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Literatur verstehen - Arbeit - Ilse Frapan

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Literatur verstehen - Arbeit - Ilse Frapan

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Literatur verstehen - Arbeit - Ilse Frapan

Zielgruppe: Klasse 9–10 und 11–13

Fach: Deutsch – Literatur – Literaturgeschichte

Thema: Frauenbildung, Arbeitswelt, soziale Ungleichheit und Literatur um 1900

Lernziel: Du verstehst den Roman, untersuchst konkrete Textstellen und unterscheidest zwischen Originaltext, historischem Kontext und Deiner eigenen Deutung.


Einleitung

Arbeit ist ein Roman von Ilse Frapan. Die vollständige Fassung erschien 1903. Im Mittelpunkt steht Josefine Geyer. Sie ist Mutter von vier Kindern und studiert in Zürich Medizin.

Der Roman stellt wichtige Fragen: Wer darf studieren? Wie hängen Arbeit und Armut zusammen? Wie können Menschen anderen helfen?

Ilse Frapan. Historisches Porträt von 1898. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Deine Leitfrage: Ist Arbeit für Josefine eine Befreiung, eine Belastung oder beides?


Das Buch und der vollständige Originaltext

Hier findest Du die vorhandene Buchausgabe:

Buch - Arbeit - Frapan, Ilse – Volltext auf MOOCwiki

Zusätzliche Textquellen zum Nachschlagen:

  1. Arbeit – vollständiger Roman, gegliedert in fünf Bücher
  2. TextGrid Repository – Text und Editionsangaben zur Fassung von 1903

Wichtig: Dieser Kurs verlinkt die vorhandene Buchseite. Er legt keine zweite Buchseite an. Die Leseaufträge beziehen sich auf den vollständigen Roman. Die angegebenen Textstellen kannst Du über die verlinkten fünf Bücher finden.

1902 erschien zunächst eine gekürzte Fassung unter dem Titel Arbeit, mein Opium. Die vollständige Buchfassung erschien 1903 unter dem Titel Arbeit.

Der Roman wurde ursprünglich auf Deutsch geschrieben. Eine deutsche Übersetzung ist deshalb nicht nötig. Die historische Schreibweise bleibt in den Zitaten erhalten. Eine Ausgabe mit heutiger Rechtschreibung ist nicht mit dem historischen Wortlaut gleichzusetzen.


Kurzbeschreibung des Romans

Josefines Familie gerät in eine schwere Krise. Ihr Mann, ein Arzt, wird verurteilt und verliert seine berufliche Stellung. Josefine beginnt ein Medizinstudium in Zürich.

Im Studium sieht sie Leid, Armut und Ungerechtigkeit. Sie fragt sich, ob wissenschaftliches Wissen allein genügt, um Menschen zu helfen. Zugleich muss sie sich um ihre Kinder kümmern und persönliche Konflikte bewältigen.

Der Roman begleitet ihre Entwicklung. Am Ende gewinnt auch ihr Einsatz für gesellschaftliche Veränderungen an Bedeutung.


Historischer Kontext


Frauen und das Medizinstudium

Um 1900 hatten Frauen nicht überall die gleichen Bildungschancen wie Männer. Die Universität Zürich gehörte zu den frühen Hochschulen, an denen Frauen regulär studieren konnten.

Ein reales Beispiel ist Marie Heim-Vögtlin. Sie studierte in Zürich Medizin und wurde die erste Schweizer Ärztin. Sie ist keine Figur des Romans, sondern eine historische Person.

Marie Heim-Vögtlin. Historisches Porträt, Fotograf unbekannt. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Bildauftrag: Vergleiche die Lebenssituation einer frühen Ärztin mit Josefines Erfahrungen im Roman. Trenne belegbare historische Fakten von Aussagen über die Romanfigur.

Quelle: Universität Zürich – Geschichte des Frauenstudiums


Vorurteile gegen Studentinnen

Karikatur von 1872 über Studentinnen in Zürich. Urheber unbekannt, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Achtung: Diese Zeichnung ist eine spöttische Karikatur. Sie zeigt nicht, wie Studentinnen tatsächlich lebten.

