Gestalten eines Fußbodens - Bodenleger - LF 12
Einleitung
Du bist im dritten Ausbildungsjahr zur Bodenlegerin oder zum Bodenleger und übernimmst einen fiktiven Gestaltungsauftrag. Ein Fußboden muss zur Nutzung, zum Raum und zur Ausstattung passen; neben der Wirkung zählen die technische Eignung, eine wirtschaftliche Flächeneinteilung und eine dokumentierte, sichere Ausführung. In diesem vollständigen Lernkurs entwirfst du Rand- und Zwischenfriese sowie Ornamente, berechnest Material und Kosten, stellst Alternativen vor und überprüfst das Ergebnis. Das Lernfeld 12 umfasst laut KMK 60 Unterrichtsstunden als Zeitrichtwert. Die betriebliche Ausbildung und der jeweilige Landeslehrplan sind ergänzend maßgeblich.
Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, gestalterisch begründet planen, maßstäblich darstellen, fachlich sicher umsetzen beziehungsweise als Modell simulieren, kalkulieren, prüfen und dokumentieren. Alle Personen, Betriebe, Räume, Preise und Messwerte der folgenden Fallstudie sind erfunden. Die Lernmaterialien begründen keine amtliche Anerkennung, Normkonformität oder Prüfungszulassung. Maschinen-, Schneid-, Klebe- und andere gefährliche Tätigkeiten erfolgen ausschließlich nach Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und unter befugter Aufsicht; die papierbasierte Planungsvariante ist gleichwertig als Lernübung.
Gestaltungsauftrag und Raumwirkung verstehen
Anforderungen aus Nutzung und Ausstattung
Beginne nicht beim Muster, sondern bei der Frage: Was soll in diesem Raum geschehen? Ein Beratungsraum benötigt beispielsweise einen anderen Eindruck als ein stark frequentierter Eingangsbereich. Erfasse Nutzungsintensität, Reinigung, Rutschgefahr, mögliche Rollbeanspruchung, Akustik, Licht, Türen, Möbel, Übergänge und Barrierefreiheit. Die Entscheidung für einen Bodenbelag muss zur jeweiligen Beanspruchung, zur Untergrundsituation und zu den deklarierten Produkteigenschaften passen. Eine schöne Zeichnung ersetzt keine Eignungsprüfung.
Ein Anforderungsprofil trennt Muss-Kriterien von Wünschen: Muss etwa der Belag für Stuhlrollen und die vorhandene Nutzung zugelassen sein? Ist ein klar erkennbarer Weg zum Ausgang erforderlich? Wünsche betreffen unter anderem ein ruhiges, helles Erscheinungsbild oder einen Akzent im Empfangsbereich. Halte offene Punkte schriftlich fest und hole in einem echten Projekt die Freigabe der Auftraggebenden ein; hier nutze ausschließlich die fiktive Aufgabenbeschreibung.
Farbe, Form, Proportion und Orientierung
Proportion meint das Größenverhältnis verschiedener Elemente, etwa eines 30 cm breiten Frieses zur gesamten Raumbreite. Rhythmus entsteht durch geordnete Wiederholung, Kontrast durch erkennbare Unterschiede, Harmonie durch das abgestimmte Zusammenwirken von Farben und Formen. Helle Flächen können visuell großzügig wirken; dunkle Randzonen können den Umriss betonen. Das ist eine gestalterische Wahrnehmung, keine garantierte optische oder technische Wirkung. Lichtfarbe, Möbel und Mustergröße verändern den Eindruck.
Lege mindestens zwei Entwürfe an: einen ruhigen Entwurf mit zurückhaltendem Randfries und einen ausdrucksstarken Entwurf mit Ornament. Vergleiche sie nach Nutzung, Proportion, Belagsverträglichkeit, Reinigbarkeit, Materialbedarf und Kosten. Prüfe außerdem die Laufrichtung, den Lichteinfall und die Sichtachsen. Verwechsle Verlegerichtung nicht mit einer ausnahmslos verbindlichen Regel: Produktsystem, Rapport, Verlegebedingungen und gewünschte Wirkung entscheiden gemeinsam.

Beispiel einer mehrfarbigen modularen Vinylfläche: Du erkennst, wie Wiederholung und Farbe Bereiche gliedern können. Bild: Linoleum123, CC BY-SA 4.0, Nachweis im Medienverzeichnis.

Ein tatsächlich als Linoleum dokumentierter Fußboden. Material und Gestaltung dürfen nicht allein nach dem Aussehen bestimmt werden. Bild: blahedo, CC BY-SA 2.5, Nachweis im Medienverzeichnis.
Friese, Bordüren und Ornamente entwerfen
Randfries, Zwischenfries und Bordüre
Ein Randfries ist ein gestalteter Streifen im Randbereich, der die Hauptfläche fasst. Ein Zwischenfries teilt eine größere Fläche in Zonen; eine Bordüre ist ein dekorativer Streifen, der einen Übergang oder eine Begrenzung hervorheben kann. Die Begriffe werden im Entwurf teilweise überlappend verwendet; deine Zeichnung muss Lage, Breite, Material und Funktion eindeutig bezeichnen.
