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Literatur verstehen - Der beschriebene Tännling - Adalbert Stifter

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Literatur verstehen - Der beschriebene Tännling - Adalbert Stifter

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Einleitung

Der beschriebene Tännling ist eine Erzählung von Adalbert Stifter (1805–1868). Sie entstand 1845 und erschien zuerst 1846. Die Handlung spielt bei Oberplan im Böhmerwald. Im Zentrum stehen Hanna, der Holzarbeiter Hanns und der Adlige Guido. Liebe, Wünsche, soziale Unterschiede und eine entscheidende Begegnung am alten Baum treiben die Geschichte an.

Du lernst: eine längere Erzählung abschnittsweise lesen, Figuren an Textstellen erklären, Naturbilder deuten, Original und Deutung trennen und den Text in die Zeit von Biedermeier und Vormärz einordnen. Zielgruppe: Klassen 9–10 mit Hilfen oder 11–13 mit vertiefter Analyse.

Adalbert Stifter, Porträt von Bertalan Székely (1863); Herkunft und Gemeinfreiheit sind unten verlinkt.


Volltext und Leseweg

Vorhandene MOOCwiki-Buchausgabe: Buch – Der beschriebene Tännling – Stifter, Adalbert (Volltext). Diese Kursseite ersetzt nicht die Buchseite. Lies die Textstellen dort im Zusammenhang; es wird keine zweite Buchseite angelegt.

Vergleichbare digitale Textzeugen: TextGrid, Der beschriebene Tännling (Edition nach dem Druck in Stifters Werken, 1959) und Projekt Gutenberg, Textfassung mit älterer Schreibweise. Im TextGrid findest du die vier Teile Der graue Strauch, Der bunte Schlag, Der grüne Wald und Der dunkle Baum. Entstehung 1845 und Erstdruck 1846 sind von der 1847 datierten späteren Textquelle bei Projekt Gutenberg zu unterscheiden.

Originalsprache ist Deutsch. Es braucht keine Übersetzung in eine andere Sprache. Zwischen historischen Drucken und späteren Editionen können Rechtschreibung, Zeichensetzung und Seitenzählung abweichen. Schreibe bei einem Zitat immer Textausgabe + Teilüberschrift + Suchwörter dazu. Wenn du einen Satz in einfaches Deutsch überträgst, markiere ihn als eigene Paraphrase und nicht als Zitat.


Die vier Lesestationen

Station A – Der graue Strauch: Suche zuerst die Erklärung, weshalb der „beschriebene Tännling“ so heißt. Welche Zeichen tragen Menschen in die Rinde ein? Notiere zwei Beobachtungen und unterscheide Naturbeschreibung von einer Vermutung des Erzählers.

Station B – Der bunte Schlag: Lies Hannas Gespräch nach dem Gebet bei der Kapelle und ihre Beziehung zu Hanns. Welche Wünsche spricht sie aus? Wie reagieren die anderen? Belege den Unterschied zwischen einem Wunsch und dessen tatsächlicher Erfüllung.

Station C – Der grüne Wald: Untersuche die Ankunft der Jagdgesellschaft, das öffentliche Fest und Hannas Begegnung mit Guido. Vergleiche, wie die Herren auftreten und wie einfache Dorfbewohner zuschauen. Welche Kritik ist ausdrücklich formuliert, welche kann man nur erschließen?

Station D – Der dunkle Baum: Lies Hanns' Reaktion, die Axt, den Gang zur Kapelle, die nächtliche Vision am Tännling und den Schluss mit dem Taler. Erkläre, was wirklich erzählt wird und was Hanns im Schlaf wahrnimmt. Nenne dafür zwei Textstellen.


Handlung und Figuren

Kurze Inhaltsangabe: Hanna und Hanns stehen einander nahe. Hanna sehnt sich seit ihrer Kindheit nach herrlichen Kleidern. Bei einer großen Jagdgesellschaft lernt sie den adeligen Guido kennen und wird später seine Braut. Hanns erfährt davon erst spät. Er nimmt eine Axt und geht zum Tännling, wo Guido am nächsten Tag als Schütze stehen soll. Nach einer nächtlichen Vision verzichtet Hanns auf die geplante Tat und entfernt sich. Später sorgt er für drei Kinder seiner verstorbenen Schwester. Jahre danach begegnet Hanna ihm, ohne ihn zu erkennen, und wirft ihm aus einer Kutsche einen Taler zu. Der Schluss stellt die Frage, wem das vermeintliche Wunder wirklich geholfen hat.