Denkfrage: Welches Vorurteil soll die Karikatur verbreiten? Suche anschließend im Roman eine Szene, in der Josefine ernst genommen oder unterschätzt wird.


Naturalismus und der Übergang zur Moderne

Der Naturalismus wollte das Leben möglichst genau zeigen. In vielen Werken geht es um Armut, soziale Not und den Einfluss der Lebensbedingungen auf den Menschen.

Arbeit enthält solche sozialkritischen Beobachtungen. Der Roman erschien aber 1903, also nach der Hauptphase des Naturalismus. Er verbindet genaue Darstellungen des Alltags mit inneren Konflikten, persönlichen Entscheidungen und der Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderung.

Deshalb ist es sinnvoller, naturalistische Merkmale am Text zu prüfen, als den ganzen Roman einfach einer Epoche zuzuordnen.

Zum Vergleich: Gerhart Hauptmann zeigt in seinem Drama Die Weber soziale Konflikte im Theater. Frapan erzählt dagegen die Entwicklung einer Medizinstudentin und späteren Ärztin in einem Roman. Die Werke haben verwandte Themen, aber unterschiedliche Formen und Schwerpunkte.

Video: Naturalismus und seine Merkmale

Video: Der Realismus als literarischer Vergleich

Videoauftrag: Notiere nach jedem Video ein Merkmal, das Du auch in Arbeit untersuchen kannst. Prüfe es anschließend mit einer Textstelle. Ein Video allein ist noch kein Beleg über den Roman.


Inhalt, Figuren und Aufbau


Die wichtigsten Figuren

Josefine Geyer ist die Hauptfigur. Sie ist Mutter, Medizinstudentin und später Ärztin. Sie versucht, Familie, Beruf und Verantwortung für andere zu verbinden.

Helene ist eine wichtige Freundin und Briefpartnerin. In ihren Gesprächen und Briefen werden unterschiedliche Lebensvorstellungen deutlich.

Bernstein gehört zu Josefines studentischem Umfeld. An den Dialogen mit ihm erkennst Du, wie Figuren über Sprache und Verhalten gestaltet werden.

Plattner ist Josefines Vater. Die Beziehung zu ihm zeigt, wie familiäre Hilfe und gesellschaftliche Erwartungen zusammenwirken.

Tipp: Figuren sind nicht einfach gut oder böse. Untersuche ihre Handlungen, Wünsche und Widersprüche.


Die fünf Bücher des Romans

Der Roman besteht aus fünf Büchern. Die ersten Teile erzählen Josefines Erlebnisse und Konflikte in Szenen und Gesprächen. Das Fünfte Buch arbeitet auffällig mit Briefen. Dadurch erfahren wir Gedanken und Ereignisse aus verschiedenen persönlichen Blickwinkeln.

Leseweg:

  1. Erstes Buch – Familiäre Krise und Ausgangslage
  2. Zweites Buch – Studium, Arbeit, Medizin und soziale Not
  3. Drittes Buch – Beziehungen und persönliche Konflikte
  4. Viertes Buch – Weitere Entscheidungen und Begegnungen
  5. Fünftes Buch – Briefe, Rückblicke und gesellschaftliches Engagement


Textbezogene Leseaufgaben

Arbeite immer mit dem Volltext. Gib bei Deinen Antworten das jeweilige Buch und einen auffindbaren Textanfang oder die Seitenzahl Deiner Ausgabe an.

Drei Schritte: Zuerst beschreibst Du, was im Text steht. Dann untersuchst Du die sprachliche Gestaltung. Erst danach erklärst Du, wie Du die Stelle verstehst.


Leseaufgabe 1: Die Krise am Anfang

Textstelle: Erstes Buch, Beginn im Haus „Zum grauen Ackerstein“.

Originalzitat: „Die Lampe erlosch.“

Die Mutter erlebt eine belastende Nacht mit ihren Kindern.

