Literatur verstehen - Der Unbestechliche - Hugo von Hofmannsthal
Einleitung
Literatur verstehen - Der Unbestechliche - Hugo von Hofmannsthal
Zielgruppe: Klasse 11–13
Leitfrage: Ist Theodor wirklich unbestechlich – oder setzt er seine Macht nur besonders geschickt ein?
Volltext der vorhandenen Buchausgabe: Buch - Der Unbestechliche - Hofmannsthal, Hugo von
Lies das Werk auf der verlinkten MOOCwiki-Buchseite. Dieser Kurs ergänzt die vorhandene Ausgabe durch Erklärungen, Leseaufgaben und Medien. Es wird keine zweite Buchseite angelegt.

Hugo von Hofmannsthal, fotografiert 1910. Foto: Nicola Perscheid, gemeinfrei. Quelle und Lizenz auf Wikimedia Commons.
Das Werk in Kürze
Autor: Hugo von Hofmannsthal (1874–1929)
Titel: Der Unbestechliche
Gattung: Lustspiel in fünf Akten
Originalsprache: Deutsch
Handlungszeit: 1912
Handlungsort: Ein Gut der Baronin in Niederösterreich
Uraufführung: 16. März 1923 im Raimundtheater in Wien
Kurzbeschreibung: Jaromir ist verheiratet. Trotzdem hat er zwei Frauen eingeladen, mit denen er früher Liebesbeziehungen hatte. Das gefährdet seine Ehe mit Anna. Der Diener Theodor greift ein. Mit genauen Beobachtungen, List und gezielten Gesprächen bringt er die Gäste dazu, abzureisen. Doch seine Methoden werfen Fragen auf.
Worum geht es? Das Stück zeigt Konflikte zwischen Treue, Macht, gesellschaftlichen Rollen und persönlichen Wünschen. Es ist eine Komödie, die auch ernste Fragen stellt.

Das Wiener Raimundtheater um 1898 – nicht die Aufführung von 1923. Historische Aufnahme: Josef Löwy, gemeinfrei. Quelle und Lizenz.
Medienfrage: Was erfährst Du durch das historische Theaterbild? Was lässt sich daraus über die konkrete Inszenierung von 1923 nicht ableiten?
Figuren und Beziehungen
Theodor ist Diener. Er kennt Jaromir seit vielen Jahren. Er spricht oft sehr höflich, versucht aber, das Geschehen zu bestimmen.
Jaromir ist der Sohn der Baronin, Annas Ehemann und Schriftsteller. Er möchte seine Freiheit behalten und Verantwortung vermeiden.
Anna ist Jaromirs Frau. Sie erlebt Angst, Eifersucht und Unsicherheit. Ihre Gefühle werden im fünften Akt besonders deutlich.
Melanie Galattis und Maria am Rain gehören zu Jaromirs Vergangenheit. Ihre Anwesenheit löst neue Konflikte aus.
Die Baronin ist Jaromirs Mutter und Hausherrin. Sie vertraut auf Theodors Fähigkeiten.
Leseauftrag: Zeichne ein Beziehungsdreieck aus Theodor, Jaromir und Anna. Ergänze zwei Pfeile: Wer beeinflusst wen? Belege beide Pfeile mit einer Szene.
Epochenkontext: Moderne und frühes 20. Jahrhundert

Das Wiener Café Griensteidl, Darstellung von Reinhold Völkel aus dem Jahr 1896. Das Café war ein Treffpunkt von Schriftstellern. Gemeinfrei. Quelle und Lizenz.
Um 1900 veränderten sich Gesellschaft, Kunst und Literatur stark. In Wien diskutierten Schriftsteller über Gefühle, Sprache, Moral und das Leben des Einzelnen.
Die Wiener Moderne war keine einheitliche Stilrichtung. Unterschiedliche Ansätze bestanden nebeneinander. Dazu gehörten unter anderem Symbolismus, Impressionismus, Naturalismus und Ästhetizismus. Später prägten auch Expressionismus und Neue Sachlichkeit die Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Hofmannsthal gehört zum Umfeld der Wiener Moderne. Seine frühen Gedichte beschäftigen sich oft mit Bildern, Stimmungen und schwer erklärbaren Erfahrungen. Der Unbestechliche ist dagegen ein späteres Lustspiel mit Dialogen, Konflikten und komischen Situationen.