Prüfe bei jedem Fries die Perspektive: Ein zu breiter Rand kann eine kleine Fläche gedrungen wirken lassen; ein sehr schmaler Kontraststreifen kann bei komplexen Grundrissen optisch unruhig werden. An Türen, Nischen und Raumecken muss die Linienführung konstruktiv auflösbar sein. Ein umlaufender Randfries benötigt sauber geplante Ecken. Zwischenfriese sind besonders geeignet, wenn verschiedene Nutzungszonen erkennbar werden sollen, dürfen aber keine erforderlichen Bewegungs- oder Anschlussfugen verdecken oder deren Funktion beeinträchtigen.

Historisches Beispiel für ein geordnetes Bordürenmotiv aus einem römischen Mosaik; als Gestaltungsvergleich, nicht als Anleitung zum heutigen Verlegen. Bild: FuriousYogi, CC BY-SA 4.0.
Ornamente konstruieren und harmonisch einfügen
Ein Ornament ist ein wiederkehrendes oder eigenständiges Zierelement. Bei einem zentrierten Ornament konstruierst du zunächst die Raummitte mithilfe der gemessenen Grundgeometrie. Danach zeichnest du Mittellinien, Symmetrieachsen und die äußere Motivbegrenzung. Für ein quadratisches Motiv mit 60 cm Kantenlänge liegen dessen Kanten jeweils 30 cm von der Motivmitte entfernt. In einem nicht rechtwinkligen Bestandsraum reichen angenommene Idealmaße nicht aus: Prüfe die tatsächlichen Eckpunkte und Diagonalen.
Unterscheide geometrische Entwürfe mit Linien, Rechtecken und Kreisen von freien Motiven. Kontrolliere Farbkontrast und Rapport (regelmäßige Wiederholung eines Musters), Fugenbild, Laufrichtung sowie Schnittstücke. Achte darauf, dass kleine Ornamentteile mit dem vorgesehenen Bodenbelagsystem handwerklich möglich sind. An schwierigen Stellen ist ein maßstäbliches Papiermodell oft die sicherere und ökologisch sinnvollere Erprobung als ein versuchsweises Zuschneiden echter Beläge.

Historische Entwurfszeichnung einer ornamentalen Ecke, circa 1900. Achte auf Anschluss, Wiederholung und Flächenbalance. Unbekannte Künstlerin oder unbekannter Künstler; Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum; gemeinfrei laut Commons-Dateiseite.

Schematisches Fischgrätmuster mit langen Elementen. Analyseübung: Bestimme Achsen, Wiederholung und potenzielle Schnittbereiche. Grafik: Tomruen, CC BY-SA 4.0.
Entwurf, Freihandzeichnung und digitale Präsentation
Erstelle zunächst drei kleine Freihandskizzen: ruhig, zoniert und ornamental. Danach überführst du die begründete Vorzugsvariante in einen Maßplan mit Legende. Verwende auf der Zeichnung unterschiedliche Schraffuren oder eindeutig bezeichnete Farben, Maßketten, Nord- beziehungsweise Lichtangabe nur bei Bedarf und ein separates Symbol für das Ornament. Eine digitale CAD- oder Vektorskizze ist möglich, doch die mathematische Prüfung darf durch schöne Visualisierungen nicht ersetzt werden.
In einer kurzen Präsentation erläutere: Raumfunktion, drei Gestaltungsentscheidungen, technische Voraussetzungen, Material- und Kostenauswirkungen sowie die wichtigste verworfene Alternative. Gib konstruktives Feedback entlang der Kriterien Nutzbarkeit, Gestaltungslogik, Ausführbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Speichere Dateien unter neutralen Projektnamen ohne Personenbezug und verwende nur frei nutzbare oder selbst erstellte Muster.
Maßaufnahme, Flächeneinteilung und durchgerechneter Praxisfall
Fiktiver Auftrag und überprüfbare Annahmen
Übungsfall: Ein rechteckiger Muster-Beratungsraum ist innen 5,40 m lang und 4,20 m breit. Er soll einen umlaufenden, 0,30 m breiten dunkleren Randfries und ein zentriertes, 0,60 m × 0,60 m großes Mittelornament erhalten. Die Hauptfläche ist in einer hellen Kontrastfarbe vorgesehen. Für die Rechenübung sind Raum und Untergrund idealisiert rechtwinklig, trocken, eben und belegreif; in der Praxis müssen die Verlegebedingungen geprüft und protokolliert werden. Das fiktive Produktsystem besteht aus technisch zueinander passenden elastischen Designbelagsmodulen gleicher Nenndicke, mit vom Hersteller freigegebenem Einlegeverfahren. Es ist keine Aussage über ein konkretes Marktprodukt.
Das Prüfergebnis besteht aus einer bemaßten Skizze, einer Flächen- und Materialliste, einem Muster- oder Papiermodell und einer dokumentierten Abnahme. Eine tatsächliche Verlegung ist für diesen Kurs nicht notwendig.
Rechenweg: drei Gestaltungszonen
1. Gesamtfläche: A = Länge × Breite = 5,40 m × 4,20 m = 22,68 m². Der Außenumfang beträgt 2 × (5,40 m + 4,20 m) = 19,20 m.
2. Innenrechteck nach Abzug des umlaufenden Frieses: Länge innen = 5,40 − 2 × 0,30 = 4,80 m; Breite innen = 4,20 − 2 × 0,30 = 3,60 m. Innenfläche = 4,80 × 3,60 = 17,28 m². Für den Randfries verbleiben 22,68 − 17,28 = 5,40 m². Typischer Fehler: den Außenumfang mit der Friesbreite zu multiplizieren. Das würde die vier Ecken doppelt zählen: 19,20 × 0,30 = 5,76 m² und ist deshalb für den geschlossenen rechteckigen Fries falsch.