Deine Aufgaben: Beschreibe, was Josefine und die Kinder erleben. Untersuche anschließend, welche Wirkung Geräusche, Dunkelheit und Bewegungen haben. Erkläre zum Schluss, warum diese Szene ein wirkungsvoller Romananfang ist.

Hilfe 1 – leicht: Achte auf das Weinen der Kinder und Josefines Verhalten.

Hilfe 2 – weiterführend: Prüfe, ob die äußere Umgebung Josefines innere Situation widerspiegelt. Belege Deine Deutung mit zwei Einzelheiten aus dem Text.


Leseaufgabe 2: Die Hand einer Näherin

Textstelle: Zweites Buch, Anatomieunterricht und Josefines Begegnung mit dem Schicksal einer verstorbenen Frau.

Originalzitat: „Die Hand einer fleißigen Näherin.“

Josefine betrachtet eine Hand nicht nur als medizinisches Präparat. Sie denkt auch über das Leben der verstorbenen Frau nach.

Deine Aufgaben: Erkläre, warum die Hand für Josefine mehr bedeutet als ein Teil des menschlichen Körpers. Untersuche die körperlichen Einzelheiten, die der Erzähler beschreibt. Welche Kritik an Armut und Arbeitsbedingungen lässt sich daraus erschließen?

Hilfe 1 – leicht: Suche Wörter, die Spuren von Arbeit am Körper zeigen.

Hilfe 2 – weiterführend: Vergleiche den wissenschaftlichen Blick auf den Körper mit Josefines Mitgefühl. Unterscheide dabei zwischen der Textbeschreibung und Deiner Deutung.

Hinweis: Diese Szene behandelt Tod und die Folgen schwerer sozialer Not.

Achille Glisenti: „Le cucitrici“ – Näherinnen, 1890. Historisches Gemälde, keine Illustration des Romans. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Bildauftrag: Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede erkennst Du zwischen dem Gemälde und der beschriebenen Hand? Was lässt sich aus einem Bild nicht über Josefines Geschichte beweisen?


Leseaufgabe 3: Arbeit als Betäubung

Textstelle: Zweites Buch, der Abschnitt über Josefines rastlose Tätigkeit.

Originalzitat: „Arbeit, mein Opium! mein Rausch!“

Opium bezeichnet hier bildlich etwas, das Schmerz und belastende Gedanken betäuben soll.

Deine Aufgaben: Erkläre, warum Josefine immer weiterarbeitet. Suche zwei Wiederholungen oder Ausrufe im Abschnitt. Untersuche, wie die Sprache Unruhe und Erschöpfung ausdrückt.

Hilfe 1 – leicht: Achte auf das wiederholte Wort „Arbeit“.

Hilfe 2 – weiterführend: Unterscheide Arbeit als sinnvolle Tätigkeit von Arbeit als Flucht vor Gefühlen. Kann beides gleichzeitig zutreffen?


Leseaufgabe 4: Gespräche und soziale Kritik

Textstellen: Drittes Buch, das Gespräch mit Bernstein am Anfang, sowie die später geschilderte Situation eines kranken Webermädchens.

Deine Aufgaben: Untersuche zunächst, wie Bernstein und Josefine miteinander sprechen. Welche Gefühle lassen sich aus ihren Reaktionen erschließen? Erkläre anschließend, warum die Versorgung des Webermädchens nicht nur eine medizinische, sondern auch eine soziale Frage ist.

Hilfe 1 – leicht: Unterstreiche Fragen, Ausrufe und auffällige Beschreibungen.

Hilfe 2 – weiterführend: Zeige, wie der Roman persönliches Erleben und gesellschaftliche Missstände miteinander verbindet. Belege beide Bereiche getrennt.


Leseaufgabe 5: Briefe und Veränderung

Textstelle: Fünftes Buch, Beginn des Briefes „Josefine an Helene“.

Originalzitat: „Mein Leben ist ein Wirbel“

Josefine berichtet im Brief von ihrem Leben und ihrer geplanten öffentlichen Rede.

