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Literatur verstehen - Das Bild des Kaisers - Wilhelm Hauff

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Literatur verstehen - Das Bild des Kaisers - Wilhelm Hauff

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Einleitung

Literatur verstehen - Das Bild des Kaisers - Wilhelm Hauff

Zielgruppe: Klasse 9–10; Vertiefungen für Klasse 11–13.

Das Buch kurz erklärt: In Wilhelm Hauffs Novelle Das Bild des Kaisers geht es um Liebe, Vorurteile und die Erinnerung an Napoleon. Zwei Familien beurteilen den früheren Kaiser sehr unterschiedlich. Ein Bild und eine persönliche Erinnerung helfen schließlich, einen Streit zu überwinden.

Hauff schrieb die Novelle 1827. Sie erschien Ende 1827 in einem Taschenbuch für das Jahr 1828. Der Text verbindet eine Liebesgeschichte mit politischen Gesprächen und historischen Erinnerungen.

Wilhelm Hauff, Darstellung von J. Behringer, 1826. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei (Public Domain).

Dein Lernziel: Du verstehst die Handlung, untersuchst Textstellen und vergleichst die Novelle mit der Romantik, der historischen Erzähltradition und internationalen Literaturströmungen.


Volltext: Die vorhandene Buchausgabe

Hier liest Du die vollständige Novelle: Buch - Das Bild des Kaisers - Hauff, Wilhelm.

Die Buchseite bleibt die zentrale Leseausgabe. Für diesen Kurs wird keine zweite Buchseite angelegt.

Zum Nachschlagen und für den Editionsvergleich:

  1. Wikisource: vollständiger Text nach einer historischen Werkausgabe
  2. TextGrid Repository: Volltext mit zwölf nummerierten Abschnitten

Wichtig: Nutze für Deine Antworten die vorhandene MOOCwiki-Buchausgabe. Falls die Abschnittszählung abweicht, suche die genannten Szenen oder Schlüsselwörter. Notiere bei jedem Zitat die verwendete Ausgabe und die Fundstelle.


Handlung und Figuren


Worum geht es?

Albert von Rantow reist aus Brandenburg nach Schwaben. Er merkt, dass viele seiner Vorurteile über die Menschen dort nicht stimmen. Er besucht seinen Verwandten, den alten Herrn von Thierberg, und dessen Tochter Anna.

Anna liebt Robert Willi. Doch ihr Vater lehnt Napoleon ab, während Roberts Vater, General Willi, den Kaiser verehrt. Auch politische Konflikte bedrohen Robert. Am Ende verändert das Bild Napoleons die Haltung des alten Thierberg.

Die wichtigste Frage: Kann eine persönliche Erfahrung stärker sein als ein festes politisches Urteil?

Burg Guttenberg und der Neckar: ein heutiger Landschaftseindruck, keine Aufnahme des erfundenen Schlosses Thierberg. Foto: © Roman Eisele / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.


Wer ist wer?

  1. Albert von Rantow: Ein junger Besucher aus Brandenburg. Er muss seine Vorurteile überprüfen.
  2. Robert Willi: Ein junger Schwabe. Er liebt Anna und gerät wegen politischer Kontakte in Gefahr.
  3. Anna von Thierberg: Sie liebt Robert, obwohl ihr Vater die Verbindung zunächst ablehnt.
  4. Herr von Thierberg: Annas Vater. Er misstraut Napoleon und dessen Anhängern.
  5. General Willi: Roberts Vater. Er bewundert Napoleon und hat unter ihm gedient.


Leseaufgaben direkt am Volltext


Lesestopp 1: Vorurteile auf der Reise

Lies Abschnitt 1 und den Beginn von Abschnitt 2.

Im ersten Abschnitt steht die Formulierung „Vorurteile abbitten“.

  1. Erkläre mit eigenen Worten, was Albert über Schwaben gehört hat.
  2. Beschreibe, welche Beobachtungen seine Meinung verändern.
  3. Untersuche die Wirkung der Landschaftsbeschreibung und der Gespräche.

