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Gedicht - Zur Einleitung - Chamisso, Adelbert von

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Originalwerk · Lesefassung

Zur Einleitung

Chamisso, Adelbert von

Was mir im Busen schwoll, mir unbewußt, · 64 Verse. Mit Quell- und Lesefassung, zitiergestütztem Lesequiz und offenen Schreibaufgaben.

GedichtKlasse 9–10 · 11–131 Abschnitte
Porträt von Chamisso, Adelbert von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Chamisso, Adelbert von · Robert Reinick (1831) · Public domain Bildquelle ↗

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Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht kritisch einordnen. Die Stufenzuordnung ist eine Orientierung; Auswahl und Begleitung richten sich nach der Lerngruppe.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 1 von 1

Zur Einleitung

1
Zur Einleitung
2
des deutschen Musenalmanachs 1833
3
Was mir im Busen schwoll, mir unbewusst,
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Ich konnt es nicht verhindern, ward Gesang;
5
Zum Liede ward mir jede süße Lust,
6
Zum Liede jeder Schmerz, mit dem ich rang;
7
Das Lied erhob aus zornerkrankter Brust
8
Sich sturmbeflügelt in der Zeiten Drang;
9
Ich hörte nur die eigne Stimme rauschen
10
Und sorgte nicht, man könne mich belauschen.
11
Doch ihr, die ich bewundert wie die Sterne
Vorlage S. 490
12
Des Himmels über mir, so hoch und klar,
Vorlage S. 490
13
Die nur entblößten Hauptes aus der Ferne
Vorlage S. 490
14
Zu grüßen, mir ein Traum des Dünkels war,
Vorlage S. 490
15
Ihr meine hohen Meister, lauschtet gerne
Vorlage S. 490
16
Dem schlichten Laut, aufblickend nahm ich wahr,
Vorlage S. 490
17
So wie des Liedes Wogen ausgebrandet,
Vorlage S. 490
18
Dass lächelnd ihr im Kreise mich umstandet.
Vorlage S. 490
19
Und eurem hohen Chor war's mir beschieden,
Vorlage S. 490
20
Errötend faß ich's nicht, mich anzureihn;
Vorlage S. 490
21
Wohl herrlich ist es, von den Homeriden –
Vorlage S. 490
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Ein Größrer sprach's – der letzte noch zu sein;
Vorlage S. 490
23
Ihr schmücktet mit der Binde mich hienieden,
Vorlage S. 490
24
Ich werde nicht das Priestertum entweihn;
Vorlage S. 490
25
Der Ernst, die Liebe wohnen mir im Busen,
Vorlage S. 490
26
Und also schreit ich zum Altar der Musen.
Vorlage S. 490
27
Ihr habet auf die Stufen dieser Halle
Vorlage S. 490
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Als Wächter mich und Herold hingestellt;
Vorlage S. 490
29
Zum Feste des Gesanges lad ich alle,
Vorlage S. 490
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Die einer Sprache Mutterlaut gesellt;
Vorlage S. 490
31
Herein, herein! das deutsche Lied erschalle
Vorlage S. 490
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Volltönig, kräftig in die ernste Welt;
Vorlage S. 490
33
Herein! du Meister mit der Lorbeer-Krone;
Vorlage S. 490
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Du Jünger, der noch ringt nach gleichem Lohne.
Vorlage S. 490
35
Herein! du Jünger; zaudre nicht zu neigen
Vorlage S. 490
36
Dein lock'ges Haupt vor deinen Meistern hier;
Vorlage S. 490
37
Dir ziemt vor ihnen Ehrfurcht wohl zu zeigen,
Vorlage S. 490
38
Du ringst hinan zu ihrem Lichtrevier;
Vorlage S. 490
39
Und wehte nicht aus ihres Lorbeers Zweigen
Vorlage S. 490
40
Des Gottes Schöpferatem erst zu dir?
Vorlage S. 490
41
Bin so wie du, obschon in grauen Haaren,
Vorlage S. 490
42
Ein Jünger nur; vertraue meinen Jahren.
Vorlage S. 490
43
Herein! du Dichterfürst in deinem Ruhme,
Vorlage S. 490
44
Und lass die Mächte deiner Lieder walten;
Vorlage S. 490
45
Beschirme diese du im Heiligtume,
Vorlage S. 490
46
Dir ziemt die Jugend ehrenvoll zu halten;
Vorlage S. 490
47
Wer weiß, ob nicht die erst erschloßne Blume
Vorlage S. 491
48
Zur schönern Frucht sich werde noch entfalten?
Vorlage S. 491
49
Du hast, wie sie, im niedern Wald verborgen
Vorlage S. 491
50
Gerungen und gestrebt an deinem Morgen.
Vorlage S. 491
51
Wer will, sei mit im Uns; die Kunst ist frei,
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52
Es singe, wem ein Gott Gesang gegeben;
Vorlage S. 491
53
Die Sonne weckt die Blumen auf im Mai,
Vorlage S. 491
54
Und reift im Herbst das flüß'ge Gold der Reben;
Vorlage S. 491
55
Ob später Herbst, ob Frühling in uns sei,
Vorlage S. 491
56
Es steigt der Saft, es reget sich das Leben,
Vorlage S. 491
57
Und so wir rauschend in die Saiten greifen,
Vorlage S. 491
58
Die Blumen wachen auf, die Früchte reifen.
Vorlage S. 491
59
Doch seht am Himmel welch ein trüber Flor
Vorlage S. 491
60
Gewitterdrohend in des Tages Schwüle!
Vorlage S. 491
61
Die Welt ist ernst geworden, sie verlor
Vorlage S. 491
62
In Sturmesdrang die Lust am Saitenspiele;
Vorlage S. 491
63
Wer, Freunde, lauschte jetzt noch unserm Chor?
Vorlage S. 491
64
Wer ist, der in der Dichtung sich gefiele?
Vorlage S. 491
65
Lasst friedsam uns und fromm im Liedergarten
Vorlage S. 491
66
Des uns vertrauten heil'gen Funkens warten.
Vorlage S. 491