Hanna: Schönheit und der Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg bestimmen, wie andere sie sehen. Beurteile sie nicht vorschnell: Suche ihre eigenen Aussagen und stelle ihnen die Urteile der Dorfleute gegenüber.

Hanns: Er arbeitet im Wald und liebt Hanna. Sein Gang mit der Axt zeigt Gefahr und Verzweiflung. Dass er zuletzt die Kinder seiner Schwester versorgt, erlaubt eine andere Bewertung seines Lebens als nur „gescheitert“.

Guido: Er gehört zur adligen Jagdgesellschaft. Die Geschichte macht an ihm den Abstand zwischen den sozialen Gruppen sichtbar. Verwechsle sein öffentliches Ansehen nicht mit einer ausdrücklichen moralischen Bewertung durch den Erzähler.

Der Schmied und das Dorf: Gerüchte und Kommentare prägen den Blick auf die Personen. Am Ende setzt der alte Schmied der scheinbar einfachen Glücksgeschichte eine gegensätzliche Deutung entgegen.

Arbeitsmethode: Lege eine kleine Tabelle an: Figur – Handlung – belegbare Textstelle – mögliche Erklärung – Gegenargument. Ein Motiv ist eine Deutung, keine sicher bewiesene Tatsache.

Stifters Darstellung der Gutwasserkapelle bei Oberplan (1845). Vergleiche das Bild mit der Kapelle in der Erzählung; beides ist nicht automatisch dasselbe Dokument.


Sprache, Natur und Aufbau

Ausführliche Landschaftsschilderungen: Der Erzähler beschreibt Wälder, Wasser, Wege, Licht und Jahreszeiten sehr genau. Häufig geht die Handlung scheinbar langsam voran. Frage: Was erfährst du durch die Umgebung über die Stimmung, ohne dass Gefühle direkt benannt werden?

Der Baum als Zeichen: Im Stamm stehen eingeschnittene Herzen, Kreuze und Namen. Der Baum bewahrt Spuren verschiedener Zeiten. Als Hanns zu ihm kommt, treffen Erinnerung, Liebe, Gewaltgefahr und innere Umkehr zusammen. Das ist eine Interpretationsmöglichkeit, keine vom Baum „gesprochene Botschaft“.

Erzählstimme: Ein Erzähler führt dich durch Orte und Handlungen, kommentiert jedoch Gefühle oft nur sparsam. Beispiel für analytisches Vorgehen: Beobachtung „Hanns nimmt eine Axt“; vorsichtige Deutung „er könnte Gewalt planen“; späterer Textbeleg „er verlässt den Ort, bevor Guido ankommt“.

Schlüsselstelle im vierten Teil (TextGrid): „Es muß etwas Verworrenes gewesen sein, um das ich gebeten habe.“ Das sagt Hanns nach seinem Erwachen am Baum. Deute „Verworrenes“ im Zusammenhang mit seinem Gang zur Kapelle. Erfinde keine weitere wörtliche Rede.

Aufbau: Anfang: Landschaft und Ort. Mitte: Hanna, Hanns, Jagd und sozialer Glanz. Wendepunkt: Hanns am Baum. Rückblick/Schluss: Hanns mit den Kindern, Hanna in der Kutsche und das Urteil des Schmieds. Die Teile verbinden Naturbeobachtung und menschlichen Konflikt.

Oberplan im Gemälde Adalbert Stifters (um 1823). Vergleiche die dargestellte Landschaft mit dem erzählten Blick vom Kreuzberg.


Historischer Kontext: Biedermeier, Vormärz und Realismus

Historische Lage: Nach dem Wiener Kongress 1814/15 wurden viele Herrschaftsordnungen wiederhergestellt. Pressezensur und staatliche Überwachung begrenzten Kritik. 1848 kam es in vielen deutschen Staaten und im Habsburgerreich zu Revolutionen.

Biedermeier (ungefähr 1815–1848): Natur, Haus, Nähe und ein geordnetes Leben stehen häufig im Mittelpunkt. Das muss nicht heißen, dass ein Werk blind gegenüber Ungerechtigkeit ist.

Vormärz und Junges Deutschland: Zeitgleich forderten andere Autorinnen und Autoren stärker politische Teilhabe, Freiheitsrechte und gesellschaftliche Veränderungen. Das Junge Deutschland ist eine oppositionelle Strömung, nicht einfach ein anderer Name für die gesamte Literatur des Vormärz.