3. Ornament: A = 0,60 × 0,60 = 0,36 m². Helle Hauptfläche = 17,28 − 0,36 = 16,92 m². Probe: 16,92 + 0,36 + 5,40 = 22,68 m². Die Flächensumme muss mit dem Aufmaß übereinstimmen.
4. Position: Die Raummitte liegt 2,70 m von der kurzen beziehungsweise 2,10 m von der langen Begrenzung entfernt, wenn die Koordinaten vom gewählten Eckpunkt entlang der Raumachsen gemessen werden. Das 60 cm große Quadrat erstreckt sich entlang der Längsachse von 2,40 m bis 3,00 m und entlang der Querachse von 1,80 m bis 2,40 m. Prüfe bei einem echten Raum vor dem Anreißen die Rechtwinkligkeit; die rechnerische Idealgeometrie ist nur ein Planungsmodell.
5. Maßstab 1 : 20: 5,40 m Raumlänge werden 27,0 cm auf dem Papier; 4,20 m Raumbreite werden 21,0 cm. Ein Fries von 0,30 m wird 1,5 cm breit; das Ornament von 0,60 m erscheint als 3,0 cm × 3,0 cm. Zeichne auf DIN-A3-Papier oder in einer skalierbaren Zeichenanwendung. Ein verbreiteter Fehler ist, Meter direkt mit Zentimetern zu verwechseln. Schreibe vor dem Rechnen alle Größen in derselben Einheit.
Materialbedarf, Packungseinheiten und Verschnitt
Verschnitt bezeichnet Material, das durch Schnitte, Anschnitte, Richtungsbindung oder Fehler nicht als volle Nutzfläche einsetzbar ist. Bei Mustern kann der Bedarf über die reine Fläche hinausgehen. Die folgenden Zuschläge sind fiktive Planungsannahmen, keine Branchenpauschalen; eine echte Bestellung muss nach Produktformat, Verlegeplan, Charge, Herstellerangaben und nutzbaren Reststücken optimiert werden.
| Zone | Nettofläche | Übungszuschlag | Rechnerischer Bedarf | Angenommene Packung | Bestellung |
|---|---|---|---|---|---|
| Helle Hauptfläche | 16,92 m² | 8 % | 16,92 × 1,08 = 18,2736 m² | 2,50 m² | 8 Packungen = 20,00 m² |
| Randfries | 5,40 m² | 12 % | 5,40 × 1,12 = 6,048 m² | 2,00 m² | 4 Packungen = 8,00 m² |
| Mittelornament | 0,36 m² | 15 % | 0,36 × 1,15 = 0,414 m² | 1,00 m² | 1 Packung = 1,00 m² |
Die Bestellung umfasst insgesamt 29,00 m² bei 22,68 m² eingebauter Fläche. Die Differenz beträgt 6,32 m²; sie entsteht aus angenommenen Zuschnitten und dem Aufrunden auf Packungseinheiten. Sie ist keine gemessene Abfallmenge und nicht gleich den drei prozentualen Rechenzuschlägen. Prüfe vor Bestellung, ob unbeschädigte Reststücke innerhalb derselben Belagsart, Farbcharge und Orientierung legal und technisch wiederverwendet werden können. Trenne nutzbare Reserve von unvermeidbarem Abfall.
Digitale Simulation: Erstelle drei Flächenpolygone im Tabellenprogramm oder Zeichenwerkzeug; berechne die Gesamtfläche sowie die Differenz nach dem Einsetzen des Mittelornaments. Ändere die Friesbreite von 0,30 m auf 0,20 m und vergleiche Randfläche, Materialbedarf und Raumeindruck, ohne einen echten Belag zu schneiden.
Arbeitsablauf, Material- und Lohnkosten kalkulieren
Arbeitsplan mit Entscheidungspunkten
Die Realisierung setzt eine freigegebene Planung, eine Gefährdungsbeurteilung, den geeigneten Untergrund und die aktuelle systembezogene Herstelleranweisung voraus. Für den Modellauftrag sind folgende Phasen vorgesehen:
| Schritt | Geplante Tätigkeit | Nachweis und Freigabe |
|---|---|---|
| Auftrag klären | Anforderungen, Farbmuster und Randzonen abstimmen | Anforderungsblatt ohne Echtdaten |
| Aufmaß prüfen | Seiten, Diagonalen, Türen, Übergänge und Hindernisse aufnehmen | bemaßte Skizze; Abweichungen dokumentiert |
| Technische Eignung | Untergrund, Feuchte, Raumklima, Nutzung, Belag und mögliche Fugen prüfen | Prüfprotokoll; bei Mängeln keine Verlegung |
| Gestaltung festlegen | Maßplan, Friesbreite, Ornament, Verlegerichtung, Eckausbildung | freigegebener Entwurf mit Legende |
| Material planen | Packungen, Verschnitt, Klebstoffsystem, Lieferzeit und Chargen prüfen | nachvollziehbare Materialliste |
| Arbeitsbereich sichern | Sicherheit, Absaugung, Ergonomie, Lüftung, PSA, Trennung anderer Gewerke | Unterweisung und sichere Freigabe |
| Muster simulieren | Papierstücke trocken anordnen; Achsen und Ecken kontrollieren | Foto des Modells, Maßkontrolle |
| Fachgerechte Ausführung | Einlegearbeiten und Verklebung nur mit Aufsicht und Produktsystemfreigabe | Arbeitsprotokoll einschließlich Einwirk- und Wartezeiten |
| Prüfung und Übergabe | Gestaltung, Fugen, Oberfläche, Sauberkeit, Pflegehinweise, Restmaterial | Checkliste und Mängelbearbeitung |
Die angenommene aktive Arbeitszeit beträgt 2 Stunden Planung sowie 10 Stunden Ausführungs- und Kontrollzeit (zum Beispiel 1,5 Stunden Einteilen, 2 Stunden geeignete Untergrundvorbereitung, 2 Stunden Probemuster und Zuschnitte, 3 Stunden Verlegearbeiten, 1,5 Stunden Kontrolle und Reinigung). Herstellervorgaben zu Trocknung, Akklimatisation und Freigabezeiten sind zusätzliche Ablaufbedingungen, keine in den 12 Arbeitsstunden versteckte Beschleunigung. Die Zahlen sind bewusst Übungswerte.