Wichtig: Nicht alle Merkmale dieser Strömungen treffen auf das Lustspiel zu. Prüfe am Text, welche Beobachtungen wirklich passen.

Schriftsteller aus dem Umfeld der Wiener Moderne, um 1895. Vorne: Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler; hinten: Richard Beer-Hofmann und Hermann Bahr. Foto: Anna Krieger; Sammlung Österreichische Nationalbibliothek, gemeinfrei. Quelle und Lizenz.
Historischer Vergleich: Die Handlung spielt 1912, also vor dem Ersten Weltkrieg. Das Stück wurde 1923, nach dem Krieg und dem Ende der Habsburgermonarchie, uraufgeführt. Erkläre, warum das für die Darstellung einer adeligen Familie interessant sein könnte. Kennzeichne Deine Aussage als Deutung.
Ein anderes Werk zum Vergleich: Symbolismus
Hörbeispiel: Hofmannsthals Gedicht „Die beiden“, gesprochen von Anneke Wolf. Das Gedicht ist kein Bestandteil des Lustspiels. Audio: Anneke Wolf, CC BY-SA 2.5, unverändert. Quelle auf Wikimedia Commons.
Hörauftrag: Achte auf Bilder, Stimmung und Klang. Vergleiche anschließend mit einem Dialog aus Der Unbestechliche. Was unterscheidet lyrische Sprache von einer Bühnenszene?
Video: Analyse von Hofmannsthals Gedicht „Erlebnis“ (Schnell durchblicken). Es behandelt ein anderes Werk. Nutze es als Methodenvergleich für die Textanalyse.
Originaltext, Ausgabe und Interpretation
Die Originalsprache von Der Unbestechliche ist Deutsch. Es ist daher keine deutsche Übersetzung einer fremdsprachigen Vorlage nötig.
Unterscheide drei Dinge:
- Originaltext: Die Wörter, die tatsächlich in der benutzten Textfassung stehen.
- Textausgabe: Eine gedruckte oder digitale Fassung des Werks. Verschiedene Ausgaben können sich in Schreibung, Zeichensetzung oder Textgestalt unterscheiden.
- Interpretation: Deine begründete Erklärung, was eine Textstelle bedeuten könnte.
Unsere Hauptlektüre ist die vorhandene MOOCwiki-Buchausgabe.
Zur Kontrolle einzelner Stellen: Digitale Lesefassung bei Projekt Gutenberg sowie TextGrid Repository.
Die folgenden kurzen Zitate wurden in der digitalen Gutenberg-Lesefassung geprüft. Sie sind nicht als unverändert überlieferter Wortlaut der Uraufführung von 1923 ausgewiesen. Gleiche sie vor der Analyse mit Deiner MOOCwiki-Ausgabe ab. Ändere Zitate niemals stillschweigend.
Vergleichsauftrag: Suche eine der folgenden Stellen in beiden verfügbaren Lesefassungen. Vergleiche Wortlaut, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Sprecherbezeichnung. Falls Du keine Abweichung findest, halte auch das fest. Eine selbst verfasste Erklärung in heutiger Sprache ist eine Übertragung, kein Originalzitat.
Leseaufgaben am Text
Akt: Wer besitzt die Macht?
Textstelle: Erster Akt, fünfte Szene – Jaromir spricht über Theodor.
Originalzitat aus der geprüften Lesefassung: „der Machtkitzel erwacht“
Einfach erklärt: Jaromir meint, Theodor wolle immer wieder beweisen, dass er stärker sei.
Deine Aufgaben:
- Finde den vollständigen Satz und lies den Dialog davor und danach.
- Unterstreiche Wörter, mit denen Jaromir Theodor beurteilt.
- Erkläre: Ist Theodor hier nur ein Diener oder schon eine Art heimlicher Herrscher?
Gestufte Hilfe:
Hilfe 1: Frage Dich: Wer spricht über wen?
Hilfe 2: Das Wort „Machtkitzel“ deutet auf Freude am Einfluss hin.