Übergang zum Realismus: Genaue Alltagsbeobachtung und gesellschaftliche Gegensätze weisen auf spätere realistische Schreibweisen hin. Die literarischen Epochen überschneiden sich. Ordne Stifter nicht mechanisch nur einer Schublade zu.

Vergleichsfrage: Bedeutet der ruhige Blick auf die Landschaft Rückzug aus der Politik? Oder macht die Schilderung der reichen Jagdgesellschaft und der arbeitenden Menschen soziale Unterschiede indirekt sichtbar? Nenne mindestens eine konkrete Szene für jede Lesart und kennzeichne deine Schlussfolgerung als Interpretation.

Carl Spitzweg, Der arme Poet (1839): zeitgenössische Bildwelt des Biedermeier; kein Bild aus Stifters Erzählung.

Video zur Epoche (externer Unterrichtsbeitrag, kein Textzeuge der Erzählung):

„Die Biedermeierzeit einfach und kurz erklärt“, Kanal erklaerung-und-mehr, 2024. Prüfe die Epochenbegriffe anhand des Stifter-Textes; das Video ersetzt keine Textanalyse.

Video zum Vormärz (Quelle: Hessischer Bildungsserver):

„Deutschland im Vormärz“, Mirko Drotschmann. Achte darauf, welche historischen Ereignisse für den Text von 1845 relevant sind und welche erst später kommen.


Lesen mit gestuften Hilfen

Aufgabe zu Station D: Warum bricht Hanns seine gefährliche Reise ab?

Hilfe 1 (leicht): Suche die Textfolge „Axt – Kapelle – Baum – Schlaf – Mond – Weggehen“ im vierten Teil.

Hilfe 2 (mittel): Trenne sichtbare Handlung von Hanns' innerer Wahrnehmung: Was wird bei Nacht als Vision erzählt? Was sieht er nach dem Aufwachen?

Hilfe 3 (anspruchsvoll): Vergleiche das Zitat über seinen „verworrenen“ Wunsch mit der Schlussszene. Überlege, ob die Geschichte Gnade eher als erfüllten Wunsch oder als Abwendung von Gewalt zeigt. Du darfst begründet widersprechen.

Textbeleg-Regel: Setze eine kurze Originalstelle in Anführungszeichen. Nenne Kapitelüberschrift und die geprüfte Ausgabe. Erläutere danach in eigenen Worten: Was zeigt die Stelle? Warum stützt sie deine These? Behauptungen ohne Nachweis bleiben Hypothesen.

Hörvergleich statt Hörbuch dieses Werkes:

Eine gemeinfreie LibriVox-Lesung von „Eigennutz und Vaterland“ aus Der Nachsommer, gesprochen von Rolf Kaiser. Höre höchstens zwei Minuten zum Vergleich von Stifters Sprachrhythmus; dies ist nicht „Der beschriebene Tännling“.

Das heutige Horní Planá/Oberplan. Fotograf Czeva, CC BY-SA 3.0. Das heutige Foto belegt nicht das Aussehen im Jahr 1845.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Wo liegt der zentrale Schauplatz der Erzählung? (Im Böhmerwald bei Oberplan) (!An der Nordseeküste) (!In Berlin) (!In Rom)




Was bedeutet Tännling am Erzählanfang? (Eine junge Tanne) (!Ein kleiner See) (!Ein Jagdhund) (!Ein Bergdorf)




Wer arbeitet im Wald und liebt Hanna? (Hanns) (!Guido) (!Der Grundherr) (!Der Erzähler)




Was wünscht Hanna sich als Kind? (Schöne kostbare Kleider) (!Ein eigenes Segelschiff) (!Eine hohe Schulnote) (!Eine neue Burg für das Dorf)




Wer ist Guido? (Ein junger Adliger aus der Jagdgesellschaft) (!Ein Förster aus Hanns Familie) (!Ein Kapellenmaler) (!Ein Dorfschmied)




Wo soll Guido bei der Jagd stehen? (Beim beschriebenen Tännling) (!Auf dem Marktplatz von Wien) (!Am Meer) (!In der Kapelle)




Was trägt Hanns auf seinem Weg in den Wald? (Eine Axt) (!Eine Geige) (!Ein Kochbuch) (!Eine Fahne)