Deine Aufgaben: Beschreibe, was Josefine inzwischen beruflich und gesellschaftlich macht. Vergleiche ihr Selbstbild im Brief mit der erschöpften Mutter am Romananfang. Warum ist die Briefform für diesen Vergleich hilfreich?

Hilfe 1 – leicht: Suche im Brief nach Aussagen über die Kinder, den Beruf und den geplanten Vortrag.

Hilfe 2 – weiterführend: Beachte, dass Josefine hier selbst schreibt. Ein Brief zeigt ihre eigene Sicht, nicht automatisch die ganze Wahrheit über alle Figuren.


Medienwerkstatt: Arbeit sichtbar und hörbar machen

Historische Medien helfen Dir, Arbeitsbedingungen besser zu verstehen. Sie ersetzen aber keinen Textbeleg.


Eine Nähmaschine in Bewegung

Datei:Sewing with a 1894 Singer sewing machine.webm

Videoaufnahme von 2015: Vorführung einer Singer-Nähmaschine von 1894. Pannini, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Beobachte: Welche Bewegungen muss der Mensch selbst ausführen? Welche Arbeit übernimmt die Maschine?


So entsteht eine Naht

Animation eines Nähmaschinenmechanismus. NikolayS, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Denke nach: Weshalb erklärt diese Animation die Technik, aber noch nicht die Lebensbedingungen der Näherin im Roman?


Hörbeispiel: Maschine und Arbeitsrhythmus

Tonaufnahme einer Knopfannähmaschine aus den 1930er-Jahren, aufgenommen 2015. Work With Sounds / Konrad Gutkowski, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.

Hörauftrag: Beschreibe den Rhythmus. Welche Empfindungen löst er aus? Erkläre, warum Deine Empfindung kein Beweis dafür ist, wie eine Arbeiterin um 1900 tatsächlich lebte.

Quellenhinweis: Das Audio ist keine Tonaufnahme aus Josefines Zeit. Auch das Video und die Animation sind moderne Darstellungen. Die Medien dienen dem Vergleich.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schrieb den Roman Arbeit? (Ilse Frapan) (!Gerhart Hauptmann) (!Theodor Fontane) (!Franz Kafka)



Wann erschien die vollständige Buchfassung von Arbeit? (1903) (!1803) (!1850) (!1953)



Wie heißt die Hauptfigur? (Josefine Geyer) (!Marie Heim-Vögtlin) (!Effi Briest) (!Nora Helmer)



Welches Fach studiert Josefine? (Medizin) (!Musik) (!Architektur) (!Rechtswissenschaft)



In welcher Stadt spielt das Studium eine wichtige Rolle? (Zürich) (!Hamburg) (!Wien) (!Paris)



In welchem Teil steht die Szene mit der Hand einer Näherin? (Im Zweiten Buch) (!Im Ersten Buch) (!Im Vierten Buch) (!Im Fünften Buch)



Was kann Opium im Bild für Josefines Arbeit ausdrücken? (Betäubung belastender Gefühle) (!Ein neues medizinisches Studienfach) (!Einen sicheren Wohlstand) (!Eine Reise durch Europa)



Welche Form ist im Fünften Buch besonders wichtig? (Briefe) (!Theaterdialoge ohne Erzähler) (!Zeitungsanzeigen) (!Gedichte ohne Zusammenhang)



Was gehört zu einer textgestützten Interpretation? (Eine Deutung mit überprüfbarer Textstelle) (!Eine Behauptung ohne Textbeleg) (!Eine erfundene Äußerung der Hauptfigur) (!Eine Zusammenfassung nur aus dem Video)



Welche Aussage zum Naturalismus und zu Arbeit ist angemessen? (Der Roman hat sozialkritische Merkmale und eigene erzählerische Schwerpunkte) (!Jeder Roman von 1903 gehört vollständig zum Naturalismus) (!Der Roman ist ein naturalistisches Theaterstück) (!Die historischen Lebensbedingungen spielen keine Rolle)




Memory

Finde die passenden Paare.