Hilfe 3: Prüfe beide Möglichkeiten: Jaromir beschreibt Theodor richtig. Oder Jaromir will von seiner eigenen Verantwortung ablenken.
Quellstelle: Erster Akt in der geprüften Lesefassung.
und IV. Akt: Geld, Manuskript und Moral
Textstelle: Dritter Akt – Theodors Reaktion auf Geld; vierter Akt, erste Szene – Melanie und das Manuskript.
Melanie erkennt persönliche Ereignisse in einem Manuskript Jaromirs wieder. Sie fürchtet Folgen, wenn andere davon erfahren. Theodor nutzt ihre Angst für seinen Plan.
Originalzitat aus dem IV. Akt: „Ich kann doch nicht etwas stehlen!“
Einfach erklärt: Melanie weiß, dass das Mitnehmen des Manuskripts moralisch problematisch ist. Theodor lenkt das Gespräch trotzdem in diese Richtung.
Deine Aufgaben:
- Lies den Austausch von Melanie und Theodor vollständig.
- Finde die Regieanweisung, in der Melanie ihm Geld gibt. Beschreibe nur, was tatsächlich geschieht.
- Erkläre, warum der Titel Der Unbestechliche nach dieser Szene ironisch wirken kann.
- Formuliere ein Gegenargument: Warum könnte Theodor trotzdem glauben, das Richtige zu tun?
Gestufte Hilfe:
Hilfe 1: Achte auf den Unterschied zwischen gesprochenen Worten und Regieanweisungen.
Hilfe 2: Überlege, wer nach dem Gespräch einen Vorteil hat.
Hilfe 3: Die Annahme von Geld beweist nicht automatisch, dass Geld Theodors einziges Motiv ist. Trenne Handlung, Motiv und Bewertung.
Quellstelle: Vierter Akt in der geprüften Lesefassung.
Akt: Annas Gefühle und die neue Ordnung
Textstelle: Fünfter Akt – Annas Gespräch mit Jaromir und Theodors Schlussgespräch.
Originalzitat von Anna: „ich war eifersüchtig!“
Originalzitat von Theodor: „Ich melde untertänigst, es ist alles in Ordnung.“
Einfach erklärt: Anna spricht offen über ihre Gefühle. Theodor erklärt am Ende, die Ordnung sei wiederhergestellt. Doch bleibt die Frage, wer diese Ordnung festlegt.
Deine Aufgaben:
- Untersuche, wie Anna ihre Eifersucht schildert. Was erfährst Du über ihr Selbstbild?
- Vergleiche Annas offene Worte mit Theodors höflicher Ausdrucksweise.
- Erkläre, wie das Schlusswort des Dieners zur Leitfrage des Kurses passt.
Gestufte Hilfe:
Hilfe 1: Anna spricht über ihre eigenen Gefühle. Theodor spricht über den Zustand des Hauses.
Hilfe 2: „Untertänigst“ klingt nach Unterordnung. Beachte, was Theodor tatsächlich bewirkt hat.
Hilfe 3: Das Ende lässt sich als Rettung der Familie oder als Sieg eines geschickten Machtmenschen lesen. Entscheide mit zwei Textbelegen.
Quellstelle: Fünfter Akt in der geprüften Lesefassung.
Sprache, Aufbau und Theater
Das Drama besteht aus fünf Akten. Die Handlung entwickelt sich vor allem durch Gespräche, überraschende Wendungen und gezielte Eingriffe Theodors.
Dialoge zeigen die Beziehungen zwischen den Figuren. Regieanweisungen beschreiben beispielsweise Bewegungen, Blicke oder Gegenstände. Ironie entsteht, wenn eine Aussage anders wirkt, als ihr Wortlaut zunächst erwarten lässt.

Animation eines beweglichen Bühnenvorhangs. Sie erklärt allgemeine Bühnentechnik und zeigt keine historische Aufführung des Stücks. Animation: KDS444, CC BY-SA 3.0, unverändert. Quelle und Lizenz.
Beobachtungsauftrag: Suche am Ende des fünften Akts das Wort „Vorhang“. Überlege, was das Publikum unmittelbar vor dem Bühnenschluss über Theodor erfahren hat.