Gestufte Hilfen: Hilfe 1: Suche nach „Vorurteile“. Hilfe 2: Vergleiche das, was Albert zuvor gehört hat, mit seinen eigenen Erfahrungen. Hilfe 3: Formuliere einen Satz mit „Zuerst denkt Albert …, später bemerkt er …“.

Burg Hornberg am Neckar: heutiger Eindruck einer historischen Burgenlandschaft. Foto: © Roman Eisele / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0.


Lesestopp 2: Liebe und politische Gegensätze

Lies die Begegnungen zwischen Albert, Anna, Robert und ihren Familien in den Abschnitten 3–10.

  1. Erstelle eine kleine Beziehungsskizze: Wer liebt wen? Wer steht der Beziehung im Weg?
  2. Suche eine Szene, in der zwei Figuren Napoleon unterschiedlich bewerten.
  3. Erkläre, warum Albert Robert hilft, obwohl er selbst Gefühle für Anna hat.

Gestufte Hilfen: Hilfe 1: Achte auf den Unterschied zwischen privaten Gefühlen und politischen Meinungen. Hilfe 2: Markiere eine Aussage von Thierberg und eine von General Willi. Hilfe 3: Erkläre, welche Entscheidung Albert trotz seiner eigenen Interessen trifft.


Lesestopp 3: Wer war Napoleon?

Lies das Streitgespräch im Abschnitt 11.

Robert Willi sagt in der historischen Wikisource-Fassung:

„Napoleon war ein großer Soldat, aber kein großer Mensch.“

  1. Erkläre den Unterschied zwischen militärischem Erfolg und menschlicher Größe.
  2. Untersuche, warum Roberts Vater dieser Bewertung widerspricht.
  3. Belege beide Positionen mit je einer Fundstelle aus dem Gespräch.

Gestufte Hilfen: Hilfe 1: Frage Dich, ob Können und gutes Handeln dasselbe sind. Hilfe 2: Vergleiche Erfolg, Macht und Verantwortung. Hilfe 3: Schreibe: „Robert beurteilt …, sein Vater betont dagegen …“.


Lesestopp 4: Das Bild und die Auflösung

Lies Abschnitt 12.

Jacques-Louis David: Bonaparte beim Überschreiten des Großen Sankt Bernhard. Eine historische Fassung des von Hauff beschriebenen Bildmotivs, nicht die erfundene Kopie aus der Handlung. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfreies Gemälde.

  1. Beschreibe, wie Napoleon auf dem Bild dargestellt wird.
  2. Erkläre, wen Herr von Thierberg beim Anblick des Bildes wiedererkennt.
  3. Zeige, warum diese Erinnerung den Streit zwischen den Familien verändert.

Gestufte Hilfen: Hilfe 1: Suche im Schluss nach der Erzählung über einen früheren französischen Offizier. Hilfe 2: Achte darauf, was Thierberg damals persönlich erlebt hat. Hilfe 3: Unterscheide „Napoleon als politischer Gegner“ und „Napoleon als hilfsbereiter Mensch in einer Erinnerung“.


Sprache, Aufbau und Deutung

Aufbau: Die Novelle besitzt zwölf nummerierte Abschnitte. Die Reise führt in den Konflikt ein. Gespräche zeigen unterschiedliche Meinungen. Das Bild löst am Schluss eine überraschende Erkenntnis aus.

Erzählweise: Ein Erzähler berichtet in der dritten Person und folgt häufig Alberts Wahrnehmung. Deshalb erfahren wir vieles zunächst so, wie Albert es sieht.

Sprache: Hauff benutzt ausführliche Landschaftsbilder, lebendige Streitgespräche und gelegentlich Ironie. Alte Wörter und Schreibungen gehören zum historischen Text.

Arbeitsregel: Trenne immer drei Dinge:

  1. Textbeleg: Was steht tatsächlich im Werk?
  2. Deutung: Was könnte die Stelle bedeuten?
  3. Historische Aussage: Was lässt sich unabhängig von der erfundenen Handlung belegen?

Eine Meinung einer Figur ist nicht automatisch Hauffs eigene Meinung.