Josefine Medizinstudentin
Helene Briefpartnerin
Bernstein Studienkollege
Plattner Vater der Hauptfigur
Zürich Studienort
Opium Bild für Betäubung





Drag and Drop

Ordne die Szenen dem richtigen Buch des Romans zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Romanabschnitt
Nächtliche Familienszene Erstes Buch
Hand einer verstorbenen Näherin Zweites Buch
Gespräch mit Bernstein Drittes Buch
Szene am Zürcher Bahnhof Viertes Buch
Brief von Josefine an Helene Fünftes Buch





Kreuzworträtsel

Josefine Wie heißt die Hauptfigur mit Vornamen?
Bernstein Wie heißt Josefines Studienkollege am Anfang des Dritten Buches?
Helene An wen richtet Josefine im Fünften Buch einen Brief?
Medizin Welches Fach studiert die Hauptfigur?
Roman Zu welcher großen literarischen Textform gehört Arbeit?
Naturalismus Welche Literaturepoche ist für die sozialkritische Einordnung besonders wichtig?





LearningApps

Hier kannst Du nach weiteren Übungen zum Thema suchen.

Hinweis: Dies ist ein Suchangebot. Nicht jede gefundene Übung behandelt den Roman in der hier verwendeten Ausgabe.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Autorin des Romans heißt Ilse

.
Die Hauptfigur heißt

Geyer.
Sie studiert das Fach

.
Ein wichtiger Schauplatz des Studiums ist

.
Die vollständige Buchfassung erschien im Jahr

.
Josefine denkt beim Präparieren an das Leben einer verstorbenen

.
Arbeit kann für sie auch eine Form der

sein.
Der Roman besteht aus fünf Teilen, die als

bezeichnet werden.
Im letzten Teil spielen persönliche

eine große Rolle.
Die Kritik an Armut und Ungerechtigkeit kann als

bezeichnet werden.
}




Offene Aufgaben

Wähle eine Aufgabe passend zu Deinem Lernstand. Jede Aufgabe benötigt mindestens einen genauen Bezug zum Roman.


Leicht – Klasse 9 bis 10

  1. Josefine verstehen: Gestalte ein Figurenplakat mit drei Eigenschaften Josefines. Verwende für jede Eigenschaft eine passende Stelle aus dem Ersten oder Zweiten Buch. Hilfe: Beschreibe zuerst nur, was sie tut. Erkläre danach, was das über sie zeigt. Ergebnis: Ein Plakat mit drei Textbelegen.


Standard – Klasse 9 bis 10 oder 11 bis 13

  1. Das Motiv Arbeit untersuchen: Schreibe einen Vergleich zur Bedeutung von Arbeit im Zweiten und Fünften Buch. Ist Arbeit eher Flucht, Selbstständigkeit oder Hilfe für andere? Hilfe: Nutze das Opium-Bild und Josefines Brief an Helene. Ergebnis: Ein Text von etwa 250 bis 350 Wörtern mit zwei Fundstellen.


Schwer – Klasse 11 bis 13

  1. Literarische Einordnung prüfen: Verfasse eine begründete Stellungnahme: Wie verbindet Arbeit naturalistische Sozialkritik mit individuellen und gesellschaftlichen Zukunftsentwürfen? Vergleiche dafür einen Abschnitt des Romans mit einer ausgewählten Szene aus Die Weber oder einer geeigneten historischen Quelle. Hilfe: Trenne Thema, Textform, Erzählweise und Menschenbild. Ergebnis: Eine Analyse von etwa 500 Wörtern mit überprüfbaren Belegen aus beiden Quellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen Zusammenhänge und Deine Fähigkeit, neue Fragen mithilfe des Textes zu lösen.