Was erlebt Hanns nachts am Baum? (Eine Vision mit einer Mariengestalt) (!Die Ankunft eines Zuges) (!Ein Gespräch mit dem Kaiser) (!Ein öffentliches Gerichtsverfahren)




Wofür übernimmt Hanns später Verantwortung? (Für drei Kinder seiner verstorbenen Schwester) (!Für Guidos Jagdgesellschaft) (!Für ein Kriegsschiff) (!Für den Hof des Kaisers)




Welche Aussage beschreibt die Erzählweise angemessen? (Genaue Naturbilder stehen neben menschlichen Konflikten) (!Nur Dialoge ohne Ortsbeschreibungen kommen vor) (!Der Erzähler erklärt jede Figur immer vollständig) (!Die Erzählung ist eine politische Rede)





Memory-Spiel

Ordne je eine Figur oder einen Begriff der richtigen Erklärung zu.

Tännling junge Tanne als namensgebender Erinnerungsort
Hanna junge Frau mit Sehnsucht nach prächtigen Kleidern
Hanns Holzarbeiter zwischen Liebe und Gewissensentscheidung
Guido adeliger Gast bei den Jagdfesten
Gutwasserkapelle Ort von Gebet und religiöser Hoffnung
Taler späteres Zeichen einer unerkannten Begegnung





Drag & Drop

Verbinde die Erzählstationen mit der passenden Handlung. Arbeite ohne Textlinks.

Ordne die passenden Begriffe zu. Handlung im Text
Erzählanfang Der alte Baum und die Waldlandschaft werden vorgestellt
Kindergebet Ein Wunsch nach herrlichen Kleidern wird ausgesprochen
Jagdfest Ein adeliger Besucher begegnet dem jungen Mädchen
Baumvision Der verzweifelte Holzarbeiter erlebt eine innere Wende
Schlussszene Ein Geldstück und das Urteil eines Schmieds verändern die Deutung





Kreuzworträtsel

Trage zu jedem Hinweis das passende einzelne Lösungswort ein.

Hanna Welche junge Frau erhofft sich prächtige Kleider?
Hanns Wie heißt der Holzarbeiter, der zum Baum geht?
Guido Wie heißt der junge Adlige der Jagdgesellschaft?
Tanne Zu welcher Baumart gehört der beschriebene Tännling?
Oberplan Welcher Ort im Böhmerwald prägt die Landschaft der Handlung?
Biedermeier Welche Literaturströmung wird mit Stifters Naturdarstellung verbunden?





LearningApps

Finde ergänzende Übungen zu Stifter und der Erzählung. Die folgende Suche ist keine Garantie für eine geprüfte einzelne App.


Lückentext

Ergänze je ein passendes Wort pro Satz.
Die Erzählung heißt Der beschriebene

.
Ihr Verfasser ist Adalbert

.
Die Handlung spielt auch in der Nähe von

.
Die junge Frau der Handlung heißt

.
Der Holzarbeiter heißt

.
Der adelige Besucher heißt

.
Am Ende hängt Hanns einen

in der Kapelle auf.
Die Naturbeschreibung zeigt nicht nur Ruhe, sondern auch einen menschlichen

.




Offene Aufgaben

Arbeitsregel für alle Niveaus: Gib Teilüberschrift und geprüfte Ausgabe an. Zitiere wortgetreu oder kennzeichne die eigene Formulierung ausdrücklich. Drei zentrale Schreibaufgaben sind als Lesekommentar, Figurenanalyse und Epochenvergleich über die Niveaustufen verteilt.


Leicht

  1. Textnaher Lesekommentar: Schreibe zu „Der graue Strauch“ sechs einfache Sätze über den Baum. Belege zwei Aussagen mit kurzen Textstellen.
  2. Figurenkarte: Zeichne Hanna, Hanns und Guido als Dreieck. Beschrifte jede Beziehung mit einer im Text prüfbaren Handlung.
  3. Historische Wörter: Finde fünf schwer verständliche Wörter in deiner Ausgabe. Erkläre sie in heutiger Sprache und gib ihre Fundstelle an.
  4. Bild und Text: Vergleiche Stifters Gemälde von Oberplan mit seiner Landschaftsschilderung. Was stimmt überein und was ist eine künstlerische Darstellung?