Epochenkontext: Romantik und internationale Nachbarn


Romantik und historische Erzähltradition

In der Romantik spielen Natur, Gefühle, Erinnerung und alte Bauwerke oft eine große Rolle. Solche Motive findest Du auch bei Hauff: den Neckar, Burgen, Landschaft und persönliche Gefühle.

Die Novelle ist aber nicht nur romantisch. Sie diskutiert auch Politik und Macht. Deshalb lohnt sich der Vergleich mit der historischen Erzähltradition und den politischen Fragen der Zeit vor 1848, dem Vormärz.

Caspar David Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818. Vergleichsbild für romantische Naturwahrnehmung; keine Illustration der Novelle. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Bildvergleich: Was bewirkt Landschaft bei Friedrich? Was bewirkt sie im Beginn der Novelle? Nenne eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.

Video: „Romantik Epoche einfach erklärt!“, Kanal Learning by Watching, YouTube, 2021. Extern eingebunden; die Videorechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.

Videoauftrag: Notiere zwei Merkmale der Romantik. Prüfe anschließend an einer Textstelle, ob sie bei Hauff tatsächlich vorkommen.


Internationale Nachbarn: Großbritannien und Frankreich

Walter Scott, Porträt von Henry Raeburn, 1822. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Großbritannien: Der schottische Schriftsteller Walter Scott war für historische Romane bekannt. Hauff erwähnt im ersten Abschnitt ausdrücklich einen „Scottischen Roman“. Beide Autoren verbinden Erzählung und geschichtliche Vorstellungen. Bei Hauff stehen jedoch besonders Gespräche über Napoleon und die Beziehungen der Figuren im Mittelpunkt.

Alphonse de Lamartine, gemalt von Henri Decaisne, 1839. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Frankreich: Hauff setzt der Novelle Verse des französischen Dichters Alphonse de Lamartine voran. Der Beginn lautet in der Wikisource-Fassung:

„Ne crains pas cependant, ombre encore inquiête“

Sinngemäße deutsche Lernhilfe, kein Originalzitat: „Fürchte dich dennoch nicht, noch immer unruhiger Schatten.“

Das Motto spricht einen Verstorbenen an. Es passt zur Frage, wie Menschen nach ihrem Tod erinnert und beurteilt werden.

Vergleiche: Walter Scotts historische Erzähltradition, Lamartines poetisches Erinnern und Hauffs politische Gespräche. Was haben sie gemeinsam? Worin unterscheiden sie sich?


Originalsprache und historische Textfassung

Die Originalsprache der Novelle ist Deutsch. Das französische Motto ist ein fremdsprachiges Zitat. Es gibt deshalb keine gesonderte deutsche Übersetzung des gesamten deutschen Werks, die als Original ausgegeben werden dürfte.

Die Textfassungen können sich in ihrer Schreibweise unterscheiden:

Historische Wikisource-Fassung TextGrid-Fassung Beobachtung
„Neckarthal“ „Neckartal“ Unterschiedliche Schreibung desselben Ortsbegriffs
„Kabriolett“ „Cabriolet“ Unterschiedliche Schreibung eines Fahrzeugbegriffs

Vergleich: Anfang von Abschnitt 1. Die Schreibweisen sind wortgetreu aus den jeweils genannten Fassungen übernommen.

Deine Aufgabe: Suche beide Stellen. Erkläre, warum Du bei einem Zitat angeben musst, aus welcher Ausgabe es stammt. Übersetze danach nur den französischen Mottovers selbst und kennzeichne Deine Übersetzung ausdrücklich als eigene Übertragung.


Geschichtlicher Hintergrund

Napoleon prägte Europa durch Kriege und politische Veränderungen. Nach seinem Sturz wurde sehr unterschiedlich über ihn gesprochen. Genau diese gegensätzlichen Erinnerungen bestimmen Hauffs Novelle.

Animation zum Russlandfeldzug 1812 nach einer historischen Datenvisualisierung von Charles Joseph Minard. Animation: Marcuswikipedian, 2012 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0.