Video: HOANZL-Material zu Der Unbestechliche. Die Anbieterinformationen beziehen sich auf eine Theateraufzeichnung. Nutze das Video als Inszenierungsbeispiel, nicht als Ersatz für den vollständigen Originaltext.
Sehauftrag: Beobachte Stimme, Gestik, Abstand zwischen den Personen und Sprechtempo. Beschreibe zuerst die Darstellung. Erst danach deutest Du ihre Wirkung.
Medienhinweis: Die YouTube-Videos sind externe Veröffentlichungen. Ihre Einbettung bedeutet keine freie Nachnutzungslizenz. Beachte die Angaben der jeweiligen Rechteinhaber; lade die Videos nicht als vermeintlich freie OER hoch.
Methode: In drei Schritten interpretieren
Schritt 1 – Beobachten: Nenne eine konkrete Handlung, eine Regieanweisung oder ein kurzes unverändertes Zitat.
Schritt 2 – Erklären: Beschreibe mit einfachen Worten, was die Textstelle zeigt.
Schritt 3 – Deuten: Formuliere eine mögliche Bedeutung. Prüfe, ob auch eine andere Deutung möglich ist.
Beispiel ohne erfundenes Zitat: Melanie übergibt Theodor Geld. Das ist eine beobachtbare Handlung. Daraus kannst Du die Frage ableiten, ob seine Selbstständigkeit und moralische Haltung wirklich zum Titel passen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Zu welcher Gattung gehört „Der Unbestechliche“? (Lustspiel) (!Ballade) (!Reisebericht) (!Lehrgedicht)
Wie viele Akte hat das Stück? (Fünf) (!Zwei) (!Drei) (!Sieben)
In welcher Sprache wurde das Stück ursprünglich geschrieben? (Deutsch) (!Französisch) (!Englisch) (!Italienisch)
In welchem Jahr spielt die Handlung? (1912) (!1890) (!1923) (!1945)
Wann wurde das Stück uraufgeführt? (1923) (!1912) (!1900) (!1939)
Welche Rolle hat Theodor im Haushalt? (Diener) (!Arzt) (!Richter) (!Verleger)
In welcher Beziehung stehen Anna und Jaromir? (Sie sind verheiratet) (!Sie sind Geschwister) (!Sie sind Arbeitskollegen) (!Sie sind Nachbarn)
Welcher Gegenstand wird für Melanie zum Problem? (Ein Manuskript) (!Ein Gemälde) (!Eine Landkarte) (!Ein Musikinstrument)
Warum lässt der Titel „Der Unbestechliche“ mehrere Deutungen zu? (Theodors moralischer Anspruch steht neben fragwürdigen Methoden) (!Theodor kommt in keiner Szene vor) (!Das Werk enthält keine Konflikte) (!Alle Figuren sind vollkommen ehrlich)
Welche Aussage zur Wiener Moderne ist richtig? (Mehrere unterschiedliche literarische Strömungen bestanden nebeneinander) (!Alle Autoren schrieben im gleichen Stil) (!Es gab nur den Naturalismus) (!Die Wiener Moderne begann erst nach 1945)
Memory
| Theodor | Diener mit großem Einfluss |
| Jaromir | Ehemann und Schriftsteller |
| Anna | Ehefrau mit inneren Konflikten |
| Melanie Galattis | Besucherin mit Angst vor einem Manuskript |
| Raimundtheater | Wiener Ort der Uraufführung |
| Regieanweisung | Hinweis auf Bühnenhandlungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Textbeobachtung |
|---|---|
| Machtkitzel | Jaromirs Urteil über Theodors Wunsch nach Einfluss |
| Geldannahme | Problematische Handlung in Melanies Umfeld |
| Eifersucht | Gefühl, das Anna selbst benennt |
| Ordnung | Ziel, das Theodor am Schluss hervorhebt |
| Vorhang | Signal für das Ende der Bühnenhandlung |
Kreuzworträtsel
| Theodor | Welcher Diener lenkt große Teile der Handlung? |
| Jaromir | Welcher Ehemann lädt frühere Geliebte ein? |
| Melanie | Welche Besucherin fürchtet die Folgen eines Manuskripts? |
| Baronin | Wer ist die Mutter Jaromirs? |
| Raimundtheater | In welchem Wiener Theater fand die Uraufführung statt? |
| Lustspiel | Wie heißt die literarische Gattung des Stücks? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Figurenkonstellation: Erstelle ein übersichtliches Figurenbild mit mindestens fünf Personen. Verwende Pfeile für Liebe, Konflikt oder Einfluss. Notiere zu zwei Pfeilen die passende Szene. Hilfe: Beginne mit Anna, Jaromir und Theodor.