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich etwas, das trotz eines Gegengrunds gilt? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Dem schlichten Laut, aufblickend nahm ich wahr,« B: »Dir ziemt vor ihnen Ehrfurcht wohl zu zeigen, Du ringst hinan zu ihrem Lichtrevier;« C: »Die Sonne weckt die Blumen auf im Mai, Und reift im Herbst das flüß'ge Gold der Reben;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Die Sonne weckt die Blumen auf im Mai, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Beschreibe die Sprechsituation. Was erfährst du über Stimme, angesprochene Person und Umgebung? Belege zwei Beobachtungen mit kurzen Zitaten.

Impulse zur Selbstprüfung

Unterscheide die lyrische Stimme von der biografischen Person. Wo der Text keine eindeutige Angabe macht, formuliere eine begründete Vermutung.

Textstelle nachlesen ↗

2. Untersuche zwei sprachliche Bilder, Wiederholungen oder Klangwirkungen. Welche Wirkung ist an den jeweiligen Stellen plausibel?

Impulse zur Selbstprüfung

Nenne jeweils Vers oder Absatz und Wortlaut; Deutungen können sich unterscheiden, müssen aber zum Text passen.

Textstelle nachlesen ↗

3. Formuliere eine Deutungshypothese und eine mögliche Gegenlesart. Welche Stelle stützt oder begrenzt deine Deutung?

Impulse zur Selbstprüfung

Trenne Textbeobachtung und Interpretation. Eine begründete Gegenlesart ist kein automatisch falsches Ergebnis.

Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Wähle zwei Wörter aus dem Gedicht. Schreibe damit vier eigene Verse. Du kannst mit „Ich sehe …“ oder „Ich höre …“ beginnen. Reime sind freiwillig.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Zwei Wörter aus der Vorlage werden aufgegriffen.
  • Eigene Verse und übernommene Zitate sind unterscheidbar.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Schreibe eine eigene Strophe aus einer anderen Perspektive. Übernimm ein sprachliches Bild und verändere es bewusst. Erkläre anschließend kurz, was sich an der Wirkung ändert.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die neue Perspektive ist erkennbar.
  • Ein genauer Textbeleg begründet die Gestaltung.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Entwirf ein Antwortgedicht mit einer Gegenposition oder einer heutigen Situation. Begründe zwei sprachliche Entscheidungen mit kurzen Zitaten aus der Vorlage. Unterscheide eigene Deutung und belegbare Beobachtung.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Kennzeichne den neuen Text als eigene Bearbeitung; belege deine Entscheidungen mit dem Gedicht.

  • Die Antwort setzt sich mit konkreten Stellen auseinander.
  • Zwei korrekt gekennzeichnete Zitate stützen die Begründung.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autorenschaft nach dokumentierten Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. Quellenedition mit Namensnennung übernommen.

Zur Einleitung

Adalbert von Chamisso: Sämtliche Werke. Nach dem Text der Ausgaben letzter Hand und den Handschriften. Textredaktion: Jost Perfahl, Band 1–2, München: Winkler, [1975]. Chamisso, Adelbert von 490- München

TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Originaltext gemeinfrei in Deutschland; annotierte TextGrid-Ausgabe CC BY 3.0 DE Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.