Animationsauftrag: Beschreibe, was die Veränderung der Linienbreite zeigt. Erkläre, warum eine historische Darstellung nicht automatisch die persönliche Meinung einer literarischen Figur bestätigt.

Alexander von Sauerweid: Darstellung der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, gemalt 1844. Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei. Das Gemälde ist eine spätere Darstellung, keine Fotografie des Ereignisses.

Video: „Befreiungskriege gegen Napoleon – Der Beginn“, Kanal ENJOY HISTORY, YouTube. Extern eingebunden; die Videorechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.

Videoauftrag: Erkläre, weshalb ein preußisch geprägter Besucher wie Albert Napoleon anders beurteilen könnte als ein ehemaliger Offizier Napoleons.


Audio: Eine Klangwelt aus Hauffs Zeit

Audio: Ludwig van Beethoven, erster Satz der Klaviersonate Nr. 14. Einspielung/MIDI-Bearbeitung: Bernd Krueger / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 DE. Die Musik gehört nicht zur Novelle; sie dient als Vergleich mit der Kultur des frühen 19. Jahrhunderts.

Hörauftrag: Beschreibe die Stimmung in drei Wörtern. Vergleiche sie mit einer Landschaftsstelle bei Hauff. Behaupte dabei nicht, die Musik sei ein Beleg für Hauffs Absicht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schrieb die Novelle Das Bild des Kaisers? (Wilhelm Hauff) (!Walter Scott) (!Heinrich Heine) (!Friedrich Schiller)




Welche Textsorte ist Das Bild des Kaisers? (Novelle) (!Drama) (!Ballade) (!Fabel)




Woher stammt Albert von Rantow? (Aus Brandenburg) (!Aus Frankreich) (!Aus Italien) (!Aus Spanien)




Wen lernt Albert auf der Reise kennen? (Robert Willi) (!Jacques-Louis David) (!Alphonse de Lamartine) (!Ludwig van Beethoven)




Wen liebt Anna von Thierberg? (Robert Willi) (!Napoleon) (!Walter Scott) (!General Blücher)




Wer lehnt Napoleon zunächst entschieden ab? (Der alte Herr von Thierberg) (!General Willi) (!Robert Willi) (!Jacques-Louis David)




Welche Rolle spielte General Willi in der Vergangenheit? (Er diente unter Napoleon) (!Er malte das Kaiserbild) (!Er schrieb das französische Motto) (!Er war König von Preußen)




Was zeigt das entscheidende Gemälde? (Napoleon auf einem Pferd) (!Eine Seeschlacht) (!Ein Familienfest) (!Eine mittelalterliche Krönung)




Welcher Künstler malte das historische Bildmotiv? (Jacques-Louis David) (!Caspar David Friedrich) (!Henry Raeburn) (!Albrecht Dürer)




Welcher französische Dichter wird im Motto der Novelle genannt? (Alphonse de Lamartine) (!Victor Hugo) (!Charles Baudelaire) (!Molière)





Memory

Albert von Rantow Besucher aus Brandenburg
Robert Willi Geliebter von Anna
Anna von Thierberg Tochter des Schlossherrn
General Willi Früherer Offizier Napoleons
Herr von Thierberg Gegner Napoleons
Jacques-Louis David Maler des Reiterbildes





Drag and Drop

Ordne die passenden Begriffe zu. Handlung oder Analyse
Postkutsche Erste Begegnung von Albert und Robert
Vorurteil Alberts anfängliche Sicht auf Schwaben
Liebeskonflikt Beziehung von Anna und Robert
Politikstreit Gegensätzliche Urteile über Napoleon
Kaiserbild Auslöser des Wiedererkennens
Perspektivwechsel Neubewertung durch persönliche Erinnerung





Kreuzworträtsel

Hauff Wie lautet der Nachname des Autors?
Rantow Wie lautet Alberts Nachname?
Anna Wie heißt Thierbergs Tochter?
Willi Wie lautet Roberts Nachname?
David Wie lautet der Nachname des Malers des Reiterbildes?
Napoleon Welcher Kaiser ist auf dem Bild zu sehen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Wilhelm Hauff schrieb die