Vollständiges Rechenbeispiel der Nettokalkulation
Angenommene Einkaufspreise der jeweiligen vollständigen Bestellmenge und eines hypothetisch passenden Klebstoffsystems:
| Position | Rechenweg | Nettobetrag |
|---|---|---|
| Helle Belagspackungen | 20,00 m² × 24,00 €/m² | 480,00 € |
| Friespackungen | 8,00 m² × 32,00 €/m² | 256,00 € |
| Ornamentpackung | 1,00 m² × 40,00 €/m² | 40,00 € |
| Passendes Klebstoffsystem | pauschaler Übungsansatz, tatsächlicher Verbrauch nach Merkblatt | 45,00 € |
| Grundierung und sonstige Hilfsstoffe | pauschaler Übungsansatz | 50,00 € |
| Lohn und betrieblicher Verrechnungssatz | 12,0 Stunden × 45,00 €/Stunde | 540,00 € |
| Anfahrt, Transport, Abfallmanagement | pauschaler Übungsansatz | 75,00 € |
| Summe netto | 480 + 256 + 40 + 45 + 50 + 540 + 75 | 1.486,00 € |
| Beispielhafte Umsatzsteuer | 19 % von 1.486,00 € | 282,34 € |
| Rechnerischer Endbetrag | 1.486,00 € + 282,34 € | 1.768,34 € |
Wichtig: Dies ist eine didaktische Beispielrechnung mit erfundenen Preisen, einem angenommenen Verrechnungssatz und vereinfachten Kostenpositionen, kein Marktangebot. Der Betrieb muss betriebliche Gemeinkosten, Wagnis, Gewinn, Entsorgung und Vertragsbedingungen in seiner tatsächlichen Kalkulation angemessen berücksichtigen. Die 19 % dienen dem fiktiven deutschen Regelfall; die konkrete umsatzsteuerliche Behandlung ist anhand der aktuellen Rechtslage und des Leistungsempfängers zu prüfen. Klebstoffverbrauch und Packungsgröße können hier nicht aus einer nicht festgelegten Produktdatenkarte hergeleitet werden; daher sind es gekennzeichnete Ansätze, keine technischen Rezepturen.
Fehlerkontrolle: Verwechsle kalkulierte Nutzfläche nicht mit bestellter Packungsfläche, Nettopreis nicht mit Bruttopreis und Arbeitsstunden nicht mit Maschinen- oder Trocknungszeiten. Prüfe Formeln in einer zweiten Rechenweise oder Tabellenkalkulation. Eine Änderung der Friesbreite verändert nicht automatisch den Lohn im selben Verhältnis, weil die Zahl der Ecken und Anschlüsse eine Rolle spielt.
Zwei überprüfte deutschsprachige Verlegevideos als Anschauung
Video 1: Fischgrätmuster bei elastischem Designbelag; profistuck, veröffentlicht 21.08.2019. Analysiere die Positionierung der Mitte und den Einfluss eines Winkelfehlers. Herstellerdarstellung, keine allgemeine Sicherheitsfreigabe.
Video 2: Klick-Designboden von wineo, veröffentlicht 24.03.2017. Vergleiche das dort gezeigte Verlegesystem mit dem verklebten Mustereinleger des Übungsfalls; die Systeme dürfen nicht unbesehen kombiniert werden.
Die Videos zeigen konkrete Produkte und historische Aufnahmestände. Aktuelle Herstellerinformationen, geeignete Beläge, der tatsächliche Untergrund und gegenwärtige Sicherheitsregeln sind für die Praxis vorrangig. Ein Video anzuschauen berechtigt nicht zum unbeaufsichtigten Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen.
Sichere Ausführung, Nachhaltigkeit und Qualität beurteilen
Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz
Vor einer realen Verlegung gelten betrieblich festgelegte Maßnahmen und die jeweils aktuelle Gefährdungsbeurteilung. Scharfe Verlegemesser verursachen Schnittverletzungen; Klingenwechsel und Schnitte erfolgen nur nach Einweisung, mit geeigneten Hilfsmitteln und sicherem Stand. Kniebelastung wird durch geeigneten Knieschutz, Arbeitsorganisation und Haltungswechsel reduziert; DGUV Regel 112-191 in der Ausgabe 2025-12 und die DGUV-Fachinformationen helfen bei der Auswahl. Staub bei Untergrundbearbeitung erfordert geeignete staubarme Verfahren und wirksame Absaugung; Maschinen werden nur mit Schutzvorrichtungen und Aufsicht genutzt.