Standard

  1. Figurenanalyse: Erkläre Hanns' Entscheidung am beschriebenen Tännling in 180–220 Wörtern. Nutze mindestens drei Textbelege und eine Gegenlesart.
  2. Erzählhaltung: Markiere einen Absatz mit Landschaftsbeschreibung. Unterscheide Beobachtung, Wertung und mögliche Symbolik.
  3. Soziale Unterschiede: Vergleiche das Leben der Holzarbeiter mit dem Jagdfest der Adligen. Belege zwei Unterschiede und beurteile, ob die Erzählung Kritik übt.
  4. Lesetheater: Erstellt zu zweit ein kurzes Lesetheater mit Erzählerkommentar. Verändert direkte Originalzitate nicht; kennzeichnet neue Dialoge als freie Bearbeitung.


Schwer

  1. Epochenvergleich: Prüfe die These „Stifter erzählt unpolitisch“. Stelle je einen Textbeleg für Rückzug und eine mögliche indirekte Gesellschaftskritik gegenüber und bewerte die Grenzen der Einordnung.
  2. Baum und Zeit: Analysiere den Tännling als Gedächtnisort. Untersuche Zeichen in der Rinde, Mondlicht und den Abstand zwischen erster Beschreibung und Wendepunkt.
  3. Editionsvergleich: Vergleiche eine Passage aus der verlinkten MOOCwiki-Buchausgabe mit TextGrid und Projekt Gutenberg. Liste konkrete Varianten; erfinde keine, falls sie gleich lauten.
  4. Glück und Gnade: Schreibe eine begründete Gegendeutung des Schlusses mit mindestens drei Textbelegen. Unterscheide, was der alte Schmied behauptet und was du selbst schließt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wendepunkt begründen: Erkläre, warum die Baumvision erzählerisch wichtig ist, und benenne eine Deutungsunsicherheit.
  2. Natur und Gefühl: Vergleiche zwei Landschaftspassagen aus Anfang und Schluss. Zeige, wie du aus sprachlichen Mitteln eine Stimmung ableitest.
  3. Zwei Lebensentwürfe: Überprüfe anhand von Hanns und Hanna, welche Vorstellung von Glück der Text infrage stellt.
  4. Gesellschaft beurteilen: Zeige am Jagdfest, wie soziale Unterschiede vermittelt werden, ohne den Erzähler zu einer ausdrücklich politischen Stimme zu machen.
  5. Ausgaben prüfen: Erkläre, warum historische Orthografie nicht stillschweigend modernisiert und eine Paraphrase nicht als wörtliches Zitat ausgegeben werden darf.
  6. Gegenposition formulieren: Stelle zum Urteil des Schmieds eine plausible Gegenposition auf und prüfe sie mit dem Text.




Lernnachweis

Am Ende kannst du Wissen nachweisen (vier Erzählteile, Figuren, Entstehungs- und Erstdruckzeit), Methoden anwenden (Abschnitte gezielt finden, Textstellen richtig zitieren, Ausgaben vergleichen), Produkte zeigen (Lesekommentar, Figurenkarte, Analyse und Epochenvergleich) sowie Transfer leisten (zwischen Erzählerbericht, subjektiver Vision, sozialer Kritik und eigener Deutung unterscheiden).

Mini-Rubrik für Rückmeldung: Textnähe und korrekte Belege 40 %, schlüssige Deutung 30 %, historischer Vergleich 20 %, klare und verständliche Sprache 10 %. Die Punkte dienen der Orientierung und sind keine automatische Note.




OER und Wikipedia

Volltext und Forschung: Vorhandenes Buch auf MOOCwiki; TextGrid-Textausgabe, Bibliografie und Lizenz; Projekt Gutenberg; Wikipedia: Werk und Inhaltsübersicht; Wikipedia: Adalbert Stifter.

Medien und Quellenhinweise (Wikimedia Commons):

Externe Videos: Biedermeierzeit, erklaerung-und-mehr (2024); Deutschland im Vormärz, Mirko Drotschmann, empfohlen durch Hessischen Bildungsserver. Video-Urheberrecht verbleibt bei den jeweiligen Rechteinhabern: externe Einbettung bedeutet nicht, dass die Videos zur freien Weiterverwendung lizenziert sind. Keine Videos oder Bilder wurden für diesen Kurs neu generiert.

Vertiefungsfrage zu Medien: Welche Bilder sind originale Arbeiten aus Stifters Lebenszeit, welche zeigen heutige Orte und welches Werk eines anderen Autors/anderen Buches dient nur als Vergleich? Quellenkenntnis gehört zur Interpretation.



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