernnachweis

Du zeigst, was du kannst, durch: ein Leseprotokoll mit Akt- und Szenenangaben; mindestens vier korrekt übernommene Kurzbelege; eine nachvollziehbare Figurenkarte; eine Dialoganalyse mit Trennung von Beobachtung und Deutung; eine begründete Epocheneinordnung; einen überprüfbaren Ausgabenvergleich; eine kurze Medienanalyse. Bewertung: 40 Prozent Textnähe, 25 Prozent schlüssige Deutung, 20 Prozent historische Einordnung und 15 Prozent klare, eigene Darstellung. Medienproduktion ist nicht erforderlich.


OER und Wikipedia

Volltext und Forschung:

  1. MOOCwiki – vorhandene Buchausgabe und Volltext
  2. TextGrid Repository – digitaler Dramentext
  3. Projekt Gutenberg – online lesbare Ausgabe von 1922
  4. Österreichische Akademie der Wissenschaften – Uraufführung am 13. Februar 1904
  5. Deutsches Historisches Museum – Biografie
  6. Wikipedia – Wiener Moderne

Wikipedia-Artikel zum Werk (als zusätzliche Orientierung):

Mediennachweise, Urheber und Nutzungsrechte:

Datei oder Video Quelle Urheber Rechte und Hinweise
File:Arthur Schnitzler 1912.jpg Commons Ferdinand Schmutzer Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite
File:Alter Naschmarkt 1900.jpg Commons Urheber unbekannt Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite
File:Wiener Secessionsgebäude um 1900.jpg Commons Urheber unbekannt Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite
File:Gustav Klimt 014.jpg Commons Gustav Klimt, Digitalisierung Yorck Project Gemeinfreie Bildvorlage laut Commons
File:De-Arthur Schnitzler.ogg Commons Jeuwre CC BY-SA 4.0, Namensnennung und Lizenzlink
https://www.youtube.com/watch?v=Dtmxz3Mtreo Theater in der Josefstadt Theater in der Josefstadt, Trailer: Jan Frankl YouTube-Video des Theaters, keine freie Lizenz behauptet; eingebettet, nicht kopiert
https://www.youtube.com/watch?v=D83DS6wLDmQ Ernst Deutsch Theater Ernst Deutsch Theater YouTube-Video des Theaters, keine freie Lizenz behauptet; eingebettet, nicht kopiert
File:The Affairs of Anatol (1921).webm Commons Filmregie: Cecil B. DeMille Laut Commons gemeinfrei in den USA; anderer Schnitzler-Stoff, nur Vergleichsmaterial

Quellenhinweis: Wikimedia-Commons-Dateien stehen unter individuellen Rechteangaben. Die beiden Bühnenvideos werden nicht als OER ausgegeben. Angaben zu Buchfassungen und Medien wurden anhand öffentlich sichtbarer Quellen zusammengestellt; überprüfe Urheber und Lizenz bei Weiterverwendung erneut.


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