Standard
- Szenenanalyse: Untersuche die Begegnung zwischen Melanie und Theodor im vierten Akt. Beschreibe Gesprächsverlauf, Geldübergabe und die Bedeutung des Manuskripts. Schreibe etwa 250 Wörter mit zwei überprüften Textbelegen. Hilfe: Teile Deinen Text in Beobachtung, Erklärung und Deutung.
Schwer
- Literarische Interpretation: Verfasse eine begründete Stellungnahme zur Frage „Ist Theodor ein Helfer oder ein Manipulator?“. Nutze Stellen aus mindestens drei Akten. Beziehe das Verhältnis von Diener und Herr sowie den historischen Kontext ein. Stelle auch ein Gegenargument vor. Hilfe: Trenne das, was Theodor erreicht, von der Frage, wie er es erreicht.


Lernkontrolle
- Figurenanalyse: Erkläre, wie ein Diener trotz seiner gesellschaftlichen Stellung mehr Einfluss als sein Herr gewinnen kann. Belege Deine Erklärung mit zwei verschiedenen Szenen.
- Ironie: Untersuche, warum der Werktitel und Theodors Verhalten in Spannung zueinander stehen. Entwickle zwei begründete Lesarten.
- Kommunikation: Vergleiche Annas und Theodors Sprache. Wie unterscheiden sich Offenheit, Höflichkeit und tatsächlicher Einfluss?
- Historischer Kontext: Erkläre den Unterschied zwischen Handlungszeit 1912 und Uraufführung 1923. Welche Fragen könnte das damalige Publikum an die dargestellte Gesellschaft richten?
- Medienvergleich: Vergleiche einen selbst gewählten Textausschnitt mit dem eingebetteten Theatermaterial. Beschreibe, wie Stimme und Körperhaltung Deine Deutung beeinflussen. Benenne auch die Grenzen des Vergleichs.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis kannst Du Folgendes zeigen:
- Du kannst die Handlung und den Aufbau in fünf Akten in eigenen Worten erklären.
- Du kannst die Beziehungen zwischen Theodor, Jaromir, Anna und den Gästen beschreiben.
- Du verwendest mindestens drei überprüfte Textbelege mit Akt und Szene.
- Du unterscheidest Originalwortlaut, Regieanweisung, eigene Übertragung und Interpretation.
- Du kannst erklären, warum die Originalsprache Deutsch ist und warum Ausgaben dennoch verglichen werden sollten.
- Du beschreibst zentrale Merkmale des literarischen Umfelds, ohne der Moderne einen einheitlichen Stil zuzuschreiben.
- Du begründest Deine Deutung des Titels und prüfst ein Gegenargument.
Bewertungsschwerpunkte: Genauigkeit der Textbelege, verständliche Erklärungen, logischer Zusammenhang und selbstständige Deutung.
OERs zum Thema
Vorhandene Buchausgabe und Volltext: MOOCwiki: Buch - Der Unbestechliche - Hofmannsthal, Hugo von
Weitere Text- und Sachquellen:
- TextGrid Repository: Der Unbestechliche – digitale Textfassung
- Projekt Gutenberg: Der Unbestechliche – Lesefassung
- Forschungsdatenbank zu Arthur Schnitzler: Uraufführung am 16. März 1923
- Hugo von Hofmannsthal-Gesellschaft: Biografie
Wikipedia zum Werk:
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Hinweis zur Quellenkritik: Wikimedia Commons liefert Bild- und Tonquellen, nicht automatisch Beweise für eine bestimmte Textinterpretation. Bilder aus der Zeit um 1900 sind keine Aufnahmen der Uraufführung von 1923.
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