Bei Vorstrichen und Klebstoffen ist eine Substitutionsprüfung wichtig. Die TRGS 610 in der Fassung von 2025 behandelt Alternativen zu stark lösemittelhaltigen Produkten im Bodenbereich; lies Sicherheitsdatenblatt, Gefahrstoffkennzeichnung, GISCODE und die konkrete Produktanweisung. Lösemittelfrei bedeutet nicht automatisch gefahrlos, denn Sensibilisierung, Hautkontakt und Emissionen sind weiterhin zu beachten. Bei alten, unbekannten Belägen oder Verdacht auf Schadstoffe keine eigenmächtigen Abbruch- oder Schleifversuche: Arbeit unterbrechen und fachlich abklären lassen.
Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur nachwachsende Rohstoffe: Beurteile Lebensdauer, Reparierbarkeit, Reinigungsaufwand, Emissionen, Materialausbeute, Verpackung, Transport und eine sorten- sowie rechtskonforme Entsorgung. Erhalte Chargenkennungen und Reststücke geordnet. Dokumentiere Materialverbrauch und Abfälle getrennt; setze keinen schadstoffverdächtigen Altbelag zu Übungszwecken ein.
Prüfmerkmale und Dokumentation
Prüfe die Übereinstimmung von Zeichnung und ausgeführtem oder simuliertem Ergebnis: Stimmen Maßstab, Friesbreite, Ornamentposition, Kontrast, Richtung und Kantenverläufe? Sind zugesagte technische Eignung, Fugenlösung und Belagswechsel nachvollziehbar? Dokumentiere bei einer realen Ausführung Untergrund- und Klimaprüfungen nach dem konkreten Verfahren sowie Fehler und Freigaben. Pauschale numerische Verlegetoleranzen erfinde nicht; maßgeblich sind vereinbarte Anforderungen, aktuelle einschlägige Regelwerke und Herstellerangaben.
Die aktuelle bei DIN Media als gültig geführte DIN 18365:2019-09 betrifft im Rahmen der VOB/C Bodenbelagarbeiten, soweit sie vertraglich einschlägig ist. Sie ist kein kostenloser kopierbarer Normtext. Prüfe außerdem die jeweils gültigen Anforderungen an Messungen, Untergrund, Ebenheit, Fugen, Produktsystem und Arbeitssicherheit. Für die Ausbildung gilt das Profil der Bodenlegerin oder des Bodenlegers nach der über BIBB nachgewiesenen Verordnung von 2002 samt Ausbildungsrahmenplan. Ausbildungsbetrieb, zuständige Stelle beziehungsweise Kammer und konkreter Landeslehrplan können zusätzliche Anforderungen konkretisieren.
Datenschutz und digitale Zusammenarbeit: Nutze in Zeichnungen und Kalkulationen anonyme Raumnummern und fiktive Auftraggeber, beschränke Dateizugriffe, beachte Nutzungsrechte von Bildern und vermeide personenbezogene Fotoaufnahmen auf Baustellen. Für ein Lernportfolio genügen nachgestellte Modellaufnahmen.
Bewertungsraster für den Übungsauftrag
Das Raster bewertet einen Lernnachweis, nicht die gesetzliche Abschlussprüfung. Höhere Punktzahlen verlangen nachvollziehbare Entscheidungen, nicht bloß eine dekorative Zeichnung.
| Kriterium | Vollständiger und prüfbarer Nachweis | Maximalpunkte |
|---|---|---|
| Auftrag und Gestaltung | Nutzung, Ausstattungsbezug, zwei Entwurfsvarianten, begründete Farb- und Musterwahl | 20 |
| Maßplan und Konstruktion | korrekt bemaßtes Raster, Fries, Ornament, Ecklösung und Maßstab mit Rechenprobe | 20 |
| Material und Kosten | drei Flächen, getrennte Verschnitte, Packungsrundung, nachvollziehbare Netto- und Bruttokalkulation | 20 |
| Arbeitsablauf und Schutz | sinnvoller Ablauf, Freigabepunkte, sichere Alternativen, Umweltmaßnahmen | 15 |
| Qualität und Dokumentation | Prüfliste, Soll-Ist-Abgleich, Rechenprüfung, Fehler- und Änderungsprotokoll | 15 |
| Präsentation und Reflexion | verständliche Visualisierung, begründete Alternative, konstruktives Feedback | 10 |
| Gesamt | Individuelle Rückmeldung mit Stärken und Verbesserungsschritten | 100 |
Lernfeedback: 90–100 Punkte stehen im Modell für sehr gut begründete, weitgehend lückenlose Bearbeitung; 75–89 für überzeugende Bearbeitung mit kleineren Lücken; 60–74 für eine nachvollziehbare Bearbeitung mit Verbesserungsbedarf; darunter werden fehlende Nachweise gezielt nachgearbeitet. Diese Schwellen sind nur eine Kursrubrik. Sicherheitsrelevante Auslassungen verhindern eine reale praktische Freigabe unabhängig von der Punktzahl. Arbeite zunächst im Papiermodell; eine reale Ausführung darf nur der befugte Betrieb freigeben.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Beantworte jede Frage zunächst aus dem Fachkapitel heraus und nutze danach das Rückmeldesystem des Quiz. Die jeweils beste Antwort berücksichtigt die geschilderten Bedingungen.