Das Bild des Kaisers.
Albert reist aus

nach Schwaben.
Auf der Reise muss er seine

überdenken.
Anna liebt den jungen

Willi.
Der alte Herr von Thierberg beurteilt

zunächst sehr kritisch.
Am Schluss spielt ein

eine entscheidende Rolle.
Das Bildmotiv stammt von Jacques-Louis

.
Der französische Dichter des Mottos heißt

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildergeschichte: Gestalte eine Bildergeschichte mit sechs Stationen der Handlung. Zeichne selbst oder beschreibe die Bilder schriftlich. Ordne zwei kurze, wortgetreue Textbelege mit Abschnittsangaben zu. Hilfe: Reise – Anna – Robert – Streit – Bild – Auflösung.


Standard

  1. Figureninterview: Schreibe ein fiktives Interview mit Anna, Robert oder Albert. Stelle fünf Fragen zu Liebe, Politik und Vorurteilen. Kennzeichne erfundene Antworten als eigene Gestaltung und belege mindestens zwei Aussagen mit Fundstellen im Originaltext. Hilfe: Unterscheide, was die Figur tatsächlich sagt, von dem, was Du aus der Handlung erschließt.


Schwer

  1. Literaturvergleich: Verfasse eine begründete Deutung: Ist die Novelle eher romantische Liebesgeschichte, historische Erzählung oder politischer Meinungskonflikt? Vergleiche dafür zwei Textstellen mit der Scott-Anspielung und dem französischen Motto. Beziehe außerdem einen Schreibungsunterschied der Textfassungen ein. Hilfe: Gliedere in Behauptung – Textbeleg – Erklärung – Vergleich – Ergebnis.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Perspektivenwechsel: Erkläre an Albert, weshalb Begegnungen ein Vorurteil verändern können. Übertrage die Erkenntnis auf eine heutige Situation.
  2. Historische Erinnerung: Vergleiche die Urteile des Generals, Roberts und Thierbergs über Napoleon. Warum können unterschiedliche Erinnerungen an dieselbe Person entstehen?
  3. Kunstinterpretation: Zeige, wie das Kaiserbild zugleich Kunstwerk, Erinnerungshilfe und Wendepunkt der Handlung ist.
  4. Epochenvergleich: Entscheide mit mindestens zwei Textbelegen, welche Merkmale der Romantik in der Novelle vorkommen und welche politischen Themen darüber hinausgehen.
  5. Quellenkritik: Erkläre anhand des Vergleichs „Neckarthal“ und „Neckartal“, weshalb Ausgabe, Originalzitat und eigene Interpretation getrennt dokumentiert werden müssen.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis brauchst Du eine kurze Inhaltsangabe, eine Figurenübersicht, zwei nachprüfbare Textbelege, eine Erklärung der Bedeutung des Kaiserbildes und einen begründeten Vergleich mit Romantik und historischer Erzähltradition. Bei einer Vertiefung für Klasse 11–13 ergänzt Du den Vergleich mit Walter Scott und Lamartine sowie eine quellenkritische Bemerkung zu den Textfassungen.

Bewertung: Entscheidend sind verständliche Erklärungen, korrekte Fundstellen und die klare Trennung von Originaltext, geschichtlicher Information und eigener Deutung.


OERs zum Thema

Lektüre und Hintergrund:

  1. Vorhandene MOOCwiki-Buchausgabe und vollständige Lektüre
  2. Wikisource: Das Bild des Kaisers
  3. TextGrid: Das Bild des Kaisers
  4. Wikipedia: Das Bild des Kaisers
  5. Wikimedia Commons: freie Bilder, Audio und Animationen

Lizenzhinweis: Die historischen Werke sind gemeinfrei; bei digitalen Textfassungen können zusätzlich Editions- und Plattformbedingungen gelten. Alle eingebundenen Commons-Medien sind mit Quelle, Urheber und Lizenz beziehungsweise Gemeinfreiheit gekennzeichnet. YouTube-Videos werden nur extern eingebunden; sie sind damit nicht automatisch OER.



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