  1. Soziale Ungleichheit: Eine Patientin kann eine Behandlung aus Geldmangel nicht fortsetzen. Erkläre anhand der Szene mit dem Webermädchen, welche gesellschaftlichen Probleme daraus entstehen können.
  2. Medizinethik: Stelle Dir vor, Du müsstest zwischen medizinischer Sachlichkeit und Mitgefühl vermitteln. Entwickle zwei Regeln für den Umgang mit kranken Menschen und begründe sie durch den Roman.
  3. Frauenbildung: Vergleiche Josefines Studienbedingungen mit heutigen Bildungsrechten. Unterscheide historische Unterschiede von Problemen, die bis heute bestehen könnten.
  4. Erzählperspektive: Begründe, wie sich Dein Eindruck von Josefine verändert, wenn Du im Fünften Buch ihre eigenen Briefe liest statt nur die Erzählung über sie.
  5. Quellenkritik: Ein Artikel behauptet, die Karikatur von 1872 zeige den wirklichen Alltag aller Zürcher Studentinnen. Prüfe diese Aussage und erkläre, welche weiteren Quellen Du benötigen würdest.


Lernnachweis

Du kannst Deinen Lernfortschritt mit einer kleinen Textmappe zeigen. Diese enthält:

  1. Eine kurze, sachlich richtige Inhaltsangabe des Romans.
  2. Eine Charakterisierung Josefines mit mindestens drei überprüfbaren Textstellen.
  3. Eine sprachliche Analyse des Opium-Bildes oder der Näherinnen-Szene.
  4. Eine begründete Aussage zum historischen Kontext und zum Naturalismus.
  5. Eine eigene Deutung mit klarer Trennung von Originalzitat, Beobachtung und Interpretation.

Bewertung: Besonders wichtig sind genaue Textbelege, verständliche Erklärungen, erkennbare Zusammenhänge und der sorgfältige Umgang mit Quellen.


OERs zum Thema

Wikipedia: Ilse Frapan

Weitere Materialien:

  1. TextGrid Repository – historischer Text und bibliografische Angaben
  2. Projekt Gutenberg – vollständiger Roman
  3. Universität Zürich – Frauenstudium
  4. Wikipedia – Naturalismus in der Literatur
  5. Wikimedia Commons – freie Medien

Quellenregel: Der Roman ist die Grundlage für Aussagen über die Figuren. Historische Quellen liefern zusätzliche Informationen über die damalige Gesellschaft. Sekundärtexte helfen bei der Einordnung. Eine Interpretation ist eine begründete Aussage über den Text, kein wörtliches Zitat.


Mediennachweise und Lizenzen

Die folgenden Commons-Dateien wurden mit Urheber- beziehungsweise Herkunftsangaben und Lizenzstatus ausgewählt. Es wurden keine neuen Bilder, Audioaufnahmen oder Videos erstellt.

  1. Porträt Ilse Frapan: Urheber unbekannt, 1898, gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  2. Porträt Marie Heim-Vögtlin: Urheber unbekannt, historisches Porträt, gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  3. Karikatur zum Frauenstudium: Urheber unbekannt, „Special-Artistin“, 1872, gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  4. Gemälde „Le cucitrici“: Achille Glisenti, 1890, gemeinfrei. Commons-Dateiseite
  5. Historisches Nähmaschinen-Video: Pannini, Aufnahme 2015, CC BY-SA 4.0. Commons-Dateiseite
  6. Animation „Lockstitch“: NikolayS, CC BY-SA 3.0. Commons-Dateiseite
  7. Audio „Buttonsewingmachine“: Work With Sounds / Konrad Gutkowski und Mitwirkende, Aufnahme 2015, CC BY 4.0. Commons-Dateiseite

Zu den eingebetteten YouTube-Videos: Die Rechte bleiben bei den jeweiligen Urhebern und Anbietern. Eine YouTube-Einbettung ist keine Kennzeichnung als frei lizenziertes OER-Material. Titel und Verfügbarkeit können sich ändern.

Zur Textfassung: Die zitierten Originalstellen stammen aus dem verlinkten Text der vollständigen Buchfassung von 1903. Historische Schreibungen werden nicht stillschweigend modernisiert. Für längere Zitate prüfst Du immer den Wortlaut Deiner verwendeten Ausgabe.


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