Welche Information gehört an den Anfang eines gestaltenden Bodenlegerauftrags? (Die Nutzung des Raums und die Anforderungen an den Bodenbelag) (!!Die bloße Lieblingsfarbe der ausführenden Person) (!!Nur die Zahl der verfügbaren Pakete) (!!Ausschließlich das Herstellerlogo)
Welche Aufgabe hat ein umlaufender Randfries im Entwurf? (Er fasst die Hauptfläche optisch ein und kann den Raum gliedern) (!Er ersetzt die Prüfung des Untergrundes) (!Er beseitigt konstruktive Bewegungsfugen) (!Er garantiert einen rutschhemmenden Boden)
Was beschreibt der Begriff Rapport bei Bodenbelagsmustern? (Die regelmäßige Wiederholung eines Musters) (!Die Summe der Lohnkosten) (!Die vorgeschriebene Raumtemperatur) (!Die Breite einer Türzarge)
Wie groß ist die Gesamtfläche eines rechteckigen Raums von 5,40 m mal 4,20 m? (22,68 Quadratmeter) (!19,20 Quadratmeter) (!17,28 Quadratmeter) (!25,92 Quadratmeter)
Welche Innenmaße bleiben bei 30 cm Randfries rundum im Beispielraum? (4,80 m mal 3,60 m) (!5,10 m mal 3,90 m) (!5,40 m mal 3,60 m) (!4,20 m mal 3,00 m)
Warum ist Außenumfang mal Friesbreite keine exakte Flächenformel für den umlaufenden rechteckigen Randfries? (Weil die vier Eckbereiche damit doppelt gezählt werden) (!Weil die Materialdicke stets hinzuaddiert wird) (!Weil der Raum grundsätzlich oval ist) (!Weil der Umfang in Kubikmetern gemessen wird)
Wie wird ein rechnerischer Bedarf von 18,2736 Quadratmetern bei Paketen zu 2,50 Quadratmetern bestellt? (Acht vollständige Pakete) (!Sieben vollständige Pakete) (!Sieben halbe Pakete) (!Sechs vollständige Pakete)
Was zeigt die Summe der drei eingebauten Gestaltungszonen im Beispiel? (Sie ergibt wieder die gesamte Raumfläche von 22,68 Quadratmetern) (!Sie ergibt die bestellte Packungsfläche von 29 Quadratmetern) (!Sie ergibt die Außenwandfläche von 19,20 Quadratmetern) (!Sie ergibt allein die Friesfläche)
Wie werden in der fiktiven Kalkulation die Lohnkosten ermittelt? (Zwölf Arbeitsstunden mal 45 Euro je Stunde) (!Raumumfang mal Umsatzsteuer) (!Nur die Zahl der Materialpackungen mal Stunden) (!Materialfläche geteilt durch den Nettopreis)
Wie gehst du mit einem verdächtigen alten Belag vor einer Untergrundbearbeitung um? (Du unterbrichst die Tätigkeit und lässt die mögliche Gefahr fachlich beurteilen) (!Du schleifst zunächst eine Probe ohne Absaugung) (!Du erhitzt den Belag mit offener Flamme) (!Du verdeckst den Belag ohne weitere Prüfung)
Memory
Ordne die fünf Fachbegriffe ihren jeweils passenden Erläuterungen zu.
| Randfries | Gestaltstreifen an der Begrenzung der Hauptfläche |
| Zwischenfries | Gestaltstreifen zur Gliederung innerhalb einer Fläche |
| Rapport | Wiederholungseinheit eines Musters |
| Verschnitt | Beim Zuschnitt nicht unmittelbar nutzbarer Materialanteil |
| Maßstab | Verhältnis von Zeichnungslänge zu wirklicher Länge |
Drag-and-drop
Verbinde fünf aufeinander bezogene Arbeitsbegriffe und passende Nachweise.
| Ordne den richtigen Begriff zu. | Nachweis aus der Auftragsbearbeitung |
|---|---|
| Anforderungsanalyse | Nutzungsprofil und technische Rahmenbedingungen |
| Freihandentwurf | Gestaltungsvarianten mit Raumwirkung und Farbakzenten |
| Materialdisposition | Bedarf inklusive Packungsrundung und Verschnitt |
| Arbeitsablaufplanung | Reihenfolge und Sicherheitsfreigaben |
| Qualitätskontrolle | Soll-Ist-Vergleich und dokumentierte Abweichungen |
Kreuzworträtsel
Ergänze die sechs Fachbegriffe anhand der Hinweise.
| Randfries | Wie heißt der dekorative Streifen entlang einer Flächenbegrenzung? |
| Ornament | Wie heißt ein eigenständiges oder sich wiederholendes Zierelement? |
| Kontrast | Wie heißt ein deutlicher Helligkeits- oder Farbunterschied? |
| Verschnitt | Wie heißt der nicht unmittelbar nutzbare Anteil beim Zuschneiden? |
| Aufmaß | Wie heißt die systematische Ermittlung von Raummaßen? |
| Kalkulation | Wie heißt die nachvollziehbare Ermittlung und Zusammenstellung von Kosten? |
LearningApps
Suche ergänzende interaktive Übungen zur Bodengestaltung. Die folgende LearningApps-Einbindung zeigt eine Themensuche, keine als qualitätsgesichert behauptete Einzelaufgabe. Prüfe die Treffer selbst kritisch.
Lückentext
Setze die passenden Fachbegriffe ein; pro Satz fehlt genau ein Begriff.
Offene Aufgaben
Nutze fiktive Angaben und dokumentiere deinen Lösungsweg. Die Aufgaben sind in ansteigender Komplexität angeordnet. Bearbeitungen ohne gefährliche Werkzeuge sind ausdrücklich möglich.
Leicht
- Raumnutzung: Beschreibe für einen fiktiven Beratungsraum drei Anforderungen an den Fußboden und trenne technische Muss-Kriterien von Gestaltungswünschen.
- Farbgestaltung: Zeichne zwei kleine Farb- und Musterkonzepte und erkläre, wie Kontrast, Licht und Möblierung die Wirkung verändern können.
- Randfries: Beschrifte in einer Skizze einen Randfries, einen Zwischenfries und ein Ornament und erkläre deren unterschiedliche Aufgaben.
- Maßstab: Übertrage einen 5,40 m × 4,20 m großen Raum in einen Maßplan 1 : 20 und beschrifte die entsprechenden Papiermaße.
Standard
- Flächenberechnung: Ermittle alle drei Zonen des beschriebenen Übungsraums einschließlich Flächenprobe und erkläre, warum die Eckenformel beim Randfries wichtig ist.
- Verschnitt: Erstelle in einer Tabellenkalkulation eine variable Packungsbestellung mit den drei Zuschlägen und überprüfe, warum gekaufte Menge und Abfallmenge verschieden sind.
- Arbeitsplanung: Erstelle einen Ablaufplan mit mindestens neun Phasen, vier Freigabe- oder Kontrollpunkten und einer sicheren Papiermodell-Alternative.
- Präsentation: Stelle zwei unterschiedliche Layouts in drei Minuten vor und begründe deine Vorzugsvariante anhand von Nutzung, Proportion und Kosten.
Schwer
- Ornament: Konstruiere ein symmetrisches mehrfarbiges Motiv mit Ecklösung und Zwischenfries für einen Raum mit Türnische und überprüfe deine Maßketten.
- Angebotskalkulation: Kalkuliere eine geänderte Friesbreite mit neuen Materialpackungen und Lohnzeiten; führe Netto- und Bruttowerte sowie zwei Sensitivitätsfälle auf.
- Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für die simulierte Verlegung eine begründete Schutzmaßnahmenmatrix zu Schneidwerkzeugen, Knien, Untergrundstaub, Klebstoffen und Altbelagsrisiken.
- Projektportfolio: Entwickle ein vollständiges anonymes Kundenportfolio mit Anforderungen, zwei Zeichnungen, Mengenberechnung, Arbeits- und Prüfplan, Bewertungsraster und Reflexion; präsentiere den prüfbaren Musterboden ohne echte Baustellendaten.


Lernkontrolle
- Gestaltungskriterien: Begründe, warum ein optisch attraktiver Entwurf ungeeignet sein kann, wenn Beanspruchung, Rutschrisiko oder Reinigbarkeit nicht berücksichtigt wurden.
- Friesgeometrie: Berechne den umlaufenden Randfries bei 0,20 m Breite für den Übungsraum und vergleiche das Ergebnis mit dem 0,30-m-Fall anhand einer selbst angefertigten Kontrollskizze.
- Kalkulationsprüfung: Kontrolliere die sieben Nettokostenpositionen und die Umsatzsteuer im Rechenbeispiel unabhängig; erläutere, welche Kostenpositionen bei einem realen Betrieb zusätzlich geprüft werden müssen.
- Fehlerdiagnose: In einem Maßplan trifft das Ornament nicht die Symmetrieachse. Entwickle einen Prüfablauf, der Mess-, Übertragungs- und Zeichenfehler unterscheidet.
- Materialstrategie: Vergleiche zwei hypothetische Packungsgrößen derselben Belagsart bezüglich Bestellmenge, Reserve, Schnittplanung und Umweltauswirkungen.
- Sicherheitsentscheidung: Erläutere die begründete Reaktion auf einen ungeklärten Altbelag und zeige, wie das Lernziel sicher mit Papiermodell und Simulation weiterbearbeitet werden kann.
Lernnachweis
Abzugeben ist ein vollständiges, personenbezugsfreies Auftragsportfolio für den fiktiven Raum. Es enthält: ein anonymes Anforderungsblatt, mindestens zwei beschriftete Freihandskizzen, den korrekt bemaßten Maßplan 1 : 20, einen konstruierten Fries mit Ornament, die drei Flächen- und Materialberechnungen mit Packungsrundung, eine tabellarische Nettokalkulation samt dokumentierten Annahmen, einen Arbeits- und Schutzmaßnahmenplan, eine Prüfliste sowie ein Foto eines Papiermodells oder einen digitalen Entwurf. Abschließend begründest du Materialwahl, gestalterische Entscheidungen, Wirtschaftlichkeit, Sicherheitsfreigaben und eine Verbesserungsidee.
Prüfbare Mindestwerte des Beispielauftrags: Gesamtfläche 22,68 m², Kernfläche 17,28 m², Friesfläche 5,40 m², Ornament 0,36 m², übrige Hauptfläche 16,92 m²; geplante Bestellung 20 + 8 + 1 = 29 m²; im vereinfachten Kostenmodell 1.486,00 € netto und 1.768,34 € brutto. Diese Zahlen sind ein offener Bewertungsmaßstab für die Portfolio-Arbeit, keine vorweggenommenen Antworten auf das interaktive Quiz. Bewerte mit dem 100-Punkte-Raster aus Kapitel 5 und gib konkrete Rückmeldung zu fehlenden Nachweisen. Reale Praxisausführung bedarf zusätzlich der betrieblichen Prüfung und Autorisierung.
OER und Wikipedia
Die folgenden Quellen wurden anhand ihrer öffentlich zugänglichen Originalseiten geprüft. Die Beschreibungen sind eigenständig formuliert; urheberrechtlich geschützte Normtexte oder Videoabschriften werden nicht übernommen. Abruf- und Regelwerksstand für diesen Kurs: Oktober 2026.
Fachgrundlagen und aktuelle Regeln:
- KMK-Rahmenlehrplan Bodenleger/Bodenlegerin – Lernfeld 12, gedruckte PDF-Seite 19, Beschluss vom 14.05.2002; Zeitrichtwert 60 Stunden, Gestaltung und Kalkulation.
- BIBB-Berufsprofil Bodenleger/Bodenlegerin – Handlungsprofil, duale Ausbildungsdauer und gültige Ausbildungsgrundlage.
- Ausbildungsrahmenplan zur Bodenleger-Ausbildungsverordnung – maßgebliche Fertigkeiten zu Verlegemustern, Aufmaß, Arbeitsschutz, Umweltschutz, Kommunikation und Qualität.
- DIN Media: DIN 18365:2019-09 – aktuell als gültige ATV für Bodenbelagarbeiten geführt; Volltext lizenzpflichtig, Anwendbarkeit vertraglich prüfen.
- BAuA-TRGS-Verzeichnis und TRGS 610 – Ersatzstoffe und Verfahren für Vorstriche und Klebstoffe im Bodenbereich, Fassung September 2025.
- DGUV Regel 112-191 – Benutzung von Fuß- und Knieschutz, Ausgabedatum Dezember 2025.
- DGUV/IFA: Kniebelastende Tätigkeiten – ergonomische Präventionshinweise.
- Herstellerbeispiel wineo – konkrete verlege- und produktbezogene Hinweise; immer die aktuelle Anweisung zum tatsächlich verwendeten Produkt prüfen.
Geprüfte Bildquellen und Nutzungshinweise: Die eingebundenen Dateien stammen aus Wikimedia Commons. Bei Weiterbearbeitung sind die jeweiligen Lizenzauflagen, insbesondere Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen, zu beachten. Die eingebundenen Bilder wurden hier nicht verändert. Die historischen Beispiele erklären Gestaltung, ersetzen aber keine moderne Bauanleitung.
| Commons-Dateiname | Kontrollierter Dateinachweis | Urheber beziehungsweise Quelle | Rechte und Lizenznachweis |
|---|---|---|---|
| File:Vinyl flooring, tiles.jpg | Wikimedia Commons | Linoleum123, Dateimetadaten nennen Sabin Stanculete | CC BY-SA 4.0 |
| File:Linoleum floor.jpeg | Wikimedia Commons | blahedo | CC BY-SA 2.5 |
| File:Mosaic braided border.jpg | Wikimedia Commons | FuriousYogi | CC BY-SA 4.0 |
| File:Drawing, Corner Design for Mosaic Floor, ca. 1900 (CH 18802265).jpg | Wikimedia Commons | Unbekannte Urheberschaft; Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum | Public Domain Mark |
| File:Herringbone pattern long.png | Wikimedia Commons | Tomruen | CC BY-SA 4.0 |
Geprüfte Fachvideos (deutschsprachig):
- Vinylboden verlegen – Fischgrät Muster, profistuck, 21.08.2019 – zeigt eine produktbezogene Fischgrät-Verlegung mit Mittelpunkt und Winkelkontrolle. Video urheberrechtlich geschützt; eingebettet, nicht als OER umdeklariert.
- Klick Vinylboden verlegen – Verlegevideo, wineo – That's Flooring, 24.03.2017 – vermittelt beispielhaft eine andere Verlegeart. Video urheberrechtlich geschützt; eingebettet, nicht als OER umdeklariert.
Freie Nachschlagewerke: Bodenbelag, Linoleum und Parkett. Beachte deren jeweils aktuelle Seitenlizenz und Quellenangaben. Der folgende deutschsprachige Wikipedia-Artikel ist eine zusätzliche Einführung, keine technische Freigabe.
Verknüpfte Lernbereiche
Gestaltung im Lernfeld 12 verbindet Flächengeometrie und Dreisatz, Farbe und Proportion, Maßzeichnung, Belagskunde, Arbeitsplanung, Kalkulation, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Datenschutz. Lernfeld 11 liefert unter anderem technische Sonderanforderungen; andere Lernfelder vertiefen Untergründe, Verlegung und Instandhaltung. Der Kurs ersetzt weder Herstellerunterweisungen noch den betrieblichen Ausbildungsplan.
Projektanschlüsse: Gestalte eine ressourcenschonende Musterecke aus Karton, entwickle eine digitale 1:20-Bodenkarte mit zwei Varianten oder berechne für eine fiktive Türnische den Einfluss auf Fries und Materialbedarf. Vergleiche die Projekte im Team anhand des Bewertungsrasters und sichere nur anonymisierte Ergebnisse.
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- Projekt Designfläche: Plane und präsentiere eine zweite Farblösung mit gleicher Raumgröße und überprüfter Materialkalkulation.
- Projekt Materialeffizienz: Optimiere die fiktive Bestellung bei alternativen Packungsgrößen und erkläre die Abfallwirkung.
- Projekt Ausbildungsdialog: Vergleiche Kursanforderungen mit dem freigegebenen betrieblichen Ausbildungsplan und dem geltenden Landeslehrplan.
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